DE1038152B - Druckgasleistungsschalter der Wandbauart - Google Patents
Druckgasleistungsschalter der WandbauartInfo
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- DE1038152B DE1038152B DEL18823A DEL0018823A DE1038152B DE 1038152 B DE1038152 B DE 1038152B DE L18823 A DEL18823 A DE L18823A DE L0018823 A DEL0018823 A DE L0018823A DE 1038152 B DE1038152 B DE 1038152B
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/28—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
- H01H33/30—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
- H01H33/32—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator pneumatic
Landscapes
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- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
Die Erfindung !«trifft einen Druckgasleistungsschalter
der Wandbauart mit angebautem Spannungstrenner. Bisher wurden solche Schalter entweder so
ausgeführt, daß der bewegliche Schaltstift des Leistungsschalters bei der Ausschaltung aus der Leistungsschaltkammer
genügend weit herausgeführt wurde, um eine sichtbare Trennstrecke herzustellen oder
es wurden die Trennmesser eines nadhgestihalteten, aber mit dem Leistungsschalter baulich vereinigten
Trennschalters durch ein besonderes Antriebssystem betätigt. Beide Ausführungen benötigen mechanische
Verbindungen von den an Spannung liegenden Teilen zu geerdeten Teilen entweder über Schaltschwingen
oder Schubstangen aus Isoliermaterial. Außerdem sind besondere Antriebsmaschinen, meist Druckluftantriebe
und Dämpfungseinrichtungen, z. B. Ölbremsen, notwendig.
Da an diesen Isolierteilen häufig Störungen durch Verschlechterung der Isolation oder mechanische Beanspruchungen
auftreten, sucht die Erfindung derartige Schaltelemente völlig zu vermeiden. Sie geht
hierbei von einem Schalter mit gleichachsig zur Leistungsunterbrechungsstelle angeordnetem Schubtrenner
aus. Hierbei sind erfindungsgemäß die beweglichen Schaltkontakte beider Schaltstellen mit unmittelbar
vom Druckgas beaufschlagten Antriebskolben versehen, wobei gleichzeitig der bewegliche
Leistungsschalterkontakt eine Einschaltfeder und der bewegliche Trennschalterkontakt eine Ausschaltfeder
besitzen. Insbesondere hat der Schalter nach der Erfindung gegenüber den bekannten Schaltern ähnlicher
Bauart, die mit einem gemeinsamen Antrieb für alle drei Schalterpole ausgerüstet sind, den großen Vorteil,
daß mit ihm sowohl eine einpolige als auch eine dreipolige Kurzunterbrechung ausgeführt werden
kann, da jeder Pol für sich infolge des unmittelbaren Antriebes der Schaltkontakte durch die Druckluft
selbständig schaltbar ist. Dieses Merkmal des neuen Schalters ist sehr wichtig, da die Kurzunterbrechung
auch bei Schaltern der Mittelspannung neuerdings immer mehr in den Vordergrund tritt. Wollte man
auch die bekannten Schalter für die einpolige Kurzunterbrechung einrichten, so würde dies einen hohen
technischen Aufwand bedeuten, da dann auch für jedes Trennmesser jeweils ein besonderer Antrieb
notwendig wäre.
Ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Auf einem Grundrahmen 1 sind drei Stützisolatoren 2 angeordnet, die ihrerseits den Leistungsschalter 3
und den Spannungstrenner 4 tragen. Die Stützisolatoren sind mit Luftzuführungsleitungen zu den Schaltstellen
versehen. Die Leistungsschaltstelle hat einen festen düsenförmigen Kontakt 5 und einen als Hohl-Druckgasleistungsschalter
der Wandbauart
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H.r
Hamburg 36, Hohe Bleichen 22
Otto Leopold, Lohfelden. bei Kassel,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
stift ausgebildeten und mit einem Antriebskolben 6 versehenen beweglichen Kontakt 7. Der Kontakt 7
steht unter dem Druck der Feder 8, die ihn in der Einschaltstellung festhält. Die Schaltgase können
einmal durch den Schalldämpfer und Kühler 9 und ferner über den Hohlkontakt 7 nach rückwärts über
den zweiten Schalldämpfer und Kühler 10 entweichen. Im unteren Teil des Gehäuses des Leistungsschalters 3
befindet sich ein fester Kontakt 11, der als Einschaltkontakt für den gleichachsig angeordneten und in
gleicher Richtung beweglichen Schaltstift 12 des Spannungstrenners 4 dient. Der Kontakt 12 besitzt
ebenfalls einen Antriebskolben 13, der unter dem Druck der Feder 14 steht, die ihn in die Ausschaltlage
bewegt. In der Einschaltstellung wird der Schaltkontakt 12 durch die über die Leitung 18 anstehende
Druckluft festgehalten. Gleichzeitig ist eine Sperrklinke 15 vorgesehen, die bei Entweichen des Druckes
infolge eines Defektes am Kessel den Kontakt 12 gegen den Druck der Feder 14 in dieser Stellung festhält.
Die Klinke 15 besitzt einen Kolben 16, dem Druckgas über die Leitung 17 zugeführt wird.
Innerhalb des Grundrahmens 1, der zum Teil aus den Kesseln 19 und 20 besteht, sind das Ventil 21
und das Doppelventil 22, die von einem besonderen Betätigungsventil 23 gesteuert werden, angeordnet.
Das Betätigungsventil 23 ist für Ein- und Ausschaltung von Hand (nicht dargestellt) und auf elektrischem
Wege ausgebildet. Es steht über die Leitung 24 mit dem Druckgaskessel 19 in Verbindung. Für
die Einschaltung des Spannungstrenners ist noch eine besondere Klinkensteuerung 25 vorgesehen,
deren Wirkungsweise im Zusammenhang mit der Betätigung des Schalters beschrieben werden soll.
809 600/365
Der Schalter ist in der Ausschaltstellung dargestellt. Der Leistungsschalterkontakt 7 ist nach
Löschung des Lichtbogens in die Einschaltstellung zurückgekehrt. Der Kontakt 12 des Spannungstrenners
ist dagegen noch in der Ausschaltstellung. Der Ausschaltvorgang geht folgendermaßen vor sich:
Bei Betätigung des Ausschaltventils wird über die Leitung 24 Druckgas über die Leitung 26 auf den
Kolben des Hauptventils 21 gegeben, wodurch dieses sich öffnet und ein starker Druckgasstrom in die
Schaltkammer des Leistungsschalter 3 strömt. Ein Teil dieses Druckgases dringt durch öffnungen in
das Innere des Schaltzylinders und treibt den Kolben 6 des Schaltkontaktes 7 gegen die Federkraft
8 nach unten, so daß der Stromkreis unterbrachen und der sich bildende Lichtbogen von dem
Druckgas beblasen wird. Der Hauptteil der Schältgase kann durch den Kühler 9 entweichen, während
der Rest der Schaltgase nach rückwärts durch den Kühler 10 abströmt. Gleichzeitig mit der Beaufschlagung
des Leistungsschalterkontaktes wird auch der Sperrklinke 15 über die Leitung 17 Druckgas
zugeleitet und das Doppelventil 22 von dem Arbeitskolben 27 über den Hebel 28 nach oben bewegt, dadurch
werden die Leitung 18 und der Raum unter dem Kolben 13 entlüftet und die Druckgaszufuhr
vom Kessel 20 abgesperrt. In dieser oberen Stellung wird der Doppelkolben über den Hebel 28 durch die
Klinke 29 festgehalten. Die Bewegung des Leistungsschalterkontaktes 7 und des Trennkontaktes 12 sind
beim Ausschalten so aufeinander abgestimmt, daß der Kontakt 12 erst dann den Kontakt 11 verläßt,
wenn der Lichtbogen in der Leistungsschaltstrecke 3 gelöscht ist.
Soll der Schalter wieder geschlossen werden, so wird nur der Trennkontakt 12 eingeschaltet. Hierzu
wird das Einschaltventil 23 geöffnet, so daß Druckgas über die Leitung 30 auf den Antriebskolben 31
gelangt, der nun die Klinke 29 nach links bewegt. Dadurch wird der Hebel 28 frei, und die Feder 32
stößt das Doppelventil 22 nach unten, so daß die Entlüftungsöffnung 33 geschlossen wird und Druckgas
aus dem Kessel 20 über die Leitung 18 auf den Kolben 13 des Schaltstiftes 12 gelangt und diesen
nach oben bewegt. Damit ist der Schalter wieder betriebsbereit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Druckgasleistungsschalter der Wandbauart mit gleichachsig zur Leistungsunterbrechungsstelle angeordnetem Schubtrenner, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Schaltkontakte beider Schaltstellen mit unmittelbar vom Druckgas beaufschlagten Antriebskolben versehen sind und gleichzeitig der bewegliche Leistungsschalterkontakt eine Einschaltfeder und der bewegliche Trennschalterkontakt eine Ausschaltfeder besitzen.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 570 479, 598 621, 670 862, 670 861, 695 529, 716 967;
französische Patentschrift Nr. 787 404.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen® 809 600/365 9.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18823A DE1038152B (de) | 1954-05-13 | 1954-05-13 | Druckgasleistungsschalter der Wandbauart |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL18823A DE1038152B (de) | 1954-05-13 | 1954-05-13 | Druckgasleistungsschalter der Wandbauart |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1038152B true DE1038152B (de) | 1958-09-04 |
Family
ID=7261214
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL18823A Pending DE1038152B (de) | 1954-05-13 | 1954-05-13 | Druckgasleistungsschalter der Wandbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1038152B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1954
- 1954-05-13 DE DEL18823A patent/DE1038152B/de active Pending
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