DE1037931B - Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten, Pfeiler od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten, Pfeiler od. dgl.Info
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
- A63B27/00—Apparatus for climbing poles, trees, or the like
- A63B27/02—Climbing devices for round poles or trees attachable to the feet
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Description
Bei Bauwerken aus Stahl, Beton oder Holz, wie etwa Freileitungs- oder Antennenmasten oder sonstigen
Konstruktionsbauten, die zeitweise bestiegen werden müssen, ordnete man bisher Steigleitern oder
Steigtritte an. Diese Einrichtungen waren meist fest mit den Bauwerken oder Masten verbunden. Oft ist
die Anbringung jedoch schwierig, wie z. B. bei Betonoder Rohrkonstruktionen, oder unerwünscht, wie etwa
bei Freileitungsmasten oder Schaltanlagen, weil durch den festen Einbau von Steigeinrichtungen in diesem
Falle die Möglichkeit besteht, daß Unberufene die Leitungsanlage erklettern und dadurch in Lebensgefahr
geraten. Auch aus architektonischen Gründen muß oft auf eine festeingebaute Steigeinrichtung verzichtet
werden.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Steigvorrichtung, die leicht an jedem Konstruktionsbauwerk angebracht und wieder entfernt werden kann.
Sie soll leicht transportierbar und ebenso betriebssicher sein wie festeingebaute Steigleitern. Außerdem
soll die Steigeinrichtung im Gegensatz zu den bisher bekannten Vorrichtungen ohne jegliches Hilfsgerät
oder Werkzeug während des Besteigens eines Bauwerkes eingebaut und nach der Beendigung der Arbeit
wieder entfernt werden können.
Es sind zwar schon verstellbare Steigvorrichtungen bekannt, die aus zwei an die Füße des den betreffenden
Bauteil oder Mast Besteigenden geschnallten Steigsprossen bestehen und durch einen den Bauteil
bzw. Mast umfassenden Gurt od. dgl. gehalten werden. Mit solchen Steigvorrichtungen ist das Steigen
sehr zeitraubend, da der Gurt bzw. eine Seilschlaufe oder -windung bei jedem Schritt mit hochgeschoben
und insbesondere bei sich nach oben verjüngenden Masten in seiner bzw. ihrer Länge nachgestellt werden
muß.
Es ist ferner bekannt, in Kombination mit den soeben erwähnten Steigvorrichtungen (Fußsteigeisen)
am Bauteil oder Mast anzubringende und längs dieses zu verschiebende Handgriffe vorzusehen. Sie dienen
einer Lastaufteilung zwischen ihnen und den Fußsteigeisen. Zu der umständlichen zeitraubenden Hochführung
der Fußsteigeisen tritt hier noch die der Handgriffe. Damit wird aber ein über die Steigvorrichtungen
vorzunehmender Montageprozeß in einer völlig unzulässigen Weise verzögert. Auch die Fallsicherheit
ist hier erheblich beschränkt. Die vorbekannten Steighandgriffe sind außerdem bei ihrer
Anbringung am Bauteil oder Mast nicht abspannbar, so daß sie auf stark sich nach oben verjüngende Maste
nicht anwendbar sind. Es müssen somit für Maste von verschiedenem durchschnittlichem Durchmesser auch
verschiedene Steighandgriffe bereit gehalten werden.
Ein fernerhin bekanntgewordener Steigfußtritt wird Vorrichtung zum Besteigen
von Baukonstruktionen,
wie Masten, Pfeiler od. dgl.
wie Masten, Pfeiler od. dgl.
Anmelder:
Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft,
Mannheim-Käfertal, Boveristr. 22
Mannheim-Käfertal, Boveristr. 22
Artur Ludwig, Heidelberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
mittels zweier sich seitlich an die Bauteilwandungen
anlehnender Haken gehalten. Die eigentliche Halterung erfolgt dabei mittels der abgebogenen und zugespitzten
Hakenenden. Diese sollen sich unter dem Gewicht der den Tritt benutzenden Person in den
Mast einbohren. Ganz abgesehen davon, daß die beiden Haken bei stark sich verjüngenden Masten nur
innerhalb eines beschränkten Durchmessergebietes überhaupt Fassungsmöglichkeiten bieten, sind sie als
Halterungsglieder auch nur auf Holzmaste anwendbar. Gegenüber rein beton- oder metallumkleideten
Betonmasten besitzen sie überhaupt keine Fassungsmöglichkeit.
Demgegenüber betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie
Masten, Pfeiler od. dgl., bestehend aus einer Mehrzahl je für sich mittels eines den Bauteil umfassenden
flexiblen Haltegliedes, an diesem festlegbarer und von diesem abnehmbarer Steigsprossen. Erfindungsgemäß
ist jede Steigsprosse mit einer Spannvorrichtung ausgerüstet, die die Länge des flexiblen Haltegliedes dem
Umfange des zu ersteigenden Bauteiles anzugleichen gestattet.
Bei der Steigvorrichtung nach der Erfindung handelt es sich somit um eine Anzahl von Steigsprossen,
zu denen der Bauteil oder Mast den Holm bildet und die während des vorzunehmenden Montageprozesses
in Abständen von jeweils etwa Va m am Mast unverrückbar angebracht sind. Auf den Sprossen einer solchen
Steigleiter gehen die Monteure während der Arbeiten auf und ab. Dabei sind sie in der Steigbewegung
wesentlich ungehemmter als im Falle der Anwendung von Fuß- und gegebenenfalls zusätzlichen
Handsteigeisen. Handelt es sich bei den zu besteigen-
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den Masten beispielsweise um Freileitungsmasten, so sind während der Montage mehrere verschiedene Arbeitsprozesse
durchzuführen, wie erstens das Aufhängen der Isolatorketten und der SeillaufroIIen,
zweitens das Einbringen des Vorseils in die SeillaufroIIen und drittens das Anbringen der Hängeklemmen
sowie das Einbringen der Leiterseile. Die Benutzung der Steigsprossen nach der Erfindung führt hier zu
ganz erheblichen Zeiteinsparungen.
Es sind zwar auch schon Steigsprossen für TeIegrafenmaste
bekanntgeworden, die in einer Vielzahl je für sich mittels einer den Mast umfassenden Gliederkette
an diesem festlegbar und von ihm abnehmbar sind, doch ermangeln diese Steigsprossen einer Spannvorrichtung,
die die Länge des flexiblen Haltegliedes dem Umfang des zu ersteigenden Bauteils anzugleichen
gestattet. Das erfindungsgemäße Vorsehen einer solchen Spannvorrichtung erlaubt ein absolut festes
Anlegen des beispielsweise kettenförmigen HaltegHedes an den zu ersteigenden Bauteil. Die als Halteglied
dienende Kette kommt dabei wesentlich horizontal zu liegen. Bei der bekannten Steigsprosse wird dagegen
die Haltekette infolge ihres Festlegens in mit großem Spielraum behafteten Spalten des Fußtrittes in einer
zur eigentlichen Sprosse abfallenden Ebene verlaufen. Diese Schräglage der Kette bei der bekannten Steigsprosse
kann nur zu leicht zu einem sehr unerwünschten Tiefergleiten der unbelasteten Steigsprosse führen.
Ist beispielsweise ein Monteur an einem Leitermast im Abstieg begriffen, so kann es bei der fußmäßigen
Ertastung der nächstunteren Sprosse durchaus vorkommen, daß einer Fehlbewegung des Fußes zufolge
die Sprosse und damit auch die Kette in der Nachbarschaft der Sprosse angehoben wird. Auf diese Weise
macht sich das durch die bisherige Kettenschräglage bedingte, über den horizontalen Querschnitt des Mastes
hinausgehende Maß der von der Kette umschlossenen Fläche in dem Sinne bemerkbar, daß die Kette eine
erhebliche Strecke am Mast nach unten rutscht. Es wird also zumindest der Abstieg des Monteurs unterbunden,
wenn nicht gar die Gefahr eines Absturzes des Monteurs heraufbeschworen wird. Von diesen
Ubelständen sind die erfindungsgemäßen Steigsprossen frei.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Verwendung einer Kette als flexibles Halteglied ist in der
Zeichnung in seinen Einzelheiten schematisch dargestellt.
Die Abb. 1 zeigt eine Steigsprosse 1 von der Seite mit einer Nase 5 zum Abstützen der Sprosse am Bauwerk
und einen Haken 6 für die den Mast od. dgl. umfassende, hier nicht näher wiedergegebene Kette.
2 c bedeutet dabei eine Spannplatte, auf die bei Erläuterung der Abb. 3 näher eingegangen wird.
Die Abb. 2 zeigt die Steigsprosse von vorn, so daß die Kette 8 in ihrer Lage zur Sprosse 1 erkennbar ist.
Von der Spannvorrichtung ist nur die Spannplatte dargestellt.
Die Abb. 3 stellt die Steigsprosse von oben gesehen dar. Es ist ein Endglied der den Mast 4 umspannenden
Haltekette 8 in einem Ringauslauf des Spannbolzens 2 a gehaltert. Der mit Gewinde versehene Spannbolzen
2a durchsetzt gleitbar die an der Steigsprosse 1 starr befestigte Spannplatte 2 c. Auf das Gewinde des
Spannbolzens 2a ist eine Flügelmutter 2b aufschraubbar.
Der ebenfalls mit der Steigsprosse 1 starr verbundene, sich dem Mast anlegende Haken 6 nimmt ein
ίο dem Mastumfang entsprechendes Glied der Haltekette
8 auf. Ein auf den Spannbolzen 2α quer zu diesem
starr aufgebrachter Anschlag 3 hat die Aufgabe, ein Verdrehen der Kette 8 beim Spannen oder Lösen
der Spannvorrichtung zu vermeiden.
Die Zahl der Sprossen richtet sich nach der Höhe des zu ersteigenden Bauwerkes und dem jeweils zulässigen
lotrechten Sprossenabstand.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung einer Kette als flexibles Glied und eines Schraubenbolzens
so mit Flügelmutter als Spannvorrichtung beschränkt, \ielmehr läßt sich z.B. in gleicher Weise ein Gurt
oder ein Seil als elastisches Verbindungsglied und ein Kniehebelverschluß als Spannvorrichtung benutzen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten. Pfeiler od. dgl., !»stehend aus
einer Mehrzahl je für sich mittels eines den Bauteil umfassenden flexiblen Haltegliedes, an diesem
festlegbarer und von diesem abnehmbarer Steigsprossen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Steigsprosse
(1) mit einer Spannvorrichtung ausgerüstet ist, die die Länge des flexiblen Haltegliedes
dem Umfange des zu ersteigenden Bauteiles anzugleichen gestattet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung aus einem
an einem Ende des flexiblen Haltegliedes (8) vorgesehenen Spannbolzen (2 a) mit Gewinde für eine
aufschraubbare Flügelmutter (2 b) und einer vom anderen Haltegliedende bzw. von der Steigsprosse
abstehenden Spannplatte (2 c) besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannbolzen (2 a) mit einem
ein Verdrehen des Haltegliedes beim Anziehen oder Lösen der Flügelmutter (2b) verhindernden
Anschlag (3) versehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Wahl einer
Kette (8) als flexibles Halteglied die Glieder des einen Kettenendes in einen mit der Steigsprosse
fest verbundenen Haken (6) einlegbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 272 370;
österreichische Patentschrift Nr. 83 128;
USA.-Patentschriften Nr. 783 837, 1 559 842,
097 562, 2 392 538.
Deutsche Patentschrift Nr. 272 370;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 599/74 8.58
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|---|---|---|---|
| DEB18800A DE1037931B (de) | 1952-01-25 | 1952-01-25 | Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten, Pfeiler od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEB18800A DE1037931B (de) | 1952-01-25 | 1952-01-25 | Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten, Pfeiler od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1037931B true DE1037931B (de) | 1958-08-28 |
Family
ID=6959866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB18800A Pending DE1037931B (de) | 1952-01-25 | 1952-01-25 | Vorrichtung zum Besteigen von Baukonstruktionen, wie Masten, Pfeiler od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1037931B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6250427B1 (en) | 1998-02-12 | 2001-06-26 | Jerry Woodrow Williams, Jr. | Deer stand with unitary welded construction |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE272370C (de) * | ||||
| US783837A (en) * | 1904-05-06 | 1905-02-28 | Robert G Johnston | Scaffold. |
| AT83128B (de) * | 1917-06-19 | 1921-03-10 | Rudolf Weisz | Vorrichtung zum Besteigen von Masten mit einer um den Mast gelegten Seilschlinge. |
| US1559842A (en) * | 1924-09-17 | 1925-11-03 | Levi M Bollinger | Temporary pole-step device |
| US2097562A (en) * | 1936-04-24 | 1937-11-02 | American Telephone & Telegraph | Portable pole step |
| US2392538A (en) * | 1945-05-02 | 1946-01-08 | Carl J Knudsen | Pole climber |
-
1952
- 1952-01-25 DE DEB18800A patent/DE1037931B/de active Pending
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