DE29602057U1 - Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt - Google Patents
Anschlagvorrichtung für einen SicherheitsgurtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt, insbesondere für solche, die für
Personen im Stahlhochbau Anwendung finden.
Als Absturzsicherung im Stahlhochbau werden die dort beschäftigten
Schlosser mit einem Sicherheitsgurt ausgerüstet. Bisher wird dieser jedoch nicht immer benutzt, da
es aufwendig ist, die entsprechenden Karabinerhaken oder dergleichen um Stahlträger zu legen und wieder zu lösen
oder an anderen Befestigungen anzubringen. Andererseits ist es jedoch auch aufwendig, spezielle Anschlagösen und
1967
Bremen:
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dergleichen vorzusehen, die nur während der Bauzeit benutzt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anschlagvorrichtung
für einen Sicherheitsgurt zu schaffen, die fest sitzt, wenn die gesicherte Person wirklich den
Halt verlieren sollte und vom Sicherheitsgurt aufgefangen werden muß, die andererseits aber auch leicht ist,
so daß sie die gesicherte Person beim Aufsteigen nicht behindert, und die insbesondere einfach an einer Vielzahl
von verschiedenen Orten befestigt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale
des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung wieder. Insbesondere
ist vorteilhaft, durch ein seitlich über die Breite zum Beispiel eines T-Trägers überstehendes Element
eine Vorrichtung mit variabler Anschlagbreite zu schaffen, die auch mit einer Hand einfach befestigt werden
kann. Durch die vorgesehene Lagerung des Sicherheitsgurtes unterhalb der Vorrichtung ist die Vorrichtung
selbstsichernd.
Vorteilhafterweise kann jedoch auch eine weitere Feststellung mittels eines Handknebels erfolgen.
Um verschiedene Dicken von T-Träger-Profilen sicher fassen
zu können, wird vorgeschlagen, die Vorrichtung mit zwei hakenförmigen Endabschnitten zu versehen, deren Unterseite
mit einer plattenförmigen Aufsetzkante dreieckförmig
zum Ende eines Vertikalabstandes abgestützt ist, und unter sich einen dreieckförmigen Einkantabschnitt
besitzt, um sicherzustellen, daß dünnere Profile wirklich flächig vom Hakenendabschnitt ergriffen werden und
nicht von den Vertikalelementen zusammengedrückt sind.
An den unteren Enden der Vertikalelemente ist eine Anhängevorrichtung
vorgesehen, die somit direkt unter dem Träger angeordnet ist. Auf der Oberseite des Horizontalelementes
ist ein Handgriff vorgesehen zum Ausziehen der Anschlagvorrichtung. Das Einziehen bzw. Zusammenziehen
der Vorrichtung geschieht automatisch durch eine im Inneren zweier teleskopartig auseinanderziehbarer Winkelrohre
vorgesehene Feder.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
anhand der beigefügten Zeichnung:
Dabei zeigt die einzige Figur, Fig. 1, die Anschlagvorrichtung
mit den beiden teleskopartig ineinander einschiebbaren Abschnitten 10, 12, mit der schematisch dargestellten,
sie verbindenden und die Abschnitte zusammenziehenden Feder 14, den Handgriff 16, den Feststellknebel,
schematisch als Kreis dargestellt, 18, eine Befestigungsschlaufe
2 0 mit einer Öse 22, die unterhalb eines T-Trägers 24, an dem die Vorrichtung angebracht
ist, zu liegen kommt, wobei die beiden Vertikalabschnitte 26, 2 8 der Vorrichtung jeweils mit Hakenabschnitten
30, 32 versehen sind, an denen Plattenabschnitte 34 und 36 eine breite Auflagefläche schaffen, die durch dreiecksförmige
Abstützteile im 90°- Winkel zu den Vertikalabschnitten abgestützt sind. Unterhalb der Hakenabschnitte
sind dreieckförmige Abschnitte 40, 42 zum Unterstützen
der Vertikalabschnitte vorgesehen, die gleichzeitig bei anbringen der Vorrichtung dafür sorgen,
daß die T-Träger an die Hakenendabschnitte anliegen.
Bei einer Realisation der Vorrichtung aus AlMg5-Vierkantrohren
beträgt das Gesamtgewicht ca. 1,6 kg, wobei sich die Vorrichtung an T-Träger mit den Flanschbreiten
70 bis 300 mm anklinken läßt und auch bis zu 500 kg oder 5 kN belastbar ist.. Die Vertikalabschnitte werden mit
abgerundeten Enden oben und unten gefertigt.
Die Bedienung der Vorrichtung erfolgt dann, indem jeder Schlosser einen Sicherheitsgurt trägt, der über einen
Gurt mit einem Falldämpfer und einen in die Öse 22 einhakbaren Karabinerhaken versehen ist. Vorteilhafterweise
wird noch über einen zweiter Karabinerhaken oder über einen Schäkel der Falldämpfer am Sicherheitsgurt befestigt.
Während der Schlosser nun auf dem Boden die Leiter bewegt oder andere Vorbereitungen tätigt, kann er das
Stahlseil, das den Karabinerhaken mit dem Sicherheitsgurt verbindet, auf der Schulter tragen. Ebenso beginnt
er auf die Leiter zu steigen, wobei er sein übriges Arbeitsmaterial und Werkzeug über den Arm gehängt trägt
und beide Hände zum Klettern der Leiter benutzt. Oben angekommen, wird er das Werkzeug anhängen und die Anschlagvorrichtung
von der Schulter nehmen und mit einer Hand am Flansch des T-Trägers befestigen. Mit der anderen
Hand kann er sich nach wie vor an der Leiter festhalten. Vorteilhafterweise wird nun die Vorrichtung zusätzlich
noch durch Betätigung des Feststellknebels 18 arretiert.
Dies geht schnell und einfach, so daß man von einer Schnellanschlagvorrichtung sprechen kann.
Umgekehrt wird der Schlosser nach verrichteter Arbeit zunächst das Stahlseil samt Vorrichtung über die Schulter
hängen, das Werkzeug ergreifen und die Leiter wieder herunterklettern, wobei ihm wieder beide Hände zur Verfügung
stehen. Durch das geringe Gewicht besteht die
Möglichkeit, die Vorrichtung über die Schulter gehängt auf dem Rücken zu tragen, wobei sie nicht behindert.
Dies erhöht die Akzeptanz bei der zu schützenden Person, die durch das verlängerte Horizontalelement auch ohne
weiteres dazu in der Lage ist, die Vorrichtung dort an einem T-Träger anzubringen, wo sie während der Arbeit
nicht stört und auch einfach umgehängt werden kann.
Die Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt kann aber auch mit nur einem horizontalen Element gefertigt
werden, auf dem zwei zueinander verlagerbare hakenartige Vertikalabschnitte zum Greifen eines T-Trägers 24, jeweils
beweglich gegeneinander in ihrem Abstand verstellbar sind, wobei ein zwischen den beiden Vertikalabschnitten
26, 28 an deren Unterseite vorgesehenes Seil 20 mit mittiger Öse 22 für die Anbringung des Sicherheitsgurt
vorgesehen ist.
Die Anschlagvorrichtung sitzt durch plattenförmige
Greifabschnitte 34, 36, die rechtwinklig einander gegenüberstehend
an den Vertikalabschnitten auflegbar auf die unteren Horizontalflächen des T-Trägers 24 vorgesehen
sind, besonders fest. An den Vertikalabschnitten 28 (einstückig mit dem horizontalen Ausziehelement 10) und
der dem anderen 26 am proximalen Ende des äußeren Horizontalelementes
12 vorgesehen, stehen sie beide nach innen.
Ein Handgriff 16 zum Bewegen des äußeren Horizontalelementes 12 gegen das Ausziehelement 10, das mit seinem
hakenförmigen Abschnitt 26, 30, 34 an dem T-Träger einhakt, und also herausgezogen wird, ist auf der Außenseite,
oben des umhüllenden Horizontalelementes 12 vorgesehen.
B©S
Das Befestigungselement für den Sicherheitsgurt, das durch Ausnehmungen in den unteren Endabschnitten 40, 42
der Vertikalelemente 26, 28 hindurchgehende Seil 20, kann elastisch als Falldämpfer ausgeführt werde. Die
mittlere, fest eingespleißte Befestigungsöse 22 sorgt für in jedem Fall sicheren Zug zur Mitte unter den
Schwerpunkt der Vorrichtung, die so bei stärkerem Zug nur immer fester sitzt.
Claims (5)
1. Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt, gekennzeichnet durch wenigstens ein horizontales Element
{10; 12), zwei zueinander verlagerbare hakenartige Vertikalabschnitte {26, 28) zum Greifen eines T-Trägers
(24) , die gegeneinander in ihrem Abstand verstellbar sind, und ein zwischen den beiden Vertikalabschnitten
(26, 28) an einer Unterseite vorgesehenes Befestigungselement {2 0, 22) für den Sicherheitsgurt.
2. Anschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Horizontalelement aus zwei ineinanderschiebbaren
Vierkantrohren {10, 12) besteht, wobei auf dem äußeren, seitlich über das Vertikalelement
hervorragenden Horizontalelement (12) ein Feststellknebel (18) zum Arretieren der Ausziehlänge des anderen
Horizontalelements {10) vorgesehen ist.
3. Anschlagvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch plattenförmige Greifabschnitte
(34, 36), die rechtwinklig einandergegenüberstehend an den Vertikalabschnitten auflegbar auf die
unteren Horizontalflächen des T-Trägers (24) vorgesehen sind, wobei von den Vertikalabschnitten einer (28) einstückig
mit dem horizontalen Ausziehelement (10) vorgesehen ist und der andere (26) am proximalen Ende des
BOEHMEffr <%*ßp£nMEKT. .'·
äußeren Horizontalelementes (12) vorgesehen ist, aus dem das Ausziehelement (10) ausziehbar ist.
4. Anschlagvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Handgriff (16)
zum Abziehen des äußeren Horizontalelementes (12) gegen das Ausziehelement (10), das mit seinem hakenförmigen
Abschnitt (26, 30, 34) an dem T-Träger einhakt.
5. Anschlagvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement
für den Sicherheitsgurt ein durch die untere Endabschnitte (40, 42) der Verikalelemente (26,
28) hindurchgehendes, strangartiges Element (20) mit einer mittleren Befestigungsöse (22) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29602057U DE29602057U1 (de) | 1996-02-07 | 1996-02-07 | Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29602057U DE29602057U1 (de) | 1996-02-07 | 1996-02-07 | Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29602057U1 true DE29602057U1 (de) | 1996-04-04 |
Family
ID=8019089
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29602057U Expired - Lifetime DE29602057U1 (de) | 1996-02-07 | 1996-02-07 | Anschlagvorrichtung für einen Sicherheitsgurt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29602057U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1016206C2 (nl) * | 2000-09-15 | 2002-03-18 | Ivar Johannes Klerks | Valbeveiliging. |
| US20130228394A1 (en) * | 2012-03-01 | 2013-09-05 | Sousa Truck Trailer Repair Ltd. | Worker Safety Device and Method |
-
1996
- 1996-02-07 DE DE29602057U patent/DE29602057U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1016206C2 (nl) * | 2000-09-15 | 2002-03-18 | Ivar Johannes Klerks | Valbeveiliging. |
| US20130228394A1 (en) * | 2012-03-01 | 2013-09-05 | Sousa Truck Trailer Repair Ltd. | Worker Safety Device and Method |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19960515 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 19991201 |