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DE1037286B - Hydraulische Bremsvorrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge - Google Patents

Hydraulische Bremsvorrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1037286B
DE1037286B DET11427A DET0011427A DE1037286B DE 1037286 B DE1037286 B DE 1037286B DE T11427 A DET11427 A DE T11427A DE T0011427 A DET0011427 A DE T0011427A DE 1037286 B DE1037286 B DE 1037286B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spring
cylinder
braking device
rear axle
pressure chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET11427A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Herbert Stein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Teves AG and Co OHG
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Teves GmbH filed Critical Alfred Teves GmbH
Priority to DET11427A priority Critical patent/DE1037286B/de
Publication of DE1037286B publication Critical patent/DE1037286B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/26Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force characterised by producing differential braking between front and rear wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Hydraulic Control Valves For Brake Systems (AREA)

Description

  • Hydraulische Bremsvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge Es ist bekannt, daß bei der Verzögerung eines Fahrzeuges die Lastverteilung auf Hinterachse und Vorderachse sich gegenüber der Lastverteilung im Stillstand insofern verändert, als die Hinterachse entlastet und die Vorderachse stärker belastet wird. Es sind deshalb bereits verschiedene Vorrichtungen vorgeschlagen worden, die in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsdruck einer hydraulischen Bremse von einem bestimmten Umschaltpunkt an nicht mehr den gleichen Druck an Vorderachse und Hinterachse zur Anwendung bringen, sondern entweder den Flüssigkeitsdruck an der Vorderachse gegenüber dem an der Hinterachse erhöhen oder den Flüssigkeitsdruck an der Hinterachse gegenüber dem an der Vorderachse reduzieren. Bei Beschreitung des ersteren Weges hat man Druckverstärker in die vom Hauptzylinder zu den Vorderradhremszylindern führende Leitung eingeschaltet. Der Druckverstärker besteht aus einem Stufenzylinder, in dessen: Kolben ein federbelastetes Ventil angeordnet ist, das nach Überschreiten, eines bestimmten Umschaltpunktes den Überdruck im Ringraum des Stufenzylinders allmählich abbaut, bis er gegebenenfalls Null wird und der Druck an der Vorderachse entsprechend dem Flächenverhältnis des Stufenzylinders gegenüber dem Druck an der Hinterachse übersetzt wird.
  • Dieses Überdruckventil hat gelegentlich zu Störungen Anlaß gegeben und bei Undichtigkeit einen vorzeitigen Druckabbau im Ringraum bewirkt, was zur Folge hatte, daß nicht mehr genügend Volumen für die Bremsung zur Verfügung stand, weil die im Ringraum befindliche Flüssigkeit über das Überdruckventil in den Nachfüllbehälter abströmt, anstatt in die Bremszylinder der Vorderachse gedrückt zu werden. Ferner hat diese Ausführungsform den Nachteil, daß die Verteilung der Bremskraft auf die Vorder- und Hinterradbremszylinder unabhängig vom Beladungszustand des Fahrzeuges erfolgt, da die Bremskraft dabei ausschließlich in Abhängigkeit von der aufgewendeten Fußkraft verteilt wird. Die Bremskraftverteilung bei unbeladenem Fahrzeug unterscheidet sich also nicht von der bei beladenem Fahrzeug.
  • Um die Bremsung vom Beladungszustand des Fahrzeuges abhängig zu machen, sind schon Bremsvorrichtungen bekanntgeworden, die automatisch in Abhängigkeit von der Achslast gesteuert werden. In diesem Zusammenhang sind die automatischen Einstellvorrichtungen zu erwähnen, die den Bremsvorgang beeinflussende Regelglieder steuern. Bei Druckluftbremsanlagen ist es beispielsweise üblich, das Bremsventil je nach der Achslast mehr oder weniger stark hydraulisch zu belasten, wodurch eine Regelung der Bremskraft entsprechend der Achslast erhalten wird. Es wird auf diese Weise zwar eine Abhängigkeit der Bremsung des Fahrzeuges von der jeweiligen Achslast erreicht, jedoch findet hierbei keine Bremskraftverteilung statt, die der Achslastverlagerung Rechnung trägt, sondern es werden sämtliche Räder gleich stark gebremst.
  • Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Bremsvorrichtung mit einem als Druckübersetzer ausgebildeten Stufenzylinder in der vom Hauptzylinder zu den Vorderradbremszylindern führenden Leitung.
  • Das Neue besteht darin, daß der Ringraum des Stufenzylinders gegenüber dem mit dem Hauptzylinder in Verbindung stehenden primären Druckraum abgedichtet ist und mit dem mit den Vorderradbremszylindern in Verbindung stehenden sekundären Druckraum über ein Rückschlagventil in Verbindung steht und durch eine Leitung mit dem Druckraum eines oberhalb der Hinterachse am Fahrgestellrahmen befestigten Reglerzylinders, dessen Kolben sich über eine Feder auf der Hinterachse abstützt, verbunden ist.
  • Der Ringraum des Stufenzylinders ist also nicht wie bei den bekannten Ausführungsformen über' ein Überdruckventil mit dem Nachfüllbehälter verbunden. Die auf den Kolben des Reglers wirkende Feder ist derart bemessen, daß sie eine Kraft auf den Kolben ausübt, die einen zu der jeweiligen Belastung der Hinterachse passenden Umschaltdruck ergibt. Der Umschaltdruck liegt also bei beladenem Fahrzeug infolge der durch die höhere Achslast bedingten größeren Vorspannung der Feder höher als bei unbeladenem Fahrzeug. Selbstverständlich muß -die Charakteristik dieser Feder gegen die Charakteristik des Federungssystems der Hinterachse entsprechend abgestimmt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird an Hand der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt Abb.1 einen Schnitt durch den zwischen Fahrgestellrahmen und Hinterachse angeordneten Regler, Abb.2 eine Schemadarstellung der Bremsanlage Das Gehäuse 1 des Reglers ist an dem Fahrgestellrahmen 2 befestigt. Der Kolben 3 des Reglerzylinders stützt sich über eine Druckstange 4, ein Zwischenglied 5 sowie eine Feder 6 auf der Hinterachse 7 ab. Die Anordnung kann auch derart ausgeführt werden, daß sich die Feder auf eine an der Hinterachse angeordnete Einstellschraube abstützt. Die Kolbenmanschette ist mit dem Bezugszeichen 10 versehen.
  • In den Druckraum 11 des Zylinders mündet eine Bohrung 12, an die die zu dem Ringraum 21 des Stufenzylinders 20 führende Leitung 22 angeschlossen ist. Zwischen dem Druckraum des Reglerzylinders und dem Ringraum des Stufenzylinders kann eine Drossel angeordnet sein. Eine Entlüfterschraube ist in der Abbildung mit 13 bezeichnet. An der Stirnseite des Reglerzylinders 1 ist ein Anschlag 14 für den Kolben 3 angeordnet. Außer der Feder 6 kann noch eine zweite Feder 15, vorzugsweise konzentrisch zu der Feder 6, vorgesehen werden. Die entspannte Länge dieser Feder 15 ist größer als die der Feder 6, und außerdem weist die Feder 15 im Gegensatz zu der Feder 6 eine weiche Charakteristik, d. h. eine kleine Federkonstante, auf.
  • In der Abb.2 ist die Anordnung des Reglers 1 innerhalb des Bremssystems aufgezeigt. In die vom Hauptzylinder 17 zu den Vorderradbremszylindern 18 führende Leitung ist ein als Stufenzylinder ausgebildeter Druckübersetzer 20 eingeschaltet, dessen Ringraum 21 über eine Leitung 22 mit dem Druckraum 11 des oberhalb der Hinterachse 7 am Fahrgestellrahmen angeordneten lastabhängigen Reglers 1 verbunden ist. Die Hinterradbremszylinder 23 werden dabei unmittelbar, also ohne Übersetzung, über die Leitung 24 vom Hauptzylinder 17 beschickt.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Durch die bei Bremsung entstehende dynamische Achslastverlagerung wird die Hinterachse entlastet und die Vorderachse dementsprechend belastet. Infolgedessen wird der Abstand zwischen Fahrgestell und Hinterachse vergrößert und damit die Druckkraft der Feder 6 bzw. 15 verringert. Der im Ringraum 21 herrschende Druck verringert sich infolgedessen ebenfalls, was zu einer Entlastung des Ringraumes und Einsetzen der Druckverstärkung auf die Vorderradbremszylinder führt. Der Umschaltdruck ist von der jeweiligen Hinterachsbelastung, d. h. von der jeweiligen Federvorspannung, abhängig.
  • Bei entsprechender Dimensionierung der Feder kann durch die Verlagerung der Achslast bei starker Bremsung die Feder vollkommen entspannt werden, so daß kein Druck mehr auf den Kolben 3 ausgeübt und somit der Überdruck im Ringraum des Stufenzylinders völlig abgebaut wird. Nach dem Lösen der Bremse erhält die Hinterachse wieder die normale, dem Beladungszustand entsprechende Belastung. Durch die damit Hand in Hand gehende Verkürzung dies Abstandes zwischen Hinterachse und Fahrgestell und Vergrößerung der Federvorspannung wird der Reglerkolben zurückgeschoben und somit die Flüssigkeit in den Ringraum zurückgeführt.
  • Infolge der -Abhängigkeit des Umschaltdruckes von der Vorspannung der Feder und damit von der Hinterachslast wird eine automatische Bremskraftverteilung erhalten, die der dynamischen Achslastverlagerung Rechnung trägt. Auf diese Weise wird den einzelnen Belastungszuständen des Fahrzeuges besser als bei den bekannten Ausführungsformen entsprochen.
  • Die mit der Bezugsziffer 15 versehene Feder weist eine weiche Charakteristik auf und ist in ihrer ungespannten Länge größer als die Feder 6. Sie dient dazu, auch bei unbelastetem Fahrzeug noch einen geringen Druck auf den Reglerkolben auszuüben und: damit sicherzustellen, daß genügend Flüssigkeit zum Füllen des Vorderachsbremssystems zur Verfügung steht, da die Charakteristik der den Umschaltdruck bestimmenden Feder vorzugsweise derart bemessen ist, daß sie bei unbelastetem Fahrzeug entspannt ist und somit keine Kraft auf den Kolben ausübt. Durch den an der Stirnseite des Zylinders angeordneten Anschlag wird die Vorspannung der Feder unterhalb des Umschaltpunktes aufgenommen und damit eine Kolbenbewegung unterhalb des Umschaltpunktes, d. h. bei ungebremstem Fahrzeug oder bei nur geringen Bremsdrücken, vermieden, um einen vorzeitigen Manschettenverschleiß zu verhindern. Um weiterhin zu vermeiden, daß Fahrbahnstöße auf die Hinterachse, die unterhalb des Umschaltpunktes lediglich eine Änderung der Federvorspannung, jedoch keine Kolbenbewegung hervorrufen, auch oberhalb des Umschaltpunktes keine unzulässig großen Kolbenbewegungen hervorrufen können, kann zwischen dem Druckraum des Reglerzylinders und dem Ringraum des Stufenzylinders eine Drossel eingeschaltet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hydraulische Bremsvorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einem als Druckübersetzer arbeitenden Stufenzylinder in der vom Hauptzylinder zu den Vorderradbremszylindern führenden Leitung, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum (21) des Stufenzylinders (20) gegenüber dem mit dem Hauptzylinder in Verbindung stehenden primären Druckraum abgedichtet ist und mit dem mit den Vorderradbremszylindern in Verbindung stehenden sekundären Druckraum über ein Rückschlagventil in Verbindung steht und durch eine Leitung (22) mit dem Druckraum (11) eines oberhalb der Hinterachse (7) am Fahrgestellrahmen (2) befestigten Reglerzylinders (1), dessen Kolben (3) sich über eine Feder (6) auf der Hinterachse (7) abstützt, verbunden ist.
  2. 2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwischen Reglerkolben (3) und Hinterachse (7) angeordnete zweite Feder (15) mit kleinerer Federkonstante, aber größerer ungespannte@r Länge.
  3. 3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Feder (15) konzentrisch zu der Feder (6) angeordnet ist.
  4. 4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, ge:-kennzeichnet durch einem Anschlag (14), gegen welchen der Reglerkolben (3) unter Einwirkung der Feder (6 bzw. 15) gedrückt wird, solange die Vorspa.nnung der Feder größer ist als der Druck im Druckraum des Reglers.
  5. 5. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Drosselstelle zwischen Druckraum (11) des Reglerzylinders (1) und dem Ringraum des Stufenzylinders.
  6. 6. Bremsverrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung der Feder (6 bzw. 15) auf der Hinterachse über eine Einstellschraube erfolgt, um die Vorspannung einstellen zu können. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 800055, 849569; französische Patentschrift Nr. 1088 722; USA.-Patentschrift Nr. 2 219 765.
DET11427A 1955-09-30 1955-09-30 Hydraulische Bremsvorrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge Pending DE1037286B (de)

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DE1037286B true DE1037286B (de) 1958-08-21

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3626331A1 (de) * 1986-08-02 1988-02-11 Teves Gmbh Alfred Lastabhaengiges drucksteuerventil, insbesondere fuer kraftfahrzeug-bremssysteme

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2219765A (en) * 1939-05-06 1940-10-29 Gen Motors Corp Hydraulic brake
DE800055C (de) * 1948-10-31 1950-08-25 Katharina Scheib Selbsttaetige Einstellvorrichtung fuer den Lastwechsel an Eisenbahnfahrzeugen
DE849569C (de) * 1949-09-04 1952-09-15 Jacob Siemann Einrichtung fuer Schienenfahrzeuge mit Druckluftbremse zur selbst-taetigen Regelung des Bremszylinderdruckes entsprechend der Fahrzeugbelastung
FR1088722A (fr) * 1954-06-05 1955-03-09 Teves Gmbh Alfred Dispositif de freinage hydraulique, notamment pour véhicules automobiles

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