DE1036952B - Ruecklaufsperre fuer rechteckige Hohlleiter - Google Patents
Ruecklaufsperre fuer rechteckige HohlleiterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/32—Non-reciprocal transmission devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rücklaufsperre für rechteckige Hohlleiter, die in der einen Fortpflanzungsrichtung
eine geringe Dämpfung und in der anderen Richtung eine sehr große Dämpfung aufweist.
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung derartiger Rücklaufsperren besteht darin, daß in einen rechteckigen
Hohlleiter, in dem sich eine H10-WeIIe fortpflanzt,
ein ferromagnetisches Plättchen, z. B. aus Ferrit, eingefügt wird. Wenn ein magnetisches Gleichfeld
transversal, d. h. senkrecht zu den Kraftlinien des magnetischen Wechselfeldes, angelegt wird, stellt
man fest, daß der Hohlleiter, in dem sich das Ferritelement befindet, für die Fortpflanzungsrichtung eine
geringe Dämpfung und für die andere Richtung eine große Dämpfung aufweist. Dies kommt davon her,
daß in Anwesenheit eines magnetischen Gleichfeldes die Permeabilität des Ferrits ein asymmetrischer
Tensor ist. Infolgedessen hängt die Dämpfung des teilweise mit Ferrit erfüllten Hohlleiters von der
Fortpflanzungsrichtung ab. Die Lage des Ferritplättchens in dem Hohlleiter ist nicht beliebig. Man kann
feststellen, daß das beste Ergebnis erzielt wird, wenn das Plättchen sich in demjenigen Teil des Hohlleiters
befindet, in welchem der magnetische Feldvektor zirkulär polarisiert ist, d. h. die Amplituden der Transversalkomponente
und der Longitudinalkomponente der magnetischen Wechselfeldstärke einander gleich
sind.
Dies rührt davon her, daß der Umlauf sinn des Vektors sich umkehrt, wenn die Fortpflanzungsrichtung
gewechselt wird, daß aber die Leistungsabsorption in dem Ferritelement nur dann auftritt, wenn der Richtungssinn
der Zirkularpolarisation bezüglich des angelegten Gleichfeldes positiv ist. Die Zirkularpolarisation
heißt positiv bezüglich des angelegten Gleichfeldes, wenn ein in Richtung des Gleichfeldes blickender
Beobachter den magnetischen Feldvektor im Gegenzeigersinn umlaufen sieht.
Um eine kräftige Dämpfung in Rücklaufrichtung zu erzielen, kann ein Ferritplättchen von
Rücklaufsperre für rechteckige Hohlleiter
Anmelder:
Lignes Telegraphiques et Telephoniques, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz und Dr. rer. nat. G. Hauser,
Patentanwälte, München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Patentanwälte, München-Pasing, Bodenseestr. 3 a
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 15. März 1956
Frankreich vom 15. März 1956
Beinard Pierre Chiron, Paris,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Länge Verwendung finden. Jedoch wurde experimentell festgestellt, daß es schwierig ist, mittels dieses
Verfahrens sehr hohe Dämpfungen zu erreichen, die z. B. bei einem Plättchen von 30 mm Länge 20 db
übersteigen. Ferner muß in diesem Falle eine starke Dämpfung in der gewünschten Fortpflanzungsrichtung
in Kauf genommen werden.
Wenn die Energie sich in einem Hohlleiter in einer Welle vom H10-Typ fortpflanzt, sind zwei parallele
Ebenen vorhanden, in denen der Vektor zirkulär polarisiert
ist, und zwar in der einen Ebene in der einen Richtung und in der anderen Ebene in der umgekehrten
Richtung. Ein zweites bekanntes Verfahren zur Konstruktion von Rücklaufsperren besteht deswegen
darin, daß ein zweites Ferritplättchen symmetrisch zum ersten bezüglich der Hohlleiterachse eingefügt
wird. Die an die beiden Ferritplättchen angelegten Gleichfelder müssen dann entgegengesetzte Richtungen
aufweisen. Diese Gleichfelder werden im allgemeinen von zwei getrennten Magneten erzeugt, die
einander sehr eng benachbart sind. Dies bedeutet praktisch einen Nachteil, da die optimale Einstellung
jedes Feldes schwierig zu erhalten ist.
Ferner sind Rücklauf sperren bekannt, bei denen die Richtwirkung durch Feldverdrängung erzielt wird.
Auch hierbei wird eine H10-WeIIe verwendet, die an
einem oder zwei in Längsrichtung angeordneten Ferritplättchen entlang läuft. Im letzteren Fall befinden
sich die Ferritplättchen in magnetischen Gleichfeldern gleicher Richtung, die also von einem einzigen Magroßer
4° gneten erzeugt werden können. Die Einstellung einer derartigen Anordnung ist aber, wie sich gezeigt hat,
sehr schwierig, und außerdem können nur zwei Ferritplättchen im Querschnitt angeordnet werden, so daß
die Echodämpfung oft nicht ausreicht.
Die Erfindung hat die Schaffung einer Rücklaufsperre für rechteckige Hohlleiter zum Ziel, bei der
eine sehr starke Dämpfung in der einen Richtung und eine sehr schwache Dämpfung in der anderen Richtung
erreicht werden kann.
Bei einer Rücklaufsperre für rechteckige Hohlleiter, enthaltend mindestens zwei ferromagnetische
Plättchen, die sich in einem zum magnetischen Wechselfeld der übertragenen Welle senkrechten magnetischen
Gleichfeld befinden und innerhalb eines
809 5937392
rechteckigen Hohlleiterteils parallel zu den Schmalseiten desselben angebracht sind, liegen erfindungsgemäß
die Plättchen in einem Hohlleiterteil, in welchem sich eine elektromagnetische Welle vomH„0-Typ
(n> 1) fortpflanzt. Dieser Hohlleiterteil ist dabei am Eingang und am Ausgang mit Übergangsstücken versehen,
die einen annähernd verlust- und reflexionslosen Übergang vom H10-Typ zu dem gewählten Hn0-Typ
und umgekehrt gestatten. In den am Eingang und Ausgang angeschlossenen rechteckigen Hohlleitern
pflanzt sich dabei eine H10-WeIIe fort.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß mehrere Ferritelemente
vorhanden sind, deren Zahl zwei übersteigen kann, wobei jedes Element vorzugsweise einen anderen Abstand
von den Seitenwänden des Hohlleiters hat, daß die magnetischen Gleichfelder, die in denjenigen Bereichen
der Vorrichtung, in denen die Kraftlinien des Wechselfeldes gleiche Richtung haben, an die Ferritelemente
angelegt werden, alle die gleiche Richtung aufweisen und von einem einzigen Magneten erzeugt
werden können und daß die Einstellung der Vorrichtung, insbesondere wenn sie in einem breiten Frequenzbereich
verwendet werden soll, nicht den Schwierigkeiten begegnet, die bei der Einstellung von Rücklaufsperren
nach dem Prinzip der Feldverdrängung auftreten.
In der nachfolgenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen
erläutert. Hierin zeigt
Fig. 1 eine bekannte Anordnung,
Fig. 2 die Gesamtansicht einer Rücklaufsperre gemäß der Erfindung,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Hohlleiter zur Darstellung der Kraftlinienverteilung des magnetischen
Wechselfeldes für eine H20-WeIIe,
Fig. 4 den Teil der Anordnung nach Fig. 2, in dem sich die Ferritelemente befinden, und
Fig. 5 ein Übergangsstück zur Anpassung der H10-Welle
an die H20-WeIIe.
In Fig. 1 ist eine bekannte Vorrichtung der einleitend beschriebenen Art dargestellt, wobei in dem
Hohlleiter 1 sich ein Ferritelement 2 in einem gewissen Abstand von der Seitenwand befindet. Ar und S
sind die Pole des Magneten 3.
Wie erwähnt, besteht ein Merkmal der Erfindung darin, daß die ferromagnetischen Elemente in einem
Teil der Vorrichtung untergebracht werden, in welchem eine elektromagnetische Welle vom Hn0-Typ
(« > 1) sich fortpflanzt. Zwecks leichteren Verständnisses soll die Beschreibung für den Fall einer H20-Welle
durchgeführt werden.
In Fig. 2, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung darstellt, sind 4 und 5 Hohlleiter, in denen sich eine
Welle vom Grundtyp H10 fortpflanzt. Die Hohlleiter 4
und 5 sind mit Übergangsstücken 6 und 7 versehen, welche die Transformation der H10-WeIIe in eine H20-Welle
in dem Teil 8, in dem die ferromagnetischen Elemente 9 untergebracht sind, bewirken. In einem
Hohlleiter, in dem eine H20-WeIIe läuft, sind vier
Ebenen vorhanden, in dem der magnetische Feldvektor H zirkulär polarisiert ist. Die Spuren dieser
Ebenen A1 B1, A2 B2, ΑΆ B3, At BA sind in Fig. 3 dargestellt.
Die Fig. 3 gibt einen Längsschnitt durch einen rechteckigen Hohlleiter parallel zu den Längsseiten.
Wenn beispielsweise die Ferritelemente in den Ebenen A1 B1 und A3 B3 angebracht werden, wo die
magnetischen Kraftlinien gleiche Richtung haben, hat auch das senkrecht zu den magnetischen Kraftlinien
anzulegende Gleichfeld in beiden Ebenen die gleiche Richtung, kann also von einem einzigen Magneten erzeugt
werden.
Zwecks Verstärkung der Richtwirkung können weitere Ferritelemente in der Ebene A1 B1 vorgesehen
werden. Das anzulegende Gleichfeld muß dann umgekehrt wie vorher gerichtet sein. Auch können weitere
Ferritelemente in der Ebene A2 B2 angebracht
werden, wobei dann das Gleichfeld von dem gleichen Magneten wie für die Ferritelemente in der Ebene
ίο A4 Bi erzeugt werden kann.
In Fig. 4 ist der Mittelteil 8 der Anordnung nach Fig. 2 teilweise dargestellt. Er enthält drei Ferritelemente
10, 11 und 12. Die Elemente 10 und 11 befinden sich in Ebenen, die den Ebenen A1 B1 und
A3 B3 in Fig. 3 entsprechen, während das Element 12
in der Ebene A1 ß4 angebracht ist. Ein Magnet 13 mit
den Polen N1 und S1 beaufschlagt die Elemente 10
und 11 mit einem Gleichfeld von gleicher Richtung, während ein Magnet 14 mit den Polen N2 und S2 am
Ort des Elements 12 ein Gleichfeld mit umgekehrter Richtung erzeugt.
Die Übergangsstücke für die Transformation der H10-WeIIe in eine H00-WeIIe und umgekehrt können
von verschiedener Art sein. Vorzugsweise sind sie, wie in Fig. 2 gezeigt, ausgebildet.
Fig. 5 gibt eine genauere Ansicht eines solchen erfindungsgemäßen Übergangsstücks für den Fall n=2.
Der Hohlleiter 15 stellt den Eingangs- oder Ausgangshohlleiter (H10-WeIIe) für die Sperrvorrichtung
dar, während sich im Hohlleiter 16 die H20-WeIIe
fortpflanzen soll. Wenn α und b die Längen der Langseite
und der Schmalseite des Hohlleiterquerschnitts 15 sind, werden für den Hohlleiterquerschnitt 16 die
Abmessungen 2 a und 2 b gewählt. Die Hohlleiter 15 und 16 bilden in der Η-Ebene einen rechten Winkel.
Die Wand des Knies ist um 135° gegen die Seiten 18 und 19 der Hohlleiter 15 und 16 geneigt. Ihre Länge
beträgt etwa α]/2.
Beispielsweise wurde eine Vorrichtung gemäß Fig. 5 gebaut, bei welcher die Abmessungen des Eingangs-
und Ausgangshohlleiters, worin sich eine H10-Welle
fortpflanzt, 22,86 und 10,16 mm betrugen. Entsprechende Abmessungen des Zwischenleiters, in dem
eine H20-WeIIe läuft, sind dann 45,72 und 10,16 mm.
Die Übergangsstücke zur Umformung der H10-WeIIe
in die H20-WeIIe sind Kniestücke in der
Η-Ebene, die wie oben gestaltet sind. Die Wand 17 (Fig. 5) hat eine Länge von etwa 32 mm.
Drei Ferritelemente, die als Plättchen von 0,5 mm
5= Dicke und 31 mm Länge ausgebildet sind, wurden in
der Vorrichtung angebracht. Ein Magnet erzeugt eine Feldstärke von 1500 Oe, die für Maximumabsorption
in zwei Plättchen erforderlich ist, während ein zweiter in umgekehrter Richtung orientierter Magnet eine
Feldstärke von 1000 Oe für das dritte Plättchen erzeugt.
Die Dämpfung in Sperrichtung beträgt mehr als 40 db. Die durch die Anordnung erzeugte Welligkeit
ist kleiner als 1,2.
Claims (5)
1. Rücklaufsperre für rechteckige Hohlleiter, enthaltend mindestens zwei ferromagnetische Plättchen,
die sich in einem zum magnetischen Wechselfeld der übertragenen Welle senkrechten magnetischen
Gleichfeld befinden und innerhalb eines rechteckigen Hohlleiterteils parallel zu den Schmalseiten
desselben angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Plättchen in einem Hohlleiterteil
liegen, in welchem sich eine H,!0-Welle fortpflanzt
(η > 1), sowie daß zwei an die Enden des Hohlleiterteils
angeschlossene Übergangsstücke die Umformung der H„0-Welle in eine H10-WeIIe besorgen,
die sich in den am Eingang und Ausgang angeschlossenen rechteckigen Hohlleitern fortpflanzt.
2. Rücklaufsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plättchen in ungleichen Abständen
von den Schmalseiten des Hohlleiterteils in denjenigen Ebenen angebracht sind, in welchen
das magnetische Wechselfeld der übertragenen Welle in einem gegebenen Zeitpunkt gleiche Richtung
hat, sowie daß die magnetischen Gleichfelder ebenfalls gleiche Richtung haben.
3. Rücklaufsperre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Plättchen in Ebenen
angebracht sind, in welchen das magnetische Wechselfeld der übertragenen Welle in dem gegebenen
Zeitpunkt umgekehrte Richtung hat, und daß die magnetischen Gleichfelder, denen diese
Plättchen unterworfen sind, ebenfalls umgekehrte Richtung aufweisen.
4. Rücklaufsperre nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die magnetischen Gleichfelder gleicher Richtung von einem einzigen
Magneten erzeugt werden.
5. Rücklaufsperre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsstücke je aus zwei
rechteckigen Hohlleiterteilen mit zueinander senkrechten Achsen bestehen, deren schmale Seiten
gleiche Länge haben, während die breite Seite des einen Teils halb so lang wie diejenige des anderen
ist, sowie daß die beiden Hohlleiterteile durch einen dritten Teil verbunden sind, dessen breite
Seiten Dreiecke darstellen, während eine schmale Seite um 135° gegen die schmalen Seiten der beiden
Hohlleiter geneigt ist und eine Länge vom ]/2 fachen Wert der Länge der breiten Seite des
erstgenannten Hohlleiterteils hat.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»The Bell System Technical Journal«, January 1955, S. 65 bis 72.
»The Bell System Technical Journal«, January 1955, S. 65 bis 72.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 598/392 S.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098557B (de) * | 1959-08-31 | 1961-02-02 | Siemens Ag | Richtungsleitung fuer sehr kurze elektromagnetische Wellen |
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1957
- 1957-01-07 DE DEL26580A patent/DE1036952B/de active Pending
- 1957-03-06 GB GB7508/57A patent/GB814346A/en not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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