DE1036621B - Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von UEberregelungen beim selbsttaetigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungs-maschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von UEberregelungen beim selbsttaetigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungs-maschinen, z. B. SchlauchziehmaschinenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von Überregelungen beim selbsttätigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungsmaschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen Die Hauptpatentanmeldung betrifft ein Verfahren zum seitlichen Steuern (Quersteuern) von Papierbahnen in Papierverarbeitungsmaschinen, bei denen eine oder mehrere Papierbahnen von Vorratsrollen ab-und zur Verarbeitung in die Maschine hineingezogen werden. Dabei sind Abtastvorrichtungen für die einzelnen Papierbahnen unmittelbar vor deren Vereinigung zu einer Sammelbahn angeordnet, die Steuerkommandos an die Querregulierungen abgeben, welche die einzelnen Bahnen von den Vorratsrollen aus seitlich steuern. Die Abtastvorrichtungen sind dabei in der Regel recht weit von den Abwicklungen entfernt. Gemäß der Hauptpatentanmeldung können nun Steuerkommandos an die Querregulierungen nur in solchen zeitlichen Abständen abgegeben werden, wie es der Zeit für die Auswirkung eines Kommandos auf die Lage der betreffenden Papierbahn an der Abtaststation entspricht, und zwar infolge periodisch wiederkehrender, entsprechend langer Unterbrechungen der beispielsweise elektrischen oder pneumatischen Leitungen zu oder von den Abtastvorrichtungen. Dieses Verfahren und die zu seiner Durchführung der Hauptpatenanmeldung weiter angegebenen Vorrichtungen erfüllen durchaus den angestrebten Zweck, doch unterbinden die in konstanter Folge wiederkehrenden Unterbrechungen während ihrer Dauer auch die Möglichkeit des Ansprechens der Anlage auf einen neu eintretenden Fehler. Erst nach jeweiliger Beendigung der Unterbrechungsperiode kann die Anlage unter Abgabe eines entsprechenden Steuerkommandos ansprechen.
- Es tritt also im Gegensatz zu den bekannten Seitenregulierungen für laufende Bahnen, bei denen keine zwangsweisen periodischen Unterbrechungen in der Kommandoabgabe vorgesehen sind, unter Umständen eine recht erhebliche Verzögerung in der Behebung eines Fehlers auf. Dies ist aber besonders deshalb unerwünscht, da eine verlaufende Bahn in der Regel zunehmend weiter verläuft, so daß der Fehler bis zum Einsetzen der Regulierung unter Umständen eine unzulässige Größe erreicht haben kann.
- Diesen Nachteil beseitigt die vorliegende Erfindung dadurch, daß die periodisch wiederkehrenden Unterbrechungen der Leitungen zu oder von den Abtastvorrichtungen erst nach dem Ansprechen der Querregulierung beim seitlichen Verlaufen einer Papierbahn in Lauf gesetzt werden und beendet werden, wenn die Papierbahn wieder ihre Sollage erreicht hat.
- In dem Antrieb des Unterbrechers bei elektrischem Betrieb nach der Hauptpatentanmeldung kann zu diesem Zweck eine Kupplung eingeschaltet sein, vorzugsweise eine an sich bekannte elektromagnetische Kupplung, die erst infolge Kontktgabe eines Fühlers der Abtastvorrichtung erregt wird. Damit bei der nun infolge Drehung des Unterbrechers eintretenden Unterbrechung der Steuerleitung nicht auch die Erregung der Magnetspule aussetzt, ist vorzugsweise eine zweite Zuleitung für die Magnetkupplung vorgesehen, die ihrerseits durch eine auf der Achse des Unterbrechers angeordnete zweite Unterbrechervorrichtung im erforderlichen Takt gesteuert wird.
- Um den durch die Erfindung ermöglichten Vorteil weiter ausnutzen zu können, ist es zweckmäßig, wie es in der Hauptpatentanmeldung bereits angegeben wurde, für jede Papierbahn eine besondere Unterbrechervorrichtung anzuordnen, da andernfalls die Inanspruchnahme der Unterbrechervorrichtung durch den zuerst ansprechenden Fühler die Bereitschaft für jeden weiteren ansprechenden Fühler beeinträchtigen würde.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung und in der Zeichnung dargestellt und beschrieben.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung, und zwar bei einer Unterbrechervorrichtung für eine einzelne Papierbahn.
- Ein Elektromotor 23 ist an der Abwickelstation einer Papierbahn zu deren Querregulierung eingesetzt. Je ein Fühler 29 ist zu beiden Seiten der Papierbahn angeordnet. Von dem Fühlerkontakt 70, 71 führt eine Leitung53 zu dem Motor 23 und von dem Kontakt 72, 73 eine Leitung 59 zu einer Magnetkupplung 60. Die Magnetkupplung 60 ist in den beispielsweise über ein stufenlos regelbares Getriebe von der Vorzugseinrichtung der Papierbahnverarbeitungsmaschine kommenden Antrieb für den Unterbrecher 35 gelegt, der in diesem Fall also nur für eine einzelne Papierbahn geschaltet ist und sich entsprechend der möglichen Anzahl von Papierbahnen wiederholt. Der Unterbrecher 35 öffnet und schließt die Leitung 61 mittels des Kontaktes 43, 44 und die Leitung 76 mittels des Kontaktes 74, 75 und besteht gemäß der Hauptpatentanmeldung aus dem Schalthebe138, der durch die Kurvenscheibe 40 betätigt wird. Auf der gemeinsamen Achse 63 befindet sich eine zweite Kurvenscheibe 64, die über den Unterbrecherhebel 65 mittels des Kontaktes 66, 67 eine zweite Zuleitung 68 zu der Magnetkupplung 60 öffnet und schließt. Während die Kurvenscheibe 40 einen Sektor 41 mit verkleinertem Radius besitzt, der für eine bestimmte Dauer das Schließen der Kontakte 43, 44 und 74, 75 bewirkt, weist die Kurvenscheibe 64 einen Sektor 69 mit vergrößertem Radius auf, der für eine bestimmte Dauer das Öffnen des Kontaktes 66, 67 bewirkt. Der Sektor 41 der Kurvenscheibe 40 ist größer als der Sektor 69 der Kurvenscheibe 64. Die Kurvenscheiben sind so angeordnet, daß die Symmetrielinien der Sektoren 41 und 69 sich decken. Dies hat zur Folge, daß bei der Rotation der Kurvenscheiben 40 und 64 in Pfeilrichtung zunächst die Kontakte 43, 44 und 74, 75 geschlossen und kurz danach der Kontakt 66, 67 geöffnet und nach einer bestimmten Zeit zunächst der Kontakt 66, 67 wieder geschlossen und danach die Kontakte 43,44 und 74, 75 geöffnet werden.
- Die Einrichtung arbeitet in folgender Weise: Solange kein Fehler in der Lage der betreffenden Papierbahn vorliegt, befindet sich die Unterbrecherwelle 63 in der dargestellten Stellung der Kurvenscheiben 40 und 64 in Ruhe, da die Magnetkupplung 60 weder über die Leitung 59 noch über die Leitung 68 mit Strom versorgt wird und also gelöst ist. Tritt nun ein Fehler in der Lage der Papierbahn auf, so schließt der Fühler 29 die Kontakte 70, 71 und 72, 73. Infolgedessen wird der Stromkreis des Motors 23 für die Querregulierung über die Leitung 53 von der Zuleitung 61 zur Ableitung 62 und weiter der Stromkreis 61, 62 für die Magnetkupplung 60 über die Leitung 59 geschlossen. Die Folge ist Ingangsetzung erstens der Queregelung, zweitens der Unterbrecherwelle 63. Die damit einsetzende Drehung der Kurvenscheiben 40 und 64 bewirkt nach einer vorbestimmten Dauer der Querregulierung als erstes die Schließung des Kontaktes 66, 67. Hierdurch wird die Magnetkupplung 60 auch über die Leitung 68 an den Stromkreis 61, 62 angeschlossen. Kurz danach öffnen sich die Kontakte 43, 44 und 74,75. Hierdurch werden die Zuleitung 61, 76 zur Fühlerstation unterbrochen, so daß eine weitere Querregulierung unterbleibt und ferner auch die Zuleitung 59 zur Magnetkupplung 60 stromlos wird. Die Magnetkupplung 60 bleibt aber in Tätigkeit, da sie über die Leitung 68 weiter erregt wird. Nach Ablauf der vorbestimmten Zeit, die der Dauer der Auswirkung der erfolgten Querregulierung auf die Lage der Papierbahn an der Abtaststation entspricht, hat die Kurvenscheibe 40 ihre Drehung so weit fortgesetzt, daß die Kontakte 43, 44 und 74, 75 wieder geschlossen werden. Hat die durchgeführte Querregulierung noch nicht ausgereicht, um den Fehler in der Lage der Bahn auszugleichen, und schließt der Fühler noch die Kontakte 70, 71 und 72, 73, so wird die Querregulierung erneut in Betrieb gesetzt, und die Magnetkupplung 60 löst sich bei dem unmittelbar darauf erfolgenden Offnen des Kontaktes 66, 67 nicht, da sie ihren Strom inzwischen wieder über den Kontakt 72, 73 und die Leitung 59 erhält. Der vorbeschriebene Zyklus beginnt alsdann von neuem und wiederholt sich so lange, bis die Querregulierung zum gewünschten Erfolg geführt hat. In diesem Fall ist bei Schließung der Kontakte 43, 44 und 74, 75 der Fühler an der Abtaststation in Ruhelage und die zugehörigen Kontakte 70, 71 und 72, 73 sind geöffnet, so daß weder die Leitung 53 noch die Leitung 59 Strom erhalten kann. Wenn nun kurz nach dem Schließen der Kontakte 43, 44 und 74-75 der Kontakt 66, 67 geöffnet wird, erhält die Magnetkupplung 60 auch über die Leitung 68 keinen Strom mehr und fällt ab. Die Bewegung der Kurvenscheiben hört auf, und die Anlage befindet sich in der dargestellten Bereitschaftsstellung, bis ein neuer Fehler in der Lage der Papierbahn auftritt.
- Durch die Einrichtung nach der Erfindung wird so mit der Vorteil einer dauernden Bereitschaft der Quersteueranlage erreicht, so daß unmittelbar bei Auftreten eines Fehlers in der Lage einer Papierbahn die Quer regulierung derselben einsetzen kann. Hierdurch wird verhütet, daß der Fehler einen unzulässig hohen Wert erreicht, wodurch Ausschuß entstehen würde.
- Die gleiche Wirkung kann auch auf andere Weise erreicht werden, z. B. dadurch, daß die Abtastvorrichtungen, nachdem ein Steuerkommando gegeben ist, für eine solche Zeit von der Papierbahn abgehoben werden, wie es der Zeit für die Auswirkung eines Kommandos auf die Lage der Papierbahn an der Abtaststation ent spricht, worauf dann die Abtastvorrichtungen wieder zur Anlage gebracht werden. Zur Steuerung der Abtastvorrichtungen in diesem Sinne kann ein zweckmäßig einstellbares elekrisches Zeitrelais verwendet werden.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Beseitigen von Überregelungen beim selbsttätigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungsmaschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen, bei denen Abtastvorrichtungen, die dort angeordnet sind, wo es auf die genaue seitliche Lage der Papierbahnen ankommt, z. B. in der Nähe der Sammelwalze, Verstellbewegungen an von diesen weit entfernten Querregulierungsvorrichtungen, z. B. zum Verschieben der Vorratsrollen, auslösen, wobei die Auslösung der Verstellbewegungen derart gesteuert wird, daß sie intermittierend erfolgt, nach Patentanmeldung W 10894 VII/54b, dadurch gekennzeichnet, daß die periodisch wiederkehrenden Unterbrechungen der Leitungen (53, 59, 61, 76) zu oder von den Abtastvorrichtungen (29) erst nach dem Ansprechen. der Querregulierung beim seitlichen Verlaufen einer Papierbahn in Lauf gesetzt werden und beendet werden, wenn die Papierbahn wieder ihre Sollage erreicht hat.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechervorrichtung (35) über eine Kupplung (60) angetrieben ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechervorrichtung (35) über eine an sich bekannte elektromagnetisch arbeitende Kupplung (60) angetrieben ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (60) gleichzeitig mit der Querreguliervorrichtung (23) von der Abtaststation (29) aus einschaltbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkupplung (60) zusätzlich über eine Leitung (68) erregbar ist, die in einem von der Unterbrechervorrichtung (35) abhängigen Takt ein- und ausschaltbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Kurvenscheibe (40) eine Kurvenscheibe (64) auf der Welle (63) des Unterbrechers (35) angeordnet ist, die über einen besonderen Unterbrecherhebel (65) die zusätzliche Leitung (68) zur Magnetkupplung (60) unterbricht und wiederherstellt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Kurvenscheibe (64) einen Sektor (69) mit vergrößertem Durchmesser aufweist, der kleiner ist als der Sektor (41) der Unterbrecher-Kurvenscheibe (40) mit verkleinertem Durchmesser. B.
- Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Symmetrielinien der Sektoren (69 und 41) der Kurvenscheiben (64 und 40) sich in Achsrichtung gesehen im wesentlichen überdecken.
- 9. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastvorrichtungen (29), nachdem ein Steuerkommando gegeben ist, für eine solche Zeit von der Papierbahn abgehoben sind, wie es der Zeit für die Auswirkung eines Kommandos auf die Lage der Papierbahn an der Abtaststation (29) entspricht, worauf dann die Abtastvorrichtungen (29) wieder zur Anlage kommen.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Abtastvor richtungen (29) ein zweckmäßig einstellbares elektrisches Zeitrelais vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 690 167, 565 013.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW11372A DE1036621B (de) | 1953-06-05 | 1953-06-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von UEberregelungen beim selbsttaetigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungs-maschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW11372A DE1036621B (de) | 1953-06-05 | 1953-06-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von UEberregelungen beim selbsttaetigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungs-maschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1036621B true DE1036621B (de) | 1958-08-14 |
Family
ID=7594557
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW11372A Pending DE1036621B (de) | 1953-06-05 | 1953-06-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen von UEberregelungen beim selbsttaetigen seitlichen Steuern von Papierbahnen in Papierverarbeitungs-maschinen, z. B. Schlauchziehmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1036621B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4570916A (en) * | 1984-11-14 | 1986-02-18 | Bell & Howell Company | Document conveying method and apparatus |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE565013C (de) * | 1930-04-01 | 1932-11-25 | C E M A Const Electro Mecaniqu | Verfahren zum Leiten laufender Baender, insbesondere der Siebe und Filze von Papiermaschinen |
| DE690167C (de) * | 1936-09-30 | 1940-04-18 | Siemens Schuckertwerke Akt Ges | Anordnung zum Verhindern des seitlichen Verlaufes von Stoff-, insbesondere Papierbahnen |
-
1953
- 1953-06-05 DE DEW11372A patent/DE1036621B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE565013C (de) * | 1930-04-01 | 1932-11-25 | C E M A Const Electro Mecaniqu | Verfahren zum Leiten laufender Baender, insbesondere der Siebe und Filze von Papiermaschinen |
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