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Die
Erfindung betrifft einen Bausatz zum Erstellen eines elektrischen
Steckverbinders für
Kabel von Fahrzeugen, insbesondere von Nutzfahrzeugen, mit einem
Kupplungsstück
und einem dazu passenden Kupplungsgegenstück, die in eine Trenn- und eine
Verbindungsstellung bringbar sind, wobei das Kupplungsstück mindestens
eine Durchgangsöffnung
zur Aufnahme eines Steckkontakts aufweist, der mit einer Ader mindestens
eines ersten Kabels verbindbar oder verbunden ist, wobei das Kupplungsgegenstück mindestens
eine Durchtrittsöffnung zur
Aufnahme eines Gegensteckkontakts aufweist, der mit einer Ader mindestens
eines zweiten Kabels verbindbar oder verbunden ist, wobei der Steckkontakt
und der Gegensteckkontakt derart angeordnet sind, dass sie in Verbindungsstellung
einander elektrisch kontaktieren, und wobei an dem Kupplungsstück mindestens
ein Rastelement angeordnet ist, das in Gebrauchsstellung mit einem
dazu passenden, an dem Kupplungsgegenstück vorgesehenen Rastgegenelement
zusammenwirkt.
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Ein
derartiger Bausatz ist aus
DE
28 37 275 C2 bekannt. Er weist ein elektrisch isolierendes
Steckergehäuse
mit einem Kupplungsstück
und einem etwa zylindrischen Kupplungsgegenstück auf, das auf das Kupplungsstück aufsteckbar
und von diesem abziehbar ist. Das Kupplungsstück hat mehrere, etwa parallel
zu seiner Längsmittelachse
verlaufende Durchgangsöffnungen,
die jeweils zur Aufnahme eines Steckkontakts vorgesehen sind. In
Montagestellung sind die Steckkontakte in der ihnen jeweils zugeordneten
Durchgangsöffnung
in axialer Richtung formschlüssig
fixiert. Die Steckkontakte haben jeweils an ihrem in Verbindungsstellung
dem Kupplungsgegenstück
zugewandten Ende eine etwa hohlzylindrische Buchse und an ihrem
gegenüberliegenden
anderen Ende Crimp-Elemente zum Anschließen einer Ader eines dem Kupplungsstück zugeordneten
ersten Kabels. Das Kupplungsgegenstück hat eine der Anzahl der
Durchgangsöffnungen
des Kupplungsstücks
entsprechende Anzahl Durchtrittsöffnungen,
die in Verbindungsstellung des Steckverbinders etwa in gerader Verlängerung
zu den Durchgangsöffnungen
angeordnet sind. Die Durchtrittsöffnungen sind
jeweils zur Aufnahme eines Gegensteckkontakts vorgesehen, der an
seinem in Verbindungsstellung dem Kupplungsstück zugewandten Ende einen Kontaktstift
und an seinem gegenüberliegenden
anderen Ende Crimp-Elemente zum Anschließen einer Ader eines dem Kupplungsgegenstück zugeordneten zweiten
Kabels aufweist. In Montagestellung sind die Gegensteckkontakte
in der ihnen jeweils zugeordneten Durchtrittsöffnung in axialer Richtung
formschlüssig
fixiert. In Verbindungsstellung greifen die Kontaktstifte des Kupplungsgegenstück jeweils
in die ihnen zugeordnete Buchse des Kupplungsstücks ein und kontaktieren diese.
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Damit
das mit dem Kupplungsgegenstück verbundene
Kupplungsstück
beim Auftreten von Erschütterungen
und/oder Zugbelastungen an den Kabeln gegen Lösen von dem Kupplungsgegenstück gesichert
ist, sind am Außenumfang
des Kupplungsgegenstücks
Rastvorsprünge
angeordnet, die in Verbindungsstellung einen am Außenumfang
des Kupplungsstücks
vorgesehenen Kupplungsring formschlüssig hintergreifen. Der Kupplungsring
ist einstückig
an das Kupplungsstück
angeformt und weist beidseits des Kupplungsstücks Fingergriffe auf. Durch
Druckbeaufschlagung der Fingergriffe ist der Kupplungsring derart
verformbar, dass er die Rastvorsprünge freigibt, so dass die Kupplungsteile (Kupplungsstück, Kupplungsgegenstück) dann
voneinander getrennt werden können.
Vor allem bei einer Verwendung des Steckverbinders in Nutzfahrzeugen,
können
in der Praxis an den Rastvorsprüngen
und dem Kupplungsring nicht unerhebliche mechanische Belastungen
auftreten, die dazu führen können, dass
der Kupplungsring und/oder die Rastvorsprünge beschädigt werden. Derartige Beschädigungen
können
vor allem auch dann auftreten, wenn der Kunststoff des Steckergehäuses mit
zunehmendem Alter des Steckverbinders spröde und brüchig wird.
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Um
bei einer defekten Rastverbindung Funktionsstörungen des Nutzfahrzeugs durch
unbeabsichtigtes Trennen der Kupplungsteile zu vermeiden, muss das
gesamte Kupplungsstück
bzw. Kupplungsgegenstück
erneuert werden. Da die Steckkontakte fest mit dem Kupplungsstück und die
Gegensteckkontakte fest mit dem Kupplungsgegenstück verbunden sind und nicht
ohne weiteres von diesem getrennt werden können, wird zum Erneuern des
Kupplungsstücks
bzw. des Kupplungsgegenstücks
das mit diesem verbundene Kabel an dem Kupplungsstück bzw.
Kupplungsgegenstück
abgeschnitten, um dann neue Steckkontakte bzw. Gegensteckkontakte
an den Adern des Kabels anzucrimpen und danach eine neues Kupplungsstück bzw.
Kupplungsgegenstück an
dem Kabel zu montieren. Ein Abschneiden des Kabels ist vor allem
auch dann erforderlich, wenn das Kabel über eine Kunststoffumspritzung
fest mit dem Kupplungsstück bzw.
dem Kupplungsgegenstück verbunden
ist. Die Reparatur einer defekten Rastverbindung ist also mit einem
erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Auch kann das Fahrzeug während der
Reparatur, die in der Regel einen Werkstattaufenthalt erfordert,
nicht genutzt werden.
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Es
besteht deshalb die Aufgabe, einen Bausatz zum Erstellen eines elektrischen
Steckverbinders zu schaffen, der bei einem Defekt an einem Rastelement
eine einfache Reparatur des Steckverbinders ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird dadurch gelöst,
dass der Bausatz ein Überwurfelement
aufweist, dessen Innenquerschnittsabmessungen derart auf die Außenquerschnittsabmessungen
des Kupplungsstücks
und des Kupplungsgegenstücks
abgestimmt sind, dass das Überwurfelement
mit seinem einen Ende auf den dem mindestens einen ersten Kabel
abgewandten Endbereich des Kupplungsstücks und mit seinem anderen
Ende auf den dem mindestens einen zweiten Kabel abgewandten Endbereich
des Kupplungsgegenstücks
aufsteckbar ist, dass zum Sichern des Überwurfelements gegen Abziehen
von dem Kupplungsstücks
mindestens ein das Überwurfelement formschlüssig mit
dem Kupplungsstück
verbindendes Sicherungselement mit dem Kupplungsstück und/oder
dem Überwurtelement
verbindbar ist, und dass zwischen dem Überwurfelement und dem Kupplungsgegenstück eine
Verriegelungseinrichtung angeordnet ist, die relativ zu dem Kupplungsgegenstück zwischen
einer Offen- und einer Schließstellung
verstellbar ist.
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In
vorteilhafter Weise ist es dadurch möglich, bei einem Defekt an
einem Rastelement des Steckverbinders nachträglich das Überwurfelement und das Sicherungselement
an dem Steckverbinder zu montieren, um das Kupplungsstück und das
Kupplungsgegenstück
in Verbindungsstellung gegeneinander zu verriegeln. Somit kann der
vorhandene Steckverbinder weiterbenutzt werden, ohne dass die Gefahr
besteht, dass das Kupplungsstück
und das Kupplungsgegenstück
beispielsweise durch Erschütterungen
und/oder an den Kabeln auftretenden Zugkräften unbeabsichtigt voneinander
getrennt werden. Da das Überwurtelement
auf einfache Weise auf das dem Kupplungsgegenstück zugewandte Ende des Kupplungsstücks bzw.
auf das dem Kupplungsstück zugewandte
Ende des Kupplungsgegenstücks
aufgesteckt werden kann, braucht das Kabel bei der Reparatur nicht
von dem Fahrzeug demontiert zu werden. Der Steckverbinder kann also
einfach und schnell repariert werden, wenn einmal ein Defekt an einem
Rastelement auftreten sollte. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, das Überwurfelement und
das Sicherungselement zusätzlich
zu den Rastelementen einer funktionsfähigen Rastverbindung beispielsweise
bereits werksseitig an dem Steckverbinder zu verbauen, wenn die
zwischen dem Kupplungsstück
und dem Kupplungsgegenstück
auftretenden Kräfte
für die
Rastverbindung zu groß sind. Somit
können
auf einfache Weise für
unterschiedliche Belastungen unterschiedliche Varianten des Steckverbinders
mit dem Bausatz erstellt werden, was vor allem bei Kleinserien vorteilhaft
ist. Die Verriegelungseinrichtung kann eine Verschraubung mit einem
an dem Überwurfelement
vorgesehenen Innengewinde und einem an dem Kupplungsgegenstück angeordneten,
zu dem Innengewinde passenden Außengewinde aufweisen.
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Vorteilhaft
ist, wenn das Überwurfelement
innenseitig mindestens eine Widerlagerstelle und das erste Kupplungsstück an seinem
Außenumfang
mindestens eine dieser zugeordnete Gegenwiderlagerstelle haben,
und wenn das Überwurfelement
zumindest soweit auf den dem mindestens einen ersten Kabel abgewandten
Endbereich des Kupplungsstücks
aufsteckbar ist, dass die Widerlagerstelle an der in Verbindungsstellung
dem Kupplungsgegenstück
abgewandten Seite der Gegenwiderlagerstelle angeordnet ist, um zwischen
die Widerlagerstelle und die Gegenwiderlagerstelle das Sicherungselement
einzubringen. Der Bausatz ermöglicht
dann eine noch einfachere Montage und/oder Reparatur des Steckverbinders.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist das Sicherungselement ein elastisch verformbarer
Sicherungsring, der in Gebrauchsstellung vorzugsweise mit seinem
innenseitigen Randbereich in eine am Außenumfang des Kupplungsstücks angeordnete
Ringnut eingreift. An dem Kupplungsstück auftretende, von dem Kupplungsgegenstück wegweisende
Zugkräfte
können
dann in Schließstellung
der Verriegelungseinrichtung über den
Umfang des Kupplungsstücks
verteilt an dem Überwurfelement
abgestützt
werden.
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Vorteilhaft
ist, wenn die Innenquerschnittsabmessung des unverformten Sicherungsrings
kleiner sind als die Außenquerschnittsabmessung
der Ringnut, und wenn der Sicherungsring derart elastisch verformbar
ist, dass er von der dem mindestens einen ersten Kabel abgewandten
Seite des Kupplungsstücks
her auf dieses axial bis zum Einrasten in die Ringnut aufsteckbar
ist. Die Verriegelungseinrichtung kann dann auf einfache Weise ohne
die Verwendung eines Werkzeugs an dem Kupplungsstück montiert werden,
indem zunächst
das Überwurfelement
und danach der Sicherungsring auf das von dem ersten Kabel entfernte
Ende des Kupplungsstücks
aufgesteckt wird.
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Bei
einer zweckmäßigen Ausgestaltung
der Erfindung weist der Sicherungsring einen Schlitz auf, der sich
quer zu Umfangsrichtung vorzugsweise in axialer und radialer Richtung
durchgehend über
den Sicherungsring erstreckt. Der Sicherungsring kann dadurch bei
der Montage noch leichter auf das Kupplungsstück aufgesteckt werden.
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Vorteilhaft
ist, wenn der Sicherungsring eine Sollverformungsstelle aufweist,
an der seine radiale Wandstärke
gegenüber
einer zu der Sollverformungsstelle in Umfangsrichtung benachbarten
Stelle reduziert ist, und wenn die Sollverformungsstelle vorzugsweise
dem Schlitz diametral gegenüberliegt.
Die zwischen dem Schlitz und der Sollverformungsstelle befindlichen
Bereiche des Sicherungsrings können dann
eine relativ große
Festigkeit aufweisen, so dass der Sicherungsring in Schließstellung
der Verriegelungseinrichtung entsprechend große Kräfte zwischen dem Kupplungsstück und dem Überwurfelement übertragen
kann. Dennoch lässt
sich der Sicherungsring bei seiner Montage leicht verformen und auf
das Kupplungsstück
aufstecken.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist das Überwurfelement
an seiner Innenseite einen Ringbund auf, wobei die Widerlagerstelle
an dem Ringbund angeordnet ist. An dem Kupplungsstück auftretende,
von dem Kupplungsgegenstück
wegweisende Zugkräfte
können
dann in Schließstellung
der Verriegelungseinrichtung über den
Umfang des Überwurfelements
verteilt an diesem abgestützt
werden, so dass das Überwurfelement
eine geringe Wandstärke
und somit einen kleinen Außendurchmesser
aufweisen kann, aber dennoch vergleichsweise große Kräfte abstützen kann.
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Besonders
vorteilhaft ist, wenn die Verriegelungseinrichtung als Bajonettverbindung
ausgestaltet ist und dass das Überwurfelement
in Verbindungsstellung relativ zu dem Kupplungsgegenstück verdrehbar
ist. Das Überwurfelement
braucht dann zum Schließen
der Verriegelungseinrichtung nur etwas gegenüber dem Kupplungsgegenstück verdreht
zu werden. In Schließstellung
ist die Verriegelungseinrichtung mit dem Kupplungsgegenstück verrastet,
so dass die Verriegelungseinrichtung gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert
ist.
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Bei
einer zweckmäßigen Ausgestaltung
der Erfindung sind ein in Verbindungsstellung von dem Kupplungsgegenstück entfernter
Endbereich des Kupplungsstücks
und mindestens ein dazu benachbarter Endbereich des mindestens einen
ersten Kabels mit dem Werkstoff einer gegen das Kupplungsstück und das
mindestens eine erste Kabel abdichtenden ersten Umspritzung umspritzt
und/oder es sind ein in Verbindungsstellung von dem Kupplungsstück entfernter
Endbereich des Kupplungsgegenstücks
und mindestens ein dazu benachbarter Endbereich des mindestens einen
zweiten Kabels mit dem Werkstoff einer gegen das Kupplungsgegenstück und das
mindestens eine zweite Kabel abdichtenden zweiten Umspritzung umspritzt.
Die Kabeleingänge
des Kupplungsstücks
und/oder des Kupplungsgegenstücks
sind also in Umspritztechnik ausgeführt, was eine dichte Verbindung
zwischen dem Kabel und dem Kupplungsstück bzw. dem Kupplungsgegenstück sowie
eine gute Zugentlastung des Kabels ermöglicht.
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Es
ist aber auch möglich,
dass der Bausatz eine zu dem mindestens einen ersten Kabel passende
erste Kabeltülle
aufweist, die mittels einer ersten Überwurfmutter mit einem an
dem in Verbindungsstellung von dem Kupplungsgegenstück entfernten Endbereich
des Kupplungsstücks
angeordneten ersten Gewinde verschraubbar ist und/oder dass der Bausatz
eine zu dem mindestens einen zweiten Kabel passende zweite Kabeltülle aufweist,
die mittels einer zweiten Überwurfmutter
mit einem an dem in Verbindungsstellung von dem Kupplungsstück entfernten
Endbereich des Kupplungsgegenstücks
angeordneten zweiten Gewinde verschraubbar ist. Zwischen dem Kupplungsstück und dem
ersten Kabel bzw. dem Kupplungsgegenstück und dem zweiten Kabel kann
also auch eine Kabelverschraubung mit einer Tülle vorgesehen sein, was die
Herstellung von Kabeln mit unterschiedlicher Steckerbelegung und/oder
unterschiedlicher Länge
erleichtert.
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Nachfolgend
sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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1 einen
Bausatz zum Erstellen eines elektrischen Kabel-Steckverbinders,
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2 einen
Längsschnitt
durch einen Steckverbinder, der mit Hilfe des in 1 gezeigten
Bausatzes hergestellt wurde, wobei die an dem Steckverbinder angeschlossenen
Kabel nur teilweise dargestellt sind,
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3 eine
Seitenansicht des in 2 gezeigten Steckverbinders,
wobei die Kabel nur teilweise dargestellt sind,
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4 einen
Längsschnitt
durch ein zweites Ausführungsbeispiel
eines Steckverbinders, an dem zum Verriegeln der Steckverbinderteile
nachträglich ein Überwurfelement
montiert werden kann,
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5 eine
Seitenansicht des in 4 gezeigten Steckverbinders,
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6 einen
Längsschnitt
durch ein drittes Ausführungsbeispiel
eines Steckverbinders, der in eine Lochung einer in der Zeichnung
nur teilweise dargestellten Wand eingebaut ist, und
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7 eine
Seitenansicht des in 6 gezeigten Steckverbinders.
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Ein
in 1 im Ganzen mit 1 bezeichneter Bausatz
zum Erstellen eines elektrischen Steckverbinders für Kabel
eines Kraftfahrzeugs weist ein aus einem elektrischen Isolierwerkstoff
bestehendes Steckergehäuse
auf, das ein Kupplungsstück 2 und
ein dazu passendes Kupplungsgegenstück 3 hat. Das Kupplungsstück 2 und
das Kupplungsgegenstück 3 sind
relativ zueinander bewegbar und in eine Trennstellung, in der sie
voneinander beabstandet sind, sowie in eine Verbindungsstellung
bringbar, in der das Kupplungsstück 2 in
eine Aufnahme des Kupplungsgegenstücks 3 eingreift.
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In 2 ist
erkennbar, dass das Kupplungsstück 2 mehrere
etwa parallel zueinander angeordnete Durchgangsöffnungen 4 aufweist,
die in radialer Richtung voneinander beabstandet sind und das Kupplungsstück 2 in
Axialrichtung durchsetzen. In jede Durchgangsöffnung 4 ist in Montagestellung
jeweils ein Steckkontakt 5 eingesetzt, der in Verbindungsstellung
mit seinem einen Ende dem Kupplungsgegenstück 3 zugewandt und
mit seinem anderen Ende mit einer Ader eines von zwei dem Kupplungsstück 2 zugeordneten
ersten Kabeln 6 vercrimpt ist.
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Das
Kupplungsgegenstück 3 hat
eine der Anzahl der Durchgangsöffnungen 4 entsprechende Anzahl
Durchtrittsöffnungen 7,
die zur Aufnahme von Gegensteckkontakten 8 vorgesehen sind.
In Verbindungsstellung sind die Durchtrittsöffnungen 7 etwa in gerader
Verlängerung
der Durchgangsöffnungen 4 des
Kupplungsstücks 2 angeordnet.
In Verbindungsstellung kontaktieren die Gegensteckkontakte 8 jeweils
einen ihnen zugeordneten Steckkontakt 5 des Kupplungsstücks 2.
In 2 ist deutlich erkennbar, dass die Gegensteckkontakte 8 Kontaktstifte
aufweisen, die in Buchsen der Steckkontakte 5 eingreifen. An
ihren in Verbindungsstellung den Steckkontakten 5 abgewandten
Enden sind die Gegensteckkontakte 8 mit Adern eines zweiten
Kabels 9 vercrimpt.
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In
Verbindungsstellung ist das Kupplungsstück 2 mit dem Kupplungsgegenstück 3 verrastet. Am
Außenumfang
des Kupplungsstücks 2 sind
dazu als Rastvorsprünge
ausgebildete Rastelemente 10 vorgesehen, die in Verbindungsstellung
dazu passende Rastgegenelemente 11 des Kupplungsgegenstücks 3 hintergreifen.
Die Rastgegenelemente 11 sind als Wandungsdurchbrüche in der
Außenwand des
Kupplungsgegenstücks 3 ausgebildet.
In 1 ist erkennbar, dass die Rastelemente 10 Auflaufschrägen aufweisen,
die das Zusammenstecken der Kupplungsteile, nämlich des Kupplungsstücks 2 und des
Kupplungsgegenstücks 3,
erleichtern. Zum Lösen
der Rastverbindung weist das Kupplungsgegenstück 3 an seinem Außenumfang
Fingergriffe 12 auf, die in Umfangsrichtung zwischen den
Rastelementen 10 angeordnet sind. Durch Druckbeaufschlagung
der Fingergriffe 12 ist die Außenwand des Kupplungsgegenstücks 3 in
Verbindungsstellung der Kupplungsteile derart verformbar, dass die
Rastgegenelemente 11 die Rastelemente 10 freigeben.
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Zusätzlich zu
der aus den Rastelementen 10 und den Rastgegenelementen 11 bestehenden
Rastverbindung weist der Bausatz 1 eine Verriegelung auf,
die ein ringförmiges Überwurfelement 13 und
ein Sicherungsring 14 umfasst. Die Innenquerschnittsabmessungen
des Überwurfelements 13 sind
derart auf die Außenquerschnittsabmessungen
des Kupplungsstücks 2 und
des Kupplungsgegenstücks 3 abgestimmt,
dass das Überwurfelement 13 mit
seinem einen Ende auf den den ersten Kabeln 6 abgewandten Endbereich
des Kupplungsstücks 2 und
mit seinem anderen Ende auf den dem zweiten Kabel 8 abgewandten
Endbereich des Kupplungsgegenstücks 3 aufsteckbar
ist.
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In 2 ist
erkennbar, dass das Überwurfelement 13 an
seinem in Verbindungsstellung dem Kupplungsgegenstück 3 abgewandten
Endbereich innenseitig einen Ringbund 15 aufweist, der
eine Widerlagerstelle bildet. Der Widerlagerstelle ist an dem ersten
Kupplungsstück 2 eine
Gegenwiderlagerstelle zugeordnet, die durch eine am Außenumfang
des ersten Kupplungsstücks 2 angeordnete
Ringnut 16 gebildet ist. Mit Hilfe des Sicherungsrings 14 ist
das Überwurfelement 13 gegen
Abziehen von dem Kupplungsstück 2 in
Richtung auf das Kupplungsgegenstück 3 gesichert. Der
Sicherungsring 14 greift dazu in Gebrauchstellung mit seinem
inneren Randbereich formschlüssig
in die Ringnut 16 des Kupplungsstück 2 ein und liegt
mit seinem äußeren Randbereich
seitlich an dem Ringbund 15 des Überwurfelements 13 an.
Dabei ist der Ringbund 15 an der dem Kupplungsgegenstück 3 abgewandten
Seite des Sicherungsrings 14 angeordnet und hintergreift
diesen. In 2 ist noch erkennbar, dass die
radiale Breite des Sicherungsrings 14 etwa dem radialen
Abstand zwischen dem Grund der Ringnut 16 und der Innenwand des Überwurfelements 13 entspricht
der etwas größer ist
als dieser Abstand.
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Damit
das Überwurfelement 13 bei
einem Defekt an dem (den) Rastelementen) 10 und/oder dem
(den) Rastgegenelement(en) 11 auch noch nachträglich an
dem Kupplungsstück 2 montiert
werden kann, ohne dass die Kabel 9 von dem Kupplungsstück 2 getrennt
und/oder aus dem Fahrzeug ausgebaut werden müssen, ist das Überwurfelement 13 bei
in Trennstellung befindlichem ersten Kupplungsstück 2 von der in Verbindungsstellung
dem Kupplungsgegenstück 3 zugewandten
Seite des Kupplungsstücks 2 her
soweit auf dieses aufsteckbar, dass der in Gebrauchsstellung dem
Kupp lungsgegenstück 3 zugewandte
Endbereich des Überwurfelements 13 an
der dem Kupplungsgegenstück 3 abgewandten
Seite der Ringnut 16 angeordnet ist.
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In 1 ist
erkennbar, dass der Sicherungsring 14 an einer Seite einen
Schlitz 17 aufweist, der sich in axialer und radialer Richtung
durchgehend über
den Sicherungsring 14 erstreckt. Der Sicherungsring 14 weist
außerdem
eine Sollverformungsstelle 18 auf, an der seine radiale
Wandstärke
gegenüber
einer zu der Sollverformungsstelle 18 in Umfangsrichtung
benachbarten Stelle reduziert ist. Die Sollverformungsstelle 18 ist
in Umfangsrichtung um etwa 180° zu
dem Schlitz 17 versetzt angeordnet.
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Der
Innendurchmesser des unverformten Sicherungsrings 14 ist
kleiner als der Außendurchmesser
der Ringnut 16. Der Sicherungsring 14 ist derart elastisch
verformbar, dass er von der den ersten Kabeln 6 abgewandten
Seite des Kupplungsstücks 2 her
auf dieses axial bis zum Einrasten in die Ringnut 16 aufsteckbar
ist. Bei der Montage der Verriegelung an dem Steckergehäuse werden
zunächst
das Überwurfelement 13 und
danach der Sicherungsring 14 auf das Kupplungsstück 2 aufgesteckt.
Nachdem der Sicherungsring 14 in die Ringnut 16 eingerastet
ist, ist das Überwurfelement 13 durch
den Sicherungsring 14 gegen Abziehen von dem Kupplungsstück 2 gesichert.
Dabei ist das Überwurfelement 13 in
Umfangsrichtung auf dem Kupplungsstück 2 verdrehbar.
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Zum
axial formschlüssigen
Verbinden des Überwurfelements 13 mit
dem Kupplungsgegenstück 3 ist
eine Bajonettverbindung vorgesehen, die am Außenumfang des Kupplungsgegenstücks 3 radial vorstehende
Kupplungsvorsprünge 19 aufweist,
die in Schließstellung
formschlüssig
in an der Innenseite des Überwurfelements 13 angeordnete
Führungsnuten 20 eingreifen.
Die Bajonettverbindung kann durch Verdrehen des Überwurfelements 13 relativ
zu dem Kupplungsgegenstück 3 in
eine Offenstellung, in der das Kupplungsstück 2 und das Kupplungsgegenstück 3 aufeinander
aufsteckbar und voneinander abziehbar sind, und eine Schließstellung
gebracht werden, in der das Trennen des Kupplungsstücks 2 von dem
Kupplungsgegenstück 3 gesperrt
ist. Die Kupplungsvorsprünge 19 und
die Führungsnuten 20 sind etwa
L-förmig
ausgebildet und in Schließstellung
miteinander verrastet.
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Bei
dem in 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel
sind das Überwurfelement 13 und der
Sicherungsring 14 nicht an dem Steckergehäuse montiert.
Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der Steckverbinder allein durch die Rastelemente 10 und die
Rastgegenelemente 11 in Verbindungsstellung gegen Auftrennen
gesichert. Wie in 5 besonders gut erkennbar ist,
weist das Kupplungsstück 2 jedoch auch
bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Ringnut 16 zur Aufnahme eines Sicherungsrings 14 und
das Kupplungsgegenstück 3 Kupplungsvorsprünge 19 zum
Verbinden mit Führungsnuten 20 eines Überwurfelements 13 auf,
so dass der Steckverbinder mit einer Verriegelung nachgerüstet werden
kann, falls an der Rastverbindung einmal ein Defekt auftreten sollte.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 4 und 5 sind ein in Verbindungsstellung
von dem Kupplungsgegenstück 3 entfernter
Endbereich des Kupplungsstücks 2 und
die dazu benachbarten Endbereiche der ersten Kabel 6 mit
dem Werkstoff einer gegen das Kupplungsstück 2 und die ersten
Kabel 6 abdichtenden ersten Umspritzung 21 umspritzt.
Die Umspritzung 21 greift formschlüssig in ein am Außenumfang
des Kupplungsstücks 2 angeordnetes erstes
Gewinde ein. Zwischen den Kabeln 6 und dem Kupplungsstück 2 ist
eine erste Kabeldurchführung 23 angeordnet,
die an den Mantelflächen
der ersten Kabel 6 und an der Innenwand des Kupplungsstücks 2 anliegt.
Die Kabeldurchführung 23 dichtet
während des
Spritzgießprozesses
die an den Kabelenden freiliegenden Adern gegen den Werkstoff der
Umspritzung 21 ab. Anstelle der Kabeldurchführung 23 kann auch
eine zähe
Dichtmasse vorgesehen sein, welche die Durchgangsöffnungen 4 gegen
den Werkstoff der Umspritzung 21 abdichtet.
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In
entsprechender Weise sind ein in Verbindungsstellung von dem Kupplungsstück 2 entfernter Endbereich
des Kupplungsgegenstücks 3 und
der dazu benachbarte Endbereich des zweiten Kabels 9 mit
dem Werkstoff einer gegen das Kupplungsgegenstück 3 und das zweite
Kabel 9 abdichtenden zweiten Umspritzung 24 umspritzt.
Die Umspritzung 24 greift formschlüssig in ein am Außenumfang
des Kupplungsgegenstücks 3 angeordnetes
zweites Gewinde 25 ein. Zwischen dem Kabel 9 und
dem Kupplungsgegenstück 3 ist
eine zweite Kabeldurchführung 26 angeordnet,
die an der Mantelfläche
des zweiten Kabels 9 und an der Innenwand des Kupplungsgegenstücks 3 anliegt.
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Die
zweite Kabeldurchführung 26 dichtet während des
Spritzgießprozesses
die an den Kabelenden freiliegenden Adern gegen den Werkstoff der
zweiten Umspritzung 24 ab.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach 2 und 3 ist anstelle der ersten Umspritzung 21 eine erste
Kabeltülle 27 vorgesehen,
die an ihrem Innenumfang dichtend an den Mantelflächen der
ersten Kabel 6 und mit einem kragenförmigen Rand dichtend an dem
Kupplungsstück 2 anliegt.
Dabei wird der kragenförmige
Rand mit Hilfe einer mit dem ersten Gewinde 22 verschraubten
ersten Überwurfmutter 28 an
das Kupplungsstück 2 angepresst.
Zwischen dem kragenförmigen
Rand und der Überwurfmutter 28 ist
ein erster Gleitring 29 angeordnet.
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In
entsprechender Weise ist an dem anderen Ende des Steckergehäuses eine
zweite Kabeltülle 30 vorgesehen,
die an ihrem Innenumfang dichtend an der Mantelfläche des
zweiten Kabels 9 und mit einem kragenförmigen Rand dichtend an dem
Kupplungsgegenstück 3 anliegt.
Dabei wird der kragenförmige Rand
mit Hilfe einer mit dem zweiten Gewinde 25 verschraubten
zweiten Überwurfmutter 31 an
das Kupplungsgegenstück 3 angepresst.
Zwischen dem kragenförmigen
Rand und der Überwurfmutter 31 ist ein
zweiter Gleitring 32 angeordnet.
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Bei
den in 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispielen
durchsetzt das Kupplungsgegenstück 3 eine
Lochung einer Wand 33 und ist mit einer Sechskantmutter 34,
die auf das zweite Gewinde 25 aufgeschraubt ist, an dieser
fixiert.
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Erwähnt werden
soll noch, dass zum Abdichten der Steckkontakte 5 und der
Gegensteckkontakte 8 gegen Feuchtigkeit und Spritzwasser
zwischen dem Kupplungsstück 2 und
dem Kupplungsgegenstück 3 ein
Dichtring 35 angeordnet ist.
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Der
Bausatz 1 zum Erstellen eines Steckverbinders weist also
ein Kupplungsstück 2 und
ein dazu passendes Kupplungsgegenstück 3 auf, die in eine Trenn-
und eine Verbindungsstellung bringbar sind. Das Kupplungsstück 2 hat
Durchgangsöffnungen 4 zur
Aufnahme von Steckkontakten 5, die mit Adern eines ersten
Kabels 6 verbindbar sind. Das Kupplungsgegenstück 3 hat
Durchtrittsöffnungen 7 zur Aufnahme
von Gegensteckkontakten 8, die mit Adern eines zweiten
Kabels 9 verbindbar sind und in Verbin dungsstellung die
Steckkontakte 5 elektrisch kontaktieren. Das Kupplungsstück 2 ist
mit dem Kupplungsgegenstück 3 verrastbar.
Der Bausatz 1 weist ein Überwurfelement 13 auf,
das mit seinem einen Ende auf den dem ersten Kabel 6 abgewandten Endbereich
des Kupplungsstücks 2 und
mit seinem anderen Ende auf den dem einen zweiten Kabel 9 abgewandten
Endbereich des Kupplungsgegenstücks 3 aufsteckbar
ist. Zum Sichern des Überwurfelements 13 gegen
Abziehen von dem Kupplungsstück 2 ist
ein das Überwurfelement 13 formschlüssig mit
dem Kupplungsstück 2 verbindendes
Sicherungselement mit dem Kupplungsstück 2 und/oder dem Überwurfelement 13 verbindbar.
Zwischen dem Überwurfelement 13 und
dem Kupplungsgegenstück 3 ist
eine in eine Offen- und eine Schließstellung bringbare Verriegelungseinrichtung
vorgesehen.