DE10361085A1 - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung für doppelflügelige Türen.
- Eine solche Schließfolgeregelung ist aus der
EP 0 141 902 bekannt. Dort betätigt ein mit einem Standflügel zusammenwirkendes Stellglied einen Bowdenzug, der ein an einem Gangflügel angeordnetes Ventil steuert. Wenn das Ventil über den Bowdenzug geöffnet wird, kann die Hydraulikflüssigkeit aus dem Schließkolben abfließen und somit dafür sorgen, dass der Standflügel immer vor dem Gangflügel geschlossen wird. - Bei dieser Konstruktion hat das Übertragungselement, nämlich der Bowdenzug, einen großen Einfluss auf die Funktion. Bei einem Ausfall des Bowdenzuges, hervorgerufen z. B. durch falsche Einstellung, falsche Länge des Bowdenzuges, Lösen der Seilklemmungen usw., kommt es dazu, dass die richtige Schließlage der gefalzten Türflügel (Gang- und Standflügel) nicht eingehalten wird. Da jedoch Schließfolgeregelungen üblicherweise bei Türanlagen in Brandabschnitten eingesetzt werden, ergibt sich im Gefahrenfall bei einer nicht korrekt geschlossenen zweiflügeligen Tür ein erhöhtes Gefahrenpotential.
- Eine weitere Schließfolgeregelung ist aus der
DE 32 04 975 A1 bekannt, bei der ein Steuerventil vorgesehen ist, das direkt oder indirekt mit dem Standflügel verbunden ist. Die Achse eines Türschließers für den Standflügel ist mit einem Zahnrad versehen, welches mit einer in einem Kolben angeordneten Zahnleiste kämmt, so dass eine Drehung der Achse des Türschließers in eine translatorische Bewegung des Kolbens umgesetzt wird. Der Kolben steuert den Fluss der Hydraulikflüssigkeit am Gangflügel und sorgt so dafür, dass der Gangflügel nicht vor dem Standflügel geschlossen werden kann. - Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, den Stand der Technik weiterzubilden und eine hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung zu schaffen, die eine gesicherte Schließfolge einer zweiflügeligen Tür gewährleistet, dies aber mit möglichst wenigen und zudem einfach aufgebauten Bauteilen erreicht. Ferner soll die Schließfolgeregelung nachrüstbar sein.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruches 1.
- Erfindungsgemäß ist die hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung für doppelflügelige, einen Standflügel und einen Gangflügel aufweisende Türen, wobei sowohl der Standflügel als auch der Gangflügel von je einem hydraulisch betätigbaren Türschließer oder Antrieb beaufschlagt sind, welcher mit einer Achse versehen ist, an der ein Gestänge angreift, das andererends über ein Gleitstück oder eine Rolle mit einer Gleitschiene zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Achse des Türschließers für den Standflügel eine Kurvenscheibe angeordnet ist, welche mit einem Ventil zusammenwirkt, das den Türschließer des Gangflügels steuert. Neben der vorgenannten Ausführung eines Obentürschließers mit einer Gleitschiene kann auch eine Ausführung mit Scherengestänge gewählt werden.
- Infolge dieser Ausgestaltung wird mit wenigen und einfach aufgebauten Bauteilen eine Schließfolgeregelung bereitgestellt, die eine gesicherte Schließfolge gewährleistet. Die Konstruktion hat darüber hinaus den Vorteil, dass die gesamte Schließfolgeregelung sehr kompakt aufgebaut ist und deshalb einfach und bequem ein- und ausgebaut werden kann, z. B. bei einer Reparatur oder zu Wartungszwecken. Da sie nur aus wenigen und relativ kleinen Einzelteilen besteht, ist nicht nur die Lagerhaltung der gesamten Schließfolgeregelung, sondern auch die Bereitstellung von Einzel- bzw. Ersatzteilen einfach und unkompliziert und benötigt wenig Platz. Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten kann die Schließfolgeregelung nach der vorliegenden Erfindung wegen ihres geringen Gewichtes auch problemlos ein- oder ausgebaut werden. Infolge der Anordnung des Ventiles am Standflügel wird auch eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit erzielt. Die gesamte Schließfolgeregelung ist kostengünstig, kann einfach in einem Systemträger montiert werden und ermöglicht eine einfache Einstellung. Auch eine Vormontage ist möglich. Durch die direkte Steuerung, ohne Verwendung von Zwischengliedern, kann direkt erkannt werden, in welcher Stellung sich der Türflügel befindet. Ferner gibt es keinen Eingriff in den Hydraulikkreislauf des Gangflügels durch Elemente des Türschließers des Standflügels.
- Unter Türschließern werden sowohl klassische Türschließer als auch Türantriebe mit einer elektrohydraulischen Öffnungshilfe und elektrohydraulische Türantriebe verstanden.
- Auch die Verwendung der vorgeschlagenen Schließfolgeregelung ist bei Bodentürschließern ohne weiteres möglich. In einem solchen Falle wird die Kurvenscheibe auf die Achse des Gangflügeltürbodentürschließers montiert und die Verbindung zu dem Ventil über entsprechende Hydraulikleitungen von dem Standflügelbodentürschließer aus hergestellt.
- Es versteht sich, dass gemäß dieser Erfindung auch Türantriebe unter den Begriff Türschließer fallen.
- Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
- Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung erfolgt die Steuerung des Türschließers des Gangflügels über eine hydraulische Verbindung. Dies stellt eine einfache Steuerung sicher und ist zudem äußerst kostengünstig.
- Als hydraulische Verbindung kommen nach einer Ausführungsvariante Leitungen in Frage, die vorzugsweise in einen Systemträger integriert werden können. Z. B. können die Leitungen nach einer vorteilhaften Ausgestaltung gleich bei der Herstellung in den Systemträger hineinextrudiert werden. Dies stellt eine auch optisch ansprechende Lösung dar. Statt eines Systemträgers kann auch eine Gleitschiene verwendet werden, bei der z. B. zusätzliche Kammern vorhanden sind oder in einer Kammer zwei Hydraulikleitungen verlegt werden.
- Nach einer anderen Ausführungsvariante besteht die hydraulische Verbindung aus Schläuchen.
- Die erfindungsgemäße Schließfolgeregelung ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung so aufgebaut, dass das Ventil im geöffneten Zustand eine uneingeschränkte Bewegung des Gangflügels zulässt und im geschlossenen Zustand eine Bewegung des Gangflügels blockiert.
- Damit sichergestellt ist, dass der Standflügel immer vor dem Gangflügel geschlossen wird, ist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung das Ventil nur in einer einzigen Stellung der Kurvenscheibe geöffnet, in allen anderen Stellungen dagegen geschlossen. Diese geöffnete Stellung ist dann gegeben, wenn der Standflügel in seiner korrekten Schließstellung verharrt bzw. ab einem bestimmten kleinen Öffnungswinkel des Standflügels, der stets kleiner ist als der Öffnungswinkel des Gangflügels. Somit kann mit Ausnahme dieser ganz bestimmten Stellung des Standflügels der Gangflügel immer bewegt werden. Auf diese Weise ist mit einfachsten Mitteln die gewünschte Schließfolgeregelung sichergestellt. Sobald der Standflügel und der Gangflügel geöffnet sind (beide gleichzeitig) kann nur noch der Standflügel bewegt werden. Der Gangflügel bleibt in seiner Stellung stehen und kann erst wieder bewegt werden, wenn der Standflügel seine Schließstellung erreicht hat bzw. kurz vor der Schließstellung sich befindet.
- Das in der erfindungsgemäßen Schließfolgeregelung verwendete Ventil ist nach einer vorteilhaften Weiterbildung mit einem Ventilkörper versehen, aus dem ein federbelasteter Stift herausragt. Dieser Stift wird in vorteilhafter Weise von einer Feder gegen die Nockenscheibe gedrückt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Stift immer an der Nockenscheibe anliegt und somit eine funktionssichere Steuerung des Ventiles gewährleistet.
- Das Ventil ist in vorteilhafter Weise bei eingerücktem Stift geschlossen und bei ausgerücktem Stift geöffnet. Dadurch, dass ein in einem Kolbenraum befindlicher Zylinder, der über seine Verzahnung mit der Abtriebsachse des Türantriebes auf der Gangseite in Wirkverbindung steht, an jeder seiner Stirnflächen innerhalb des Kolbenraumes jeweils einen Druckraum mit Hydraulikflüssigkeit aufweist und diese beiden Druckräume jeweils an einer der zu dem Ventil, das an dem Antrieb des Standflügels montiert ist, führenden Leitungen angeschlossen ist, kann je nach Stellung des Ventiles (Auf und Zu) eine Blockierung des Kolbens auf der Gangseite oder eine freie Beweglichkeit bewirkt werden.
- Während in einer ersten Ausführungsform der federbelastete Stift des Ventiles direkt mit der Kurvenscheibe zusammenwirkt, ist in einer zweiten Ausführungsform ein drehgelagerter Auslösehebel zwischengeschaltet. Dabei drückt der Stift des Ventiles auf eine Andruckplatte, die einerends an dem Auslösehebel angeordnet ist, während anderenends die Drehlagerung des einarmigen Auslösehebels erfolgt. Ferner weist der Auslösehebel einen Vorsprung auf, der direkt oder indirekt mit der Kurvenscheibe in Kontakt steht. Um Reibungsverluste so gering wie möglich zu halten, be findet sich an dem Vorsprung ein drehgelagertes Lager, z. B. ein Kugellager, welches an der Kurvenscheibe anliegt. Das Ventil kann innerhalb einer Gleitschiene eingebettet und durch das entsprechende Gleitstück des Standflügels betätigt werden. Eine derartige Anordnung kann sowohl bei einem sich schließenden als auch bei einem sich öffnenden Ventil ausgeführt werden. Ferner ist es möglich, dass das Ventil innerhalb einer weiteren Kammer der Gleitschiene angeordnet ist, in der auch gleichzeitig die Verbindungsleitungen zu dem Schließer oder der Vorrichtung des Gangflügels führen.
- Ferner kann die vorbeschriebene Schließfolgeregelung nicht nur bei Bodentürschließern oder Obentürschließern angewendet werden, sondern auch bei Innentürschließer, die innerhalb des Türflügels eingebaut sind bzw. auch bei Rahmentürschließern, die oberhalb der Tür innerhalb der Zarge oder des Türrahmens sich befinden. Bei einer Ausführung innerhalb einer Schließfolgeanordnung bei Bodentürschließern kann darüber hinaus die Leitungsführung innerhalb eines separaten Kanales erfolgen.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.
- Es zeigen:
-
1 : Eine Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Schließfolgeregelung; -
2 : die Einzelheiten „X" und „Y" aus1 ; -
3 : die Einzelheit „X" in einer ersten Ausführungsform einer Ventilansteuerung; -
4 : ein in der erfindungsgemäßen Schließfolgeregelung verwendetes Ventil in einer vergrößerten Darstellung; -
5 : eine zweite Ausführungsform der Ventilsteuerung; -
6 : einen Hydraulikschaltplan der Schließfolgesteuerung; -
7 : eine dritte Ausführungsform der Ventilsteuerung. - Die erfindungsgemäße Schließfolgeregelung eignet sich für eine doppelflügelige gefalzte Tür, bei welcher ein Gangflügel und ein Standflügel jeweils über einen Schwenkarm
4 mit einem Türrahmen oder den Türflügeln verbunden sind. Der Gangflügel, der Standflügel, der Türrahmen und die beiden Schwenkarme4 sind allgemeiner Stand der Technik und deshalb hier nicht näher dargestellt oder erläutert. - Die Schließfolgeregelung nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist zwei hydraulisch betätigbare Türschließer
1 ,2 auf, von denen der eine den Standflügel und der andere den Gangflügel beaufschlagt. Die beiden Türschließer1 ,2 sind im Wesentlichen gleich aufgebaut. Sie weisen jeweils eine Achse3 auf, an der ein Schwenkarm4 angeordnet ist, welcher mit dem Gangflügel bzw. dem Standflügel jeweils beweglich über ein Gleitstück bzw. eine Rolle und einer Gleitschiene verbunden ist. - Der mit dem Standflügel zusammenwirkende Türschließer
1 weist auf seiner Achse3 zusätzlich eine Nockenscheibe5 auf. Diese Nockenscheibe5 ist im Wesentlichen rund ausgebildet und weist an einer Stelle eine Einbuchtung6 auf. Die Nockenscheibe5 kann auch nachträglich mit der Achse3 verbunden werden. Die Verbindung ist dabei kraft- und formschlüssig ausgeführt. - Mit der Nockenscheibe
5 wirkt ein am Türschließer1 angebrachtes Ventil7 zusammen. Das Ventil7 weist ein Ventilgehäuse8 auf, aus dem ein Stift9 vorsteht, der unter der Wirkung einer Feder10 steht, welche versucht, den Stift9 aus dem Gehäuse8 herauszudrücken. - An das Ventil
7 sind Leitungen oder Schläuche11 angeschlossen, die mit ihrem anderen Ende mit dem Hydraulikkreislauf des Türschließers2 für den Gangflügel verbunden sind. Die Leitungen oder Schläuche11 können auch direkt bei der Herstellung in einen Systemträger12 hineinextrudiert werden. - Die Konstruktion des Ventiles
7 ist so gewählt, dass das Ventil7 geöffnet ist. wenn der Stift9 aus dem Gehäuse8 herausgedrückt ist. Die Kraft zum Herausdrücken des Stiftes9 wird über die Feder10 realisiert. In dieser Stellung kann der Gangflügel ohne Einschränkung frei bewegt werden. Wenn der Stift9 des Ventiles7 aus dem Gehäuse8 vorsteht, wie in den2 ,3 und4 gezeigt, ist das Ventil7 geöffnet. In dieser Stellung wird eine Bewegung der Hydraulikflüssigkeit in dem Türschließer2 des Gangflügels nicht verhindert, mit der Folge, dass der in der Schließlage sich befindliche Standflügel frei bewegt werden kann. - Im Folgenden wird nun die Funktion der erfindungsgemäßen Schließfolgeregelung erläutert.
- In
2 ist die Nockenscheibe5 in einer Stellung gezeigt, bei welcher der Stift9 aus dem Gehäuse8 des Ventiles7 vorsteht. In dieser Stellung ist das Ventil7 geöffnet. Dies hat zur Folge, dass ein Fluss der Hydraulikflüssigkeit im Türschließer2 für den Gangflügel nicht verhindert wird. - Wird der Standflügel nach dem Gangflügel geöffnet, dreht sich die Nockenscheibe
5 , der Stift9 tritt aus der Einbuchtung6 heraus und wird in das Gehäuse8 des Ventiles7 gedrückt. In dieser Stellung ist das Ventil7 geschlossen. Dies hat zur Folge, dass nunmehr ein Fluss der Hydraulikflüssigkeit im Türschließer2 für den Gangflügel nicht mehr ermöglicht wird und der Gangflügel somit nicht mehr bewegt werden kann. - Der Gangflügel kann sich erst dann wieder bewegen und wird über den Antrieb
2 geschlossen, wenn der Standflügel in seiner Schließstellung ist bzw. sich kurz davor befindet und das Ventil7 den Durchfluss durch die Leitungen11 zum Antrieb2 des Gangflügels wieder freigibt, so dass in jedem Falle sichergestellt ist, das der Standflügel vor dem Gangflügel geschlossen wird. Dieses ist insbesondere dort von Wichtigkeit, wo der Standflügel und der Gangflügel jeweils mit einem Falz ausgestattet sind und die Flügel sich in einem Brandabschnitt befinden. - In der
5 ist eine Variante der Betätigung des Stiftes9 des Ventiles8 wiedergegeben. Bei dem Ventil7 handelt es sich wiederum um ein Ventil, das durch Verbindungsleitungen über die Anschlussstutzen18 mit Druckräumen des Türschließers des Gangflügels verbunden werden. In diesem Ausführungsbeispiel wirkt der Stift9 nicht direkt mit der Kurvenscheibe5 zusammen. Vielmehr ist dazwischen ein Auslösehebel14 vorgesehen, um Belastungen und Reibungsverluste bei der Schaltung des Ventiles7 von „zu" auf „auf" bzw. von „auf" auf „zu" zu minimieren. Der Auslösehebel14 ist dabei an einem Drehpunkt15 drehgelagert und als einarmiger Hebel ausgeführt. An dem dem Drehpunkt15 gegenüberliegenden Ende ist eine Andruckplatte17 angeordnet, die eine Andruckfläche für den Stift9 bildet. Mit der Kurvenscheibe5 steht ein innerhalb des Hebels gelagertes Kugellager16 in direktem Kontakt. Wird nun die Kurvenscheibe5 aufgrund der Achse3 verdreht, so wird aufgrund der innerhalb der Kurvenscheibe vorhandenen Absenkung bzw. auch aufgrund eines Vorsprunges der Auslösehebel14 betätigt, was wiederum eine Betätigung des Ventiles8 über den Stift9 bewirkt. - Die Kurvenscheibe
5 ist auf der Achse3 des Türschließers des Gangflügels so angeordnet, dass die Einstellung stufenlos erfolgen kann. Bei einer genauen Einstellung und damit Auslösung des Ventiles8 über die Kurvenscheibe5 wird diese auf der Achse3 entsprechend festgesetzt. - Um die Baugruppe, bestehend aus Ventil
7 und Auslösehebel14 , einfach montieren zu können, befindet sich diese auf einem Montagehebel13 , der an dem Türschließer des Gangflügels kraft- und formschlüssig befestigt wird. - Eine weitere Möglichkeit, den Türschließer des Gangflügels über den Standflügel zu steuern, besteht darin, dass z. B. das Ventil
7 innerhalb einer Gleitschiene34 eingebaut sein kann. Um das Ventil7 mit dem Stift9 betätigen zu können, kann z. B., wie es aus der7 zu entnehmen ist, eine Kante36 eines Gleitstückes35 beim Verschieben gegen den Stift9 drücken und damit das Ventil7 betätigen. Je nach Anfahrrichtung kann dabei ein Ventil verwendet werden, welches schließt bzw. im betätigten Zustand öffnet. Es ist jedoch auch eine umgekehrte Funktion denkbar. - Neben den vorbeschriebenen Ausführungen eines Türschließers
1 und2 kann natürlich erfindungsgemäß auch ein hydraulisch mechanischer Antrieb verwendet werden. Hierbei kommt es auf die Forderung an, ob der Antrieb die Tür nur öffnen soll und der Schließvorgang wird dann über eine innerhalb des Antriebes befindliche Feder bewerkstelligt oder der Antrieb wird auch für den Schließvorgang der Tür betreiben. - Die
6 zeigt ein Funktionsprinzip für einen Hydraulikschaltplan eines Gangflügel- sowie Standflügelantriebes mit einer Schließfolgeregelung der vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Art. Innerhalb eines nicht näher bezeichneten Kolbenraumes ist ein Kolben25 verschiebbar gelagert. Während in der6 auf der rechten Seiten eine Druckfeder19 vorhanden ist, ist auf der Gegenseite des Kolbens25 keine Feder vorhanden. Gleich zeitig bilden sich zu jeder Seite des Kolbens25 ein Druckraum20 der Pumpenseite und ein Druckraum33 der Federseite. Im Bereich der Achse3 befindet sich z. B. ein Öltank32 . Der Druckraum20 ist über eine Leitung, in der ein Ansaugventil für die Öffnungsrichtung vorhanden ist, mit dem Öltank32 verbunden. Gleichzeitig ist jedoch auch der Druckraum20 über eine Leitung, in der sich ein Schließdämpfungsventil21 , befindet mit dem Öltank32 über ein Magnetventil31 verbunden. Parallel zu dem Schließdämpfungsventil21 ist mit einem Auslass, der nicht in dem Druckraum20 endet, ein Schließgeschwindigkeitsventil22 vorhanden. Der Druckraum20 weist eine Verbindung mit einem darin enthaltenen Pumpenrückschlagventil27 zu einer Pumpe28 mit einem Motor29 auf. An der Pumpe28 ist gleichzeitig ein Druckbegrenzungsventil30 vorhanden. Das von der Pumpe28 aus dem Öltank32 geförderte Hydraulikmedium wird über das Pumpenrückschlagventil27 in den Druckraum20 (Pumpenseite) gepumpt und bewirkt somit eine Verschiebung des Kolbens25 innerhalb des Zylinders gegen die Druckfeder19 . - Der Druckraum
33 auf der Federseite ist durch eine Hydraulikleitung ebenfalls mit dem Öltank32 verbunden. Innerhalb dieser Leitung befinden sich parallel angeordnet ein Öffnungsgeschwindigkeitsventil23 und ein Öffnungsdämpfungsventil24 . - Der Aufbau der Vorrichtung für den Gangflügelantrieb ist analog der des Standflügelantriebes, mit einer Ausnahme, dass von dem Öltank
32 eine Leitung11 abgeht, in der das Ventil7 angeordnet ist. Die zweite Verbindung zu dem Ventil7 über die Leitung11 geht über die bereits beschriebenen Ventile21 und22 mit einem noch dazwischen befindlichen Magnetventil31 zu dem Druckraum20 der Pumpenseite. Der Stift9 des Ventiles7 wirkt dabei in der schematischen Darstellung mit der Kurvenscheibe5 gemäß der vorbeschriebenen Art und Weise zusammen. -
- 1
- Türschließer
- 2
- Türschließer
- 3
- Achse
- 4
- Gestänge
- 5
- Kurvenscheibe
- 6
- Einbuchtung
- 7
- Ventil
- 8
- Gehäuse
- 9
- Stift
- 10
- Feder
- 11
- Leitungen oder Schläuche
- 12
- Systemträger
- 13
- Montagehebel
- 14
- Auslösehebel
- 15
- Drehpunkt
- 16
- Kugellager
- 17
- Andruckplatte
- 18
- Anschlussstutzen
- 19
- Druckfeder
- 20
- Druckraum (Pumpenseite)
- 21
- Schließdämpfungsventil
- 22
- Schließgeschwindigkeitsventil
- 23
- Öffnungsgeschwindigkeitsventil
- 24
- Öffnungsdämpfungsventil
- 25
- Kolben
- 26
- Ansaugventil (Öffnungsrichtung)
- 27
- Pumpenrückschlagventil
- 28
- Pumpe
- 29
- Motor
- 30
- Druckbegrenzungsventil
- 31
- Magnetventil
- 32
- Öltank
- 33
- Druckraum (Federseite)
- 34
- Gleitschiene
- 35
- Gleitstück
- 36
- Kante
Claims (19)
- Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung für doppelflügelige. einen Standflügel und einen Gangflügel aufweisenden Türen, wobei sowohl der Standflügel als auch der Gangflügel von je einer hydraulisch betätigbaren Vorrichtung (
1 ,2 ) mit zumindest einer Kolben-/ Zylindereinheit zum jeweiligen Öffnen und/oder Schließen beaufschlagt sind, wobei zumindest die Zylindereinheit des Gangflügels auf jeder Seite des Kolbens (25 ) einen Druckraum (20 ,33 ) aufweist, die untereinander durch eine Hydraulikleitung (11 ) miteinander verbunden sind und ein Ventil (7 ) enthalten, das durch eine Öffnungsbewegung des Standflügels gesteuert wird, und das die Vorrichtungen (1 ,2 ) jeweils mit einer Achse (3 ) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Achse (3 ) des Türschließers (1 ) für den Standflügel eine Kurvenscheibe (5 ) angeordnet ist, welche mit einem Ventil (7 ) zusammenwirkt, das den Türschließer (2 ) des Gangflügels steuert. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung für doppelflügelige, einen Standflügel und einen Gangflügel aufweisenden Türen, wobei sowohl der Standflügel als auch der Gangflügel von je einer hydraulisch betätigbaren Vorrichtung (
1 ,2 ) mit zumindest einer Kolben-/ Zylindereinheit zum Öffnen und/oder Schließen beaufschlagt sind, wobei zumindest die Zylindereinheit des Gangflügels auf jeder Seite des Kolbens (25 ) einen Druckraum (20 ,33 ) aufweist, die untereinander durch eine Hydraulikleitung (11 ) miteinander verbunden sind und ein Ventil (7 ) enthalten, das durch eine Öffnungsbewegung des Standflügels gesteuert wird, welche jeweils mit einer Achse (3 ) versehen ist, an der jeweils ein Gestänge angreift, deren anderes Ende mit je einem in einer Gleitschiene (34 ) verschiebbaren Gleitstück (35 ) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitstück (35 ) des Türschließers (1 ) für den Standflügel mit einem Ventil (7 ) zusammenwirkt, das den Türschließer (2 ) des Gangflügels steuert. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (
1 ,2 ) ein Obentürschließer, ein Innentürschließer, ein Rahmentürschließer, ein Bodentürschließer oder ein hydraulisch mechanischer Antrieb ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Türschließers (
2 ) des Gangflügels über eine hydraulische Verbindung erfolgt. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Verbindung aus Leitungen (
11 ) besteht, die vorzugsweise in einem Systemträger (12 ) oder in einer Gleitschiene integriert sind. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen in den Systemträger (
12 ) oder in die Gleitschiene hineinextrudiert sind. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Verbindung aus Schläuchen (
11 ) besteht. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) im geöffneten Zustand eine Bewegung des Gangflügels zulässt und im geschlossenen Zustand eine Bewegung des Gangflügels blockiert. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) im geschlossenen Zustand eine Bewegung des Gangflügels zulässt und im geöffneten Zustand eine Bewegung des Gangflügels blockiert. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) nur in einer einzigen Einbuchtung der Kurvenscheibe (5 ) geöffnet, in allen anderen Stellungen dagegen geschlossen ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) nur in einer einzigen Einbuchtung der Kurvenscheibe geschlossen und in allen anderen Stellungen dagegen geöffnet ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) mit einem Ventilkörper (8 ) versehen ist, aus dem ein federbelasteter Stift (9 ) herausragt. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (
10 ) das herausragende Ende des Stiftes (9 ) gegen die Nockenscheibe (5 ) drückt. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) bei eingerücktem Stift (9 ) geschlossen und bei ausgerücktem Stift (9 ) geöffnet ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (
7 ) bei eingerücktem Stift (9 ) geöffnet und bei ausgerücktem Stift (9 ) geschlossen ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (
9 ) direkt oder indirekt von der Kurvenscheibe (5 ) gesteuert wird. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Stift (
9 ) und der Kurvenscheibe (5 ) ein Auslösehebel (14 ) zwischengeschaltet ist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösehebel (
14 ) im Bereich der Anlage des Stiftes (9 ) eine Andruckplatte (17 ) aufweist. - Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösehebel (
14 ) im Bereich der Kurvenscheibe (5 ) ein Kugellager (16 ) aufweist.
Priority Applications (7)
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