-
Die Erfindung betrifft eine Eingabe-/Ausgabeschaltung
für eine
gleichzeitige bidirektionale Datenübertragung (SBD), eine integrierte
Schaltung mit einer solchen Eingabe-/Ausgabeschaltung sowie ein zugehöriges System
und ein zugehöriges
Dekodierverfahren.
-
Halbleiterbausteine, wie Prozessorbausteine,
Steuerbausteine, Speicherbausteine usw., sind gewöhnlich mit
einem Sendeempfänger
ausgerüstet, der
es ihnen erlaubt, digitale Signale zu empfangen und zu senden. Herkömmliche
Sendeempfänger
sind rekonfigurierbar ausgeführt,
um Daten über
eine angeschlossene Übertragungsleitung
entweder zu empfangen oder zu senden. Neuerdings stoßen Halbleiterbausteine
mit einer gleichzeitigen bidirektionalen (SBD-)Sende-/Empfangseigenschaft
auf Interesse. Wie der Name sagt, haben SBD-Sendeempfänger die
Fähigkeit,
Daten während
der gleichen Taktperiode über
die gleiche Übertragungsleitung
zu empfangen und zu senden.
-
1 zeigt
eine herkömmliche
SBD-Verbindung zwischen zwei Halbleiterbausteinen 20 und 40. Die
Bausteine 20 und 40 umfassen jeweils einen SBD-Sendeempfänger 22 und 42.
Der SBD-Sendeempfänger 22 umfasst
einen Datentreiber 24 und einen Datenempfänger 26.
Ein zu treibendes internes Datensignal Dout1 wird als Eingabesignal
in den Treiber 24 und als Steuersignal in den Empfänger 26 eingegeben.
Der Ausgang des Treibers 24 ist mit einem Eingang des Empfängers 26 gekoppelt.
Der Empfänger 26 empfängt außerdem Referenzspannungen
VrefH und VrefL, die für
nachfolgend beschriebene Vergleichszwecke benutzt werden. Das Ausgabesignal
des Empfängers 26 ist
ein Dateneingabesignal Din1 des Bausteins 20.
-
Der Sendeempfänger 42 des Bausteins 40 ist
vorzugsweise an den Sendeempfänger 22 des Bausteins 20 angepasst.
Der Sendeempfänger 42 umfasst
einen Treiber 44 und einen Empfänger 46, die wie der
Treiber und Empfänger
im Sendeempfänger 22 angeschlossen
sind. Der Treiber 44 erhält als Eingabesignal ein internes
Datensignal Dout2 und der Empfänger 46 erzeugt
ein Dateneingabesignal Din2.
-
Die Halbleiterbausteine 20 und 40 können in der
in 1 dargestellten Weise
miteinander verbunden sein, indem die Ausgänge der Treiber 24 und 44 mit
einer Übertragungsleitung 30 verbunden
sind. Bei diesem Schaltungsaufbau bestimmt der Treiberzustand der
beiden Treiber 24 und 44 eine Spannung VBL auf der Übertragungsleitung 30.
Ein gemeinsamer Referenzspannungsgenerator 32 erzeugt die Referenzspannungen
VrefH und VrefL für
beide Schaltungen bzw. Bausteine.
-
2 zeigt
Signalverläufe
zur Darstellung des gleichzeitigen Datenaustausches zwischen den Bausteinen 20 und 40 über die Übertragungsleitung 30.
Das Ausgabesignal Dout1 ist während
Zeitperioden T1, T2 und T5 auf einem hohen Pegel. Das Ausgabesignal
Dout2 ist während
Zeitperioden T1, T3 und T5 auf einem hohen Pegel. Entsprechend treiben während der
Zeitperiode T1 beide Treiber 24 und 44 die Spannung
VBL auf der Übertragungsleitung auf einen
hohen Pegel, beispielsweise auf eine obere Rail-, d.h. Bahnspannung
Vh. Während
der Zeitperiode T2 versucht der Treiber 24 die Spannung
VBL auf einen hohen Pegel zu treiben und
der Treiber 44 versucht die Spannung VBL auf
einen niedrigen Pegel, beispielsweise auf eine untere Rail-, d.h.
Bahnspannung VI, zu treiben. Bei angepassten
Treibern nimmt die Spannung VBL einen Zwischenspannungspegel Vmid an, der in der Mitte zwischen der oberen
Bahnspannung Vh und der unteren Bahnspannung
VI liegt. Während der Zeitperiode T3 werden
beide Treiber 24, 44 umgekehrt und die Spannung
VBL bleibt auf dem Zwischenspannungspegel
Vmid. Während
der Zeitperiode T4 treiben beide Treiber 24, 44 die
Spannung VBL auf den niedrigen Pegel VI.
-
Die Empfänger 26 und 46 bestimmen
während
jeder Zeitperiode den Treiberzustand des jeweils anderen Bausteins,
indem sie eine passende Vergleichsspannung basierend auf dem bekannten Treiberzustand
ihres eigenen Treibers auswählen. Während der
Zeitperioden T1 und T2 weiß der
Empfänger 26 beispielsweise,
dass der Treiber 24 die Übertragungsleitung 30 mit
hohem Pegel treibt und dass dadurch die Spannung VBL nur
zwei mögliche Werte
annehmen kann, nämlich
den Spannungspegel Vh, wenn der Treiber 44 die Übertragungsleitung ebenfalls
mit hohem Pegel treibt, oder den Spannungspegel Vmid,
wenn der Treiber 44 die Übertragungsleitung 30 mit
niedrigem Pegel treibt. Daher wählt
der Empfänger 26 während der
Zeitperiode T1 die Referenzspannung VrefH in Reaktion auf den hohen
Pegel des Ausgabesignals Dout1 aus und vergleicht dann die Spannung
VBL auf hohem Pegel Vh mit
der Spannung VrefH, die ¾ einer
Spannung VDD ist, und gibt das Signal Din1
mit hohem Pegel aus. Während
der Zeitperiode T2 wählt
der Empfänger 26 in
Reaktion auf den hohen Pegel des Signals Dout1 ebenfalls die Referenzspannung
VrefH aus und vergleicht dann die Spannung VBL auf
dem Pegel Vmid mit VrefH, die ¾ der Spannung
VDD ist, und gibt das Signal Din1 mit niedrigem
Pegel aus. Während
der Zeitperiode T3 wählt
der Empfänger 26 in
Reaktion auf den niedrigen Pegel des Signals Dout1 die Referenzspannung
VrefL aus und vergleicht dann die Spannung VBL auf
dem Pegel Vmid mit VrefL, die ¼ der Spannung
VDD ist, und gibt das Signal Din1 mit hohem
Pegel aus. Während
der Zeitperiode T4 wählt der
Empfänger 26 in
Reaktion auf den niedrigen Pegel des Signals Dout1 ebenfalls die
Referenzspannung VrefL aus und vergleicht dann die Spannung VBL auf dem niedrigen Pegel mit VrefL, die ¼ der Spannung
VDD ist, und gibt das Signal Din1 mit niedrigem
Pegel aus. Der Empfänger 46 arbeitet
in gleicher Weise, jedoch basierend auf dem bekannten Zustand des
Treibers 44, um den Treiberzustand des Treibers 24 zu
ermitteln.
-
In manchen Ausführungsformen des Standes der
Technik werden die Referenzsignale VrefH und VrefL in jedem Baustein
getrennt erzeugt. Einige Empfänger
benutzen Multiplexerschaltungen mit dem Signal Dout als Auswahlsignal,
um zu bestimmen, welches der beiden Referenzsignale mit der Spannung
VBL verglichen wird. Andere Empfänger benutzen
eine Pufferschaltung um selektiv eines der beiden Referenzsignale
VrefH, VrefL für
den Vergleich mit der Spannung VBL zu erzeugen.
-
In herkömmlichen Bausteinen vergleichen die
SBD-Empfänger
die Spannung VBL mit einer der Referenzspannungen
VrefL und VrefH, die 0,25VDD bzw. 0,75VDD repräsentieren,
in Abhängigkeit
vom Wert des Signals Dout des zugehörigen SBD-Bausteins. Wie aus 3A ersichtlich ist, vergleicht
der Empfänger 26 aus 1 die Spannung VBL mit der Spannung 0,75VDD während der
Zeitperioden T1, T2 und T5 und mit der Spannung 0,25VDD während der Zeitperioden
T3 und T4. Entsprechend vergleicht der Empfänger 46 aus 1, wie aus 3B ersichtlich ist, die Spannung VBL mit der Spannung 0,75VDD während der
Zeitperioden T1, T3 und T5 und mit der Spannung 0,25VDD während der
Zeitperioden T2 und T4. Entsprechend ist in jeder Zeitperiode die
maximale Span nungsdifferenz, die an dem entsprechenden Empfänger anliegt,
0,25VDD oder sehr nahe an dem Wert 0,25VDD. Diese kleine Spanne kann leicht durch Rauschen
oder Treiberfehlanpassungen vermindert werden und kann auch wesentlich
durch kleine Abweichungen der Referenzspannungen VrefL und VrefH
beeinflusst werden, die keine Spannungen sind, die naturgemäß während der
Signalübertragung
von den SBD-Bausteinen
erzeugt werden.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine
Eingabe-/Ausgabeschaltung zur gleichzeitigen bidirektionalen Datenübertragung
zur Verfügung
zu stellen, die von den genannten Störungen relativ unbeeinflusst
ist, sowie eine zugehörige
integrierte Schaltung und ein zugehöriges System und ein zugehöriges Verfahren
anzugeben.
-
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Eingabe-/Ausgabeschaltung
zur gleichzeitigen bidirektionalen Datenübertragung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1, durch eine integrierte Schaltung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 18, durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs
19 und durch ein Dekodierverfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
21.
-
Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
-
Vorteilhafte, nachfolgend beschriebene
Ausführungsformen
der Erfindung sowie die zu deren besserem Verständnis oben erläuterten,
herkömmlichen
Ausführungsbeispiele
sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
-
1 ein
Schaltbild von zwei herkömmlichen
SBD-Sendeempfängern
in getrennten Halbleiterbausteinen, die durch eine Übertragungsleitung verbunden
sind;
-
2 ein
Signalverlaufsdiagramm zur Veranschaulichung von Dateneingabewert-/Datenausgabewertverhältnissen
der Sendeempfänger
aus 1;
-
3A und 3B jeweils ein Signalverlaufsdiagramm
zur Darstellung von Vergleichsvorgängen der Sendeempfänger aus 1 für unterschiedliche Treiberzustände;
-
4 ein
Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
von zwei erfindungsgemäßen SBD-Sendeempfängern, die
durch eine Übertragungsleitung
verbunden sind;
-
5A und 5B jeweils ein Signalverlaufsdiagramm
zur Darstellung von Vergleichsvorgängen der beiden Sendeempfänger aus 4 für unterschiedliche Treiberzustände;
-
6 ein
Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispiels
von zwei erfindungsgemäßen SBD-Sendeempfängern, die
durch eine Übertragungsleitung
verbunden sind;
-
7A und 7B jeweils ein Signalverlaufsdiagramm
zur Darstellung von Vergleichsvorgängen der beiden Sendeempfänger aus 6 für unterschiedliche Treiberzustände;
-
8 und 9 ein Schaltbild einer Empfängerschaltung
bzw. einer Referenzauswahlschaltung für einen erfindungsgemäßen Aufbau;
-
10 ein
Schaltbild eines zu 9 alternativen
Ausführungsbeispiels
einer Referenzauswahlschaltung;
-
11 ein
Schaltbild eines zu 8 alternativen
Ausführungsbeispiels
einer Empfängerschaltung;
und
-
12 ein
Schaltbild einer Treiberschaltung für einen erfindungsgemäßen Aufbau.
-
Die erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele ersetzen den
einfachen Vergleich, den herkömmliche
SBD-Empfänger
zwischen einer Spannung auf einer Übertragungsleitung und einer
synthetisierten Referenzspannung von 0,25VDD und 0,75VDD ausführen.
Kurz gesagt benutzen erfindungsgemäß die verschiedenen Empfänger zwei Vergleichsspannungen,
die jeweils einen von zwei Spannungswerten approximieren, die auf
einer SBD-Übertragungsleitung
auftreten können.
-
4 zeigt
einen Aufbau 50 mit zwei Halbleiterbausteinen 60 und 70,
die über
zwei Übertragungsleitungen 80 und 90 miteinander
verbunden sind. Der Baustein 60 umfasst eine SBD-Eingabe-/Ausgabeschaltung
(SBD-E/A-Schaltung) 100 und der Baustein 70 umfasst
eine SBD-E/A-Schaltung 200.
Die Übertragungsleitung 80 ist
an einem Ende mit einem Eingabe-/Ausgabeanschluss 120 der SBD-E/A-Schaltung 100 und
am anderen Ende mit einem Eingabe-/Ausgabeanschluss 220 der SBD-E/A-Schaltung 200 verbunden.
Die Übertragungsleitung 90 ist
mit einem VREFM-Generator 190 im Baustein 60 verbunden,
um den Baustein 70 mit einer Spannung VREFM zu versorgen.
Alternativ kann jeder Baustein 60, 70 eine eigene
Referenzspannung VREFM erzeugen oder der VREFM-Generator kann nur
im Baustein 70 angeordnet sein. Der VREFM-Generator 190 kann
auch andere, nicht dargestellte SBD-E/A-Schaltungen in den beiden
Bausteinen 60, 70 mit der Referenzspannung VREFM versorgen.
-
Die SBD-E/A-Schaltung 100 umfasst
eine Treiberschaltung 110, eine Referenzauswahlschaltung 130 und
einen Empfänger 150.
Die Treiber schaltung 110 kann in herkömmlicher Weise arbeiten, um
ein Ausgabesignal Dout1 über
den Anschluss 120 auf die Übertragungsleitung 80 zu
treiben. Die Referenzauswahlschaltung 130 benutzt das Ausgabesignal
Dout1, um eine erste Referenzspannung VREFD1 auszuwählen und
an den Empfänger 150 auszugeben.
Der VREFM-Generator 190 versorgt den Empfänger 150 mit
einer zweiten Referenzspannung VREFM. Ein dritter Eingabeanschluss
des Empfängers 150 ist
mit dem E/A-Anschluss 120 verbunden
und versorgt daher den Empfänger 150 mit einer
Spannung VBL. Wie nachfolgend beschrieben wird,
benutzt der Empfänger 150 die
Referenzspannungen VREFD1 und VREFM und die Spannung VBL von
der Übertragungsleitung 80,
um ein Signal Din1 auszugeben, welches ein von der SBD-E/A-Schaltung 200 gesendetes
Signal Dout2 repräsentiert.
-
Die SBD-E/A-Schaltung 200 umfasst
eine Treiberschaltung 210, eine Referenzauswahlschaltung 230 und
einen Empfänger 250,
die analog zu den entsprechenden Komponenten der SBD-E/A-Schaltung 100 ausgeführt sind.
-
Nachfolgend wird unter Bezugnahme
auf die 5A die Funktionsweise
des Empfängers 150 beschrieben,
wobei vorausgesetzt wird, dass die Treiberschaltungen 110 und 210 in
der Lage sind, die Übertragungsleitung 80 auf
drei mögliche
Spannungspegel VDD, VSS und
0,5(VDD-VSS) zu
treiben. Um die Beschreibung zu vereinfachen, wird vorausgesetzt,
dass der Spannungspegel VSS = 0V ist. Selbstverständlich können auch
andere Werte für
den Spannungspegel VSS gewählt werden
und die Spannungspegel VDD und VSS repräsentieren
aufgrund von Treiberbegrenzungen in anderen Anwendungen eventuell
keine vollständigen
Bahnspannungen.
-
Während
Zeitperioden T1 und T2 ist das Ausgabesignal Dout1 auf einem hohen
logischen Wert und deshalb sind VDD und
VDD/2 die beiden möglichen, zu erwartenden Werte
von VBL. Da das Ausgabesignal Dout1 auf
hohem Pegel ist, setzt der VREFM-Generator 190 die Referenzspannung VREFM
auf den Pegel VDD/2 und die Referenzauswahlschaltung 130 setzt
die Referenzspannung VREFD1 auf den Pegel VDD.
Anders ausgedrückt, setzt
die Referenzauswahlschaltung 130 die Referenzspannung VREFD1
auf den Pegel VSS, wenn das Ausgabesignal
Dout1 auf niedrigem Pegel ist. Die Referenzauswahlschaltung 230 arbeitet
auf die gleiche Weise wie die Referenzauswahlschaltung 130. Daher
vergleicht der Empfänger 150 die
Spannung VBL mit dem Spannungspegel VDD und dem Spannungspegel VDD/2
und setzt ein Eingabesignal Din1 auf einen hohen logischen Wert,
wenn der Pegel der Spannung VBL näher am Spannungspegel
VDD ist (siehe Zeitperiode T1), da der Empfänger 150 die Spannung
VBL, die den Spannungspegel VDD aufweist,
mit der Referenzspannung VREFM vergleicht, die den Spannungspegel
VDD/2 aufweist. Das Eingabesignal Din1 wird
auf einen niedrigen logischen Wert gesetzt, wenn der Pegel der Spannung
VBL näher
am Spannungspegel VDD/2 ist (siehe Zeitperiode T2),
da der Empfänger 150 die
Spannung VBL, die den Spannungspegel VDD/2 aufweist, mit der Referenzspannung VREFD1
vergleicht, die den Spannungspegel VDD aufweist.
-
Während
Zeitperioden T3 und T4 ist das Ausgabesignal Dout1 auf einem niedrigen
logischen Wert und daher sind die beiden möglichen, zu erwartenden Werte
der Spannung VBL die Pegel VDD/2
und VSS. Entsprechend setzt die Referenzauswahlschaltung 130 die
Referenzspannung VREFD1 auf den Pegel VSS.
Daher vergleicht der Empfänger 150 die Spannung
VBL mit dem Spannungspegel VDD/2
und dem Spannungspegel VSS und setzt das
Eingabesignal Din1 auf einen hohen logischen Wert, wenn die Spannung
VBL näher
am Spannungspegel VDD/2 ist (siehe Zeitperiode
T3), da der Empfänger 150 die Spannung
VBL mit der Referenzspannung VREFD1 vergleicht,
die den Spannungspegel VSS aufweist. Das
Eingabesignal Din1 wird auf einen niedrigen logischen Wert gesetzt,
wenn die Spannung VBL näher am Spannungspegel VSS ist (siehe Zeitperiode T4), da der Empfänger 150 die
Spannung VBL mit der Referenzspannung VREFM
vergleicht, die den Spannungspegel VDD/2
aufweist.
-
5B zeigt
die gleichen Vorgänge
für die SBD-E/A-Schaltung 200 für die gleiche Dout1/Dout2-Treibersequenz.
-
6 zeigt
eine Konfiguration 55 mit zwei Halbleiterbausteinen 65 und 75,
die über
drei Übertragungsleitungen 85, 95 und 97 miteinander
verbunden sind. Der Baustein 65 umfasst eine SBD-Eingabe-/Ausgabeschaltung
(SBD-E/A-Schaltung) 300, einen VREFM1-Generator 380 und
einen VREFM2-Generator 390. Der Baustein 75 umfasst eine
SBD-E/A-Schaltung 400,
einen VREFM1-Generator 480 und einen VREFM2-Generator 490.
Die Übertragungsleitung 85 ist
an einem Ende mit einem Eingabe-/Ausgabeanschluss 320 der SBD-E/A-Schaltung 300 und
am anderen Ende mit einem Eingabe-/Ausgabeanschluss 420 der SBD-E/A-Schaltung 400 verbunden.
Die Übertragungsleitung 95 verbindet
den VREFM1-Generator 380 des einen Bausteins 65 mit
dem VREFM2-Generator 490 des
anderen Bausteins 75. Die Übertragungsleitung 97 verbindet
den VREFM2-Generator 390 des einen Bausteins 65 mit
dem VREFM1-Generator 480 des anderen Bausteins 75.
-
Die SBD-E/A-Schaltung 300 umfasst
eine Treiberschaltung 310 und einen Empfänger 350,
der funktionell eine interne Referenzauswahlschaltung einschließt. Die
Treiberschaltung 310 kann in herkömmlicher Weise betrieben werden,
um ein Ausgabesignal Dout1 über
den Anschluss 320 auf die Übertragungsleitung 85 zu
treiben. Der Empfänger 350 empfängt das
Ausgabesignal Dout1, welches er benutzt, um einen zugehörigen Teil
des Empfängers
zu betreiben. Der Empfänger 350 wird
mit fünf
Vergleichsspannungen versorgt: Bahnspannungen VDD und
VSS, eine Spannung VBL und
Referenzspannungen VREFM1 und VREFM2, die von dem jeweiligen Referenzgenerator 380 bzw. 390 erzeugt
werden. Wie nachfolgend beschrieben wird, benutzt der Empfänger 350 diese
Spannungen, um ein Signal Din1 auszugeben, welches für ein von
der SBD-E/A-Schaltung 400 gesendetes Signal Dout2 repräsentativ
ist.
-
Die SBD-E/A-Schaltung 400 umfasst
eine Treiberschaltung 410 und einen Empfänger 450,
die im Wesentlichen analog zu den entsprechenden Komponenten der
SBD-E/A-Schaltung 300 ausgeführt sind.
-
Die Nutzung von zwei Mittelpunktreferenzspannungen
VREFM1 und VREFM2 in jedem Baustein berücksichtigt die Möglichkeit,
dass die Treiber 310 und 410 nicht perfekt aneinander
angepasst sind. In einem solchen Fall können leichte Unterschiede der
Spannung VBL beobachtet werden, wenn der
Treiber 310 versucht, die Leitung auf einen hohen Pegel
zu treiben, und der Treiber 410 versucht, die Leitung auf
einen niedrigen Pegel zu treiben, verglichen mit dem Zustand, wenn
der Treiber 310 versucht, die Leitung auf einen niedrigen
Pegel zu treiben, und der Treiber 410 versucht, die Leitung
auf einen hohen Pegel zu treiben (siehe 7A: Spannungspegel VMID1 und
VMID2 für
die Spannung VBL in den Zeitperioden T2
bzw. T3). Um die Genauigkeit des Empfangsvorgangs zu verbessern,
werden zwei verschiedene Mittelpunktsspannungen berechnet und in
diesen beiden Situationen benutzt.
-
Der Generator 380 ist an
den Treiber 310 – oder
zumindest an einen Pull-up-Teil des Treibers 310 – angepasst
und hat einen Eingabeanschluss, der bei diesem Ausführungsbeispiel
permanent mit der Spannung VDD oder möglicherweise
mit einem Signal mit hohem logischem Pegel verbunden ist. Daher
versucht der Generator 380 im Betrieb ständig, die Übertragungsleitung 95 mit
der gleichen Stärke auf
hohen logischen Pegel zu treiben, mit welcher der Treiber 310 versucht,
die Übertragungsleitung 85 auf hohen
Pegel zu treiben, wenn das Ausgabesignal Dout1 auf hohem logischem
Pegel ist.
-
Der Generator 490 ist an
den Treiber 410 – oder
zumindest an einen Pull-down-Teil des Treibers 410 – angepasst
und hat einen Eingabeanschluss, der bei diesem Ausführungsbeispiel
permanent mit der Spannung VSS oder möglicherweise
einem Signal mit niedrigem logischem Pegel verbunden ist. Daher versucht
der Generator 490 im Betrieb ständig, die Übertragungsleitung 95 mit
der gleichen Stärke
auf einen niedrigen logischen Pegel zu treiben, mit welcher der
Treiber 410 versucht, die Übertragungsleitung 85 auf
niedrigen Pegel zu treiben, wenn das Ausgabesignal Dout2 auf niedrigem
logischem Pegel ist.
-
Werden die Generatoren 380 und 490 über die Übertragungsleitung 95 miteinander
verbunden, dann wird der Empfänger 350 mit
einem Referenzspannungswert VREFM1 versorgt, der genau an den Pegel
der Spannung VBL angepasst ist, wenn Dout1 auf
hohem logischem Pegel ist und Dout2 auf niedrigem logischem Pegel
ist, sogar dann, wenn die Treiber 310 und 410 nicht
perfekt aneinander angepasst sind. Der gleiche Wert wird als Spannung
VREFM2 an den Empfänger 450 angelegt.
-
Die Generatoren 390 und 480 sind
entsprechend ihren jeweiligen Gegenstücken 490 und 380 aufgebaut
und über
die Übertragungsleitung 97 miteinander
verbunden. Entsprechend wird eine Spannung mit einem Pegel VREFM2
an den Empfänger 350 angelegt,
der genau an den Pegel der Spannung VBL angepasst
ist, wenn Dout1 auf niedrigem logischen Pegel ist und Dout2 auf
hohem logischem Pegel ist, sogar dann, wenn die Treiber 310 und 410 nicht
perfekt aneinander angepasst sind. Der gleiche Wert wird als Spannung
VREFM1 an den Empfänger 450 angelegt.
-
Die Funktionsweise der Empfänger 350 und 450 wird
durch Erläuterung
der 7A und 7B deutlicher. Wie aus 7A ersichtlich ist, ist
das Ausgabesignal Dout1 während
der Zeitperioden T1 und T2 auf einem hohen logischen Wert und deshalb
sind die beiden möglichen,
zu erwartenden Werte von VBL die Pegel VDD und VMID1. Entsprechend
aktiviert der Empfänger 350 den
Teil seiner Schaltung, der die Spannung VBL mit
den Spannungen VDD und VREFM1 vergleicht,
und setzt das Eingabesignal Din1 auf einen hohen logischen Pegel,
wenn die Spannung VBL näher an dem Spannungspegel VDD liegt (siehe Zeitperiode T1), und auf
einen niedrigen logischen Pegel, wenn die Spannung VBL näher an dem
Spannungspegel VMID1 liegt (siehe Zeitperiode
T2), da während der
Zeitperiode T2 der Pegel der Spannung VREFM1 höher als die Spannung VBL auf dem Pegel von VMID1 ist.
-
Während
der Zeitperioden T3 und T4 ist das Ausgabesignal Dout1 auf einem
niedrigen logischen Wert und deshalb sind die beiden möglichen,
zu erwartenden Werte von VBL die Pegel VMID2 und VSS. Entsprechend
aktiviert der Empfänger 350 den
Teil seiner Schaltung, der die Spannung VBL mit
den Spannungen VMID2 und VSS vergleicht,
und setzt das Eingabesignal Din1 auf einen hohen logischen Pegel,
wenn die Spannung VBL näher an dem Spannungspegel VMID2 liegt (siehe Zeitperiode T3) und auf einen
niedrigen logischen Pegel, wenn die Spannung VBL näher an dem
Spannungspegel VSS liegt.
-
7B zeigt
die gleichen Vorgänge
für den Empfänger 450.
Da der Treiber 410 gegensätzlich zum Treiber 310 treibt,
wenn die Spannung VBL einem der Spannungspegel
VMID1 oder VMID2 entspricht, ist
in diesem Fall der Pegel der Spannung VREFM1 ebenfalls höher als
der Pegel der Spannung VREFM2. Daher gibt der Empfänger 450 während der
Zeitperiode T2 das Eingabesignal Din2 mit hohem Pegel aus, da die
Spannung VBL, die auf dem Pegel VMID1 liegt, höher als die Spannung VREFM2 ist.
-
8 zeigt
ein Schaltbild einer möglichen Realisierung
des Empfängers 150 oder 250 aus 4. Der Empfänger 150 umfasst
hierbei zwei Differenzverstärker 151 und 153 und
eine Lastschaltung 155.
-
Die Lastschaltung 155 umfasst
einen ersten und einen zweiten angepassten Lastwiderstand RL. Ein Ende von jedem der Widerstände ist
mit der Spannung VDD verbunden. Das andere
Ende des ersten Widerstandes ist mit einem ersten Differenzausgabeknoten
OUT verbunden und das andere Ende des zweiten Widerstandes ist mit
einem zweiten Differenzausgabeknoten OUTB verbunden. Eine nicht dargestellte
Ausgabestufe wandelt die zwischen den Knoten OUT und OUTB anliegende
Spannungsdifferenz in ein logisches Signal Din um.
-
Der Differenzverstärker 151 umfasst
zwei angepasste n-Kanal-MOSFET-Transistoren
N1 und N2 vom Verarmungstyp und einen dritten n-Kanal-MOSFET-Transistor
N3. Der Transistor N3 umfasst einen Drainanschluss, der mit einem
Zweigstromknoten verbunden ist, einen Sourceanschluss, der mit der
Spannung VSS verbunden ist, und einen Gateanschluss,
der mit einem Eingabeknoten BIAS verbunden ist. Der Knoten BIAS
wird von einer nicht dargestellten Vorspannungsschaltung gesetzt,
die den Zweigstrom IA, der vom Zweigstromknoten
durch den Transistor N3 fließt,
so einstellt, dass der Transistor N3 als Stromquelle für den Differenzverstärker 151 agiert.
-
Die Sourceanschlüsse der angepassten Transistoren
N1 und N2 sind mit dem Zweigstromknoten verbunden und teilen daher
den Zweigstrom IA gemäß der an ihren Gateanschlüssen anliegenden Differenzspannung.
Der Gateanschluss des Transistors N1 empfängt das Signal VREFM vom VREFM-Generator 190 aus 4 und der Gateanschluss
des Transistors N2 empfängt
das Leitungsspannungssignal VBL. Der Drainanschluss
des Transistors N1 ist mit dem Ausgabeknoten OUT und der Drainanschluss
des Transistors N2 ist mit dem Ausgabeknoten OUTB verbunden.
-
Der Differenzverstärker 153 ist
identisch wie der Differenzverstärker 151 aufgebaut.
Der Differenzverstärker 153 umfasst
zwei angepasste n-Kanal-MOSFET-Transistoren
N4 und N5 vom Verarmungstyp und einen dritten n-Kanal-MOSFET-Transistor
N6. Der Transistor N6 umfasst einen Drainanschluss, der mit einem
Zweigstromknoten verbunden ist, einen Sourceanschluss, der mit der
Spannung VSS verbunden ist, und einen Gateanschluss,
der mit dem Eingabeknoten BIAS verbunden ist. Der Knoten BIAS stellt
den Zweigstrom IB, der von diesem Zweigstromknoten
durch den Transistor N6 fließt,
so ein, dass der Transistor N6 als Stromquelle für den Differenzverstärker 153 agiert
und dass gilt: IA = IB.
-
Die Sourceanschlüsse der angepassten Transistoren
N4 und N5 sind mit dem Zweigstromknoten verbunden und teilen daher
den Zweigstrom IB gemäß der an ihren Gateanschlüssen anliegenden Differenzspannung.
Der Gateanschluss des Transistors N4 empfängt das Leitungsspannungssignal
VBL und der Gateanschluss des Transistors
N5 empfängt das
Signal VREFD1 von der Referenzauswahlschaltung 130 aus 4. Der Drainanschluss des
Transistors N5 ist mit dem Ausgabeknoten OUT und der Drainanschluss
des Transistors N4 ist mit dem Ausgabeknoten OUTB verbunden.
-
Da beide Differenzverstärker 151 und 153 mit
der Lastschaltung 155 verbunden sind, muss der Zweigstrom
IA und der Zweigstrom IB von
der positiven Bahnspannung VDD durch die
Lastschaltung 155 fließen.
Der kombinierte Strom IA+IB wird
zwischen den Lastwiderständen
in Abhängigkeit
von den Werten der Spannungen VREFM, VREFD1 und VBL aufgeteilt.
Im Fall der Zustände
aus 5A wird beispielsweise
während
der Zeitperiode T1, in der VBL = VREFD1
= VDD und VREFM = VDD/2
ist, der Transistor N2 stärker
getrieben als der Transistor N1 und führt daher mehr als die Hälfte des
Zweigstromes IA, wodurch die Spannung am
Knoten OUTB gegenüber der
Spannung am Knoten OUT abfällt.
Die Transistoren N4 und N5 werden ungefähr gleich stark getrieben und
teilen daher den Strom IB in gleiche Teile
auf, wodurch als Ausgabe des Verstärkers 153 keine Differenzspannung über den
Knoten OUT/OUTB auftritt. Der verbleibende Effekt ist eine positive
Differenzspannung zwischen den Knoten OUT und OUTB, die anzeigt,
dass Din auf einen hohen logischen Wert gesetzt werden sollte.
-
Für
die Zeitperiode T2 aus 5A gilt: VREFD1
verbleibt auf dem Pegel VDD und VREFM verbleibt
auf dem Pegel VDD/2 ist, aber die Spannung VBL fällt
auf den Pegel VDD/2. Entsprechend werden die
Transistoren N1 und N2 ungefähr
gleich stark getrieben und teilen daher den Strom IA in
gleiche Teile auf, wodurch als Ausgabe des Verstärkers 151 keine Differenzspannung über den
Knoten OUT/OUTB auftritt. Der Transistor N5 wird jedoch stärker getrieben als
der Transistor N4 und führt
daher mehr als die Hälfte
des Zweigstromes IB, wodurch die Spannung am
Knoten OUT gegenüber
der Spannung am Knoten OUTB abfällt.
Der verbleibende Effekt ist eine negative Differenzspannung zwischen
den Knoten OUT und OUTB, die anzeigt, dass Din auf einen niedrigen logischen
Wert gesetzt werden sollte.
-
Für
die Zeitperiode T3 aus 5A gilt:
VBL = VREFM = VDD/2,
aber die Referenzauswahlschaltung 130 setzt die Spannung
VREFM = VSS. Entsprechend werden die Transistoren
N1 und N2 ungefähr
gleich stark getrieben und teilen daher den Strom IA in
gleiche Teile auf, wodurch als Ausgabe des Verstärkers 151 keine Differenzspannung über den
Knoten OUT/OUTB auftritt. Der Transistor N4 wird jedoch stärker getrieben
als der Transistor N5 und führt
daher mehr als die Hälfte
des Zweigstromes IB, wodurch die Spannung
am Knoten OUTB gegenüber
der Spannung am Knoten OUT abfällt.
Der verbleibende Effekt ist eine positive Diffe renzspannung zwischen den
Knoten OUT und OUTB, die anzeigt, dass Din auf einen hohen logischen
Wert gesetzt werden sollte.
-
Für
die Zeitperiode T4 aus 5A gilt schließlich: VREFD1
verbleibt auf dem Pegel VSS und VREFM verbleibt
auf dem Pegel VDD/2, aber die Spannung VBL fällt
auf den Pegel VSS. Daher wird unter diesen
Bedingungen der Transistor N1 stärker
getrieben als der Transistor N2 und führt daher mehr als die Hälfte des
Zweigstromes IA, wodurch die Spannung am
Knoten OUT gegenüber
der Spannung am Knoten OUTB abfällt.
Die Transistoren N4 und N5 werden ungefähr gleich stark getrieben und
teilen daher den Strom IB in gleiche Teile
auf, wodurch als Ausgabe des Verstärkers 153 keine Differenzspannung über den
Knoten OUT/OUTB auftritt. Der verbleibende Effekt ist eine negative
Differenzspannung zwischen den Knoten OUT und OUTB, die anzeigt, dass
Din auf einen niedrigen logischen Wert gesetzt werden sollte.
-
Einige Vorteile dieser Ausführungsform
sind sofort ersichtlich. Erstens arbeiten die beiden Differenzverstärker nominell
komplementär
zueinander. Empfängt
einer der beiden Differenzverstärker
eine Eingabespannungsdifferenz, dann empfängt der andere keine Eingabespannungsdifferenz
und daher können
beide Differenzverstärker
die gleiche Lastschaltung treiben, um ein gemeinsames Ausgabesignal
zu erzeugen. Zweitens korrespondieren die Referenzwerte alle mit
Werten, die von der Übertragungsleitung 80 erzeugt
werden, und können
daher ziemlich genau erzeugt werden. Drittens entspricht die Differenzeingabespannung,
die nominell verstärkt wird,
einem Wert von 0,5VDD, während bei den bekannten Einzelverstärkerkonfigurationen
der Differenzsignalwert für
die gleiche Leitungsspannung nur 0,25VDD ist.
-
Für
niedrige zu übertragende
Spannungssignale ist die Ausführungsform
aus 8 besonders vorteilhaft,
da sie größere Differenzeingabespannungen
verwendet und daher eine verbesserte Rauschtoleranz aufweist.
-
So versuchen beispielsweise im Fall,
in dem VDD = 1V und VSS =
0V ist, zwei Treiber gleichzeitig die Spannung VBL auf
den Pegel VDD zu treiben. Die Spannung VBL nimmt aber durch Rauschen oder andere
Effekte nur einen Wert von VBL = 0,8V an.
Ein herkömmlicher
Empfänger
würde die
Spannung VBL = 0,8V mit der Referenzspannung
VREFH = 0,75V vergleichen und versuchen, den logisch hohen Signalzustand
aus einer Spannungsdifferenz von 0,05V zu sensieren. Der erfindungsgemäße Empfänger 150 jedoch
verstärkt
ein Spannungsdifferenzsignal von 0,3V im Differenzverstärker 151 und
eine entgegengesetzte Spannungsdifferenz von –0,2V im Differenzverstärker 153,
was einer Verstärkung
einer Spannungsdifferenz von 0,1V bei einem herkömmlichen Empfänger entspricht.
Daher hat der Empfänger 150 eine
doppelt so große
Rauschtoleranz wie der herkömmlichen
Empfänger.
-
9 zeigt
eine mögliche
Realisierung für die
Referenzauswahlschaltung 130 aus 4. Eine niedrige Spannung VL ist an den
Sourceanschluss eines p-Kanal-MOSFET-Transistors P7 angelegt und eine
hohe Spannung VH ist an den Sourceanschluss eines n-Kanal-MOSFET-Transistor
N7 angelegt. Die Drainanschlüsse
der Transistoren P7 und N7 sind miteinander verbunden, um das Ausgabesignal VREFD1
der Referenzauswahlschaltung 130 auszugeben. Gateanschlüsse der
Transistoren P7 und N7 sind beide mit dem Signal Dout1 verbunden.
Ist Dout1 auf einem hohen logischen Pegel, dann wird die Spannung
VH als Signal VREFD1 weitergeleitet, und wenn Dout1 einen niedrigen
logischen Pegel hat, wird die Spannung VL als Signal VREFD1 ausgegeben.
Die Spannungen VL und VH können
bei Bedarf eingestellt werden, um die Schwellwertspannungen der
Transistoren P7 und N7 zu berücksichtigen,
so dass das Signal VREFD1 hohe und niedrige Leitungsspannungen approximiert.
-
10 zeigt
ein Schaltbild einer zweiten Realisierung der Referenzauswahlschaltung 130 aus 4. Zwei Übertragungsgatter T1 und T2
sind beide mit dem Ausgabesignal VREFD1 der Referenzauswahlschaltung 130 verbunden.
Eine niedrige Spannung VL ist mit einem Eingabeanschluss des Übertragungsgatters
T1 und eine hohe Spannung VH ist mit einem Eingabeanschluss des Übertragungsgatters
T2 verbunden. Das Signal Dout1 ist mit dem Eingabeanschluss eines
Inverters I1 verbunden, der ein logisch invertiertes Signal Dout1#
des Signals Dout1 erzeugt. Dout1 und Dout1# werden so an Steueranschlüsse des Übertragungsgatters
T1 angelegt, dass T1 leitend geschaltet ist, wenn das Signal Dout1
einen logisch niedrigen Wert hat. Dout1 und Dout1# werden so an
entgegengesetzte Steueranschlüsse
des Übertragungsgatters
T2 angelegt, dass T2 leitend geschaltet ist, wenn das Signal Dout1
einen logisch hohen Wert hat.
-
11 zeigt
ein Schaltbild einer Realisierung für die Empfängerschaltung 350 aus 6, die vier Referenzspannungen
VDD, VSS, VREFM1
und VREFM2 empfängt.
Anstatt wie im Ausführungsbeispiel
aus 4 bzw. 8 zwei Referenzspannungen
auf einen Gateanschluss des gleichen Transistors (Transistor N5)
zu multiplexen, wird im Ausführungsbeispiel
aus 11 jede Referenzspannung
an einen Gateanschluss eines eigenen Transistors in einem eigenen
Differenzverstärker
angelegt. Verschiedene Differenzverstärker werden abhängig vom
Zustand des Signals Dout1 aktiviert oder deaktiviert.
-
Der Empfänger 350 umfasst in
diesem Fall eine Lastschaltung 355 und Differenzverstärker 351, 353,
die so aufgebaut sind wie die entsprechenden Komponenten im Empfänger 150.
Im Empfänger 350 wird
die Spannung VREFM1 jedoch an den Gateanschluss des Transistors
N1 angelegt und am Gateanschluss des Transistors N5 wird die Spannung
VDD angelegt, da dies die beiden Vergleichsspannungen sind,
die benutzt werden, wenn das Signal Dout1 auf einem hohen logischen
Pegel ist.
-
Eine Steuerspannung BIAS1 wird an
die Zweigstromtransistoren N3 und N6 angelegt, um passende Zweigströme IA1 bzw. IB1 zu erzeugen.
Die Steuerspannung BIAS1 kann jedoch über einen Transistor N14 nach
Masse kurzgeschlossen werden, wodurch die Transistoren N3 und N6
sperrend geschaltet werden. Das logische Signal Dout1 wird an den
Eingabeanschluss eines Inverters I2 angelegt, um ein logisch invertiertes
Signal Dout1# des Signals Dout1 zu erzeugen. Das Signal Dout1# wird
an einen Gateanschluss des Transistors N14 angelegt, so dass der
Transistor N14 sperrend geschaltet bleibt, wenn das Signal Dout1
einen hohen logischen Zustand hat (siehe Zeitperioden T1 und T2
aus 7A), wodurch die
Differenzverstärker 351 und 353 einen
Vergleichsvorgang durchführen,
wie er bereits im Zusammenhang mit den Verstärkern 151 und 153 aus 8 beschrieben wurde. Ist
das Signal Dout1 jedoch in einem niedrigen logischen Zustand (siehe
Zeitperioden T3 und T4 aus 7A),
dann schaltet das Signal Dout1# den Transistor N14 sperrend, um
den Stromfluss über
die Differenzverstärker 351 und 353 abzuschalten.
-
Der Empfänger 350 umfasst einen
doppelten Satz von Differenzverstärkern 357 und 359,
die aktiviert werden, wenn die Differenzverstärker 351 und 353 deaktiviert
sind, und umgekehrt. Der Differenzverstärker 357 umfasst ein
angepasstes Differenztransistorpaar N8 und N9 und einen Stromquellentransistor
N10. Der Transistor N8 empfängt
als Gatespannung die Spannung VREFM2. Der Transistor N9 empfängt als
Gatespannung die Spannung VBL. Vorzugsweise
sind die Transistoren N8 und N9 auch an die Transistoren N1 und
N2 angepasst, obwohl dies nicht unbedingt notwendig ist.
-
Der Differenzverstärker 359 umfasst
ein angepasstes Differenztransistorpaar N11 und N12 und einen Stromquellentransistor
N13. Der Transistor N11 empfängt
als Gatespannung die Spannung VBL. Der Transistor
N12 empfängt
als Gatespannung die Spannung VSS. Vorzugsweise sind
die Transistoren N11 und N12 auch an die Transistoren N4 und N5
angepasst, obwohl dies nicht unbedingt notwendig ist.
-
Eine Steuerspannung BIAS2 wird an Zweigstromtransistoren
N10 und N13 angelegt, um Zweigströme IA2 bzw.
IB2 zu erzeugen. Vorzugsweise ist die Steuerspannung
BIAS1 gleich der Steuerspannung BIAS2 und die Transistoren N10 und
N13 sind an die Transistoren N3 und N6 angepasst, so dass die Zweigströme IA2 und IB2 die gleichen
Werte haben wie die Zweigströme
IA1 bzw. IB1, wenn
sie aktiviert sind. Die Steuerspannung BIAS2 kann über einen
Transistor N15 nach Masse kurzgeschlossen werden, wodurch die Transistoren
N10 und N13 sperrend geschaltet werden. Das Signal Dout1 wird an
einen Gateanschluss des Transistors N15 angelegt, so dass der Transistor
N15 sperrend geschaltet bleibt, wenn das Signal Dout1 einen niedrigen
logischen Zustand hat (siehe Zeitperioden T3 und T4 aus 7A), wodurch die Differenzverstärker 357 und 359 einen
Vergleichsvorgang durchführen,
der bereits im Zusammenhang mit den Verstärkern 151 und 153 aus 8 beschrieben wurde. Ist
das Signal Dout1 jedoch in einem hohen logischen Zustand (siehe
Zeitperioden T1 und T2 aus 7A),
dann schaltet das Signal Dout1 den Transistor N15 sperrend, um den
Stromfluss über
die Differenzverstärker 357 und 359 abzuschalten.
-
Die Steuerspannungen BIAS1 und BIAS2 können von
eigenständigen
Vorspannungsschaltungen erzeugt werden. Alternativ können die
Steuerspannungen BIAS1 und BIAS2 von einer gemeinsamen Vorspannungsschaltung
erzeugt werden, welche die Steuerspannungen BIAS1 und BIAS2 über nicht
dargestellte Übertragungstransistoren
liefert, welche die Steuersignale BIAS1 oder BIAS2 vom BIAS-Anschluss
trennen, wenn die Steuersignale BIAS1 oder BIAS2 nach Masse kurzgeschlossen werden.
-
Treiber vom Invertertyp können in
jedem der beschriebenen Ausführungsbeispiele
verwendet werden. 12 zeigt
ein alternatives Ausführungsbeispiel
für die
Treiberschaltung 110. Bei diesem Treiber 110 ist
ein Widerstand 112 zwischen die Spannung VDD und
einem Ausgabeknoten 120 eingeschleift. Der Ausgabeknoten 120 ist über eine
Reihenschaltung von zwei n-Kanal-Transistoren N20 und N21 ebenfalls
mit der Spannung VSS verbunden. Der Transistor
N20 empfängt
eine Gatespannung VGATE, die beispielsweise auf den Spannungspegel VDD/2 festgelegt ist. Der Transistor N21 empfängt als Gatespannung
ein Ausgabesignal eines Inverters I3, dessen Eingabeanschluss mit
dem Signal Dout1 verbunden ist. Ist Dout1 auf einem hohen logischen Wert,
dann ist der Transistor N21 sperrend geschaltet und der Knoten 120 wird über den
Widerstand 112 hochgezogen. Ist Dout1 auf einem niedrigen
logischen Wert, dann ist der Transistor N21 leitend geschaltet und
der Knoten 120 wird durch die Transistoren N20 und N21
heruntergezogen. Der Treiber 110 hat eine kleine Eingangskapazität verglichen
mit einem Treiber vom Invertertyp.
-
Selbstverständlich können viele verschiedene Abwandlungen
der Ausführungsbeispiele
vorgenommen werden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
So kann die Schaltung aus 11 beispielsweise
an ein System mit drei Referenzspannungen und nur einer Mittelpunktspannung angepasst
werden, indem drei Differenzverstärker benutzt werden und der
Differenzverstärker
für die Mittelpunktspannung
nicht geschaltet wird. Die Referenzauswahlschaltung 130 aus 4 kann beispielsweise auch
so angepasst werden, dass zwei Mittelpunktspannungen gemultiplext
werden können,
wodurch der Empfänger
aus 8 in dem System
aus 6 benutzt werden
kann. Spezielle Spannungswerte, Widerstandswerte, Transistorgrößen usw. wurden
nicht spezifiziert, da sie sich von Ausführungsform zu Ausführungsform ändern können. Zudem
können
Funktionalitäten,
die durch einen einzigen Funktionsblock dargestellt sind, durch
Nutzung von mehreren Schaltun gen umgesetzt werden, und umgekehrt.
Die beschriebenen Halbleiterbausteine bzw. integrierten Schaltungen
können
die verschiedensten Typen von Halbleiterbausteinen umfassen, in
welche digitale Daten von anderen Schaltungen eingegeben werden
und die digitale Daten an andere Schaltungen senden, beispielsweise
Mikroprozessoren oder andere programmierbare Prozessoren, Speichersteuerschaltungen,
Speicherbausteine, usw.