DE10360313B4 - Schweißvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Schweißvorrichtung
mit zwei durch ein Antriebsaggregat relativ zueinander bewegbaren,
mit Elektroden bestückbaren
Elektrodenträgern
und mit mindestens einer Linearführung,
auf der die beiden Elektrodenträger
geführt
sind, wobei die Elektrodenträger
und der Antrieb eine schwimmend auf der Linearführung gelagerte Baugruppe bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Elektrodenträger (6,
12) von einem die Elektrodenträger
(6, 12) in die Schweißposition
ziehenden Servomotor (9) gebildet wird und dass die aus den Elektrodenträgern (6,
12) und dem Servomotor (9) bestehende Baugruppe durch Mittel zum
Ausgleich ihres Gewichtes in einer Grundposition gehalten wird,
aus der die Elektrodenträger (6,
12) in die Schweißposition überführbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schweißvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- Aus der
DE 101 27 112 A1 ist eine Schweißvorrichtung der in Betracht gezogenen Gattung bekannt, bei der die Elektrodenträger nicht nur auf der Linearführung geführt sind, sondern bei der sie sich über eine zusätzliche Führung auch gegeneinander abstützen. Der Antrieb wird bei dieser Vorrichtung von einem Antriebszylinder mit einem Schubkolben gebildet, der an einem Ausleger des einen Elektrodenträgers angeordnet ist, wobei dieser Ausleger den anderen Elektrodenträger hintergreift. Die geschilderte Anordnung erfordert nicht nur eine Abstimmung der Führungen aufeinander, sondern bringt außerdem einen vergleichsweise komplizierten Aufbau des den Antrieb tragenden Elektrodenträgers mit sich. - Bekannt ist außerdem und dies aus der
DE 102 23 821 A1 eine Schweißvorrichtung, bei der ein Elektrodenträger auf einer Linearführung geführt ist, die sich ihrerseits linear verfahren lässt. Die bei dieser Schweißvorrichtung erforderlichen beiden Antriebe sind dabei auf sich gegenüberliegenden Seiten der Linearführung für den einen der beiden Elektrodenträger angeordnet und beanspruchen vergleichsweise viel Platz. - Eine weitere Schweißvorrichtung mit nur einem linear verfahrbaren Elektrodenträger ist aus der
DE 197 38 647 A1 bekannt. Bei diese Vorrichtung dient zur Einleitung der Bewegung in den Elektrodenträger ein Servomotor, dessen Welle über einen Riemen mit einer Antriebsspindel für den verfahrbaren Elektrodenträger verbunden ist. - Schweißvorrichtungen der vorstehend beschriebenen Art bieten gegenüber Schweißvorrichtungen, bei denen die Elektrodenträger – wie beispielsweise aus der
DE 101 44 731 A1 bekannt – eine scherenförmige Bewegung ausführen, den Vorteil, dass aufgrund der linearen Verschiebung der Elektrodenträger störende Verlagerungen des Schweißgutes beim Aufsetzen der Elektroden vermieden werden. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schweißvorrichtung der in Betracht gezogenen Art zu schaffen, die über einen einfachen Aufbau verfügt und bei der sich beide Elektrodenträger lediglich an der Linearführung abstützen. Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1.
- Die erfindungsgemäße Schweißvorrichtung bietet den Vorteil, dass aufgrund der Linearbewegung der Elektrodenträger unabhängig von der Lage und Dicke der zu verschweißenden Teile eine vollflächige und satte Anlage zwischen den Elektroden und dem Schweißgut gewährleistet ist. Die schwimmende Lagerung der zur Durchführung des Schweißvorganges dienenden Teile und die aus der
DE 39 27 435 A1 an sich bekannten Mittel zum Gewichtsausgleich ermöglichen es, die Elektroden schnell in eine symmetrische Position gegenüber dem Schweißgut zu überführen. - Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Vorrichtung mit einer Bremse ausgestattet ist, durch die die von den Elektrodenträgern und dem Servomotor gebildete Baugruppe während bestimmter Prozessphasen auf der Linearführung arretierbar ist.
- Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung einer in den beigefügten schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:
-
1 die wesentlichen Teile der an eine Schweißstelle überführten Vorrichtung in ihrer Ausgangsposition -
2 die Lage der Teile der Schweißvorrichtung gemäß1 in einer ersten Zwischenposition -
3 die Lage der Teile der Schweißvorrichtung in einer zweiten Zwischenposition -
4 die Lage der Teile der Schweißvorrichtung in der Schweißposition und -
5 die Lage der Teile der Schweißvorrichtung während der Rückführung in die Ausgangsposition. - In
1 ist1 eine Linearführung auf der schwimmend drei Schlitten2 ,3 und4 gelagert sind. Mit dem Schlitten2 ist durch Schrauben5 ein oberer Elektrodenträger6 verbunden, der an seinem einen Ende eine Elektrode7 trägt und an seinem anderen Ende mit einer nicht dargestellten Mutter die Spindel8 eines durch einen Servomotor9 angetriebenen Gewindetriebs umschließt.10 ist eine Kupplung, die den oberen Wellenstumpf11 der Welle des Servomotors9 mit der Spindel8 verbindet. - Mit dem Schlitten
4 ist mittels Schrauben5 ein unterer Elektrodenträger12 verbunden, der an seinem einen Ende eine Elektrode13 trägt und an seinem anderen Ende mit einer nicht dargestellten Mutter eine weitere Spindel14 des Gewindetriebes umschließt, wobei die Spindel14 über eine Kupplung15 mit dem Wellenstumpf16 der Welle des Servomotors9 verbunden ist. Die Spindeln8 und14 haben gegenläufige Gewinde. - Der Servomotor
9 ist mittels eines Querträgers17 mit dem Schlitten3 verbunden. Am dem Servomotor9 abgewandten Ende des Querträgers17 ist eine Bremsschiene18 befestigt, deren Position durch den Bremskolben19 einer elektrisch oder pneumatisch betätigbaren Bremse20 in jeder Lage arretierbar ist. - Die Schlitten
2 ,3 ,4 mit den Elektrodenträgern6 und12 sowie dem Querträger17 bilden zusammen mit dem Servomotor9 und den Spindeln8 ,14 eine Baugruppe, die schwimmend auf der Linearführung1 gelagert ist, wobei eine Feder21 mit einer möglichst linearen Kennlinie für einen Gewichtsausgleich sorgt. Statt des Gewichtsausgleiches durch eine Feder kommt auch ein pneumatischer Gewichtsausgleich in Betracht. - Am oberen und unteren Ende der Linearführung sind Endanschläge
22 und23 angeordnet, die zusammen mit den als Rutschkupplungen ausgebildeten Kupplungen10 und15 ein Herausdrehen der Spindeln8 und14 aus den in den Elektrodenträgern6 ,12 angeordneten Muttern der Gewindetriebe verhindern. Sowohl die Endanschläge22 ,23 als auch die Linearführung1 sind an einer Grundplatte24 befestigt, über die die Schweißvorrichtung z. B. mit einem Industrieroboter verbunden werden kann. - Die beschriebene Anordnung der Bauteile wird als besonders vorteilhaft erachtet, schließt jedoch Modifikationen nicht aus. So könnte die Linearführung
1 beispielsweise durch zwei im Abstand voneinander angeordnete Parallelführungen ersetzt werden, zwischen denen der Servomotor9 und die Spindeln8 ,14 liegen können. Möglich wäre es zudem, den Gewindetrieb zwischen den die Elektroden7 ,13 haltenden Enden der Elektrodenträger6 ,12 anzuordnen, um nur einige denkbare Varianten zu erwähnen. In jedem Fall ist sichergestellt, dass in die Spindeln des Gewindetriebes keine Biegemomente eingeleitet werden und dass die Stirnflächen25 ,26 der Elektroden7 und13 parallel zueinander und zum Schweißgut ausgerichtet sind. - Zum besseren Verständnis der Dinge erfolgt nunmehr anhand der
1 bis5 die Schilderung des Ablaufes eines Schweißvorganges. - Die Schweißvorrichtung wird bei angezogener Bremse
20 in den Bereich zweier miteinander zu verschweißender Bleche27 ,28 , d. h. in die in1 dargestellte Position überführt. Sobald sie die in2 dargestellte Lage erreicht hat, d.h. sobald sich eine der Elektroden7 ,8 in unmittelbarer Nähe des Blechpaketes27 ,28 befindet, wird die Bremse20 mit Hilfe einer hier nicht näher beschriebenen Programmsteuerung gelöst und wie in3 dargestellt, setzt die obere Elektrode7 auf dem Blech27 auf. Der Servomotor9 läuft weiter und „zieht" die untere Elektrode13 nach oben, während sich die obere Elektrode7 auf dem gewissermaßen einen Festpunkt bildenden Blech27 abstützt. Es erfolgt mit anderen Worten ein automatischer Ausgleich der asymmetrischen Lage der Elektroden7 ,13 gegenüber dem Blechpaket27 ,28 . Dieser Ausgleich verhindert, dass die Bleche27 ,28 verformt oder verlagert werden. Sobald die Schließbewegung der Elektroden7 ,13 beendet und die Position in4 erreicht ist, erfolgt der Schweißvorgang, wobei der Anpressdruck der Elektroden7 ,13 und die Schweißdauer durch auf den Servomotor9 einwirkende, nicht dargestellte Sensoren gesteuert werden. Nach Abschluss des Schweißvorganges wird die Bremse20 erneut betätigt, so dass sich beide Elektroden7 ,13 gleichmäßig von den Blechen27 ,28 entfernen können, bis sie die in5 dargestellte Position erreicht haben. Entspricht die erreichte Position nicht der Mit tellage, so wird bei geöffneter Bremse20 der Servomotor9 eingeschaltet und die Elektrodenträger6 ,12 entfernen sich voneinander bis z. B. der obere Schlitten2 mit dem Elektrodenträger6 am Endanschlag22 zur Anlage kommt. Von diesem Augenblick an drückt der weiterlaufende Servomotor sich nach unten, wobei der untere Schlitten2 mit dem Elektrodenträger6 sich gleichzeitig relativ zum Servomotor20 ebenfalls nach unten bewegt, bis er gegen den Endanschlag23 anschlägt. Dieser Zeitpunkt wird durch einen nicht dargestellten Kraftsensor erfasst, der den Servomotor20 abschaltet. Die Elektrodenträger6 ,12 befinden sich nunmehr in ihrer Soll-Ausgangslage.
Claims (12)
- Schweißvorrichtung mit zwei durch ein Antriebsaggregat relativ zueinander bewegbaren, mit Elektroden bestückbaren Elektrodenträgern und mit mindestens einer Linearführung, auf der die beiden Elektrodenträger geführt sind, wobei die Elektrodenträger und der Antrieb eine schwimmend auf der Linearführung gelagerte Baugruppe bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb für die Elektrodenträger (
6 ,12 ) von einem die Elektrodenträger (6 ,12 ) in die Schweißposition ziehenden Servomotor (9 ) gebildet wird und dass die aus den Elektrodenträgern (6 ,12 ) und dem Servomotor (9 ) bestehende Baugruppe durch Mittel zum Ausgleich ihres Gewichtes in einer Grundposition gehalten wird, aus der die Elektrodenträger (6 ,12 ) in die Schweißposition überführbar sind. - Schweißvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Bremse (
20 ) ausgestattet ist, durch die die von den Elektrodenträgern (6 ,12 ) und dem Servomotor (9 ) gebildete Baugruppe auf der Linearführung (1 ) arrretierbar ist. - Schweißvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Linearführung (
1 ) drei Schlitten (2 ,3 ,4 ) gelagert sind. 4 Schweißvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bremse (20 ) der mit dem Servomotor (9 ) verbundene Schlitten (3 ) arretierbar ist. - Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem den Servomotor (
9 ) tragenden Schlitten (3 ) eine durch einen Kolben (19 ) der Bremse (20 ) arretierbare Bremsschiene (18 ) verbunden ist. - Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Servomotor (
9 ) zwischen den Elektrodenträgern (6 ,12 ) angeordnet ist. - Schweißvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Servomotor (
6 ,12 ) zwei mit gegenläufigem Gewinde versehene Spindeln (8 ,14 ) antreibbar sind, die mit den Elektrodenträgern (6 ,12 ) zugeordneten Muttern in Eingriff stehen. - Schweißvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindeln (
8 ,14 ) über Kupplungen (10 ,15 ) mit sich gegenüberliegenden Wellenstümpfen (11 ,16 ) der Welle des Servomotors (9 ) verbunden sind. - Schweißvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungen (
10 ,15 ) als Rutschkupplungen ausgebildet sind. - Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Servomotor (
9 ) antreibbaren Spindeln (8 ,14 ) mit Muttern an den den Elektroden (7 ,13 ) abgewandten Enden der Elektrodenträger (6 ,12 ) in Eingriff stehen. - Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Ausgleich ihres Gewichtes von mindestens einer Feder (
21 ) gebildet werden. - Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Ausgleich ihres Gewichtes von einem Pneumatikzylinder gebildet werden.
- Schweißvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung (
1 ) mit Endanschlägen (22 ,23 ) versehen ist.
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