DE10360217A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Schadgaserkennung über einen Kohlendioxidsensor - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Schadgaserkennung über einen Kohlendioxidsensor Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Belüftungssystems im Innenraum eines Kraftfahrzeugs, welche DOLLAR A - Gaskonzentrationsermittlungsmittel zur Ermittlung der Außenraumkonzentration eines Gases in der das Fahrzeug umgebenden Außenluft und zur Ermittlung der Innenraumkonzentration desselben Gases in der im Fahrzeuginnenraum enthaltenen Luft, sowie DOLLAR A - Luftstromsteuerungsmittel, durch welche abhängig von der ermittelten Innenraumkonzentration oder der ermittelten Außenraumkonzentration der Umluftanteil sowie der von der Fahrzeugumgebung stammende Frischluftanteil der durch das Belüftungssystem dem Innenraum zugeführten Luft gesteuert wird, DOLLAR A enthält. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass es sich bei den Gaskonzentrationsermittlungsmitteln um einen einzigen Gassensor handelt.
Description
- Aus der
DE 35 26 462 A1 ist ein Verfahren zur Kontrolle der Luftgüte in Kraftfahrzeugen durch einen Innen- und einen Außensensor beim fahrenden und abgestellten Fahrzeug bekannt. Dabei werden bei Überschreiten eines mit dem Außensensor erfassten Schadstoffpegels die Frischluftklappen entweder auf Umluft geschaltet oder geschlossen. - Ist der Alarmvorgang ausgelöst, d.h. der Schadstoffpegel der Außenluft hat einen vorgegebenen Wert überschritten, wird der Wert des Innenraumsensors logisch mit dem Wert des Außensensors verglichen. Wird die Luftgüte im Fahrzeug schlechter als die Luftgüte außerhalb des Fahrzeugs, wird der Vorgang reversiert, d.h. die Klappen werden auf Außenluftzufuhr geschaltet.
- Die Merkmale der Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche sind der
DE 35 26 462 A1 entnommen. - Vorteile der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung eines Belüftungssystems im Innenraum eines Kraftfahrzeugs enthaltend
- – Gaskonzentrationsermittlungsmittel zur Ermittlung der Außenraumkonzentration eines Gases in der das Fahrzeug umgebenden Außenluft und zur Ermittlung der Innenraumkonzentration desselben Gases in der im Fahrzeuginnenraum enthaltenen Luft, sowie
- – Luftstromsteuerungsmittel, durch welche abhängig von der ermittelten Innenraumkonzentration oder der ermittelten Außenraumkonzentration der Umluftanteil sowie der von der Fahrzeugumgebung stammende Frischluftanteil der durch das Belüftungssystem dem Innenraum zugeführten Luft gesteuert wird,
- Der Kern der Erfindung besteht darin, dass es sich bei den Gaskonzentrationsermittlungsmitteln um einen einzigen Gassensor handelt. Damit ist eine besonders kostengünstige Steuerung des Belüftungssystems möglich. Es wird explizit betont, dass sich die Erfindung sowohl auf Fahrzeuge bzw. deren Belüftungssysteme mit Klimaanlage als auch auf Fahrzeuge bzw. deren Belüftungssysteme ohne Klimaanlage bezieht.
- Anstelle der Außenraumkonzentration und der Innenraumkonzentration können selbstverständlich auch die Außenraumkonzentration und die Innenraumkonzentration repräsentierendere Werte, welche im folgenden als Außenwert und Innenwert bezeichnet werden, ermittelt werden.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor in einem Teil des Belüftungssystems angeordnet ist, welcher sowohl im Frischluftbetrieb von der dem Fahrzeuginnenraum von außen zugeführten Frischluft als auch im Umluftbetrieb von der im Fahrzeug umgewälzten Umluft durchströmt wird. An dieser Position kann die jeweilige Gaskonzentration besonders einfach ermittelt werden.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor in der Mischkammer des Belüftungssystems angeordnet ist. Infolge des geringen Sensorbauraums eignet sich die Mischkammer gut für diesen Zweck.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Luftstromsteuerungsmitteln um die Umluftklappe handelt. Dieses Bauteil ist nahezu in allen Fahrzeugen zu finden.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Gassensor um einen Kohlendioxidsensor handelt. Da durch einen erhöhten Kohlendioxidgehalt der Innenraumluft Ermüdungserscheinungen beim Fahrer hervorgerufen werden, ist die Überwachung dieser Größe besonders wichtig.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor so angeordnet ist, dass er
- – beim Umluftbetrieb des Belüftungssystems die Innenraumkonzentration des Gases ermittelt und
- – beim Frischluftbetrieb des Belüftungssystems die Außenraumkonzentration des Gases ermittelt.
- Damit wird beim jeweiligen Betriebszustand des Belüftungssystems die jeweils relevante Schadstoffkonzentration ermittelt.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass Abfragemittel vorhanden sind,
- – durch welche beim Umluftbetrieb des Belüftungssystems wenigstens die ermittelte Innenraumkonzentration ausgewertet wird und abhängig davon entweder der Umluftbetrieb des Belüftungssystems beibehalten wird oder eine Umschaltung des Belüftungssystems in den Frischluftbetrieb erfolgt und
- – durch welche beim Frischluftbetrieb des Belüftungssystems wenigstens die ermittelte Außenraumkonzentration ausgewertet wird und abhängig davon entweder der Frischluftbetrieb des Belüftungssystems beibehalten wird oder eine Umschaltung des Belüftungssystems in den Umluftbetrieb erfolgt.
- Dadurch ist es möglich, bei schlechter Qualität der Innenraumluft oder der Außenluft das Belüftungssystem jeweils in einen geeigneten Modus zu schalten, welcher zu einer Verbesserung der Luftqualität führt.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
- – beim Umluftbetrieb für den Fall, dass durch die Abfragemittel das Überschreiten eines ersten Grenzwerts durch die Innenraumkonzentration festgestellt wird, eine Umschaltung des Belüftungssystems in den Frischluftbetrieb erfolgt und
- – beim Frischluftbetrieb für den Fall, dass durch die Abfragemittel das Überschreiten eines zweiten Grenzwerts durch die Außenraumkonzentration festgestellt wird, eine Umschaltung des Belüftungssystems in den Umluftbetrieb erfolgt.
- Die Abfrage einer Grenzwertüberschreitung ist in einem Steuergerät besonders einfach implementierbar.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass
- beim Umluftbetrieb ein Überschreiten des ersten Grenzwerts durch die Innenraumkonzentration festgestellt wird und sofort beim daraufhin erfolgenden Frischluftbetrieb ein Überschreiten des zweiten Grenzwerts durch die Außenraumkonzentration festgestellt wird oder
- beim Frischluftbetrieb ein Überschreiten des zweiten Grenzwerts durch die Außenraumkonzentration festgestellt wird und sofort beim daraufhin erfolgenden Umluftbetrieb ein Überschreiten des ersten Grenzwerts durch die Innenraumkonzentration festgestellt wird
- in den Frischluftbetrieb geschaltet wird, falls die ermittelte Außenraumkonzentration geringer als die ermittelte Innenraumkonzentration ist und
- in den Umluftbetrieb geschaltet wird, falls die ermittelte Innenraumkonzentration geringer als die ermittelte Außenraumkonzentration ist
- Dies ist für den Fall relevant, dass sowohl die Außenluft als auch die Innenluft schadstoffbelastet ist. Durch das Verbleiben im jeweiligen Betriebszustand während eines vorgegebenen Zeitintervalls wird ein laufendes Umschalten der Umluftklappe verhindert. Für das Zeitintervall sind beispielsweise Größen von ca. 10 Sekunden oder auch wenigen Minuten denkbar. D.h. es kann in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob weiterhin die Qualität der Außenluft und der Innenluft schlecht ist.
- Die Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Steuerung der Klimaanlage oder des Belüftungssystems in einem Kraftfahrzeug, bei welchem
- – in einer Außenraumermittlung die Außenraumkonzentration eines Gases in der das Fahrzeug umgebenden Außenluft ermittelt wird,
- – in einer Innenraumermittlung die Innenraumkonzentration desselben Gases im Fahrzeuginnenraum ermittelt wird und
- – abhängig von der ermittelten Innenraumkonzentration oder der ermittelten Außenraumkonzentration der Umluftanteil sowie der von der Fahrzeugumgebung stammende Frischluftanteil der durch das Belüftungssystem dem Innenraum zugeführten Luft gesteuert wird.
- Der Kern des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass die Innenraumermittlung und die Außenraumermittlung durch denselben Sensor erfolgen.
- Es soll noch einmal betont werden, dass bei allen Ausgestaltungen der Erfindung anstelle der Außenraumkonzentration und der Innenraumkonzentration selbstverständlich auch die Außenraumkonzentration und die Innenraumkonzentration repräsentierendere Werte, welche im folgenden als Außenwert und Innenwert bezeichnet werden, ermittelt werden können.
- Die vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung äußern sich selbstverständlich auch als vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und umgekehrt.
- Zeichnung
- Die Zeichnung besteht aus den
1 bis4 . - In
1 ist eine bei Frischluftbetrieb aufgenommene Messkurve dargestellt. - In
2 ist eine bei Umluftbetrieb aufgenommene Messkurve dargestellt. -
3 zeigt in schematischer Form eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens. -
4 zeigt in schematischer Form eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. - Ausführungsbeispiel
- Durch die Erfindung soll die Detektion eines überhöhten Kohlendioxidgehalts (oder auch einer anderen Schadstoffkomponente in der Luft) der Außenluft durch einen im Fahrzeuginnenraum angebrachten Kohlendioxidsensor ermöglicht werden. Dabei wird derselbe Sensor für die Ermittlung der Außenluftbelastung (d.h. des CO2-Gehalts der Außenluft) bei Frischluftbetrieb als auch für die Innenraumbelastung (d.h. des CO2-Gehalts der Innenluft) verwendet. Bei der Schadgaserkennung im normalen Fahrbetrieb und bei Frischluftbetrieb der Fahrzeuglüftung bzw. Klimaanlage kann es zu einem schnellen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration der Außenluft beispielsweise bei dichtem Verkehr, Stop-and-Go-Verkehr oder Stau kommen. Beim Umluftbetrieb der Fahrzeuglüftung bzw. Klimaanlage kann es zum einem langsamen Anstieg der Kohlendioxidkonzentration im Fahrzeuginnenraum abhängig von der Personenzahl im Fahrzeug kommen.
- Im Frischluftbetrieb kann es bei hohem Verkehrsaufkommen zu einem schnellen Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der Außenluft und damit auch im Innenraum des Fahrzeugs kommen.
- In
1 ist eine bei Frischluftbetrieb aufgenommene Messkurve dargestellt, bei welcher in Abszissenrichtung die Zeit t und in Ordinatenrichtung die Kohlendioxidkonzentration im Fahrzeuginnenraum in ppm (ppm = „parts per million" dargestellt ist. Dabei ist die Zeit in Abszissenrichtung mit der Notation „Stunden:Minuten:Sekunden" beschriftet. Aus1 ist zu erkennen, dass bei Frischluftbetrieb innerhalb von 30 Sekunden ein Anstieg auf eine Kohlendioxidkonzentration im Fahrzeuginnenraum von 1000 ppm erfolgt (siehe Beschriftung101 ). Zusätzlich tritt häufig zugleich eine starke Schadgasbelastung durch die Gase NO und CO ein, welche auch zu einer zusätzlichen Geruchsbelastung führen. Durch ein entsprechendes Schalten der Umluftklappe kann das Eindringen dieser Gase in den Fahrzeuginnenraum verhindert werden. Dadurch wird eine negative Belastung der Fahrzeuginsassen vermieden. Die Messkurve wurde während eines Stop-and-Go-Verkehrs aufgenommen, der plötzliche Anstieg rührt daher, dass sich zu dieser Zeit ein Lastkraftwagen direkt vor dem Messfahrzeug befand. - In
2 ist eine bei Umluftbetrieb aufgenommene Messkurve dargestellt, bei welcher in Abszissenrichtung die Zeit t und in Ordinatenrichtung die Kohlendioxidkonzentration im Fahrzeuginnenraum in ppm (ppm = „parts per million" dargestellt ist. Wieder ist die Zeit in Abszissenrichtung mit der Notation „Stunden:Minuten:Sekunden" beschriftet. Zum Zeitpunkt t1 wird das Belüftungssystem von „Frischluft" auf „Umluft" umgeschaltet, d.h. die Umluftklappe wird geschlossen. Im Umluftbetrieb kommt es im Fahrzeug zu einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentration. Hier dauert es jedoch ca. 30 Minuten, bis eine Kohlendioxidkonzentration von 1000 ppm im Fahrzeuginnenraum erreicht ist (diese Zeit hängt von der Insassenzahl im Fahrzeug ab). Zum Zeitpunkt t2 wird die Umluftklappe wieder geöffnet, das Belüftungssystem befindet sich ab dann wieder im Frischluftbetrieb und der Kohlendioxidanteil klingt rasch ab. - Zur Erfassung der Kohlendioxidkonzentration wird ein Kohlendioxidsensor in der Fahrzeugklimaanlage bzw. im Belüftungssystem so positioniert, dass er sich an einer Stelle befindet, welche sowohl von Frischluft (im Frischluftbetrieb) als auch von Umluft (im Umluftbetrieb) umströmt wird. Dazu eignet sich in besonderer Weise der Mischkasten (bzw. die Mischkammer) der Luftverteilereinheit der Klimaanlage bzw. des Belüftungssystems. Damit wird durch den Sensor
- – im Frischluftbetrieb der Kohlendioxidgehalt der Außenluft und
- - im Umluftbetrieb der Kohlendioxidgehalt der Luft im Fahrzeuginnenraum
- In
3 ist in schematischer Form der Ablauf einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Dabei wird aus Vereinfachungsgründen von einer Klimaanlage ausgegangen. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich jedoch ohne Einschränkung ebenso für ein Fahrzeug ohne Klimaanlage, welches nur mit einem Belüftungssystem ausgerüstet ist. Dabei deuten - – Block
300 : Die Umluftklappe ist geschlossen, d.h. die Klimaanlage (bzw. das Belüftungssystem) arbeitet im Frischluftbetrieb - – Block
301 : Die Umluftklappe ist offen, d.h. die Klimaanlage arbeitet im Umluftbetrieb. - In den Blöcken
302 und303 finden Umschaltabfragen statt. Sind die dort abgefragten Bedingungen erfüllt, dann wird die Umluftklappe jeweils in den anderen Zustand umgeschaltet. Beispielsweise kann dort die Kohlendioxidkonzentration der den Mischkasten durchströmenden Luft (d.h. der Umluft bei offener Umluftklappe und der Frischluft bei geschlossener Umluftklappe) abgefragt werden. - Beispiel:
-
- 1. Die Klimaanlage befinde sich im Umluftbetrieb
300 - 2. Durch die Abfrage
303 wird regelmäßig abgefragt, ob die Kohlendioxidkonzentration der Umluft (d.h. der Luft des Fahrzeuginnenraums) einen vorgegebenen Grenzwert überschritten hat. - 3. Sobald dieser Grenzwert überschritten
ist, wird die Umluftklappe auf den Frischluftbetrieb
301 umgeschaltet. Durch die zuströmende Frischluft soll dabei eine Absenkung der Kohlendioxidkonzentration in der Fahrzeuginnenluft erreicht werden. - 4. Die Klimaanlage befindet sich jetzt im Frischluftbetrieb
300. - 5. Nun wird durch die Abfrage
302 regelmäßig abgefragt, ob die Kohlendioxidkonzentration der Frischluft (d.h. der Luft der Fahrzeugumgebung) einen vorgegebenen Grenzwert überschritten hat. - 6. Sobald dieser Grenzwert überschritten
ist, wird die Umluftklappe auf den Umluftbetrieb
300 umgeschaltet. Dadurch soll eine weitere Zufuhr von Frischluft mit hohem Kohlendioxidgehalt ins Fahrzeug unterbunden werden. - Für den Fall, dass sowohl die Luft im Fahrzeuginnenraum als auch die Außenluft einen den jeweiligen Grenzwert überschreitenden Wert annehmen (dies kann dadurch erkannt werden, dass sich die Umluftklappenstellung in rascher Folge ändert), kann vorgesehen werden, dass die Umluftklappe in diejenige Stellung gebracht wird, welche die bessere Luftqualität erlaubt. Dazu kann als Zusatzbedingung abgefragt werden, ob zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Umschaltvorgänge der Umluftklappe stattgefunden haben. Ist dies der Fall, dann wird die Umluftklappe in diejenige Stellung gebracht, bei welcher der Kohlendioxidsensor den geringeren Wert ermittelt hat. Nun kann in regelmäßigen Abständen durch kurzes Umschalten der Umluftklappe überprüft werden, ob sich die Luftqualität in der anderen Stellung zwischenzeitlich verbessert hat. Gegebenenfalls wird die Umluftklappe dann in die andere Stellung gebracht.
-
4 zeigt als Grobskizze in Draufsicht den Innenraum400 eines Kraftfahrzeugs.401 ist der Luftauslass des Innenraum, durch welchen bei Umluftbetrieb über den Umluftkanal406 Luft aus dem Innenraum entnommen wird.401 stellt den Einlass für die Außenluft in den Fahrzeuginnenraum dar, dieser wird beim Frischluftbetrieb genutzt und leitet frische Außenluft in den Frischluftkanal407 . Beide Luftströme treffen sich in der Mischkammer403 . Durch die bewegliche Umluftklappe405 (Bewegungsmöglichkeit in eingezeichnete Pfeilrichtungen) kann entweder der Umluftkanal406 oder der Frischluftkanal407 gesperrt werden. Im Mischkasten befindet sich der Gassensor403 , anhand von dessen Ausgangssignalen die Stellung der Umluftklappe405 gesteuert wird.404 stellt den Lufteinlass von der Mischkammer in den Fahrzeuginnenraum dar. Dort wird entweder - – von außen kommende Frischluft dem Fahrzeuginnenraum zugeführt.
- – dem Fahrzeug entnommenen Innenraumluft dem Fahrzeuginnenraum wieder zugeführt.
- Durch eine Zwischenstellung der Umluftklappe kann selbstverständlich auch eine Mischung von Frischluft und Umluft erreicht werden.
Claims (10)
- Vorrichtung zur Steuerung eines Belüftungssystems im Innenraum eines Kraftfahrzeugs (
400 ) enthaltend – Gaskonzentrationsermittlungsmittel (404 ) zur Ermittlung eines die Außenraumkonzentration eines Gases in der das Fahrzeug umgebenden Außenluft repräsentierenden Außenwertes und zur Ermittlung eines die Innenraumkonzentration desselben Gases in der im Fahrzeuginnenraum (400 ) enthaltenen Luft repräsentierenden Innenwertes, sowie – Luftstromsteuerungsmittel (405 ), durch welche abhängig von dem ermittelten Innenwert oder dem ermittelten Außenwert der Umluftanteil (401 ) sowie der von der Fahrzeugumgebung stammende Frischluftanteil (402 ) der durch das Belüftungssystem dem Innenraum (400 ) zugeführten Luft gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass – es sich bei den Gaskonzentrationsermittlungsmitteln (404 ) um einen einzigen Gassensor handelt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (
404 ) in einem Teil des Belüftungssystems (403 ) angeordnet ist, welcher sowohl im Frischluftbetrieb von der dem Fahrzeuginnenraum von außen zugeführten Frischluft (402 ) als auch im Umluftbetrieb von der im Fahrzeug umgewälzten Umluft (401 ) durchströmt wird. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (
404 ) in der Mischkammer des Belüftungssystems (403 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Luftstromsteuerungsmitteln (
405 ) um die Umluftklappe handelt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Gassensor (
404 ) um einen Kohlendioxidsensor handelt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassensor (
404 ) so angeordnet ist, dass er – beim Umluftbetrieb (401 ) des Belüftungssystems den Innenwert und – beim Frischluftbetrieb (402 ) des Belüftungssystems den Außenwert ermittelt. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Abfragemittel (
302 ,303 ) vorhanden sind, – durch welche beim Umluftbetrieb (401 ) des Belüftungssystems wenigstens der ermittelte Innenwert ausgewertet wird und abhängig davon entweder der Umluftbetrieb (401 ) des Belüftungssystems beibehalten wird oder eine Umschaltung (405 ) des Belüftungssystems in den Frischluftbetrieb (402 ) erfolgt und – durch welche beim Frischluftbetrieb (402 ) des Belüftungssystems wenigstens der ermittelte Außenwert ausgewertet wird und abhängig davon entweder der Frischluftbetrieb (402 ) des Belüftungssystems beibehalten wird oder eine Umschaltung (405 ) des Belüftungssystems in den Umluftbetrieb (401 ) erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass – beim Umluftbetrieb (
401 ) für den Fall, dass durch die Abfragemittel (303 ) das Überschreiten eines ersten Grenzwerts durch den Innenwert festgestellt wird, eine Umschaltung (405 ) des Belüftungssystems in den Frischluftbetrieb (402 ) erfolgt und – beim Frischluftbetrieb (402 ) für den Fall, dass durch die Abfragemittel (302 ) das Überschreiten eines zweiten Grenzwerts durch den Außenwert festgestellt wird, eine Umschaltung (405 ) des Belüftungssystems in den Umluftbetrieb (401 ) erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass – beim Umluftbetrieb (
300 ) ein Überschreiten des ersten Grenzwerts durch den Innenwert festgestellt wird (303 ) und sofort beim daraufhin erfolgenden Frischluftbetrieb (301 ) ein Überschreiten des zweiten Grenzwerts durch den Außenwert (302 ) festgestellt wird oder – beim Frischluftbetrieb (301 ) ein Überschreiten des zweiten Grenzwerts durch den Außenwert festgestellt wird (302 ) und sofort beim daraufhin erfolgenden Umluftbetrieb (300 ) ein Überschreiten des ersten Grenzwerts durch den Innenwert festgestellt wird (303 ), das Belüftungssystem – in den Frischluftbetrieb (301 ) geschaltet wird, falls der ermittelte Außenwert geringer als der ermittelte Innenwert ist und – in den Umluftbetrieb (300 ) geschaltet wird, falls der ermittelte Innenwert geringer als der ermittelte Außenwert ist und in diesem Betriebszustand während eine vorgegebenen Zeitintervalls verbleibt. - Verfahren zur Steuerung der Klimaanlage oder des Belüftungssystems in einem Kraftfahrzeug, bei welchem – in einer Außenraumermittlung (
301 ) ein die Außenraumkonzentration eines Gases in der das Fahrzeug umgebenden Außenluft repräsentierender Außenwert ermittelt wird, – in einer Innenraumermittlung (300 ) ein die Innenraumkonzentration desselben Gases im Fahrzeuginnenraum repräsentierender Innenwert ermittelt wird und – abhängig von dem ermittelten Innenwert oder dem ermittelten Außenwert der Umluftanteil sowie der von der Fahrzeugumgebung stammende Frischluftanteil der durch das Belüftungssystem dem Innenraum zugeführten Luft gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass – die Innenraumermittlung und die Außenraumermittlung durch denselben Sensor (403 ) erfolgen.
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