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DE10359099A1 - Verringerung der Farb- und Oberflächenschädigung beim Waschen von Textilien und beim Reinigen von harten Oberflächen - Google Patents

Verringerung der Farb- und Oberflächenschädigung beim Waschen von Textilien und beim Reinigen von harten Oberflächen Download PDF

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DE10359099A1
DE10359099A1 DE2003159099 DE10359099A DE10359099A1 DE 10359099 A1 DE10359099 A1 DE 10359099A1 DE 2003159099 DE2003159099 DE 2003159099 DE 10359099 A DE10359099 A DE 10359099A DE 10359099 A1 DE10359099 A1 DE 10359099A1
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DE
Germany
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alkyl
weight
radical
water
substituted
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DE2003159099
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English (en)
Inventor
Horst-Dieter Dr. Speckmann
Birgit Dr. Middelhauve
Ulrich Dr. Pegelow
Jörg Poethkow
Fred Dr. Schambil
Helga Werner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
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Priority to PCT/EP2004/013087 priority patent/WO2005059078A1/de
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Ceased legal-status Critical Current

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Abstract

Ein für den Einsatz zum Waschen farbiger Textilien geeignetes bleichmittelhaltiges Waschmittel war zu entwickeln, welches bei guter Bleichwirkung gegenüber gefärbten Anschmutzungen ein möglichst geringes Schädigungspotential gegenüber dem farbigen Textil zeigt. Dies gelangt durch die Verwendung von Ascorbinsäure in Waschmitteln, die ein in Wasser H¶2¶O¶2¶ abgespaltenes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat enthalten.

Description

  • Die vorliegende Patentanmeldung betrifft die Verwendung von Ascorbinsäure zur Verringerung der Farb- und/oder Textilveränderung farbiger Textilien bei deren Wäsche mit bleichmittelhaltigen Waschmitteln beziehungsweise der Farb- und/oder Oberflächenveränderung farbiger harter Oberflächen bei deren Reinigung mit bleichmittelhaltigen Reinigungsmitteln.
  • Beim Waschen von Textilien aus Baumwolle oder anderen Materialien kommen oft sogenannte Universalwaschmittel zum Einsatz, da sie wegen ihres Gehaltes an persauerstoffhaltigen Bleichmitteln, in der Regel Perborate oder Percarbonate, eine im Vergleich zu Mitteln, denen diese fehlen, überlegene Waschkraft aufweisen. Die Wirkung solcher Bleichmittel in wäßrig-alkalischem Milieu beruht auf der Freisetzung von Wasserstoffperoxid, welches auf dem zu reinigenen Textil befindliche gefärbte Anschmutzungen oxidativ zu ungefärbten und/oder besser vom Textil zu entfernenden Abbauprodukten zersetzt. Die oxidative Bleichwirkung von Wasserstoffperoxid kann bekanntlich durch die Anwesenheit von sogenannten Bleichaktivatoren noch verstärkt werden; dabei handelt es sich normalerweise um unter Perhydrolysebedingungen Persäure abspaltende Säurederivate, wie beispielsweise Ester, Anhydride oder Amide.
  • Ein Nachteil von solchen Bleichsystemen ist, daß sie nicht nur gefärbte Anschmutzungen, sondern auch Textilfarben oxidativ angreifen können, so daß sich nach der Anwendung entsprechender Waschmittel auf farbige Textilien eine Veränderung des Farbeindrucks des gesäuberten Textils im Vergleich zum neuen, ungewaschenen Textil ergibt. Man ist daher bestrebt ein Bleichmittel aufzufinden, welches trotz guter Wikung gegenüber gefärbten Anschmutzungen die originale Textilfarbe möglichst wenig angreift, das heißt sozusagen zwischen erwünschten und unerwünschten Färbungen unterscheidet.
  • Bei besonders stark oxidierenden Systemen und/oder beim Einsatz besonders empfindlicher Textilien kann es über die Schädigung der Textilfarbe hinaus zur Schädigung des Textils als solchem kommen, wenn der Textilverbund, beispielsweise Fasern oder Fibrillen, durch oxidativen Angriff, beispielsweise auf Fasern oder Fibrillen, lokal zerstört wird.
  • Aus der europäischen Patentanmeldung EP 1 033 433 ist der Einsatz von Radikalfängern, insbesondere von 1,4-diaza-[2,2,2]-bicycloctan, Ascorbinsäure oder Diphenylamin, zum Schutz von Textilfarben beim Waschen in Gegenwart von Perborat oder Percarbonat gegen den Angriff von angeregten Zuständen des Singulet-Sauerstoffs oder von freien Radikalen, die sich bei der Zersetzung von Peroxiden bilden, bekannt. Dort findet sich die Aussage, die Radikalfänger wirkten auch bis herunter zu 40 °C oder sogar bei niedrigeren Temperaturen in der Gegenwart von TAED. Der Einsatz anderer Bleichmittelsysteme beziehungsweise anderer Bleichaktivatoren wird in diesem Dokument nicht offenbart.
  • Aus der europäischen Patentschrift EP 0 754 218 ist bekannt, daß die textilschädigende Wirkung einer Kombination aus einem metallhaltigen Bleichkatalysator mit einer Vielzahl von Bleichaktivatoren, insbesondere vom Lactam- oder NOBS-Typ, durch den Einsatz von Radikalfängern, insbesondere Ascorbinsäure, gemindert wird.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein für den Einsatz zum Waschen farbiger Textilien geeignetes bleichmittelhaltiges Waschmittel zu entwickeln, welches bei guter Bleichwirkung gegenüber gefärbten Anschmutzungen ein möglichst geringes Schädigungspotential gegenüber dem farbigen Textil, das heißt sowohl gegenüber dessen Farbigkeit wie auch gegenüber seiner Textilsubstanz, zeigt. Sinngemäß die gleiche Aufgabe stellt sich beim Reinigen farbiger harter Oberflächen, obgleich nur bei sehr empfindlichen farbigen harten Oberflächen das Problem der Farb- und/oder Oberflächenschädigung in bei farbigen Textilien vergleichbarer Intensität besteht.
  • Ein Gegenstand der Erfindung, mit dem diese Aufgabe gelöst werden kann, ist die Verwendung von Ascorbinsäure in Waschmitteln, die ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00030001
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3,-CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, enthalten, zur Verminderung der Farb- und/oder Faserschädigung beim Waschen von farbigen Textilien.
  • Bezüglich des oben genannten weiteren Aspektes der Aufgabe betrifft dieser Gegenstand der Erfindung die Verwendung von Ascorbinsäure in Reinigungsmitteln, die ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00030002
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3,-CH2-OH,-CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, enthalten, zur Verminderung der Farb- und/oder Oberflächenschädigung beim Reinigen von farbigen harten Oberflächen.
  • Ein zweiter Gegenstand der Erfindung ist ein Wasch- oder Reinigungsmittel, das ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der oben definierten Formel I sowie Ascorbinsäure, vorzugsweise in Mengen voon 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, enthält.
  • Weitere Gegenstände der Erfindung sind ein Verfahren zum Waschen von farbigen Textilien durch Zusammenbringen des Textils mit Wasser, in Wasser H2O2 abspaltendem Bleichmittel, Acetonitrilderivat der oben definierten Formel I und Ascorbinsäure, und ein entsprechendes Verfahren zum Reinigen von farbigen harten Oberflächen durch Aufbringen von Wasser, in Wasser H2O2 abspaltendem Bleichmittel, Acetonitrilderivat der oben definierten Formel I und Ascorbinsäure auf die farbige harte Oberfläche. Das erfindungsgemäße Waschverfahren kann manuell oder vorzugsweise mit Hilfe einer üblichen Haushaltswaschmaschine ausgeführt werden. Das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren kann manuell oder, im Falle der Reinigung von Geschirr, mit Hilfe einer üblichen Geschirrspülmaschine ausgeführt werden. Dabei ist es möglich, das in Wasser H2O2 abspaltende Bleichmittel, das Acetonitrilderivat der oben definierten Formel I und Ascorbinsäure einzeln in Wasser zu geben oder gemeinsam konfektioniert anzuwenden. Die gemeinsam konfektionierte Anwendung läßt sich besonders vorteilhaft durch den Einsatz eines erfindungsgemäßen Wasch- beziehungsweise Reinigungsmittels durchführen.
  • Unter den in Wasser H2O2 abspaltenden Bleichmitteln sollen hier sowohl Wasserstoff peroxid selbst wie auch die Verbindungen verstanden werden, welche in Gegenwart von Wasser H2O2 liefern. Zu diesen gehören insbesondere die Alkalipercarbonate, die Alkaliperborattetrahydrate und die Alkaliperboratmonohydrate, Peroxypyrophosphate und Citratperhydrate. Es können auch Addukte von Wasserstoffperoxid mit organischen Substanzen, beispielsweise ein Addukt aus Harnstoffund Wasserstoffperoxid verwendet werden. Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können diese in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip bekannter Weise umhüllt sein können. Die genannten Persauerstoffverbindungen sind in erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen von vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 30 Gew.-% und besonders bevorzugt von 8 Gew.-% bis 25 Gew.-% vorhanden. Der Zusatz geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise von Phosphonaten, Boraten beziehungsweise Metaboraten und Metasilikaten sowie Magnesiumsalzen wie Magnesiumsulfat kann zweckdienlich sein.
  • Auch enzymatische Systeme, welche in der Lage sind, H2O2 herzustellen, kommen als in Wasser H2O2 abspaltende Bleichmittel in Frage. Enzyme, welche in der Lage sind, aus Sauerstoff, beispielsweise aus Luftsauerstoff, Wasserstoffperoxid zu erzeugen, werden üblicherweise als Oxidasen bezeichnet und je nach ihrem Substrat näher klassifiziert. Oxidasen sind Redox-Enzyme der Klassifizierung EC 1 (gemäß der Einteilung der Enzyme Commission), die in der Regel flavinabhängig sind und deren oxidierte Form in der Lage ist, ein Substrat zu oxidieren. Die dadurch entstehende reduzierte Form des Enzyms wird in wäßrigen Systemen durch molekularen Sauerstoff reoxidiert, wobei sich als weiteres Produkt Wasserstoffperoxid ausbildet. Beispiele für derartige Enzyme und ihre Substrate, die aus der Bezeichnung des Enzyms hervorgehen, sind Phenol-Oxidase, Aminosäure-Oxidase, Aminoalkohol-Oxidase, Xanthin-Oxidase, Urat-Oxidase, Alkohol-Oxidase, Cholesterol-Oxidase und Glucose-Oxidase. Aus dem geschilderten Reaktionsmechanismus wird deutlich, daß Oxidasen zusammen mit ihrem Substrat eingesetzt werden müssen, um im Sinne der Erfindung als in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel wirken zu können. Allerdings kann auch durch die Reaktion relativ unspezifischer Oxidasen mit den über die Anschmutzungen in das Reaktionsmedium eingebrachten Verbindungen H2O2 erzeugt werden; in diesem Fall kann daher auf den Zusatz des eigentlichen Oxidase-Substrats auch verzichtet werden. Die Aktivität von Enzymen wird üblicherweise in U/g ausgedrückt, wobei die Einheit ("Unit") 1 U der Aktivität derjenigen Enzymmenge entspricht, die 1 μmol ihres Substrats bei pH 7 und 25 °C in 1 Minute umsetzt. 1 U entspricht damit 1/60 μkatal. Eine genannte Oxidase wird in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt, daß das gesamte Mittel eine Oxidase-Aktivität von 30 U/g bis 20 000 U/g, insbesondere von 60 U/g bis 15 000 U/g, aufweist. Die Menge des im erfindungsgemäßen Wasch- beziehungsweise Reinigungsmittel enthaltenen Substrats für die Oxidase richtet sich nach der zum Erzielen des gewünschten Bleichergebnisses erforderlichen Wasserstoffperoxidmenge. Hier kann als Anhaltspunkt dienen, daß bei Enzym-Substrat-Systemen, die pro Mol umgesetztem Substrat ein Mol Wasserstoffperoxid freisetzen, die Anwesenheit von etwa 0,05 Gew.-% bis 0,6 Gew.-% des Substrats in der Wasch- oder Reinigungsflotte in der Regel zur Erzielung eines guten Bleichergebnisses ausreicht.
  • Verbindungen gemäß Formel I und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 303 520 , EP 0 458 396 , EP 0 464 880 , EP 0 790 244 oder EP 1 122 300 , den internationalen Patentanmeldungen WO 96/40661 oder WO 02/12175 oder zum Beispiel von Abraham in Progr. Phys. Org. Chem. 11 (1974), S. lff, oder von Arnett in J. Am. Chem. Soc. 102 (1980), S. 5892ff beschrieben worden.
  • Bevorzugt ist die Verwendung von Verbindungen gemäß Formel I, in denen R1, R2 und R3 gleich sind. Unter diesen sind solche Verbindungen bevorzugt, in denen die genannten Reste Methylgruppen bedeuten.
  • Ein Acetonitril-Derivat gemäß Formel I ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 7 Gew.-% enthalten.
  • Zusätzlich zu dem Acetonitrilderivat der Formel I, welches unter Perhydrolysebedingungen eine Perimidsäure liefert, können Percarbonsäure-liefernde Bleichaktivatoren, das heißt Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure und/oder aliphatische Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind die üblichen Bleichaktivatoren, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran sowie acetyliertes Sorbit und Mannit, und acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton. Auch die aus der deutschen Patentanmeldung DE 44 43 177 bekannten Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden. Derartige zusätzliche Bleichaktivatoren, darunter insbesondere TAED, sind in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 6 Gew.-% enthalten.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel können ein oder mehrere Tenside enthalten, wobei insbesondere anionische Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische in Frage kommen. Geeignete nichtionische Tenside sind insbesondere Alkylglykoside und Ethoxylierungsund/oder Propoxylierungsprodukte von Alkylglykosiden oder linearen oder verzweigten Alkoholen mit jeweils 12 bis 18 C-Atomen im Alkylteil und 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Alkylethergruppen. Weiterhin sind entsprechende Ethoxylierungs-und/oder Propoxylierungsprodukte von N-Alkyl-aminen, vicinalen Diolen, Fettsäureestern und Fettsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils den genannten langkettigen Alkoholderivaten entsprechen, sowie von Alkylphenolen mit 5 bis 12 C-Atomem im Alkylrest brauchbar.
  • Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder Sulfonat-Gruppen mit bevorzugt Alkaliionen als Kationen enthalten. Verwendbare Seifen sind bevorzugt die Alkalisalze der gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 12 bis 18 C-Atomen. Derartige Fettsäuren können auch in nicht vollständig neutralisierter Form eingesetzt werden. Zu den brauchbaren Tensiden des Sulfat-Typs gehören die Salze der Schwefelsäurehalbester von Fettalkoholen mit 12 bis 18 C-Atomen und die Sulfatierungsprodukte der genannten nichtionischen Tenside mit niedrigem Ethoxylierungsgrad. Zu den verwendbaren Tensiden vom Sulfonat-Typ gehören lineare Alkylbenzolsulfonate mit 9 bis 14 C-Atomen im Alkylteil, Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen, sowie Olefinsulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen, die bei der Umsetzung entsprechender Monoolefine mit Schwefeltrioxid entstehen, sowie alpha-Sulfofettsäureester, die bei der Sulfonierung von Fettsäuremethyl- oder -ethylestern entstehen.
  • Derartige Tenside sind in den erfindungsgemäßen Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise 5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten, während die erfindungsgemäßen Reinigungsittel gegebenenfalls auch tensidfrei sein können und vorzugsweise 0,1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,2 Gew.-% bis 5 Gew.-% Tenside enthalten.
  • Ein erfindungsgemäßes Mittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen gehören Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Nitrilotriessigsäure und Ethylendiamintetraessigsäure, Polyphosphonsäuren, insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere die durch Oxidation von Polysacchariden zugänglichen Polycarboxylate der internationalen Patentanmeldung WO 93/16110, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren ungesättiger Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5 000 und 200 000, die der Copolymeren zwischen 2 000 und 200 000, vorzugsweise 50 000 bis 120 000, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten C3-C8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C3-C4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C4-C8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C1-C4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 60 Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw. (Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleat sowie 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat. Ganz besonders bevorzugt sind dabei Terpolymere, in denen das Gewichtsverhältnis von (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleat zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1 liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit einem C1-C4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60 Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats. Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen in das Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich sind. Diese Terpolymere lassen sich insbesondere nach Verfahren herstellen, die in der deutschen Patentschrift DE 42 21 381 und der deutschen Patentanmeldung DE 43 00 772 beschrieben sind, und weisen im allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen 1 000 und 200 000, vorzugsweise zwischen 200 und 50 000 und insbesondere zwischen 3 000 und 10 000 auf.
  • Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen DE 43 03 320 und DE 44 17 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen. Die organischen Buildersubstanzen können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wäßriger Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wäßriger Lösungen eingesetzt werden. Alle genannten Säuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze, insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
  • Gewünschtenfalls können derartige organische Buildersubstanzen in erfindungsgemäßen Mitteln in Mengen bis zu 40 Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten sein. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen, insbesondere wasserhaltigen, erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt.
  • Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Polyphosphate, vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche, wasserdispergierbare anorganische Buildermaterialien werden insbesondere kristalline oder amorphe Alkalialumosilikate, in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen Mitteln insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, P und gegebenenfalls X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 μm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 μm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben der deutschen Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt in der Regel im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
  • Geeignete Substitute beziehungsweise Teilsubstitute für das genannte Alumosilikat sind kristalline Alkalisilikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können. Die in den erfindungsgemäßen Mitteln als Gerüststoffe brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid zu SiO2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na2O:SiO2 von 1:2 bis 1:2,8. Derartige amorphe Alkalisilikate sind beispielsweise unter dem Namen Portil® im Handel erhältlich. Solche mit einem molaren Verhältnis Na2O:SiO2 von 1:1,9 bis 1:2,8 können nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP 0 425 427 hergestellt werden. Sie werden im Rahmen der Herstellung erfindungsgemäßer Mittel bevorzugt als Feststoff und nicht in Form einer Lösung zugegeben. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen Formel Na2SixO2x+·y H2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Kristalline Schichtsilikate, die unter diese allgemeine Formel fallen, werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate (Na2Si2O5·y H2O) bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO 91/08171 beschrieben ist. β-Natriumsilikate mit einem Modul zwischen 1,9 und 3,2 können gemäß den japanischen Patentanmeldungen JP 04/238 809 oder JP 04/260 610 hergestellt werden. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl von 1,9 bis 2,1 bedeutet, herstellbar wie in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 548 599 , EP 0 502 325 und EP 0 425 428 beschrieben, können in erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP 0 436 835 aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Kristalline Natriumsilikate mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5, wie sie nach den Verfahren der europäischen Patentschriften EP 0 164 552 und/oder EP 0 294 753 erhältlich sind, werden in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäßer Mittel eingesetzt. Falls als zusätzliche Buildersubstanz auch Alkalialumosilikat, insbesondere Zeolith, vorhanden ist, beträgt das Gewichtsverhältnis Alumosilikat zu Silikat, jeweils bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanzen, vorzugsweise 4:1 bis 10:1. In Mitteln, die sowohl amorphe als auch kristalline Alkalisilikate enthalten, beträgt das Gewichtsverhältnis von amorphem Alkalisilikat zu kristallinem Alkalisilikat vorzugsweise 1:2 bis 2:1 und insbesondere 1:1 bis 2:1.
  • Buildersubstanzen sind in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln vorzugsweise in Mengen bis zu 60 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, enthalten.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung weist ein erfindungsgemäßes Mittel einen wasserlöslichen Builderblock auf. Unter dem Begriff „wasserlöslich" soll dabei verstanden werden, daß sich der Builderblock zu mindestens 3 g/l, insbesondere mindestens 6 g/l in Wasser von pH 7 bei Raumtemperatur rückstandsfrei löst. Vorzugsweise ist der Builderblock bei der Konzentration, die sich durch die Einsatzmenge des ihn enthaltenden Wasch- beziehungsweise Reinigungsmittels bei den üblichen Bedingungen ergibt, rückstandsfrei löslich. Durch die Verwendung des Begriffes „Builderblock" soll ausgedrückt werden, daß die Mittel keine weiteren Buildersubstanzen enthalten als solche, die wasserlöslich sind, das heißt sämtliche in dem Mittel enthaltenen Buildersubstanzen sind in dem so charakterisierten „Block" zusammengefasst, wobei allenfalls die Mengen an Stoffen ausgenommen sind, die als Verunreinigungen beziehungsweise stabilisierende Zusätze in geringen Mengen in den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel handelsüblicherweise enthalten sein können. Vorzugsweise sind mindestens 15 Gew.-% und bis zu 55 Gew.-%, insbesondere 25 Gew.-% bis 50 Gew.-% an wasserlöslichem Builderblock in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten. Dieser setzt sich vorzugsweise zusammen aus den Komponenten a) 5 Gew.-% bis 35 Gew.-% Citronensäure, Alkalicitrat und/oder Alkalicarbonat, welches auch zumindest anteilig durch Alkalihydrogencarbonat ersetzt sein kann, b) bis zu 10 Gew.-% Alkalisilikat mit einem Modul im Bereich von 1,8 bis 2,5, c) bis zu 2 Gew.-% Phosphonsäure und/oder Alkaliphosphonat, d) bis zu 50 Gew.-% Alkaliphosphat, und e) bis zu 10 Gew.-% polymerem Polycarboxylat, wobei die Mengenangaben sich auf das gesamte Wasch- beziehungsweise Reinigungsmittel beziehen.
  • Als in den Mitteln zusätzlich zum gegebenenfalls enthaltenen enzymatischen Bleichsystem verwendbare Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Cutinasen, Amylasen, Pullulanasen, und Cellulasen sowie deren Gemische in Frage. Besonders geeignet sind aus Pilzen oder Bakterien, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis, Streptomyces griseus, Humicola lanuginosa, Humicola insolens, Pseudomonas pseudoalcaligenes oder Pseudomonas cepacia gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Die gegebenenfalls verwendeten Enzyme und die erfindungsgemäß einzusetzende Oxidase können, wie zum Beispiel in den internationalen Patentanmeldungen WO 92/11347 oder WO 94/23005 beschrieben, an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Die genannten zusätzlichen Enzyme sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen bis zu 5 Gew.-%, insbesondere von 0,2 Gew.-% bis 2 Gew.-%, enthalten.
  • Zu den in den erfindungsgemäßen Mitteln, insbesondere wenn sie in flüssiger oder pastöser Form vorliegen, verwendbaren organischen Lösungsmitteln gehören Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol und tert.-Butanol, Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol, sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether. Derartige wassermischbare Lösungsmittel sind in den erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise nicht über 30 Gew.-%, insbesondere von 6 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorhanden.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen festen Mittel bietet keine Schwierigkeiten und kann in im Prinzip bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen, wobei das enzymatische Bleichsystem und gegebenenfalls sonstige thermisch empfindliche Substanzen später zugesetzt werden. Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650 g/l bis 950 g/l, ist ein aus der europäischen Patentschrift EP 486 592 bekanntes, einen Extrusionschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt. Erfindungsgemäße Wasch- oder Reinigungsmittel in Form wäßriger oder sonstige übliche Lösungsmittel enthaltender Lösungen werden besonders vorteilhaft durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können, hergestellt.

Claims (11)

  1. Verwendung von Ascorbinsäure in Waschmitteln, die ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00140001
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3, -CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, enthalten, zur Verminderung der Farb- und/oder Faserschädigung beim Waschen von farbigen Textilien.
  2. Verwendung von Ascorbinsäure in Reinigungsmitteln, die ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00140002
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3, -CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, enthalten, zur Verminderung der Farb- und/oder Oberflächenschädigung beim Reinigen von farbigen harten Oberflächen.
  3. Wasch- oder Reinigungsmittel, das ein in Wasser H2O2 abspaltendes Bleichmittel und ein Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00150001
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3, -CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, sowie Ascorbinsäure enthält.
  4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 30 Gew.-% Persauerstoffverbindungen, ausgewählt aus Wasserstoffperoxid, Alkalipercarbonat, Alkaliperborattetrahydrat, Alkaliperboratmonohydrat, Peroxypyrophosphat und Citratperhydrat, enthält.
  5. Mittel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß es ein enzymatisches System, welches in der Lage ist, H2O2 herzustellen, enthält.
  6. Mittel nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es 1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 7 Gew.-% Acetonitrilderivat der Formel I enthält.
  7. Mittel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% Ascorbinsäure enthält.
  8. Mittel nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es einen wasserlöslichen Builderblock aufweist.
  9. Mittel nach Anpruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der wasserlösliche Builderblock zusammensetzt aus den Komponenten a) 5 Gew.-% bis 35 Gew.-% Citronensäure, Alkalicitrat und/oder Alkalicarbonat, welches auch zumindest anteilig durch Alkalihydrogencarbonat ersetzt sein kann, b) bis zu 10 Gew.-% Alkalisilikat mit einem Modul im Bereich von 1,8 bis 2,5, c) bis zu 2 Gew.-% Phosphonsäure und/oder Alkaliphosphonat, d) bis zu 50 Gew.-% Alkaliphosphat, und e) bis zu 10 Gew.-% polymerem Polycarboxylat.
  10. Verfahren zum Waschen von farbigen Textilien durch Zusammenbringen des Textils mit Wasser, in Wasser H2O2 abspaltendem Bleichmittel, Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00160001
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24- Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3,-CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, und Ascorbinsäure.
  11. Verfahren zum Reinigen von farbigen harten Oberflächen durch Aufbringen von Wasser, in Wasser H2O2 abspaltendem Bleichmittel, Acetonitrilderivat der Formel I,
    Figure 00170001
    in der R1 für -H, -CH3, einen C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH2, -CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C1-24-Alkylgruppe und mindestens einem weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht, R2 und R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2-CN, -CH3, -CH2-CH3, -CH2-CH2-CH3, -CH(CH3)-CH3,-CH2-OH, -CH2-CH2-OH, -CH(OH)-CH3, -CH2-CH2-CH2-OH, -CH2-CH(OH)-CH3, -CH(OH)-CH2-CH3, -(CH2CH2-O)nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R4 und R5 unabhängig voneinander eine voranstehend für R1, R2 oder R3 angegebene Bedeutung haben und X ein ladungsausgleichendes Anion ist, und Ascorbinsäure auf die farbige harte Oberfläche.
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