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DE10359563A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen Download PDF

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DE10359563A1
DE10359563A1 DE10359563A DE10359563A DE10359563A1 DE 10359563 A1 DE10359563 A1 DE 10359563A1 DE 10359563 A DE10359563 A DE 10359563A DE 10359563 A DE10359563 A DE 10359563A DE 10359563 A1 DE10359563 A1 DE 10359563A1
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung (1) und ein Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen (7) mit einer aus einem ersten Formteil (2) und einem zweiten Formteil (3) bestehenden Form (4) und mit einem Vorstreckstempel (6) beschrieben. Das zweite Formteil (3) ist zum Öffnen und Schließen der Form (4) gegenüber dem ersten Formteil (2) verfahrbar ausgeführt. Das Halbzeug (7) ist in erwärmtem Zustand über den Vorstreckstempel (6) verformbar und über ein an dem vorgeformten Halbzeug (7) angelegtes Druckgefälle in seine endgültige Form bringbar. Der Vorstreckstempel ist mit dem ersten Formteil (2) fest verbunden und das Halbzeug (7) wird während einer Schließbewegung der Form (4) durch den Vorstreckstempel (6) verformt. Das Halbzeug (7) ist bei geschlossener Form (4) durch das anliegende Druckgefälle in seine endgültige Form bringbar, wobei das verformte Halbzeug unter Formzwang auf eine Temperatur abgekühlt wird, bei der das verformte Halbzeug formstabil ist (Figur 2).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen gemäß der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art und ein Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen gemäß der im Oberbegriff des Patentanspruches 7 näher definierten Art.
  • Bei aus der Praxis bekannten Thermoformprozessen werden folienartige und im Wesentlichen ebene Halbzeuge bzw. Kunststofffolien zwischen einem ersten Formteil und einem zweiten Formteil einer Form eines Werkzeuges eingeklemmt. Anschließend wird ein sogenannter Vorstreckstempel in Verformungsrichtung des Halbzeuges in einem Innenraum der Form, der von den beiden Formteilen begrenzt ist, derart bewegt, dass das erwärmte Halbzeug in eine definierte Vorverformungslage gebracht wird und in dieser Vorverformungslage auch gehalten wird. Anschließend wird das vorgeformte Halbzeug mit in die Form eingebrachter Druckluft oder über ein Vakuum in an sich bekannter Art und Weise in seine definierte Formlage verbracht bzw. ausgeformt, wobei über die eingebrachte Druckluft oder das Vakuum an dem vorgeformten Halbzeug ein in Verformungsrichtung wirkendes Druckgefälle an dem Halbzeug angelegt wird.
  • Dabei ist jedoch von Nachteil, dass das Werkzeug zum Thermoformen mit einem für die Bewegung des Vorstreckstempels konstruktiv aufwändigen Antrieb ausgeführt werden muss, was zu unerwünscht hohen Werkzeugkosten führt. Weiter ist von Nachteil, dass derart verformte Halbzeuge so genannte Abschreckmarken aufweisen, die durch die Bewegung des Vorstreckstempels und während der Verformung des Halbzeugs verursachten Materialdehnungen im Halbzeug verursacht werden.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen zur Verfügung zu stellen, mittels welchen ein Thermoformprozess verbessert und vereinfacht werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 und einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 7 gelöst.
  • Vorteile der Erfindung
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen wird ein Thermoformprozess dadurch verbessert und vereinfacht, dass eine Vorverformung des Halbzeuges mittels eines mit dem ersten Formteil der Form eines Werkzeuges fest verbundenen Vorstreckstempels bei geöffneter Form stattfindet und das Halbzeug erst bei geschlossener Form mittels eines an dem vorverformten Halbzeug angelegten Druckgefälles in seine endgültige Form verbracht wird.
  • Das bedeutet, dass beispielsweise auf einen konstruktiv aufwändigen Antrieb für den Vorstreckstempel, welcher bei aus der Praxis bekannten Vorrichtungen zum Thermoformen erforderlich ist, verzichtet werden kann. Dadurch wird einerseits ein Steuerungs- und Regelungsaufwand bei der erfindungsgemäß ausgeführten Vorrichtung mit fest stehendem Vorstreckstempel im Vergleich zu aus der Praxis bekannten Vorrichtungen reduziert, da lediglich eine Bewegung eines oder beider Formteile der Vorrichtung zum Schließen und Öffnen der Form gesteuert und geregelt werden muss. Andererseits reduzieren sich ohne den Antrieb für den Vorstreckstempel die Werkzeugkosten, so dass auch die Herstellkosten sinken.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, während des Vorverformungsprozesses des Halbzeuges durch den Vorstreckstempel, welcher während einer Schließbewegung der Form, d. h. wenigstens teilweise bei geöffneter Form, durchgeführt wird, u. U. ein Nachziehen von weiterem Halbzeugmaterial in den Innenraum der Form zuzulassen, so dass eine Veränderung der Dicke des Halbzeuges während des Vorverformungsprozesses im Vergleich zu herkömmlichen Thermoformprozessen reduziert wird.
  • Dies bietet die Möglichkeit, Halbzeuge mit geringerer Materialstärke als bei herkömmlichen Thermoformverfahren einzusetzen, wodurch unter anderem während einer dem Verformungsprozess vorgeschalteten Aufwärmphase des Halbzeuges ein geringerer Energieeintrag zur Erwärmung des Halbzeuges erforderlich ist.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
  • Zeichnung
  • Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Thermoformen von folienartigen Halbzeugen ist in der Zeichnung während verschiedener Prozessphasen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
  • 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung während einer ersten Prozessphase mit geöffneter Form;
  • 2 die Vorrichtung gemäß 1 während einer zweiten Prozessphase, während der ein zu verformendes Halbzeug zwischen die beiden Formteile der Vorrichtung eingebracht wird;
  • 3 die Vorrichtung gemäß 1 während einer dritten Prozessphase bzw. einer Vorverformungsphase des Halbzeugs;
  • 4 die Vorrichtung gemäß 1 am Ende der Vorverformungsphase, zu dem die Form der Vorrichtung geschlossen ist;
  • 5 die Vorrichtung gemäß 1 am Ende einer Ausformphase, zu dem das Halbzeug seine endgültige Form aufweist; und
  • 6 die Vorrichtung gemäß 1 am Ende des Thermoformprozesses, zu dem die Form vollständig geöffnet ist und das ausgeformte Halbzeug aus der Form entnehmbar ist.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • Bezug nehmend auf 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen mit einer aus einem ersten Formteil 2 und einem zweiten Formteil 3 bestehenden Form 4, in der das thermoplastische und in 2 näher dargestellte Halbzeug 7 aus einer im Wesentlichen ebenen Form in eine gewünschte Verformungslage gebracht wird.
  • Dabei ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 sowie der erfindungsgemäße Thermoformprozess zur Herstellung von napfartigen Behältnissen, vorzugsweise mit runden, ovalen oder ähnlichen Formen, besonders geeignet. Derartige Behältnisse werden beispielsweise zur Verpackung von pharmazeutischen Produkten, wie Tabletten, Kapseln oder dergleichen, verwendet.
  • So ist der Gegenstand nach der Erfindung zur Herstellung von Produkten geeignet, bei welchen ein am Halbzeug angelegtes Druckgefälle alleine nicht ausreichend ist, um die gewünschte endgültige Form herstellen zu können.
  • Die beiden Formteile 2 und 3 begrenzen in geschlossenem Zustand der Form 4 einen Innenraum 5 der Form 4, in dem ein mit dem ersten Formteil 2 bzw. der Maske der Form 4 fest verbundener Vorstreckstempel 6 angeordnet ist. Das zweite Formteil 3 bzw. das Formunterteil der Form 4 ist in Bezug auf das erste Formteil 2 derart verschiebbar angeordnet, dass das zweite Formteil 3 in die in den 2 bis 6 dargestellten Positionen bringbar ist. Der dazu erforderliche Antrieb ist aus der Praxis hinlänglich bekannt, weshalb auf eine nähere Beschreibung des Antriebes verzichtet wird.
  • Des Weiteren ist von dem zweiten Formteil 3 der Teil des Innenraums 5 begrenzt, der die endgültige Gestalt des Halbzeuges 7 am Ende des Thermoformprozesses als Negativ darstellt.
  • Das dem zweiten Formteil 3 zugewandte Ende des Vorstreckstempels 6 ist im Wesentlichen halbkugelförmig ausgeführt und kann bei anderen Anwendungen auch mit einer beliebigen anderen Form ausgeführt sein. Dabei liegt es selbstverständlich im Ermessen des Fachmannes, das dem zweiten Formteil 3 zugewandte Ende des Vorstreckstempels mit einer zur Erreichung der endgültigen Form des Halbzeuges optimierten Form auszuführen.
  • Das bedeutet, dass die Form des dem zweiten Formteil 3 zugewandten Endes des Vorstreckstempels 6 in Abhängigkeit der angestrebten endgültigen Form des zu verformenden Halbzeuges 7 derart angepasst ist, dass das Halbzeug 7 während einer Vorverformungsphase des Halbzeugs 7 mittels des Vorstreckstempels 6 in eine derart definierte Vorverformungslage gebracht wird, das das Halbzeug 7 während einer sich daran anschließenden Verformungsphase, während der das Halbzeug in seine endgültige Verformungslage gebracht wird, besonders leicht in seine gewünschte Form bringbar ist.
  • Bezug nehmend auf 2 ist die Vorrichtung 1 zum Thermoformen von thermoplastischen Halbzeugen nach wie vor in geöffnetem Zustand dargestellt, wobei das folienartige, thermoplastische Halbzeug 7 zwischen die beiden Formteile 2 und 3 in an sich bekannter Art und Weise eingebracht ist. Das Halbzeug 7 ist vor dem Einbringen in die Form 4 auf seine Umformtemperatur, die im materialabhängigen thermoelastischen Temperaturbereich des Halbzeugs 7 liegt, erwärmt worden.
  • Das Halbzeug 7 wird pro zu erzeugendem Behältnis jeweils in einem kreisförmigen Bereich 8 mit einem Durchmesser c in nicht näher dargestellten und im Prozessablauf der Form 4 vorgeschalteten mehreren Heizstationen erwärmt, wobei die Heizstationen beispielsweise mit Kontaktheizplatten ausgeführte Temperiereinrichtungen darstellen. Nach dem Erwärmen des Halbzeuges 7 wird dieses in der in 2 dargestellten Art und Weise zwischen die beiden Formhälften 2 und 3 der Form 4 eingebracht. In der Vorrichtung 1 findet selbst kei ne weitere Erwärmung des Halbzeuges im kreisförmigen Bereich 8 statt.
  • Das Halbzeug 7 wird dabei mit einem derartigen Abstand a zu dem ersten Formteil 2 zwischen die beiden Formteile 2 und 3 eingebracht, dass ein Kontakt zwischen dem Halbzeug 7 und dem Vorstreckstempel 6 vermieden wird. Das bedeutet, dass der Abstand a des Halbzeuges 7 von der dem zweiten Formteil 3 zugewandten Seite des ersten Formteiles 2 größer ist als das Maß b, um welches der Vorstreckstempel 6 aus dem ersten Formteil 2 in Richtung des zweiten Formteiles 3 vorkragt.
  • Anschließend wird das zweite Formteil 3 in Richtung des ersten Formteiles 2 bewegt, wobei das Halbzeug 7 in der in 3 und 4 dargestellten Art und Weise von dem zweiten Formteil 3 in Richtung des ersten Formteiles 2 geführt wird und in einem erwärmten ringförmigen Bereich 9 des kreisförmigen Bereichs 8, der ein Kreisringsegment mit der Breite e bzw. mit dem Außendurchmesser c und dem Innendurchmesser d ist, auf dem unteren Formteil 3 aufliegt. Dabei wird das Halbzeug 7 während des Schließvorganges der Form 4 zunehmend über den Vorstreckstempel 6 geführt und in einen vordefinierten Verformungszustand gebracht.
  • Da das Halbzeug 7 während des Schließvorganges der Form 4 der Vorrichtung 1 zum Thermoformen von thermoplastischen Halbzeugen noch nicht zwischen den beiden Formteilen 2 und 3 eingeklemmt ist, kann aus dem temperierten ringförmigen Bereich 9 während der Vorverformungsphase des Halbzeugs Material des Halbzeuges 7 über den Durchmesser d des Formteils 3 in den Innenraum 5 der Form 4 gezogen werden. Die ses während des Vorverformungsprozesses des Halbzeuges 7 nachgeführte Material des Halbzeuges 7 in denn Innenraum 5 wird zusätzlich zu dem ursprünglich im Bereich des Innenraumes 5 angeordneten Materials des Halbzeuges 7 verformt, wodurch eine geringere Reduzierung bzw. Einschnürung der Dicke des Halbzeugs 7 im nunmehr verformten Bereich des Halbzeuges 7 auftritt, was zu einer höheren Festigkeit des verformten Halbzeugs 7 bzw. des Formteils führt.
  • Damit besteht vorteilhafterweise generell die Möglichkeit, für den Thermoformprozess Halbzeuge mit geringeren Materialstärken einzusetzen, wodurch einerseits ein geringerer Materialeinsatz und andererseits ein reduzierter Energieeinsatz beim Erwärmen des Halbzeuges vor und während des Thermoprozesses erforderlich ist.
  • Die in 4 dargestellte Prozessphase des Thermoformprozesses zeigt die Form 4 der Vorrichtung 1 in geschlossenem Zustand, wobei das Halbzeug 7 durch den in den Innenraum 5 vorkragenden Vorstreckstempel 6 in seine vordefinierte Vorverformungslage gebracht ist.
  • Anschließend wird das vorgeformte Halbzeug 7 mit zwischen dem Vorstreckstempel 6 und dem ersten Formteil 2 in den Innenraum 5 der Form 4 in an sich bekannter Art und Weise zugeführter Druckluft derart beaufschlagt, dass an dem Halbzeug 7 ein Druckgefälle anliegt. Dieses Druckgefälle führt dazu, dass sich das aufgrund der Erwärmung elastische und vorgeformte Halbzeug 7 weiter verformt und an die durch das zweite Formteil 3 vorgegebene Kontur des Innenraumes 5 der Form anpasst und an die Wandungen des zweiten Formteiles 3 anlegt. Das Halbzeug 7 weist dabei in der in 5 dargestellten Position seine endgültige Form auf.
  • Das zweite Formteil 3 ist an dem dem ersten Formteil 2 abgewandten Ende des Innenraums 4 mit mehreren Entlüftungsbohrungen 10 ausgeführt, so dass sich zwischen dem Halbzeug 7 und dem zweiten Formteil 3 während der Beaufschlagung des vorgeformten Halbzeuges 7 mit Druckluft kein dem endgültigen Formprozess des Halbzeuges 7 entgegenwirkender Druck aufbauen kann.
  • Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen ist es vorgesehen, dass das während des endgültigen Verformungsprozesses des Halbzeuges 7 an dem Halbzeug anliegende Druckgefälle über ein in dem Innenraum 5 der Form 4 im Bereich zwischen dem Halbzeug 7 und dem zweiten Formteil 3 über die Entlüftungsbohrungen 10 erzeugtes Vakuum an dem Halbzeug 7 angelegt wird, um das Halbzeug 7 in die in 5 und 6 dargestellte endgültige Form zu bringen.
  • Die Beaufschlagung des Halbzeugs 7 mit der Druckluft und der Kontakt des Halbzeuges mit den Wandungen des zweiten Formteils 3 führt zu einem Abkühlen des Halbzeugs 7 unter Formzwang auf eine Temperatur, bei der das Halbzeug 7 bzw. das Formteil formstabil ist. Ist diese Temperatur erreicht, wird das endgültig ausgeformte Halbzeug 7 in der in 6 dargestellten Art und Weise durch Öffnen der Form 4 entformt und kann aus der Vorrichtung 1 entnommen werden.
  • Dazu wird das zweite Formteil 3 derart von dem ersten Formteil 2 wegbewegt, dass das geformte Halbzeug 7 ohne Kontakt mit den Formteilen 2, 3 oder mit dem Vorstreckstempel 6 aus der Vorrichtung 1 geführt kann.
  • Der vorbeschriebene erfindungsgemäße Thermoformprozess, bei dem das thermoplastische folienartige Halbzeug 7 in nicht verklemmtem Zustand über den Vorstreckstempel 6 geführt wird, bietet zudem den Vorteil, dass das beim Vorverformungsprozess des Halbzeuges 7 auftretende Gleiten des Halbzeuges 7 um den Vorstreckstempel 6 in einer für die Fertigungsgüte des angestrebten Formteiles günstigeren Art und Weise stattfindet als dies während des Vorverformungsprozesses bereits verklemmter Halbzeuge der Fall ist.
  • Die höhere Fertigungsgüte ergibt sich u. a. daraus, dass durch den erfindungsgemäßen Thermoformprozess hergestellte Formteile erheblich weniger Abschreckmarken aufweisen als Formteile, welche nach herkömmlichen Thermoformverfahren eingestellt werden.
  • Insbesondere bei der erfindungsgemäßen Herstellung von Kaffeesahnebechern mit Längsrippen stellt sich eine erheblich bessere Ausformung der Becher, insbesondere im Bereich der Längsrippen, im Vergleich zu nach herkömmlichen Thermoprozessen hergestellten Produkten ein. Des Weiteren sind erfindungsgemäß hergestellte Kaffeesahnebecher durch eine stabilere Becherform gekennzeichnet, da während des Vorverformungsprozesses des Halbzeuges kontinuierlich Material des Halbzeugs in der vorbeschriebenen Art und Weise nachge führt wurde und die hergestellten Kaffeesahnebecher nur wenig Abschreckmarken aufweisen.

Claims (8)

  1. Vorrichtung (1) zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen (7) mit einer aus einem ersten Formteil (2) und einem zweiten Formteil (3) bestehenden Form (4) und mit einem Vorstreckstempel (6), wobei das zweite Formteil (3) gegenüber dem ersten Formteil (2) zum Öffnen und Schließen der Form (4) verfahrbar ausgeführt ist, und wobei das Halbzeug (7) in erwärmtem Zustand über den Vorstreckstempel (6) verformbar und über ein an dem vorgeformten Halbzeug (7) angelegtes Druckgefälle in seine endgültige Form bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorstreckstempel (6) mit dem ersten Formteil (2) fest verbunden und derart in der Form positioniert ist, dass das Halbzeug (7) während einer Schließbewegung der Form (4) durch den Vorstreckstempel (6) verformbar ist, wobei das Halbzeug (7) bei geschlossener Form (4) durch das anliegende Druckgefälle in seine endgültige Form (4) bringbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbzeug (7) bei geöffneter Form (4) derart zwischen dem ersten Formteil (2) und dem zweiten Formteil (3) anordenbar ist, dass das Halbzeug (7) während des Schließvorgangs der Form (4) von dem zweiten Formteil (3) über den Vorstreckstempel (6) geführt wird, wobei während des Vorstreckprozesses des Halbzeugs (7) zunehmend Halbzeug (7) in einen von dem ersten Formteil (2) und dem zweiten Formteil (3) begrenzten Innenraum (5) der Form (4) führbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem zweiten Formteil (3) zugewandtes Ende des Vorstreckstempels (6) eine dem zweiten Formteil (3) zugewandte Seite des ersten Formteils (2) derart überragt, dass das Halbzeug (7) während des Schließvorgangs der Form (4) in einen vordefinierten Verformungszustand bringbar ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckgefälle mittels eines ausgehend von dem ersten Formteil (2) auf das Halbzeug (7) aufgebrachten Druckluftstroms an dem vorgeformten Halbzeug (7) angelegt wird.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des von dem zweiten Formteil (3) begrenzten Teils des Innenraums (5) der Form (4) mehrere Entlüftungsbohrungen (10) vorgesehen sind.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem zweiten Formteil (3) zugewandtes Ende des Vorstreckstempels (6) mit einer an das Material des Halbzeugs (7) und an eine endgültige Ausgestaltung des Halbzeugs (7) angepassten Form ausgeführt ist.
  7. Verfahren zum Thermoformen von thermoplastischen, vorzugsweise folienartigen Halbzeugen (7) mit einer Vorrichtung (1) gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: a) Erwärmen des Halbzeugs (7) auf seine Umformtemperatur, vor Einbringen des Halbzeuges (7) an die Form (4) zu einem vordefinierten kreisförmigen Bereich (8); b) Einführen des Halbzeugs (7) zwischen das erste Formteil (2) und das zweite Formteil (3); c) Schließen der Form, wobei das Halbzeug (7) von dem in Richtung des ersten Formteils (2) bewegten zweiten Formteil (3) derart über den Vorstreckstempel (6) gezogen wird, dass das Halbzeug (7) bei geschlossener Form (4) eine definierte Vorverformungslage aufweist; d) Beaufschlagen des vorgeformten Halbzeugs (7) mit einem Druckgefälle bei geschlossener Form (4), so dass das Halbzeug (7) weiter verformt wird; e) Abkühlen des verformten Halbzeugs (7) unter Formzwang auf eine Temperatur, bei der das verformte Halbzeug (7) formstabil ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest während des Schließvorganges der Form (4) und des Ziehens des Halbzeugs (7) über den Vorstreckstempel (6) Material des Halbzeugs (7) aus dem Auflagebereich (8) des Halbzeugs (7) auf dem zweiten Formteil (3) in den Innenraum (5) der Form (4) geführt wird.
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