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Gegenstand
der Anmeldung sind flächige und
geformte Elemente zum Ersticken von Bränden, als Schutz gegen Entflammen
und zur Dämmung
bei Explosionsgefahr.
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Zum
Stand der Technik gehören
Löschdecken
in verschiedenen Ausführungen.
Dabei handelt es sich um flächige
Gewebe z.B. entsprechend DIN 14155. Die deutsche Patentschrift
DE 19655125 C2 zeigt
einen abwickelbaren Brandschutzvorhang, der im Hausbereich eingesetzt
wird. Auch auf dem Gebiet der Brandschutzmatten gibt es ebenfalls
vielfältige
Entwicklungen. So wird in
AT
001143 U1 eine Brandschutzmatte beschrieben, bei der auf
einen Beschichtungsträger
(z.B. Papier) eine Mischung aus Außendispersion, Malerton und
Sand aufgebracht wird. Diese Beschichtung ist feuenesistent und
wird bei Erwärmung
elastisch, wodurch sich die Oberfläche verformt und somit die
Sauerstoffzufuhr unterbindet. In dieser Quelle wird u.a. auch die
mehrlagige Verwendung dieser Brandschutzmatte vorgeschlagen. In
DE 8008190 U1 wird
eine Brandschutzmatte in Form einer Materialbahn vorgestellt, welche
aus einem flächigen
Trägermaterial
besteht, das mit einer Vielzahl von Löchern und mit einer Beschichtung
aus Brandschutzmasse versehen ist.
DE
69228571 beschreibt eine Brandschutzplatte, die aus einem
sich aufblähenden
Feuerschutzmaterial besteht. In WO 91/18155 ist eine Brandschutzmatte
zu sehen, die mit Stiften an einer Wand befestigt wird.
DE 4211732 A1 zeigt
eine Isoliermatte aus einem Flachsfaservlies, dem ein Brandschutzmittel
beigegeben ist. Zu Stabilisation werden die Fasern verklebt und
ggf. Wasserglas zugesetzt. In
DE
69604412 wird ein sog. Feuerbarrierefilz vorgestellt. Bei
Temperaturen von mind. 350° entsteht
daraus ein selbstragendes verkohltes Material.
DE 69607335 beschreibt eine biegsame
Vorrichtung mit feuerhemmenden Eigenschaften, die aus einem Netz
mit chemisch und physikalisch stabilen Partikeln besteht. Bei Temperaturerhöhung läuft eine
endotherme Reaktion ab, durch welche Wärmeenergie verbraucht wird.
In
DE 69807530 wird
ein flexibles selbstragendes Feuersperrmaterial beschrieben. Es
besteht u.a. aus anorganischen Fasern wie z.B. Glasfasern, Glaskeramikfasern,
Keramikfasern, Mineralfasern, Metallfasern, feuerfesten Kohlenstofffasern
oder Aluminosilicatfasern. Auch hier ist eine endotherme Reaktion
vorgesehen.
DE 4114620
A1 beschreibt flächige
Flammenspenen zum Ersticken von Feuern. Diese Flammenspenen bestehen
einer porigen Vorrichtung, z.B. aus einem Drahtgewebe, welches nach
dem Davy'schen Prinzip die
Flammenausbreitung einschränkt,
wenn es langsam auf einen Brand abgesenkt wird. Zum Aufspannen und
Absenken werden die Flammenspenen auf sog. Lafetten oder Rosten
installiert.
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Aufgabe
der Erfindung sind Elemente zum Löschen von Bränden und
zum temporären
oder inhärenten
Schutz vor Entflammung und vor Explosionen. Der Anwendungsbereich
soll sich auf alle Brandklassen A bis D und auf alle Brandfälle erstrecken:
Brände
im Haushalt, Wohnungs-, Gebäude-, KfZ-,
Wald-, Chemie-, Öl-,
Elektro- und auch Schwelbrände.
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Hauptmerkmal
der Erfindung ist ein Brandschutzelement bei dem ein – vorzugsweise
elastisch vorgespannten – Expander,
eine im Lagerzustand gefaltete Löschdecke
expandiert und einen Brandherd abdeckt, um die Luftzufuhr zu unterbinden
bzw. die Ausdehnung eines Feuers zu verhindern.
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Nach
einem weiteren Merkmal wird die Entfaltung der Brandschutzelemente
durch den Expander mittels eines Auslösers gestartet. Die Aktivierung des
Auslösers
erfolgt je nach Einsatz manuell beim Auswurf, durch den Aufschlag
des Brandschutzelementes, direkt durch die Hitzewirkung des Brandherdes,
selbsttätig
durch einen Distanzzünder,
durch Funk oder durch einen Temperatur-, Strahlung- oder Rauch-Sensor.
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Zur
Entfaltung des Brandschutzelementes wird erfindungsgemäß die Verformungsenergie
eines kompaktierten, elastisch vorgespannten Expanders eingesetzt,
daneben kann auch Druckenergie aus pyrotechnischen Gasgeneratoren,
aus Druckgaspatronen oder Dampf herangezogen werden, ebenso die
Wurfenergie, Zentrifugalkräfte
und Archimedes Auftrieb.
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Nach
einem weiteren Merkmal sind für
den Einsatz bei den Brandklassen A, B und C die Löschdecken
bereits im Lagerzustand angefeuchtet. Größere Lagerzeiten geben Brandschutzelemente
die einen internen Wasserbeutel enthalten und/oder bei denen die
Löschdecke
erst unmittelbar vor dem Einsatz extern getränkt wird.
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Nach
einem weiteren Merkmal sind für
den Einsatz bei allen Brandklassen A bis D Expander und Löschdecke
aus elektrisch nicht leitendem Material (Keramik, Kunststoff).
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Nach
einem weiteren Merkmal erhalten die Brandschutzelemente eine Oberflächenbeschichtung,
um das Strahlungsverhalten einzustellen. Zum thermischen Eigenschutz
der Löschdecke
ist es vorteilhaft, die dem Brand zugewandte Seite reflektierend
und die abgewandte als „schwarzen
Strahler" auszuführen. Um
ein Objekt gegenüber
einer Flammenfront zu schützen
sind beidseitig reflektierende Löschdecken
zweckmäßig.
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Nach
einem weiteren Merkmal besteht der Expander aus zwei oder mehreren
kräftemäßig – und auch
elektrisch – entkoppelten
Teilstücken,
um eine gewichtsbedingte, selbsttätige Anpassung der Löschdecke
an die Kontur des Brandherdes zu erreichen und damit eine effektivere
Abdeckung zu gewährleisten.
Dieselbe Wirkung lässt
sich mit Expandern erreichen, die durch Hitzeeinwirkung oder selbsttätig nach
der Expansion ihre Eigensteifigkeit verlieren.
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Nach
einem weiteren Merkmal erhalten die Expander nach der Entfaltung
eine zusätzliche
Versteifung, um die Brandschutzelemente als selbsttragende Wand
zu nutzen. Damit kann einmal eine Flammenfront aufgehalten oder
abgelenkt, ein Brandherd eingegrenzt oder ein zu schützendes
Objekt eingeschlossen werden.
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Nach
einem weiteren Merkmal sind die expandierten Brandschutzelemente
als Hohlköper
ausgebildet. Bei Bränden
in geschlossenen Räumen wird
dadurch Verbrennungsluft entfernt und bei Gefahr von Gas- und Staubexplosionen
das Explosionsgemisch abgezogen. Die notwendigen Öffnungen sind
durch ein Netz analog der Davy'schen
Grubenlampe bzw. durch Rückschlagventile
gegen Durchzünden
gesichert. Im Weiteren verkleinern die Hohlkörper den effektiven Konvektionsquerschnitt,
erhöhen
den Strömungswiderstand
und erschweren so die Luftzufuhr zur Brennstelle.
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Nach
einem weiteren Merkmal werden gefährliche Sprengladungen mit
Brandschutzelementen abgedeckt, ebenso die zu schützenden
Objekte. Eine solche Schutzschicht dämmt sowohl Emission als auch
Immission einer Explosion.
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Der
Erfindungsgegenstand ist anhand verschiedener Ausführungsbeispielen
näher spezifiziert:
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1 bis 6:
Plane Grundformen eines Brandschutzelementes
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7 bis 9:
Zu Hohlkörpern
geformte Brandschutzelemente
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10 und 11: Zu selbsttragenden Wänden ausgebildete
Brandschutzelemente
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12 bis 14:
Zu Gehäusen
ausgebildete Brandschutzelemente
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15 bis 20: Ausführungsformen von Auslöser und
Expander
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21 bis 28:
Ausführungsformen
der Löschdecke
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29 bis 32: Ausbringung
von Brandschutzelemente
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33 bis 45:
Spezielle Einsatzfälle
für Brandschutzelemente
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Zur
rationelleren Beschreibung werden die nachfolgend vereinbarten Bezeichnungen
eingeführt: Mit
der Nummer X einer Figur bedeutet X0 ein Brandschutzelement im expandiertem
Betriebszustand, X0' im
komprimierten, Platz sparenden Lagerzustand, bzw. X0'' in einem Zwischenstadium. Ein Brandschutzelement
X0 setzt sich aus den drei Grundelementen zusammen: Einem Auslöser X1,
einem Expander X2 und einer Löschdecke
X4. Der Auslöser
X1 gibt den Expander X2 frei und dieser entfaltet die Löschdecke X4.
Im kompaktierten Lagerzustand wird der Expander mit X2' und die Löschdecke
mit X4' bezeichnet. Im
Weiteren hält
der Expander X2 bzw. die Expanderkomponente X3 die eingestellte
Form des Brandschutzelementes X0 aufrecht. Die eigentliche Abdeckfläche bildet
die Löschdecke
X4 mit ihren Komponenten X5 zum Schutz gegen Zug- und andere mechanische,
chemische und thermische Belastungen und besteht aus feuerfesten
Materialien in Form von Folien, Geweben, Vliesen oder Tragegittern
mit Gewöllen
oder Mikronadeln und ist ganz oder teilweise gasundwchlässig. X6
betreffen Mittel zur Fixierung der Brandschutzelemente X0 gegenüber dem
Brandherd und untereinander, z.B. Haken, Gewichte, Klebe- und Klettstellen,
auch um ein Gleiten aufgrund des Leidenfrost-Effektes auszuschließen. Unter
X7 sind Versteifungen, Stützen,
Streben und Verbindungen zusammengefasst mit denen sich selbsttragende
Formen wie Wände,
Hauben und Hohlkörper
realisieren lassen. Mittel zur Ausbringung der Brandschutzelemente
X0' sind mit X8
gekennzeichnet. Schließlich
bezeichnet X9 der Brandherd bzw. im inversen Einsatzfall das zu
schützende
Objekt. -Nach 2 wird der interne Aufbau
eines Brandschutzelementes X0 mit Auslöser X1, Expander X2, X3 und Löschdecke
X4, X5 nicht mehr in allen Ausführungsbeispielen
explizit ausgewiesen. Für
das Verständnis ist
es dort ausreichend, auf den übergeordneten
Begriff Brandschutzelement X0 zu abstrahieren.
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Die
punktgenaue Ausbringung eines Brandschutzelementes wird durch die
(a) Konvektionsgeschwindigkeit und die thermische Belastung durch die
(b) Temperatur an der Brandstelle bestimmt. Es ist zweckmäßig, diese
für alle
Ausführungsbeispiele geltenden
Auslegung- und Einsatzkriterien voranzustellen:
- (a)
Ein Brandherd mit einer Heizleistung Q° [W] verursacht neben der – marginalen – stöchiometrischen,
eine thermische Volumenvermehrung ΔV° = (κ – 1) Q°/κp0 [m3/s]. Darin ist p0 =
105 [Pa] der Umgebungsdruck und κ ist der
Adiabatenexponent; in ausreichender Näherung kann mit κ = 1,4 [–] der Exponent
von Luft und Brandgas gleichgesetzt werden. Bei einer Heizleistung
von z.B. Q° =
10 [MW], das entspricht der Verbrennung von ca 0,5 kg Holz pro Sekunde,
ist die zeitliche Volumenvermehrung ΔV° ≈ 25 [m3/s].
Die durch diese Volumenvermehrung bedingten Auftriebsgeschwindigkeiten
selbst sind situationsabhängig.
Im ungünstigsten
Fall bildet sich ein senkrechter Auftriebskanal mit einer Bernoulli-Strömung, wo
die radial zur Kanalachse gerichteten Radiometerkräfte einen Überdruck
aufrechterhalten, so dass maximale Strömungsgeschwindigkeit – der sog.
Feuersturm – erreicht
wird.
- (b) Im Weiteren soll die Wärmestrahlung
zur Strahlungskühlung
verwendet werden. Ein Strahler der Temperatur T gibt die Wärmeleistung
N = σT4 [W/m2] ab. Die
Löschdecke
X4 als schwarzen Strahler erreicht im Optimum σ = 5,6·10–8 [W/m2K4]. Wird zusätzlich dem
Brandgas ein Volumenanteil γ [–] an schwarzen
Partikeln mit einem mittleren Kugelradius r [m] zugemischt, so besteht eine
spezifische Oberfläche
s = 3γ/r
[m2/m3], die bei
einer Brenngastemperatur TB eine spezifische Strahlungskühlung n
= s σTB 4 [W/m3]
und eine Temperaturabnahme TB° = 3σγ(κ – 1)TB 5/rκp0 [K/s] ergibt. Gerade die sehr hohen Brandgastemperaturen
TB lassen sich dank der TB5 – Abhängigkeit schnell
abkühlen,
um so die thermische Belastung der Löschdecke X4 herabzusetzen,
bzw. billigere Ausführungsformen
benützen
zu können.
Mit den im Quadrat der Temperaturgradienten fallenden Radiometerkräften wird
sekundär
auch die Konvektion überproportional
reduziert.
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In
der Draufsicht von 1a spannen biegeelastische Expander 12,
z.B. Stahldraht oder – band, eine
aus der feuerfesten Löschdecke 14 gebildetes Brandschutzelement 10 auf.
Bei Bränden
der Klasse D besteht der Expander 12 aus elektrisch nicht
leitendem Material, z.B. aus faserverstärkten Kunststoffen. In 1b ist
das Brandschutzelement 10'' aufgewickelt
und in 1c zusätzlich in die Platz sparenden Lagerform 10' aufgerollt.
Ein brennbares Band 11, z.B. Textilband hält den kompaktierten,
elastisch vorgespannten Expander 12 zusammen. In einen Brandherd
geworfen verbrennt das Band 11 und die Expander 12 öffnen die
Brandschutzmatte 10. Zur besseren Anpassung an die Kontur
des Brandherdes und um damit eine effektivere Luftabschnürung zu
erreichen, haben die umlaufenden Expander 12 biegeweiche
Unterbrechungen 13. Bei der Löschdecke 14 kann auf
den bekannten Stand der Technik zurückgegriffen werden, die Entfaltung
und die Zugentlastung durch den umlaufenden Expander 12 erlaubt
darüber hinaus
sehr viel kleinere Flächengewichte,
einschließlich
dünnwandiger
Folien. Für
den Auswurf per Hand eignet sich auch das stabförmig aufgewickelte Brandschutzelement 10'' aus 1b.
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2a und 2b zeigen
in Drauf- und Seitenansicht ein expandiertes Brandschutzelement 20. Analog
zu 1 wurde wieder eine Löschdecke 24 durch
einen elastischen Expander 22 entfaltet. Zur Zugentlastung
und zur besseren Anpassung an den Brandherd ist die Löschdecke 24 gewölbt. In 2c befindet
sich die Brandschutzmatte 20'' in einer gefalteten
Zwischenform, um mit einer oder mehreren Faltungen in die Lagerform 20' nach 2d überführt zu werden.
Nach 2e wird das Brandschutzelement
in eine evakuierte Tasche 21 aus brenn- oder schmelzbarer Kunststoff-Folie
eingeschweißt. Bei
Hitzeeinwirkung löst
sich die Tasche 21 und das durch den Außendruck zusammengehaltene
Brandschutzelement 20' kann
expandieren. Die Verpackung in einer vakuumdichten Tasche 21 erlaubt auch
mit Wasser oder Wasserglas getränkte
Löschdecken 24.
-Eine praktisch unbegrenzte Lagerzeit erreicht man mit einer integrierten
Wasserampulle, die beim Auswurf oder durch einen Auslöser geöffnet wird
und erst dann die Löschdecke 24 befeuchtet.
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Der
Effizienz wegen und um mit größerem Gewicht
zielgenauer zu treffen ist es zweckmäßig, mehrere Brandschutzelemente
gleichzeitig auszuwerfen. In 3 ist ein
Verbund von expandierten Brandschutzelementen 30 zusätzlich durch
eine Verbindungsleine 37 zusammengehalten. Eine solche flexible
Anordnung vermag sich besser an die Brandstelle anzuschmiegen und
ist mit der einstellbaren Zahl und Größe der Einzelelemente fallweise
an den Brandherd anpassbar. Eine anfangs unvollständige Abdeckung
hilft das durch Pyrolyse noch freiwerdende Brenngas verpuffungsfrei
abzufackeln und so auch die Rauchentwicklung zu verhindern.
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In 4 ist
eine Brandschutzmatte 40 in Bandform ausgeführt. Im
Lagerzustand zusammengerollt, sorgt der Expander 42, z.B.
Stahlband, für
ein selbsttätiges Öffnen der
Brandschutzmatte 40. Die Löschdecke 44 wird durch
die Verstärkungsstreben 43 mit
aufgespannt. Wegen der besseren Lagerfähigkeit und auch für den Einsatz
bei Elektrobränden
der Klasse D ist das Brandschutzelement 40 trocken, kann
aber für
die Brandklassen A, B und C durch Eintauchen in ein Wasserbad vor
Gebrauch getränkt werden.
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In
den vorangegangen Ausführungsbeispielen
war stillschweigend von einer waagerechten oder nur schwach geneigten
Brandfläche
ausgegangen, bei der das Eigengewicht eines Brandschutzelementes
zur Abdeckung ausreicht. Für
den Einsatz an steilen oder überhängenden
Brandflächen
hat in 5a das kompaktierte Brandschutzelement 50' die Form eines
zusammengefaltenen Schirms, bestehend aus den strebenförmigen Expandern 52' und der Löschdecke 54'. Ein Auslöser 51 hält die elastisch
vorgespannten Expander 52' zusammen.
Die Schirmspitze ist als Widerhaken 56 ausgebildet, um
wie in 5b nach dem Einschuss an einer
Holzwand 59 festzuhaken. Ein Haften an einer Wand lässt sich
auch durch Kleben oder Kletten erreichen. Ein konventioneller Aufschlagzünder aktiviert
dabei den Auslöser 51,
dieser gibt die Expander 52 bis zum Anschlag frei, um eine
dichtend anliegende Löschdecke 54 zum
Schutz der Holzwand 59 zu gewährleisten. -Im Weiteren ist damit
bei Waldbränden
mit Bodenfeuer auch den Einsatz von der Luft aus möglich. Dank
der Pfeilform kann das Brandschutzelement 50' den Kronenraum durchstoßen und
expandiert am Boden.
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In
der 6a und 6b ist
eine Brandschutzmatte 60' und 60 im
Lager- und Expansionszustand gezeigt. Im expandierten Zustand wurden
die 4 Endmassen 66, z.B. Wasser- oder Sandbeutel,
durch einen Expander 62 radial nach außen beschleunigt und spannen
die rechteckige Löschdecke 64 auf.
Der Expander 62 selbst kann durch Federkraft, durch Druckgas
oder pyrotechnisch angetrieben werden. Zur mechanischen Entlastung
der Löschdecke 64 sind
die Endmassen 66 untereinander durch zugfeste Drähte bzw.
Schnüre 63 verbunden.
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In 1 bis 6 ging
es darum, mit flächenförmigen Brandschutzelementen
einen Brandherd abzudecken und zu ersticken. Die expandierten Brandschutzelemente 70, 80 und 90 in
den 7 bis 9 haben Volumenform. Sie bestehen
wieder aus den von Expandern 72, 82 und 92 aufgespannten
Löschdecken 74, 84 und 94.
Im Weiteren sind Einlässe 75 (bei
den 8 und 9 nicht eingezeichnet) vorgesehen,
durch die nach einer manuellen oder selbsttätigen Auslösung und Expansion Luft in
die Brandschutzelemente 70, 80 und 90 einströmen kann.
Damit wird Luftsauerstoff aus dem Brennraum abgezogen. In gleicher
Weise werden damit auch explosive Luftgemische abgesaugt und so
neutralisiert. Um ein Durchzünden
zu verhindern, sind die Einlässe 75 mit Drahtgitter
wie bei der Davy-Grubenlampe versehen, bzw. als Rückschlagventil
ausgebildet. Luftentnahme, Volumenverdrängung und Strömungswiderstand der
Brandschutzkörper 70, 80 und 80 behindern
die Konvektion und senken die Brandrate. Die Quaderform nach 7 ist
vergleichsweise leicht herzustellen und unterstützt die Abdeckwirkung. Die
Kugelform nach 9 erreicht – mit hier nicht eingezeichneten
Spanndrähten – maximale
Steifigkeit, um auch mehrlagige Schichtungen zu tragen. Die Linsenform nach 8 hat
am Rand flächenförmige Ausläufer 85 und
gewährleistet
neben der Luftentnahme gleichzeitig eine Abdeckung eines Brandherdes.
Für den mechanischen
Zusammenhalt sind die Brandschutzelemente 70, 80 und 90 z.B.
mit Haken 76, mit Klettvorrichtungen 86 und/oder
mit Klebestellen 96 versehen.
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Im – nicht
dargestellten – Lagerzustand
ist eine Brandschutzmatte nach 10 zu
einer Linie komprimiert. Nach der Auslösung strecken sich die unter
elastischer Spannung stehenden Expander 102 und spannen
eine senkrecht stehende Schutzwand 100 auf. Abspannungen 107 sorgen
für einen stabilen
Stand. Zur mechanischen Entlastung ist die Folie 104 mit
zugfesten Drähten 105 versteift.
In 11a tragen Expander 112 eine senkrechte Schutzwand 110,
bestehend aus einer Folie 114 und Verstärkerdrähten 115. Um für sehr große Höhen eine
ausreichende Knicksteifigkeit zu gewährleisten und die Schutzwand 110 trotzdem
auf minimales Lagervolumen komprimieren zu können, erhalten die Expander 112 einen
Querschnitt mit veränderlichem Flächenträgheitsmoment:
In 11b und 11c sind
dies zwei am Rand zusammengeschweißte, gewölbte Stahlbänder 117. Im Ruhezustand
sind die Stahlbänder 117' plan und lassen
sich so zusätzlich aufrollen.
In der Ausführung
von 11d sind 4 Stahlstäbe 117' zusammengedrückt und
durch einen Zylindermantel 113' miteinander verbunden und bilden
einen zur Lagerung weiter zusammenrollbaren Expander 112'. Durch Aufblasen
des Zylinderhohlraumes des elastischen Zylindermantels 113 mit Pressluft
bildet sich der Betriebszustand eines Expanders 112 mit
maximaler Biege- und Knicksteifigkeit nach 11e.
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In 12 spannen
Expander 122 eine Haube 120 auf. Diese kann mittels
eines Halteseils 127 von einem Hubschrauber aus über einem
punktuellen Brandherd abgesetzt werden. Die Ausführungsbeispiele nach den 13 und 14 betreffen
den Schutz vor einer Brandstelle. Das Brandschutzelement 130 ist
durch die Expander 132 halbkreisförmig gebogen und bildet Brandschutzelement 130 ist durch
die Expander 132 halbkreisförmig gebogen und bildet einen
Fluchtkanal 139, z.B. für
eine Leiter oder einen Gang. In 14 bildet
ein Brandschutzelement 140 eine Röhre 149, z.B. zum
Abseilen von Eingeschlossenen.
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Die 15 bis 20 zeigen verschiedene Ausführungen
von Auslösern
und Expandern. Für
die in 15 und 16 symbolisch
dargestellten Auslöser 151 und 161 gibt
es einen vielseitigen Stand der Technik, abhängig von der Aufgabenstellung.
Für eine
große
Wurfweite und – genauigkeit
ist eine Auslösung
erst nach dem Aufschlag am Brandherd vorteilhaft. Hierfür eignen
sich Aufschlagzünder,
Zündschnüre, brenn-
oder schmelzbare Auslöser 11 und 21 wie
in den 1c und 2d oder
durch Hitze, Strahlung oder Rauch der Brandstelle aktivierte Auslöser. Da
in der Wurfphase geringere Expansionskräfte ausreichen, kann mit zeitverzögerten Zündern oder
Distanzzündern
die Expansion erst unmittelbar vor dem Aufschlag ausgelöst werden.
Dies ist bei den schweren, mit Wasser gefüllten Expandern nach 16 und 17 vorteilhaft.
Schließlich
ist bei vorbeugendem Auslegen – und
zum Auffinden und Einsammeln von nichtgebrauchten Brandschutzelementen – Funkauslösung vorteilhaft.
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In 15 bis 17 sind
die Expander 152, 162 und 172 als flexible
Rohre dargestellt. In 15 wird ein Gasgenerator 158 (oder
eine Patrone mit Druckgas) durch den Auslöser 151 aktiviert,
so dass sich der Expander 152 mit Druckgas füllt, versteift und
somit eine Löschdecke
entfaltet. 16 ist mit Auslöser 161,
Gasgenerator 168 und Expander 162 zu 15 nahezu
identisch. Zusätzlich
ist hier der schlauchförmige
Expander 162 mit Wasser 166 gefüllt. Im
drucklosen Zustand ist der Expander 162 biegeweich und
lässt sich
Platz sparend zusammenlegen. Vom aktivierten Gasgenerator 167 unter
Druck gesetzt, streckt sich der Expander 162 und öffnet damit
das Brandschutzelement. Die Füllung
des Expanders 162 mit Wasser 166 benötigt weniger
Druckgas, dient als Auflagegewicht und zur Befeuchtung der Löschdecke.
Vergleichbar wie beim Airbag sorgt eine kleine Öffnung dafür, dass sich nach der Expansion der
Druck wieder selbsttätig
abbaut, der Expander 162 wieder biegeweich wird und sich
dadurch effektiver anschmiegt. In 17 wird
eine Patrone 171 mit einer leicht siedenden Flüssigkeit
durch den Brandherd erhitzt und bringt diese bei einem einstellbaren Dampfdruck
zum Platzen und setzt damit den wieder mit Wasser 176 gefüllten Expander 172 unter
Druck und bringt das Brandschutzelement vom Lager- in den Betriebszustand.
Eine Temperaturerhöhung
direkt zur Entfaltung der Brandschutzmatte zu nutzen, zeigt 18.
Dazu ist der Expander 182 aus den Bimetallstreifen 183 und 187 aufgebaut.
Diese sind so eingestellt, dass sie bei Umgebungstemperatur Platz sparend
eingerollt sind und erst bei Hitzeeinwirkung ein Biegemoment zum
Expandieren freigesetzt wird. Vergleichbar dazu ist, den Expander 182 aus
einer Memory-Legierung herzustellen, der bei einer bestimmten Temperatur
von der Lager- in die Einsatzform übergeht. Da beide Expansionseffekte
reversibel sind, eignen sich diese Ausführungen zusätzlich zum Schutz bei temporären Überhitzungen.
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In 19 und 20 geht
es um die Verringerung der Steifigkeit des Expanders 192 und 202 nach dem
Entfaltungsvorgang. Bei einem plastischen Verhalten des Expanders
kann sich dieser besser an die Kontur eines Brandherdes anschmiegen
und effektiver abdichten. Dazu sind im Ausgangszustand nach 19a an dem Expander 192' Streben 193' angeklebt,
dadurch ist das Flächenträgheitsmoment
und die Biegesteifigkeit vergrößert. Bei
Hitzeeinwirkung löst
sich die Klebung und wie in 19b dargestellt stellen
sich die Streben 193 ab und der Expander 192 ist
sehr viel biegeweicher und anschmiegsamer. Die Streben 193 dienen
zusätzlich
als Haken zur Fixierung auf der Unterlage und zur gegenseitigen
Verhakung der Brandschutzelemente untereinander. In 20a und 20b erfolgt
die Erweichung eines Expanders 202 durch Auflösung in
mehrere Sub-Expander 203, wieder ausgelöst durch Wärme- oder auch Löschwassereinwirkung.
Beide Maßnahmen beschleunigen
auch die spätere
Verrottung.
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21 bis 28 zeigen
im Querschnitt zusätzliche
Eigenschaften von Löschdecken
X4. In 21 ist die Löschdecke 214 durch
ein Tragegitter 215 verstärkt. Über die Oberfläche 216 der
Löschdecke 214 kann
die thermische Absorption und Emission eingestellt werden. Zur Strahlungskühlung eignet sich
eine schwarze und zur Strahlungsabwehr eine reflektierende Oberfläche. In 22 soll
eine geschlossene Folie 224 lageunabhängig sein. Dazu ist eines Wasseraufnehmendes
Substrat 225, z.B. ein Polyacrylat-Geflecht beidseitig
angebracht und durch eine Öffnung 227 miteinander
verbunden. Beim nachträglichen
Aufspritzen von Löschwasser
kann das Substrat 225 von beiden Seiten Wasser aufnehmen.
Neben der Abkühlung
sorgt das Wassergewicht auch für
eine effektive Anschmiegung und Fixierung an den Brandherd. In 23 ist
eine Löschdecke 234 mit
einer Doppelschicht 235 dargestellt. Der Zwischenraum wird
von einer elastischen Isolierschicht 236, z.B. Mineralwolle
aufrechterhalten. Dies ist dann angebracht, wenn ein Objekt vor
einer ankommenden Flammenfront geschützt werden soll. In 24 sind
punktuelle Kleber 245 an einer Löschdecke 244 angebracht.
Der Kleber 245 besteht aus mehreren Schichten, mit der äußersten
Klebeschicht ausgelegt auf Normaltemperatur und der inneren als
Schmelzkleber wirksam für
höhere
Temperaturen. Bei weichen Unterlagen und dünnen Löschdecken 244 ist ein
vollflächiger
Selbstkleber am zweckmäßigsten.
In 25 sind in eine Löschdecke 254 Subdecken 255 eingefügt, die
nicht durch eigene Expander, sondern durch die lokale Zugspannung
geöffnet
werden. Dies dient wieder zur effektiveren Anschmiegung und als Rissschutz.
In 26 ist eine Löschdecke 264 nicht plan,
sondern erhält
Vertiefungen 265. Dadurch kann sich die Löschdecke 264 besser
an die Kontur eines Brandherdes anschmiegen und zum andern helfen die
Vertiefungen 265 Löschwasser
und Sand als Stabilisierungsgewicht 267 festzuhalten. Das
Ausführungsbeispiel
nach 27 betrifft eine Löschdecke 274 die Auftriebshilfen 275,
z.B. luftgefüllte
Glaskügelchen
oder geschlossene Metallröhrchen
enthält. Damit
wird bei Ölbränden das
Aufschwimmen der Löschdecke 274 gewährleistet.
Schließlich
wird in 28 eine Löschdecke 284 durch
ein Gitter 285 gebildet. Das Gitter 285 trägt einen
Faserstoff 287 mit einem vergrößerten Strömungswiderstand, um die Luftdurchtritt
zu erschweren. Der Faserstoff 287 dient zur Absorption
von giftigen Verbrennungsgasen. Im Besonderen können damit Chlor- und Fluorgase
aus Teppichen und Kunststoffen unschädlich gemacht werden. Das Gitter 285 bietet
sich ebenfalls als Träger
für einen
Katalysator zur Steuerung der Verbrennung an.
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In
den Ausführungen
nach den 29 bis 32 sind
Mittel zur Ausbringung der Brandschutzelemente an den Einsatzort
dargestellt, speziell die 29 für die manuelle
Ausbringung mit einem als Wurfscheibe ausgebildetem Brandschutzelement 290'. Ein Randwulst 298 hilft
dabei das Brandschutzelement 290' gleichzeitig in Rotation zu versetzen. Mit
der Rotationsachse ist eine Orientierung vorgegeben, so dass damit
auch Löschdecken
mit unterschiedlich präparierten
Seiten verwendet werden können.
Zusätzlich
kann die Zentrifugalkraft der Rotation auch zum Öffnen des Brandschutzelementes 290' genutzt werden.
Im Weiteren ist es möglich
die Brandschutzelemente für
das manuelle Auswerfen in Speer-, Diskus-, Stab-, Pfeil- oder Hammerwurf-Form
auszubilden. In 30 werden Brandschutzelemente 300' vom Hubschrauber
aus abgeworfen und mittels eines steuerbaren Bremsfallschirm 308 auf
einen Brandherd gelenkt. Wegen der thermischen Aufwindströmung ist
es zweckmäßig die Brandschutzelemente 300' durch einen
(Ultraschall- bzw. Laser-) Abstandsmesser 301 erst unmittelbar vor
dem Aufschlag zu expandieren. In 31 ist
ein komprimiertes Brandschutzelement 310' wie bei einem Geschoß mit einem
Treibsatz 318 versehen und wird aus einem Rohr 317 abgeschossen.
In 32 erhält
das Brandschutzelement 320' einen
Raketentrieb 328 und wird durch eine Lafette 327 geführt auf den
Brandherd abgeschossen. Wegen der vergleichsweise geringen Reichweiten
genügt
ein mit Pressgas angetriebene Wasser-Rakete. Um billige und weniger
hitzebeständige
Löschdecken
einsetzen zu können
ist bei dem Brandschutzelement 310' in 31 zusätzlich ein
Behälter 315 vorgesehen,
der sich beim Aufschlag öffnet
und schwarzen Staub freisetzt. Gerade bei hohen Brandtemperaturen
lässt sich damit
eine überproportionale
Strahlungskühlung erreichen.
Dieselbe Wirkung gibt in 32 ein
Wasserbehälter 325,
der ebenfalls vor der Expansion des Brandschutzelementes 320' versprüht wird.
Unabhängig
davon mindert auch die Tränkung
der Löschdecken
vor dem Einsatz mit Wasser oder Wasserglas die thermische Belastung.
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Die
folgenden Beispiele 33 bis 45 beziehen
sich auf typische Einsätze.
Im Standardfall nach 33 wird ein glatter Brandherd 339 durch
flächige
Brandschutzmatten 330 abgedeckt. Bei einem zerklüftetem Brandherd 349 in 34 passen
sich die volumenförmigen
Brandschutzkörper 340 besser der
Geometrie an. Bei ausgedehnten Brandherden, z.B. Busch- und Waldbränden ist
es vorteilhaft, die Brandschutzkörper 340 ungleichmäßig zu verteilen, um
mit einer inhomogenen und richtungsabhängigen Brandgeschwindigkeit
eine geschlossene Flammenfront zu verhindern. Bei einer streifenförmigen Verteilung
hilft wieder ein Gradient der Brandgeschwindigkeit eine Flammenfront
abzulenken. Bei 35 handelt es sich um einen
Brand in einem geschlossenen Raum 359. Um hier dem Brandherd
den Luftsauerstoff zu entziehen, wird der Raum 359 voll
mit volumenförmigen
Brandschutzkörper 350 ausgefüllt. Die Brandschutzkörper 350 können dazu
im Brandfall von außen
eingebracht werden, sind in gefährdeten Räumen fest
installiert und werden durch Infrarot- oder Rauchmelder oder Funk
ausgelöst.
Bei Montage und Halterung an der Decke lassen auch Fluchtwege offen
halten. Für
eine Raumfüllung
mit möglichst
geringen freien Strömungsquerschnitten
sind Brandschutzkörper 350 unterschiedlicher
Größe und unterschiedlicher
Steifigkeit vorteilhaft. 36 und 37 betreffen
den Emissions- und Immissionsschutz bei Explosionen. In 36 wird
der Explosivkörpers 369 und
in 37 ein zu schützendes
Gebäude 379 mit
volumenförmigen
Brandschutzkörpern 360 bzw. 370 eingehüllt. In 38a ist eine brennbare Wand 389 durch
eine Brandschutzmatte 380' abgedeckt.
In Brandfall nach 38b expandiert die Brandschutzmatte 380 und
bildet eine wärme-
und sauerstoffisolierende Schutzschicht 383, z.B. Mineralwolle.
Nach demselben Prinzip ist im Querschnitt nach 39a eine tragende Struktur 399 mit einer Brandschutzmatte 390' umgeben, die
wieder im Brandfall der 39b expandiert
und den Träger 399 durch
die Isolierschicht 393 schützt. Für die beiden Fälle eignen
sich die auf Wärme
ansprechenden Bimetall- oder Memory-Expander nach 18.
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In 40 wird
ein punktueller Brandherd 409 von einer zylinderförmigen Brandschutzhose 400 umgeben.
Im – hier
nicht dargestellten – Ruhezustand
bildet die Brandschutzhose 400 einen Ring um den Brandherd 409,
der sich nach der Auslösung durch
Expander 402 zu einem Zylindermantel formt. Bei einem strömungsdichten
Abschluss der expandierten Brandschutzhose 400 gegenüber dem
Untergrund wird die Luftzufuhr erschwert und der Brand erstickt.
Bei dieser Anordnung hat die Brandschutzhose 400 einen
Schutzabstand und ist auch bei intensiven Brandherden 409 mit
starken Aufwindkräften
einsetzbar.
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In
der 41 ist ein Brandschutzelement 410 für ein Schutzobjekt 419,
z.B. ein Haus, mit großen
senkrechten Seitenflächen
gezeigt. Bei der Ausbringung von einer großen Höhe aus nach 41a wird das noch nicht expandierte Brandschutzelement 410' durch aerodynamische
Drillflächen
in Rotation versetzt und auf das Schutzobjekt 419 gesteuert.
An den Enden der Löschdecke 414 befinden
sich Massen 416, z.B. Wasser- oder Sandbeutel. Bei einer Auslösung unmittelbar
vor dem Aufschlag in 41b, hilft die Rotationsenergie
der Massen 416 die Löschdecke 414 aufzuspannen.
Beim Aufsetzen in 41c wickeln die rotierenden
Massen 416 die Löschdecke 414 um
das Schutzobjekt 419, sorgen so für ein enges Anschmiegen.
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In
den 42 und 43 sind
im Querschnitt linienförmige,
sich nicht selbsttragende Brandschutzelemente 420 und 430 zur
Eindämmung von
Waldbränden
demonstriert. In 42 deckt das Brandschutzelement 420 einen
Waldrand ab und in 43 dient das Brandschutzelement 420 dazu
den Wald entlang einer Strasse zu trennen und eine Barriere zu schaffen.
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Zur
Fixierung dienen Verhakungen 427 und 437, Belastung
mit Gewichten 426 und 436; z.B. Sand, Erde oder
auch durch Wasser speichernde Superabsorber.
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In
der 44 ist ein Brandschutzelement 440 zu
einem unten offenen Heißluftballon
ausgebildet und ist durch Halteseile 447 gefesselt. Der
Auftrieb durch die Generatoren 448 kann einmal durch eine
kurzzeitige Heizung oder auch über
Eindüsen von
Helium erreicht werden. Im Schwebezustand wird das Brandschutzelement 440 über ein
Schutzobjekt 449, z.B. ein einzelstehendes Haus geführt und
dort abgesetzt. Nach 45 sind die Brandschutzelemente 450 mit
einer ringförmigen
Leine 457' untereinander
verbunden. Die Leine, welche auch nach der Ausbringung der Brandschutzelemente
geschlossen werden kann, wird manuell oder automatisch durch Kontraktoren 458 zusammengezogen
und bewirkt eine gleichmäßige Anschmiegung von
allen Seiten an den Brandherd. Eine solche Anordnung ist sinnvoll,
wenn die Brandstelle hoch oder aus anderen Gründen für die Leinen nicht passierbar ist.