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DE1035790B - Gasentladungsroehre mit einer radioaktiven, gasfoermigen Substanz - Google Patents

Gasentladungsroehre mit einer radioaktiven, gasfoermigen Substanz

Info

Publication number
DE1035790B
DE1035790B DEG18998A DEG0018998A DE1035790B DE 1035790 B DE1035790 B DE 1035790B DE G18998 A DEG18998 A DE G18998A DE G0018998 A DEG0018998 A DE G0018998A DE 1035790 B DE1035790 B DE 1035790B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radioactive
tritium
gas
gas filling
filling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG18998A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacob Kastner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1035790B publication Critical patent/DE1035790B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • H01J17/02Details
    • H01J17/30Igniting arrangements
    • H01J17/32Igniting by associated radioactive materials or fillings

Landscapes

  • Discharge Lamp (AREA)

Description

  • Gasentladungsröhre mit einer radioaktiven, gasförmigen Substanz Die Erfindung befaßt sich mit der Anwendung von radioaktiven gasförmigen Substanzen in elektrischen Gasentladungsröhren, und zwar insbesondere in Gasentladungsröhren, welche mindestens beim Einschalten kalte Kathoden haben, so daß keine thermionische Emission zur Unterstützung der Anfangsionisation des gasförmigen Mediums zur Verfügung steht. Die Erfindung erweist sich als besonders nützlich in Verbindung mit Gasentladungsröhren, die als Regelorgane in elektrischen Stromkreisen Verwendung finden, bei denen es darauf ankommt, daß das Anfangspotential im wesentlichen konstant ist und insbesondere nicht über einen gegebenen Sollwert hinausgeht.
  • Es gibt technische Anwendungsgebiete, bei denen die Schwankung der Durchschlagspannung zwischen dem Betrieb bei Licht und dem Betrieb bei Dunkelheit außerordentlich unerwünscht ist.
  • Zur Vermeidung dieser Schwankung' ist es bekannt, eine kleine Menge an festem radioaktivem Material in den Röhrenkolben einzubringen. Zum Beispiel kann man in die Röhre eine kleine Menge an Uranoxyd (U308) einbringen, und zwar in Form einer Suspension oder Paste, die man auf die Innenseite des Kolbens aufträgt und vor dem Abschmelzen der Röhre trocknet und bäckt. Jedoch hat die Einbringung des Uranoxyds und der Paste oder des Tragmittels in die Röhre unausweichlich zur Folge, daß Verunreinigungen eingeführt werden, und außerdem ist die Einbringung selbst eine unbequeme und schmutzige Arbeit.
  • Es ist weiterhin bekannt, in Gasentladungsröhren eine geringe Menge Radium, z. B. in Form eines Salzes einzubringen. Beim natürlichen Zerfall des Radiums wird bekanntlich laufend das radioaktive Edelgas Emanation gebildet, in der Gasfüllung der Röhre ist also dadurch stets eine dem Zerfallsgleichgewicht der eingebrachten Radiummenge entsprechende Menge Emanation vorhanden. Durch diese Maßnahme wird ebenfalls eine Verringerung des Zündverzuges in der Dunkelheit erreicht. Radiumsalze sind aber sehr teuer, außerdem hat Emanation unter allen Edelgasen die geringste Ionisierungsspannung, durch den Emanationsgehalt kann also eine unerwünschte Änderung der elektrischen Eigenschaften der Röhre eintreten.
  • Durch die Erfindung sollen diese Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll durch die Erfindung der Anstieg der Durchschlagspannung bei Dunkelheit verringert bzw. praktisch beseitigt werden.
  • Bei einer elektrischen Entladungsröhre mit zwei vorzugsweise kalten Elektroden, von denen mindestens eine als Kathode arbeitet, einer Gasfüllung und einer radioaktiven gasförmigen Substanz zur Verringerung des Dunkelheitseffektes ist erfindungsgemäß die radioaktive Substanz ein radioaktives Isotop eines der Gasbestandteile der Füllung. Ein über die gesamte ionisierbare Füllung feinverteiltes radioaktives Gas bewirkt eine wirksamere Ionisation der Füllung als ein festes radioaktives Material, das auf die Kolbenwandung aufgebracht oder auf einen bestimmten Bereich innerhalb der Röhre konzentriert ist. Weiterhin gestaltet sich bei Verwendung von radioaktivem Material, das von Anfang an in Gasform vorliegt, die Fabrikation der Entladungsröhren besonders bequem. Das radioaktive Gas kann in winzigen Mengen der regulären Gasfüllung für die Röhre zugesetzt werden und wird dann beim Gaseinlassen während des Fertigungsprozesses reit in den Kolben eingebracht. Die Beimischung des radioaktiven Materials erfolgt dadurch automatisch und erfordert keine zusätzlichen Arbeitsgänge, wie z. B. das Aufstreichen von festem, radioaktivem Material auf die Kolbenwandung.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung besteht darin, daß das der Füllung beigemischte radioaktive Gas ein Isotop des oder eines der regulären Füllgase ist. Da das Isotop die gleiche chemische Beschaffenheit hat wie das normale Gas, von welchem es hergeleitet ist, und da es sich von letzterem lediglich in seinen physikalischen Eigenschaften unterscheidet, wird durch den Zusatz des Isotops zur Füllung diese chemisch nicht verändert. In Fällen, wo das Isotop ein von der Füllung verschiedenes Gas ist, stellt es in gewissem Sinne eine Verunreinigung dar, was zu unliebsamen Wirkungen führen oder aus anderen Gründen unerwünscht sein kann. Ist dagegen das radioaktive Gas ein Isotop eines der Bestandteile des regulären Füllgases, so stellt es, mindestens im chemischen Sinne, keine Verunreinigung dar und ändert die chemische Beschaffenheit der Füllung nicht.
  • Die Röhre wird in bekannter Weise evakuiert und mit einem aus einem inerten Gas und Wasserstoff bestehenden ionisierbaren Medium gefüllt. Bei der vorliegenden Ausführungsform besteht die Füllung im wesentlichen aus 84 Volumprozent Argon und 16 Volumprozent Wasserstoff mit einem Gesamtdruck von einigen wenigen hundert Millimetern Quecksilber bei Zimmertemperatur.
  • Gemäß der Erfindung wird der Gasfüllung eine kleine Menge eines radioaktiven Isotops einer der Bestandteile der Gasfüllung beigegeben. Es hat sich gezeigt, daß an sich verschiedene radioaktive Gase geeignet sind, vorzugsweise soll jedochTritium verwendet werden. Tritium (111a) ist ein radioaktives Wasserstoffisotop mit der Massenzahl 3; es ist ein reiner ß-Strahler mit einer Halbwertszeit von 12,5 Jahren. Die maximale Energie der ß-Strahlen beträgt 0,019 MeV.
  • In einer Entladungsröhre, bei der der Kolbendurchmesser ungefähr 19 mm und die Entladungsstrecken oder der Abstand zwischen den Elektroden 3 mm beträgt, liegt die Wiederholungsdurchschlagspannung bei ungefähr 3700 Volt für einen Füllungsdruck von 670 mm Quecksilber. Die Wiederholungsdurchschlagspannung ist diejenige Spannung, die erforderlich ist, um die Entladung auszulösen, wenn die Röhre seit einer früheren Entladung lediglich für eine kurze Zeitdauer, z. B. für eine Dauer von einer Sekunde oder weniger, gelöscht was. Derartige Röhren können dann als brauchbar angesehen werden, wenn die Dunkeldurchschlagspannung die Wiederholungsdurchschlagspannung um nicht mehr als 7,5 °/a überschreitet. Das Ausmaß der für die Erreichung dieses Zieles erforderlichen Radioaktivität hängt davon ab, eine wie große Verzögerungsdauer man zwischen dem Anlegen der Spannung und dem Einsetzen des Durchschlags bzw. der Entladung zulassen kann. Im vorliegenden Falle wurden die Röhren in der Weise geprüft, daß man sie an einen Kondensator anschloß, dessen Ladedauer 1/3 Sekunden betrug, wobei die Röhren mit einer Geschwindigkeit von drei Entladungen pro Sekunde gezündet wurden. Unter diesen Bedingungen wurde für diejenige Radioaktivität, die erforderlich ist, um die Dunkeldurchschlagspannung auf einem die Wiederholungsdurchschlagspannung um nicht mehr als 7,5 °/o überschreitenden Wert zu halten, ein Schwellenwert von 0,1 Mikrocurie ermittelt. Um jedoch einen gewissen Sicherheitsspielraum zu schaffen, und um dem etwa beim Betrieb der Röhre auftretenden Verschleiß an Tritium Rechnung zu tragen, verwendet man zweckmäßigerweise eine Radioaktivität von einigen wenigen Mikrocurie, beispielsweise 10 Mikrocurie. ` Eine Entladungsstreckenröhre mit einer Wiederholungsdurchschlagspannung von 1500 Volt und von im übrigen den gleichen Eigenschaften wie die oben beschriebenen Einrichtungen kann man dadurch erhalten, daß man den Druck des Füllgasgemisches auf ungefähr 200 mm Quecksilber herabsetzt. Bei einer derartigen Röhre verwendet man zum Zwecke der gewünschten Beseitigung des Dunkelanstieges der Durchschlagspannung eine Radioaktivität von 3 Mikrocurie.
  • Die für die Erzeugung der Radioaktivität erforderliche Menge an radioaktivem Isotop läßt sich auf Grund der folgenden Überlegungen ermitteln. Eine Radioaktivität von 1 Curie soll derjenigen Anzahl von Zerfallsakten pro Sekunde entsprechen, die in 1 g Radium auftreten. Definitionsgemäß ist zur Zeit 1 Curie = 3,7 # 1010 Zerfallsakte pro Sekunde. Die Masse eines Isotops, die erforderlich ist, um eine gegebene Radioaktivität zu liefern, ist der Halbwertzeit umgekehrt proportional und läßt sich durch die folgende Formel darstellen W=2,8.10-g.M.Tl/2.A worin W = Masse in Gramm, :'VI = Molekulargewicht (6 für Tritium), T 1/2 = Halbwertzeit in Jahren, A = Radioaktivität in Curie bedeutet. Um bei Tritium eine Radioaktivität von 10 Mikrocurie zu erreichen, ist eine Masse von 2 Nanogramm erforderlich. Um ungefähr die gleiche Radioaktivität mit dem früher verwendeten Uranoxyd zu erhalten, waren 100 Milligramm erforderlich. Man sieht, daß die erforderliche Masse des erfindungsgemäß verwendeten Tritiums um den Faktor 5 -107 kleiner ist als die Masse des früher für den gleichen Zweck verwendeten Uranoxyds.
  • An Stelle des Tritiums stehen erfindungsgemäß auch andere gasförmige Radioisotope zur Verwendung in elektrischen Gasentladungsröhren zur Verfügung. Besonders geeignete gasförmige Radioisotope für die Verwendung in Gasentladungsröhren oder -lampen sind außer dem Tritium radioaktives Argon 18A39 sowie radioaktives Krypton "Kr86. Radioaktives Argon hat eine Halbwertzeit von 260 Jahren und emittiert Betastrahlen mit einer maximalen Energie von 0,56 MeV. Radioaktives Krypton hat eine Halbwertzeit von 9,4 Jahren und emittiert Betastrahlen mit einer maximalen Energie von 0,07 MeV. Setzt man erfindungsgemäß der inerten Gasfüllung in Glimmentladungsschaltern für Leuchtröhren eine Spur an radioaktivem Krypton zu, so hat man damit einen billigen und praktischen Ersatz für das ,Uranoxyd oder das sonstige feste Ionisierungsmittel, dessen Verwendung früher üblich war.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrische Entladungsröhre mit zwei vorzugsweise kalten Elektroden, von denen mindestens eine als Kathode arbeitet, einer Gasfüllung und einer radioaktiven, gasförmigen Substanz zur Verringerung des Dunkelheitseffektes, dadurch gekennzeichnet, daß die radioaktive Substanz ein radioaktives Isotop eines der Gasbestandteile der Füllung ist.
  2. 2. Röhre nach Anspruch 1, bei der ein wesentlicher Teil der Gasfüllung aus Wasserstoff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfüllung eine winzige Menge Tritium enthält.
  3. 3. Röhre nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfüllung aus Wasserstoff, einem inerten Gas und einer kleinen Menge Tritium mit einem Gesamtdruck von mehreren hundert Millimetern Quecksilber besteht, wobei die durch das Tritium entwickelte Radioaktivität mindestens 0,1 Mikiocurie beträgt.
  4. 4. Röhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasfüllung einen Gesamtdruck von mehreren hundert Millimetern Quecksilber hat wnd aus ungefähr 84 °/o Argon, 16 °/o Wasserstoff u a 1 einer kleinen Menge Tritium mit einer Radioaktivität von einigen wenigen Mikrocurie besteht.
  5. 5. Röhre nach Anspruch 1, insbesondere in Form eines Glimmentladungs-Anlaßschalters für Leuchtröhren, dadurch gekennzeichnet, daß die inerte, Krypton bzw. Argon enthaltende Gasfüllung eine Spur radioaktiven Kryptons bzw. radioaktiven Argons enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1840 055, 1875 151, 2 478 119, 1870 831.
DEG18998A 1955-02-16 1956-02-15 Gasentladungsroehre mit einer radioaktiven, gasfoermigen Substanz Pending DE1035790B (de)

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US1035790XA 1955-02-16 1955-02-16

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DEG18998A Pending DE1035790B (de) 1955-02-16 1956-02-15 Gasentladungsroehre mit einer radioaktiven, gasfoermigen Substanz

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DE (1) DE1035790B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1840055A (en) * 1928-02-07 1932-01-05 Westinghouse Lamp Co Glow relay tube
US1870831A (en) * 1928-02-10 1932-08-09 Brettmon Jacques Luminescent discharge device
US1875151A (en) * 1928-02-07 1932-08-30 Westinghouse Lamp Co Glow relay tube
US2478119A (en) * 1945-04-20 1949-08-02 Gen Motors Corp Gaseous discharge tube

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