DE1085965B - Quelle extrem-ultravioletten Lichtes - Google Patents
Quelle extrem-ultravioletten LichtesInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Quelle extremultravioletten Lichtes und insbesondere auf eine Vorrichtung
zum Erzeugen einer extrem-ultravioletten Strahlung mit einer Wellenlänge von etwa 1216 Ä.
Es wurde festgestellt, daß Luft im wesentlichen durchlässig für Strahlung mit einer Wellenlänge von
etwa 1216 Ä ist, aber daß Wasser solche Strahlung stark absorbiert. Diese Eigenschaften bilden die
Grundlage für ein System zum Bestimmen der Feuchtigkeit oder des. Wasserdampfgehaltes der Luft. Das
System besteht aus einer Quelle der 1216-A-Strahlung,
die so angeordnet ist, daß diese Strahlung durch eine Luftprobe hindurchgeht, wonach sie in einem Photonenzählrohr,
das für solche Strahlung empfindlich ist, nachgewiesen wird. Die USA.-Patentschrift 2 715195
beschreibt ein derartiges Nachweisgerät, das mit einem geeigneten, für die 1216-Ä-Strahlung durchlässigen
Fenster und einer geeigneten Gasfüllung, z. B. Stickstoffmanoxyd, versehen ist. Je höher der
Wassergehalt der Luft, um so stärker wird das Licht dieser Wellenlänge geschwächt und um so niedriger
ist die Zählgeschwindigkeit des Nachweisgerätes. Durch Vergleich dieser Zählgeschwindigkeit mit derjenigen
in Luftproben mit einer bekannten Feuchtigkeit kann der Wasserdampfgehalt der unbekannten
Luftprobe genau bestimmt werden.
Das Herz eines vorstehend beschriebenen Systems ist eine Quelle der 1216-Ä-Strahlung, die eine lange
Lebensdauer, und große Stabilität aufweisen soll. Zweck der Erfindung ist, eine derartige Quelle zu
schaffen.
Die Quelle extrem-ultravioletten Lichtes nach der Erfindung besteht aus einer mit radioaktivem Tritiumgas
gefüllten Hülle, die einen Fensterteil enthält, der für das zu erzeugende extrem-ultraviolette Licht
durchlässig ist. Es wurde gefunden, daß die vom zerfallenden, radioaktiven Tritium erzeugten Betateilchen
geringer Energie die Wasserstoff- oder Tritiumatome, die aus dissoziierten Tritiummolekülen hervorgegangen
oder gesondert vorgesehen worden sind, anzuregen vermögen, so daß die angeregten Wasserstoff- oder
Tritiumatome eine Reihe von Strahlungen aussenden, worunter sich die Strahlung mit einer Wellenlänge
von 1216 A befindet.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher beschrieben, in der
Fig. 1 ein Querschnitt durch eine Ausführungsform der Quelle extrem-ultravioletten Lichtes gemäß der
Erfindung und
Fig. 2 ein Querschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform ist.
Fig. 1 zeigt eine luftdichtverschlossene Hülle I1 die
aus Glas, Metall oder sonst einem im wesentlichen gasdichten Material bestehen kann, das undurchlässig für
Anmelder:
N. V. Philips'Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt,
ίο Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
ίο Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. Juli 1958
V. St. v. Amerika vom 29. Juli 1958
Charles Franklin Hendee, Irvington-on-Hudson, N. Y.,
und Samuel Fine, New York, N. Y. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
Strahlung mit einer. Wellenlänge von 1216 Ä ist. Eine Wand der Hülle enthält ein Fenster 2, das im wesentliehen
durchlässig für extrem-ultraviolettes Licht oder Strahlung mit einer Wellenlänge von etwa 1216 Ä ist.
Ein geeignetes Fenstermaterial für diese Strahlung ist Lithiumfluorid. Die gegenüberliegende Wand der
Hülle ist zum Einbringen eines gewünschten Gases in die Hülle und zum nachfolgenden Verschluß derselben
bei 3 benutzt worden. Innerhalb der Hülle befindet sich eine Menge von radioaktivem Tritiumgas 4 unter
einem Druck von z. B. 1 Atmosphäre. Dieser Druck ist jedoch nicht kritisch, da der Druck oder die Menge
des vorhandenen Tritiums lediglich die Intensität der Lichtabgabe bestimmt.
Radioaktives Tritium, ein schweres Isotop des Wasserstoffs hat eine Halbwertszeit von 12,26 Jahren.
Während des Zerfalls des radioaktiven Tritiums werden nur Betateilchen geringer Energie mit einer
Höchstenergie von etwa 18 keV und einer mittleren Energie von etwa 5 keV (und keine Gammastrahlen)
emittiert. Für jedes Curie des radioaktiven Materials werden in der Sekunde 3,7-1010 Betateilchen erzeugt,
und jeder Kubikzentimeter, dieses Gases enthält bei atmosphärischem Druck etwa 2,6 Curie. Die vom
radioaktiven Tritium emittierten Betateilchen dissoziieren in der Hülle vorhandene Wasserstoff- und Tritiummoleküle,
und die so erzeugten Wasserstoffatome werden zusammen mit den in der Hülle vorhandenen
Tritiumatomen von den Betateilchen angeregt, so daß sie eine Reihe von Spektrallinien aussenden, unter
denen sich die gewünschte Strahlung von etwa 1216 Ä befindet. Das im Gas vorhandene atomare Tritium
009 568/145
rührt vom dissoziierten Tritium und der atomare Wasserstoff von dem dem radioaktiven Tritium zugesetzten
nichtradioaktiven Wasserstoff her. Das Mischverhältnis ist nich kritisch und hängt von dem Druck
ab, den das Gas in der Hülle aufweisen soll. Die emittierte 1216-Ä-Strahlung geht durch den durchlässigen
Fensterteil 2 hindurch und steht somit außerhalb der Hülle zur Verfügung, was durch die gestrichelten
Linien 5 angedeutet ist.
Die vorstehend beschriebene Quelle extrem-ultravioletten
Lichtes weist mehrere wichtige Vorteile auf. Zunächst ist die Vorrichtung in sich geschlossen und
durch einen äußerst einfachen Bau gekennzeichnet, der eine sehr lange Lebensdauer hat und sehr stabil ist.
Ein wichtiges Merkmal ist weiter, daß keine Streustrahlung außerhalb des Bereiches sichtbaren oder benachbarten
Lichtes aus der Quelle austritt, d. h., daß keine Betateilchen aus der Quelle ausströmen und
auch während des Zerfalls keine Gammastrahlen emittiert werden. Es werden deshalb keine Betateilchen
emittiert, weil die durch den Zerfall des radioaktiven Tritiums erzeugten Teilchen, die nicht vom Gas selbst
absorbiert werden, leicht in den Wänden, und dem Fenster, die die Gashülle bilden, absorbiert werden,
da sie ein sehr niedriges Energieniveau aufweisen. Dies ist wichtig bei Systemen, bei denen solche
Quellen Anwendung finden, weil von der Quelle herrührende Betateilchen oder Gammastrahlung vom
Zählrohr des Systems gezählt werden, so daß sich irreführende Zählungen ergeben würden, weil diese
Strahlungsformen nicht von Wassermolekülen geschwächt werden.
Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung, bei der ein erhitztes
Glied, im dargestellten Ausführungsbeispiel ein durch Stromdurchgang heizbarer Glühdraht 6>
in der gasgefüllten Hülle 1 angebracht ist. Die Anwesenheit eines erhitzten Gliedes führt Dissoziation molekularen
Wasserstoffes oder molekularen Tritiums in der Hülle herbei, so daß sich eine größere Menge an atomarem
Wasserstoff oder Tritium ergibt, die von den emittierten Betateilchen aus dem zerfallenden Tritium angeregt
werden können. Der Glühdraht kann aus Wolfram oder einem üblichen Glühdrahtmaterial bestehen.
Außerdem können die für extrem-violettes Licht undurchlässigen Wandteile mit einem metallischen überzug
7 versehen werden, der als Reflektor zur Erhöhung der Intensität der Lichtabgabe in der gewünschten
Richtung dient. Ein geeignetes Material für diesen Zweck ist Platin.
Claims (7)
1. Quelle extrem-ultravioletten Lichtes, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer mit radioaktivem
Tritiumgas gefüllten Hülle besteht, die einen für extrem-ultraviolettes Licht durchlässigen Teil aufweist.
2. Quelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Tritiumgas nichtradioaktives
Wasserstoffgas zugesetzt ist.
3. Quelle extrem-ultravioletten Lichtes, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer vakuumdicht verschlossenen
Hülle, die einen für extrem-ultraviolettes Licht nichtdurchlässigen Teil und einen
für extrem-ultraviolettes Licht durchlässigen Fensterteil enthält, und radioaktivem Tritiumgas in
der Hülle besteht.
4. Quelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fenster aus Lithiumfluorid besteht.
5. Quelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, durch die
innerhalb der Hülle atomarer Wasserstoff oder atomares Tritium erzeugt werden können.
6. Quelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erwähnten Mittel aus einem Glühdraht
bestehen, der innerhalb der Hülle erhitzbar ist.
7. Quelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nichtdurchlässige Teil der Hülle
mit einem reflektierenden Überzug versehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 646 414.
Britische Patentschrift Nr. 646 414.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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