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DE10357412A1 - Vorrichtung zum Auffangen und zum Abtransport von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets sowie Verfahren zu deren Anwendung - Google Patents

Vorrichtung zum Auffangen und zum Abtransport von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets sowie Verfahren zu deren Anwendung Download PDF

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DE10357412A1
DE10357412A1 DE10357412A DE10357412A DE10357412A1 DE 10357412 A1 DE10357412 A1 DE 10357412A1 DE 10357412 A DE10357412 A DE 10357412A DE 10357412 A DE10357412 A DE 10357412A DE 10357412 A1 DE10357412 A1 DE 10357412A1
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DE
Germany
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target material
collected
liquid
comminution
liquefaction
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Withdrawn
Application number
DE10357412A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl.-Ing. Ziegler
Thomas Dipl.-Phys. Brauner
Mario Dipl.-Phys. Hotzel
Reinhard Dipl.-Ing. Seifert
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Friedrich Schiller Universtaet Jena FSU
Original Assignee
Friedrich Schiller Universtaet Jena FSU
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Publication date
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Publication of DE10357412A1 publication Critical patent/DE10357412A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05GX-RAY TECHNIQUE
    • H05G2/00Apparatus or processes specially adapted for producing X-rays, not involving X-ray tubes, e.g. involving generation of a plasma
    • H05G2/001Production of X-ray radiation generated from plasma
    • H05G2/002Supply of the plasma generating material
    • H05G2/0025Systems for collecting the plasma generating material after the plasma generation

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Abstract

Aufgabe war es, insbesondere für großvolumige Flüssigkeitstargets den Aufwand für das Auffangen und Abtransportieren zu verringern bzw. einen Einsatz für salzhaltige Lösungen überhaupt zu ermöglichen sowie einen Dauerbetrieb des Kollektors ohne erforderliche Wartungs- und Standzeiten sowie ggf. auch eine möglichst kontinuierliche Rückführung und Wiederverwendbarkeit des aufgefangenen Targetmaterials zu erreichen. DOLLAR A Erfindungsgemäß sind im Targetkollektor Mittel (8) zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) sowie im Bereich des Kanals (7) für den Abtransport des aufgefangenen Targetmaterials (5) Mittel (11) zur Verflüssigung desselben vorgesehen. DOLLAR A Angewendet wird die Erfindung zur Entfernung von bei der Plasmaerzeugung für die Emittierung elektromagnetischer Strahlung unverbrauchten Flüssigkeitstargets aus einer evakuierten Wechselwirkungskammer.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auffangen und zum Abtransport von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets sowie ein Verfahren zu deren Anwendung, beispielsweise zum Entfernen von bei der Plasmaerzeugung für die Emittierung elektromagnetischer Strahlung unverbrauchten Flüssigkeitstargets aus einer evakuierten Wechselwirkungskammer.
  • Strahlungsquellen, insbesondere im extrem ultravioletten Spektralbereich (EUV), lassen sich durch Wechselwirkung intensiver Laserstrahlung mit Materie realisieren. Dieser Prozess erfordert eine hohe Laserintensität, weshalb bei der praktischen Durchführung grundsätzlich intensive Laserimpulse zur Anwendung kommen. Verfahren zur Erzeugung von EUV-Strahlung mit lasergetriebenen Plasmen sind hinreichend bekannt (z. B. US 6.002.744 , US 5.577.092 , US 5.577.091 , US 5.459.771 ).
  • Trifft ein solcher Laserimpuls in einer sog. Wechselwirkungskammer auf ein festes, flüssiges oder gasförmiges Material (Target), so entsteht ein Plasma, das bei geeigneter Wahl der Laserimpuls- und Targetparameter elektromagnetische Strahlung u. a. im besagten EUV-Bereich emittiert. Um die Absorption der entstandenen EUV-Strahlung am umgebenden Material (z. B. Luft) zu verhindern, muss die Wechselwirkungskammer evakuiert sein. Werden Flüssigkeiten oder Gase als Targetmaterial verwendet, ist deshalb eine Entfernung verbrauchten oder ungenutzten Targetmaterials zwingend erforderlich.
  • Es ist bereits bekannt ( US 5.577.091 und US 5.459.771 ), unverbrauchtes und zu Eiskristallen gefrorenes Targetmaterial nach erfolgter Laseranregung mittels eines Kollektors im Vakuum zu sammeln und anschließend für eine Entsorgung bzw. Wiederverwendung thermisch zu verflüssigen oder zu verdampfen. Doch auch unverbrauchte Flüssigtargets, die entfernt werden müssen, gefrieren in der evakuierten Wechselwirkungskammer bei ihrem Auftreffen auf jede feste Oberfläche eines Targetkollektors. Das bereitet wiederum Probleme, die Auffangöffnung eisfrei und damit im aufnahmefähigen Zustand zu halten.
  • Eine Lösung dafür ist in der Offenlegungsschrift DE 101 47 454 A1 dargestellt. Der Targetkollektor besitzt im Bereich seiner Kollektoröffnung mindestens ein Heizelement, welches ein Gefrieren von auf eine feste Oberfläche, wie den Rand der Kollektoröffnung, auftreffenden Flüssigkeitstargets verhindert. Damit wird die Gefahr des Zusetzens der Kollektoröffnung durch sich bildende Eiskristalle der aufzufangenden Flüssigkeitstargets verringert. Der Durchmesser der Kollektoröffnung ist dabei vorzugsweise nur unwesentlich größer als der Durchmesser der aufzufangenden Targets.
  • Sind allerdings großvolumige Flüssigkeitstargets bzw. Targets in hoher zeitlicher Folge aufzufangen und abzutransportieren, so ergeben sich bei zu geringen Kollektoröffnungen wiederum erhöhte Gefahren des Vereisens. In einem solchen Fall müssten der Anwendungsbetrieb des Targetkollektors unterbrochen und die Vorrichtung extra enteist werden. Solche Unterbrechungen wirken aber einem kontinuierlichen Einsatz des Targetkollektors an sich (ohne erforderliche Wartungs- und Instandsetzungszeiten) und somit einem Dauereinsatz bei der Plasmaerzeugung entgegen. so dass eine Verwendung des Targetkollektors in diesem Fall mehr als in Frage gestellt ist.
  • Eine Vergrösserung der Auffängeröffnung erfordert andererseits einen wesentlich erhöhten vakuumtechnischen Aufwand.
  • Diese Probleme rücken um so mehr in den Vordergrund, je großvolumiger die aufzufangenden und abzutransportierenden Flüssigkeitstargets sind.
  • Mit sehr hohem energetischen Aufwand bezüglich der Heizung der Kollektoröffnung sowie der Vakuumtechnik könnten so selbst größervolumige Targets aufgefangen werden.
  • Das mit Vergrößerung der Kollektoröffnung gleichzeitig verbundene extrem starke Anwachsen der anfallenden und abzutransportierenden Masseströme an Targetflüssigkeit bereiten zusätzlich das Problem des Gefrierens von unverbrauchtem Targetmaterial innerhalb des Kollektors, so dass sowohl das gesamte Auffanggefäß als auch die Vakuumanschlüsse auf Grund der Verdunstungskälte vereisen bzw. zu dessen Vermeidung sehr aufwendige Heizungen erforderlich wären. Dieser Fall tritt typischerweise bei Kollektoröffnungen > 40 μm auf.
  • Infolge der Vereisung wird die Kollektoröffnung von innen zugesetzt.
  • Das Absaugen des gefrierenden Targetmaterials aus dem Kollektor wird somit unmöglich.
  • Ein unterbrechungsfreier Dauerbetrieb der Vorrichtung und eine kontinuierliche Wiederverwendung der aufgefangenen Targets für die Plasmaerzeugung sind wiederum nicht möglich.
  • Werden darüber hinaus Targets mit in Flüssigkeiten gelösten Stoffen verwendet, z. B. salzhaltige wässrige Targets, ist dieses Auffängerkonzept gänzlich ungeeignet, da sich insbesondere an der beheizten Stellen des Targetkollektors Salzkristalle ablagern und den Abtransport behindern würden. Diese ständigen Ablagerungen müssten für den Abtransport des Targetmaterials wiederum extra beseitigt werden. Ein Dauerbetrieb bei der Plasmaerzeugung kann, wie vorbeschrieben, erst recht nicht gewährleistet werden. Außerdem würde sich die Kollektoröffnung sehr schnell nicht nur von außen, sondern auch von innen durch die Ablagerungen zusetzen. Damit fällt der Targetkollektor nicht nur für einen kontinuierlichen Betrieb, sondern vollständig aus.
  • Bei Verwendung von verflüssigten Gasen als Targetmaterial, wie ein Xenon-Target, werden beispielsweise Kryopumpen als Kollektoren für unverbrauchtes Targetmaterial verwendet. Diese Pumpen müssen nach einer bestimmten Anzahl von Betriebsstunden regeneriert werden, da das Saugvermögen nachlässt. Auch dabei muss der Plasma-Erzeugungsprozess unterbrochen werden. Ein Dauerbetrieb ist nicht möglich.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, dass nicht nur ein Zusetzen der Kollektoröffnung insbesondere für großvolumige und salzhaltige Flüssigkeitstargets problematisch ist, sondern dass durch das extrem hohe Potential an Verdunstdungskälte innerhalb der Vorrichtung zusätzlich das Problem des Gefrierens des aufgefangenem Targetmaterials, wie auch der Ablagerungen auftritt. Um aber nicht zuletzt für den Abtransport ein solches Gefrieren im Targetkollektor, einschließlich des Zusetzens der Kollektoröffnung aus dem Innern der Vorrichtung heraus zu vermeiden, wären höchst aufwendige Heizeinrichtungen für den gesamten Targetkollektor mit unvertretbarem Energieverbrauch sowie ein sehr hoher technisch-konstruktiver Aufwand erforderlich.
  • Derartige Heizeinrichtungen wiederum wären aber nicht nur aus Aufwandsgründen nachteilig, sondern in Hinsicht auf die beschriebenen Ablagerungen ebenfalls für Flüssigkeitstargets mit gelösten Stoffen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, insbesondere für großvolumige Flüssigkeitstargets den Aufwand für das Auffangen und Abtransportieren zu verringern bzw. einen Einsatz für salzhaltige Flüssigkeitstargets überhaupt zu ermöglichen sowie einen Dauerbetrieb des Targetkollektors ohne erforderliche Wartungs- und Standzeiten und somit eine kontinuierliche Plasmaerzeugung zu erreichen.
  • Darüber hinaus sollen auch für diese Flüssigkeitstargets ein definierter Abfluss und ggf. eine kontinuierliche Rückführung und Wiederverwendbarkeit des von der Vorrichtung aufgefangenen Targetmaterials für die Plasmaerzeugung ermöglicht werden.
  • Für ein sicheres Auffangen von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets zu gewährleisten wird die Kollektoröffnung hinreichend weit gestaltet, um zu vermeiden, dass die aus der evakuierten Wechselwirkungskammer aufzufangenden Tropfen den Rand der Kollektoröffnung bzw. den Auffangkanal berühren und damit den Kollektorkopf durch Anfrieren bzw. durch Salzablagerung zusetzen. Selbst wenn der Kollektor einen großen Innenraum aufweist, besteht die Gefahr, dass durch die große Masse des aufgefangenen Targetmaterials infolge Gefrierens und Salzablagerung in kürzester Zeit aufwächst und damit die Kollektoröffnung bzw. den Auffangkanal von innen zusetzt. Eine große Masse an aufgefangenem Targetmaterial lässt dessen Abtransport und möglichst kontinuierliche Wiederverwendung zur Plasmaerzeugung mittels Laserstrahlung in der besagten evakuierten Wechselwirkungskammer problematisch erscheinen.
  • Erfindungsgemäß sind deshalb im Innenraum des Targetkollektors vor der Kollektoröffnung bzw. dem Auffangkanal Mittel zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets vorgesehen, beispielsweise eine Abschlageinrichtung zur mechanischen Zerkleinerung, welche u. a. durch ein oder mehrere rotierende Messer realisiert werden kann.
  • Diese Mittel zur Zerkleinerung lassen die aufzufangenden Flüssigkeitstargets durch bzw. zerteilen diese ggf. noch in kleinere Flüssigkeitsportionen, die sich besser im Kollektorinnenraum verteilen. Das im Inneren des Targetkollektors auffrierende Targetmaterial, welches die Kollektoröffnung bzw. dem Auffangkanal schnell blockieren könnte, wird durch dieselben Mittel zerkleinert bzw. losgebrochen und so von der Auffangzone des Targetkollektors ferngehalten.
  • Die besagten Mittel zur Zerkleinerung können vorzugsweise erwärmbar sein, so dass das mit ihnen in Verbindung kommende Targetmaterial nicht daran festfriert.
  • Des weiteren sind im Bereich des Kanals für den Abtransport des aufgefangenen Targetmaterials Mittel zur Verflüssigung desselben vorgesehen. Diese Mittel, beispielsweise Wärmeelemente im Boden und/oder in der Wandung des Targetkollektors oder beheizbare rostartige Elemente, sind vorzugsweise steuerbar und können einen kontinuierlichen Abtransport des Targetmaterials vor dem Aufwachsen im Targetkollektor und für eine kontinuierliche Wiederverwendung bewirken. Zu diesem Zweck werden die Wärmeelemente vorteilhaft in Abhängigkeit der Füllmenge an aufgefangenem Targetmaterial im Kollektor angesteuert. Dies könnte durch entsprechende Sensoren im Targetkollektor in Verbindung mit einer oder mehreren Steuer-, Regel- bzw. und Überwachungseinrichtungen realisiert werden.
  • Die Erfindung ermöglicht es, ein Minimum an Temperierung einzusetzen, welche die eingangs genannten Nachteile nicht auftreten lässt bzw. in solchen Grenzen hält, welche eine kontinuierliche Anwendung und einen Dauerbetrieb für die Plasmaerzeugung in der evakuierten Wechselwirkungskammer gestatten.
  • Das Wesen der Erfindung besteht auch darin, dass das unverbrauchte Targetmaterial im flüssigen Zustand aufgefangen und im Targetkollektor bewusst in die feste Phase überführt wird. Das in dieser Form vorliegende Targetmaterial verschließt somit die Übergangsöffnung zur Absaugeinrichtung mit dem Kanal zu dessen Abtransport. Dadurch wird der vakuumtechnische Aufwand des Targetkollektors in der Evakuierungskammer zur Plasmaerzeugung relativ gering gehalten.
  • Danach erfolgt nur die Erwärmung einer Grenzschicht mittels der besagten Wärmeelemente, um mit der Verflüssigung einen definiert steuerbaren Masseabtrag zur Entfernung des unverbrauchten Targetmaterials aus der Plasmaerzeugungskammer zu bewirken. Dieser Abtransport des gezielt verflüssigten Targetmaterials kann nun vorteilhaft entsprechend der Materialzusammensetzung des für die Laserplasmaerzeugung verwendeten Ausgangsmaterials erfolgen.
  • Gefrorenes gasförmiges Targetmaterial kann nach erfolgter (Wieder-)Verflüssigung in die Gasphase rücküberführt und abgeleitet werden.
  • Gefrorenes flüssiges Material kann sowohl in der Flüssigphase als auch mittels Vakuum in der gasförmigen Phase entsorgt werden.
  • Die Unteransprüche enthalten weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung, beispielsweise eine Positioniereinrichtung, um über eine Lageregelung eine optimale Position zum Auffangen der Flüssigkeitstargets einzunehmen.
  • Die Erfindung soll nachstehend anhand eines schematisch in der Zeichnung dargestellten Targetkollektors als Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
  • Der Targetkollektor besteht konstruktiv aus einem Auffängerkopf 1 mit einer Kollektoröffnung 2 zum Auffangen von Flüssigkeitstargets 3, aus einer Verflüssigungseinheit 4 für aufgefangenes Targetmaterial 5 sowie aus einer Absaug- und Transporteinheit 6 mit einem Absaugkanal 7. Die Vorrichtung ist in einer evakuierten und aus Übersichtsgründen nicht dargestellten Wechselwirkungskammer angeordnet, in welcher die Targets für eine Plasmaerzeugung zur Emittierung einer Strahlung im extrem ultravioletten Spektralbereich (EUV) durch den Strahlenbereich eines Lasers geleitet werden. Trifft der Strahl des Lasers auf ein solches Target, so entsteht unter Verdampfen das besagte Plasma zur Emission der EUV-Strahlung (ebenfalls in der Zeichnung nicht dargestellt). In der Figur sind bei einer solchen Plasmaerzeugung unverbrauchte Flüssigkeitstargets 3 dargestellt, die beispielsweise vom Laserstrahl nicht getroffen wurden und nunmehr durch den Targetkollektor aufzufangen und aus der Wechselwirkungskammer abzutransportieren sind. Diese gelangen durch die Kollektoröffnung 2 in den Innenraum des gezeigten Targetkollektors. Dort beginnt es durch die Verdunstdungskälte sofort aufzufrieren und aufzuwachsen bis sich die Kollektoröffnung 2 von innen zusetzen und damit verschließen würde.
  • Um das zu verhindern, sind im Auffängerkopf 1 ein oder mehrere rotierende Messer als Abschlageinrichtung 8 vorgesehen, welche die von oben aus der nicht dargestellten Wechselwirkungskammer über die Kollektoröffnung 2 aufgefangenen Flüssigkeitstargets 3 durchlässt bzw. noch vorteilhaft in kleinere Flüssigkeitsportionen zerteilen. Diese verteilen sich dann noch besser im Kollektorinnenraum.
  • Vom Boden des Auffängerkopfes 1 durch Gefrieren aufwachsendes Targetmaterial 5 würde durch das oder die rotierenden Messer der Abschlageinrichtung 8 zerkleinert, so dass es nicht bis zum Zusetzen der Kollektoröffnung 2 anfrieren kann, sondern in Form von Abbruchpartikeln wiederum im Innenraum des Auffängerkopfes 1 verteilt wird und auf den Boden zurückfällt.
  • Zur Vermeidung des Anfrierens von Flüssigkeitstargets 3 und/oder von aufwachsendem Targetmaterial 5 an dem oder den rotierenden Messern der Abschlageinrichtung 8 ist diese mit Wärmeelementen 9 versehen. Ein nicht explizit dargestellter Überzug der Abschlageinrichtung 8 mit einer geeigneten Oberflächenbeschichtung könnte diesen Effekt der Vermeidung des Anfrierens ebenfalls bewirken bzw. noch unterstützen.
  • Darüber hinaus ist der Bereich des Auffängerkopfes 1, in dem sich die Abschlageinrichtung 8 befindet, zwecks Verbesserung des Vakuums in der besagten Wechselwirkungskammer und damit zur Verringerung des vakuumtechnischen Aufwandes zusätzlich gekühlt. Dazu wird Kühlflüssigkeit, beispielsweise flüssiger Stickstoff, durch ein in der Wandung des Auffängerkopfes 1 befindliches Kühlsystem 10 geleitet.
  • Im Bodenbereich des Auffängerkopfes 1 sind in der Wandung Wärmeelemente 11 integriert, mit welchen das aufgefangene Targetmaterial 5, vorzugsweise nach einem vorteilhaften Wärmeregime oder durch eine Regelung in Abhängigkeit des Targetmaterials 5 selbst beispielsweise abhängig von dessen Füllmenge oder Füllstandshöhe, zu dessen Abtransport über den Boden und den Absaugkanal 7 definiert verflüssigt wird. Sensoren (aus Übersichtsgründen nicht in der Zeichnung dargestellt), die im Innenraum des Auffängerkopfes 1 angeordnet sind oder in diesen hineinragen, könnten diese Füllmenge bzw. Füllstandshöhe überwachen und über eine ebenfalls nicht dargestellte Regeleinrichtung die Wärmeelemente 11 steuern.
  • Alternativ oder zusätzlich kann auch ein beheizbarer Bodenrost 12 vorgesehen sein, über welchen das Targetmaterial 5 verflüssigt wird und in den Absaugkanal 7 der unter Vakuum stehenden Absaug- und Transporteinheit 6 gelangt. Aus dieser wird das Targetmaterial 5 beispielsweise in (nicht dargestellten) Sammel- bzw. Rückgewinnungsgefäßen aufgefangen, welche sich typischerweise außerhalb der Wechselwirkungskammer befinden.
  • Bei der Verflüssigung sollte immer hinreichend Targetmaterial 5 geschmolzen werden, so dass im Auffängerkopf 1 ein gefrierendes Aufwachsen zur Abschlageinrichtung 8 verhindert wird. Andererseits sollte die Abflussöffnung der Verflüssigungseinrichtung mit gefrorenem Material verschlossen bleiben, womit auch zur Verbesserung des Vakuums in der Wechselwirkungskammer beigetragen wird.
  • Aus energetischen Gründen ist im Auffängerkopf 1 zur Trennung des oberen gekühlten Bereiches vom unteren erwärmbaren Bereich in der Wandung eine thermische Isolation 13 vorgesehen.
  • Der Targetkollektor mit seinem Auffängerkopf 1, mit der Verflüssigungseinheit 4 sowie mit der Absaug- und Transporteinheit 6 ist in der besagten Wechselwirkungskammer für ein sicheres Einfangen der Flüssigkeitstargets 3 in der Kollektoröffnung 2 auf einer Lagepositioniereinrichtung 14 angeordnet. Damit kann die gesamte Vorrichtung in drei Koordinatenrichtungen zum Strom der aufzusammelnden Flüssigkeitstargets 3 positioniert werden.
  • An geeigneten Stellen des Targetkollektors, insbesondere im oder am Auffängerkopf 1 sowie in oder an der Verflüssigungseinrichtung, können (nicht dargestellte) Temperatursensoren angeordnet sein, mit welchen der für die Funktionsweise vorteilhafte Temperaturverlauf in der Vorrichtung überwacht und das Wärme- bzw. Kühlregime der Wärmeelemente 9, 11 sowie des Kühlsystems 10 gesteuert bzw. geregelt werden kann. Eine solche Regelung ist auch über die bereits erwähnten (ebenfalls nicht gezeigten) Sensoren zur Erfassung der Füllmenge oder -höhe an aufgesammeltem Targetmaterial 5 möglich.
  • Für alle Aufgaben zur Überwachung, Steuerung bzw. Regelung, ist eine in der Figur allgemein dargestellte Kontroll- und Steuereinrichtung 15 vorgesehen.
  • 1
    Auffängerkopf
    2
    Kollektoröffnung
    3
    Flüssigkeitstarget
    4
    Verflüssigungseinheit
    5
    Targetmaterial
    6
    Absaug- und Transporteinheit
    7
    Absaugkanal
    8
    Abschlageinrichtung
    9, 11
    Wärmeelemente
    10
    Kühlsystem
    12
    Bodenrost
    13
    thermische Isolation
    14
    Lagepositioniereinrichtung
    15
    Kontroll- und Steuereinrichtung

Claims (17)

  1. Vorrichtung zum Auffangen und zum Abtransport von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets, beispielsweise zum Entfernen von bei der Plasmaerzeugung für die Emittierung elektromagnetischer Strahlung unverbrauchten Flüssigkeitstargets aus einer evakuierten Wechselwirkungskammer, mit einem Kollektorkopf, der eine Kollektoröffnung für das Auffangen der Flüssigkeitstargets aufweist, sowie mit einem Kanal für den Abtransport des aufgefangenen Targetmaterials, über welchen das Targetmaterial beispielsweise durch Druck oder Unterdruck abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung Mittel (8) zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) enthält und dass für den Abtransport des aufgefangenen Targetmaterials (5) Mittel (11) zur Verflüssigung desselben vorgesehen sind.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (5) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) aus einer mechanischen Zerkleinerungseinrichtung bestehen.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Zerkleinerungseinrichtung eine rotierende Abschlageinrichtung (8), beispielsweise ein oder mehrere rotierende Messer, vorgesehen sind.
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) mit einer Steuereinrichtung (15) in Verbindung stehen, mit welcher beispielsweise eine zeit- und/oder mengengesteuerte Zerkleinerung bewirkt wird.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zur Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) mit einer Regeleinrichtung (15) in Verbindung stehen, mit welcher die Zerkleinerung in Abhängigkeit des Targetmaterials (5), beispielsweise in Abhängigkeit der Füllmenge des in der Vorrichtung aufgefangenen und abzutransportierenden Targetmaterials (5), bewirkt wird.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) für die Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) zur Vermeidung des Anfrierens der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) erwärmbar sind.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Verflüssigung des aufgefangenen Targetmaterials (5) aus einem oder mehreren Wärmeelementen (11) bestehen.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Verflüssigung des aufgefangenen Targetmaterials (5) aus einer erwärmbaren und flüssigkeitsdurchlässigen Wandung, beispielsweise einem sieb- bzw. rostartigem Boden (12), bestehen.
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (11) zur Verflüssigung des aufgefangenen Targetmaterials (5) mit einer Steuereinrichtung (15) in Verbindung stehen, mit welcher beispielsweise ein zeit- und/oder mengengesteuertes Regime für die Verflüssigung und den Abtransport des Targetmaterials (5) bewirkt wird.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (11) zur Verflüssigung des aufgefangenen Targetmaterials (5) mit einer Regeleinrichtung (15) in Verbindung stehen, mit welcher die Verflüssigung und der Abtransport des Targetmaterials (5) in Abhängigkeit desselben, beispielsweise in Abhängigkeit der Füllmenge des in der Vorrichtung aufgefangenen Targetmaterials (5), bewirkt wird.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck einer besseren Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets (3) bzw. des aufgefangenen Targetmaterials (5) in der Vorrichtung zumindest im Bereich der Mittel (8) für die Zerkleinerung zusätzlich Mittel (10) zur Kühlung vorgesehen sind.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (4) für die Verflüssigung des aufgefangenen und abzutransportierenden Targetmaterials (5) gegenüber der übrigen Vorrichtung thermisch isoliert ist (13).
  13. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (10) für die zusätzliche Kühlung gegenüber der übrigen Vorrichtung thermisch isoliert sind.
  14. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Kollektoröffnung (2) zum Auffangen der Flüssigkeitstargets (3) mehr als 0,4 μm beträgt.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung für ein in der Kollektoröffnung (2) möglichst berührungsloses Auffangen der Flüssigkeitstargets (3) positionsgeregelt ist (14).
  16. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (7) für den Abtransport des aufgefangenen Targetmaterials (5) mit einer Absaugeinrichtung in Verbindung steht.
  17. Verfahren zur Anwendung der Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerung der Flüssigkeitstargets bzw. des aufgefangenen Targetmaterials und/oder die Verflüssigung sowie der Abtransport des Targetmaterials in Abhängigkeit des Targetmaterials, beispielsweise in Abhängigkeit der Füllmenge oder der Füllhöhe des in der Vorrichtung aufgefangenen Targetmaterials, erfolgt.
DE10357412A 2003-12-03 2003-12-03 Vorrichtung zum Auffangen und zum Abtransport von insbesondere großvolumigen und/oder salzhaltigen Flüssigkeitstargets sowie Verfahren zu deren Anwendung Withdrawn DE10357412A1 (de)

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