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DE10356870A1 - Frisiermittel mit Licochalcon A - Google Patents

Frisiermittel mit Licochalcon A Download PDF

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DE10356870A1
DE10356870A1 DE10356870A DE10356870A DE10356870A1 DE 10356870 A1 DE10356870 A1 DE 10356870A1 DE 10356870 A DE10356870 A DE 10356870A DE 10356870 A DE10356870 A DE 10356870A DE 10356870 A1 DE10356870 A1 DE 10356870A1
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DE
Germany
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preparations
polymer
case
nonionic
hair
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10356870A
Other languages
English (en)
Inventor
Inge Kruse
Marion Detert
Viola Sass
Christopher Mummert
Ludger Kolbe
Anke Polzer
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Beiersdorf AG
Original Assignee
Beiersdorf AG
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Publication date
Application filed by Beiersdorf AG filed Critical Beiersdorf AG
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Abstract

Frisiermittel, die Licochalcon A oder Extrakte aus Radix Glycrrhizae inflatae sowie mindestens ein fixierendes Polymer enthalten.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Frisiermittel, auch als kosmetische Haarfrisierzubereitungen oder Stylingmittel bezeichnet, mit einem Gehalt an Licochalcon A zur Verbesserung des Zustandes gereizter Kopfhaut, beispielsweise nach einer Shampoobehandlung, insbesondere gelförmige, cremige, sprühbare, schaumförmige oder schäumbare Frisiermittel Die Wirkung tritt insbesondere bei und nach der manuellen Verteilung des Produkts auf dem Haar und Kopfhaut auf.
  • Der ganze menschliche Körper mit Ausnahme der Lippen, der Handinnenflächen und der Fußsohlen ist behaart, zum Großteil allerdings mit kaum sichtbaren Wollhärchen. Wegen der vielen Nervenenden an der Haarwurzel reagieren Haare empfindlich auf äußere Einflüsse wie Wind oder Berührung und sind daher ein nicht zu unterschätzender Bestandteil des Tastsinns. Die wichtigste Funktion des menschlichen Kopfhaares dürfte allerdings heute darin bestehen, das Aussehen des Menschen in charakteristischer Weise mitzugestalten. Ähnlich wie die Haut erfüllt es eine soziale Funktion, da es über sein Erscheinungsbild erheblich zu zwischenmenschlichen Beziehungen und zum Selbstwertgefühl des Individuums beiträgt.
  • Das Haar besteht aus dem frei aus der Haut herausragenden Haarschaft – dem keratinisierten (toten) Teil, der das eigentlich sichtbare Haar darstellt – und der in der Haut steckenden Haarwurzel – dem lebenden Teil, in dem das sichtbare Haar ständig neu gebildet wird. Der Haarschaft seinerseits ist aus drei Schichten aufgebaut: einem zentralen Teil – dem sogenannten Haarmark (Medulla), welches allerdings beim Menschen zurückgebildet ist und oft gänzlich fehlt – ferner dem Mark (Cortex) und der äußeren, bis zu zehn Lagen starken Schuppenschicht (Cuticula), die das ganze Haar umhüllt.
  • Das menschliche Haar ist, sofern keine krankhaften Veränderungen vorliegen, in seinem frisch nachgewachsenen Zustand praktisch nicht zu verbessern. Der in der Nähe der Kopfhaut befindliche Teil eines Haares weist dementsprechend eine nahezu geschlossene Schuppenschicht auf. Insbesondere die Schuppenschicht als Außenhülle des Haares, aber auch der innere Bereich unterhalb der Cuticula sind besonderer Beanspruchung durch Umwelteinflüsse ausgesetzt.
  • Ein Ziel der Haarpflege ist es, Kopfhaut und -haar vor schädigenden Einflüssen zu schützen und den Naturzustand des frisch nachgewachsenen Haares über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten und im Fall eines Verlusts wieder herzustellen. Seidiger Glanz, geringe Porosität und ein angenehmes, glattes Gefühl gelten als Merkmale für natürliches, gesundes Haar.
  • Seit Ende des vergangenen Jahrhunderts werden Produkte zur Haarpflege gezielt entwickelt. Dies führte zu einer Vielzahl von Präparaten sowohl für die allgemeine Haarpflege als auch zur Behebung von Anomalien des Haares und der Kopfhaut. Im allgemeinen werden heutzutage Haarpflegekosmetika verwendet, welche entweder dazu bestimmt sind, nach dem Einwirken aus dem Haar wieder ausgespült zu werden, oder welche auf dem Haar verbleiben sollen. Letztere können so formuliert werden, dass sie nicht nur der Pflege des einzelnen Haars dienen, sondern auch das Aussehen einer Frisur insgesamt verbessern, beispielsweise dadurch, dass sie dem Haar mehr Fülle verleihen, die Frisur über einen längeren Zeitraum fixieren oder die Frisierbarkeit verbessern.
  • Gegenstand der Erfindung sind schaumförmige, gelförmige, oder schäumbare Stylingmittel bzw. Haarverfestigungsmittel (Haarfestiger) auf Wasser- oder Alkohol/Wasserbasis. Gegenstand der Erfindung sind auch spühbare oder pumpbare Stylingmittel bzw. Haarverfestigungsmittel (Haarfestiger) auf Alkohol- oder Wasser/Alkoholbasis. Wesentlicher funktioneller Bestandteil solcher Zubereitungen sind Filmbildner. Als solche werden verschiedene Polmere eingesetzt, zum Beispiel anionische, kationische, nichtionische oder amphotere Polymere oder Kombinationen aus diesen. Solche Zubereitungen werden in verschiedenen Formen zur Anwendung angeboten, insbesondere als Haarspray, Pumpsprays, Frisiergel, Cremes, Waxe, Pomaden, Schaumfestiger, Pumpfoamer oder Haarlack. Die Stylingmittel sind topische Zubereitungen und können auch zur Behandlung und Pflege der Kopfhaut und/oder der Haare oder als Lichtschutzpräparat dienen.
  • Schaumfestiger sind wässrige oder alkoholisch/wässrige Zubereitungen, die neben festigenden Polymeren wie beispielsweise nichtionischen Polymeren oder bevorzugt Kombinationen von nichtionischen Polymeren mit kationischen Polymeren oder anionischen Polymeren Treibmittel enthalten. Bei der Entnahme schäumt das Produkt auf und der Schaum kann auf dem Haar verteilt werden.
  • Gele sind wäßrige oder alkoholisch/wässrige Zubereitungen, die neben den festigenden Polymeren als Verdicker anionische oder nichtionische Polymere oder natürliche Verdicker enthalten. Als Verdicker werden oft Polyacrylsäuren wie z.B. (INCI) Carbomere eingesetzt. Nach dem Auftragen von Stylingelen auf die Haare bildet sich ein Polymerfilm um die einzelnen Haare bzw. die Haarpartien.
  • Haarsprays sind wässrig alkoholische oder alkoholische Lösungen die festigende Polymere enthalten und mittels Pumpzerstäuber oder als Aerosol auf das Haar aufgebracht wird.
  • Die Haut, insbesondere die Epidermis, ist als Barriereorgan des menschlichen Organismus in besonderem Maße äußeren Einwirkungen unterworfen. Derartige Einwirkungen können einen Reiz auf die Haut ausüben, die bei Menschen mit sensibler, empfindlicher oder verletzlicher Haut zu Rötung, Spannung, Brennen und/oder Juckreiz führen können. Zu solchen Einwirkungen zählen UV-Bestrahlung, mechanische Belastungen, Kontakt mit irritierenden Stoffen. Zu den Hautarealen, die diesen Einwirkungen weitgehend ungeschützt ausgesetzt sind und empfindlich reagieren gehört insbesondere die Kopfhaut.
  • Neben der Sonnenbestrahlung der die Kopfhaut je nach Haartracht mehr oder weniger ungeschützt ausgesetzt ist, mechanischer Belastungen durch Kämmen, Bürsten, Schneiden inc. Rasieren, ist die Kopfhaut auch dem Kontakt mit irritierenden Stoffen ausgesetzt. Neben Chemikalien, die beim Haarfärben oder Dauerwellen eingesetzt werden, sind hier insbesondere die Tenside zu erwähnen, die beim häufig täglichen Haarwaschen zum Einsatz gelangen.
  • Nach dem Reinigen der Haare werden oft Stylingprodukte zur temporären Verformung der Frisur angewendet. Diese Produkte verbleiben meistens auf den Haaren. Hierzu zählen Haarsprays, Schaumfestiger, Gele, Waxe, Cremes. Pomaden u.s.w.
  • Üblicherweise bestehen diese Mittel zur Festigung der Haare aus wässrigen oder wässrig alkoholischen Lösungen von filmbildenden natürlichen oder synthetischen Polymeren oder Kombinationen aus den genannten. Die meisten synthetischen Polymere sind aus den Gruppen der nichtionischen, anionischen, kationischen oder amphoteren Polymeregruppen ausgewählt. Die Produkte hinterlassen auf dem Haar nach der Applikation einen transparenten farblosen Film und fixieren die frisch gewaschenen und gestylten Haare für einen bestimmten Zeitraum. Natürlich gelangt bei der Applikation der Produkte auch ein nicht unerheblicher Anteil auf die Kopfhaut.
  • Die Stylingprodukte sind gut hautverträgliche Produkte, es ist jedoch nicht zu erwarten, dass durch entsprechende Anwendung bereits vorgeschädigte Kopfhaut in ihrem Zustand verbessert wird. Gelegentlich können bei gereizter Kopfhaut eher Verstärkungen einiger Symptome beobachtet werden.
  • Licochalcon A ist Bestandteil des Auszugs aus Radix Glycrrhizae inflatae und zeichnet sich durch folgende Struktur aus:
    Figure 00040001
  • Die Pflanzenart Glycrrhizae inflatae gehört wie das in Europa offizielle Süßholz (Glycrrhiza glabra) der Gattung Glycrrhiza an, die zur Pflanzenfamilie der Fabaceae (Erbsengewächse) gehört.
  • Es hat sich nun überraschend und für den Fachmann nicht vorhersehbar herausgestellt, dass Frisiermittel, die Licochalcon A oder Extrakte aus Radix Glycrrhizae inflatae sowie mindestens ein fixierendes Polymer enthalten, den Mängeln des Standes der Technik abhelfen. Durch solche Zubereitungen wird die Kopfhaut, die mit dem Mittel bei der Anwendung in Kontakt kommt, besonders gepflegt indem der Zustand gereizter Kopfhaut verbessert wird. Die Ursache gereizter Kopfhaut kann UV-Bestrahlung, mechanische Beanspruchung und/oder Chemikalienkontakt sein. Insbesondere der Chemikalienkontakt und hierbei ist ganz besonders der häufige Kontakt mit Reinigungstensiden zu nennen ist ein häufig auftretender Stressfaktor für die Kopfhaut, dessen Symptome, wie Rötungen, Brennen, Jucken, durch die erfindungsgemäßen Produkte deutlich gemindert oder beseitigt werden, ohne die Festigung der Haare und die Qualität und Verteilbarkeit des Frisiermittels in unguter Weise zu beeinflussen.
  • Der Extrakt aus Radix Glycrrhizae inflatae kann wässrig oder alkoholisch sein. Der alkoholische Extrakt ist aufgrund seiner Wirksamkeit besonders bevorzugt. Erhältlich sind solche Extrakte beispielsweise unter den Bezeichnungen „Polyol Soluble Licorice Extract P-U" oder „Aqua Licorice Extract P-U" der Fa. Maruzen Pharmaceuticals. Der erstgenannte Extrakt stellt einen alkoholischen Extrakt dar, der in Pulverform vorliegt. „Aqua Licorice Extract P-U" enthält noch zusätzliche ethoxilierte und/oder propoxilierte Rohstoffe. Dabei ist es von Vorteil, wenn diese ethoxilierten und/oder propoxilierten Rohstoffe, die vom Hersteller den Extrakten aus verschiedenen Gründen zugesetzt werden, in der Zubereitung nicht enthalten sind, weil deren mögliches Sensibilisierungspotential dann nicht in Erscheinung treten kann. Insbesondere Abwesenheit von PPG-6 (Nikkol PEN) ist von großem Vorteil. Ganz besonders vorteilhaft ist es, von einem alkoholischen Extrakt auszugehen, wie er unter der Bezeichnung Polyol Soluble Licorice Extract PU (INCI-Bezeichnung Glycyrrhiza Inflata) von der Firma Maruzen zu erhalten ist. Der Extrakt aus Radix Glycyrrhizae inflatae enthält einen Anteil von ca. 25 % Licochalcon A.
  • Es ist bevorzugt, wenn der Gehalt an Licochalcon A oder Extrakt aus Radix Glycrrhizae inflatae 0,001 bis 5 Gew.%, besonders bevorzugt 0,005 bis 2 Gew.%, ganz besonders bevorzugt 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf den Gesamtgehalt an Polymeren, beträgt. Weiter bevorzugt ist es, wenn das Frisiermittel als gelförmige, sprühbare, schaumförmige oder schäumbare Zubereitung oder als Creme vorliegt. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn im Fall gelförmiger Zubereitungen das fixierende Polymer ein nichtionisches und/oder ein anionisches Polymer darstellt, im Fall sprühbarer Zubereitungen das fixierende Polymer ein amphotheres und/oder ein anionisches Polymer darstellt, im Fall schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen das fixierende Polymer mindestens ein nichtionisches, kationisches und/oder anionisches Polymer, besonders bevorzugt entweder mindestens je ein nichtionisches und ein kationisches Polymer oder aber ein oder mehrere ausschließlich anionische Polymere darstellt, im Fall cremeförmiger Zubereitungen das fixierende Polymer ein nichtionisches Polymer darstellt. Im Fall sprühbarer, schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen ist es bevorzugt, wenn zusätzlich ein Treibgas enthalten ist. Weiter bevorzugt ist es, wenn als anionisches Polymer im Falle sprühbarer Zubereitungen ein Acrylates Copolymer, als amphotheres Polymer im Falle sprühbarer Zubereitungen Octylacrylamide/Acrylates/Butylaminoethyl Methacrylate Copolymer, als anionisches Polymer im Falle gelförmiger Zubereitungen Acrylates Copolymer, als nichtionisches Polymer im Falle gelförmiger Zubereitungen PVP oder VP/VA Copolymer, als Kombination kationischer und nichtionischer Polymere im Falle schäumbarer oder schaumförmiger Zubereitungen Polyquaternium-4 und VP/VA Copolymer und als nichtionisches Polymer im Falle schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen VP/VA Copolymer enthalten ist. Bevorzugt sind auch gelförmige Frisiermittel, deren Viskosität 5 bis 16 Pa s, bevorzugt 9 bis 11 Pa s beträgt. Die Erfindung umfasst auch die Verwendung der beschriebenen Frisiermittel zur Behandlung tensidgeschädigter Kopfhaut, ein Produkt umfassend eines der beschriebenen Frisiermittel enthalten in einem beschrifteten Packmittel, wobei die Beschriftung auf die Verwendung zur Behandlung tensidgeschädigter Kopfhaut hinweist sowie ein nicht therapeutisches Verfahren zur Behandlung von tensidgeschädigter Kopfhaut dadurch gekennzeichnet, dass ein erfindungsgemäßes Frisiermittel topisch angewandt wird.
  • Vorteilhaft können Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung als alkoholhaltige Haarsprays, Flüssigfestiger oder Lösungen oder als wasserhaltige oder wässrig/alkoholische Schaumfestiger, Flüssigfestiger, Sylinggele, Schaumaerosole, Emulsionen oder Lösungen vorliegen.
  • Die Mittel gemäß der Erfindung können beispielsweise als aus Aerosolbehältern, Quetschflaschen oder durch eine Pump-, Sprüh- oder Schaumvorrichtung entnehmbare und ggf. versprühbare Präparate vorliegen, jedoch auch in Form eines aus normalen Flaschen und Behältern auftragbaren Mittels.
  • Als Treibmittel für aus Aerosolbehältern versprühbare oder schaumförmig entnehmbare kosmetische oder dermatologische Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung, wie z.B. Haarsprays oder Schaumfestiger sind die üblichen bekannten leichtflüchtigen, verflüssigten Treibmittel, beispielsweise Dimethylether, Kohlenwasserstoffe (Propan, Butan, Isobutan) geeignet, die allein oder in Mischung miteinander eingesetzt werden können. Auch Druckluft, Stickstoff, Stickstoffdioxid oder Kohlendioxid oder Gemische aus diesen Substanzen sind vorteilhaft zu verwenden.
  • Natürlich weiß der Fachmann, dass es an sich nichttoxische Treibgase gibt, die grundsätzlich für die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung in Form von Aerosolpräparaten geeignet wären, auf die aber dennoch wegen bedenklicher Wirkung auf die Umwelt oder sonstiger Begleitumstände verzichtet werden sollte, insbesondere Fluorkohlenwasserstoffe und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
  • Vorteilhaft enthalten erfindungsgemäße Zubereitungen neben einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen ferner übliche Wirk-, Inhalts-, Zusatz- und/oder Hilfsstoffe.
  • Erfindungsgemäße kosmetische Zubereitungen zur Festigung und zum Styling der Haare enthalten üblicherweise Filmbildner, wie sie normalerweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, wobei die Gesamtmenge der Filmbildnersubstanzen z. B. zwischen 0,5 und 20 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
  • Erfindungsgemäß können als günstige Filmbildner alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Filmbildner verwendet werden.
  • Vorteilhaft werden der oder die Filmbildner je nach Zubereitung gewählt aus der Gruppe der in Alkohol oder Wasser löslichen oder dispergierbaren Polyurethane, Polyharnstoffe, Silikonharze und/oder Polyester sowie der nichtionischen, anionischen, amphoteren und/oder kationischen Polymere.
  • Vorteilhafte nichtionische Polymere, die in erfindungsgemäßen Zubereitungen alleine oder im Gemisch, vorzugsweise auch mit anionischen und/oder amphoteren und/oder zwitterionischen Polymeren enthalten sein können, sind Vinylpyrrolidon-Homo- oder Copolymerisate. Hierzu gehören beispielweise Polyurethane, Polyvinylpyrrolidon, Copolymerisate aus N-Vinylpyrrolidon und Vinylacetat und/oder Vinylpropionat in verschiedenen Konzentrationsverhältnissen, Polyvinylcaprolactam, Polyvinylamide und deren Salze sowie Copolymere aus Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethyl-methacrylat, Terpolymere aus Vinylcaprolactam, Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethylmethacrylat, Polysiloxane und dergleichen mehr.
  • Vorteilhafte anionische Polymere sind beispielsweise Vinylacetat/Crotonsäure-, Vinylacetat/Acrylat- und/oder Vinylacetat/Vinylneodecanoat/Crotonsäure-Copolymere, Natriumacrylat/Vinylalkohol-Copolymere, Natriumpolystyrolsulfonat, Ethylacrylat/N-tert.-Butylacrylamid/Acrylsäure-Copolymere, Vinylpyrrolidon/Vinylacetat/Itaconsäure-Copolymere, Acrylsäure/Acrylamid-Copolymere und/oder deren Natriumsalze, Homo- und/oder Copolymere von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder deren Salze sowie Acrylat/Hydroxyacrylat-, Octylacrylamid/Acrylat- bzw. Methacrylsäurester und/oder Butylacrylat/N-Vinylpyrrolidon-Copolymere oder Polystyrolsulfate.
  • Weitere bevorzugte anionische Polymere sind Methylvinylether/Maleinsäure-Copolymere, die durch Hydrolyse von Vinylether/Maleinsäureanhydrid-Copolymeren entstehen. Diese Polymere können auch teilverestert sein (Ethyl, Isopropyl- bzw. Butylester).
  • Vorteilhafte amphotere Polymere, die in erfindungsgemäßen Zubereitungen alleine oder im Gemisch, vorzugsweise auch mit anionischen und/oder nichtionischen Polymeren enthalten sein können, sind Copolymerisate aus N-Octylacrylamid, (Meth)Acrylsäure und tert.-Butylaminoethylmethacrylat vom Typ „Amphomer", Copolymerisate aus Methacryloylethylbetain und Alkylmethacrylaten vom Typ „Yukaformer", Copolymerisate aus Carboxylgruppen oder Sulfongruppen enthaltenden Monomeren, z.B. (Meth)Acrylsäure und Itaconsäure, mit basischen, insbesondere Aminogruppen enthaltenden Monomeren wie z.B. Mono- bzw. Dialkylaminoalkyl(meth)acrylaten und/oder Mono- bzw. Dialkylaminoalkyl(meth)acrylamiden, Copolymere aus N-Octylacrylamid, Methylmethacrylat, Hydroxypropylmethacrylat, N-tert.-Butylaminoethylmethacrylat und Acrylsäure, wobei diese Aufstellung selbstverständlich nicht limitierend sein soll.
  • Es ist gegebenenfalls vorteilhaft, die anionischen und amphoteren Polymere zur Verbesserung ihrer Verträglichkeit, Löslichkeit bzw. Dispergierbarkeit mit Wasser oder Treibmittel mit geeigneten Basen zu neutralisieren. Geeignete Neutralisationsmittel sind: Hydroxide, deren Kation ein Ammonium oder ein Alkalimetall ist wie z. B. NaOH oder KOH.
  • Andere Neutralisationmittel sind primäre, sekundäre oder tertiäre Amine, Aminoalkohole oder Ammoniak. Bevorzugt werden hier 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol (AMPD), 2-Amino-2-ethyl-1,3-propandiol (AEPD), 2-Amino-2-methyl-1-propanol (AMP), 2-Amino-1-butanol (AB), 2-Amino-1,3-propandiol, Monoethanolamin (MEA), Diethanolamin (DEA), Triethanolamin (TEA), Monoisopropanolamin (MIPA), Diisopropanolamin (DIPA), Triisopropanolamin (TIPA), Dimethyl Laurylamin (DML), Dimethyl Myristalamin (DMM), und Dimethyl Stearamin (DMS).
  • Vorteilhafte kationische Polymere sind beispielsweise Vinylpyrrolidon/Vinylimidazoliummethochlorid-Copolymere, quaternisierte Vinylpyrrolidon/Dialkylaminoalkylmethacrylat-Copolymere, kationische Cellulose-Derivate, wie z.B. Hydroxyethylcellulose/Dimethylalkylammoniumchlorid-Copolymere sowie Terpolymere aus Vinylcaprolactam/Vinylpyrrolidon mit Dimethylaminoethylmethacrylat bzw. Vinylimmidazoliniummethochlorid und Acrylamidocopolymere.
  • Es ist auch vorteilhaft, Filmbildner auf natürlicher Basis, z.B. Chitosan und dessen Derivate, einzusetzen, insbesondere im Gemisch mit synthetischen Polymeren.
  • Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Parfüme, Konservierungsstoffe, Substanzen zum Vermindern oder Stabilisieren des Schaumes, Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, oberflächenaktive Substanzen, Lösungsvermittler, Verdickungsmittel, Emulgatoren, Komplexierungsagentien, Sequestrierungsagentien, Perlglanzmittel, weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchhaltende Substanzen, rückfettende Agentien, Alkohole, Polyole und deren toxikologisch verträglichen Ether und Ester, verzweigte und/oder unverzweigte Kohlenwasserstoffe, weitere Antioxidantien, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Konsistenzgeber, Bakterizide, Desodorantien, antimikrobielle Stoffe, Antistatika, UV-Absorber, Polymere, Elektrolyte, organische Lösungsmittel, Silikonderivate, Pflanzenextrakte, Vitamine und/oder andere Wirkstoffe oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung.
  • Die Gesamtmenge der Hilfsstoffe beträgt beispielsweise 0,001 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Die erfindungsgemäßen Zubereitungen enthalten gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol, Glycerin, sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel. Geeignete Verdicker sind: Homopolymere der Acrylsäure mit einem Molekulargewicht von 2000000 bis 6000000 wie z.B. Handelsprodukt Carbopole. Weiter Verdicker werden vertrieben unter den Namen Carbopol 940, Carbopol ETD 2001 oder Modarez V 600 PX.
  • Polymere aus Acrylsäure und Acrylamid (Natriumsalz) mit einem Molekulargewicht von 2000000 bis 6000000 wie z.B. Hostacerin PN 73 oder das unter dem Namen Amigel vertriebene Sclerotium Gum.
  • Vernetzte Copolymere aus Acrylaten und C10- bis C30-Alkylacrylaten wie Acrylates C10-30 Alkyl Acrylates Copolymer z.B. Pemulen TR1, Carbopol 1342, Copolymere aus Acrylaten und ethoxylierten Itaconsäure C8- bis C20-alkylestern wie z.B. Structuere 2001 oder Structure 3001.
  • Weitere Verdickertypen sind Polyglycole, Cellulosederivate, insbesondere Hydroxyalkylcellulosen sowie Alginate, Carageenan und anorganische Verdicker wie z.B. natürliche oder synthetische Bentonite.
  • Geeignete sind auch weitere Verdicker auf natürlicher Basis wie Xanthan Gum, Guar Gum und Sclerotium Gum.
  • In Zubereitungen auf der Basis von Wasser beträgt der Anteil der Verdickungsmittel 0,01 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Dabei beträgt der Wassergehalt der Zubereitungen 50 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 bis 95 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Der Anteil der Alkohole in den wässrigen Zubereitungen beträgt beispielsweise 0 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0 bis 20, insbesondere 0 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können Wasser z.B. in den durch die verwendeten Rohstoffe eingebrachten Mengen enthalten, beispielsweise oder z.B. auch in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
  • Erfindungsgemäß können als Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
  • Die Gesamtmenge der Antioxidantien beträgt beispielsweise 0,001 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
  • Vorteilhaft werden weitere Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α-Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
  • Vorteilhaft können erfindungsgemäße Zubereitungen außerdem Substanzen enthalten, die UV-Strahlung im UV-B-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z.B. 0,001 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 1,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel fürs Haar oder die Haut, insbesondere die Kopfhaut dienen.
  • Enthalten die erfindungsgemäßen Emulsionen UV-B-Filtersubstanzen, können diese vorteilhaft wasserlöslich sein. Vorteilhafte wasserlösliche UV-B-Filter sind z.B.:
    • – Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz, sowie die 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure selbst;
    • – Sulfonsäure-Derivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure und ihre Salze;
    • – Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und ihre Salze.
  • Es kann auch von Vorteil sein, erfindungsgemäße Zubereitungen mit UV-A-Filtern zu versetzen, die bisher üblicherweise in kosmetischen Zubereitungen enthalten sind. Es können die für die UV-B-Kombination verwendeten Mengen eingesetzt werden.
  • In den erfindungsgemäßen Stylingformulierungen können als Filmbildner bevorzugt nichtionische oder amphotere Polymere eingesetzt werden, wie z.B. PVP/VA Copolymere, die z.B. von der Gesellschaft BASF unter den Handelsnamen Luviskol VA 64W bzw. von der Gesellschaft International Speciality Products (ISP) unter der Bezeichnung PVP/VA E 335 verfügbar sind oder nichtionische Polymere vom Typ PVP/VA Copolymer, die unter dem Handelsnamen Luviskol VA 64W von der Gesellschaft BASF bzw. unter der Bezeichnung PVP/VA W735 von der Gesellschaft International Speciality Products (ISP) verfügbar sind, in Konzentrationen von 2 – 8 Gew.-% des Gesamtgwichts der Zubereitung (bezogen auf den Aktivgehalt des Polymers).
  • Amphotere Polymere vom Typ Octylacrylamide/Acrylates/Butylaminoethyl Methacrylate Copolymer sind z.B. von der Gesellschaft National Starch unter den Handelsbezeichnungen Amphomer 28-4910 und LV-71 verfügbar und werden, z.B. in Konzentrationen zwischen 1 – 6 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zubereitung eingesetzt.
  • Bevorzugt kommen auch kationische Polymere vom Typ Polyquaternium-11 (Handelsnamen Gafquat 755N, Gesellschaft International Speciality Products (ISP)) oder -16 (Handelsname Luviquat FC 550, Gesellschaft BASF) oder Polyquaterniu-4 (Handelsname Celquat L 200, Gesellachaft National Starch) zum Einsatz, die neben den festigenden auch konditionierende Eigenschaften aufweisen und somit zusätzlich als Pflegestoffe fungieren.
  • In den erfindungsgemäßen Stylingformulierungen können als Pflegestoffe bevorzugt cyclische Polydimethylsiloxane (Cyclomethicone) in Konzentrationen von z.B. 0.1 – 1.0 Gew.-% der Gesamtformulierung oder Silikontenside (Polyethermodifizierte Siloxane) vom Typ Dimethicone Copolyol z.B. in Konz. 0.01 – 1.0 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zubereitung bevorzugt zum Einsatz kommen. Cyclomethicone werden u.a. unter der Handelsbezeichnungen Abil K4 von der Gesellschaft Goldschmidt oder z.B. DC 244, DC 245 oder DC 345 von der Gesellschaft Dow Corning angeboten. Dimethicone Copolyole werden z.B. unter der Handelsbezeichnung DC 193 von der Gesellschaft Dow Corning bzw. Belsil DM 6031 von der Gesellschaft Wacker angeboten.
  • Es kann gegebenenfalls erfindungsgemäß vorteilhaft sein, den erfindungsgemäß verwendeten kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen Komplexbildner zuzufügen.
  • Komplexbildner sind an sich bekannte Hilfsstoffe der Kosmetologie bzw. der medizinischen Galenik. Durch die Komplexierung von störenden Metallen wie Mn, Fe, Cu und anderer können beispielsweise unerwünschte chemische Reaktionen in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen verhindert werden.
  • Komplexbildner, insbesondere Chelatoren, bilden mit Metallatomen Komplexe, welche bei Vorliegen eines oder mehrerer mehrbasiger Komplexbildner, also Chelatoren, Metallacyclen darstellen. Chelate stellen Verbindungen dar, in denen ein einzelner Ligand mehr als eine Koordinationsstelle an einem Zentralatom besetzt. In diesem Falle werden also normalerweise gestreckte Verbindungen durch Komplexbildung über ein Metall-Atom od. -Ion zu Ringen geschlossen. Die Zahl der gebundenen Liganden hängt von der Koordinationszahl des zentralen Metalls ab. Voraussetzung für die Chelatbildung ist, dass die mit dem Metall reagierende Verbindung zwei oder mehr Atomgruppierungen enthält, die als Elektronendonatoren wirken.
  • Der oder die Komplexbildner können vorteilhaft aus der Gruppe der üblichen Verbindungen gewählt werden, wobei bevorzugt mindestens eine Substanz aus der Gruppe bestehend aus Weinsäure und deren Anionen, Citronensäure und deren Anionen, Aminopolycarbonsäuren und deren Anionen (wie beispielsweise Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) und deren Anionen, Nitrilotriessigsäure (NTA) und deren Anionen, Hydroxyethylendiaminotriessigsäure (HOEDTA) und deren Anionen, Diethylenaminopentaessigsäure (DPTA) und deren Anionen, trans-1,2-Diaminocyclohexantetraessigsäure (CDTA) und deren Anionen).
  • Der oder die Komplexbildner sind erfindungsgemäß vorteilhaft in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen bevorzugt zu 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, bevorzugt zu 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt zu 0,1 – 2,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, enthalten.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen Zubereitungen kann in der üblichen Weise durch Mischen der einzelnen Bestandteile erfolgen. Die Wirkstoffe der erfindungsgemäßen Kombinationen oder auch die vorgemischten Bestandteile der erfindungsgemäßen Kombinationen können im Mischvorgang zugegeben werden.
  • Der pH-Wert der Zubereitungen kann in bekannter Weise durch Zugabe von Säuren oder Basen eingestellt werden, vorzugsweise durch Zugabe von Puffergemischen, z.B. auf Basis von Citronensäure/Citrat oder Phosphorsäure Phosphat-Puffergemischen. Vorzugsweise liegt der pH-Wert unter 10, z.B. im Bereich von 3 bis 9.
  • Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen oder der jeweiligen Mischung bezogen.
  • Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung.
  • Beispiel Haargele:
    Figure 00160001
  • Beispiel Schaumfestiger:
    Figure 00160002
  • Beispiel Haarsprays:
    Figure 00170001
  • Beispiel Styling Emulsion:
    Figure 00170002

Claims (10)

  1. Frisiermittel die Licochalcon A oder Extrakte aus Radix Glycrrhizae inflatae sowie mindestens ein fixierendes Polymer enthalten.
  2. Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Licochalcon A oder Extrakt aus Radix Glycrrhizae inflatae 0,001 bis 5 Gew.%, besonders bevorzugt 0,005 bis 2 Gew.%, ganz besonders bevorzugt 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, beträgt.
  3. Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass es als gelförmige, sprühbare, schaumförmige oder schäumbare Zubereitung oder als Creme vorliegt.
  4. Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Fall gelförmiger Zubereitungen das fixierende Polymer ein nichtionisches und/oder ein anionisches Polymer darstellt, im Fall sprühbarer Zubereitungen das fixierende Polymer ein amphotheres und/oder ein anionisches Polymer darstellt, im Fall schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen das fixierende Polymer mindestens ein nichtionisches, kationisches und/oder anionisches Polymer, bevorzugt entweder mindestens je ein nichtionisches und ein kationisches Polymer oder aber ein oder mehrere ausschließlich anionische Polymere darstellt, im Fall cremeförmiger Zubereitungen das fixierende Polymer ein nichtionisches Polymer darstellt.
  5. Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Fall sprühbarer Zubereitungen und im Fall schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen zusätzlich ein Treibgas enthalten ist.
  6. Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als anionisches Polymer im Falle sprühbarer Zubereitungen ein Acrylates Copolymer, als amphotheres Polymer im Falle sprühbarer Zubereitungen Octylacrylamide/ Acrylates/Butylaminoethyl Methacrylate Copolymer, als anionisches Polymer im Falle gelförmiger Zubereitungen Acrylates Copolymer, als nichtionisches Polymer im Falle gelförmiger Zubereitungen PVP oder VP/VA Copolymer, als Kombination kationischer und nichtionischer Polymere im Falle schäumbarer oder schaumförmiger Zubereitungen Polyquaternium-4 und VP/VA Copolymer, und als nichtionisches Polymer im Falle schaumförmiger oder schäumbarer Zubereitungen VP/VA Copolymer enthalten ist.
  7. Gelförmige Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ihre Viskosität 5 bis 16 Pa s, bevorzugt 9 bis 11 Pa s beträgt.
  8. Verwendung von Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Behandlung tensidgeschädigter Kopfhaut.
  9. Produkt umfassend ein Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche enthalten in einem beschrifteten Packmittel, wobei die Beschriftung auf die Verwendung nach Anspruch 8 hinweist.
  10. Nicht therapeutisches Verfahren zur Behandlung von tensidgeschädigter Kopfhaut dadurch gekennzeichnet, dass ein Frisiermittel nach einem der vorangehenden Ansprüche topisch angewandt wird.
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