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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Halbleiterstruktur mit einer Mehrzahl von in einem Halbleitersubstrat
eines ersten Leitungstyps vorgesehenen Speicherzellen, die eine
Mehrzahl von planaren Auswahltransistoren und eine entsprechende
Mehrzahl von damit verbundenen Speicherkondensatoren umfassen, wobei
die Auswahltransistoren jeweilige erste und zweite aktive Bereiche
des zweiten Leitungstyps, von denen die ersten aktiven Bereiche
mit den Speicherkondensatoren und die zweiten aktiven Bereiche mit
jeweiligen Bitleitungen verbunden sind, und jeweilige Gate-Stapel aufweisen,
die durch ein Gate-Dielektrikum isoliert über dem Halbleitersubstrat
vorgesehen sind.
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Planare
Auswahl-Transistoren für DRAM-Speichereinrichtungen
stoßen
bei Gate-Längen
unter 100 nm an technologische Grenzen, da einerseits ein ausreichendes
Abschaltverhalten der hergestellten Transistoren zu garantieren
ist und andererseits die auftretenden elektrischen Felder im Übergangs-
bzw. Junction-Bereich kontrolliert niedrig sein müssen.
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Bei
Logik-Transistoren hingegen führen
sehr hohe Kanal- bzw. Halo-Dotierungen, welche zur Verhinderung
eines Durchschlags bzw. Punch through nötig sind, durch auftretende
hohe Feldstärken
zu Problemen in der Zuverlässigkeit
an der Drain-Seite. Darüber hinaus
erhöhen
sich durch die hohen Dotierungen die Serienwiderstände auf
Source- und Drain-Seite der Halbleitereinrichtung bzw. des Devices.
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In
diesem Zusammenhang ist in der älteren Patentanmeldung
DE 102 40 429 A1 und
in der
US 6,444,548
B2 vorgeschlagen worden, eine einseitige Dotierung (auch
als Halo-Implantation bezeichnet) in die Auswahltransistoren einzubringen
(z.B. Bor für
einen n-Kanal-Transistor), und zwar selbstjustiert zur Gate-Kante
nach Her stellung des Gate-Stack. Bei einer Speichertechnologie erfolgt
dies – abhängig vom Layout
der Zelle – z.B.
durch eine entsprechende Photomaske, auf der die zu implantierende
Seite des Devices aufbelichtet ist. So wird beispielsweise für ein Layout,
das in einer MINT-Zelle realisiert ist, eine Streifenmaske verwendet,
während
bei einem Checkerboard-Layout keine oder eine Lochmaske benötigt wird.
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Allerdings
finden bei der DRAM-Herstellung nach der Halo-Implantation zahlreiche thermische Prozessschritte
statt, welche eine Ausdiffusion der Halo-Implantationsgebiete bewirken.
Solange die Konzentration durch Ausdiffusion nicht im aktiven Anschlussgebiet
auf der Seite des Speicherkondensators zu hoch wird, ist sie nicht
störend
hinsichtlich feldinduzierter Leckströme am Kondensator-Transistor-Übergang.
Jedoch wird die Gefahr der ungewollten Konzentrationserhöhung am
aktiven Anschlussgebiet auf der Seite des Speicherkondensators mit zunehmender
Dimensionsverkleinerung immer grösser.
Als Nachteile treten dann eine Verringerung der Haltezeit aufgrund
von ungewollten Leckströmen vom
Speicherkondensator zum Halo-Implantationsgebiet bzw. zur Bitleitung
auf.
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Die
der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
die Skalierbarkeit von planaran Array-Auswahl-Transistoren mit Halo-Implantationsgebieten,
insbesondere für
Gate-Längen unter
100 nm, zu verbessern.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch das in Anspruch 1 angegebene Herstellungsverfahren
für eine
Halbleiterstruktur gelöst.
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Von
Vorteil beim erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung einer Halbleiterstruktur ist, dass eine weitere
Verkleinerung von DRAM-Speicherzellen möglich wird, wodurch ein Kostenvorteil
begründet
wird.
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Die
der Erfindung zugrunde liegende Idee besteht im wesentlichen darin,
die übermässige Ausdiffusion
der Halo-Implantationsgebiete durch Einbringen einer diffusionshemmemden
bzw. Defekt-Trapping verursachenden Spezies zu verhindern.
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In
den Unteransprüchen
finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des
jeweiligen Erfindungsgegenstandes.
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Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung sind der erste Einbringungsschritt und/oder
der zweite Einbringungsschritt Implantationschritte.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung sind die ersten Dotierungsbereiche
Borbereiche und die zweiten Dotierungsbereiche Stickstoff- und/oder
Kohlenstoffbereiche, welche vorzugsweise durch jeweilige Implantationen
erzeugt werden. Auch mehrere Coimplantationen von Stickstoff- und/oder Kohlenstoffbereichen
sind dabei möglich.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung erfolgt ein Bilden eines Seitenwand-Oxids
an freiliegenden Seitenwänden
der Gate-Stapel unter gleichzeitiger Bildung diffundierter erster
und zweiter Dotierungsbereiche unter der Gate-Kante.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Gate-Stapel in etwa äquidistant zueinander
aufgebracht, wobei unter jedem zweiten benachbarten Gate-Stapel
im Halbleitersubstrat ein Speicherkondensator angeordnet ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Gate-Stapel in etwa äquidistant zueinander
aufgebracht, wobei alternierend unter jedem dritten oder ersten
benachbarten Gate-Stapel im Halbleitersubstrat ein Speicherkondensator
angeordnet ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung erfolgt eine Bildung diffundierter
erster und zweiter Dotierungsbereiche durch einen vorbestimmt eingestellten
Extra-Temperschritt.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Gate-Stapel mit einem
Längenabstand
von unter 100 nm hergestellt.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Weiterbildung werden die Gate-Stapel parallel,
streifenförmig
auf dem Halbleitersubstrat vorgesehen.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
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Es
zeigen:
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1 bis 5 schematische
Darstellungen aufeinanderfolgender Stadien im Herstellungsverfahren
zur Erläuterung
einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung; und
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6 bis 10 schematische
Darstellungen aufeinanderfolgender Stadien im Herstellungsverfahren
zur Erläuterung
einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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In
den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche
Bestandteile.
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In 1 ist
eine Halbleiterstruktur nach vorausgehenden elementaren Schritten
im Herstellungsprozess dargestellt. In einem Halbleitersubstrat 1 sind
Speicherkondensatoren TK1, TK2, TK3 und TK4 vertikal zur Oberfläche des
Halbleitersubstrats 1 angeordnet. Über dem Halbleitersubstrat 1 ist
ein Dielektrikum 5 aufgebracht, welches zur Passivierung des Halbleitersubstrats 1 dient.
Auf dem Gate-Dielektrikum 5 ist in etwa äquidistant
eine Vielzahl von Gate-Stapeln GS1 bis GS8 aufgebracht, wobei jeder Gate-Stapel
vorzugsweise in drei gleichartig strukturierten Schichten 10, 20 und 30 vorgesehen
ist. Die erste Gate-Stapelschicht 10, welche sich direkt
an das Gate-Dielektrikum 5 anschließt, weist vorzugsweise Polysilizium
auf. Darüber
schließt
sich eine zweite Gate-Stapelschicht 20 an, die insbesondere aus
einem Metall-Silizid besteht, und auf welche eine dritte Gate-Stapelschicht 30 folgt,
die vorzugsweise Siliziumnitrid aufweist. Die Gate-Stapel GS1 bis GS8 erstrecken
sich in Zeichenebene vorzugsweise parallel und streifenförmig und
weisen im wesentlichen dieselben Abmessungen auf.
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ST
bezeichnet in 1 STI (Shallow Trench Isolation)-Gräben, welche
die Zellen voneinander trennen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden diese
STI (Shallow Trench Isolation)-Gräben im folgenden nicht weiter
erwähnt
bzw. sind nicht in den weiteren Zeichnungen dargestellt.
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Gemäß der ersten
vorliegenden Ausführungsform
sind die Speicherkondensatoren TK1, TK2, TK3 und TK4 derart angeordnet,
dass alternierend jeweils jeder dritte oder erste Gate-Stapel GS1, GS4,
GS5 und GS8 über
einem Kondensator TK1, TK2, TK3, TK4 zu liegen kommen.
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In 2 ist
die Halbleiterstruktur gemäß 1 in
einem nachfolgenden Stadium des Herstellungsprozesses dargestellt.
Zwischen jedem zweiten lateral benachbarten Gate-Stapelpaar GS1,
GS2; GS3, GS4; GS5, GS6; GS7, GS8 ist eine, vorzugsweise photolithographisch
strukturierte, Maske M vorgesehen, wobei ein Maskenabschnitt M zwischen zwei
Gate-Stapeln, z.B. GS1 und GS2, angeordnet ist und einer der Gate-Stapel
GS1 über
einem Kondensator TK1 liegt, wohingegen der lateral benachbarte
Gate-Stapel GS2 nicht über
einem Speicherkondensator angeordnet ist. Ein solcher Maskenabschnitt
M erstreckt sich vorzugsweise in vertikaler Richtung über die
Gate-Stapel, z.B. GS1, GS2, hinaus und ist in der Breite derart
strukturiert, dass ein aus einer vorbestimmten Richtung I1, I2 eingesetzter Implantationsstrahl
zur Dotierung des Halbleitersubstrats 1 in den von der
Maske unbedeckten Bereichen durch die Maske bzw. die Maskenabschnitte
M nicht beeinträchtigt
wird.
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Gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird in von den Maskenabschnitten M nicht
bedeckten Bereichen ein Dotierstoff in das Halbleitersubstrat 1 implantiert,
wobei die Implantation I1, I2 aus einer bzw. zwei vorbestimmten Richtungen
erfolgt und sich dementsprechend Dotierungsbereiche 100, 110, 105, 120, 130 vorzugsweise selbstjustiert
zur Gate-Kante im Halbleitersubstrat 1 bilden.
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Die
Richtungen der Implantationen I1, I2 bilden mit der Vertikalen einen
Winkel α bzw.
-α, welcher
zwischen 0°,
d.h. I1 = I2, und dem Winkel zwischen der Vertikalen und einer Geraden,
welche sich vom unteren Übergang
zwischen Gate-Dielektrikum 5 und
Gate-Stapel, z.B. GS3, unter Berühren
der oberen seitlichen Außenkante
eines lateral benachbarten Gate-Stapels,
z.B. GS2, erstreckt. Ein Dotierstoff im Falle eines n-Kanal-Transistors
ist beispielsweise Bor, welches gemäß der ersten Ausführungsform
unter Einsatz einer Streifenmaske mit dem Maskenabschnitten M in
das Halbleitersubstrat 1 eingebracht wird. Ein Dotierungsbereich 100, 110, 105, 120 und 130 wird
jeweils nur an einer Seite bzw. Gate-Kante eines entsprechenden
Gate-Stapels GS2, GS3, GS4, GS5, GS6, GS7 vorgesehen, welches zu
einem asymmetrischen Design führt.
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Die
Bereiche 105 liegen in den STI-Gräben und haben keine elektrische
Funktion bzw. können durch
geeignete Maskierung auch weggelassen werden.
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Gemäss 3 erfolgen
dann zweite (bzw. auch mehrere) Implantationen I1', I2' unmittelbar anschliessend
an die ersten Implantationen I1, I2, wobei Dotierungsbereiche 101, 111, 106, 121 und 131 aus
einer diffusionshemmenden Spezies, z.B. Stickstoff oder Kohlenstoff
bei Bor, in die Dotierungsbereiche 100, 110, 105, 120 und 130 eingebracht
werden. Dabei haben sich Dosen im Bereich von 5 × 1013 bis 3 × 1015 cm–3 als effektiv erwiesen.
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In
diesem Zusammenhang sei erwähnt,
dass bei dieser Ausführungsform
die implantierten Dotierungsbereiche 101, 111, 106, 121 und 131 als
zusammenfallend mit den Dotierungsbereiche 100, 110, 105, 120 und 130 dargestellt
sind. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, und eine gewisse Abweichung,
insbesondere in Richtung grösserer Eindingtiefe,
hat sich nicht als störend
erwiesen.
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4 zeigt
die Halbleiterstruktur gemäß 3 nach
weiteren Verfahrensschritten gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Nach einem Strip der Maskenabschnitte
M, d.h. der Streifenmaske bei einem MINT-Layout, wird über den oxidierbaren
Seitenwänden
der zwei unteren Gate-Stapelschichten 10, 20 eine
Seitenwand-Oxidation durchgeführt,
wodurch eine Seitenwand-Oxidationsschicht 40 gebildet wird.
Während
der thermisch durchgeführten
Seitenwand-Oxidation bilden sich veränderte Dotierungsbereiche 100', 110', 120', 130' aus Bor bzw. 101', 111', 121', 131' aus der diffusionshemdenden
Spezies. Allerdings ist diese Ausdiffusion aufgrund der diffusionshemenden
Spezies stark beschränkt.
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Durch
geschicktes Ausnutzen der Segregation (Abreicherung der Dotierung
ins entstehende Oxid) in das auf den Übergangs- bzw. Junction-Bereichen aufwachsende
Oxid und der Diffusion unter die Gate-Kante kann die Potentialbarierre
auf der Source-Seite des Devices beeinflußt, d.h. designed, werden,
und die Junction-Felder (E-Felder) auf der Drain-Seite werden stark
reduziert.
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In 5 ist
eine Halbleiterstruktur gemäß 4 nach
im Herstellungsprozeß nachfolgenden Schritten
dargestellt, wobei ein Seitenwand-Spacer 50, z.B. aus Siliziumnitrid, über den
Seitenwänden der
Gate-Stapel GS1 bis GS8 bzw. über
den Seitenwand-Oxidschichten 40 aufgebracht sind. Darüber hinaus
wurden aktive Halbleiterbereiche 60, 61, 62, 63, 64 und 65 zwischen
den entsprechenden Gate-Stapeln GS1 bis GS8 ausgebildet. Weiter
führende
Herstellungsschritte wie Entfernen des Gate-Dielektrikums und ein
nachfolgendes Vorsehen einer Kontaktierungseinrichtung (jeweils
nicht dargestellt) sei nur ergänzend
erwähnt.
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Eine
derart hergestellte Halbleiterstruktur mit asymmetrischer Dotierung,
welche direkt vor, direkt nach und/oder während der Seitenwand-Oxidation durch
Diffusion in ihrem Konzentrationsprofil angepasst wird, verbessert
das Kurzkanal-Verhalten
des Transistors und reduziert zugleich die elektrischen Felder auf
der Drain-Seite des Devices. Die Drain-Seite ist im Falle einer
Speicherzelle, bei der eine logische "1" als
Information gespeichert ist, die Knoten- bzw. Node-Seite mit dem
Speicherkondensator, während
sie im Fall einer Logik-Anwendung
die Seite des Devices mit dem höheren
Potential charakterisiert. Prinzipiell kann dieses Verfahren sowohl
für n-
als auch für
p-FET-Strukturen bzw. Devices unter der Verwendung entsprechender
Species bzw. Substrat Dotierstoff-Kombinationen eingesetzt werden, wobei
die Diffusion unter das Gate und die Segregation in das auf dem
Source/Drain-Bereich
aufwachsende Oxid stark von dem verwendeten Dotierstoff abhängt.
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6 zeigt
eine Halbleiterstruktur, welche sich im wesentlichen von der Halbleiterstruktur
gemäß 1 darin
unterscheidet, dass die Speicherkondensatoren TK1', TK2', TK3' und TK4', welche vertikal
im Halbleitersubstrat 1 angeordnet sind, unter jedem zweiten,
lateral benachbarten Gate-Stapel GS1, GS3, GS5 und GS7 vorgesehen
sind. Dies entspricht einem Checkerboard-Layout. Auch bei diesem
Layout können
streifenförmige
STI-Gräben
vorgesehen werden, sind allerdings in diesem Schnitt nicht sichtbar.
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In 7 ist
die Halbleiterstruktur gemäß 6 dargestellt,
wobei an den rechten Kanten der Gate-Stapel GS1 bis GS8 ohne Einsatz
einer Maske Dotierungsbereiche 105'', 110'', 120'', 130'' und 140'' mittels
einer gewinkelten ersten Implantation I1' in dem Halbleitersubstrat 1 vorgesehen
sind. Für
den vorbestimmten Implantationswinkel α gilt das mit Bezug auf 2 Erläuterte,
wobei gemäß dieser
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Implantation I1'' nur
aus einer Richtung durchgeführt wird,
und zwar bei jedem benachbarten Gate-Stapel GS1 bis GS8 auf der
gleichen Seite im Bereich des Übergangs
zwischen dem Gate-Dielektrikum 5 und der ersten Gate-Stapelschicht 10 im
Halbleitersubstrat. Grundsätzlich
kann die Implantation ebenfalls aus der entsprechend anderen Richtung
(nicht dargestellt) erfolgen, wobei ein negativer Winkel α auftritt
und der andere Kantenbereich eines jeden Gate-Stapels GS1 bis GS8
am Übergang
zwischen dem Gate-Dielektrikum 5 und der ersten Gate-Stapelschicht 10 im
Halbleitersubstrat 1 mit einer entsprechenden Dotierung
versehen wird.
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Gemäss 8 erfolgt
dann eine zweite Implantationen I1''' unmittelbar anschliessend
an die erste Implantationen I'', wobei implantierte
Dotierungsbereiche 106'', 111'', 121'', 131'' und 141'' aus
einer diffusionshemmenden Spezies, z.B. Stickstoff oder Kohlenstoff
bei Bor, in die Dotierungsbereiche 105'', 110'', 120'', 130'' und 140'' analog
zur obigen ersten Ausführungsform
eingebracht werden.
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In 9 ist
eine Anordnung gemäß 8 nach
im Herstellungsverfahren nachfolgenden Prozeßschritten dargestellt. Wie
mit Bezug auf 4 beschrieben, wird über den
oxidierbaren Seitenwänden der
Gate-Stapel GS1 bis GS8 eine Seitenwand-Oxidierung 40 generiert, währenddessen
sich veränderte
Dotierungsbereiche 110''', 120''', 130''', 140''' bzw. 111''', 121''', 131''' und 141''' an
den Gate-Kanten der Gate-Stapel GS2, GS4, GS6 und GS8, welche nicht über einem
Speicherkon densator angeordnet sind, bilden. Auch hier ist, wie
mit Bezug auf 4 beschrieben, zur Verteilung
der Dotierung in dem Halbleitersubstrat 1 ein gezielt eingestellter
Extra-Temperschritt
vorsehbar oder die Seitenwand-Oxidation auf zwei oder mehrere Teilschritte
aufteilbar und die Implantation des Dotierungsstoffes, welche mit
Bezug auf 6 und 7 erläutert wurde,
dazwischen ausführbar,
um eine optimierte räumliche
Dotierungskonzentrationsverteilung zu generieren.
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In 10 ist
eine Struktur gemäß 9 dargestellt,
wobei über
den Seitenwänden
bzw. dem Seitenwand-Oxid 40 der Gate-Stapel GS1 bis GS8 ein Seitenwand-Spacer 50 aufgebracht
ist, welcher vorzugsweise aus Siliziumnitrid besteht. Außerdem sind aktive
Halbleiterbereiche 60', 61', 62', 63', 64', 65', 66' und 67' vorgesehen,
welche nach einer nachfolgenden Entfernung des Gate-Dielektrikums 5 in
vom ummantelten Gate-Stack 10, 20, 30, 40 und 50 unbedeckten
Bereichen zwischen den einzelnen Gate-Stapeln GS1 bis GS8 zur Anbindung
an eine elektrische Kontakteinrichtung (nicht dargestellt) dienen.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung vorstehend anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele
beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art
und Weise modifizierbar.
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Insbesondere
sind die Schichtmaterialien für die
Gate-Stapel, deren Anordnung und der genannte Dotierstoff nur beispielhaft.
Darüber
hinaus ist die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrunde liegende
Aufgabe prinzipiell auf beliebige integrierte Schaltungen anwendbar,
obwohl sie mit Bezug auf integrierte DRAM-Speicher bzw. Logik-Schaltungen
in Silizium-Technologie
erläutert
wurden. Ebenfalls sind auf Basis des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
für eine
Halbleiterstruktur sowohl n- als auch p-Kanal-Feldeffekt-Transistoren
bzw. -Devices realisierbar.
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Obwohl
in den obigen Beispielen nur eine Coimplantation von Stickstoff-
und/oder Kohlenstoffbereichen erwähnt wurde, sind selbstverständlich auch
mehrere Coimplantationen möglich,
insbesondere zur Erzeugung bestimmter räumlicher Profile.
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Obwohl
in den obigen Beispielen die Seitenwandoxidation nach den Implantationen
der Halo- und Stickstoff- und/oder Kohlenstoffbereiche durchgeführt wurde
und gleichzeitig zum Austreiben der implantierten Spezies benutzt
wurde, können
die Implantationen auch nach der Seitenwandoxidation durchgeführt werden
und zusätzliche
thermische Schritte zum Austreiben genutzt werden.
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- 1
- Halbleitersubstrat
- 5
- Dielektrikum
- 10
- Gate-Stapelschicht,
vorzugsweise aus Polysilizium
- 20
- Gate-Stapelschicht,
vorzugswseise aus Metallsilizid
- 30
- Gate-Stapelschicht,
vorzugswseise aus Siliziumnitrid
- 40
- Seitenwand-Oxid
- 50
- Seitenwand-Spacer,
z.B. aus Siliziumnitrid
- 60–65
- aktive
Bereiche
- 60'–67'
- aktive
Bereiche
- 100,
105, 110, 120, 130, 105'', 110'', 120'',
130'', 140''
- erste
Dotierungsbereiche
- 100', 110', 120', 130', 110''',
120''', 130''', 140'''
- diffundierte
erste Dotierungsbereiche
- 101,
106, 111, 121, 131, 106'', 111'', 121'',
131'', 141''
- zweite
Dotierungsbereiche
- 101', 111', 121', 131', 111''',
121''', 131''', 141'''
- diffundierte
zweite Dotierungsbereiche
- GS1–GS8
- Gatestapel
- M
- Maske
- I1,
I1'
- Implantation,
Richtung α
- I2,
I2'
- Implantation,
Richtung -α
- I1'; I1''
- Implantation,
Richtung α
- α
- Implantationswinkel
zur Vertikalen