DE10352784A1 - Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik - Google Patents
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Abstract
Ein Richtkoppler umfaßt einen ersten Anschluß (5) zum Ein- oder Ausspeisen einer Welle, einen ersten Auskoppelanschluß (6) zum Auskoppeln einer gekoppelten Welle, einen zweiten Anschluß (10) zum Ein- und Ausspeisen der vom ersten Anschluß (5) ein- oder ausgespeisten Welle und einen zweiten Auskoppelanschluß (11) zum Auskoppeln einer gekoppelten Welle. Der erste Anschluß (5) und der erste Auskoppelanschluß (6) sind über ein erstes Netzwerk (7) mit dem Innenleiter (2) und dem Außenleiter (3) einer Koaxialleitung (1) an dessen erster Anschlußfläche (8) verbunden. Der zweite Anschluß (10) und der zweite Auskoppelanschluß (11) sind über ein zweites Netzwerk (12) mit dem Innenleiter (2) und dem Außenleiter (3) der Koaxialleitung (1) an dessen zweiter Anschlußfläche (9) verbunden. Die Koaxialleitung (1) ist derart gebogen, daß sie mit einer planaren Leiterplatte (15), die den ersten Anschluß (5), den zweiten Anschluß (10), den ersten Auskoppelanschluß (6) und/oder den zweiten Auskoppelanschluß (11) beinhaltet, hinsichtlich ihrer ersten und zweiten Anschlußfläche (8, 9) parallel angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik.
- Richtkoppler werden in der Hochfrequenztechnik zur getrennten Messung von hin- und rücklaufender Welle in einer Leitung verwendet. In Endstufen von Verstärkern werden Richtkoppler z. B. zur Messung des Stehwellen-Verhältnisses eingesetzt. Hierbei wird schwerpunktmäßig ein Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik verwendet.
- Ein derartiger Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik ist z. B. in der
US 5,926,076 beschrieben. Der Richtkoppler besteht hierbei aus einer Koaxialleitung mit einem Innenleiter, einem um den Innenleiter geführten hohlzylindrischen Dielektrikum und einem am Mantel des hohlzylindrischen Dielektrikums aufgebrachten hohlzylindrischen Außenleiter und einer Leiterplatte, auf der im wesentlichen die beiden Auskoppeleinheiten des Richtkoppler aufgebracht sind. Koaxialleitung und Leiterplatte mit Auskoppeleinheiten sind in einem einstellbaren Abstand zueinander in einem Gehäuse angeordnet. - Nachteilig an dieser Anordnung ist der vergleichsweise hohe Aufwand hinsichtlich einer mechanischen und auch elektrischen Verbindung zwischen der Koaxialleitung und den beiden Auskoppeleinheiten sowie deren Anschlüsse über eine gemeinsame Beabstandung, Befestigung und Lagerung in einem gemeinsamen Gehäuse. Auch die gezielte und effiziente Abführung von entstandener Wärme aus der Richtkopplerschaltung mittels Widerständen und Hitzeableitungsschienen ist vergleichsweise aufwendig gestaltet.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik zu schaffen, bei dem die mechanische und auch elektrische Verbindung zwischen der Koaxialleitung und den Anschlüssen des Richtkopplers, insbesondere den Auskoppelanschlüssen, unter minimalem zusätzlichem gerätetechnischem Aufwand realisiert ist.
- Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
- Die elektrische Verbindung zwischen dem Innen- und Außenleiter der Koaxialleitung und den einzelnen Anschlüssen des Richtkopplers erfolgt am Ein- und Ausgang der Koaxialleitung über jeweils ein Widerstandsnetzwerk.
- Die mechanische Verbindung zwischen der Koaxialleitung und den einzelnen Anschlüssen des Richtkopplers, die auf einer planaren Leiterplatte positioniert sind, wird dadurch realisiert, dass die Koaxialleitung z. B. halbringförmig oder U-förmig gebogen ausgeführt ist und somit mit ihren beiden Anschlußflächen parallel zur planaren Leiterplatte ausgerichtet ist und somit über Verbindungsleitungen bzw. Widerstände, die zu den obengenannten Widerstandsnetzwerken gehören, eine vergleichsweise einfache mechanische Verbindung zwischen dem Innen- und Außenleiter der Koaxialleitung und den Anschlüssen des Richtkopplers verwirklicht wird.
- Eine derart realisierte elektrische und mechanische Verbindung zwischen einer Koaxialleitung und den Anschlüssen eines Richtkopplers stellt eine hinsichtlich Material- und Fertigungsaufwand kostenminimierte Lösung dar.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
- Die planare Leiterplatte kann in SMD-Technologie ausgeführt sein. Insbesondere die Anordnung der Widerstände der beiden Widerstandsnetzwerke, die an den beiden Enden der Koaxialleitung die Schirmung und damit den Außenleiter der Koaxialleitung auf Massepotenzial führen, sind für die Richtkopplercharakteristik ganz entscheidend und können so relativ flexibel angeordnet werden.
- Durch Bestückung der Koaxialleitung mit Ferriten erreicht man eine nutzbare Charakteristik des Richtkopplers über mehrere Oktaven.
- Die Ausführungsform der Erfindung wird in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 ein Schaltungsdiagramm eines erfindungsgemäßen Richtkopplers in Koaxialleitungstechnik; -
2 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Richtkopplers in Koaxialleitungstechnik und -
3 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Richtkopplers in Koaxialleitungstechnik. - Der erfindungsgemäßen Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik wird in seiner Ausführungsform nachfolgend unter Bezugnahme auf
1 bis3 beschrieben. - Der erfindungsgemäße Richtkoppler in Koaxialleitungstechnik umfaßt gemäß
1 im wesentlichen eine Koaxialleitung1 , die aus einem Innenleiter2 und über ein Dielektrikum getrennt aus einem Außenleiter3 besteht. Die Koaxialleitung1 ist an ihrem Außenmantel von mehreren aneinander gereihten Ferritkernringen4 umgeben. - Die Koaxialleitung
1 ist an ihrer ersten Anschlußfläche8 mit den ersten Anschluß5 und dem ersten Auskoppelanschluß6 des Richtkoppler über ein erstes Widerstandsnetzwerk7 und an ihrer zweiten Anschlußfläche9 mit dem zweiten Anschluß10 und dem zweiten Auskoppelanschluß11 über ein zum ersten Widerstandsnetzwerk7 symmetrisches zweites Widerstandsnetzwerk12 verbunden. - Das erste Widerstandnetzwerk
7 besteht aus einer Serienschaltung eines Widerstandes R71 und R72 in der Verbindungsleitung73 zwischen dem ersten Anschluß5 und dem ersten Auskoppelanschluß6 und einem Widerstand R74 in der Verbindungsleitung75 zwischen dem Außenleiter3 der Koaxialleitung1 und dem ersten Auskoppelanschluß6 sowie einer direkten Verbindungsleitung76 zwischen dem Innenleiter2 der Koaxialleitung1 und den ersten Anschluß5 . - Das zweite Widerstandnetzwerk
12 besteht symmetrisch zum ersten Widerstandsnetzwerk7 aus einer Serienschaltung eines Widerstandes R121 und R122 in der Verbindungsleitung123 zwischen dem zweiten Anschluß10 und den zweiten Auskoppelanschluß11 und einem Widerstand R124 in der Verbindungsleitung125 zwischen dem Außenleiter3 der Koaxialleitung1 und den zweiten Auskoppelanschluß11 sowie einer direkten Verbindungsleitung126 zwischen den Innenleiter2 der Koaxialleitung1 und dem zweiten Anschluß10 . - Der Außenleiter
3 ist an der ersten Anschlußfläche8 der Koaxialleitung1 mit einem dritten Widerstandsnetzwerk13 auf Massepotenzial geführt. Das dritte Widerstandsnetzwerk13 besteht aus einer Parallelschaltung von mehreren niederohmigen Widerständen R131, R132, R133, ..., R13(n-1) R13n. - Der Außenleiter
3 an der zweiten Anschlußfläche9 der Koaxialleitung1 ist mit einem vierten Widerstandsnetzwerk14 , das vollkommen symmetrisch zum dritten Widerstandsnetzwerk13 ausgeführt ist, auf Massepotenzial geführt. Das vierte Widerstandnetzwerk14 besteht demnach aus einer Parallelschaltung von mehreren niederohmigen Widerständen R141, R142, R143, ..., R14(n-1), R14n. - Die Widerstände R71, R72 und R74 des ersten Widerstands netzwerkes
7 und die Widerstände R121, R122, R124 des zweiten Widerstandsnetzwerkes12 sind höherohmig ausgelegt als die niederohmigen Widerstände R131, ..., R13n des dritten Widerstandsnetzwerkes13 und die niederohmigen Widerstände R141, ..., R14n des vierten Widerstandsnetzwerkes14 . - In der Seitenansicht in
2 sowie in der Draufsicht in3 des erfindungsgemäßen Richtkopplers in Koaxialleitungstechnik ist die halb ringförmige bzw. U-förmige Gestaltung der Koaxialleitung1 erkennbar. Die Verbiegung der ursprünglich linearen Koaxialleitung1 in die ringförmige bzw. U-förmige Gestaltung gemäß2 bzw.3 ist durch den Einsatz der Semi-Rigid-Technologie beim Innenleiter2 , Dielektrikum und Außenseiter3 der Koaxialleitung1 möglich. - Aus
2 bzw.3 ist ebenfalls die kegelförmige Anordnung der Widerstände R131, ..., R13n des dritten Widerstandsnetzwerkes13 bzw. der Widerstände R141, ..., R14n des vierten Widerstandsnetzwerkes14 zwischen dem Außenleiter3 der Koaxialleitung1 und der planaren Leiterplatte15 erkennbar, die den ersten und zweiten Anschluß5 und10 bzw. den ersten und zweiten Auskoppelanschluß6 und11 weitere Bauelemente, die z. B. in SMD-Technik angeordnet sind, enthält. Sämtliche Widerstände R131, ..., R13n sowie R141, ..., R14n sind, wie aus2 bzw.3 ersichtlich ist, auf die Leiterplatte aufgelötet. - In
2 ist schließlich auch die Verbindungsleitung76 bzw.126 vom Innenleiter2 der Koaxialleitung zum ersten Anschluß5 bzw. zum zweiten Anschluß10 des Richtkopplers sowie der ebenfalls in konventioneller Technik ausgeführte Widerstand R74 des ersten Widerstandsnetzwerkes7 bzw. der Widerstand R124 des zweiten Widerstandsnetzwerkes12 , die beide in die kegelförmige Anordnung der Widerstände R131, ..., R13n des dritten Widerstandsnetzwerkes13 bzw. der Widerstände R141, ..., R14n des vierten Widerstandsnetzwerkes14 eingereiht sind, zu erkennen. - In der Draufsicht in
3 sind schließlich die Widerstände R71 und R72 des ersten Widerstandsnetzwerkes7 und die Widerstände R121 und R122 des zweiten Widerstandsnetzwerkes12 erkennbar, die auch in konventioneller Technik ausgeführt und auf der planaren Leiterplatte15 , die im Ausführungsbeispiel in SMD-Technologie realisiert ist, aufgelötet sind. - Die Topologie des ersten, zweiten, dritten und vierten Widerstandsnetzwerkes
7 ,12 ,13 und14 , die geeignete Parametrierung der dazugehörigen Widerstände R71, R72, R74, R121, R122, R124 und R131, ..., R13n sowie R141, ..., R14n und die räumliche Anordnung insbesondere der Widerstände R74, R124, R131, ..., R13n und R141, ..., R14n legen die Richtschärfe und Koppeldämpfung des Richtkopplers fest. Durch eine geeignete Wahl von Topologie, Parametrierung und räumlicher Anordnung der Widerstände kann dafür gesorgt werden, dass am ersten Auskoppelanschluß6 eine konstruktive positive Überlagerung aus den zwischen erstem Anschluß5 und erster Anschlußfläche8 der Koaxialleitung1 hin- und rücklaufenden Wellen ausgekoppelt wird, und am zweiten Auskoppelanschluß11 eine gegenseitige Auslöschung der beiden Wellen, die aus den zwischen zweiten Anschluß10 und zweiter Anschlußfläche9 der Koaxialleitung1 hin- und rücklaufenden Wellen ausgekoppelt werden, verwirklicht wird. - Auf diese Weise läßt sich ein breitbandiger Richtkoppler ohne hohen Aufwand für Anwendungen insbesondere bei breitbandigen Verstärkern, beispielsweise zwischen 30 und 500 MHz, realisieren.
- Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Die beschriebenen Elemente sind im Rahmen der Erfindung beliebig miteinander kombinierbar.
Claims (8)
- Richtkoppler mit einem ersten Anschluß (
5 ) zum Ein- oder Ausspeisen einer Welle und einem ersten Auskoppelanschluß (6 ) zum Auskoppeln einer gekoppelten Welle, die beide über ein erstes Netzwerk (7 ) mit dem Innenleiter (2 ) und dem Außenleiter (3 ) einer Koaxialleitung (3 ) an dessen erster Anschlußfläche (8 ) verbunden sind, und einem zweiten Anschluß (10 ) zum Ein- oder Ausspeisen der vom ersten Anschluß (5 ) ein- oder ausgespeisten Welle und einem zweiten Auskoppelanschluß (11 ) zum Auskoppeln einer gekoppelten Welle, die beide über ein zweites Netzwerk (12 ) mit dem Innenleiter (2 ) und dem Außenleiter (3 ) der Koaxialleitung (1 ) an dessen zweiter Anschlußfläche (9 ) verbunden sind, wobei die Koaxialleitung (1 ) derart gebogen ist, daß ihre erste und zweite Anschlußfläche (8 ,9 ) im wesentlichen parallel zu einer planaren Leiterplatte (15 ) ausgerichtet ist, die den ersten Anschluß (5 ), den zweiten Anschluß (10 ), den ersten Auskoppelanschluß (6 ) und/oder zweiten Auskoppelanschluß (11 ) beinhaltet. - Richtkoppler nach Anschluß
1 , dadurch gekennzeichnet, daß das erste Netzwerk (7 ) und das zweite Netzwerk (12 ) jeweils ein Widerstandsnetzwerk ist. - Richtkoppler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenleiter (
3 ) der Koaxialleitung (1 ) an der ersten Anschlußfläche (8 ) über ein drittes niederohmiges Widerstandsnetzwerk (13 ) und an der zweiten Anschlußfläche (9 ) über ein viertes niederohmiges Widerstandsnetzwerk (14 ) auf Massepotential geführt ist. - Richtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koaxialleitung (
1 ) halbringförmig oder U-förmig gebogen ist. - Richtkoppler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die halbringförmige oder U-förmige Koaxialleitung (
1 ) an der ersten Anschlußfläche (8 ) mit ihrem Innenleiter (2 ) über einen Verbindungsleiter (76 ) und mit ihrem Außenleiter (3 ) über kegelförmig angeordnete Widerstände (R74, R131, ..., R13n) des ersten und/oder dritten Widerstandsnetzwerkes (7 ,13 ) und an der zweiten Anschlußfläche (9 ) mit ihrem Innenleiter (2 ) über einen Verbindungsleiter (126 ) und mit ihrem Außenleiter (3 ) über kegelförmig angeordnete Widerstände R124, R141, ..., R14n) des zweiten und/oder vierten Widerstandsnetzwerkes (12 ,14 ) mit der planaren Leiterplatte (15 ) mechanisch und elektrisch verbunden ist. - Richtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Ferritring (
4 ) aus einem Ferrit-Material die Koaxialleitung (1 ) umschließt. - Richtkoppler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere aneinander gereihte Ferritringe (
4 ) die Koaxialleitung (1 ) ummanteln. - Richtkoppler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände (R71, R72, R74, R121, R122, R124, R131, ..., R13n, R141, ..., R14n) der Widerstandsnetzwerke (
7 ,12 ,13 ,14 ) in SMD-Technik auf die planare Leiterplatte (15 ) aufgelötete Bauelemente sind.
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