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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Medienerhitzer gemäß Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
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Bei
elektrisch beheizbaren Medienerhitzern wie bspw. Fondues, Friteusen,
Tischgrills, Raclettes etc., stören
oftmals die beim Erhitzen der Speisen entstehenden Gerüche. Die
störenden
Gerüche
entstehen in erster Linie durch erhitztes Fett oder Öl, das teilweise
störende
Gerüche
sowie Fetttröpfchen
bzw. Aerosole absondert. Um diese unerwünschten Effekte zu vermeiden,
sind Medienerhitzer bekannt, bei denen die Gerüche und Emissionen mittels
einer kontrollierter Luftströmung
abgesaugt werden können.
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Eine
derartige Kochvorrichtung mit Einrichtungen zum Absaugen von Gerüchen und
Schwebstoffen ist beispielsweise aus der
JP 021 80 227 A bekannt.
Bei dieser Vorrichtung ist oberhalb eines oben offenen Kochgeschirrs
eine Dunstabzugshaube vorgesehen, welche für ein Absaugen der Koch- und Fettgerüche sorgen
kann.
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Kompakte
Medienerhitzer mit Ventilationseinrichtungen sind weiterhin aus
der
JP 073 27 824 A sowie
aus der JP 2001 245 796 A bekannt. Unterhalb eines elektrisch beheizbaren
Kochgeschirrs ist hierbei jeweils eine Ventilationseinrichtung angeordnet,
welche mittels geeigneter Luftführungskanäle oberhalb
des oben offenen Behälters
für eine
kontrollierte Luftströmung
in vertikaler Richtung sorgen kann. Im Idealfall werden mit Hilfe
der Ventilationseinrichtung weitgehend alle unerwünschten
Gerüche,
die beim Erhitzen des heißen
Fetts bzw. beim Kochen entstehen, abgeführt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Medienerhitzer
dahingehend weiterzuentwickeln, dass beim Erhitzen von Speisen und insbesondere
von Fett oder Öl
weitgehend keine störenden
Gerüche
emittiert werden.
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Dies
Aufgabe wird mit dem Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Merkmale vorteilhafter
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Bei
einem Medienerhitzer mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1 ist am Boden oder einer Seitenwand eines topfartigen Behälters eine
Ventilationseinrichtung zum Umwälzen von
Luft und zum Abführen
von Kochgerüchen,
Partikeln und/oder Aerosolen von einem Bereich oberhalb des oben
offenen Behälters
anordnet. Gemäß der Erfindung
ist vorgesehen, dass in einem Luftstrom der Ventilationseinrichtung
Gerüche
hemmende und/oder Duftstoffe emittierende Einrichtungen angeordnet
sind. Diese Einrichtungen können
mit Hilfe von Geruchshemmern wie beispielsweise Cyclodextrinen und/oder
anderen geeigneten Duftstoffen dafür sorgen, dass der durch die
Ventilationseinrichtung erzeugte Luftstrom in der Lage ist, nicht
nur weitgehend alle Geruchsemissionen, die durch das Erhitzen der
Speisen bzw. des heißen Öls oder
Fetts entstehen, abzuführen,
sondern dass weitgehend jede Geruchsbildung unterdrückt werden
kann.
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Entlang
einer Behälterseitenwand
können Luftführungskanäle zur vertikalen
Luftführung
vorgesehen sein. Die Ventilationseinrichtung ist vorzugsweise unterhalb
des Behälterbodens
angeordnet, so dass eine Ringströmung
entlang der Behälterseitenwände sowie
des Bodens erzeugt werden kann. Weiterhin kann in wenigstens einem
der Luftführungskanäle am Behälter eine
Filtereinrichtung angeordnet sein, die für ein Filtern der in der Luftströmung mitgeführten Schweb-
oder Duftstoffe sorgt, bevor die Luftströmung wieder umgewälzt wird.
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Gemäß einer
ersten Variante der Erfindung verläuft die Luftströmung im
Bereich oberhalb des Behälters
im Wesentlichen horizontal. Hierbei kann der Behälter in einem oberen Randbereich
Luftführungselemente
zur Umlenkung der vertikalen Luftströmung entlang der Behälterseitenwände in eine horizontale
Luftströmung
entlang der Oberseite des Behälters
aufweisen. Auf diese Weise kann eine Ringströmung um den Behälter erzeugt
werden, die mit Hilfe der Geruchs hemmenden und/oder Duftstoffe
emittierenden Einrichtung sowie der Filterelemente weitgehend geruchsfrei
gehalten werden kann. Die oberhalb des Behälters horizontal verlaufende
Luftströmung
sorgt dafür,
dass die beim Kochen oder Erhitzen der Speisen nach oben steigenden
Gerüche und
Schwebstoffe vom Luftstrom weitgehend vollständig mitgerissen werden und
in die Luftführungskanäle der Behälterseitenwände mit
den darin angeordneten Filterelementen eingebracht werden können, bevor
die Luft wieder von der Ventilationseinrichtung umgewälzt wird.
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Eine
alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Luftströmung im
Bereich oberhalb des Behälters
weitgehend vertikal bzw. schräg
nach oben gerichtet verläuft.
Hierbei kann der Behälter
im oberen Randbereich Luftführungselemente
zur Umlenkung der vertikalen Luftströmung entlang der Behälterseitenwände in eine
weitgehend vertikale bzw. schräg
nach oben gerichtete Luftströmung
oberhalb des Behälters
aufweisen. Oberhalb des Medienerhitzers kann insbesondere eine Dunstabzugshaube
angeordnet sein, die transportabel und/oder mit den Medienerhitzer
verbindbar ausgebildet sein kann. Bei einer mit dem Behälter verbundenen
Dunstabzugshaube kann diese zu Transportzwecken vorzugsweise eingeklappt
werden. Eine Ablagefläche
an der Oberseite der Dunstabzugshaube kann zu weiteren Zwecken dienen,
bspw. zum Abstellen von Kerzen oder anderen Beleuchtungseinrichtungen.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
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1 eine
Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Medienerhitzers,
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2 eine
Schnittdarstellung einer ersten Variante des Medienerhitzers und
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3 eine
Schnittdarstellung einer zweiten Variante des Medienerhitzers.
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Die 1 zeigt
eine schematische Darstellung eines Medienerhitzers 10 in
Form eines elektrisch beheizbaren Kochgeschirrs 12, das
eine offene Oberseite 14 sowie einen geschlossenen Behälterboden 16 eines
im Wesentlichen topfförmigen
Behälters 18 aufweist.
Im Bereich des Behälterbodens 16 ist
eine elektrische Heizeinrichtung 17 sowie eine Ventilationseinrichtung 20 zur
Erzeugung einer Luftströmung
angeordnet. Der Behälter 18 weist
ein inneren Topf 22 auf, der jeweils mit seinem Topfboden 24 sowie
mit seinen Seitenwänden 26 beabstandet
zum Behälter 18 angeordnet
ist, so dass zwischen innerem Topf 22 und Behälter 18 des
Kochgeschirrs 12 die für
dessen Betrieb notwendigen Einrichtungen und Aggregate angeordnet
werden können.
Dies sind neben der erwähnten
Ventilationseinrichtung 20 sowie der Heizeinrichtung eine
Reihe von Luftführungskanälen 28,
durch welche die von der Ventilationseinrichtung 20 geförderte Luft
strömen
kann. Eine elektrische Anschlussleitung 30 ermöglicht eine
Verbindung des Medienerhitzers 10 mit einem Spannungsnetz.
Im inneren Topf 22 befindet sich die zu erhitzende Flüssigkeit 23,
bspw. Öl
oder Fett.
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Weiterhin
ist innerhalb wenigstens eines Luftführungskanals 28 eine
Einrichtung 36 zur Emission von Duftstoffen und/oder zur
Hemmung von Gerüchen
angeordnet. Diese Einrichtung 36 kann bspw. mit geeigneten
Geruchshemmern wie Cyclodextrinen versehen sein, die beim Durchströmen mit
der umgewälzten
Luft für
eine entsprechende Absorption der Kochgerüche sorgen. Weiterhin ist in
wenigstens einem der Luftführungskanäle 28 eine
Filtereinrichtung 38 angeordnet, welche für ein Ausfiltern
von Geruchs- und Schwebstoffen sorgen kann. Grundsätzlich ist
die exakte Platzierung dieser beiden Einrichtungen 36, 38 nicht
wesentlich für
deren Funktion, solange sie im Bereich der Luftströmung an
den Behälterseitenwänden bzw.
am Behälterboden 16 angeordnet
sind.
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2 zeigt
eine erste Variante des Kochgeschirrs 12, bei der die Luftströmung 31 oberhalb
des oben offenen Behälters 18 in
horizontale Richtung verläuft.
Zu diesem Zweck sind am oberen Behälterrand 32 Luftführungselemente 34 angeordnet,
welche für
eine gezielte Umlenkung der entlang der Behälterseitenwände weitgehend vertikalen Luftströmung in
eine oberhalb des Behälters 18 horizontale Luftströmung bewirken.
Die Luftführungselemente 34 können insbesondere
als gewölbter
Ring ausgebildet sein, der auf den oberen Behälterrand 32 aufgesetzt ist,
so dass eine Ablenkung der Luftführungskanäle 28 an
deren jeweiligem oberen Ende in horizontale Richtung erfolgt. Der
Ring weist zudem Einkerbungen auf zum Haltern von Gabeln u. ä. im Topf
des Medienerhitzers 10.
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3 zeigt
eine alternative Variante des Kochgeschirrs 12, bei der
die Luftführungselemente 34 gemäß 2 entweder
weggelassen oder so ausgebildet sind, dass die weitgehend vertikale
Luftströmung 31 entlang
der Behälterseitenwände den
Behälter 18 nach
oben in Richtung einer oberhalb des Kochgeschirrs 12 befindlichen
Dunstabzugshaube 40 verlässt. Diese Dunstabzugshaube 40 kann
beispielsweise transportabel ausgebildet oder mit dem Kochgeschirr 12 lösbar verbunden
sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
steht die Dunstabzugshaube 40 auf wenigstens zwei vertikalen
Stützen 44,
welche entweder auf einer Auflage abgestellt oder welche mit dem
Medienerhitzer 10 verbunden sein können.
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Ggf.
kann die von der Dunstabzugshaube 40 erzeugte Luftströmung 31 eine
gezielte Verwirbelung aufweisen, so dass bspw. eine spiralförmig nach oben
verlaufende Luftströmung 31 erzeugt
wird. Vorzugsweise ist das Design der Dunstabzugshaube auf das des
Medienerhitzers 10 abgestimmt. Die Dunstabzugshaube 40 kann
zudem zu weiteren Zwecken verwendet werden, beispielsweise zum Abstellen von
Kerzen 42 oder für
andere Dekorzwecke.
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Mit
Hilfe der gezielten Luftströmung 31 oberhalb
des Behälters 18 des
Kochgeschirrs 12 kann auch beim Erhitzen von Öl oder Fett
und/oder von anderen Flüssigkeiten
ein angenehmes Raumklima gewährleistet
werden, da die Luftströmung 31 eine
Geruchsbarriere erzeugen kann.
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- 10
- Medienerhitzer
- 12
- Kochgeschirr
- 14
- Oberseite
- 16
- Behälterboden
- 17
- Heizeinrichtung
- 18
- Behälter
- 20
- Ventilationseinrichtung
- 22
- Topf
- 23
- Flüssigkeit
- 24
- Topfboden
- 26
- Topfseitenwand
- 28
- Luftführungskanal
- 30
- Anschlussleitung
- 31
- Luftströmung
- 32
- Behälterrand
- 34
- Luftführungselement
- 36
- Gerüche hemmende
und/oder Duftstoffe emittierende Einrichtung
- 38
- Filtereinrichtung
- 40
- Dunstabzugshaube
- 42
- Kerze