DE10351613A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage Download PDFInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage mit wenigstens einem beweglichen Schattierungs- und/oder Lüftungselement (1, 2), das verschiedene Positionen (alpha¶1¶ bis alpha¶4¶) einnehmen kann, sowie wenigstens einem Hardware-Schalter vorgeschlagen, bei welchem der wenigstens eine Hardware-Schalter zur Erreichung einer vorgegebenen Position des Schattierungs- und/oder Lüftungselements (1, 2) gezielt in eine Richtung überfahren wird, bis das Schattierungs- und/oder Lüftungselement (1, 2) einen weiteren Hard- oder einen Software-Schalter bzw. eine Position erreicht, die durch andere Erfassungsmittel detektiert und der Anlage zur Verfügung gestellt wird. Des Weiteren wird eine Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage sowie eine Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage vorgeschlagen.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 3.
- Stand der Technik:
- Schattierungs- und/oder Lüftungsanlagen werden in vielfältigen Formen eingesetzt. Häufig umfasst eine derartige Anlage einen elektromotorischen Antrieb, der dazu dient, ein ausklappbares Element, z.B. eines Dachs zur Klimaregulierung innerhalb eines entsprechenden Gebäudes verstellen zu können.
- Bei Gebäuden, wie z.B. Gewächshäusern, Ställen etc. ist eine Verstellmöglichkeit von Dach- und/oder Wandelementen von Interesse, da auf diese Weise das Klima innerhalb des Gebäudes durch natürliche Lüftung reguliert werden kann. Bei Lüftungs- und Schattierungsanlagen ist es für eine gezielte Bewegung des Schattierungs- und/oder Lüftungselements, z.B. eines klappbaren Glasdachteils wichtig, dessen Position, z.B. eine Geschlossen- oder Offen-Position aber auch Zwischenpositionen zu kennen.
- Für die Detektion vorgegebener Positionen werden Endschalter eingesetzt. Damit lassen sich Endpositionen eines Schattierungs- und/oder Lüftungselements, z.B. vollständig geschlossen bzw. ganz geöffnet bestimmten. Als Endschalter werden überwiegend Hardware-Schalter eingesetzt, d.h. tatsächlich physikalisch vorhandene Schalter, mit denen eine Endposition des Schattierungs- und/oder Lüftungselements mit großer Zuverlässigkeit detektierbar ist. In außerdem bekannten Ausführungsformen ist eine Skalierung von Bewegungswegen eines Schattierungs- und/oder Lüftungselements möglich, was den Einsatz von Software-Schaltern erlaubt. Dabei handelt es sich um Koordinaten, bei deren Erreichen das Schattierungs- und/oder Lüftungselement eine vorgegebene Steuerung erfährt, z.B. gestoppt wird.
- Die Software-Schalter werden innerhalb eines skalierten Abstands zwischen zwei Hardware-Endschalter "gesetzt", wobei normalerweise für den laufenden Betrieb lediglich die Software-Schalter verwendet werden, die kurz vor Erreichen des jeweiligen Hardware-Schalters eine vorgegebene Steuerung der Bewegung des Schattierungs- und/oder Lüftungselements herbeiführen, z.B. das Schattierungs- und/oder Lüftungselement stoppen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Steuerungsmöglichkeiten der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage ohne eine wesentliche Vergrößerung des Hardware-Aufwands zu erweitern.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 und 3 gelöst.
- In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
- Die Erfindung geht zunächst von einem Verfahren zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage aus, die wenigstens ein bewegliches Schattierungs- und/oder Lüftungselement, das verschiedene Positionen einnehmen kann sowie wenigstens einen Hardware-Schalter umfasst. Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung liegt darin, dass der wenigstens eine Hardware-Schalter zur Erreichung einer vorgegebenen Position des Schattierungs- und/oder Lüftungselements gezielt in eine Richtung überfahren wird, bis das Schattierungs- und/oder Lüftungselement einen weiteren Hard- oder einen Software-Schalter bzw. eine Position erreicht, die durch andere Mittel detektiert und der Anlage zur Verfügung gestellt wird. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass über den wenigstens einen Hardware-Schalter eine, z.B. eine besonders wichtige Position des Schattierungs- und/oder Lüftungselements sicher erfasst werden kann, aber die Bewegungssteuerung durch den Hardware-Schalter nicht begrenzt ist. Auf beiden Seiten des Hardware-Schalters können z.B. beliebige Software-Schalter, d.h. Software-Schaltpunkte gesetzt werden, wobei der Hardware-Schalter eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf eine Positionsfindung, z.B. bei Stromausfall, gewährleistet. Sind z.B. zwei Hardware-Schalter vorgesehen, müssen alle weiteren, insbesondere Software-Schalter nicht zwischen den Hardware-Schaltern gesetzt werden, was eine hohe Flexibilität bei der Positionierung erlaubt.
- In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird der in eine Richtung überfahrene Hardware-Schalter in Überfahrrichtung und/oder in entgegengesetzter Richtung als Endschalter genutzt. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, einen Hardware-Schalter aus zwei Richtungen als sicheren Positionsschalter verwenden zu können, insbesondere. auch aus einer Richtung eines Software-Schalters kommend.
- Bei einer Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage mit wenigstens einem beweglichen Schattierungs- und/oder Lüftungselement, das verschiedene Positionen einnehmen kann, mit der insbesondere das soeben beschriebene Verfahren durchführbar ist und wenigstens einen Hardware-Schalter und Steuerungsmittel umfasst, liegt der Kerngedanke darin, dass die Steuerungsmittel und der wenigstens eine Hardware-Schalter dazu ausgelegt sind, den wenigstens einen Hardware-Schalter gezielt in eine Richtung zur Erreichung einer vorgegebenen Position zu überfahren, wobei für die Detektion des Erreichens der vorgegebenen Position (α1, α4) nach überfahrenem Hardware-Schalter ein Hardware- oder Software-Schalter bzw. andere Erfassungsmittel, die den Steuerungsmitteln ein Positionssignal zur Verfügung stellen können, vorgesehen sind. Bislang ist das Überfahren eines Hardware-Schalters aus Sicherheitsgründen in bekannten Anlagen nur insoweit vorstellbar, als dass es sich um einen Bereich eines Nachlaufs eines Verstellantriebs handelt, wonach die Bewegung aber dann zum Stillstand kommt. Aus dieser Position ist eine weitere Bewegung in die Nachlaufrichtung bei herkömmlichen Anlagen nicht mehr zugelassen. Durch eine geeignete Auswahl der Position, die über den wenigstens einen Hardware-Schalter überwacht wird, im Zusammenspiel mit einem entsprechenden Steuerungsablauf, kann jedoch ohne Einbuße an Sicherheit eine derartige Bewegung z.B. eines Schattierungs- und/oder Lüftungselements zugelassen werden. Es hat sich herausgestellt, dass es aus Sicherheitsgründen, z.B. nach einem Stromausfall, völlig ausreichend ist, wenn durch den wenigstens einen Hardware-Schalter den Steuerungsmitteln die Information zur Verfügung steht, auf welcher Seite des Hardware-Schalters sich das Schattierungs- und/oder Lüftungselement befindet. Zum Beispiel steht bei betätigtem Schalter das Element links und bei nicht betätigtem Schalter rechts, so dass immer eine eindeutige Zuordnung möglich ist und das Schattierungs- und/oder Lüftungselement, z.B. sicher in der richtigen Richtung in eine vorgegebene Resetposition gefahren werden kann. Der Hardware-Schalter befindet sich dementsprechend an einer "Zwischenposition" der beweglichen Elemente. Der wenigstens eine Hardware-Schalter muss hierzu einen eindeutigen Schaltpunkt aufweisen und von zwei Seiten angefahren und geschaltet werden können.
- Es ist jedoch auch möglich, dass der wenigstens eine Hardware-Schalter zur Detektion einer Maximalstellung oder Endlage, z.B. einer Ganz-Geöffnet-Stellung eines Schattierungs- und/oder Lüftungselements eingesetzt wird. Sollte dann ein Betriebsfall auftreten, bei welchem alle Referenzpunkte und Daten verloren sind, wird zur Wiederaufnahme eines normalen Betriebs immer in eine Richtung gefahren, in welcher das Schattierungs- und/oder Lüftungselement geöffnet wird, sofern der Hardware-Schalter nicht betätigt ist. Falls er betätigt ist, wird das Schattierungs- und/oder Lüftungselement vorzugsweise so weit geschlossen, dass der Hardware-Schalter nicht mehr geschaltet ist und dann wieder betätigt, um den Schaltpunkt sicher zu erfassen. Auf diesem Wege kann der Referenzpunkt immer sicher gefunden werden. Außerdem ist es denkbar, eine andere Maximal-Position für den Hardware-Schalter vorzusehen, z.B. die Geschlossen-Position.
- Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kalibrierung solcher Bewegungssteuerungssysteme.
- In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind ein erster Hardware-Schalter und ein zweiter Hardware-Schalter vorgesehen, wobei die Steuerungsmittel dazu ausgelegt sind, durch Verfahren des Schattierungs- und/oder Lüftungselements zwischen den beiden Hardware-Schaltern und dem Setzen eines Referenzzählers auf einen vorgegebenen Wert über einen Inkrementalgeber den Abstand zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter zu skalieren. Hierzu können die Steuerungsmittel, z.B. mit dem Schattierungs- und/oder Lüftungselement den ersten Hardware-Schalter anfahren, nach Feststellen der Betätigung des Hardware-Schalters stoppen, einen Referenzzähler auf einen vorgegebenen Wert, z.B. Null setzen und daraufhin den zweiten Hardware-Schalter in umgekehrter Richtung anfahren, wobei der Abstand zwischen den Hardware-Schaltern mit dem Inkrementalgeber skaliert wird. Es ist jedoch auch möglich, den Referenzzähler erst auf einen vorgegebenen Wert, z.B. Null zu setzen, wenn der zweite Hardware-Schalter erreicht ist. Im Weiteren wird dann der erste Hardware-Schalter wieder angefahren und über den Inkrementalgeber der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter skaliert. Nach solchen Maßnahmen sind die Steuerungsmittel in der Lage, die Position des Schattierungs- und/oder Lüftungselements in jedem Bewegungszustand sicher ermitteln zu können, auch in einem Bereich außerhalb des Abstandes der Hardware-Schalter, der entsprechend wie der Bereich innerhalb behandelt werden kann. Vorzugsweise ist der erste Hardware-Schalter für die Detektion einer Maximalposition des Schattierungs- und/oder Lüftungselements vorgesehen.
- Bei einer überdies bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Steuerungsmittel auf der Grundlage der Skalierung des Abstands zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter zur Festlegung von einem oder mehreren Software-Schaltern ausgebildet. Vorzugsweise wird wenigstens ein Hardware-Schalter, z.B. für die Detektion einer Maximalposition im herkömmlichen Betrieb nicht mehr angefahren, sondern dient nur noch als eine Art Sicherheits-/Not-Aus-Schalter, wenn der Software-Schalter versagt.
- Diese Software-Schalter werden dann bevorzugt außerhalb des Bereichs der Hardware-Schalter liegen. Ein Software-Schalter kann als softwaremäßig abgelegte Koordinate verstanden werden, die eine vorgegebene Bedeutung im Hinblick auf die Steuerung der Position der Schattierungs- und/oder Lüftungselemente inne hat. Zum Beispiel ist die Geschlossen-Stellung und eine Minimal-Stellung durch einen Software-Schalter definiert.
- Diese Vorgehensweise ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn zwei Schattierungs- und/oder Lüftungselemente, beispielsweise zwei klappbare Dach- z.B. Fensterelemente, vorgesehen sind, die in einer Position eine Giebelstellung, bei welcher die Oberkanten der Elemente aneinander liegen, einnehmen können; wobei das jeweilige Dachelement um eine Achse schwenkbar ist, die in einem Abstand und parallel zum Giebel verläuft. Bei einer solchen Anordnung können die Dachelemente über die Giebelstellung hinaus insbesondere folgende Stellungen einnehmen: Eine Maximalstellung, in welcher die Dachelemente senkrecht nach oben stehen. Eine Entriegelungsstellung, bei welcher die Dachelemente etwas überhalb der Giebelstellung stehen, in welcher die Dachelemente an der Oberkante aneinander liegen und dann ein "Satteldach" ausbilden. Außerdem ist eine Minimalstellung möglich, die weiter abgesenkt ist als die Giebelstellung. Diese kann erreicht werden, indem die Dachelemente z.B. in die Entriegelungsstellung fahren und anschließend ein Dachelement in die Minimalstellung abgesenkt wird. Somit ist sichergestellt, dass keine Kollision der Dachelemente stattfindet, wenn ein Dachelement am anderen vorbei in die Minimalstellung fährt.
- Bei einer solchen Anordnung von Dachelementen ist die Skalierung des Systems ungleich wichtiger als bei der Skalierung der Bewegung eines Einzelelements.
- Vorzugsweise sind die Steuerungsmittel dazu ausgebildet, dass zur Skalierung des Abstandes zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter des jeweiligen Schattierungs- und/oder Lüftungselements zunächst beide Schattierungs- und/oder Lüftungselemente in eine Offen-Stellung, z.B. eine Maximal-Offen-Stellung fahren, bei welcher der Giebel geöffnet, in der Maximalstellung weit geöffnet ist, und dann für die beiden Seiten nacheinander die Skalierung, insbesondere wie oben beschrieben, vorgenommen wird. Vorzugsweise legt der zweite Hardware-Schalter eine Position der Schattierungs- und/oder Lüftungselemente fest, bei welcher der Giebel leicht geöffnet ist, was der oben beschriebenen Entriegelungsposition entspricht.
- In einer weiteren außerdem vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Steuerungsmittel dazu ausgelegt, in einem herkömmlichen Betrieb, der kein Skalierungsbetrieb ist, die Bewegung von nur einem Schattierungs- und/oder Lüftungselement zuzulassen. Auf diese Weise können Kollisionen der Schattierungs- und/oder Lüftungselemente vermieden werden. Dies lässt sich z.B. so bewerkstelligen, dass die Ansteuerung des jeweiligen Schattierungs- und/oder Lüftungselement blockiert ist, wenn das jeweils andere Schattierungs- und/oder Lüftungselement bewegt wird. Zum Beispiel bewirkt ein bewegungsverursachender Frequenzumrichter eines Schattierungs- und/oder Lüftungselements, dass der Frequenzumrichter für den Antrieb des anderen Schattierungs- und/oder Lüftungselements gesperrt ist.
- Eine Untergiebelposition wird bei einer überdies bevorzugten Ausführungsform über Software-Schalter realisiert. Es ist jedoch auch denkbar, für die Untergiebelposition einen Hardware-Schalter einzusetzen.
- Vorteilhafterweise nehmen die Steuerungsmittel die Einstellung einer Untergiebelposition von wenigstens einem Steuerungsmittel in Abhängigkeit eines Klimadetektors vor. Es ist vorteilhaft, in Abhängigkeit von z.B. der Windrichtung eine Steuerung dahingehend vorzunehmen, dass ein Dachelement über dem anderen, beispielsweise in etwa in der Entriegelungsposition steht und das andere Dachelement in einer Untergiebelposition positioniert ist, z.B. einer Minimalstellung. Günstigerweise sollte die Dachseite, aus der der Wind kommt so über der Untergiebelposition stehen, dass der Wind über das Dach hinwegziehen kann, aber durch die Untergiebelposition des anderen Dachelements eine Lüftungsöffnung zur Verfügung steht, ohne dass dabei im Gebäude in einem unerwünschten Maße Zugluft entsteht oder Niederschlag ins Gebäude eintrifft.
- Schließlich ist es bevorzugt, dass die Steuerungsmittel so ausgebildet sind, dass nach einem Betriebsfall, der die Bestimmung eines Referenzpunktes notwendig macht, z.B. eines Stromausfalls oder eines manuellen Eingriffs, beide Schattierungs- und/oder Lüftungselemente gleichzeitig in eine Richtung mit zumindest annähernd gleicher Geschwindigkeit bewegt werden kann, z.B. öffnen, bis ein Hardware-Schalter, z.B. ein Hardware-Schalter für die Giebelstellung, die Entriegelungsposition oder der Hardware-Schalter der Maximalstellung erreicht ist. Wenn die Schalterstellung des Hardware-Schalters für die Entriegelungsposition anzeigt, dass der Hardware-Schalter in Öffnungsrichtung bereits überfahren wurde, wird der Hardware-Schalter für die Maximalstellung angefahren. Durch diese Maßnahme wird gewährleistet, dass bei einem Positionsverlust der Schattierungs- und/oder Lüftungselemente diese kollisionsfrei einen Referenzpunkt erreichen können. Dies ist insbesondere möglich, wenn sich beide gleichzeitig öffnen. Denn dann wird sicher vermieden, dass es zu keiner Konstellation kommt, bei welcher die Schattierungs- und/oder Lüftungselemente beim Aneinandervorbeifahren kollidieren können.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der nachstehenden Zeichnungen unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher erläutert. Die
1a bis1d zeigen zur Veranschaulichung des Betriebs einer Vorrichtung zur Steuerung und/oder Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage in einer stark schematisierten Seitenansicht verschiedene Stellungen von klappbaren Dachelementen1 ,2 , z.B. eines Gewächshausdaches. - In
1a ist eine Giebelstellung dargestellt, bei welcher die Dachelemente1 ,2 an deren jeweiligen Oberkante1a bzw.2a aneinander anstoßen. Dies ist beispielsweise bei einem Klappwinkel von α1 = 26° um eine jeweilige Schwenkachse3 ,4 der Dachelemente1 ,2 der Fall, die in den1a und1d senkrecht zur Zeichenebene verläuft. -
1b zeigt die Entriegelungsstellung, bei welcher ein Giebelbereich5 leicht geöffnet ist, was bei einem Schwenkwinkel α2 = 30° zustande kommt. - In
1c ist die Maximalstellung der Dachelemente1 ,2 gezeigt, die bei α3 = 90° erreicht ist. - Schliefllich zeigt
1d einen Zustand, bei welchem das Dachelement2 in der Entriegelungsposition bei α2 steht und das Dachelement1 in einer Untergiebelstellung, einer Minimalposition bei einem Schwenkwinkel α4, z.B. α4 = 16°. Die Maximalstellung (1c ) sowie die Entriegelungsstellung (1b ) wird mit Hardware-Schaltern detektiert. Hingegen wird die geschlossene Giebelstellung (1a ) sowie eine Untergiebelstellung, insbesondere in der Minimalstellung (1d ), durch Software-Schalter definiert. - Zur Kallibrierung des Systems werden beide Dachelemente
1 ,2 gleichzeitig, z.B. mit Schleichgeschwindigkeit in die Maximalstellung, mit einem Schwenkwinkel von jeweils α3 gefahren, bis dort der jeweilige Hardware-Schalter betätigt wird. Dann wird die Bewegung der Dachelemente gestoppt. Für den Fall, dass der Hardware-Schalter für die Maximalstellung bereits betätigt wäre, werden die Dachelemente solange nach unten bewegt, bis dieser Schalter nicht mehr betätigt ist. Dann wird die Bewegung gestoppt und die Dachelemente werden wieder in entgegengesetzter Bewegungsrichtung solange nach "oben" gefahren, bis der Hardware-Schalter für die Maximalstellung wieder betätigt ist. - Daraufhin wird ein Dachelement nach "unten" gefahren, bis der zweite Hardware-Schalter, der die Entriegelungsstellung definiert, erreicht ist und ein Referenzzähler auf z.B. Null gesetzt. Danach wird das Dachelement
2 wieder zum Hardware-Schalter für die Maximalstellung gefahren und dabei über einen Inkrementalgeber eine Skalierung vorgenommen, wonach nach Erreichen des Hardware-Schalters für die Maximalstellung der Abstand zwischen den beiden Hardware-Schaltern vom System skaliert werden kann. Wie weiter oben beschrieben, kann die Skalierung aber auch schon beim Anfahren des zweiten Hardware-Schalters stattfinden. Hierdurch lässt sich die Skalierung schneller durchfahren, ohne dabei in unerwünschter Weise einen Sicherheitsnachteil in Kauf nehmen zu müssen. Das zweite Dachelement führt dasselbe Spiel aus. Danach oder nach dem Skalieren des jeweiligen Dachelements werden die Software-Schalter definiert, die hier außerhalb des Abstands der beiden Hardware-Schalter liegen. Dieser Bereich wird im Hinblick auf eine Skalierung so behandelt, wie der Bereich innerhalb der Hardware-Schalter. Vorzugsweise wird eine homogene Skalierung vom gesamten Bewegungsbereich der Dachelemente1 ,2 vorgenommen. Daraufhin können die Dachelemente nochmals jeweils ein Spiel durchlaufen, um die jeweiligen Stellungen zu überprüfen. Anschließend wird die Anlage in Automatikbetrieb übergehen. - Zum Bewegen der Dachelemente ist vorzugsweise jeweils ein Getriebemotor vorgesehen.
- Im Automatikbetrieb, d.h. der normale Betriebsfall, wird durch eine gegenseitige Blockade der jeweiligen Steuerelektronik vermieden, dass sich beide Dachelemente
1 ,2 gleichzeitig bewegen. Dies ist lediglich für eine Referenzfahrt zur Kallibrierung des Systems bzw. zum Auffinden von Referenzpunkten zulässig und gewünscht. - Diese Situation kann beispielsweise bei einem Stromausfall eintreten. Dann werden beide Dachelemente in eine Richtung bewegt, bei welcher sie sich öffnen. Als Referenzpunkt kann die Entriegelungsstellung durch Auslösung des entsprechenden Hardware-Schalters oder die Maximalstellung durch Auslösen des dazugehörigen Hardware-Schalters angefahren werden; ohne dass dabei die Gefahr einer Kollision besteht.
-
- 1
- Dachelement
- 1a
- Oberkante
- 2
- Dachelement
- 2a
- Oberkante
- 3
- Schwenkachse
- 4
- Schwenkachse
Claims (14)
- Verfahren zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage mit wenigstens einem beweglichen Schattierungs- und/oder Lüftungselement (
1 ,2 ), das verschiedene Positionen (α1 bis α4) einnehmen kann sowie wenigstens einem Hardware-Schalter, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Hardware-Schalter zur Erreichung einer vorgegebenen Position (α1, α4) des Schattierungs- und/oder Lüftungselements gezielt in eine Richtung überfahren wird bis das Schattierungs- und/oder Lüftungselement einen weiteren Hardware- oder einen Software-Schalter bzw. eine Position erreicht, die durch andere Erfassungsmittel detektiert und der Anlage zur Verfügung gestellt werden. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in eine Richtung überfahrene Hardware-Schalter in Überfahrrichtung und/oder in entgegengesetzter Richtung als Positionsschalter genutzt wird.
- Vorrichtung zur Steuerung der Bewegung einer Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage mit wenigstens einem beweglichen Schattierungs- und/oder Lüftungselement (
1 ,2 ), das verschiedene Positionen (α1 bis α4) einnehmen kann, welche Vorrichtung wenigstens einen Hardware-Schalter und Steuerungsmittel umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel und der wenigstens eine Hardware-Schalter dazu ausgelegt sind, den wenigstens einen Hardware-Schalter gezielt in eine Richtung zur Erreichung einer vorgegebenen Position (α1, α4) zu überfahren, wobei für die Detektion des Erreichens der vorgegebenen Position (α1, α4) nach überfahrenem Hardware-Schalter ein Hard- oder Software-Schalter bzw. andere Erfassungsmittel vorgesehen sind, die den Steuerungsmitteln ein Positionssignal zur Verfügung stellen können. - Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster und ein zweiter Hardware-Schalter vorgesehen sind, und dass die Steuerungsmittel dazu ausgelegt sind, durch Verfahren des Schattierungs- und/oder Lüftungselements zwischen den beiden Hardware-Schaltern und das Setzen eines Referenzzählers auf einen vorgegebenen Wert über einen Inkrementalgeber den Abstand zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter zu skalieren.
- Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel nach Skalierung des Abstandes zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter zur Festlegung von einem oder mehreren Software-Schaltern ausgelegt sind.
- Vorrichtung nach einem der vorgehergehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel dazu ausgelegt sind, nach Skalierung und Festlegung der Software-Schalter eine Testfahrt vorzunehmen.
- Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel zur Positionierung von zwei Schattierungs- und/oder Lüftungselementen ausgelegt sind, die in einer Position eine Giebelstellung (α1) einnehmen können, wobei das jeweilige Schattierungs- und/oder Lüftungselement (
1 ,2 ) um eine Achse (3 ,4 ) schwenkbar ist, die in einem Abstand und parallel zum Giebel verläuft. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel dazu ausgestaltet sind, zur Skalierung des Abstandes zwischen dem ersten und zweiten Hardware-Schalter des jeweiligen Schattierungs- und/oder Lüftungselements (
1 ,2 ) zunächst beide Schattierungs- und/oder Lüftungselemente (1 ,2 ) in eine Offenstellung zu fahren, bei welcher der Giebel geöffnet ist und dann für die beiden Seiten nacheinander die Skalierung vorzunehmen. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hardware-Schalter eine Position der Schattierungs- und/oder Lüftungselemente (
1 ,2 ) festlegt, bei welcher der Giebel leicht geöffnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel dazu ausgelegt sind, in einem herkömmlichen Betrieb, der kein Skalierungsbetrieb ist, die Bewegung von nur einem Schattierungs- und/oder Lüftungselement (
1 ,2 ) zuzulassen. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel die Möglichkeit bieten, über Software-Schalter Untergiebelpositionen mit den Schattierungs- und/oder Lüftungselementen (
1 ,2 ) anzufahren. - Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel die Einstellung einer Untergiebelposition von wenigstens einem Schattierungs- und/oder Lüftungselement (
1 ,2 ) in Abhängigkeit eines Klimadetektors vornehmen. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsmittel so ausgebildet sind, dass nach einem Betriebsfall, der die Bestimmung eines Referenzpunkts notwendig macht, beide Schattierungs- und/oder Lüftungselemente (
1 ,2 ) gleichzeitig in eine Richtung bewegt werden, bis ein Hardware-Schalter erreicht ist. - Schattierungs- und/oder Lüftungsanlage mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13.
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