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DE10351549A1 - Einheit zur Lageänderung einer Leitung, insbesondere einer Milchleitung - Google Patents

Einheit zur Lageänderung einer Leitung, insbesondere einer Milchleitung Download PDF

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DE10351549A1
DE10351549A1 DE2003151549 DE10351549A DE10351549A1 DE 10351549 A1 DE10351549 A1 DE 10351549A1 DE 2003151549 DE2003151549 DE 2003151549 DE 10351549 A DE10351549 A DE 10351549A DE 10351549 A1 DE10351549 A1 DE 10351549A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
actuators
milk
line
actuator
milking
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2003151549
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English (en)
Inventor
Thomas Mader
Andreas Springer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Farm Technologies GmbH
Original Assignee
WestfaliaSurge GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by WestfaliaSurge GmbH filed Critical WestfaliaSurge GmbH
Priority to DE2003151549 priority Critical patent/DE10351549A1/de
Publication of DE10351549A1 publication Critical patent/DE10351549A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
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    • A01J5/017Automatic attaching or detaching of clusters
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Abstract

Zur Lageänderung einer Leitung wird eine Einheit vorgeschlagen, welche wenigstens eine Leitung mit mindestens einem Kanal, die wenigstens einen flexiblen Abschnitt aufweist, vorgeschlagen. Die Einheit weist des Weiteren einen betätigbaren Aktuator auf. Mittels wenigstens zweier zueinander beabstandeter Verbindungselemente wird der Aktuator mittelbar und/oder unmittelbar mit der Leitung verbunden, so dass bei einer Aktivierung des wenigstens einen Aktuators der flexible Abschnitt mindestens teilweise aus einem gekrümmten in einen zumindest weniger gekrümmten Zustand oder umgekehrt überführbar ist.

Description

  • Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Einheit zur Lageänderung einer Leitung, insbesondere einer Milchleitung, eine Vorrichtung zur Durchführung wenigstens einer Handlung, die im Zusammenhang mit wenigstens einem Milchvieh steht, sowie auf ein Verfahren zum Ansetzen eines Melkbechers an eine Zitze eines Milchviehs.
  • Obwohl im folgenden die Erfindung in Verbindung mit einem Melksystem zum Melken von Kühen beschrieben wird, wird darauf hingewiesen, dass sich der Gegenstand der Erfindung, insbesondere zur Verwendung beim Melken von Schafen, Ziegen, Lamas, Kamelen, Dromedaren, Büffeln, Stuten, Eseln, Yaks sowie anderen milchabgebenden Tieren eignet. Die Erfindung kann sowohl bei robotergestützten Melkanlagen als auch bei vollautomatischen, halbautomatischen sowie konventionellen Melkanlagen eingesetzt werden.
  • Ein Milchviehbetrieb weist zahlreiche Systeme auf, die für die Milchviehhaltung von Bedeutung sind. Ein Melksystem kann eine Mehrzahl von Melkplätzen umfassen, die jeweils mit einer Melkeinrichtung ausgestattet sind. Die Melkeinrichtung weist wenigstens einen Melkbecher auf, der über einen langen Milchschlauch mit einer Milchtransportleitung verbunden ist. Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei denen die Melkbecher über jeweils einen kurzen Milchschlauch mit einem Milchsammelbehälter verbunden sind, wobei der Milchsammelbehälter über einen langen Milchschlauch gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Messbehälters mit der Milchtransportleitung verbunden sind.
  • Zum Melken eines Tieres ist es notwendig, dass die Melkbecher an die Zitzen eines Milchviehs angebracht werden. Bei Melkeinrichtungen, die über keine robo tergestützte Anbringung der Melkbecher an die Zitzen eines Milchviehs verfügen, erfolgt die Anbringung der Melkbecher an die Zitzen manuell. Hierzu greift eine Bedienperson den Melkbecher und bringt ihn an die Zitze an. Aufgrund des Umstandes, dass der Milchschlauch, sowohl der kurze Milchschlauch als auch der lange Milchschlauch, über eine gewisse Flexibilität verfügt, ist es für die Bedienperson notwendig, die mit der Öffnung nach unten hin hängenden Melkbecher zu drehen, so dass die Öffnung des Melkbechers nach oben hin, d. h. zur Zitze hin, ausgerichtet wird. Wird beispielsweise eine Kuh dreimal täglich gemolken, so muss die Bedienperson diese Bewegung zwölfmal am Tag pro Tier durchführen. Bei einer großen Anzahl von Tieren wird alleine für diese Tätigkeit eine nicht unerhebliche Zeitspanne benötigt. Darüber hinaus kann es bei einer Vielzahl von Tieren, die pro Melkvorgang gemolken werden, bei der Bedienperson zu einer Ermüdung kommen.
  • Vor und/oder nach einem Melkvorgang wird das Tier gegebenenfalls einer Behandlung unterzogen. Bei der Behandlung kann es sich beispielsweise um eine Reinigung der Zitzen und des Euters handeln. Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Euter des Tieres und gegebenenfalls die Zitzen einer Massage unterzogen werden, durch die eine Stimulation des Tieres erreicht werden soll. Bei einem stimulierten Tier kann eine erleichterte Milchabgabe während eines Melkvorgangs erzielt werden.
  • In Milchviehbetrieben besteht ein gewisses Risiko der Übertragung von Infektionserregern an und in die Milchdrüse eines Tieres. Eutererkrankungen gelten daher in zahlreichen Ländern mit einer entwickelten Milchwirtschaft als der bedeutendste Schadensfaktor in der tierischen Produktion.
  • Die Infektionseinschleusung für die in der Umwelt der Milchtiere weit verbreiteten Erreger ist der Strichkanal. Die Übertragung der Infektionserreger während des Milchentzugs deren Transport durch den Strichkanal kann durch eine Verminderung eines mit dem kombinierten Auftreten zyklischer und regulärer Vakuumschwankungen in Verbindung stehenden Rückfluss von Milch reduziert werden. Jedoch verbleibt am Ende des Milchentzuges Milch in Form eines Tropfens oder Films an der Drüsenöffnung haften, die bei Mutterkühen vom Kalb mit der Zunge beseitigt wird. Eine solche Situation ist bei Milchkühen, die maschinell gemolken werden, nicht gegeben. Wird dieser Tropfen oder Film nicht entfernt, so bildet die Milch ein Nährmedium für die Vermehrung von aus der Umgebung stammenden Bakterien, die somit Gelegenheit haben, den Strichkanal zu durchdringen und eine Infektion der Drüse auszulösen. Die Haftung der Keime wird durch Zerklüftungen der Haut an der Strichkuppe und partieller Ausstülpungen der strichkanal Schleimhaut gefördert, so dass dieses Gebiet als ständiges Erregerreservoir dienen kann.
  • Es ist deshalb ein Ziel vorbeugender Maßnahmen, die Zitzenkuppe von pathologenen Erregern möglichst frei zu halten. Dies kann durch eine antiseptische Behandlung der Zitze im Anschluss an den Milchentzug erreicht werden. Es sind unterschiedliche Behandlungsmethoden bekannt. Beim Dippen werden die Zitzen in ein Dippmittel eingetaucht. Das Dippmittel kann neben den Desinfektionsbestandteilen auch pflegende Substanzen, wie Glycerin oder Lanolin enthalten. Durch die pflegenden Substanzen wird eine Rückfettung der Zitzen erreicht, so dass die Zitzenhaut weich und geschmeidig bleibt.
  • Eine weitere Behandlungsmethode ist das Sprühen. Hierbei wird ein Mittel durch eine Sprüheinrichtung auf die Zitze aufgesprüht. Bei diesem Mittel kann es sich um ein Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel handeln. Eine solche Behandlungsmethode beschreibt die WO 99/66787: Durch die WO 99/66787 ist eine Melkeinrichtung bekannt, die eine Sprüheinrichtung aufweist, durch die ein Mittel auf die Zitze aufgesprüht wird. Hierzu befindet sich die Zitze innerhalb des Melkbechers. Diese Verfahrensführung ist nicht unkritisch, da das Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel innerhalb der milchführenden Teile verwendet wird. Es ist ein relativ hoher technischer Aufwand notwendig, um sicherzustellen, dass eine Kontamination des Gemelks durch das Mittel nicht eintritt.
  • Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Zielsetzung zugrunde, eine Einheit zur Lageänderung einer Leitung anzugeben, welche insbesondere in Milchviehbetrieben einsetzbar ist.
  • Diese Zielsetzung wird erfindungsgemäß durch eine Einheit zur Lageänderung einer Leitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Einheit sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die erfindungsgemäße Einheit zur Lageänderung einer Leitung umfasst wenigstens eine Leitung mit vorzugsweise mindestens einem Kanal. Die Leitung weist wenigstens einen flexiblen Abschnitt auf. Sie kann auch insgesamt flexibel ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Leitung mehrere flexible Abschnitte aufweist, zwischen denen ein starrer Abschnitt vorgesehen ist.
  • Des weiteren weist die Einheit wenigstens einen betätigbaren Aktuator auf. Der wenigstens eine Aktuator ist mittelbar und/oder unmittelbar durch wenigstens zwei zueinander beabstandete Verbindungselemente mit der Leitung verbunden. Die Verbindung ist dabei so ausgebildet, dass bei einer Aktivierung des wenigstens einen Aktuators der Abschnitt mindestens teilweise aus einem gekrümmten in einen zumindest weniger gekrümmten Zustand oder umgekehrt überführbar ist.
  • Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung wird die Möglichkeit geschaffen, dass die Leitung je nach Bedarf aus einem gekrümmten in ein zumindest weniger gekrümmten Zustand oder umgekehrt überführbar ist. Bei dem Aktuator kann es sich beispielsweise um einen fluidbetätigbaren Aktuator handeln. Ein solcher Aktuator ist beispielsweise aus der EP 0 161 750 A1 bekannt. Der dort beschriebene Aktuator weist einen zwischen zwei Kopfstücken sich erstreckenden elastischen Körper auf, dessen Innenraum mit einem fluidischen Druckmittel beaufschlagbar ist. Bei einer Beaufschlagung des flexiblen Körpers mit einem Druckmittel kommt es zu einer Kontraktion des Körpers in Längsrichtung, so dass sich die Länge des Körpers verändert. Durch ein Zusammenwirken mit der Leitung wird diese aus einem gekrümmten Zustand in einen weniger gekrümmten Zustand überführt. In Abhängigkeit von der Gesamtkonstruktion und/oder der Druckbeaufschlagung des Aktuators kann es bis zu einer im wesentlichen gradlinigen Ausrichtung der Leitung kommen. Umgekehrt besteht auch die Möglichkeit, dass in einem Ausgangszustand die Leitung im wesentlichen gradlinig ausgerichtet ist, wobei bei einer Aktivierung des Aktuators die Leitung in einen gekrümmten Zustand übergeführt werden kann. Es versteht sich, dass die Leitung in einem Ausgangszustand auch gekrümmt sein kann, wobei durch eine Aktivierung des Aktuators diese in einen stärker gekrümmten Zustand überführt werden kann.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Aktuator ein elektromotorisch wirkender Aktuator ist. Beispielsweise kann der Aktuator einen elektrischen Antrieb aufweisen, der über ein Kupplungsmittel mit der Leitung verbunden ist, wobei das Kupplungsmittel längenveränderlich ist. In einem einfachsten Fall handelt es sich bei dem Kupplungsmittel um ein flexibles Mittel, insbesondere um ein Seil, welches in Abhängigkeit von dem Aktivierungszustand des Aktuators verkürzt oder verlängert wird, was Auswirkungen auf die Krümmung der Leitung hat. Statt ei nes Seils kann es sich bei dem Kupplungsmittel auch um beispielsweise ein scherenförmig ausgebildetes Mittel handeln.
  • Die erfindungsgemäße Einheit hat zahlreiche Vorteile. Sie ist insbesondere zur Applikation in Milchviehbetrieben geeignet.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Einheit wird vorgeschlagen, dass wenigstens zwei Aktuatoren vorgesehen sind, wobei die Aktuatoren nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind. Durch diese Maßnahme wird eine verbesserte, d. h. eine gezieltere Lageänderung der Leitung erreicht. Es wird auch die Möglichkeit geschaffen, mit einer Mehrzahl von Aktuatoren, die hintereinander angeordnet sind, auch Leitungen, die über eine oder mehrere flexible Abschnitte oder über eine größere Länge verfügen, betätigt werden kann. Dadurch, dass die Aktuatoren nebeneinander angeordnet sind, wird erreicht, dass eine räumliche Auslenkung der Leitung gezielt durchgeführt werden kann. Hierzu wird insbesondere vorgeschlagen, dass die Aktuatoren auf einem gedachten Kreisumfang verteilt die Leitung umgeben. Bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der die Aktuatoren im wesentlichen äquidistant zueinander angeordnet sind.
  • Verfügt die Einheit über mehrere Aktuatoren, so können die Aktuatoren gleichzeitig oder sequentiell aktiviert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Aktuatoren zu Gruppen zusammengefasst werden, die gleichzeitig oder sequentiell aktivierbar bzw. deaktivierbar sind. Durch diese Maßnahme wird eine Möglichkeit geschaffen, eine gewünschte Lageänderung der Leitung mit relaitv einfachen Mitteln zu verwirklichen.
  • Zur Verbindung des wenigstens einen Aktuators mit der Leitung wird vorgeschlagen, dass wenigstens ein sich über wenigstens einen Teilumfang der Leitung erstreckendes Verbindungselement vorgesehen ist. Das Verbindungselement ist vorzugsweise im wesentlichen ringförmig ausgebildet. Hierbei handelt es sich um eine bevorzugte Ausgestaltung des Verbindungselementes. Andere Geometrien und Strukturen der Verbindungselemente sind möglich. Es besteht auch die Möglichkeit, dass beispielsweise mehrere aquidistant zueinander angeordnete Aktuatoren zwischen zwei ringförmig ausgebildeten Verbindungselementen angeordnet sind. Diese bilden mit den Verbindungselementen einen modulartige Baueinheit, die zum Aufbau höhergängiger Module geeignet ist.
  • Die erfindungsgemäße Einheit weist vorzugsweise eine Leitung, die im wesentlichen über ihre gesamte Länge flexible ausgebildet ist.
  • Die erfindungsgemäße Einheit weist weitere zahlreiche Vorteile auf. Sie ist insbesondere zur Applikation in Milchviehbetrieben geeignet, da durch sie Vorgänge vereinfacht werden können. Insbesondere wird vorgeschlagen, dass der Milchschlauch wenigstens eine Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist. Bei dem Milchschlauch kann es sich beispielsweise um einen kurzen Milchschlauch handeln, der zur Verbindung eines Melkbechers mit einem Milchsammelstück dient. Der Milchschlauch kann auch ein langer Milchschlauch sein, der einen Melkbecher mit einer Milchsammelleitung verbindet.
  • Innerhalb eines Milchviehbetriebes sind unterschiedliche Handlungen an einem Milchvieh mittelbar oder unmittelbar durchzuführen. Bei diesen Handlungen kann es sich beispielsweise um einen Melkvorgang, einen Reinigungsvorgang oder einen Treibvorgang handeln. Diese Vorgänge sind hier im weiten Sinne zu verstehen. Sie können in weitere Vorgänge aufgespalten werden. So kann beispielsweise der Melkvorgang in einen Stimulationsvorgang, einen Vormelkvorgang, einen Hauptmelkvorgang, einen Nachmelkvorgang unterteilt werden, wobei ein Ansetzen und ein Abnehmen der Melkbecher zum Melkvorgang hinzugerechnet werden kann. Der Ansetzvorgang sowie der Abziehvorgang der Melkbecher kann wiederum in weitere Teilvorgänge aufgespalten werden.
  • Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung auch die Zielsetzung zugrunde, eine Vorrichtung zur Durchführung wenigstens einer Handlung an einem Milchvieh vorzuschlagen, durch welche die Handlung effektiver durchgeführt werden kann.
  • Diese Zielsetzung wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zur Durchführung wenigstens einer Handlung an einem Milchvieh mit den Merkmalen des Anspruchs 12 erreicht. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Vorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung wenigstens einer Handlung an einem Milchvieh zeichnet sich dadurch aus, dass diese wenigstens eine Einheit nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 10 und/oder wenigstens einen Milchschlauch nach Anspruch 11 aufweist.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass diese wenigstens einen Melkbecher aufweist, wobei jeder Melkbecher mit jeweils einem Milchschlauch verbunden ist. Der Vorzug einer solchen Vorrichtung kann darin gesehen werden, dass bei Vorrichtungen, bei denen die Melkbecher manuell an die Zitzen der Tiere angesetzt werden, durch Aktivierung des Aktuators die Melkbecher so bereitgestellt werden, dass die Öffnung der Melkbecher im wesentlichen nach oben zeigt. Hierdurch wird eine Arbeitserleichterung für die Bedienperson erzielt.
  • Werden die Melkbecher mittels eines Roboters an die Zitzen angesetzt, so hat die Vorrichtung den Vorteil, dass ein Roboterarm nicht, wie aus dem Stand der Tech nik bekannt ist, am Melkbecher selbst greift, sondern er kann auch unterhalb des Melkbechers greifen. Hierdurch wird eine mögliche Verletzung eines Tieres während eines Positionier- und Ansetzvorgangs eines Melkbechers an eine Zitze durch einen Roboterarm verringert.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass diese wenigstens einen Melkbecher aufweist, wobei jeder Melkbecher über jeweils einen Milchschlauch mit einem Milchsammelstück verbunden ist. Gegebenenfalls kann das Milchsammelstück über einen langen Milchschlauch mit einer Milchsammelleitung verbunden sein. Es besteht die Möglichkeit, dass wenigstens ein Milchschlauch, der einen Melkbecher mit dem Milchsammelstück verbindet, mit wenigstens einem Aktuator ausgestattet ist. Gleichfalls kann ein langer Milchschlauch mit wenigstens einem Aktuator versehen sein. Diese Ausgestaltung der Vorrichtung hat den Vorzug, dass durch Aktivierung des Aktuators am langen Milchschlauch, während eines Nachmelkvorgangs eine Zugkraft in die Zitze eingeleitet wird. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass eine Entleerung des Euters erzielt wird.
  • Bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der wenigstens ein Verbindungselement mit dem Milchsammelstück verbindbar ist. Insbesondere wird vorgeschlagen, dass das Milchsammelstück wenigstens ein Verbindungselement aufweist. Es können auch mehrere Verbindungselemente vorgesehen sein. Ist das Milchsammelstück mit vier Melkbechern über entsprechende Schläuche verbunden, so wird vorgeschlagen, dass das Milchsammelstück vier Verbindungselemente aufweist. Zusätzlich kann wenigstens ein Verbindungselement vorgesehen sein, um das Milchsammelstück mit wenigstens einem Aktuator eines langen Milchschlauchs und/oder eines Pulsschlauches zu verbinden. Bevorzugt ist eine Ausgestaltung des Milchsammelstücks, bei der das Verbindungselement ein integaler Bestandteil des Milchsammelstücks ist. Das Milchsammelstück kann beispielsweise aus einem Kunststoff hergestellt sein. Das Verbindungselement kann dabei bereits während des Herstellungsvorgangs des Milchsammelstücks oder deren Teilen ausgebildet werden.
  • Gemäß einer noch weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung wenigstens eine Positioniereinrichtung aufweist. Bevorzugt ist hierbei eine Ausgestaltung der Vorrichtung, bei der die Positioniereinrichtung zur Positionierung und Anbringung wenigstens eines Melkbechers an eine Zitze eines Tieres geeignet ist. Die Positioniereinrichtung kann dabei einen Tragarm aufweisen, der einzelne Melkbecher an den einzelnen Zitzen eines Tieres ansetzt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Tragarm mit dem Sammelstück verbindbar ist. Der Tragarm greift das Milchsammelstück, sofern das Milchsammelstück nicht fest mit dem Tragarm verbunden ist. Der Tragarm wird mit dem Milchsammelstück und den, mit dem Milchsammelstück verbundenen Melkbechern unter das zu melkende Tier verfahren. Spätestens, wenn sich die Melkbecher unterhalb des Tieres befinden, wird wenigstens ein Aktuator aktiviert, so dass der Melkbecher im wesentlichen vertikal verläuft und seine Öffnung nach oben hin weist. Die Lage der Zitzen wird detektiert. Die Detektion kann beispielsweise mit einem optischen und/oder akustischen System erfolgen. Gegebenenfalls wird auch die Lage der Zitzenbecher detektiert. Erfolgte eine solche Detektion, so findet anschließend eine Korrelation der Koordinaten der Ansetzaktorik mit den Koordinaten des Zitzenbechers statt. Diese Koordinaten werden in Beziehung zu den Koordinaten der Zitze gesetzt und die Ansetzakktorik soweit bewegt, bis ein Ansetzen des Melkbechers an die Zitze des Tieres erfolgen kann.
  • Es besteht die Möglichkeit, dass die Ansetzaktorik relative Koordinaten verwendet. Gegebenenfalls können die erhaltenen Koordinaten der Zitzenbecher sowie der Zitzen in Korrelation mit einem Weltkoordinatensystem (absolutes Koordinatensystem) gebracht werden. Während des Ansetzvorgangs besteht auch die Möglichkeit, dass die Koordinaten laufend überprüft werden, so dass bei einer mögli chen Bewegung des Tieres, die Ansetzaktorik insoweit auf die Lageveränderung der Zitzen reagieren kann.
  • Zur Abnahme eines Melkbechers weist die Vorrichtung wenigstens eine Abnahmeeinrichtung auf. Diese weist vorzugsweise wenigstens eine Einheit zur Lageänderung einer Leitung auf.
  • Unter dem Begriff der Positioniereinrichtung kann auch eine Einrichtung verstanden werden, mit deren Hilfe ein Tier in einer Box, insbesondere einer Melkbox, positioniert wird. So kann beispielsweise eine Leitung, die im wesentlichen flexibel ausgebildet ist, sich in Längsrichtung der Box erstrecken. Betritt ein Tier eine Box, so kann durch die Aktivierung eines Aktuators die Leitung in einen weniger gekrümmten Zustand überführt werden, wodurch die Leitung zur Anlage an den Körper des Tieres gelangt und das Tier in eine vorgegebene Position zwingt. Die Leitung kann hierbei auch im Bein oder Fußbereich des Tieres verlegt sein. Diese Leitung kann mehrere flexible Abschnitte aufweisen, so dass eine Anpassung an den Körper des Tieres möglich ist.
  • Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass diese wenigstens eine Einrichtung zur Abgabe eines Fluids aufweist. Diese Einrichtung kann eine Reinigungseinrichtung bilden, mit deren Hilfe beispielsweise das Euter des Tieres gereinigt wird. Nach erfolgter Reinigung des Euters mit Hilfe einer Flüssigkeit kann beispielsweise eine Trocknung des Euters erfolgen. Hierzu kann die Einrichtung entsprechende Leitungen aufweisen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Leitung mehrere Kanäle aufweist, durch die unterschiedliche Fluida an das Euter gebracht werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Reinigungsflüssigkeiten oder auch um ein Trocknungsfluid, insbesondere Luft handeln. Es besteht auch die Möglichkeit, dass mittels der Einrichtung beispielsweise Desinfektionsmittel an die Zitze, insbesondere die Kuppe der Zitze, aufgetragen wird. Neben Desinfektionsmitteln können auch andere Mittel, beispielsweise Lanolin, aufgetragen werden.
  • Nach einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung wenigstens eine Treibeeinrichtung aufweist. Die Treibeeinrichtung ist durch eine Leitung, die mit dem Aktuator zusammenwirkt, gebildet. Die Leitung muss nicht zwingend rohrförmig ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Leitung nicht als Hohlkörper sondern als wenigstens teilweise flexibler Vollkörper ausgebildet ist. Die Treibeeinrichtung kann an unterschiedlichen Orten des Milchviehbetriebes angeordnet sein. Diese kann auch mit einer bewegbaren Einheit verbunden sein, so dass Tiere zum Melken aus einem vorbestimmten Bereich in den Melkbereich getrieben werden. Die Treibeeinrichtung kann auch am Ausgang einer Box, insbesondere einer Melkbox, angeordnet sein.
  • Nach einer noch weiteren gemäß einem noch weiteren erfinderischen Gedanken wird eine Reinigungsvorrichtung insbesondere für einen Milchviehbetrieb vorgeschlagen, welche wenigstens eine Einheit nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 10 aufweist.
  • Die Reinigungseinrichtung kann zum Reinigen einzelner Komponente oder Bauteile innerhalb des Milchviehbetriebes vorgesehen sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um Behälter handeln. In den Behälter ragt eine Leitung hinein, die wenigstens eine Düse aufweist, durch die ein Reinigungsfluid austreten kann. Durch Aktivierung des Aktuators kann die Richtung des Strahls des Fluids variiert werden, so dass zumindest ausgewählte Bereiche der Wandung des Behälters gereinigt werden.
  • Bei einem Behälter kann es sich beispielsweise auch um einen Trog handeln. Die Reinigungseinrichtung kann auch dazu dienen, eine Flächenreinigung beispielsweise innerhalb einer Box vorzunehmen. So kann beispielsweise durch einen festgelegten Bewegungsablauf der wenigstens einen Leitung die Box gereinigt werden. Die erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung kann auch in anderen Bereichen, beispielsweise im Laufstallbereich eingesetzt werden, so dass Laufgänge und/oder Boxen, insbesondere Liegeboxen gereinigt werden. Auch die zum Melken notwendigen Apparaturen und Aggregate können mittels der erfindungsgemäßen Einrichtung gereinigt werden. So kann beispielsweise durch eine geeignete Anordnung der Reinigungseinrichtung mindestens ein Melkbecher sowohl von innen als auch von außen gereinigt werden.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert, ohne dass der Gegenstand der Erfindung auf diese konkreten Ausführungsbeispiele beschränkt wird.
  • Es zeigen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung,
  • 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung,
  • 3 die Einheit nach 2 mit einem aktivierten Aktuator,
  • 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung,
  • 5 die Einheit nach 4 mit einem aktivierten Aktuator,
  • 6 einen Melkbecher mit einem Milchschlauch,
  • 7 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Melkbechers mit einem Milchschlauch,
  • 8 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie A-A nach 7,
  • 9 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Melkbechers mit einem Melkschlauch,
  • 10 schematisch ein Melkzeug mit deaktivierten Aktuatoren,
  • 11 das Melkzeug nach 10 mit aktivierten Aktuatoren,
  • 12 eine Vorrichtung zum Ansetzen eines Melkbechers,
  • 13 schematisch eine Vorrichtung mit einer Einrichtung zur Abgabe eines Fluids,
  • 14 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung mit einer Einrichtung zur Abgabe eines Fluids,
  • 15 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung mit einer Einrichtung zur Abgabe eines Fluids,
  • 16 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung mit einer Einrichtung zur Abgabe eines Fluids,
  • 17 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung,
  • 18 ein Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen einer Box,
  • 19 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen einer Box,
  • 20 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen eines Melkplatzes,
  • 21 eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen eines Trogs,
  • 22 eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen eines Behälters,
  • 23 schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Greifers,
  • 24 eine Positioniereinrichtung,
  • 25 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Treibeeinrichtung und
  • 26 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Treibeeinrichtung.
  • 1 zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung 1. Die Leitung 1 weist wenigstens einen flexiblen Abschnitt 2 auf. Mit der Leitung 2 sind beabstandet zueinander zwei Verbindungselemente 5, 6 verbunden. Der Abstand zwischen den Verbindungselementen 5, 6 ist so gewählt, dass der flexible Abschnitt 2 der Leitung 1 zwischen den Verbindungselementen 5, 6 liegt.
  • Mit den Verbindungselementen 5, 6 ist ein Aktuator 3 verbunden. Der Aktuator 3. ist im Bereich der Außenseite der Krümmung des flexiblen Abschnitts 2 angeordnet. Bei dem Aktuator 3 kann es sich beispielsweise um einen pneumatisch betätigbaren Aktuator handeln, wie er beispielsweise durch die EP 0 161 750 A1 bekannt ist. Der durch die EP 0 161 750 A1 bekannte Aktuator weist zwei Anschlussstücke auf, die mit den Verbindungsmitteln 5, 6 verbunden werden. Zwischen den Anschlussstücken ist ein elastischer Körper vorgesehen, der mit einem Fluid beaufschlagbar ist. Bei einer Beaufschlagung des Aktuators mit einem Fluid, insbesondere mit Druckluft, kommt es zu einer Kontraktion des elastischen Körpers, so dass hierdurch der Abschnitt 2 aus einem gekrümmten in einen zumindest weniger gekrümmten Zustand überführt wird.
  • In der 1 ist gestrichelt ein Aktuator 3 dargestellt, der auf einer Innenseite der Krümmung des Abschnittes 2 angeordnet ist. Bei diesem Aktuator kann es sich gleichfalls um einen pneumatisch betätigbaren Aktuator handeln. Durch Aktivierung des Aktuators wird der flexible Abschnitt 2 der Leitung 1 aus einem gekrümmten Zustand in einen stärker gekrümmten Zustand übergeführt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass im „normalen Zustand" der Abschnitt 2 gradlinig verläuft, so dass bei einer Aktivierung eines Aktuators die Leitung 1 in einen gekrümmten Zustand übergeführt werden kann.
  • 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Einheit zur Lageänderung einer Leitung. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Verbindungselemente 5, 6 vorgesehen, die im Abstand zueinander angeordnet sind. Die Verbindungselemente 5, 6 sind im wesentlichen ringförmig ausgebildet. Mit den Verbindungselementen 5, 6 sind drei Aktuatoren 3, 7, 8 verbunden. Sie sind äquidistant zuein ander angeordnet. Dies ist nicht zwingend notwendig. Es besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Aktuatoren vorgesehen sind. Es kann auch eine Anordnung gewählt werden, bei der die Abstände der Aktuatoren zueinander unterschiedlich sind. Die Aktuatoren 3, 7, 8 umgeben eine nicht dargestellte Leitung, die sich in Längsrichtung durch einen Zwischenraum 4 hindurch erstreckt. Die nicht dargestellte Leitung 1 ist mit den Verbindungselementen 5, 6 verbunden.
  • Bei den in der 2 dargestellten Aktuatoren handelt es sich vorzugsweise um pneumatisch betätigbare Aktuatoren. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach 2 herrscht in den Aktuatoren 3, 7, 8 der gleiche Druck, so dass diese sich im wesentlichen in Längsrichtung gradlinig erstrecken. 3 zeigt eine Situation, in der der Aktuator 8 mit einem höheren Druck beaufschlagt ist als die Aktuatoren 3, 7. Hierdurch kommt es zu einer Verkürzung der Länge des Aktuators 8, so dass das Verbindungselement 5 ausgelenkt wird. In einer entsprechenden Weise wird auch die Leitung 1 ausgelenkt, wenn diese mit den Verbindungselementen 5, 6 verbunden ist. Die Darstellung nach 3 zeigt dabei eine Situation, in der das Verbindungselement 6 beispielsweise mit einer Wand verbunden ist, so dass es zu keiner Auslenkung des Verbindungselementes 6 kommt. In Abhängigkeit von der Beaufschlagung der Aktuatoren 3, 7, 8 mit unterschiedlichen Drücken, kann das Verbindungselement 5 unterschiedlich geneigt werden, so dass auch eine Bewegung der Leitung 1 im Raum ermöglicht wird.
  • Durch mehrere Aktuatoren, die zwischen den Verbindungselementen 5, 6 angeordnet werden, kann eine noch genauere Auslenkung einer Leitung 1 erzielt werden.
  • 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einheit umfassend eine Leitung 1. Die Leitung 1 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel über ihre gesamte Länge flexibel ausgebildet. Mit der Leitung 1 sind zwei Verbindungsele mente 5, 6 verbunden. Die Verbindungselemente 5, 6 sind beabstandet zueinander angeordnet. Schematisch dargestellt sind zwischen den Verbindungselementen 5, 6 federelastische Elemente 9, 10. Bei den federelastischen Elementen 9, 10 kann es sich beispielsweise um Druckfedern handeln. Mit dem Verbindungselement 6 ist eine elektromotorische Einheit 11 verbunden. Die elektromotorische Einheit 11 umfasst einen Elektromotor 12, der mit einer Spuleinrichtung 13 verbunden ist. Ein flexibles Element 14, bei dem es sich beispielsweise um ein Seil handeln kann, ist mit dem Verbindungselement 5 und der Spuleinheit 13, die unterhalb des Verbindungselementes 6 angeordnet ist, verbunden.
  • Durch Verkürzung der Länge des flexiblen Elementes 14 wird der Abstand zwischen den Verbindungselementen 5, 6 verändert. Diese Veränderung des Abstandes führt zu einer Auslenkung der Leitung 1. Diese Situation ist in der 5 dargestellt. Da es sich bei den federelastischen Elementen 9, 10 um Druckfedern handelt, nimmt das Verbindungselement 5 die Ausgangsposition selbsttätig ein, wenn die Länge des flexiblen Elementes 14 vergrößert wird, was durch Abwickeln des flexiblen Elementes von der Spuleinheit 13 erreicht wird.
  • Bei den flexiblen Elementen 9, 10 kann es sich um unterschiedliche Ausgestaltungen oder Ausformungen von flexiblen Elementen handeln. Es versteht sich, dass das flexible Element auch eine Mehrzahl von Teilen aufweisen kann. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, ein flexibles Element dadurch auszubilden, dass dieses aus wenigstens zwei Federn besteht, die unterschiedliche Federkennlinien aufweisen, wodurch die Kraft, die zur Auslenkung der Leitung 1 notwendig ist, variiert werden kann.
  • 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Milchschlauchs 15, der mit einem Melkbecher 16 verbunden ist. Der Milchschlauch 15 ist mit Verbindungselementen 5, 6 verbunden. Bei den Verbindungselementen 5, 6 kann es sich beispielswei se um ringförmig ausgebildete Verbindungselemente handeln. Zwischen den Verbindungselementen 5, 6 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel Aktuatoren 3 vorgesehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Aktuatoren zwischen jeweils zwei Verbindungselementen 5, 6 vorgesehen. Die Aktuatoren 3 sind äquidistant zueinander angeordnet, d. h. sie sind um 90° zueinander versetzt. Das Ausführungsbeispiel in der 6 zeigt, dass der Milchschlauch 15 mit mehreren Verbindungselementen 5, 6 verbunden ist, zwischen denen die Aktuatoren angeordnet sind. Ein Verbindungselement 6 ist mit dem Melkbecher 16 verbunden. Durch Aktivierung einzelner Aktuatoren oder einer Gruppe von Aktuatoren kann der Milchschlauch 15 unterschiedlich ausgelenkt werden. Hierdurch besteht die Möglichkeit, den Melkbecher zu positionieren.
  • 7, 8 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Milchschlauch-Melkbecher-Anordnung. Ein Milchschlauch 15 ist umgeben von Aktuatoren 3, die in einer Schutzhülle 17 angeordnet sind. Die Anzahl der Aktuatoren 3 kann unterschiedlich sein. Dies bedeutet, dass eine unterschiedliche Anzahl von Aktuatoren in Umfangsrichtung des Milchschlauchs vorgesehen sein kann. Es können auch mehrere Aktuatoren hintereinander in Längsrichtung des Milchschlauchs 15 vorgesehen sein.
  • Der Vorteil der in der 7 und 8 dargestellten Ausführungsform kann darin gesehen werden, dass durch die Schutzhülle 17 kein Schmutz zwischen die Aktuatoren und den Milchschlauch gelangt, so dass die Bewegungsmöglichkeiten durch den Schmutz nicht behindert werden.
  • 9 zeigt eine noch weitere Ausgestaltung einer Anordnung eines Milchschlauchs 15 mit einem Melkbecher 16. Die Anzahl der Aktuatoren 3 kann an die Bewegungserfordernisse des Melkbechers 16 angepasst werden, so dass durch die Aktuatoren auch der Milchschlauch 15 entsprechend ausgelenkt wird.
  • Bei dem in den 6 bis 9 dargestellten Milchschlauch kann es sich um einen kurzen Milchschlauch handeln, der einen Melkbecher mit einem Milchsammelstück verbindet. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Milchschlauch ein sogenannter langer Milchschlauch ist, so dass ein Melkbecher mit einer Milchsammelleitung unmittelbar verbunden wird.
  • Die 10 und 11 zeigen ein Melkzeug zum Melken eines Tieres, insbesondere einer Kuh. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind exemplarisch zwei Melkbecher 16 dargestellt, die über jeweils einen Milchschlauch 15 mit einem Milchsammelstück 18 verbunden sind. Das Milchsammelstück 18 ist mit einem Pulsschlauch 19 verbunden. Nicht dargestellt ist ein langer Milchschlauch, der das Milchsammelstück 18 mit einer nicht dargestellten Milchsammelleitung verbindet.
  • Das Milchsammelstück 18 weist jeweils ein Verbindungselement 5 auf. Das Verbindungselement kann auch ein integraler Bestandteil des Milchsammelstücks 18 sein. Mit jedem Milchschlauch 15 ist jeweils ein Verbindungselement 6 verbunden. Das Verbindungselement 6 kann auch alternativ mit dem betreffenden Melkbecher 16 verbunden sein. Zwischen den Verbindungselementen 5, 6 ist jeweils ein Aktuator 3 vorgesehen. 10 zeigt einen Zustand des Melkzeugs, in dem die Aktuatoren 3 deaktiviert sind. Die Melkbecher 16 hängen herunter, so dass die Öffnung der Melkbecher 16 nach unten gerichtet ist. Zum Melken eines Tieres, insbesondere einer Kuh, ist es notwendig, dass die Öffnung des Melkbechers 16 nach oben hin weist. Durch Aktivierung der Aktuatoren 3 kommt es zu einer Aufrichtung des Melkschlauchs 15, so dass die Melkbecher 16 die gewünschte Ausrichtung einnehmen. Hierdurch wird einer Bedienperson das Ansetzen der Melkbecher an die Zitzen eines Tieres erleichtert, da die Bedienperson nicht mehr einzeln die Melkbecher in die gewünschte Stellung verschwenken muss. 11 zeigt die Situation, in der die Aktuatoren 3 aktiviert sind. Es ist nicht zwingend, dass jeder Aktuator aktiviert wird. Die Aktivierung der Aktuatoren kann auch nacheinander erfolgen. Das in den 10 und 11 dargestellte Melkzeug kann auch in Verbindung mit Einrichtungen verwendet werden, die zu automatischen Ansätzen von Melkbechern an die Zitzen eines Tieres geeignet sind.
  • Auch der Pulsschlauch 19 und ggf. ein langer Milchschlauch können mit entsprechenden Aktuatoren ausgebildet sein, so dass auch die Stellung des Milchsammelstücks 18 im Raum vorgegeben werden kann. Weist der Pulsschlauch 19 bzw. ein langer Milchschlauch, welcher nicht dargestellt ist, entsprechende Aktuatoren auf, so können diese auch zum Nachmelken genutzt werden. Während eines Nachmelkvorgangs kann auf das Melkzeug eine Zugkraft eingeleitet werden.
  • Zum automatischen Ansetzen von Melkbechern an die Zitzen eines Tieres sind unterschiedliche Verfahren bekannt. Hierbei werden die Zitzenbecher einzeln und nacheinander von einem Roboterarm gegriffen und nach Auffinden der Position einer Zitze an diese angesetzt. Es sind auch Verfahren bekannt, bei denen sämtliche Melkbecher gleichzeitig unter das Tier positioniert werden, wobei die Melkbecher nacheinander an die Zitzen angebracht werden. Nachteilig bei einem solchen Verfahren ist, dass die Melkbecher im wesentlichen vertikal bewegbar sind, was bei den unterschiedlichen Euterausformungen problematisch ist.
  • 12 zeigt eine Vorrichtung, welche ein Melkzeug 20 aufweist. Das Melkzeug 20 umfasst ein Milchsammelstück 18, welches über Milchschläuche 15 mit Melkbechern 16 verbunden sind. Des weiteren ist mindestens ein Aktuator 3 einem Milchschlauch 15 zugeordnet. Das Melkzeug 20 ist über einen Tragarm 21 mit einer nicht dargestellten Betätigungseinheit verbunden. Zur Erkennung der Position wenigstens einer Zitze 22 ist eine Erkennungseinrichtung 23 vorgesehen.
  • Bei der Erkennungseinrichtung 23 kann es sich um eine optische oder akustische Erkennungseinrichtung handeln.
  • Zum Ansetzen eines Melkbechers 16 wird ein Aktuator 3, der dem entsprechenden Melkbecher 16 zugeordnet ist, aktiviert. Diese Situation ist in der 12 dargestellt. Die Erkennungseinrichtung 23 detektiert die Lage der Zitze, und gibt diese Daten an eine nicht dargestellte Auswerteeinrichtung weiter. Mittels der Auswerteeinrichtung wird die Antriebseinheit so angesteuert, dass der Tragarm 21 an die entsprechende Position gebracht wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Aktuator 3 zur Feinpositionierung des Melkbechers entsprechend angesteuert wird. Die Aktivierung des Aktuators 3 kann auch dann erfolgen, wenn eine Grobpositionierung erfolgte. Nachdem ein erster Melkbecher an eine erste Zitze angebracht wurde, werden sequentiell die weiteren Melkbecher an die Zitzen angebracht. Hierzu können die zu den einzelnen Melkbechern zugehörigen Aktuatoren aktiviert werden.
  • Um die Genauigkeit der Position der Melkbecher zu erhöhen, da diese unter Umständen durch Druckschwankungen innerhalb eines druckbetätigbaren Aktuators 3 variieren kann, wird vorgeschlagen, dass die Erkennungseinrichtung 23 auch die Koordinaten der einzelnen Melkbecher 16 detektiert und die so gewonnenen Daten bei der Positionierung berücksichtigt werden. Es kann auch eine Transformierung der Daten in ein Weltkoordinatensystem durchgeführt werden.
  • Innerhalb eines Milchviehbetriebes werden an einem Tier unterschiedliche Handlungen durchgeführt. So besteht beispielsweise die Notwendigkeit, die Zitzen eines Tieres vor der Durchführung eines Melkvorgangs zu reinigen. Die 13 bis 16 zeigen Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen, die zum Reinigen wenigstens einer Zitze geeignet sind. Die Vorrichtungen weisen eine Einrichtung 24 zur Ab gabe eines Fluids auf. Bei dem Fluid kann es sich beispielsweise um ein Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel und/oder Trocknungsmittel handeln.
  • Die Einrichtung 24 ist mit einer Einheit 25 zur Lageänderung einer Leitung ausgestattet. Diese Einheit umfasst eine nicht dargestellte flexible Leitung, insbesondere einen Schlauch, der in der Einrichtung 24 mündet. Mit dem Schlauch verbunden ist wenigstens ein Aktuator, der zur Auslenkung des Schlauchs geeignet ist, so dass auch die Einrichtung 24 entsprechend der Aktivierung des Aktuators die gewählte Stellung einnehmen kann. Es können auch mehrere Aktuatoren vorgesehen sein, die den Schlauch umgeben bzw. die hintereinander geschaltet sind. Die Bewegungsmöglichkeiten der Einrichtung 24 sind in den 13 und 14 schematisch dargestellt. Es besteht die Möglichkeit, auch beispielsweise die Zitzengeometrie bzw. Anordnung als tierindividuelle Größe zu speichern, und diese an die Vorrichtung zum Reinigen der Zitzen weiter zu geben, so dass diese entsprechend die Einrichtung 24 ansteuert.
  • 15 zeigt noch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Abgabe eines Fluids, insbesondere zur Abgabe eines Reinigungsmittels. Die Einrichtung 24 weist fingerartige Fortsätze 26 auf, die mittels Aktuatoren, welche nicht dargestellt sind, bewegbar sind. Die Bewegungsrichtungen und Bewegungsabläufe der fingerartigen Fortsätze 26 kann durch unterschiedliche Anzahl und Anordnung von Aktuatoren frei gewählt werden. Die Oberfläche der Fortsätze 26 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Diese können beispielsweise mit Stoff, Gumminoppen, Bürsten oder ähnlichem versehen sein, so dass durch die Bewegung der Fortsätze die Zitze gereinigt wird. Die Fortsätze können auch Austrittsöffnungen aufweisen, durch die ein Fluid an eine Zitze 22 abgegeben wird. Bei dem Fluid kann es sich auch um ein Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel handeln. Es besteht auch die Möglichkeit, beispielsweise angewärmte Trocknungsluft gegen die Zitze und/oder das Euter zu blasen.
  • 16 zeigt noch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung umfassend eine Einrichtung zur Abgabe eines Fluids. Die Einrichtung weist eine Leitung 1 auf, die mit nicht dargestellten Aktuatoren ausgestattet ist, so dass die Leitung 1, welche eine Fluidausgabeeinrichtung an ihrem freien Ende aufweist, so positioniert werden kann, dass das Fluid zumindest in Richtung einer Zitze 22 abgegeben wird. 16 zeigt, dass die Leitung 1 seitlich unter das Tier eingebracht wird. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Leitung 27 vorzusehen, die entsprechende Aktuatoren aufweist, wobei in der 16 die Leitung 27 von der rückwärtigen Seite des Tieres aus in Richtung des Euters bewegt wird.
  • Die in den 13 bis 16 dargestellten Ausführungsbeispiele sind nicht nur zur Reinigung mindestens einer Zitze eines Tieres, sondern auch zur Ausgabe von einem sogenannten Dipp-Mittel nach erfolgtem Melkvorgang eines Tieres geeignet.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nicht nur geeignet, wenigstens eine Zitze eines Tieres zu reinigen, sondern auch zur Reinigung von Komponenten oder Aggregaten innerhalb eines Milchviehbetriebes. So zeigt beispielsweise die 17 eine Vorrichtung, mittels derer ein Melkbecher 16 gereinigt werden kann. Die Vorrichtung weist eine Leitung 28 auf, die mit wenigstens einem nicht dargestellten Aktuator verbunden ist, so dass die Leitung 28 entsprechend der Aktivierung des Aktuators bewegt wird. Die Leitung 28 weist wenigstens eine Düse 29 auf, durch die ein Reinigungsfluid in Richtung des Melkbechers gesprüht werden kann. Der Melkbecher als solcher kann auch um eine Längsachse zumindest verschwenkbar sein, so dass eine vollumfängliche Reinigung des Melkbechers 16 ermöglicht wird.
  • 18 zeigt mehrere Boxen 30, die mit wenigstens einer Reinigungseinheit 31 ausgestattet sind. Die Reinigungseinheit umfasst wenigstens eine Leitung, die mit wenigstens einem Aktuator verbunden ist, so dass zumindest ein Bereich der Box 30 durch ein aus der Leitung austretendes Fluid gereinigt werden kann. Bei dem Bereich kann es sich um den Bodenbereich der Melkbox handeln. Es können auch die Bauteile der Melkbox, insbesondere Tore, Gitter etc. mittels Reinigungseinheit 31 gereinigt werden.
  • Zur flächigen Reinigung einer Box 30 ist vorzugsweise eine Leitung 32 vorgesehen, die sich zumindest über einen Teil der Länge der Box 30 erstreckt, wie dies in den 19 und 20 dargestellt ist. Die Leitung 32 weist in Längsrichtung betrachtet hintereinander angeordnete Düsen auf, durch die eine Flüssigkeit versprüht werden kann. Die Leitung 32 ist mit wenigstens einem Aktuator versehen, so dass die Leitung 32 beispielsweise die in der 19 dargestellte Bewegung ausführen kann. Bei dieser Bewegung handelt es sich um eine Schwenkbewegung um einen Punkt 33, wobei während dieser Schwenkbewegung der überfahrene Bereich des Bodens der Box 30 gereinigt wird.
  • Bei der in der 20 dargestellten Ausführungsform der Leitung 32 erstreckt sich diese über die Gesamtlänge der Box 30 sowie über einen Teil der Breite der Box 30. Die Leitung 32 weist einzelne Düsen auf, durch die ein Reinigungsmittel versprüht werden kann. Die Leitung 32 ist mit nicht dargestellten Aktuatoren ausgestattet. Die Aktoren sind so steuerbar, dass diese eine wellenförmige Bewegung der Leitung 32 erzeugen. Gestrichelt ist in der 20 eine Position der Leitung 32 dargestellt, in der einige der Aktuatoren aktiviert worden sind.
  • 21 und 22 zeigen die Möglichkeit der Reinigung von Behältern 34. Bei dem Behälter 34 nach 21 handelt es sich beispielsweise um einen Trog. Oberhalb des Trogs 34 ist eine Leitung 33 mit einer Düse 29 vorgesehen. Durch den Aktua tor kann eine Bewegung der Leitung 33 erzeugt werden. Vorzugsweise ist die Bewegung der Leitung 33 so gewählt, dass der aus der Düse 29 austretende Fluidstrahl die gesamte Innenfläche des Behälters 34 überstreift, so dass eine Reinigung des Trogs erreicht wird.
  • In dem in der 22 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Leitung 33 mit einem nicht dargestellten Aktuator in einer Seitenwand 35 des Behälters 34 angeordnet. Bei der Seitenwand 35 handelt es sich vorzugsweise um einen Deckel. Die Leitung 33 ist auch mit wenigstens einem Aktuator, bei dem es sich vorzugsweise um einen pneumatisch betätigten Aktuator handelt, versehen, so dass eine Bewegung der Leitung 33 erreicht werden kann, durch die ein aus der Düse 29 austretender Strahl die Seitenwände des Behälters 34 reinigt.
  • In der 23 ist eine Greifeinrichtung dargestellt. Die dargestellte Greifeinrichtung umfasst zwei Greifklauen 37, 38. Zwischen den Greifklauen 37, 38 ist ein Melkbecher 36 in einer Draufsicht dargestellt. Die Greifklauen sind jeweils durch eine Leitung gebildet, die wenigstens teilweise flexibel ist, wobei die Leitung wenigstens einen vorzugsweise pneumatisch betätigbaren Aktuator aufweist. Durch Aktivierung der Aktuatoren werden die Greifklauen 37, 38 so zur Anlage an dem Melkbecher 36 gebracht, dass die Greifklauen eine hinreichend große Kraft auf den Melkbecher 36 ausüben, dass der Melkbecher mittels der Greifeinrichtung bewegt werden kann. Statt eines Melkbechers 36 kann die Greifeinrichtung auch andere Objekte greifen. Die Greifeinrichtung ist nicht darauf beschränkt, dass diese im Milchviehbetrieb verwendet wird. Es bestehen auch zahlreiche andere Möglichkeiten für die Applikation einer solchen Greifeinrichtung. Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Greifeinrichtung kann auch darin gesehen werden, dass die Kraft, die zumindest eine Greifklaue auf das zu greifende Objekt ausübt, entsprechend den Erfordernissen angepasst werden. So kann eine relativ geringe Kraft auf das Objekt ausgeübt werden, wobei diese hinreichend groß ist, um eine Bewegung des Objektes zu ermöglichen, ohne dass das Objekt verformt wird.
  • In einem Milchviehbetrieb besteht auch die Anforderung, dass ein Tier innerhalb einer Box positioniert wird. Ein solches Erfordernis kann dann vorhanden sein, wenn ein Tier beispielsweise gemolken werden soll. Eine Vorrichtung, mittels derer eine Positionierung eines Tieres in einer Box ermöglicht wird, zeigt die 24.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Box eine seitliche starre Begrenzung 39 auf. Die starre Begrenzung 39 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in der Draufsicht im wesentlichen L-förmig ausgebildet.
  • Die Box weist eine erste flexible Begrenzung 40 auf, die sich in Längsrichtung der Box erstreckt. Die flexible Begrenzung 40 ist durch wenigstens eine Leitung und wenistens einen Aktuator gebildet. Durch Aktivierung bzw. Deaktivierung des Aktuators kann die flexible Begrenzung zur Anlage an den Körper eines Tieres 42 gebracht werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine zweite flexible Begrenzung 41 vorgesehen, die sich im wesentlichen quer zur Längsrichtung der Box erstreckt. Auch die zweite flexible Begrenzung 41 ist vorzugsweise durch wenigstens eine Leitung gebildet, die wenigstens einen flexiblen Abschnitt aufweist, wobei die flexible Begrenzung wenigstens einen Aktuator aufweist, der mittelbar und/oder unmittelbar mit der Leitung verbunden ist, so dass bei einer Aktivierung des wenigstens einen Aktuators der flexible Abschnitt wenigstens in Richtung des Tieres 42 bewegt wird, insbesondere zur Anlage an den Körper 42 des Tieres gelangt. Es besteht die Möglichkeit, dass mehrere in einer vertikalen Richtung übereinander angeordnete flexible Begrenzungen 41, 42 vorgesehen sind. Die flexiblen Begrenzungen 40, 41 haben den Vorzug, dass diese sich an den Körper des Tieres 42 anschmiegen und einen Druck ausüben, so dass das Tier 42 eine vorgegebene Position innerhalb einer Box einnehmen muss.
  • 25 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Treibeeinrichtung 43. Die Treibeeinrichtung 43 weist wenigstens ein flexibles Element 44 auf, welches mit einem nicht dargestellten Aktuator verbunden ist. Durch Aktivierung des Aktuators wird vorzugsweise eine peitschenartige Bewegung des flexiblen Elementes 44 erreicht. Die Bewegungsrichtung ist durch den Pfeil in der 25 dargestellt. Die Treibeeinrichtung 43 ist dabei so angeordnet, dass bei einer Aktivierung des Aktuators das flexible Element 44 in Kontakt mit einem Tier 42 gebracht werden kann. Die Treibeeinrichtung 43 kann beispielsweise im Ausgang einer Melkeinrichtung vorgesehen sein, so dass ein Tier, wenn dieses nicht freiwillig die Melkeinrichtung verlässt, aus dieser durch Einwirkung des flexiblen Elementes 44 ausgetrieben wird. Im Rahmen der Erfindung kann die Treibeeinrichtung an jedem Ort angeordnet werden, an dem ein Treiben eines Tieres, insbesondere eines Milchviehs, vorzugsweise einer Kuh für zweckdienlich erachtet wird.
  • Die 26 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Treibeeinrichtung 43. Auch diese Treibeeinrichtung 43 weist wenigstens ein flexibles Element 44 auf, welches mit wenigstens einem Aktuator verbunden ist. Vorzugsweise weist das flexible Element 44 an ihrem freien Ende einen Treibekopf 45 auf. Mittels des Treibekopfes 45 kann eine elektrische, mechanische oder fluidische Einwirkung auf das zu treibende Tier erreicht werden. Durch Aktivierung des Aktuators wird das flexible Element 44 so ausgelenkt, dass dieses den Treibekopf 45 zur Anlage an das Tier 42 bringt. Der Bereich, in dem eine Treibeeinrichtung 43 vorgesehen ist, kann auch mit Überwachungsmitteln ausgestattet sein, um zu prüfen, ob die Einwirkung der Treibeeinrichtung auf ein Tier erfolgreich war. Ist dies nicht der Fall, so kann eine wiederholte Einwirkung auf das Tier durchgeführt werden. Hierzu wird die Treibeeinrichtung 43 erneut aktiviert. Es besteht auch die Mög lichkeit, dass das Ausmaß der Einwirkung unterschiedlich gewählt wird. So kann beispielsweise mit zunehmender Häufigkeit der Einwirkung auf ein Tier, der Stärkegrad der Einwirkung erhöht werden.
  • Der Gegenstand der Erfindung hat weitere zahlreiche Vorteile. Er kann in unterschiedlichen Bereichen insbesondere innerhalb eines Milchviehbetriebes eingesetzt werden. Unter dem Begriff Leitung können nicht nur Leitungen verstanden werden, die zum Führen eines Fluids geeignet sind. Es besteht auch die Möglichkeit, das Grundprinzip der Erfindung auch auf flexible Körper auszuweiten, ohne dass der Grundgedanke der Erfindung verlassen wird.
  • 1
    Leitung
    2
    flexibler Abschnitt
    3
    Aktuator
    4
    Zwischenraum
    5, 6
    Verbindungselement
    7, 8
    Aktuator
    9, 10
    federelastisches Element
    11
    elektromotorische Einheit
    12
    Elektromotor
    13
    Spuleinheit
    14
    flexibles Element
    15
    Milchschlauch
    16
    Melkbecher
    17
    Schutzhülle
    18
    Milchsammelstück
    19
    Pulsschlauch
    20
    Melkzeug
    21
    Tragarm
    22
    Zitze
    23
    Erkennungseinrichtung
    24
    Einrichtung
    25
    Einheit
    26
    Fortsätze
    27
    Leitung
    28
    Leitung
    29
    Düse
    30
    Box
    31
    Reinigungseinheit
    32
    Leitung
    33
    Wand
    34
    Behälter
    35
    Seitenwand
    36
    Melkbecher
    37, 38
    Greifklauen
    39
    starre Begrenzung
    40, 41
    flexible Begrenzung
    42
    Tier
    43
    Treibeeinrichtung
    44
    flexibles Element
    45
    Treibekopf

Claims (26)

  1. Einheit zur Lageänderung einer Leitung umfassend wenigstens eine Leitung (1) mit vorzugsweise mindestens einem Kanal, die wenigstens einen flexiblen Abschnitt (2) aufweist, wenigstens einen betätigbaren Aktuator (3), wenigstens zwei zueinander beabstandete Verbindungselemente (5, 6), wobei diese den wenigsten einen Aktuator (3) mittelbar und/oder unmittelbar mit der Leitung (1) verbinden, so dass bei einer Aktivierung des wenigstens einen Aktuartors (3) der Abschnitt (2) mindestens teilweise aus einem gekrümmten in einen zumindest weniger gekrümmten Zustand oder umgekehrt überführbar ist.
  2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Aktuatoren (3, 7, 8) vorgesehen sind, wobei die Aktuatoren (3, 7, 8) nebeneinander und/oder hintereinander angeordnet sind.
  3. Einheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (3, 7, 8) auf einem gedachten Kreisumfang verteilt die Leitung (1) umgeben.
  4. Einheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (3, 7, 8) im wesentlichen äquidistant zueinander angeordnet sind.
  5. Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatoren (3, 7, 8) oder Gruppen von Aktuatoren gleichzeitig oder sequentiell aktivierbar oder deaktivierbar sind.
  6. Einheit nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein sich über wenigstens einen Teilumfang der Leitung (1) erstreckendes Verbindungselement (5, 6) vorgesehen ist.
  7. Einheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (5, 6) im wesentlichen ringförmig ausgebildet ist.
  8. Einheit nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (1) im wesentlichen über ihre Gesamtlänge flexibel ausgebildet ist.
  9. Einheit nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Aktuator (3, 7, 8) ein mit einem Fluid betätigbarer Aktuator ist.
  10. Einheit nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Aktuator ein elektromechanisch betätigbarer Aktuator ist.
  11. Milchschlauch umfassend wenigsten eine Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
  12. Vorrichtung zur Durchführung wenigstens einer Handlung an einem Milchvieh umfassend wenigstens eine Einheit nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 10 und/oder wenigstens einen Milchschlauch nach An spruch 11.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens einen Melkbecher (16) aufweist, wobei jeder Melkbecher (16) mit jeweils einem Milchschlauch (15) verbunden ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens einen Melkbecher (16) aufweist, wobei jeder Melkbecher (16) über jeweils einem Milchschlauch (15) mit einem Milchsammelstück (18) verbunden ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Verbindungselement mit dem Milchsammelstück verbindbar ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Milchsammelstück wenigstens ein Verbindungselement aufweist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement ein integraler Bestandteil des Milchsammelstücks ist.
  18. Vorrichtung nach einem oder mehreren Ansprüchen 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Milchsammelstück über einen langen Milchschlauch mit einer Melkleitung verbindbar ist.
  19. Vorrichtung nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens eine Positionierein richtung aufweist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung zur Positionierung und Anbringung des Melkbechers an eine Zitze eines Tieres geeignet ist.
  21. Vorrichtung nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Abnahmeeinrichtung aufweist.
  22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Einrichtung zur Abgabe eines Fluids aufweist.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung wenigstens eine Reinigungseinheit (31) aufweist.
  24. Vorrichtung nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Treibeeinrichtung (43) aufweist.
  25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Greifeinrichtung aufweist.
  26. Reinigungsvorrichtung insbesondere für ein Milchviehbetrieb umfassend wenigstens eine Einheit nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 10.
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