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DE10349127A1 - Blindstichnähvorrichtung - Google Patents

Blindstichnähvorrichtung Download PDF

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DE10349127A1
DE10349127A1 DE2003149127 DE10349127A DE10349127A1 DE 10349127 A1 DE10349127 A1 DE 10349127A1 DE 2003149127 DE2003149127 DE 2003149127 DE 10349127 A DE10349127 A DE 10349127A DE 10349127 A1 DE10349127 A1 DE 10349127A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needle
sewing
thread
sewing device
gripper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2003149127
Other languages
English (en)
Inventor
Frank Rattay
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KSA GmbH and Co KG
Original Assignee
KSA GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KSA GmbH and Co KG filed Critical KSA GmbH and Co KG
Priority to DE2003149127 priority Critical patent/DE10349127A1/de
Publication of DE10349127A1 publication Critical patent/DE10349127A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/24General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making blind-stitch seams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Abstract

Eine Blindstichnähvorrichtung umfaßt einen Nähkopf mit einem Träger (24), eine an dem Träger (24) drehbar gelagerte Nadelwelle (26), die mit einem radial von ihr abstehenden Nadelhalter (28) zur Halterung einer bogenförmig um die Achse (30) der Nadelwelle (26) gekrümmten Nadel (32) verbunden ist, einen Nadelantrieb zum Hin- und Herbewegen der Nadel (32), einen an dem Träger (24) beweglich gelagerten Schlingenfänger (44) zur Aufnahme einer beim Zurückziehen der Nadel (32) durch das Nähgut gebildeten Fadenschlinge, einen Fängerantrieb zum Bewegen des Schlingenfängers (44) in zeitlicher Koordination mit der Bewegung der Nadel (32) und Mittel zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Nähkopf (10) und dem Nähgut, die derart ausgebildet sind, daß die gebildete Naht mindestens annähernd in Richtung der Bewegungsbahn der kreisbogenförmig gekrümmten Nadel (32) verläuft. Zur sicheren Verkettung der Fadenschlingen ist der Schlingenfänger von einem Umlaufgreifer (44) gebildet, der um eine zur Achse der Nadelwelle (26) parallele Greiferachse (46) drehbar ist und der relativ zur Nadel (32) derart angeordnet und gesteuert ist, daß er die Fadenschlinge mit einer Greiferspitze (48) aufnimmt, für den Durchtritt der Nadel (32) beim folgenden Nadelhub offenhält und nach einer Umkehrung wieder abwirft, wobei dem Umlaufgreifer (44) ein Fadenspreizer (52) zugeordnet ist, der parallel zur Greiferachse hin- und herbewegbar und so gesteuert ist, daß er die sich bildende Fadenschlinge nach ...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Blindstichnähvorrichtung, umfassend einen Nähkopf mit einem Träger, eine an dem Träger drehbar gelagerte Nadelwelle, die mit einem radial von der Nadelwelle abstehenden Nadelhalter zur Halterung einer bogenförmig um die Achse der Nadelwelle gekrümmten Nadel verbunden ist, einen Nadelantrieb zum Hin- und Herbewegen der Nadel, einen an dem Träger bewegbar gelagerten Schlingenfänger zur Aufnahme einer beim Zurückziehen der Nadel durch das Nähegut gebildeten Fadenschlinge, einen Schlingenfängerantrieb zum Bewegen des Schlingenfängers in zeitlicher Koordination mit der Bewegung der Nadel und Mittel zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Nähekopf und dem Nähgut, die derart ausgebildet sind, daß die gebildete Naht mindestens annähernd in Richtung der Bewegungsbahn der kreisbogenförmig gekrümmten Nadel verläuft.
  • Bei einer aus der DE-PS 1 106 153 bekannten Blindstichnähmaschine wird das Nähgut mit Hilfe eines unter der Nähgutauflage angeordneten Stoffbeugers bei jedem Stich lokal nach oben gedrückt, so daß ein kleiner Abschnitt des Nähgutes in die gekrümmte Bewegungsbahn der Nadel gelangt. Die Bewegungsbahn der Nadel ist dabei quer zur Transportrichtung des Nähgutes gerichtet. Der Schlingenfänger muß eine relativ komplizierte Bewegung ausführen, um die vom vorhergehenden Stich stammende Schlinge so zu halten, daß die Nadel beim darauffolgenden Stich durch die Schlinge taucht. Nachteilig ist ferner, daß das Nähgut verformt werden muß und daß diese Blindstichnähmaschine nur für relativ dünnes Nähgut einsetzbar ist, das zwischen die Nadel und den Stoffbeuger einlegbar ist. Es wird also vorausgesetzt, daß das Nähgut an seiner Unterseite zugänglich ist, um die den Stoffbeuger enthaltende Baugruppe vorsehen zu können.
  • Es gibt jedoch Werkstücke, die von ihren Abmessungen und ihrer Form her nicht in eine Blindstichnähmaschine der vorstehend genannten Art eingelegt werden können. Um an beliebigen Stellen dreidimensional geformter Werkstücke unabhängig von deren Größe Nähte erzeugen zu können, ist aus der DE 197 51 011 A1 bereits eine Nähmaschine bekannt, bei der eine sich auf und ab bewegende geradlinige Nadel und ein sich auf und ab bewegender geradliniger Fänger in einer zur Nährichtung senkrechten gemeinsamen Bewegungsebene unter einem spitzen Winkel so zueinander geneigt sind, daß sich ihre Bewegungsbahnen unterhalb des Werkstückes schneiden. Der Fänger greift die beim Zurückziehen der Nadel unterhalb des Werkstückes gebildete Schlinge auf und zieht sie nach oben zur Oberseite des Werkstückes, wo er sie in Bewegungsrichtung der Nähmaschine, d.h. in Nahtrichtung auslegt. Beim nächsten Hub wird durch diese Schlinge die neu gebildete Schlinge hindurchgezogen usw. Der Nähkopf kann an einem Roboter angeordnet sein, von dem er über die Nähgutfläche geführt wird. Diese Nähmaschine braucht zwar keine unterhalb des Werkstückes angeordnete Baugruppe und ist daher unabhängig von der Größe und Form des Werkstückes einsetzbar. Die Auflagefläche für das Werkstück muß allerdings im Bereich der zu bildenden Naht eine Durchbrechung haben, damit Nadel und Fänger das Werkstück durchstoßen und an dessen Unterseite austreten können. Außerdem wird unterhalb des Nähgutes ein Freiraum für die Schlingenbildung benötigt.
  • Bei der Herstellung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen müssen Fasermatten miteinander vernäht werden, bevor die in Formen liegenden Fasermatten mit Kunststoff vergossen werden. Dabei ist es erstrebenswert, daß die Matten nach dem Vernähen nicht mehr bewegt werden müssen, d.h. beispielsweise in der Form genäht werden können. Dies ist mit Nähvorrichtungen nach dem deutschen Patent 1 106 153 und der DE 197 51 011 A1 nicht möglich.
  • Um das vorstehend genannte Problem zu lösen, ist aus der US 5,350,615 A bereits eine Blindstichnähvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt. Bei der dort beschriebenen Lösung wird das Nähgut nicht durchstochen und braucht daher während des Nähvorganges an seiner Unterseite nicht zugänglich zu sein. Dadurch, daß die gebildete Naht im wesentlichen in der Bewegungsebene der Nadel verläuft, benötigt die Nähvorrichtung zumindest auf einer Seite der Bewegungsbahn der Bogennadel kaum Platz, so daß die Naht nahe an eine Begrenzungsfläche gelegt werden kann. Dies ist von Vorteil, wenn die oben genannten Fasermatten in der Form genäht werden sollen, die seitliche Begrenzungswände hat, oder wenn Stege auf ein flächiges Nähgut aufgenäht werden sollen. Allerdings besteht die mit der Vorrichtung gemäß der US 5,350,615 gebildete Naht nur aus einfachen Schlaufen, die nicht miteinander verkettet sind, so daß der in dem Nähgut verlegte Faden leicht herausgezogen werden kann. Eine Möglichkeit, wie die Schlaufen miteinander verkettet werden können, also eine Einfadenkettenstichnaht erzeugt werden kann, ist in der US 5,350,615 für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art nicht offenbart, sondern nur für eine Lösung, bei der die Relativbewegung zwischen Nähkopf und Nähgut und damit auch der Nahtverlauf senkrecht zur Bewegungsebene der Bogennadel ist. Diese Lösung benötigt aber viel Platz beiderseits der Naht.
  • Eine Blindstichnähvorrichtung der eingangs genannten Art, mit der eine Einfadenkettenstichnaht erzeugt werden kann, ist aus der DE 100 40 807 A1 be kannt. Bei dieser Vorrichtung ist der Schlingenfänger von einem quer zur Bewegungsbahn der Bogennadel hin- und herbewegbaren Dorn gebildet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Blindstichnähvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die sowohl hinsichtlich des Platzbedarfes für die Werkzeuge zur Bildung einer Kettenstichnaht als auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Nahtbildung weiter verbessert ist und bei der die Stichlänge und die Einstichtiefe frei wählbar sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schlingenfänger von einem Umlaufgreifer gebildet ist, der um eine zur Achse der Nadelwelle parallele Greiferachse drehbar ist und der relativ zur Nadel derart angeordnet und gesteuert ist, daß er die Fadenschlinge mit einer Greiferspitze aufnimmt, für den Durchtritt der Nadel beim folgenden Nadelhub offenhält und nach einer Umdrehung wieder abwirft, und daß dem Umlaufgreifer ein Fadenspreitzer zugeordnet ist, der parallel zur Greiferachse hin- und herbewegbar und so gesteuert ist, daß er die sich bildende Fadenschlinge nach dem Durchtritt der Nadel durch die von dem Umlaufgreifer offengehaltene vorhergehende Fadenschlinge unter Straffung des Fadens für den Eintritt der Greiferspitze öffnet.
  • Bei der erfindungsgemäßen Lösung bewegt sich der Greifer also ebenfalls in der Ebene der Nadelbewegung oder in einer dazu parallelen Ebene und führt keine seitlich aus dieser Ebene herausführende Bewegung aus. Mit dem Umlaufgreifer ist es möglich, auch bei relativ großen Stichweiten die sich dann bildende große Fadenschlinge sicher zu führen und offenzuhalten, so daß die Nadel beim nachfolgenden Stich zur Bildung eines Kettenstiches durch die vorhergehende offene Schlinge treten kann. Der Spreitzer wiederum bewirkt, daß die Fadenabschnitte der sich beim Zurückziehen der Nadel neu bildenden Fadenschlinge keine unkontrollierten Bewegungen machen, sondern gestrafft so ver laufen, daß der Greifer mit seiner Spitze zuverlässig und sicher in die neu gebildete Fadenschlinge eingreifen kann.
  • Der Umlaufgreifer kann beispielsweise die Form eines länglichen, mit seiner Längsrichtung quer zur Greiferwelle gerichteten Körpers haben, an dessen einem Ende die Greiferspitze ausgebildet ist. Vorzugsweise hat dieser Körper eine längliche Durchbrechung zur Aufnahme der Bogennadelspitze. Dadurch kann die Nadelspitze unabhängig von dem Greifer weit aus dem Nähgut heraustreten, um eine große Fadenschlinge zu bilden. Der Fadenspreitzer kann in der Weise ausgebildet sein, daß an einem stabförmigen axial hin- und herbeweglichen Schaft eine quer zu diesem gerichtete und zum Erfassen des Fadens bestimmte Spreitznadel angeordnet ist. Um sicherzustellen, daß die Fadenschlinge beim Zurückziehen der Nadel so liegt, daß der Umlaufgreifer in die von dem Spreitzer geöffnete Fadenschlinge bequem eintauchen kann, ist es zweckmäßig, wenn die Bogennadel nahe ihrer Spitze ein die Nadel parallel zur Nadelwelle durchsetzendes Öhr hat.
  • Vorzugsweise ist an dem Träger ein Nähgutniederhalter angeordnet, der einen der Bewegungsbahn der Nadel entsprechenden Schlitz hat, um zu verhindern, daß Nähgut beim Herausziehen der Nadel mitgezogen wird. Um die Einstichtiefe regulieren zu können, ist der Nähguthalter zweckmäßigerweise an dem Träger höhenverstellbar angeordnet.
  • Der Nadelantrieb kann in der gleichen Weise ausgebildet sein, wie dies in der DE 100 40 807 A1 beschrieben ist.
  • Die Vorzüge der erfindungsgemäßen Nähvorrichtung treten besonders zutage, wenn der Nähkopf an einem Roboter angeordnet ist, der den Nähkopf auch über sehr große Werkstückflächen hinweg entsprechend einem vorgegebenen Programm bewegen kann. Ein solcher Roboter muß relativ massiv gebaut sein, damit er den Nähkopf präzise bewegen kann. Da es schwierig ist, bei hohen Nähgeschwindigkeiten den Roboter bei jedem Stich anzuhalten und wieder in Bewegung zu setzen, der Nähkopf aber relativ zum Werkstück zumindest so lange nicht bewegt werden darf, solange die Nadel vollständig im Werkstück steckt, ist es zweckmäßig den Roboter kontinuierlich zu bewegen und den Träger in einem Rahmen des Nähkopfes translatorisch so verstellbar zu lagern, daß er parallel zur Relativbewegung von Nähkopf und Nähgut hin- und herverstellbar ist. Ähnlich wie bei dem an sich bekannten Nadeltransport einer Nähmaschine, bei dem die Nadel sich zusammen mit dem Nähgut bewegt, solange sie in dem Nähgut steckt, bleibt hier der Träger gegenüber dem Werkstück unbeweglich, solange sich die Nadel im Werkstück befindet, während der Rahmen von dem Roboter kontinuierlich in Nahtrichtung fortbewegt wird. Aufgrund der Tatsache, daß die Bewegungsrichtung des Nähkopfes parallel zur Bewegungsbahn der Nadel ist, kann sich der Träger auch bereits relativ zum Werkstück bewegen, wenn die Nadelspitze beim Herausziehen der Nadel aus dem Nähgut den tiefsten Bahnpunkt innerhalb des Nähgutes hinter sich hat. Dies gilt zumindest dann, wenn das Nähgut selbst hinreichend flexibel ist.
  • Da die kreisbogenförmig gekrümmte Nadel nur an ihrem der Nadelspitze entgegengesetzten Ende eingespannt ist, besteht die Gefahr, daß die Nadel beim Durchtritt durch das zu nähende Material seitlich abgelenkt wird. Um dennoch sicherzustellen, daß die Nadel durch die von dem Umlaufgreifer offengehaltene vorhergehende Fadenschlinge hindurchtritt, ist es zweckmäßig, wenn oberhalb des Nähgutniederhalters für den der Nadelspitze benachbarten Bereich der Nadel eine Führung vorgesehen ist, die den nach dem Einstechen der Nadel in das Nähgut aus diesem wieder austretenden vorderen Nadelbereich gegen eine Auslenkung quer zur Nadel sichert. Diese Führung kann von einer Ringnut in einer Rolle gebildet sein, wobei die Nutwände die Nadel gegen eine seitliche Auslenkung sichern. Es genügt aber unter Umständen auch ein quer zur Ebene der Nadelbewegung gerichteter Stab, um den herum die Nadel bei ihrer Bewegung in Richtung auf ihren oberen Totpunkt herumgeführt wird.
  • Ein weiteres Problem kann bei sehr festem oder hartem Nähgut auftreten. Trifft die Nadelspitze auf ein solches hartes oder zähes Material auf, so besteht die Gefahr, daß die Nadel durch den hohen Widerstand an der Spitze zwischen der Spitze und dem der Spitze entgegengesetzten Ende stärker gekrümmt wird, d.h. von ihrer kreisbogenförmigen Krümmung nach außen ausgelenkt wird. Diese Beanspruchung erhöht die Gefahr eines Nadelbruches. Aus diesem Grunde wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der bogenförmig gekrümmten Nadel eine Nadelstütze zugeordnet ist, welche die Nadel an ihrer konvexen Außenseite auf mindestens einem Teil des Nadelweges abstützt. Damit wird ein Ausbiegen der Nadel und die damit verbundene Materialermüdung vermieden. Die Nadelstütze kann auf einfache Weise von einer Rolle gebildet sein, die um eine zur Krümmungsachse der Nadel parallele Achse drehbar gelagert ist und eine Umfangsnut zur Aufnahme der Nadel hat, so daß die Nadel nahezu reibungsfrei an der Rolle geführt, gegen eine seitliche Auslenkung gesichert und gleichzeitig durch die Rolle abgestützt wird.
  • Um die Nadel einerseits in einem mittleren Bereich zwischen der Nadelspitze und ihrem in dem Nadelhalter eingespannten Ende abstützen zu können, andererseits aber die Schwenkbewegung der Nadel nicht zu behindern, ist es zweckmäßig, wenn die Rolle zwischen einer Stützstellung, in der sie an der Nadel anliegt, und einer Ausweichstellung verstellbar ist, in der sie einen Abstand von der Nadel hat und die Schwenkbewegung des Nadelhalters nicht behindert. Die Verstellung der Rolle kann auf einfache Weise dadurch erfolgen, daß sie an einem Schwenkhebel angeordnet ist, der mit dem Nähmaschinenantrieb derart gekoppelt ist, daß er in zeitlicher Koordination mit der Nadelbewegung zwischen einer der Stützstellung und einer der Ausweichstellung der Rolle entsprechenden Stellung verschwenkbar ist.
  • Wann immer ein Nahtabschnitt beendet ist und der Nähkopf für den Beginn einer neuen Naht relativ zum Nähgut verstellt werden soll, müssen der oder die Fäden abgeschnitten werden. Hierzu sind die verschiedensten Fadenabschneider bekannt. Vorzugsweise ist ein solcher Fadenabschneider in der gleichen Weise ausgebildet, wie dies in der DE 100 40 807 A1 beschrieben ist.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine teilweise schematische isometrische Ansicht eines erfindungsgemäßen Nähkopfes,
  • 2 eine isometrische Ansicht des Nähekopfes schräg von oben mit geöffnetem Gehäuse,
  • 3 eine vergrößerte isometrische Teildarstellung des unteren Endes des Nähkopfes mit den stichbildenden Werkzeugen,
  • 4 bis 9 eine isometrische Darstellung der stichbildenden Werkzeuge in verschiedenen Phasen eines Nähzyklus,
  • 10 eine schematische Darstellung einer mit der erfindungsgemäßen Nähvorrichtung erzeugten Naht in einem Werkstück und
  • 11 einen schematischen Querschnitt durch ein genähtes Werkstück.
  • 1 zeigt einen allgemein mit 10 bezeichneten Nähkopf, der über einen Flansch 12 an einem nicht dargestellten Roboteram angeflanscht werden kann, wie dies z.B. aus der DE 100 40 807 A1 an sich bekannt ist. Der Nähkopf 10 umfaßt ein quaderförmiges Gehäuse 14, in dem die für den Antrieb der stichbildenden Werkzeuge erforderlichen Getriebeteile untergebracht sind, wie dies 2 zeigt. In dem Gehäuse 14 ist ferner auf Führungsstangen 16 ein Rahmen 18 in Richtung des Doppelpfeiles A in 2 hin- und herverschiebbar gelagert. Der Rahmen umfaßt zwei senkrecht zu den Führungsstangen 16 gerichtete Querwände 20 und zwei parallel zu den Führungsstangen 16 gerichtete, sich zwischen den Querwänden 20 erstreckende Platten 22, die einen von dem Gehäuse 14 nach unten ragenden Träger 24 für die stichbildenden Werkzeuge bilden.
  • Nahe dem unteren Ende des Trägers 24 ist in den Wänden 22 eine Nadelwelle 26 drehbar gelagert. An ihrem über eine der Wände 22 hinausragenden Ende ist sie mit einem radial nach außen abstehenden Nadelhalter 28 verbunden, der eine kreisbogenförmig um die Achse 30 der Nadelwelle 26 gekrümmte Bogennadel 32 hält.
  • Beim Nähen von sehr festem und zähem Material, beispielsweise Kohlefasermatten, erfährt die Nadel beim Einstechen in das Material einen hohen Widerstand. Da die Nadel 32 bogenförmig ist und der Nadelhalter an dem der Nadelspitze entgegengesetzten Ende beim Einstechen der Nadel schiebt, wird die Nadel aufgrund des Widerstandes an ihrer Spitze zusammengedrückt und verformt sich in Richtung auf eine Ellipse. Bei hoher Nähgeschwindigkeit wird die Nadel durch die ständige Verformung sehr schnell zerstört. Auch besteht die Gefahr, daß die Nadel seitlich ausgelenkt wird, was zu einer Kollision zwischen Nadel und Greifer führen könnte. Um dies zu verhindern, liegt an der konvexen Außenseite der Bogennadel 32 eine Stützrolle 34 an, die eine Umfangsnut 36 hat, in welche die Bogennadel 32 teilweise eintauchen kann. Die Stützrolle 34 ist an einem zweiarmigen Schwenkhebel 38 gelagert, der um eine Achse 40 schwenkbar ist und über einen nicht dargestellten Nockenantrieb verschwenkt wird. Die Steuerung durch den Nockenantrieb erfolgt so, daß die Stützrolle 34 sich gerade dann von der Bahn der Bogennadel 32 entfernt, wenn der Nadelhalter 28 an der Stützrolle 34 vorbeiläuft (4 und 5). In diesem Augenblick wird die Stützrolle nicht benötigt, da die Nadel 32 bereits weitgehend in dem Nähgut steckt und somit ein Ausbiegen der Nadel nicht mehr erfolgen kann. Durch diese Anordnung kann die Bahntreue und die Lebensdauer der Bogennadel 32 wesentlich gesteigert werden.
  • Ein weiteres Führungselement für die Bogennadel 32 ist von einem stationären Stab 42 gebildet, der parallel zur Achse 30 der Nadelwelle 26 an dem Träger 24 derart angeordnet ist, daß der aus dem Nähgut austretende vordere Abschnitt der Bogennadel 32 um den Stab 42 herumgreift, d.h. mit der konkaven Innenseite der Bogennadel 32 auf der Oberfläche des Stabes 42 gleitet, wodurch ebenfalls verhindert wird, daß die gekrümmte Nadel 32 gestaucht und dadurch die Nadelspitze von der vorgesehenen Bahn abgelenkt wird. Anstelle des Stabes 42 könnte auch eine Rolle ähnlich der Rolle 34 vorgesehen sein. Der Stab 42 ist aber platzsparender.
  • In der 1 rechts von der Nadelwelle 26 erkennt man einen Umlaufgreifer 44, der an einer parallel zur Nadelwelle 26 gerichteten Greiferwelle 46 befestigt ist, die ebenfalls nahe dem unteren Ende des Trägers 24 drehbar gelagert ist. Die Gestalt des Greifers 44 ist in den 3 bis 9 besser zu erkennen. Der Greifer 44 hat einen länglichen Körper 47 mit einer hakenförmigen Greiferspitze 48, mit der er eine sich beim Zurückziehen der Bogennadel 32 bildende Fadenschlinge erfassen soll und diese offenhält, bis die Nadel beim nächsten Stich wieder durch die offengehaltene Schlinge zur Bildung eines Kettenstichs hindurchtritt, wie dies später anhand der 4 bis 9 näher erläutert wird. Ferner hat der Um laufgreifer in dem Körper 47 einen parallel zur Bewegungsbahn der Nadel 32 verlaufenden Schlitz 50, durch den die nach dem Einstechen der Bogennadel 32 in das Nähgut aus diesem wieder austretende Nadelspitze hindurchtreten kann, wie dies beispielsweise 4 erkennen läßt. So kann die Nadelspitze weit aus dem Nähgut austreten, ohne mit dem Greifer zu kollidieren.
  • Zu den stichbildenden Werkzeugen des erfindungsgemäßen Nähkopfes gehört ferner ein Fadenspreitzer 52, der ein parallel zur Nadelwelle 26 und zur Greiferwelle 46 gerichtetes Rohr oder einen Stab 54 sowie eine senkrecht zu diesem gerichtete Greifernadel 56 umfaßt. Der Fadenspreitzer 52 ist in einem auch die Greiferwelle 46 tragenden Bügel 58 in Richtung der Achse des Rohres oder Stabes 54 verstellbar gelagert. Die Funktion des Fadenspreitzers wird später anhand der 4 bis 9 näher erläutert.
  • Unterhalb der Nadelwelle 26 ist ein Nähgutniederhalter 60 angeordnet, der die Form einer länglichen Platte hat, in der ein Schlitz 62 ausgebildet ist (3). Durch diesen Schlitz 62 hindurch kann die Bogennadel 32 in das Nähgut eintauchen, auf dem der Nähgutniederhalter 60 während des Nähvorganges aufliegt. Die Platte des Nähgutniederhalters 60 ist mit einer Stange 64 verbunden, die in Böcken 66 verschiebbar gelagert ist, die an der Außenseite einer der Wände 22 befestigt sind.
  • Der Antrieb der stichbildenden Werkzeuge erfolgt von einem Motor 68 her, der an der Außenseite des Gehäuses 14 angeflanscht ist. Das Ausgangsritzel 70 des Motors 68 treibt über einen nicht dargestellten Zahnriemen und ein mit diesem in Eingriff stehendes Zahnrad 72 eine Eingangswelle 74 an, von der über verschiedene Antriebselemente die verschiedenen Antriebsfunktionen des Nähkopfes 10 abgeleitet werden. Von einer auf der Eingangswelle 74 sitzenden Kurvenscheibe 76 wird beispielsweise die Hin- und Herbewegung des Rahmens 18 auf dem Führungsstangen 16 abgeleitet. Ferner treibt die Eingangs welle 74 über ein Kegelradgetriebe 78 eine zur Eingangswelle 74 senkrecht gerichtete Welle 80 an. Diese wiederum treibt über weitere Kegelräder 82 einen in 2 nicht erkennbaren Exzenter an, der über einen Kurbeltrieb 84 eine in den Wänden 22 gelagerte Welle 86 hin- und herbewegt. Diese ist drehfest mit einem Zahnrad 88 verbunden, das über einen nicht dargestellten Zahnriemen ein auf der Nadelwelle 26 sitzendes Ritzel antreibt, um die Hin- und Herbewegung der Nadel 32 zu bewirken. In 3 erkennt man, daß die Greiferwelle 46 mit einem Ritzel 90 verbunden ist, über welches der Umlaufgreifer 44 durch einen nicht dargestellten Zahnriemen angetrieben werden kann.
  • Die Hin- und Herbewegung des Fadenspreitzers 52 parallel zur Längsrichtung des Stabes 54 kann beispielsweise durch eine geeignete, hier nicht dargestellte Nockensteuerung erfolgen, wie dies in der hier einschlägigen Technik an sich bekannt ist.
  • Die Arbeitsweise der soweit beschriebenen Vorrichtung soll nun anhand der 4 bis 9 näher erläutert werden. Der erfindungsgemäße Nähkopf dient beispielsweise dazu, Kohlefasermatten, wie sie in kohlefaserverstärkten Verbundwerkstoffen verwendet werden, miteinander zu vernähen. Ein solches Werkstück ist in 11 schematisch dargestellt. Man erkennt eine Matte 92 bestehend aus drei aufeinandergelegten Kohlefaserschichten 92a bis 92c sowie einen im Querschnitt T-förmigen Steg 94, der mit seinem T-Querbalken auf der Matte 92 aufliegt und mit dieser durch Nähte 96 verbunden werden soll.
  • Die Nadelspitze möge sich nach dem Einstechen in das Nähgut in ihrer oberen Totpunktlage befinden, wie sie in 4 dargestellt ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Umlaufgreifer 44 eine Stellung, in welcher die Nadel mit ihrer Spitze durch den Schlitz 50 hindurchtauchen kann, wie dies 4 zeigt. Die Nadel 32 ragt dabei ferner durch eine Fadenschlinge 98, die über dem die Greiferspitze 48 tragenden Ende des Umlaufgreifers 44 hängt. Der von der Bogennadel 32 mit genommene Faden 100 ist noch gestrafft. Er durchsetzt die Nadel in einem parallel zur Achse 30 der Nadelwelle 26 verlaufenden Öhr. Schließlich befindet sich in der in der 4 dargestellten Stellung der Fadenspreitzer 52 in seiner äußersten Stellung, d.h. in der Stellung, in der die Spreitzernadel 56 den größten Abstand von dem Bügel 58 hat.
  • 5 zeigt die stichbildenden Werkzeuge zu einem Zeitpunkt, in dem die Bogennadel 32 die in 4 dargestellte obere Totpunktlage verlassen hat und – auf die Darstellung in 5 bezogen – im Uhrzeigersinn durch das Nähgut zurückgezogen wird. Dabei bildet der von der Nadel 32 mitgenommene Faden 100 eine neue Schlinge 102, die nun von dem Fadenspreitzer 52, der mit seiner Spreitzernadel 56 einen der Fadenschenkel der neuen Schlinge 102 erfaßt, aufgezogen wird, wobei der Faden 100 straft gehalten wird, wie dies S schematisch zeigt. Der Fadenspreitzer 52 bewegt sich dabei in Richtung auf den Bügel 58. Der Umlaufgreifer 44 hat sich entgegen dem Uhrzeigersinn weitergedreht, so daß die alte Fadenschlinge 98 kurz davor ist, von dem Greifer 44 abzurutschen. Gleichzeitig taucht die Greiferspitze 48 in die von dem Fadenspreitzer 52 aufgehaltene neue Fadenschlinge 102 ein.
  • In 6 hat der Umlaufgreifer 44 die neue Fadenschlinge 102 erfaßt und die alte Fadenschlinge 98 abgeworfen, so daß die Verkettung der Fadenschlingen 98, 102 erfolgt ist. Die Bogennadel 32 ist soweit zurückgezogen, daß die Nadelspitze kurz vor dem Wiedereintritt in das Nähgut steht.
  • 7 zeigt die Stellung der stichbildenden Werkzeuge kurz vor dem Austritt der Nadel aus dem Nähgut und den Vorschub des Nähkopfes in Nahtrichtung relativ zum Nähgut.
  • 8 zeigt die Nadel zu Beginn eines neuen Stiches, d.h. die Bewegung der Nadel erfolgt entgegen dem Uhrzeigersinn. 9 zeigt die Nadel beim Durchtreten durch die von dem Umlaufgreifer 44 gehaltene Fadenschlinge 102 und damit kurz vor Erreichen der in 4 dargestellten oberen Totpunktlage.
  • Zwischen der Lage des Umlaufgreifers gemäß 7 und der Lage des Umlaufgreifers gemäß 8 wird durch die besondere Geometrie des Greiferkörpers 47 sichergestellt, daß die Fadenschlinge nicht an der Greiferwelle 46 hängenbleibt, sondern der in 7 der Greiferwelle 46 benachbarte Schenkel der Fadenschlinge über die der Greiferwelle 46 ferne freie Schulter des Greiferkörpers 47 abrutscht und dann in 8 auf der der Greiferwelle 46 fernen Seite des Greiferkörpers 47 liegt. Die Fadenschlinge 102 ist somit bei dieser Bewegung einmal um 180° gedreht worden.
  • 10 zeigt in schematischer Weise den Fadenverlauf innerhalb des Nähgutes und die entstehende Naht. In der 10 steht die Bogennadel 32 oberhalb des Nähgutes 92. Wenn sie in das Nähgut 92 eindringt, bewegt sie sich entlang der gestrichelt angedeuteten Bahn, bis die Nadelspitze wieder aus der Oberseite des Nähgutes 92 heraustritt. Eintritt und Austritt der Nadel sind jeweils mit 104 bzw. 106 bezeichnet. Beim Zurückziehen der Nadel 32 bildet sich im Bereich der Nadelspitze die neue Fadenschlinge 102, in die der Greifer 44 eingreift. Wenn die Bogennadel 32 auf ihrem Rückweg vollständig aus dem Nähgut 92 herausgezogen ist, wird der gesamte Träger 24 um die einer Stichlänge entsprechende Strecke in Richtung des gewünschten Nahtverlaufes bewegt. Der Greifer 44 hält dabei die Schlinge so lange offen, bis die Bogennadel 32 beim nächsten Stich durch die offengehaltene Schlinge fährt. Dann wird die über dem Greifer 44 hängende Schlinge von diesem abgeworfen. Auf diese Weise wird ein Einfadenkettenstich gebildet. Der Faden verläuft innerhalb des Nähgutes 92 entlang der gestrichelt gezeichneten Linien. Auf der Oberseite des Nähgutes 92 werden zwei Nahtlinien gebildet, von denen die eine die Einstiche 104 mitein ander verbindet, während sich die aus den Schlingen bestehende Nahtlinie entlang der Ausstiche 106 erstreckt.
  • Wie die vorstehende Beschreibung zeigt, wird durch die Führungselemente 34 und 42 sichergestellt, daß die Nadel auch bei harten und zähen Materialien sich entlang der vorgesehenen Kreisbahn bewegt, so daß die Nadelspitze die über dem Umlaufgreifer hängende Fadenschlinge durchsetzen kann. Durch den Fadenspreitzer 52 wird sichergestellt, daß die sich beim Rückzug der Nadel bildende Fadenschlinge 102 keine unkontrollierte Bewegung macht, sondern unter Straffung des Fadens 100 geöffnet wird, so daß die Spitze 48 des Umlaufgreifers 44 zuverlässig in die neu gebildete Fadenschlinge 102 eintauchen kann und dabei die auf ihm hängende vorhergehende Fadenschlinge 98 über die neue Schlinge 102 wirft. Damit wird eine zuverlässige Verkettung der Fadenschlingen erreicht.
  • Die Beschreibung zeigt ferner deutlich, daß sich die Stichbildenden Werkzeuge nicht über den dem Betrachter zugewandten Rand – bezogen auf die Darstellung in den 4 bis 9 – des Nähgutniederhalters 60 hinausbewegen. Damit kann mit dem erfindungsgemäßen Nähkopf auch eine Naht relativ nahe an dem Steg 94 verlegt werden oder ganz allgemein eine Naht in einem relativ engen Hohlraum erzeugt werden.

Claims (15)

  1. Blindstichnähvorrichtung, umfassend einen Nähkopf (10) mit einem Träger (24), einer an dem Träger (24) drehbar gelagerten Nadelwelle (26), die mit einem radial von ihr abstehenden Nadelhalter (28) zur Halterung einer bogenförmig um die Achse (30) der Nadelwelle (26) gekrümmten Nadel (32) verbunden ist, einen Nadelantrieb zum hin- und herbewegen der Nadel (32), einen an dem Träger (24) beweglich gelagerten Schlingenfänger (44) zur Aufnahme einer beim Zurückziehen der Nadel (32) durch das Nähgut gebildeten Fadenschlinge, einen Fängerantrieb zum Bewegen des Schlingenfängers (44) in zeitlicher Koordination mit der Bewegung der Nadel (32) und Mittel zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen dem Nähkopf (10) und dem Nähgut, die derart ausgebildet sind, daß die gebildete Naht mindestens annähernd in Richtung der Bewegungsbahn der kreisbogenförmig gekrümmten Nadel (32) verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlingenfänger von einem Umlaufgreifer (44) gebildet ist, der um eine zur Achse der Nadelwelle (26) parallele Greiferachse (46) drehbar ist und der relativ zur Nadel (32) derart angeordnet und gesteuert ist, daß er die Fadenschlinge mit einer Greiferspitze (48) aufnimmt, für den Durchtritt der Nadel (32) beim folgenden Nadelhub offenhält und nach einer Umdrehung wieder abwirft, und daß dem Umlaufgreifer ein Fadenspreitzer (52) zugeordnet ist, der parallel zur Greiferachse hin- und herbewegbar und so gesteuert ist, daß er die sich bildende Fadenschlinge nach dem Durchtritt der Nadel (32) durch die von dem Umlaufgreifer (44) noch offengehaltene vorhergehende Fadenschlinge (98) unter Straffung des Fadens (100) für den Eintritt der Greiferspitze (48) öffnet.
  2. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlaufspreitzer (44) einen länglichen, mit seiner Längsrichtung quer zur Greiferwelle (46) gerichteten Körper (47) hat, an dessen einem Ende die Greiferspitze (48) ausgebildet ist.
  3. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (47) des Umlaufgreifers (44) eine längliche Durchbrechung (50) zur Aufnahme der Bogennadelspitze hat.
  4. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenspreitzer (52) einen stabförmigen Schaft (54) hat, an dem eine quer zu diesem gerichtete und zur Erfassung des Fadens bestimmte Spreitzernadel (56) angeordnet ist.
  5. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogennadel (32) nahe ihrer Spitze ein die Nadel parallel zur Nadelwelle (26) durchsetzendes Öhr hat.
  6. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger (24) ein Nähgutniederhalter (60) angeordnet ist, der einen der Bewegungsbahn der Nadel (32) entsprechenden Schlitz (62) hat.
  7. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Nähgutniederhalter (60) an dem Träger (24) höhenverstellbar angeordnet ist.
  8. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (24) in einem Gehäuse (14) des Nähkopfes (10) translatorisch so verstellbar gelagert ist, daß er parallel zur Relativbewegung von Nähkopf (10) und Nähgut hin- und herverstellbar ist.
  9. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Nähkopf (10) an einem Roboter angeordnet ist.
  10. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Nähgutniederhalter (40) eine Führung (42) für die Nadel angeordnet ist, welche die Nadel gegen eine Auslenkung quer zu ihrer Längsrichtung sichert.
  11. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung von einem Stab (42) gebildet ist, der parallel zur Achse der Nadelwelle (26) gerichtet und zur Anlage an der konkaven Innenseite eines der Nadelspitze benachbarten Nadelbereiches bestimmt ist.
  12. Blindstichnähvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der bogenförmig gekrümmten Nadel (32) eine Nadelstütze (34) zugeordnet ist, welche die Nadel (32) an ihrer konvexen Außenseite auf mindestens einem Teil des Nadelhubes abstützt.
  13. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelstütze eine Rolle (34) hat, die um eine zur Krümmungsachse der Nadel (32) parallele Achse drehbar gelagert ist, und eine Umfangsnut (36) zur Aufnahme der Nadel (32) hat.
  14. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (34) zwischen einer Stützstellung, in der sie an der Nadel (32) anliegt, und einer Ausweichstellung verstellbar ist, in der sie einen Abstand von der Nadel (32) hat.
  15. Blindstichnähvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (34) an einem Schwenkhebel (38) angeordnet ist, der mit dem Nähmaschinenantrieb derart gekoppelt ist, daß er in zeitlicher Koordination der Nadelbewegung zwischen einer der Stützstellung und einer der Ausweichstellung der Rolle (34) entsprechenden Stellung verschwenkbar ist.
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