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DE1034989B - Hydraulisches Getriebe fuer Kraftwagen mit einem nachgeschalteten mechanischen Stufengetriebe - Google Patents

Hydraulisches Getriebe fuer Kraftwagen mit einem nachgeschalteten mechanischen Stufengetriebe

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Publication number
DE1034989B
DE1034989B DED22218A DED0022218A DE1034989B DE 1034989 B DE1034989 B DE 1034989B DE D22218 A DED22218 A DE D22218A DE D0022218 A DED0022218 A DE D0022218A DE 1034989 B DE1034989 B DE 1034989B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydraulic transmission
speed
hydraulic
gears
gear
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED22218A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Reinhold Kamps
Dipl-Ing Manfred Burckhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DED22218A priority Critical patent/DE1034989B/de
Publication of DE1034989B publication Critical patent/DE1034989B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H47/00Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing
    • F16H47/06Combinations of mechanical gearing with fluid clutches or fluid gearing the fluid gearing being of the hydrokinetic type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Transmission Device (AREA)
  • Control Of Fluid Gearings (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)

Description

  • Hydraulisches Getriebe für Kraftwagen mit einem nachgeschalteten mechanischen Stufengetriebe Die Erfindung bezieht sich auf ein hydraulisches Getriebe für Kraftwagen mit einem nachgeschalteten mechanischen Stufengetriebe, wobei das hydraulische Getriebe durch eine mechanische Kupplung überbrückbar ist und die Gänge des Stufengetriebes automatisch oder halbautomatisch schaltbar sind.. Die neue Getriebeanordnung soll vornehmlich bei schwereren Kraftfahrzeugen, wie Lastkraftwagen und. Omnibussen, Anwendung finden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und zweckmäßige Anordnung eines Getriebes mit einem hydraulischen Getriebe und einer Überbrückung des hydraulischen Getriebes vorzusehen, um insbesondere bei schweren, langsam laufenden Dieselmotoren mit einem Drehzahlbereich von 1000 bis 2200 U/min besonders in den niedrigen Drehzahlbereichen mit weniger Getriebestufen auszukommen und diese automatisch zu schalten.
  • Bekannt sind bei Personenkraftwagen automatische und halbautomatische Getriebeanordnungen, die ein hydraulisches Getriebe und gegebenenfalls auch eine Überbrückung, meistens mittels Öl gesteuerte Trockenscheibenkupplung, besitzen. Bei Lastkraftwagen kommen Überbrückungen seltener vor. Die Schaltung des hydraulischen Getriebes, der Gänge und der Überbrückung des hydraulischen Getriebes erfolgt bei den bekannten automatischen Getrieben meistens hydraulisch vom Gashebel aus in Verbindung mit einem vom Öldruck beeinflußten Fliehkraftregler. Das Einschalten eines niedrigen Ganges zum Überholen erfolgt bei Personenkraftwagen durch das Durchtreten des Gashebels in die »Kick-down«- (unterste) Stellung.
  • Beim Lastkraftwagen muß das Auf- und Abschalten der Gänge viel genauer als beim Personenkraftwagen erfolgen, weil dort die Gefahr des Motorüberdrehens größer und der Drehzahlbereich, insbesondere beim Dieselmotor, kleiner ist. Gangüberschneidungen beim Lastkraftwagenmotor sind kaum da, so daß grundsätzlich beim Lastkraftwagen zu einer jeden. Fahrgeschwindigkeit ein, bestimmter Gang und eine bestimmte Motordrehzahl zugeordnet sind, die durch Teil- bis Vollgas je nach der Steigung des Weges aufrechterhalten werden können.
  • Alle diese Anordnungen und Schaltungen haben den Nachteil, daß sie in ihrer Ölschaltung teuer und auch schmutzanfällig und unübersichtlich sind.. Sie bedingen auch einen hohen Brennstoffverbrauch, weil sie insbesondere beim Lastkraftwagen keine Überbrückung besitzen: oder mit zu hoher Drehzahl gefahren werden müssen.
  • Beim Personenkraftwagen wird mittels Ölkolben dann überbrückt, wenn der zur Getriebedrehzahl proportionale Öldruck den zur Gashebelstellung proportionalen Öldruck überschreitet und der zugehörige Steuerschieber das Arbeitsöl zum Kolben freigibt. Dadurch erfolgt die Überbrückung bei höherer Fahrgeschwindigkeit erst bei höherer Gashebelstellung und bei geringerer Fahrgeschwindigkeit schon bei niedrigerer Gashebelstellung.
  • Unterhalb einer Geschwindigkeit z. B. von 20 km/h verhindert der zu niedrige Öldruck vom Gashebel her jede Überbrückung. Auch liegen die Schaltpunkte für steigende Geschwindigkeit infolge Differenz der Steuerflächen etwas höher als für fallende Fahrgeschwindigkeit. Die meisten bekannten Personenkraftwagengetriebe haben mit dem hydraulischen Getriebe zusammen drei Gänge, die bis zu einer bestimmten hohen Fahrgeschwindigkeit meistens noch eine Überdeckung des tieferen Ganges erlauben. Beim Lastkraftwagen ist das nicht möglich, da hierfür keine Gänge vorgesehen werden. Es ergeben sich hieraus für das Bremsen mit Motor und mit dem hydraulischen Getriebe gewisse Nachteile gegenüber dem Personenkraftwagen.
  • Die Nachteile der bisher bekannten automatischen Getriebeanordnungen sind darin zu sehen, daß sie sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb sehr teuer sind und die Schaltung unübersichtlich und störanfällig ist.
  • Diese Nachteile werden bei der erfindungsgemäßen Anordnung vermieden. Die Erfindung besteht darin:, daß das hydraulische Getriebe in an sich bekannter Weise so ausgelegt ist, daß seine Zugkraft-Fahrgeschwindigkeits-Kurve die Zugkraft-Fahrgeschwindigkeits-Kurven der einzelnen Gänge des Stufengetriebes in deren Bereich steigender Fahrgeschwindigkeit und abnehmender Zugkraft schneidet, und, ein auf die Drehzahl der Abtriebswelle des hydraulischen Getriebes ansprechender Fliehkraftregler die das hydraulische Getriebe überbrückende Kupplung bei den jeweils über diesen Schnittpunkten liegenden Fahrgeschwindigkeiten einrückt. Durch die gewählte Gangaufteilung wird insbesondere bei höherer Fahrgeschwindigkeit der Bereich eines Ganges durch das Einschalten des hydraulischen Getriebes, der seinen Einsatzpunkt (Schnittpunkt mit der Zugkraftkurve) rechts auf der Zugkraftkurve hat, erheblich erweitert und der darunterliegende Gangbereich durch das hydraulische Getriebe gewissermaßen vollkommen überdeckt. Selbst das Schalten auf einen. noch tieferen Gang ist mit dem hydraulischen Getriebe - natürlich mit einem gewissere Sprung - möglich, um bei hoher Sekundärdrehzahl die Motordrehzahl zum Bremsen zu erhöhen und die Dauerbremsleistung zu steigern. Durch das vorgesehene Zusammenspiel von hydraulischem Getriebe und mechanischem Stufengetriebe können bei den mit der genannten Getriebeanordnung ausgerüsteten Fahrzeugen Getriebestufen eingespart werden.
  • Das hydraulische Getriebe wird bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform von. einer bestimmten Drehzahl ab durch einen Fliehkraftregler, der beispielsweise auf der Getriebeeingangswelle hinter dem Hydraulischen Getriebe angeordnet ist, überbrückt. Dies kann so geschehen, daß die Überbrückung immer erst bei einer höheren Drehzahl einer Gangstufe zum Einsatz (Einsatzpunkt rechts) kommt und hierdurch alle Gangstufen durch das hydraulische Getriebe eine Verstärkung hinsichtlich ihrer Zugkraft erhalten, wobei sich insbesondere die Steigerung der Zugkraft in den höheren Gängen günstig auswirkt. Das hydraulische Getriebe übernimmt in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine Aufstockung bzw. Ausgleichung des Drehmomentes im unteren Drehzahlbereich eines Ganges. Außerdem übernimmt er die Anpassung der Motordrehzahl beim Gangwechsel. das ist also bei der oberen und unteren Motorgrenzdrehzahl. In den anderen Drehzahlbereichen, wird dagegen die Übertragung des Drehmomentes durch das normale Stufengetriebe vorgenommen. Das hydraulische Getriebe dient beim Gangwechsel zum Hochziehen und Anpassen der Motordrehzahl, bis die gewünschte Fahrgeschwindigkeit erreicht und die Überbrückung vom Drehzahlwächter z. B. bei 1600 U/min eingeschaltet wird.
  • Die Aufteilung sämtlicher oder eines Teiles der Gangbereiche kann vorteilhaft auch so vorgenommen werden. daß insbesondere in den oberen Gängen eine dauernde Überbrückung von einer bestimmten Getriebewellendrehzahl ab bis zur höchsten ermöglicht wird. Die Überbrückung des hydraulischen Getriebes soll im Gegensatz zu früher bekannten Einrichtungen bei der Erfindung bei konstanter Drehzahl der Getriebewelle nach dem Föttingergetriebe durch einen Fliehkraftregler mit elektrischer Magnetschaltung od. ä. erfolgen. Diese konstante Drehzahl kann entweder in einem Bereich liegen, der dem 0,6- bis 0,8fachen der maximalen Motordrehzahl entspricht oder einen Wert aufweist, der zwischen dem 0,8- bis 1,2fachen der Motordrehzahl bei höchstem Drehmoment liegt. Zweckmäßig kann der Fliehkraftregler mit einem elektrischen Magnetventil oder mit einem Hubmagneten mit Steuerschieber ausgerüstet sein, durch welchen das Arbeitsöl, das unter Druck steht, in den Zylinder für den Einsatz der Lamellen- oder Scheibenkupplung gepreßt wird. Den elektrischen Schalteinrichtungen wird zur Auslösung des Schaltvorganges für das Einschieben des Drucköles in den Arbeitszylinder ein Stromstoß vom Drehzähler erteilt.
  • Wenn das hydraulische Getriebe mit wenig Schlupf arbeitet, werden die Lamellen geschaltet und überbrückt, so daß auch die Überbrückungskupplung sehr geschont wird. Hiervon abhängig kann der Öldurchfluß des hydraulischen Getriebes auf seiner Saug-oder Druckseite gesperrt werden, um die Ölumlaufverluste möglichst klein zu halten. Die Sperrung des hydraulischen Getriebes erfolgt z. B. vom Magnetventil aus, gegebenenfalls durch ein zweites Magnetventil, womit eine Verringerung der Verluste des Öls im hydraulischen Getriebe erzielt wird. Dieser Ölumlauf wird erst mit dem Einsatz des hydraulischen Getriebes wieder in Gang gesetzt.
  • Der Öldurchfluß des hydraulischen Getriebes kann bei der erfindungsgemäßen Ausführung auf seiner Saug- und Druckseite in Abhängigkeit vom Drehzahlschlupf oder in Abhängigkeit von der Lamellen- oder Scheibenkupplung gesteuert und gegebenenfalls gesperrt werden. Die Lamellen- oder Scheibenkupplung wird nur für geringen Drehzahlschlupf eingesetzt. Der Schaltung liegt zweckmäßig eine Folgeschaltung zugrunde, die über das hydraulische Getriebe nach den gegebenen Belastungsverhältnissen automatisch erfolgt. In diese Schaltung kann aber beim Beschleunigen oder Bremsen von Hand eingegriffen werden oder auch wenn bei diesen Betriebsvorgängen Gänge übersprungen werden sollen. So kann z. B. mittels der Handbetätigung mit dem hydraulischen Getriebe ein Gang tiefer geschaltet werden, so daß das Turbinenrad schneller läuft und den Motor mit höherer Drehzahl mitnimmt. Beim Bremsen können mit dieser Anordnung die Überbrückung und der Gang durch Einschaltung von Hand gelöst werden.
  • Die Schaltung der mechanischen Überbrückung geht wie folgt vor sich: Der Fliehkraftregler oder Drehzahlwächter, der den elektrischen Impuls zum Arbeiten der Hubmagnete liefert. die den Steuerschieber bedienen und damit den Öldruck zur Betätigung des Kolbens an den Lamellen freigeben, sitzt hinter dem hydraulischen Getriebe auf der Getriebewelle. Wenn Drehzahlgleichheit zwischen Getriebewelle und Motorwelle, bzw. wenn nur geringer Schlupf zwischen diesen beiden Wellen herrscht. dann gibt der eben erwähnte Drehzahlwächter einen elektrischen Impuls zum Hubmagneten, der mit Hilfe des Öldruckes die Überbrückung an der Lamellenkupplung vornimmt. Dieser Überbrückungsimpuls wird bei einer Drehzahl z. B. von 1600 Umdrehungen gegeben. Der Abwärtsimpuls liegt geringfügig in der Drehzahl tiefer.
  • An Hand der Zeichnung, die den Aufbau einer erfindungsgemäßen Getriebeanordnung schematisch darstellt, und mit Hilfe des Diagramms werden die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung mit hydraulischem Getriebe und Überbrückung gegenüber den bekannten Anordnungen erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine Schemaanordnung des Getriebeaufbaus: Fig. 2 ist ein P-c-Diagramm (P in kg und c in km/h) für Wandler und Getriebe.
  • In Fig. 1 ist mit 1 der Motor bezeichnet, an den sich abtriebseitig die Kupplung 2 anschließt. Voll dieser wird die Antriel)sleistung auf das hydraulische Getriebe 3 übertragen, das finit einer eingebauten automatisch geschalteten Überbrückungskupplung 4 ausgerüstet ist. An dieses hydraulische Getriebe schließt sich abtriebseitig ein Schaltgetriebe 5 an. Von diesem aus führt die Abtriebswelle 6 heispielsweise zu der anzutreibenden Achse des Kraftfahrzeuges. Am Motor 1 ist ein Schaltwächter 7 vorgesehen, der mit Motordrehzahl umläuft und so eingeschaltet werden kann, daß er die Überbrückungskupplung 4 am hydraulischen Getriebe 3 bei einer bestimmten Drehzahl ein- bzw. ausschaltet. Der Drehzahlwächter kann aber auch mit dem Schaltgetriebe 5 zusammenarbeiten. Ein solcher Drehzahlwächter 8 läuft dann mit einer zur Getriebedrehzahl proportionalen Drehzahl um und schaltet damit ebenfalls die Überbrückung bei gleicher Motordrehzahl.
  • In der Skizze nach Fig. 2 ist die Zugkraft P in kg als Funktion der Geschwindigkeit in km/h aufgetragen. Die eingetragene Kurve Z stellt die Zugkrafthyperbel dar, die als theoretisch optimale Grenze für den Beschleunigungsvorgang beim Schalten eines Kraftfahrzeuges angenähert erreicht werden sollte. Die mit den Ziffern I bis IV bezeichneten. Kurven stellen die Übertragungsverhältnisse des Drehmomentes in den einzelnen vier Gängen mittels eines Stufengetriebes dar. Die Kurten W1, W2, W3 und W4 veranschaulichen die Übertragungsverhältnisse des Drehmomentes in den einzelnen vier Gängen bei der Aufstockung des hydraulischen Getriebes bei rechtsliegendem Einsatzpunkt E1 bis E4, während die: gestrichelt dargestellten Kurven W1' bis W4' die Übertragungsverhältnisse bei der bisher bekannten Anordnung und Ausbildung der hydraulischen Getriebe darstellen.
  • Bei der alten Auslegung der hydraulischen Getriebe, bei der z. B. hydraulische Getriebe mit größerem Durchmesser zur Anwendung kamen, liegt der Einsatz E1' am linken Ende der Zugkraftkurve des 1. Ganges, was insbesondere bei Personenkraftwagen aus Geräuschgründen so vorgesehen ist. Das hydraulische Getriebe: bringt in. diesem Fall nur beim 1. Gang Vorteile. Bei den anderen Gängen hilft diese Aufstockung mit dem hydraulischen Getriebe wenig, da das vom hydraulischen Getriebe bestrichene Gebiet nicht viel größer ist als bei reiner Stufenschaltung der eingezeichneten Gänge. Die Zugkrafthyperbel Z wird mit der alten Auslegung des hydraulischen Getriebes nicht annähernd erreicht, höchstens im Gebiet des 1. Ganges. Der Einsatz des hydraulischen Getriebes liegt bei der erfindungsgemäßen Anordnung und bei hoher Drehzahl im rechten: Bereich der Zugkraftkurven für die einzelnen Gänge. Es ist ersichtlich, daß jetzt auch das hydraulische Getriebe bei dem 2. und den weiteren Gängen die Zugkraft erhöht. Es ergibt sich weiterhin aus dem Verlauf der Wandlerkurven, daß das Beschleunigen auf maximale Geschwindigkeiten nur mit rechtsliegendem Einsatzpunkt so schnell erreicht werden kann. Bei dem Betrieb schwerer Fahrzeuge, wie Lastkraftwagen und Omnibusse, tritt zwar bei der erfindungsgemäßen Auslegung des hydraulischen Getriebes mit rechtsliegendem Einsatzpunkt z. B. bei kleinerem Durchmesser des hydraulischen Getriebes infolge der erforderlichen höheren Motordrehzahl eine Erhöhung des Geräuschpegels ein, die aber nur leim Beschleunigen dieser Fahrzeuge auftritt und deshalb in. Kauf genommen werden kann.
  • Erreicht. wird diese vorher beschriebene Schaltung auf folgende Weise: Es mögen sechs Gänge für einen Lastkraftwagen zur Verfügung stehen, und das hydraulische Getriebe soll allen Gängen aufgestockt werden. Die Getriebewelle nach dem hydraulischen Getriebe erhält einen elektrischen Fliehkraftschalter, der z. B. bei 1600 U/min die Überbrückung durch einen Kontakt einschaltet. Das Magnetventil gibt zum Arbeitszylinder Öldruck frei, so daß die Lamellen- oder die Scheibenkupplung die Sekundärseite mitnimmt und die Primär- und Sekundärseite gleich schnell laufen. Auch hier ist wichtig, daß der Einsatzpunkt und damit die Auslegung des hydraulischen Getriebes rechts auf der Zugkraftkurve eines jeden Ganges zu liegen kommt. Angefahren wird im 1. Gang mit dem hydraulischen Getriebe, wobei die Motordrehzahl durch Gasgeben gesteigert wird und sich. z. B. der Schlupf des hydraulischen Getriebes in Verbindung mit dem 1. Gang verringert. Eine elektrische Impulsschaltung für die Gänge z. B. arbeitet folgendermaßen Wenn der Motor im 1. Gang überbrückt auf Vollgasdrehzahl bzw. knapp darunter gekommen ist, gibt ein Drehzahlwächter, der auf der Motorwelle sitzt, einen Aufwärtsimpuls, der den höheren Gang mittels eines Schaltmotors für die Gangsteuerwalze einlegt. Da hierbei die Motordrehzahl unter der Überbrückungsdrehzahl liegt, erfolgt der Gangwechsel immer bei eingeschaltetem hydraulischem Getriebe, also weich. Fällt die Motordrehzahl z. B. auf 1000 U/min (ausgeschaltete Überbrückung), so erfolgt ein Abwärtsimpuls vom Drehzahlwächter zur Steuerwalze, die: den tieferen Gang einlegt, wobei das hydraulische Getriebe ebenfalls wieder den Vorgang weich schaltet. Später wird mechanisch überbrückt. Der Aufwärts- bzw. Abwärtsschaltimpuls kann in Abhängigkeit vom Gashebel (Teilgas, Drehzahlmoment) in seiner Schaltdrehzahl verändert werden und das Gangschelten bei Teilgas weich machen.
  • Falls sich z. B. bei sechs Gängen das hydraulische Getriebe und die Getriebeübersetzung der ersten Gänge überdecken, kann bei mittlerer Drehzahl durch den Fliehkraftschalter elektrisch od. ä. zum Beispiel bei 1600 U/min über das Magnetventil die ölgesteuerte Lamellenkupplung die Primär- (Motor-) Seite mit der Sekundärwelle verbunden werden. Bei vier Gängen wird man die ersten z. B. zwei Gangbereiche etwas auseinanderziehen und durch das hydraulische Getriebe ergänzen. Eine Überbrückung findet dann erst für den 3. und 4. Gang statt, wobei z. B. bei etwa 1400 U/min vom Fliehkraftschalter überbrückt werdcn kann. Der Bereich dieser Gänge liegt so, daß z. B. erst ab etwa 20 km/h mit Überbrückung ohne hydraulisches Getriebe gefahren werden kann. Die Vollautomatik als Folgeschaltung für die Gänge kann zur Brennstoffersparnis und Schaltweichheit nur von zwei Drehzahlen des Motors für die Aufwärts-und Abwärtsschaltung abhängig gesteuert werden, die allerdings vom Gashebelweg (Drehmoment) beeinflußbar sein können. Für spezielle Zwecke, z. B. der maximalen Leistung, kann von Hand halbautomatisch eingegriffen und das hydraulische Getriebe eingeschaltet werden, so daß der Bereich eines Ganges etwa verdoppelt wird. Wie bereits dargelegt, wird die mechanische Überbrückung von der Drehzahl der Getriebewelle und ihrem Drehzahlgeber beeinflußt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hydraulisches Getriebe für Kraftwagen, mit einem nachgeschalteten mechanischen Stufengetriebc. wobei das hydraulische Getriebe durch eine mechanische Kupplung überbrückbar ist und die Gänge des Stufengetriehes automatisch oder halbautomatisch schaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, da,ß das hydraulische Getriebe (3) in an sich bekannter Weise so ausgelegt ist, daß seine Zugkraft-Fahrgeschwindigkeits-Kurve (W1, W2, W3) die Zugkraft-Fahrgeschwindigkeits-Kurven (I, 11, III) der einzelnen Gänge des Stufengetriebes (5) in deren Bereich steigender Fahrgeschwindigkeit und abnehmender Zugkraft schneidet, und ein auf die Drehzahl der Abtriebswelle des hydraulischen Getriebes ansprechender Fliehkraftregler (8) die das hydraulische Getriebe überbrückende Kupplung (4) bei den jeweils über diesen Schnittpunkten liegenden Fahrgeschwindigkeiten einrückt.
  2. 2. Hydraulisches Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der Motor welle angebrachter Drehzahlwächter (7) den Impuls zum Höherschalten der Gänge des Stufengetriebes bei einer höheren Drehzahl gibt als den Impuls zum Tieferschalten dieser Gänge.
  3. 3. Hydraulisches Getriebe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Öldurchfluß des hydraulischen Getriebes in Abhängigkeit von der Betätigung der Kupplung sperrbar ist,
  4. 4. Hydraulisches Getriebe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliehkraftregler die das hydraulische Getriebe überbrückende Kupplung nur in den höheren Gängen bei den über den Schnittpunkten der Zugkraft-Fahrgeschwindigkeits-Kurven liegenden Fahrgeschwindigkeiten einrückt, so daß der 1. und der 2. Gang ausschließlich durch das hydraulische Getriebe fahrbar sind.
  5. 5. Hydraulisches Getriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen, bei denen der Drehzahlwächter die Impulse zum Höherschalten und zum Tieferschalten der Gänge gibt, in Abhängigkeit von der Stellung des Gashebels veränderlich sind. In Betracht gezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 158572; schweizerische Patentschrift Nr. 302 348; britische Patentschriften Nr. 624858, 678638.
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DE2602881A1 (de) * 1976-01-27 1977-07-28 Srm Hydromekanik Ab Steuersystem fuer eine einen hydrodynamischen drehmomentwandler ueberbrueckenden direktkupplung bei einem kraftfahrzeugantrieb
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