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DE10349686B4 - Auflastfilter - Google Patents

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DE10349686B4
DE10349686B4 DE10349686A DE10349686A DE10349686B4 DE 10349686 B4 DE10349686 B4 DE 10349686B4 DE 10349686 A DE10349686 A DE 10349686A DE 10349686 A DE10349686 A DE 10349686A DE 10349686 B4 DE10349686 B4 DE 10349686B4
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DE
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filter according
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containers
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Bärbel Dr.-Ing. Koppe
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KOPPE, BAERBEL, PROF. DR.-ING., DE
Original Assignee
Universitaet Rostock
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Publication date
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Priority to PCT/DE2004/002355 priority patent/WO2005040503A1/de
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • E02B3/12Revetment of banks, dams, watercourses, or the like, e.g. the sea-floor
    • E02B3/122Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips
    • E02B3/127Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips bags filled at the side
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
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    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • E02B3/10Dams; Dykes; Sluice ways or other structures for dykes, dams, or the like

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Abstract

Auf- und abbaubarer Auflastfilter, für die Sicherung von akut durch Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken, z. B. Deichabschnitten, gekennzeichnet durch mindestens einen flüssigkeitshaltenden, befüll- und entleerbaren Container (10) und ein filterstabiles Material (16), das mit dem Container (10) derart zusammenwirkt, dass aus einer Bruchstelle des Bauwerks austretendes Wasser über das filterstabile Material ableitbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Auflastfilter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen Auflastfilter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 22.
  • In Gefahrensituationen an von akutem Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken, z. B. See- und Binnendeichen, können hohe, die Deichaußenseite in verschiedener Form belastende Wasserstände auftreten.
  • Ein Auflastfilter sichert einerseits die Standfestigkeit des Deichkörpers und andererseits gewährleistet er die Abfuhr des anfallenden Sickerwassers in diesen Situationen.
  • Ein Auflastfilter wird beispielsweise im Falle eines Deichgrundbruchs verwendet. Dabei sickert das Wasser unter einer wasserundurchlässigen Schicht in einer wasserleitenden Schicht in Richtung der Landseite des Deiches. Der Deichkörper drückt mit seinem Gewicht nach unten und verhindert das Austreten des Wassers durch die wasserundurchlässige Schicht hindurch. Am Fuß des Deiches ist der Gewichtsdruck geringer und das von unten drückende Wasser verursacht einen Bruch der wasserundurchlässigen Schicht und es sickert hindurch. Das sickernde Wasser führt zu einem Materialaustrag und schädigt die Struktur des Deiches. Es kommt zu Abrutschungen.
  • Hat ein Bruch des Deichfußes stattgefunden, kann mit einer höheren Last an der Bruchstelle (am Deichfuß) eine Schädigung der Deichstruktur verhindert werden.
  • Damit sich das Sickerwasser nicht unter dem Deich und der Bruchstelle staut und so seinen Druck erhöht, wird es von den Filterlagen des Auflastfilters abgeleitet.
  • Bisher werden in Gefahrensituationen an von akutem Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken meist Auflastfilter aus Sandsacklagen oder Schüttungen aus Grobkiesen mit oder ohne Unterbau aus z. B. Faschinen verwendet.
  • Nachteilig bei der herkömmlichen Art der Auflastfilter ist die Tatsache, dass erhebliche Massenbewegungen sowie bei der Verwendung von Sandsäcken eine große Anzahl von textilen Containern und ein hoher Personalbedarf benötigt werden. Probleme können zudem entstehen, wenn die am Deich vorhandene Infrastruktur nicht zum Transport der mit dem Bau von Auflastfiltern aus Sandsäcken bzw. Grobkies in den benötigten erheblichen Massen ausgelegt ist bzw. infolge des Hochwassereinflusses oder anderer Einflüsse bereits zu stark geschädigt ist, als dass eine entsprechende Lastaufnahme möglich wäre.
  • Die kurzfristige Beschaffung der für Auflastfilter eingesetzten Materialien – in der Regel textile Container und Sand bzw. Grobkies – ist häufig, insbesondere bei großflächigen Gefahrenlagen, schwierig. Zudem müssen die Auflastfilter nicht nur personal- und transportaufwändig errichtet werden, sondern sie müssen nach Abwehr der Gefahrenlage oftmals ebenso aufwändig wieder entfernt werden. Außerdem werden für Auflastfilter große Mengen an Ressourcen in Form von nur einmal verwendbaren textilen Containern, von Sand und anderem Bodenmaterialien, sowie von Fahrzeugen und Treibstoff zum Transport der erheblichen Materialmengen benötigt.
  • Bei besonders großen bedrohten Bereichen ist die Beschaffung großer Materialmengen oft sehr schwierig.
  • Nach Abwehr der Gefahrenlage müssen die Materialien, häufig keine wiederverwendbaren Materialien, wieder abtransportiert und entsorgt werden, was zu einem erneuten Aufwand an Material, Kosten und Personal führt.
  • Ein auf- und abbaubarer Auflastfilter ist aus der gattungsbildenden DE 197 38 216 A1 bekannt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen Auflastfilter zu schaffen, der einfach und schnell auf- und abbaubar ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den in Anspruch 1 beschriebenen Auflastfilter gelöst. Die Aufgabe wird auch durch den Auflastfilter gemäß Anspruch 22 gelöst.
  • Danach wird ein auf- und abbaubarer Auflastfilter, insbesondere für die Sicherung von akut durch Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken, z. B. Deichabschnitten, bereitgestellt, mit mindestens einem flüssigkeitshaltenden, befüll- und entleerbaren Container und einem filterstabilen Material, das mit dem Container derart zusammenwirkt, dass aus einer Bruchstelle des Bauwerks austretendes Wasser über das filterstabile Material ableitbar ist.
  • Der mindestens eine Container, mit seinen verschiedenen Ausführungen, wird z. B. auf der Bruchstelle des Deichfußes platziert und verhindert damit den Materialaustrag aus dem Deich, durch seine Filterwirkung fließt das sickernde Wasser ab. Ist die Auflast, die durch die Container und die gekoppelte Filterwirkung ausgeübt wird, genügend groß, ist keine weitere Schicht zur Erhöhung der Auflast notwendig. Bei einer Ausführungsform des Auflastfilters übt der Container eine Druckkraft auf das filterstabiles Material aus, wodurch das Wasser durch das filterstabile Material abgeführt und die Auflast der Container über das filterstabile Material an das Auflager weitergegeben wird.
  • Dadurch wird eine kostengünstige, einfach auf- und abzubauende und trotzdem sehr effektive Möglichkeit zur Sicherung von akut durch Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken erzielt.
  • Es ist vorteilhaft, wenn der mindestens eine befüllte Container einen im Wesentlichen runden, elliptischen, ovalen oder polygonen Querschnitt aufweist. Dadurch ist eine Anordnung der Container am Bauwerk und aneinander leicht möglich und erleichtert den Aufbau des Auflastfilters.
  • Vorteilhaft ist ein Container bei dem das Verhältnis der Auflagefläche des Containers zur Gesamtoberfläche des Containers möglichst groß ist. Durch diese sehr gute Verteilung der Auflast, wirkt sie optimal auf das Auflager.
  • Bevorzugt wird ein Container der, wenn das Verhältnis der Auflagefläche auf einem Auflager zur Gesamtoberfläche des Containers gering ist, Stabilisatoren aufweist. Derart geformte Container erleichtern die Errichtung der Filterlagen des Auflastfilters und bilden trotzdem ein geeignetes Fundament für weitere Schichten aus Containern.
  • Ferner ist mindestens ein Container mit einem Verbindungsmittel zur Herstellung einer kraftschlüssigen, stoffschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung mit einem anderen Container und/oder filterstabilen Material vorteilhaft. Verbindungen von einem Container mit einem weiteren Container bilden eine in sich verbundene Konstruktion und verleihen der Gesamtkonstruktion dadurch eine höhere Stabilität. Außerdem kann die Verbindung der Container in den oberen Lagen des Auflastfilters vorteilhaft für die Abweisung des Sickerwassers sein, welches dann ausschließlich durch die dafür vorgesehene, wasserleitende Schicht abtransportiert wird.
  • Die Verbindung mit einem filterstabilen Material ist vorteilhaft für die Stabilität der Konstruktion, da eine Verschiebung der Container durch die dazwischen liegenden Filter nicht möglich ist.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführung ist das den Container umgebende filterstabile Material ein Verbundmaterial aus geotextilem Wirrgelege und/oder Vliesstoffen. Diese Materialien sind besonders filterstabil, d. h., erhalten ihre Filtereigenschaften auch in mechanisch stark beanspruchten Situationen.
  • Alternativ kann ein Container als filterstabiles Material ein nicht stabiles Filtermaterial mit zugeordneten Stabilisatoren aufweisen. Auf diesem Weg wird das Filtermaterial in seinen Filtereigenschaften gestärkt und erfüllt die Anforderungen nach einer über eine lange Zeit flüssigkeitsleitenden Schicht.
  • Vorteilhaft ist auch mindestens ein wasserundurchlässiger Container, der mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser und/oder Schüttgut, insbesondere Sand und Kies, befüllbar ist.
  • Die Befüllung, insbesondere mit Wasser, in einigen Fällen auch mit Sand und/oder Kies ist vorteilhaft, wenn sich diese Stoffe direkt am Ort des Geschehens befinden. Dadurch fallen lange und schwere Transporte weg. Auch der Aufbau der Auflastfilter wird damit erleichtert.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist der Container aus flexiblem Material, z. B. Kunststoff- oder Kautschukfolien oder mit Kunststoff oder Kautschuk beschichteten textilen Substraten, beispielsweise mit Polyvenylchlorid beschichtetes Polyestergewebe, hergestellt. Die Flexibilität der Container lässt eine bessere Anpassung der Container an die Auflagefläche zu und erleichtert den Aufbau der Konstruktion, da die Container durch verschieden starkes Befüllen in ihrer Form in begrenztem Maße veränderlich sind.
  • Auch ist es vorteilhaft, dass mindestens zwei Container stapelbar sind. Dadurch entsteht ein einfacher Aufbau des Auflastfilters.
  • Bei einer bevorzugten Variante findet eine Stabilisierung von mindestens einem Container durch Anlagerung mindestens eines weiteren Containers statt. Die Stabilisierung einzelner Container durch weitere Container trägt zur Gesamtstabilität bei und erhöht die Lebensdauer eines errichteten Auflastfilters.
  • Es ist vorteilhaft, wenn mindestens ein Container mit einem Ein- und Auslassmittel, insbesondere einem Befüllungs- und Entleerungsventil, zur Befüllung mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, und/oder Schüttgut, versehen ist. Die Befüllungs- und Entleerungsventile ermöglichen einen schnellen Aufbau des Auflastfilters, so können die Füllventile z. B. Rücklaufsicherungen haben und die Entleerungsventile eine schnellere Entleerung durch den Anschluss von Pumpen ermöglichen.
  • Besonders vorteilhaft ist die Verwendung handelsüblicher, genormter Ventile und Anschlüsse. Hierbei ist auch darauf zu achten, dass die von am Aufbau häufig beteiligten Unternehmungen (z. B. Feuerwehr, THW) verwendeten Geräte die passenden Anschlüsse tragen.
  • Vorteilhaft ist mindestens ein, zumindest teilweise aus für Flüssigkeit semipermeablem Material hergestellter Container. Ein Container dieser Art hat den Vorteil, dass die Auflast konstant, auch bei kleineren Leckagen, bleibt, da nachsickerndes Wasser die Container wieder auffüllt und im Container gehalten wird.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist ein Auflastfilter mindestens einen mechanischen Stabilisator an der Innen- und/oder Außenseite des Containers auf. Die Stabilisation des Containers kann sich dabei auf die Form des Containers selbst beziehen, d. h., die Aufrechterhaltung eines bestimmten Querschnittes. Die Stabilisation kann sich aber auch auf die Lagerungsstabilität des Containers beziehen, die z. B. das Abrutschen auf einem feuchten Hang verhindert.
  • Ferner ist vorteilhaft, wenn mindestens ein Stabilisator als starre Strebe oder Wandung ausgebildet ist. Starre Stabilisatoren geben dem Container auch in nicht vollständig befülltem Zustand Stabilität und ermöglichen damit eine weitere Variabilität der Containerform.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn mindestens ein Stabilisator als flexible Strebe oder Wandung ausbildet ist. Dadurch ist eine Befüllung des Containers bis zu einem bestimmten Dehnungsgrad möglich und erleichtert das Aufbauen des Auflastfilters.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführung sind mindestens zwei Container in Reihe geschaltet, wobei ein Ein- und/oder Auslassmittel eines ersten Containers mit dem Ein- und/oder Auslassmittel eines zweiten Containers verbindbar ist, so dass aus dem ersten Container austretendes/eintretendes Wasser in den zweiten Container eintritt/austritt.
  • So kann aus dem Entleerungsventil austretendes Wasser durch das Befüllungsventil in einen anderen Container eintreten. Damit lässt sich eine Befüllung oder Entleerung der Container ohne Umstecken der Pumpe durchführen, was eine Arbeitszeitersparnis zur Folge hat. Die so vernetzten Container können nach der Befüllung/Entleerung wieder voneinander getrennt werden, oder auch vernetzt bleiben. Der Austausch eines beschädigten Containers kann dann trotz gemeinsamer Befüllung/Entleerung einfach vorgenommen werden. Für eine Vernetzung müssen nicht alle Container des Auflastfilters zusammengeschlossen werden, eine derart vorgenommene Vernetzung kann z. B. auch mit mehreren Containern verschiedener Auflastfilter erfolgen; Z. B. alle oberen Container verschiedener Auflastfilter zusammen. Sollte der Wasserdruck sinken oder steigen, können sie alle gleichzeitig entleert oder befüllt werden.
  • Bei einer bevorzugten Variante werden die an den Containern angebrachten Befüllungs- und Entleerungsventile in einem Bauteil zusammengefasst. Durch das Einsparen eines Bauteils werden die Herstellungskosten gesenkt. Des Weiteren können für die Befüllung angeschlossene Pumpen, ohne wieder ummontiert zu werden, zur Entleerung genutzt werden.
  • Auch ist es vorteilhaft, wenn an den, auf dem Boden aufliegenden Stellen eines Containers, ganz oder teilweise ein die Haftung erhöhendes Material (insbesondere mit einer erhöhten Rauhigkeit) oder Gegenstände (insbesondere Haken, Zacken etc.), ohne Beeinträchtigung der Wirkung des filterstabilen Materials kraft- und/oder stoff- und/oder formschlüssig angebracht sind. So wird der Auflastfilter in der Lage stabilisiert und verliert seine Funktion nicht.
  • Bei einer bevorzugten Variante ist das Material des Containers in Wandstärke und Reißfestigkeit an die Belastungen durch Füllmaterial und weitere angrenzende Container in der Form angepasst, dass der Container gefüllt über die Zeit stabil bleibt und ungefüllt das geringst mögliche Gewicht aufweist.
  • Ferner ist vorteilhaft, wenn die unterste Lage des Auflastfilters aus mindestens zwei Containern mit Abstand zueinander besteht. Die Lücke zwischen den Containern bietet genügend Platz für das ablaufende Sickerwasser. Die verbesserte Abfuhr des Sickerwassers trägt direkt zum besseren Schutz des Deiches bei.
  • In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung einen auf- und abbaubaren Auflastfilter mit mindestens einem flüssigkeitshaltenden, befüll- und entleerbaren Container, wobei der Container Mittel zum gezielten Durchlaß von aus einer Bruchstelle des Bauwerks austretendem Wasser aufweist.
  • Container dieser Art eignen sich zum Aufbau der wasserleitenden Schicht, da die Ableitung des Wassers beschleunigt wird und sind in der Herstellung kostengünstiger, da nur ein Material verwendet werden muß.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführung wird der Auflastfilter mit oder ohne Verankerung auf horizontalen und/oder geneigten Flächen eingesetzt.
  • Dabei kann es folgende Varianten geben:
    • I) Auf ebenen Flächen, a) Auflastfilter mit Verankerung z. B. eine hoher Auflastfilter bei Sturm, der sonst gekippt werden könnte. oder b) Auflastfilter ohne Verankerung, wenn der Auflastfilter von sich aus gut steht und keine Gefahr besteht, dass er umkippt.
    • II) Auf geneigten Flächen a) Auflastfilter mit Verankerung, z. B., wenn die Steigung so groß ist, dass eine Anpassung des Auflastfilters in Containerform und -größe, sowie Hafterhöhung nicht ausreicht oder b) Auflastfilter ohne Verankerung, wenn durch Veränderung des Auflastfilters in Containerform und -größe, sowie Hafterhöhung ausreicht für eine stabile Position.
  • Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Zeichnungen, 1 bis 11 erklärt.
  • 1 zeigt die Gesamtkonstruktion einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auflastfilters.
  • 2a–d zeigt verschiedene Ausführungsformen des Container in mit filterstabilem Material oder als filterstabiles Material.
  • 3 zeigt verschiedene Formen von Containern.
  • 4 zeigt zwei Container, deren Auflagefläche im Verhältnis zur Gesamtoberfläche gering ist und die stabilisiert werden.
  • 5 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Verbindungen zwischen Containern und Containern mit filterstabilem Material.
  • 6 zeigt einen Querschnitt eines Containers, umgeben von Filtermaterial mit Stabilisatoren für das Filtermaterial.
  • 7 zeigt zwei stapelbare Container.
  • 8 zeigt einen Container, der von einem weiteren Container stabilisiert wird.
  • 9 zeigt Container mit Container- und Lagerstabilisatoren.
  • 10 zeigt zur Befüllung oder Entleerung in Reihe geschaltete Container
  • 11 zeigt einen Auflastfilter mit untergeordneter Filterschicht.
  • 1 zeigt einen Auflastfilter 3, der am Fuß eines Deiches 1 auf einer Bruchstelle 2 des Deichfußes aufgebaut ist. Die von dem Auflastfilter 3 auf den Deichfuß ausgeübte Auflast verhindert ein Abrutschen des landseitigen Deichmaterials. Das aus dem Meer 30 kommende Wasser wird durch die wasserführende Schicht 4 bis zu der Bruchstelle 2 geleitet und tritt landwärts gerichtet 6 aus der Bruchstelle 2, bzw. aus dem Auflastfilter 3 durch das filterstabile Material 16 geleitet, flächig aus.
  • In den 3 bis 5a) und b), sowie 7 bis 10 ist das filterstabile Material aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
  • 2 zeigt drei mögliche Ausführungsformen (a, c und d) des Zusammenwirkens von befüllten Container 10 und filterstabilem Material 16. Filterstabil heißt hier, dass das filternde Material eine Dimension (z. B. Körnung) aufweist, so dass der anstehende Boden im Wesentlichen nicht durch das filternde Material durchtreten kann. Dies bewirkt eine interne Stabilisierung des Materials.
  • Der in 2a dargestellte Container 10 bildet selbst das filterstabile Material. Dargestellt sind auch Mittel für den Durchlass 19 von Flüssigkeiten im Container 10. 2b zeigt eine Schnittansicht entlang der in 2a dargestellten Linie. 2c) zeigt einen Querschnitt eines befüllten Containers 10, der selbst ein filterstabiles Material 16 aufweist. 2d) zeigt einen befüllten Container 10, der durch seine Gewichtskraft FG eine Druckkraft auf das filterstabile Material 16 ausübt. Das Zusammenwirken von Container 10 und filterstabilem Material 16, kann auch jede weitere geometrisch mögliche Ausführung aufweisen.
  • 3a bis 3c zeigen drei mögliche Ausführungsformen eines Containers 10. Die hier abgebildeten Container 10 weisen eine relativ zur Gesamtoberfläche große Auflagefläche 12 auf und sind in befülltem Zustand abgebildet. Die Befüllung und Entleerung erfolgt über Ein- und Auslassmittel 15. Die Auflagefläche 12 des Containers 10 ist zur Verdeutlichung schraffiert, die Auflagefläche 12 ist im Wesentlichen verantwortlich für die Lagerungsstabilität des Containers 10 und damit auch für die Stabilität des gesamten Auflastfilters.
  • Die Größe und Form der Container 10 ist variabel und richtet sich immer nach der Einsatzsituation und deren spezifischen Merkmalen. In 3c ist ein Container 10 dargestellt, der aus mehreren Teilcontainern zusammengesetzt ist. Die Teilcontainer können durch mechanische Mittel (z. B. Bänder) oder auch Klettverschüsse miteinander verbindbar sein.
  • 4 zeigt zwei Container 10, deren Auflagefläche 12 im Verhältnis zu der Gesamtoberfläche gering ist. Diese zwei Container sind mit Stabilisatoren 13, hier nur ein Ausführungsbeispiel, verbunden. Zur Stabilisierung sollten die Stabilisatoren an die Situation angepasst werden.
  • 5a zeigt eine kraft- oder stoffschlüssige Verbindung 25 von befüllten Containern 10, 20, indem die Container 10, 20 untereinander verbunden sind. Die 5b und 5c zeigen zwei Möglichkeiten einer formschlüssigen Verbindung 26. Die erste Möglichkeit ist eine Verbindung über Schraubenverbindungen, die einen Falz zusammenfügen. In in der zweiten Variante weist ein Container unterteilte Taschen auf.
  • Die 5e zeigt eine weitere Ausführungsorm eines Containers 10 mit filterstabilem Material 16, mit sechseckigem Quernschnitt. Dabei kann die Verbindung zwischen Container 10 und filterstabilem Material 16 wie in den Beispielen der 5a und b gestaltet sein. Die Verbindung der Container 10, 20 ist unabhängig vom Füllungsgrad des Containers.
  • 6 zeigt einen Querschnitt durch einen Container 10, an dem Filtermaterial 17, welches an sich nicht stabil ist, mit in dem Filtermaterial 17 integrierten oder später hinzugefügten Filtermaterialstabilisatoren 18, angebracht ist. Für die Verbindung zwischen Container 10, Filtermaterial 17 und Filtermaterialstabilisatoren 18 sind alle in 4 beispielhaft beschriebenen Verbindungen möglich.
  • 7 zeigt zwei aufeinander gestapelte Container 10, 20. Die Form und Größe der Container 10, 20 ist dabei an die Einsatzsituation anzupassen.
  • 8a und 8b zeigen zwei Beispiele der Stabilisation eines Containers 10 durch einen zweiten Container 20. Hierbei ist nicht immer zu unterscheiden, welcher Container 10, 20 die Stützfunktion und welcher Container 10, 20 die Auflastfunktion erfüllt. Eine Unterscheidung ist für die Verwendung bei einem Auflastfilter nicht unbedingt notwendig, da eine höhere Auflast keinen Nachteil bringt. Sollten z. B. einmal die Ressourcen des Befüllungsmaterials begrenzt sein, kann der allein stützende Container auch mit anderen Materialien, z. B. Luft, befüllt werden.
  • 9a zeigt ein Beispiel für einen internen Containerstabilisator 21 in einem Container 10. Der Container 10 ist hierfür im Querschnitt mit dem innen liegenden Containerstabilisator gezeigt. Die Containerstabilisierung kann auch in dem containerformenden Material integriert sein. 9b stellt externe Lagerstabilisatoren 22 eines Containers 10 dar.
  • 10 zeigt mehrere Container 10, 11, 20, deren Ein- und Auslassmittel 15 über Verbindungsschläuche 23 verbunden sind. Die Verbindung der Art ermöglicht eine Befüllung und Entleerung mit nur einer Pumpe. Diese wird an dem Eintrittsventil 15 des ersten Containers 10 angeschlossen und pumpt Wasser in den Container. Das Wasser fließt durch den Container 10 und die Verbindungsschläuche 23, der Austrittsventil 15 von Container 10 und Eintrittsventil 15 von Container 20 verbindet, in den zweiten Container. Von dort gelangt es über eine gleiche Vernetzung in den letzten Container 11. Ist das Austrittsventil 15 des letzten Containers geöffnet, kann eine Entleerung darüber erfolgen. Die Vernetzung der Container 10, 11, 20 kann auch in anderen Reihenfolgen vorgenommen werden. Die Verbindungsschläuche können durch äquivalente Verbindungen, z. B. Rohre, ersetzt werden.
  • 11 zeigt den Aufbau eines Auflastfilters 3 auf einer Filterschicht 7. Zum Aufbau des Auflastfilters 3, wird erst die Filterschicht 7 auf die Bruchstelle 2 gelegt und darauf werden Container 10 platziert.
  • Das aus dem Meer 30 durch die wasserführende Schicht 4 drückende Sickerwasser gelangt durch die Bruchstelle 2 an die Oberfläche. Die Filterlage 7 gibt dem Sickerwasser nun direkt die Möglichkeit abzulaufen 6. Die Container 10 werden hauptsächlich als Auflast verwendet.
  • 1
    Deichkörper
    2
    Bruchstelle des Deichfußes
    3
    Auflastfilter
    4
    Wasserführende Schicht
    5
    Wasserundurchlässige Schicht
    6
    Fließrichtung des Sickerwassers
    7
    Filterschicht
    10
    Container
    11
    Letzter Container
    12
    Auflagefläche
    13
    Stabilisator
    15
    Ein- und Auslassmittel
    16
    Filterstabiles Material
    17
    Filtermaterial (= nicht filterstabiles Material)
    18
    Filtermaterialstabilisatoren
    19
    Mittel für den Durchlass von Flüssigkeiten
    20
    Zweiter Container
    21
    Containerstabilisatoren
    22
    Lagerstabilisatoren
    23
    Verbindungsschläuche
    25
    Kraft- und stoffschlüssige Verbindung
    26
    Formschlüssige Verbindung
    30
    Flüssigkeit (Meer, Fluß)

Claims (23)

  1. Auf- und abbaubarer Auflastfilter, für die Sicherung von akut durch Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken, z. B. Deichabschnitten, gekennzeichnet durch mindestens einen flüssigkeitshaltenden, befüll- und entleerbaren Container (10) und ein filterstabiles Material (16), das mit dem Container (10) derart zusammenwirkt, dass aus einer Bruchstelle des Bauwerks austretendes Wasser über das filterstabile Material ableitbar ist.
  2. Auflastfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine befüllte Container (10) einen im Wesentlichen runden, elliptischen, ovalen oder polygonen Querschnitt aufweist.
  3. Auflastfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (12) des Containers (10) im Verhältnis zu der Gesamtoberfläche möglichst groß ist.
  4. Auflastfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei geringer Auflagefläche (12) auf einem Auflager im Verhältnis zu der Gesamtoberfläche des Containers (10), der Container (10) mindestens ein Stabilisierungsmittel (13) aufweist.
  5. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen Container (10) mit einem Verbindungsmittel zur Herstellung einer kraftschlüssigen (25), stoff-schlüssigen (25) und/oder formschlüssigen (26) Verbindung mit einem anderen Container (20) und/oder filterstabilen Material (16).
  6. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das filterstabile Material (16) ein Verbundmaterial aus geotextilem Wirrgelege und/oder Vliesstoff aufweist.
  7. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Container (10) mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, und/oder Schüttgut, insbesondere Sand und Kies, befüllbar ist.
  8. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen, aus flexiblem Material, z. B. Kunststoff- oder Kautschukfolien oder mit Kunststoff oder Kautschuk beschichteten textilen Substraten, beispielsweise mit Polyvinylchlorid beschichtetes Polyestergewebe, hergestellten Container.
  9. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Container (10) am Einsatzort befüllbar und entleerbar ist.
  10. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Container (10, 20) stapelbar sind.
  11. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stabilisierung von mindestens einem Container (10) durch Anlagerung mindestens eines weiteren Containers (20) erfolgt.
  12. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen Container (10) mit einem Ein- und Auslassmittel (15), insbesondere einem Befüllungs- und Entleerungs-ventil, zur Befüllung mit einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, und/oder Schüttgut.
  13. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen, zumindest teilweise aus für Flüssigkeit semipermeablem Material hergestellten Container.
  14. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Container (10), insbesondere bei großen Querschnitten, mindestens einen mechanischen Stabilisator (21, 22) an der Innen- und/oder Außenseite aufweist.
  15. Auflastfilter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Stabilisator (21, 22) als starre Strebe oder Wandung ausgebildet ist.
  16. Auflastfilter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Stabilisator (21, 22) als flexible Strebe oder Wandung ausbildet ist.
  17. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Container (10, 11, 20) in Reihe geschaltet werden, wobei ein Ein- und/oder Auslass-mittel (15) eines ersten Containers (10) mit dem Ein- und/oder Auslassmittel (15) eines zweiten Containers (20) verbindbar ist, so dass aus dem ersten Container (10) austretendes/eintretendes Wasser in den zweiten Container (20) eintritt/austritt.
  18. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Containern (10) angebrachte Befüllungs- und Entleerungsmittel (15) in einem Bauteil zusammengefasst sind.
  19. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den, auf dem Boden aufliegenden Stellen eines Containers, ganz oder teilweise ein die Haftung erhöhendes Material, insbesondere mit einer erhöhten Rauhigkeit, oder Gegenstände, insbesondere Haken, Zacken etc., kraft- und/oder stoff- und/oder formschlüssig angebracht sind.
  20. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Containers (10) in Wandstärke und Reißfestigkeit an die Belastungen durch Füllmaterial und weitere angrenzende Container (20) in der Form angepasst ist, dass der Container (10) gefüllt über die Zeit stabil bleibt und ungefüllt das geringst mögliche Gewicht aufweist.
  21. Auflastfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser mit oder ohne Verankerung auf horizontalen und/oder geneigten Flächen einsetzbar ist.
  22. Auf- und abbaubarer Auflastfilter für die Sicherung von akut durch Hochwasser oder Versagen bedrohten Bauwerken, z. B. Deichabschnitten, gekennzeichnet durch mindestens einen flüssigkeitshaltenden, befüll- und entleerbaren Container (10), wobei der Container (10) Mittel (19) zum gezielten Durchlaß von aus einer Bruchstelle des Bauwerks austretendem Wasser aufweist.
  23. Auflastfilter nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum gezielten Durchlaß Durchlassöffnungen (19) in dem Container (10) umfassen.
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