-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
permanenten wasser- und ölabweisenden
Beschichtungsformulierungen auf Oberflächen mittels kolloidalem Silikat,
die Beschichtungsformulierung und beschichtete Oberflächen.
-
US-6 352 581 beschreibt
ein Verfahren zur Beschichtung von Fassaden mittels einer kolloidalen
Silikatdispersion in Kombination mit Schichtsilikaten auf Oberflächen. Nach
dem Auftrag der kolloidalen Silikatdispersion bildet sich ein Silikatfilm,
der das Anschmutzverhalten reduziert. Das Anschmutz- und Reinigungsverhalten
der behandelten Oberflächen
und die Kontaktwinkel gegen Wasser und ölige Verschmutzungen genügt jedoch
noch nicht den Anforderungen, die an leicht zu reinigenden Oberflächen gestellt
werden (Oberflächen mit
Easy-toclean Effekt). Ein weiterer Nachteil ist die mangelnde Haftung
auf glatten, nicht porösen
Oberflächen
und die geringe Scheuerbeständigkeit
der Beschichtung.
-
Eine
ausreichende Reduzierung der Anschmutzneigung lässt sich durch die Verwendung
von perfluoralkylgruppenhaltigen Verbindungen erzielen. Perfluoralkylgruppen
verleihen Oberflächen
hydrophobe und oleophobe Eigenschaften, und erleichtern das Reinigen
dieser Oberflächen,
was man allgemein als Easy-to-clean Effekt bezeichnet.
-
EP 0 477 805 A1 beschreibt
ein Verfahren, bei dem Stahl-, Kunststoff- und Glasoberflächen mit
einer Lösung
aus Perfluoralkylsilanen und fluorierten Olefinen in fluorierten
Kohlenwasserstoffen beschichtet werden.
-
EP 0 497189 B1 beschreibt
ein Verfahren, bei dem eine Lösung
aus Perfluoralkyltrichlorsilan in Fluorkohlenwasserstoffen auf Glas
verwendet wird.
-
Hierbei
werden monomolekulare Schichten erzeugt, die hydrophobe Eigenschaften
haben. Nachteilig ist die relativ dünne Schichtdicke, so dass die
Beschichtungen nicht scheuerbeständig
sind. Ein weiterer Nachteil ist die Emission von fluorierten Kohlenwasserstoffen
in die Atmosphäre.
-
EP 0 548 775 A1 beschreibt
eine Methode zur Herstellung von wasserabweisenden Schichten, bei
der Perfluoralkylsilane und Tetraethoxysilan durch Zugabe von verdünnter Salpetersäure in einem
Lösemittelgemisch
aus Wasser und Isopropanol teilweise hydrolysiert werden, und dieses
Vorkondensat auf Glas aufgetragen wird.
-
WO
92/21729 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Vorkondensaten
aus Fluorsilanen und 3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan nach dem
Sol-Gel-Prozess. Diese Vorkondensate eignen sich zusammen mit Photoinitiatoren
als Beschichtungsformulierungen, welche auf Substraten aufgebracht
werden und durch UV-Strahlung härten.
Die Beschichtungen sind aufgrund der Perfluoralkylgruppen wasser-
und ölabweisend.
-
WO
97/20005 beschreibt die Verwendung von Beschichtungszusammensetzungen
auf der Basis von WO 92/21729 auf diversen Substraten wie auf Metallen,
Metalloxiden, Natursteinen, Kunststoffen, Bauwerken, Möbeln, medizinische
Geräten
und weiteren Gebrauchsgegenständen.
-
Nachteil
der nach dem Sol-Gel-Prozess hergestellten Beschichtungsformulierungen
sind eine geringe Lagerbeständigkeit
und ein aufwendiges Herstellungsverfahren. Folgende Dokumente offenbaren
Beschichtungsformulierungen ohne Sol-Gel-Prozess, die durch Mischen der Einzelkomponenten
hergestellt werden und daher leichter zugänglich sind.
-
EP 0 657 393 A1 beschreibt
ein Mischung aus Perfluoralkylsilanen, Tetraethoxysilanen, Ethanol,
Wasser und verdünnter
Salzsäure,
die als Beschichtungsformulierung auf Glas eine wasser- und ölabweisende Schicht
bildet.
-
EP 0 799 873 A1 beschreibt
eine Mischung aus Perfluoralkylsilanen, Tetraethoxysilanen, Ethanol, Wasser
und Essigsäure
als Katalysator, welche auf Glas aufgetragen wird und eine wasserabweisende Schicht
bildet.
-
EP 0 513 727 A2 beschreibt
ein beschichtetes Glassubstrat, das durch Auftragen einer Lösung aus Perfluoralkylsilanen,
Tetraethoxysilan, Tetra-n-butoxytitan, Wasser, Ethanol und als Katalysator
verdünnte Salzsäure, Trocknung
der Lösung
und Einbrennen bei 250°C
erhalten wird.
-
EP 0 738 771 B1 beschreibt
eine wasserlösliches
Oberflächenbeschichtungsmittel,
das durch partielle Hydrolyse von Perfluoralkylsilanen, aminogruppenhaltigen
Alkoxysilanen und alkylgruppenhaltigen Alkoxysilanen hergestellt
wird. Durch die Beschichtung wird die Oberfläche öl- und wasserabweisend.
-
Nachteile
bisheriger Verfahren sind die eingeschränkte Verfügbarkeit der Rohstoffe und
hohe Kosten für
die Beschaffung der Rohstoffe.
-
Ziel
der vorliegenden Erfindung war es, Beschichtungsformulierungen zur
Herstellung hydrophober und oleophober Beschichtungen mit Easy-to-clean-Effekt
zu entwickeln, die die genannten Nachteile nicht aufweisen.
-
Gegenstand
der Erfindung sind Beschichtungsformulierungen, enthaltend
- A) eine kolloidale Silikatdispersion mit einem
pH zwischen 2 und 12 und einem Feststoffgehalt zwischen 1 und 60
Gew.-%, bezogen auf die Dispersion, welche Partikel aus Siliziumdioxid
oder aluminiummodifiziertem Siliziumdioxid mit einer durchschnittlichen
Partikelgröße von 0,5
bis 90 nm enthält,
- B) ein Fluorsilan der Formel 1 worin
Rf ein
C4- bis C16-Perfluoralkylrest
oder eine Mischung dieser Perfluoralkylreste, und
X ein Chlor-
oder Bromatom oder eine Hydroxy-, Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Butoxy-,
Pentoxy-, Methoxyethoxy-, Methoxydiethoxy-, Butoxyethoxy, Butoxydiethoxy-,
Methoxypropoxy-, Methoxydipropoxy-, Butoxypropoxy- oder eine Butoxydipropoxygruppe
ist,
- C) einen oder mehrere Katalysatoren aus der Gruppe der Brönstedt-Säuren oder
Brönstedt-Basen,
und
- D) ein oder mehrere organische Lösemittel und/oder Wasser.
-
Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Beschichtungsformulierung
zur Herstellung einer Easy-to-clean-Beschichtung auf Oberflächen.
-
Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
einer Oberfläche
mit Easy-to-clean-Beschichtung, indem man auf eine Oberfläche die
erfindungsgemäße Beschichtungsformulierung aufträgt und die
darin enthaltenen flüchtigen
Bestandteile verdunsten lässt.
-
Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Oberfläche mit
Easy-to-clean-Beschichtung,
erhältlich nach
dem vorstehend beschriebenen Verfahren.
-
Alle
Prozentangaben bedeuten Gewichtsprozente bezogen auf das Gesamtgewicht
der Beschichtungsformulierung, sofern nicht anders angegeben.
-
Wird
die erfindungsgemäße Beschichtungsformulierung
auf Oberflächen
aufgetragen, bildet sich aus der Silikatdispersion durch Verdunstung
der Lösemittel
ein Silikatfilm, der durch Hydrolyse der Silane organisch modifiziert
ist. Durch die perfluoralkylgruppenhaltigen Silane erhält der Silikatfilm
hydrophobe und oleophobe Eigenschaften. Die erfindungsgemäßen Beschichtungsformulierungen
eignen sich für
die Herstellung leicht zu reinigender Oberflächen mit reduziertem Anschmutzverhalten.
Die erfindungsgemäßen Beschichtungsformulierungen
werden durch Mischen hergestellt.
-
Die
kolloidale Silikatdispersion enthält suspendierte Silikatpartikel
aus Siliziumdioxid oder aluminiummodifiziertem Siliziumdioxid, die
eine anionische oder kationische Oberflächenladung besitzen können. In
diesem Fall ist als Gegenion zur Oberflächenladung ein Kation aus der
Gruppe der Alkalimetalle, ein Ammoniumion oder ein Wasserstoffion
oder ein Anion aus der Gruppe der Halogene oder ein Hydroxidion
enthalten. Die Silikatpartikel sind entweder in Wasser oder in einem
organischen Lösemittel
oder in einer Mischung aus einem organischen Lösemittel und Wasser dispergiert.
-
Die
durchschnittliche Partikelgröße beträgt 0,5–90 nm,
vorzugsweise 1–70
nm und besonders bevorzugt 2–50
nm.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
die erfindungsgemäße Beschichtungsformulierung
ein Tetraalkoxysilan der Formel 2
worin
X Chlor, Brom
oder eine Hydroxy-, Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Butoxy-, Pentoxy-,
Methoxyethoxy-, Methoxydiethoxy-, Butoxyethoxy, Butoxydiethoxy-,
Methoxypropoxy-, Methoxydipropoxy-, Butoxypropoxy- oder Butoxydipropoxygruppe
darstellt.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
enthält
die erfindungsgemäße Beschichtungsformulierung
ein Alkylalkoxysilan der Formel 3
worin
R ein C
1- bis C
18-Alkylrest,
X
Chlor, Brom oder eine Hydroxy-, Methoxy-, Ethoxy-, Propoxy-, Butoxy-,
Pentoxy-, Methoxyethoxy-, Methoxydiethoxy-, Butoxyethoxy, Butoxydiethoxy-,
Methoxypropoxy-, Methoxydipropoxy-, Butoxypropoxy- oder Butoxydipropoxygruppe,
n
eine Zahl von 1 bis 3 und
m gleich (4 – n) ist.
-
Der
Katalysator aus der Gruppe der Brönstedt-Säuren kann beispielsweise Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure, Phosphorsäure, Alkylphosphorsäureester,
Alkylphosphonsäure,
Ameisensäure,
Essigsäure, Propionsäure, Glycolsäure, Oxalsäure, Zitronensäure und/oder
Milchsäure
sein. Der Katalysator aus der Gruppe der Brönstedt-Basen kann beispielsweise
Natronlauge, Kalilauge, LiOH, Ammoniak, Triethanolamin, Trimethylamin,
Triethylamin, Tripropylamin, Trinatriumphosphat, Soda, Dikaliumcarbonat,
Kaliumborat und Natriumborat sein.
-
Die
organischen Lösemittel
der Beschichtungsformulierung als auch der kolloidalen Silikatdispersion, sofern
letztere nicht ausschließlich
Wasser als Lösemittel
enthält,
können
aus folgenden Gruppen ausgewählt sein:
Alkohole
wie beispielsweise Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, Butanol,
Ether
wie beispielsweise Diethylether, Dipropylether, Dibutylether, Tetrahydrofuran,
Diole
oder Polyole wie beispielsweise Monoethylenglycol, Propylenglycol,
Butylenglycol, Di- und Polyethylenglycole, Di- und Polypropylenglycole,
Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythritol, Diglycerinether, Polyglycerinether,
Ethylenglycolether
wie beispielsweise Monomethylmonethylenglycolether, Monomethyldiethylenglycolether, Monomethylpolyethylenglycolether
und die entsprechenden Monoethyl-, Monopropyl- und Monobutylether,
Dimethylmonethylenglycolether, Dimethyldiethylenglycolether, Dimethylpolyethylenglycolether
und die entsprechenden Diethyl-, Dipropyl und Dibutylether,
Propylenglycolether
wie beispielsweise Monomethylpropylenglycolether, Monomethyldipropylenglycolether, Monomethylpolypropylenglycolether
und die entsprechenden Monoethyl und Monobutylether, Dimethylpropylenglycolether,
Dimethyldipropylenglycolether,
Dimethylpolypropylenglycolether und die entsprechenden Diethyl-
und Dibutylether,
halogenorganische Kohlenwasserstoffe wie
Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Trifluorkohlenstoff, Tetrachlorethan
und Perchlorethylen,
Ester wie Ethylacetat, Propylacetat, Isopropylacetat,
Butylacetat, Methoxypropylacetat, Butoxyethylacetat,
Ketone
wie Aceton, Methylethylketon oder Methylbutylketon.
-
Die
erfindungsgemäßen Beschichtungsformulierungen
haben im allgemeinen folgende quantitative Zusammensetzungen:
- A) 0,01–50%,
vorzugsweise 0,2–30%
und besonders bevorzugt 0,5 bis 10% der kolloidalen Silikatdispersion,
- B) 0,01–20%,
vorzugsweise 0,2–10%
und besonders bevorzugt 0,3 bis 5% des Fluorsilans,
- C) 0,005–8%,
vorzugsweise 0,01–5%
und besonders bevorzugt 0,04 bis 4% des oder der Katalysatoren,
- D) 1–99,8%,
vorzugsweise 10–98%
und besonders bevorzugt 20 bis 95% des organischen Lösemittels oder
des Gemisches aus organischen Lösemitteln,
sowie
gegebenenfalls
- E) 0–20%,
vorzugsweise 0,1–10%
und besonders bevorzugt 0,3 bis 5% des Tetraalkoxysilans,
- F) 0–20%,
vorzugsweise 0,1–10%
und besonders bevorzugt 0,3 bis 5% des Alkylalkoxysilans,
- G) 0–60%,
vorzugsweise 0,1–40%
und besonders bevorzugt 1 bis 30% Wasser zusätzlich zum Wassergehalt, der über die
Zugabe der kolloidalen Silikatdispersion in die Beschichtungsformulierung
eingebracht wird.
-
Zur
Herstellung der Beschichtungsformulierungen werden die Einzelkomponenten
A), B), C) und D) sowie gegebenenfalls E), F) und G) bei vorzugsweise
10 bis 35°C
unter Rühren
zusammengegeben, wobei vorzugsweise das Lösemittelgemisch und ggf. Wasser
(Komponenten D) und G)) vorgelegt werden und anschließend vorzugsweise
nacheinander
der oder die Katalysatoren (Komponente C)),
die
kolloidale Silikatdispersion (Komponente A)),
die Fluorsilane
(Komponente B)) und
wahlweise die Tetraalkoxysilane und wahlweise
die Alkylalkoxysilane (Komponenten E) und F)) unter Rühren zugegeben
werden.
-
Die
erfindungsgemäßen Beschichtungsformulierungen
werden auf die zu beschichtende Oberfläche aufgetragen und bilden
eine permanente Beschichtung mit Easy-to-clean-Effekt. Geeignete
Substrate können Glas,
keramische und mineralische Oberflächen wie Granit, Terrakotta,
Holz, Kunststoffe, Metalloxide und mit Polysilazanen beschichtete
Oberflächen
sein.
-
Nachdem
die Beschichtungsformulierung auf dem Substrat aufgetragen wurde,
verdampfen das Wasser und die organischen Lösemittel. Durch den Trocknungsprozess
bildet die kolloidale Silikatdispersion einen Silikatfilm, der durch
die Hydrolyse und Kondensation der Fluorsilane, Tetraalkoxysilane
und Alkylalkoxysilane organisch modifiziert wird. Die Perfluoralkylgruppen
verleihen dem Film die hydrophoben und oleophoben Eigenschaften
und den Easy-to-clean-Effekt. Die Anschmutzneigung der Oberfläche wird
reduziert.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele sollen die Zusammensetzung der Beschichtungsformulierungen
und die anwendungstechnischen Effekte näher beschreiben.
-
Beispiel 1
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
5 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
2,0
g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
4,4 g einer wässrigen,
kolloidalen Silikatdispersion mit einer Partikelgröße von ca.
9 nm, einem Feststoffgehalt von 20% und einem pH-Wert von ca. 7
(®Klebosol
PL 1498-V9)
-
Nach
einer Lagerung von 24 Stunden werden 8 ml der Beschichtungsformulierung
pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel aufgetragen und mit einem
Viskosevliestuch verteilt. Für
die Beschichtung wird dieser Arbeitsvorgang einmal wiederholt. Nach
30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit wird der Kontaktwinkel
gegen Wasser und Dodecan gemessen.
Kontaktwinkel gegen Wasser:
114°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 55°
-
Zum
Vergleich betragen die Kontaktwinkel von Wasser und Dodecan auf
Keramikkacheln ohne Beschichtung folgende Werte:
Kontaktwinkel
gegen Wasser ohne Beschichtung: ca. 50°
Kontaktwinkel gegen Dodecan
ohne Beschichtung: ca. 10°
-
Die
Keramikoberfläche
wird durch das Auftragen der Beschichtungsformulierung deutlich
hydrophob und oleophob und zeigt einen Easy-to-clean-Effekt.
-
Beispiel 2
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
5 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
4,4
g einer wässrigen,
kolloidalen Silikatdispersion mit einer Partikelgröße von ca.
9 nm, einem Feststoffgehalt von 20% und einem pH-Wert von ca. 7
(Klebosol PL 1498-V9)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltrichlorsilan
-
Nach
einer Lagerung von 12 Stunden, werden 8 ml der Beschichtungsformulierung
pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel aufgetragen und mit einem
Viskosevliestuch verteilt. Dieser Arbeitsvorgang wird einmal wiederholt.
Nach 30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit wird der Kontaktwinkel
gegen Wasser und Dodecan gemessen.
Kontaktwinkel gegen Wasser:
116°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 61°
-
Die
beschichtete Oberfläche
ist hydrophob und oleophob. Die Beständigkeit der Easy-to-clean-Beschichtung
gegen Reinigungsprozesse wird in einem Erichsen Scheuerprüfgerät geprüft. Dazu
wird die beschichtete Keramikoberfläche mit einer Nylonbürste und
unter Verwendung eines sauren Fliesenreinigers einer bestimmten
Anzahl von Scheuerzyklen unterworfen.
| Anzahl
Scheuerzyklen | Kontaktwinkel
gegen Wasser |
| 0 | 116° |
| 500 | 116° |
| 1000 | 114° |
| 2000 | 115° |
| 5000 | 111° |
-
Beispiel 3
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
7 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
2,4
g einer wässrigen,
kolloidalen Silikatdispersion mit einer Partikelgröße von ca.
9 nm, einem Feststoffgehalt von 20% und einem pH-Wert von ca. 7
(Klebosol PL 1498-V9)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
-
Nach
einer Lagerung von 36 Stunden, werden 8 ml der Beschichtungsformulierung
pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel aufgetragen und mit einem
Viskosevliestuch verteilt. Dieser Arbeitsvorgang wird einmal wiederholt.
Nach 30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit wird der Kontaktwinkel
gegen Wasser und Dodecan gemessen und die Scheuerbeständigkeit
wie in Beispiel 2 geprüft.
Kontaktwinkel
gegen Wasser: 122°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 67°
| Anzahl
Scheuerzyklen | Kontaktwinkel
gegen Wasser |
| 0 | 122° |
| 500 | 108° |
| 1000 | 108° |
| 2000 | 102° |
-
Beispiel 4
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
86
g Isopropylalkohol
7 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
2,4
g einer wässrigen,
kolloidalen Silikatdispersion mit einer Partikelgröße von ca.
9 nm, einem Feststoffgehalt von 20% und einem pH-Wert von ca. 7
(Klebosol PL 1498-V9)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltrichlorsilan
2,0
g Tetraethoxysilan
-
Nach
36 Stunden Lagerung werden 2 × 8
ml der Beschichtungsformulierung pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel
wie in Beispiel 2 aufgetragen. Nach 30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit
wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan gemessen und die
Scheuerbeständigkeit
wie in Beispiel 2 geprüft.
Kontaktwinkel
gegen Wasser: 133°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 74°
| Anzahl
Scheuerzyklen | Kontaktwinkel
gegen Wasser |
| 0 | 133° |
| 500 | 115° |
| 1000 | 108° |
| 2000 | 102° |
-
Beispiel 5
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
7 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
2,4
g einer kationischen, wässrigen,
kolloidalen, aluminiummodifizierten Silikatdispersion mit einer
Partikelgröße von ca.
25 nm, einem Feststoffgehalt von 30% und einem pH-Wert von ca. 4
(Klebosol 30CAL50)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
-
Nach
36 Stunden Lagerung werden 2 × 8
ml der Beschichtungsformulierung pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel
wie in Beispiel 2 aufgetragen. Nach 30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit
wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan gemessen und die
Scheuerbeständigkeit
wie in Beispiel 2 geprüft.
Kontaktwinkel
gegen Wasser: 112°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 80°
| Anzahl
Scheuerzyklen | Kontaktwinkel
gegen Wasser |
| 0 | 112° |
| 500 | 110° |
| 1000 | 108° |
| 2000 | 107° |
-
Beispiel 6
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
7 g entmineralisiertes Wasser
0,6 g
99%ige Essigsäure
2,4
g einer anionischen, wässrigen,
kolloidalen Silikatdispersion mit einer Partikelgröße von ca.
25 nm, einem Feststoffgehalt von 30% und einem pH-Wert von ca. 4
(Klebosol 30HB50K)
2,5 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
-
Nach
36 Stunden Lagerung werden 2 × 8
ml der Beschichtungsformulierung pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel
wie in Beispiel 2 aufgetragen. Nach 30 Minuten Trocknungs- und Reaktionszeit
wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan gemessen und die
Scheuerbeständigkeit
wie in Beispiel 2 geprüft.
Kontaktwinkel
gegen Wasser: 121°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 84°
| Anzahl
Scheuerzyklen | Kontaktwinkel
gegen Wasser |
| 0 | 121° |
| 500 | 112° |
| 1000 | 105° |
| 2000 | 101° |
-
Beispiel 7
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
88
g Isopropylalkohol
9,3 g entmineralisiertes Wasser
0,2
g 99%ige Essigsäure
0,5
g einer kolloidalen Silikatdispersion in Monopropylmonoethyleneglycolether
mit einer Partikelgröße von ca. 13
nm und einem Feststoffgehalt von 30% (®Highlink
NanO G 401-31 von Clariant (France) S.A.)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
-
Nach
einer Lagerung von 36 Stunden werden 8 ml der Beschichtungsformulierung
pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel wie in Beispiel 2 aufgetragen.
Der Vorgang wird einmal wiederholt. Nach 30 Minuten Trocknungs-
und Reaktionszeit wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan
gemessen.
Kontaktwinkel gegen Wasser: 119°
Kontaktwinkel gegen Dodecan:
82°
-
Die
Beschichtungsformulierung wird zur Prüfung der Lagerstabilität der Beschichtungsformulierung
1 Woche bei 50°C
gelagert und erneut für
die Beschichtung einer Keramikkachel verwendet. Nach zweimaligem Auftrag
und 30 Minuten Trockenzeit wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und
Dodecan gemessen.
Kontaktwinkel gegen Wasser: 123°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 82°
-
Die
Kontaktwinkel erreichen nach dem Lagertest ähnlich hohe Werte wie direkt
nach Herstellung der Beschichtungsformulierung.
-
Beispiel 8
-
Es
werden nacheinander folgende Komponenten bei 25°C unter Rühren zusammengeben:
83,5
g Isopropylalkohol
9,3 g entmineralisiertes Wasser
0,2
g 99%ige Essigsäure
5,0
g einer kolloidalen Silikatdispersion in Isopropanol mit einer Partikelgröße von ca.
13 nm und einem Feststoffgehalt von 30% (®Highlink
NanO G 502-31 von Clariant (France) S.A.)
2,0 g 2-Tridecafluorhexyl-ethyltriethoxysilan
-
Nach
einer Lagerung von 36 Stunden werden 8 ml der Beschichtungsformulierung
pro Quadratmeter auf einer Keramikkachel wie in Beispiel 2 aufgetragen.
Der Vorgang wird einmal wiederholt. Nach 30 Minuten Trocknungs-
und Reaktionszeit wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan
gemessen.
Kontaktwinkel gegen Wasser: 120°
Kontaktwinkel gegen Dodecan:
77°
-
Die
Beschichtungsformulierung wird 1 Woche bei 50°C gelagert und erneut für die Beschichtung
einer Keramikkachel verwendet. Nach zweimaligem Auftrag und 30 Minuten
Trockenzeit wird der Kontaktwinkel gegen Wasser und Dodecan gemessen.
Kontaktwinkel
gegen Wasser: 122°
Kontaktwinkel
gegen Dodecan: 78°