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DE10348849A1 - Schalungssystem - Google Patents

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DE10348849A1
DE10348849A1 DE2003148849 DE10348849A DE10348849A1 DE 10348849 A1 DE10348849 A1 DE 10348849A1 DE 2003148849 DE2003148849 DE 2003148849 DE 10348849 A DE10348849 A DE 10348849A DE 10348849 A1 DE10348849 A1 DE 10348849A1
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DE2003148849
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Peri GmbH
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Peri GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04GSCAFFOLDING; FORMS; SHUTTERING; BUILDING IMPLEMENTS OR AIDS, OR THEIR USE; HANDLING BUILDING MATERIALS ON THE SITE; REPAIRING, BREAKING-UP OR OTHER WORK ON EXISTING BUILDINGS
    • E04G17/00Connecting or other auxiliary members for forms, falsework structures, or shutterings
    • E04G17/001Corner fastening or connecting means for forming or stiffening elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Forms Removed On Construction Sites Or Auxiliary Members Thereof (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schalungssystem für Betonbauten mit einer Mehrzahl von aneinander angrenzend montierbaren, vorgegebene Rastergrößen aufweisenden Standardschalungselementen, welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbindbar sind, wobei die miteinander verbundenen Standardschalungselemente zumindest zwei winklig zueinander verlaufende Schalungsflächen bilden, zwischen denen ein als Eckelement ausgebildetes Schalungselement vorgesehen ist. Die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des als Individualeckelement ausgebildeten Eckelements sind an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer gemäß dem genannten Schalungssystem aufgebauten Schalung.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Schalungssystem für Betonbauten mit einer Mehrzahl von einander angrenzend montierbaren, vorgegebene Rastergrößen aufweisenden Standardschalungselementen, welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbindbar sind, wobei die miteinander verbundenen Standardschalungselemente zumindest zwei winklig zueinander verlaufende Schalungsflächen bilden, zwischen denen ein als Eckelement ausgebildetes Schalungselement vorgesehen ist.
  • Derartige Schalungssysteme sind aus dem Stand der Technik in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Sie werden auf Baustellen unterschiedlichster Größen eingesetzt, um bei der Erstellung von Stahlbeton-Rohbauten durch Schalungsflächen bzw. durch eine Innen- und eine Außenschalung begrenzte Volumina zu definieren, die anschließend mit flüssigem Beton ausgefüllt werden. Nach dem Erstarren des Betons werden die Schalungselemente dann wieder entfernt, woraufhin sie in der Regel für den Aufbau weiterer Schalungen wiederverwendbar sind. Mit den genannten Schalungssystemen lassen sich beispielsweise Wände, Säulen, Fundamente, Schächte und dergleichen aus Beton und Stahlbeton erzeugen.
  • Bei Schalungssystemen ist es grundsätzlich erforderlich, dass Betonflächen mit individuellen Abmessungen, insbesondere mit individuellen Breiten und Betonwände mit individuellen Stärken bzw. Dicken erzeugt werden können. Da sich derartige Individualmaße nicht ausschließlich mit Schalungselementen erzeugen lassen, die vorgegebene Rastergrößen aufweisen, müssen neben Standardschalungselementen auch Individualschalungselemente eingesetzt werden, die in ihren Abmessungen an die jeweils gewünschten Individualgrößen anpassbar sind.
  • Derartige Individualschalungselemente müssen beispielsweise dann verwendet werden, wenn eine umlaufende Schalung zur Erzeugung von vier rechtwinklig zueinander stehenden, aneinander anschließenden Wänden eines Raumes aufzustellen ist, wobei die herzustellenden Wandbreiten sowie auch die Wanddicken nicht in vorgegebene Rastermaße passen. Beim Aufstellen einer solchen Schalung wird üblicherweise die maximal mögliche Anzahl von Standardschalungselementen mit vorgegebenen Rastergrößen verwendet, wobei zur Anpassung an die individuell gewünschten Größen beispielsweise im Bereich jeder einzelnen der vier Wände sowohl im Bereich der Innenschalung als auch im Bereich der Außenschalung jeweils ein Individualschalungselement eingesetzt wird. Die Breite der jeweiligen Individualschalungselemente wird dabei so bemessen, dass sie der Differenz zwischen der gewünschten Individualbreite einer Wand und der mit den eingesetzten Standardschalungselementen erreichten Schalungsbreite entspricht.
  • Bekannte Schalungssysteme arbeiten in der Regel mit einer bestimmten Anzahl von Standardeckelementen, die zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Schalungsflächen miteinander verbinden. Diese Standardeckelemente stehen dabei in unterschiedlichen Größen zur Verfügung, um so unterschiedlichen zu erzeugenden Wandstärken Rechnung tragen zu können. Da hier grundsätzlich mehrere unterschiedliche Wandstärken möglich sein müssen und auch berücksichtigt werden muss, dass in Eckbereichen Wände mit voneinander verschiedenen Wandstärken aneinander angrenzen können, ist die Anzahl der vorzuhaltenden Standardeckelemente vergleichsweise hoch, was hinsichtlich Herstellungs- und Lagerkosten von Nachteil ist.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Schalungssystem der eingangs genannten Art weiterzuentwickeln, wobei die Erzeugung von winklig zueinander verlaufenden Schalungsflächen auch dann mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich sein soll, wenn individuelle Wandbreiten und/oder Wandstärken erzeugt werden sollen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des als Individualeckelement ausgebildeten Eckelements an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind.
  • Erfindungsgemäß werden also anstelle der bisher üblichen Standardeckelemente Individualeckelemente eingesetzt, so dass es in vorteilhafter Weise nicht mehr nötig ist, eine vergleichsweise hohe Anzahl von unterschiedlichen Standardeckelementen vorzuhalten. Der Einsatz der erfindungsgemäßen Individualeckelemente schließt dabei jedoch nicht aus, dass im Rahmen eines Schalungssystems neben Individualeckelementen zusätzlich auch noch Standardeckelemente zum Einsatz gelangen.
  • Eine Grundlage für die Erfindung ist also die Tatsache, dass im Bereich der Ecken von Schalungsflächen eine vergleichsweise große Anzahl von Eckelementen unterschiedlicher Abmessungen eingesetzt werden muss, um unterschiedliche, aneinander angrenzende Wandstärken realisieren zu können. Die Erfindung macht sich dabei die im Stand der Technik bisher noch nicht beschriebene Erkenntnis zunutze, gemäß der die unterschiedlichen Abmessungen der Eckelemente nicht nur zur Herstellung unterschiedlicher, aneinander angrenzender Wandstärken sondern zugleich auch zur Realisierung individueller Wandbreiten genutzt werden können. Wenn man dementsprechend gemäß der Erfindung die Abmessungen der Eckelemente individuell wählen kann, ist es hierdurch zumindest in den meisten Fällen möglich, beliebige, in Eckbereichen aneinander angrenzende Wandstärken und gleichzeitig beliebige Wandbreiten zu realisieren, so dass nicht mehr in jedem Fall zusätzliche Schalungselemente mit individuellen Breiten in denjenigen Bereichen von Schalungsflächen vorgesehen werden müssen, die keine Eckelemente aufweisen.
  • Dementsprechend kann erfindungsgemäß ein Großteil der in der Praxis erforderlichen Schalungsflächen aus Standardschalungselementen einer oder mehrerer Rastergrößen sowie individuell anpassbaren Individualeckelementen aufgebaut werden. Dies verringert gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Systemen sowohl den Herstellungs- als auch den Lager- und Transportaufwand.
  • Die erfindungsgemäßen Vorteile lassen sich zumindest zu einem wesentlichen Teil auch dann noch erzielen, wenn im Rahmen eines Schalungssystems nur bereichsweise mit dem erfindungsgemäßen Prinzip gearbeitet wird, d.h. wenn neben Standardschalungselementen mit vorgegebenen Rastergrößen und Individualeckelementen parallel auch mit Standardeckelementen und Individualschalungselementen für eckfreie Bereiche gearbeitet wird. Ein derartiges Schalungssystem wird nachstehend im Rahmen der Figurenbeschreibung (1) noch näher erläutert.
  • Erfindungsgemäß können die Standardschalungselemente und das Individualeckelement jeweils zumindest ein plattenförmiges Element aufweisen, welches zur Aufnahme von dazu senkrecht verlaufenden Kraftkomponenten ausgelegt ist, wobei die Standardschalungselemente eine höhere Biegesteifigkeit besitzen als das Individualeckelement. Auf diese Weise lässt sich das Individualeckelement konstruktionstechnisch einfacher ausbilden als die Standardschalungselemente, was zur Folge hat, dass es vergleichsweise problemlos an Individualgrößen anpassbar ist.
  • Die Standardschalungselemente und das Individualeckelement können jeweils an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit zumindest einem Profilelement versehen sein, welches zur Kopplung mit einem angrenzenden Standardschalungselement oder Individualeckelement ausgelegt ist. In diesem Fall ist es besonders bevorzugt, wenn das Individualeckelement nur ein, insbesondere verstärkungsfreies, plattenförmiges, in Längsrichtung geknicktes Element aufweist. Dieses Element kann an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit je einem der genannten Profilelemente versehen werden, über welches das Individualeckelement mit einem angrenzenden Standardschalungselement oder einem weiteren Individualeckelement koppelbar ist. Hierdurch wird es möglich, durch ein einfaches, individuelles Ablängen des genannten plattenförmigen, in Längsrichtung geknickten Elements beliebige Abmessungen des Individualeckelements zu erzielen. Im Anschluss an diese Ablängung kann das plattenförmige, in Längsrichtung geknickte Element dann mit den beiden genannten Profilelementen versehen werden, woraufhin das Individualeckelement fertiggestellt ist.
  • Im Gegensatz zum Individualeckelement können die Standardschalungselemente aus zumindest einem plattenförmigen Element bestehen, welches zur Aufnahme von dazu senkrecht verlaufenden Kraftkomponenten mit zusätzlichen Verstärkungselementen versehen ist. Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn die Standardschalungselemente aus zwei voneinander beabstandeten, sich parallel zueinander erstreckenden plattenförmigen Elementen bestehen, welche miteinander insbesondere über Stegelemente verbunden sind. Eine derartige Struktur der Standardschalungselemente ermöglicht es, dass diese eine deutlich höhere Biegesteifigkeit besitzen als die Individualeckelemente, welche lediglich aus einem verstärkungsfreien, plattenförmigen, in Längsrichtung geknickten Element bestehen können, das an seinen beiden Längsseiten die genannten Profilelemente aufweist. Es ist dabei ohne weiteres ersichtlich, dass sich das individuelle Ablängen eines Individualeckelements deutlicher einfacher gestaltet als beispielsweise das individuelle Ablängen eines in der beschriebenen Weise verstärkten Standardschalungselements. Dementsprechend lässt sich mit der vorstehend beschriebenen, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine erfindungsgemäße Schalung mit sehr geringem Aufwand herstellen.
  • Die Erfindung umfasst weiterhin ein Schalungssystem der beschriebenen Art mit zwei einander zugewandten Schalungsflächen bzw. einer Innen- und einer Außenschalung, zwischen denen ein Aufnahmeraum für Beton vorgesehen ist. Derartige Schalungssysteme werden in der Regel für die Herstellung von Beton- und Stahlbetonwänden verwendet. Das genannte erfindungsgemäße Schalungssystem mit zwei einander zugewandten Schalungsflächen kann zumindest ein inneres Individualeckelement aufweisen, dessen senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind, wobei weiterhin ein äußeres Standardeckelement vorgesehen werden kann, das in seiner senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Richtung vorgegebene Rastergrößen aufweist. In diesem Fall existiert also eine innere Schalungsfläche mit zumindest einem inneren Individualeckelement und einer der inneren Schalungsfläche zugewandten äußeren Schalungsfläche, welche zumindest ein äußeres Standardeckelement aufweist. Eine derartige Anordnung ist sinnvoll, da ein äußeres Eckelement regelmäßig größere Abmessungen aufweist als ein inneres Eckelement, so dass ein äußeres Eckelement eine höhere Biegesteifigkeit besitzen muss, als ein inneres Eckelement. Dementsprechend kann das äußere Standardeckelement, welches nicht an Individualgrößen angepasst werden muss, problemlos als verstärktes Eckelement ausgeführt werden, wohingegen das innere Individualeckelement unverstärkt ausgebildet werden kann, so dass es – wie bereits beschrieben – auf einfache Art und Weise an Individualgrößen anpassbar ist.
  • Besonders bevorzugt ist es, wenn das äußere Standardeckelement entsprechend einem verstärkten Standardschalungselement ausgebildet wird, wie es vorstehend bereits beschrieben wurde.
  • Zur Anpassung der Schalungsflächen können diese neben Standard- und Individualeckelementen und weiteren Standardschalungselementen auch noch zumindest ein Individualschalungselement aufweisen, dessen senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind. Insbesondere im Bereich von Schalungsflächen, in welchen Standardeckelemente zum Einsatz gelangen, wird eine Anpassung an die jeweils gewünschten Betonwandbreiten durch die erwähnten, außerhalb der Eckbereiche angeordneten Individualschalungselemente erzielt.
  • Alternativ ist es bei einem erfindungsgemäßen Schalungssystem mit zwei einander zugewandten Schalungsflächen auch möglich, zumindest ein inneres und ein äußeres Individualeckelement vorzusehen, deren senkrecht zu ihrer Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind. In diesem Fall kann dann durch die individuellen Abmessungen des inneren und/oder des äußeren Individualeckelements bzw. der inneren und/oder äußeren Individualeckelemente sowohl eine Anpassung an jeweils gewünschte Betonwandstärken als auch an jeweils gewünschte Betonwandbreiten erzielt werden. Zusätzliche Individualschalungselemente werden nicht zwingend benötigt.
  • Die Schalungsflächen können in diesem Fall neben Individualeckelementen ausschließlich Standardschalungselemente aufweisen. So wird erreicht, dass die Anpassung an eine individuelle Wandbreite ausschließlich mittels der Individualeckelemente möglich wird. Alternativ ist es jedoch möglich, zusätzlich zumindest ein Individualschalungselement der vorstehend beschriebenen Art einzusetzen.
  • Bei allen erfindungsgemäßen Schalungssystemen mit einem Aufnahmeraum für Beton ist es von Vorteil, wenn die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des inneren Eckelements geringer sind als die entsprechenden Abmessungen des äußeren Eckelements. In diesem Fall können die inneren und äußeren Eckelemente so bemessen werden, dass sich ihre einander zugeordneten Längsseiten bezogen auf den Aufnahmeraum immer gegenüberliegen, so dass aus dem Stand der Technik bekannte Verbindungsanker zwischen innerer und äußerer Schalungsfläche immer zwischen denjenigen Bereichen von inneren und äußeren Eckelementen vorgesehen werden können, in welchen diese Eckelemente mit angrenzenden Schalungselementen gekoppelt werden. Auch alle anderen Schalungselemente können so angeordnet werden, dass sich die Längsseiten einander zugeordneter Schalungselemente der Innen- und der Außenschalung gegenüber liegen. Verbindungsanker zwischen innerer und äußerer Schalungsfläche können dann immer zwischen denjenigen Bereichen von inneren und äußeren Schalungselementen vorgesehen werden, in welchen diese Schalungselemente mit angrenzenden Schalungs- oder Eckelementen gekoppelt werden.
  • Wie bereits mehrfach erläutert, ist es mit einem erfindungsgemäßen Schalungssystem möglich, beiderseits eines Eckelements untereinander gleiche oder voneinander verschiedene Betonwandstärken zu erzeugen. Dabei ist es bevorzugt, diese Betonwandstärken ausschließlich durch die individuellen Abmessungen des inneren Individualeckelements einer Schalung festzulegen.
  • Besonders vorteilhaft lässt sich das erfindungsgemäße Schalungssystem realisieren, wenn die verwendeten Schalungselemente, und zwar sowohl die Eckelemente als auch diejenigen Schalungselemente, die sich zwischen den Eckelementen befinden, an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit zumindest einem Hakenelement versehen sind, welches mit jeweils einem angrenzenden Schalungselement verhakbar ist. Durch diese Ausgestaltung der Schalungselemente wird erreicht, dass aneinander angrenzende Schalungselemente durch ein einfaches wechselseitiges Verhaken, insbesondere ohne die Zuhilfenahme von Werkzeugen, miteinander verbunden werden können. Auf diese Art und Weise lässt sich der Verbindungsvorgang gegenüber bisher bekannten Schalungssystemen deutlich beschleunigen.
  • Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verbindung zwischen zwei aneinander angrenzenden Schalungselementen ausschließlich mittels einer Hakverbindung ohne zusätzliche Verbindungselemente herstellbar ist. Hierdurch lassen sich Produktions-, Lager- und Transportkosten verringern. Auch die Zeit für das Anbringen und Entfernen separater Verbindungselemente wird beim Aufstellen und Abbauen der Schalung eingespart.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn sich die Hakenelemente über zumindest im Wesentlichen die gesamten Längsseiten der Schalungselemente erstrecken. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass miteinander verbundene Schalungselemente in ihrer Relativposition zueinander entlang eines Großteils oder entlang der gesamten Länge ihrer Längsseiten unveränderlich zueinander fixiert sind. Dies bedingt, dass sich die beiden Schalungselemente beim Einbringen und Erstarren des Betons relativ zueinander nicht bewegen können.
  • Die erfindungsgemäßen Individualeckelemente und/oder Standardeckelemente können als zwei- oder dreiteilige Eckelemente ausgebildet werden, deren Einzelteile gemäß dem vorstehend beschriebenen Prinzip miteinander verhakbar sind. In diesen Fall schließen zwei direkt oder über ein Zwischenteil miteinander verhakte Schalungselemente im Bereich der Schalungsfläche einen Winkel ungleich 180°, insbesondere einen Winkel von 90° oder 270°, miteinander ein.
  • Neben den erläuterten Varianten für erfindungsgemäße Schalungssysteme bezieht sich die Erfindung auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer Schalung für Betonbauten mit einer Mehrzahl von aneinander angrenzend montierbaren, vorgegebene Rastergrößen aufweisenden Standardschalungselementen, welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbunden werden, wobei die miteinander verbundenen Standardschalungselemente zumindest zwei winklig zueinander verlaufende Schalungsflächen bilden, welche über ein als Eckelement ausgebildetes Schalungselement miteinander gekoppelt werden. Erfindungsgemäß können dabei die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des als Individualeckelement ausgebildeten Eckelements an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen angepasst werden.
  • Bevorzugte Ausführungsformen dieses erfindungsgemäßen Verfahrens wurden zum einen vorstehend in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Schalungssystem bereits erläutert. Zum anderen sind bevorzugte Varianten des genannten Verfahrens in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert; in diesen zeigen:
  • 1 eine schematische Schnittansicht einer aus einem erfindungsgemäßen Schalungssystem aufgebauten umlaufenden Schalung zur Erzeugung einer umlaufenden Betonwand,
  • 2 eine 1 entsprechende Ansicht einer Schalung, welche gemäß einem aus dem Stand der Technik bekannten System aufgebaut ist,
  • 3 eine schematische Schnittansicht von miteinander gekoppelten Standard- und Individualschalungselementen zur Erzeugung einer ebenen Schalungsfläche,
  • 4 eine schematische Schnittansicht eines mit Standardschalungselementen gekoppelten Individualeckelements,
  • 5 eine schematische Schnittansicht eines mit Standardschalungselementen gekoppelten Standardeckelements gemäß einer ersten Ausführungsform, und
  • 6 eine schematische Schnittansicht eines mit Standardschalungselementen gekoppelten, dreiteiligen Standardeckelements gemäß einer zweiten Ausführungsform.
  • 2 zeigt eine umlaufende Schalung gemäß Stand der Technik mit einer äußeren Schalungsfläche 1 (Außenschalung) und einer dieser zugewandten inneren Schalungsfläche 2 (Innenschalung), zwischen denen ein Aufnahmeraum 3 ausgebildet ist, welcher zur Aufnahme von flüssigem Beton geeignet ist. Die Schalung mit innerer und äußerer Schalungsfläche 1, 2 wird aus einer Vielzahl von miteinander gekoppelten Schalungselementen aufgebaut, wobei eine erste Gruppe von miteinander gekoppelten Schalungselementen die innere Schalungsfläche 2 und eine zweite Gruppe von miteinander gekoppelten Schalungselementen die äußere Schalungsfläche 1 bilden.
  • Nach dem Ausfüllen des Aufnahmeraums 3 mit Beton und dem daran anschließenden Erstarren des Betons kann die gesamte Schalung wieder abgebaut werden, so dass letztlich eine Betonwand verbleibt, welche die Form des Aufnahmeraums 3 besitzt. Die innere und äußere Oberfläche dieser Betonwand liegen dann in den gleichen Ebenen, wie vor dem Abbauen der Schalung die innere und die äußere Schalungsfläche 2, 1.
  • Die Schalung gemäß 2 dient zur Erzeugung einer Betonwand, die einen im Wesentlichen rechteckigen Raum einschließt, wobei in einem Eckbereich des Raums ein in das Rauminnere ragender Eckvorsprung 4 vorhanden ist. Die letztlich zu erzeugende Betonwand bzw. der Aufnahmeraum 3 besitzt in unterschiedlichen Abschnitten der Schalung gemäß 2 unterschiedliche Dicken bzw. Stärken, die letztlich zu unterschiedlich dicken Wandabschnitten in unterschiedlichen Bereichen führen.
  • Die Schalung gemäß 2 arbeitet in Eckbereichen ausschließlich mit Standardeckelementen 5 und in geraden, eckfreien Bereichen sowohl mit Standardschalungselementen 7 als auch mit Individualschalungselementen 6.
  • Um die Abmessungen der im Rahmen der Schalung verwendeten Schalungselemente zu verdeutlichen, ist 2 mit Maßzahlen zwischen 2 und 6 versehen, welche in normierter Weise die Breite von Schalungselementen sowie die Breite von Schenkeln der Eckelemente angeben.
  • Aus 2 ist ohne weiteres ersichtlich, dass die gepunktet gekennzeichneten Standardeckelemente 5 mit unterschiedlichen Schenkelbreiten bereitgestellt werden müssen, um die Schalung gemäß 2 aufzubauen. Konkret müssen Standardeckelemente 5 mit den Schenkelbreitenkombinationen 2/2, 4/5, 5/4, 5/5, 5/6 und 6/5 zur Verfügung stehen. Es werden insgesamt also sechs unterschiedliche Typen von Standardeckelementen 5 benötigt.
  • In den Bereichen außerhalb der Ecken wird überwiegend mit Standardschalungselementen 7 gearbeitet, welche eine in nur einer Ebene liegende Schalungsfläche aufweisen. Diese Standardschalungselemente 7 besitzen gemäß 2 eine normierte Breite von 3.
  • Da sich mit den Standardeckelementen 5 und den Standardschalungselementen 7 keine beliebigen Breiten von Betonwänden und auch keine beliebigen Dicken von Betonwänden erzeugen lassen, müssen zusätzlich zu den genannten Standardelementen 7 auch noch Individualschalungselemente 6 vorgesehen werden, welche in 2 schraffiert gekennzeichnet sind. Diese Individualschalungselemente 6 besitzen ebenso wie die Standardschalungselemente 7 eine innerhalb einer einzigen Ebene liegende Schalungsfläche. Sie sind dementsprechend nicht zur Erzeugung von Eckbereichen geeignet.
  • Um die Schalung gemäß 2 aufbauen zu können, werden insgesamt vier Individualschalungselemente 6 einer normierten Breite von 1 sowie vier Individualschalungselemente 6 einer normierten Breite von 2 benötigt.
  • Mit der beschriebenen Kombination von Standardeckelementen 5, Standardschalungselementen 7 und Individualschalungselementen 6 lässt sich eine Schalung gemäß 2 aufbauen, die zur Erzeugung der Wand eines im Wesentlichen rechteckigen Raums mit einem Eckvorsprung geeignet ist, wobei in unterschiedlichen Wandabschnitten unterschiedliche Wanddicken vorhanden sind. Die gemäß 2 zu erzeugenden Wanddicken besitzen in unterschiedlichen Wandabschnitten normierte Dicken von 1, 2 oder 3.
  • Nachteilig an einer Schalung gemäß Stand der Technik entsprechend 2 ist die Tatsache, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Standardeckelementen 5 vorgehalten werden muss und dass es zudem nötig ist, mit relativ vielen Individualschalungselementen 6 zu arbeiten.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schalung, welche zur Erzeugung des exakt gleichen Wandverlaufs geeignet ist, wie die Schalung gemäß 2.
  • Im Unterschied zu 2 wird gemäß 1 nur zum Teil mit Standardeckelementen 5 gearbeitet. Neben Standardeckelementen 5 kommen hier auch Individualeckelemente 8 zum Einsatz. Die Standardeckelemente 5, welche in 1 ebenfalls gepunktet dargestellt sind, besitzen Schenkelbreiten, die vorgegebenen Rastergrößen entsprechen. Bei der Schalung gemäß 1 werden konkret Standardeckelemente 5 verwendet, bei denen entweder beide Schenkel eine normierte Breite von 5 oder eine normierte Breite von 6 aufweisen. Die erfindungsgemäße Schalung gemäß 1 kommt somit mit nur zwei unterschiedlichen Typen von Standardeckelementen 5 aus.
  • Die schraffiert gezeichneten Individualeckelemente 8, welche jeweils gegenüber einem Standardeckelement 5 angeordnet sind, können erfindungsgemäß hinsichtlich ihrer Schenkelbreiten an die jeweils gegebenen Anforderungen angepasst werden. Beim Ablängen der Individualeckelemente 8 ist darauf zu achten, dass die Enden einander zugeordneter Schenkel von zusammenwirkenden Eckelementen der äußeren und der inneren Schalungsfläche 1, 2 immer in einer Ebene liegen, welche sich senkrecht zur Längserstreckung der Schenkel erstreckt. Nur so können nämlich die innere und die äußere Schalungsfläche 2, 1 verbindende Ankerbolzen vorgesehen werden, welche jeweils durch diejenigen Bereiche verlaufen, in denen die freien Enden der Schenkel der Eckelemente 5, 8 an daran angekoppelte weitere Schalungselemente angrenzen. Der Verlauf eines solchen Ankerbolzens ist in 1 exemplarisch strichpunktiert dargestellt und mit dem Bezugszeichen 9 gekennzeichnet. Wie bereits erwähnt, dienen die Ankerbolzen dazu, die äußere Schalungsfläche gegenüber der inneren Schalungsfläche 2 zu fixieren und damit auch die gewünschte Wanddicke festzulegen.
  • Gemäß 1 wirkt immer ein Standardeckelement 5, welches sich im äußeren Bereich einer Ecke befindet, mit einem Individualeckelement 8 zusammen, welches den inneren Bereich der Ecke bildet. Im Sinne der Terminologie dieser Anmeldung handelt es sich bei einem "inneren" Eckelement immer um das bezüglich seiner Schenkelbreiten kürzere Eckelement zweier einander zugeordneter Eckelemente, auch wenn sich dieses "innere" Eckelement beispielsweise im Bereich des Eckvorsprungs 4 in der Ebene der äußeren Schalungsfläche 1 befindet.
  • Neben Standardeckelementen 5 und Individualeckelementen 8 kommen gemäß 1 analog zu 2 auch Standardschalungselemente 7 zum Einsatz, welche ebenfalls eine normierte Breite von 3 besitzen und in Bereichen angeordnet werden, die außerhalb der Ecken liegen. Wie bei 2 dienen also die Standardschalungselemente 7 dazu, Schalungsflächen zu erzeugen, welche sich innerhalb einer einzigen Ebene befinden.
  • Falls mit einer Kombination von Standardeckelementen 5, Individualeckelementen 8 und Standardschalungselementen 7 nicht die gewünschten Wandbreiten und Wanddicken herstellbar sind, können zusätzlich auch noch ebenfalls schraffiert gezeichnete Individualschalungselemente 6 zum Einsatz gelangen, die in ihrer Breite an die jeweiligen Anforderungen anpassbar sind. Gemäß 1 sind einander gegenüberliegend zwei derartige Individualschalungselemente 6 in demjenigen Bereich vorgesehen, in dem eine Wand mit der normierten Wanddicke 1 erzeugt werden soll.
  • Falls man die Schalung gemäß 1 dahingehend modifizieren wollte, dass der Bereich 10 des Aufnahmeraums 3, welcher zur Erzeugung einer normierten Wanddicke von 3 geeignet ist, nur zur Erzeugung einer normierten Wanddicke von 2 ausgestaltet ist, könnten beispielsweise in den mit A gekennzeichneten Bereichen der Schalung gemäß 1 zusätzliche Individualschalungselemente 6 eingebracht werden, welche jeweils eine normierte Breite von 1 aufweisen.
  • 1 zeigt, dass erfindungsgemäß mit einer gegenüber dem Schalungssystem gemäß 2 geringeren Anzahl von Individualschalungselementen 6 sowie mit einer geringeren Zahl von unterschiedlichen Typen von Stan dardeckelementen 5 gearbeitet werden kann, was die vorstehend bereits erläuterten Vorteile erbringt.
  • 3 zeigt einen Querschnitt durch insgesamt vier Standardschalungselemente 7 sowie ein Individualschalungselement 6, wobei die beiden äußeren Standardschalungselemente 7 nur bereichsweise dargestellt sind. Die beiden äußeren Standardschalungselemente 7 sind mit jeweils einem weiteren Standardschalungselement 7 gekoppelt, wobei zwischen diesen weiteren Standardschalungselementen 7 das Individualschalungselement 6 angeordnet ist.
  • Die Standardschalungselemente 7 sowie das Individualschalungselement 6 können in einer erfindungsgemäßen Anordnung gemäß 1 eingesetzt werden.
  • Die Standardschalungselemente 7 bestehen aus zwei voneinander beabstandeten, sich parallel zueinander erstreckenden plattenförmigen Elementen 10, 11, wobei die Außenseite des plattenförmigen Elements 10 die Schalungsfläche bildet, welche letztlich mit dem flüssigen Beton in Berührung kommt. Die beiden plattenförmigen Elemente 10, 11 sind über Stegelemente 12 miteinander verbunden, welche sich im Querschnitt zickzackförmig zwischen den beiden plattenförmigen Elementen 10, 11 erstrecken. Die Stegelemente 12 dienen zur Aussteifung der Standardschalungselemente 7 und können in beliebiger Weise mit den plattenförmigen Elementen 10, 11 dauerhaft verbunden werden.
  • An ihren beiden einander gegenüberliegenden Stirnseiten sind die plattenförmigen Elemente 10, 11 mit jeweils einem Profilelement 13, 14 versehen, welches zur Kopplung mit angrenzenden Standardschalungselementen 7 oder Individualschalungselementen 6 ausgelegt ist. Die Profilelemente 13, 14 besitzen jeweils eine Hakenform, wobei die beiden Profilelemente 13, 14 eines Standardschalungselements 7 komplementär zueinander ausgebildet sind. Hierdurch wird erreicht, dass aneinander angrenzende Standardschalungselemente 7 bzw. Individualschalungselemente 6 ausschließlich mittels einer Hakverbindung miteinander gekoppelt werden können. Die Ausgestaltung dieser Hakverbindung ist in 3 ebenso wie in den nachfolgend noch erläuterten 4 bis 6 nur schematisch dargestellt. Konkret können die Profilelemente 13, 14 so ausgebildet werden, wie in der weiteren Anmeldung "Schalungssystem" (internes Kanzleiaktenzeichen: P4075PDE) der Anmelderin, welche am gleichen Tag hinterlegt wurde wie die vorliegende Anmeldung.
  • Das Individualschalungselement 6 weist lediglich ein einzelnes plattenförmiges Element 15 auf, welches stirnseitig im Bereich seiner Längsseiten – ebenso wie die Standardschalungselemente 7 – mit jeweils einem Profilelement 13, 14 gekoppelt ist. Die Außenseite des plattenförmigen Elements 15 bildet wiederum die Schalungsfläche, welche letztlich mit dem flüssigen Beton in Berührung kommt. In der mit Standardschalungselementen 7 gekoppelten und in 3 gezeigten Position des Individualschalungselements 6 liegt das plattenförmige Element 15 in der gleichen Ebene wie die plattenförmigen Elemente 10 der Standardschalungselemente 7, so dass insgesamt eine ebene Schalungsfläche erzeugt werden kann.
  • Der Unterschied zwischen dem Individualschalungselement 6 und den Standardschalungselementen 7 besteht darin, dass das Individualschalungselement 6 keine Stegelemente 12, sowie kein weiteres plattenförmi ges Element 11 aufweist. Zudem ist die Breite des plattenförmigen Elements 15 deutlich geringer als die Breite der plattenförmigen Elemente 10 der Standardschalungselemente 7. Aufgrund dieser geringeren Breite ergibt sich eine erhöhte Stabilität des Individualschalungselements 6 bezüglich Kräften, die senkrecht zum plattenförmigen Element 15 wirken. Dementsprechend können die Stegelemente 12 und das weitere plattenförmige Element 11 beim Individualschalungselement 6 eingespart werden.
  • Durch den erläuterten, vergleichsweise einfachen Aufbau des Individualschalungselements 6 wird es möglich, dieses in seiner Breite auf einfache Art und Weise an jeweils erforderliche Individualgrößen anzupassen. Hierzu ist es lediglich nötig, das plattenförmige Element 15 auf die gewünschte Größe zuzuschneiden und mit den Profilelementen 13, 14 zu koppeln.
  • 4 zeigt im Querschnitt ein Individualeckelement 16, welches mit Standardschalungselementen 7 gekoppelt ist. Die Standardschalungselemente 7 sind ebenso ausgebildet wie in Verbindung mit 3 beschrieben.
  • Der Aufbau des Individualeckelements 16 entspricht weitgehend dem Aufbau des Individualschalungselements 6 gemäß 3 mit dem Unterschied, dass das plattenförmige Element 15' um eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufende Achse um 90° abgewinkelt ist und hinsichtlich seiner Breite größere Abmessungen aufweist als das plattenförmige Element gemäß 3.
  • Durch die Abwinklung des plattenförmigen Elements 15' wird ein Eckelement mit zwei senkrecht zueinander verlaufenden Schenkeln gebildet, deren einander abgewandte Stirnseiten mit jeweils einem Profilelement 13, 14 verbunden sind. Über diese Profilelemente 13, 14 kann das Individualeckelement 16 dann auf beiden Seiten mit Standardschalungselementen 7 gekoppelt werden, welche sich ebenso wie die Schenkel des Individualeckelements 16 senkrecht zueinander erstrecken.
  • Die in 4 gezeigte Ausführungsform der Erfindung besitzt den Vorteil, dass die beiden Schenkel des plattenförmigen Elements 15' – ebenso wie das plattenförmige Element 15 gemäß 3 – auf einfache Art und Weise abgelängt werden können, so dass beide Schenkelbreiten an die jeweils erforderlichen Individualgrößen auf einfache Art und Weise anpassbar sind. Nach dem Ablängen muss wiederum lediglich eine Verbindung mit den Profilelementen 13, 14 erfolgen.
  • 5 zeigt im Querschnitt ein Standardeckelement 5, welches an den einander abgewandten Stirnseiten seiner Schenkel mit jeweils einem Standardschalungselement 7 gekoppelt ist, wobei die Standardschalungselemente 7 in 5 nur bereichsweise dargestellt sind.
  • Das Standardeckelement 5 entspricht in seinem inneren Aufbau den Standardschalungselementen 7, die in Verbindung mit 3 erläutert wurden. Dies bedeutet, dass das Standardeckelement 5 aus zwei voneinander beabstandeten, sich parallel zueinander erstreckenden plattenförmigen Elementen 10', 11' besteht, welche über Stegelemente 12 miteinander verbunden sind, wobei an den stirnseitigen Enden der plattenförmigen Elemente 10', 11' Profilelemente 13, 14 angebracht sind, welche zur Kopp lung mit angrenzenden Standardschalungselementen 7 dienen. Um eine Ausbildung als Eckelement zu erreichen, sind die plattenförmigen Elemente 10', 11' entsprechend dem plattenförmigen Element 15' gemäß 4 jeweils um 90° abgewinkelt.
  • Die Schenkelbreiten des Standardeckelements 5 gemäß 5 sind größer als die Schenkelbreiten der Schenkel des Individualeckelements 16, was aber bezüglich der Stabilität keine Probleme bedingt, da das Standardeckelement 5 durch die zwei plattenförmigen Elemente 10', 11' und die Stege 12 verstärkt ausgebildet ist.
  • 6 zeigt eine gegenüber 5 alternative Ausbildung eines Standardeckelements, welches aus drei Teilen, nämlich zwei Standardschalungselementen 7 und einem Eckprofil 17 besteht. Das Eckprofil 17 weist zwei sich im Winkel von 90° zueinander erstreckende hakenförmige Fortsätze 18, 19 auf, deren Form den Profilelementen 13, 14 gemäß 3 entspricht. Insofern ist der hakenförmige Fortsatz 19 zur Kopplung mit einem komplementär dazu ausgebildeten Profilelement 13 und der hakenförmige Fortsatz 18 zur Kopplung mit einem komplementär dazu ausgebildeten Profilelement 14 geeignet. Aufgrund der unterschiedlichen Erstreckungsrichtung der hakenförmige Fortsätze 18, 19 erstrecken sich auch die daran angekoppelten Standardschalungselemente 7 in einem Winkel von 90° zueinander.
  • Durch das in 6 dargestellte Bauprinzip können problemlos Standardeckelemente mit unterschiedlichen Schenkelbreiten erzeugt werden, indem an das Eckprofil 17 unterschiedlich breite Standardschalungselemente 7 angekoppelt werden.
  • Allen Eckelementen gemäß den 4 bis 6 ist gemeinsam, dass diese alternativ auch so ausgebildet werden können, dass ihre Schenkel einen Winkel von ungleich 90° miteinander einschließen. Insbesondere bei einem Individualeckelement 16 gemäß 4 ist dies auf besonders einfache Weise möglich, da hier lediglich das plattenförmige Element 15' um einen von 90° verschiedenen Winkel abgewinkelt werden muss.
  • 1
    äußere Schalungsfläche
    2
    innere Schalungsfläche
    3
    Aufnahmeraum
    4
    Eckvorsprung
    5
    Standardeckelement
    6
    Individualschalungselement
    7
    Standardschalungselement
    8
    Individualeckelement
    9
    Ankerbolzenverlauf
    10
    plattenförmiges Element
    10'
    plattenförmiges Element
    11
    plattenförmiges Element
    11'
    plattenförmiges Element
    12
    Stegelement
    13
    Profilelement
    14
    Profilelement
    15
    plattenförmiges Element
    15'
    plattenförmiges Element
    16
    Individualeckelement
    17
    Eckprofil
    18
    hakenförmiger Fortsatz
    19
    hakenförmiger Fortsatz

Claims (27)

  1. Schalungssystem für Betonbauten mit einer Mehrzahl von aneinander angrenzend montierbaren, vorgegebene Rastergrößen aufweisenden Standard-Schalungselementen (7), welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbindbar sind, wobei die miteinander verbundenen Standard-Schalungselemente (7) zumindest zwei winklig zueinander verlaufende Schalungsflächen bilden, zwischen denen ein als Eckelement (5, 8, 16) ausgebildetes Schalungselement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des als Individualeckelement (8, 16) ausgebildeten Eckelements an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind.
  2. Schalungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Standard-Schalungselemente (7) und das Individualeckelement jeweils zumindest ein plattenförmiges Element (10, 10', 11, 11', 15, 15') aufweisen, welches zur Aufnahme von dazu senkrecht verlaufenden Kraftkomponenten ausgelegt ist, wobei die Standard-Schalungselemente (7) eine höhere Biegesteifigkeit besitzen als das Individualeckelement (8, 16).
  3. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standard-Schalungselemente (7) und das Individualeckelement (8, 16) jeweils an zwei einander gegenüberliegenden Schmalseiten mit zumindest einem Profilelement (13, 14) versehen sind, welches zur Kopplung mit einem angrenzenden Standard-Schalungselement (7) oder Individualeckelement (8, 16) ausgelegt ist.
  4. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Individualeckelement (8, 16) nur ein, insbesondere verstärkungsfreies plattenförmiges, in Längsrichtung geknicktes Element (15') aufweist, welches an zwei einander gegenüberliegenden Schmalseiten mit zumindest einem Profilelement (13, 14) versehen ist, welches zur Kopplung mit einem Standard-Schalungselement (7) oder Individualeckelement (8, 16) ausgelegt ist.
  5. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standard-Schalungselemente (7) aus zumindest einem plattenförmigen Element (10, 11) bestehen, welches zur Aufnahme von dazu senkrecht verlaufenden Kraftkomponenten mit Verstärkungselementen (12) versehen ist.
  6. Schalungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Standard-Schalungselemente (7) aus zwei voneinander beabstandeten, sich parallel zueinander erstreckenden plattenförmigen Elementen (10, 11) bestehen, welche miteinander insbesondere über Stegelemente (12) verbunden sind.
  7. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit zwei einander zugewandten Schalungsflächen, zwischen denen ein Aufnahmeraum (3) für Beton vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein inneres Individualeckelement (8, 16) vorgesehen ist, dessen senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind, und dass zumindest ein äußeres Standard-Eckelement (5) vorgesehen ist, das in einer senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Richtung vorgegebene Rastergrößen aufweist.
  8. Schalungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Standard-Eckelement (5) entsprechend einem Standard-Schalungselement (7) gemäß einem der Ansprüche 2 bis 6 aufgebaut ist.
  9. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungsflächen neben Standard-Schalungselementen (7) auch noch zumindest ein Individualschalungselement (6) aufweisen, dessen senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind.
  10. Schalungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Individualschalungselement (6) nur ein, insbesondere verstärkungsfreies plattenförmiges Element (15) aufweist, welches an zwei einander gegenüberliegenden Schmalseiten mit zumindest einem Profilelement (13, 14) versehen ist, welches zur Kopplung mit einem Standard-Schalungselement (7) oder einem Eckelement (5, 8, 16) ausgelegt ist.
  11. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch die individuellen Abmessungen des inneren Individualeckelements (8, 16) und/oder des Individualschalungselements (6) sowohl eine Anpassung an jeweils gewünschte Betonwandstärken als auch an jeweils gewünschte Betonwandbreiten erzielbar sind.
  12. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit zwei einander zugewandten Schalungsflächen, zwischen denen ein Aufnahmeraum für Beton vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein inneres und ein äußeres Individualeckelement (16) vorgesehen sind, deren senkrecht zu ihrer Längserstreckung verlaufende Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen anpassbar sind.
  13. Schalungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch die individuellen Abmessungen des inneren und/oder des äußeren Individualeckelements (16) sowohl eine Anpassung an jeweils gewünschte Betonwandstärken als auch an jeweils gewünschte Betonwandbreiten erzielbar sind.
  14. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die die Individualeckelemente (16) beinhaltenden Schalungsflächen neben diesen Individualeckelementen (16) ausschließlich Standard-Schalungselemente aufweisen.
  15. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des inneren Eckelements (8, 16) geringer sind als die entsprechenden Abmessungen des äußeren Eckelements (5).
  16. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die beiderseits eines Eckelements (5, 8, 16) gewünschten Betonwandstärken untereinander gleich oder voneinander verschieden sind.
  17. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schalungselement (58, 16) an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit zumindest einem Hakenelement (18, 19) versehen ist, welches mit jeweils einem angrenzenden Schalungselement (58, 16) verhakbar ist.
  18. Schalungssystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen zwei aneinander angrenzenden Schalungselementen (58, 16) ausschließlich mittels einer Hakverbindung, ohne zusätzliche Verbindungselemente herstellbar ist.
  19. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hakenelemente (18, 19) über zumindest im Wesentlichen die gesamte Länge des Schalungselements (58, 16) erstrecken.
  20. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zwei miteinander verhakte Schalungselemente (58, 16) im Bereich der Schalungsfläche einen Winkel ungleich 180°, insbesondere einen Winkel von 90° oder 270°, miteinander einschließen.
  21. Verfahren zur Herstellung einer Schalung für Betonbauten mit einer Mehrzahl von aneinander angrenzend montierbaren, vorgegebene Rastergrößen aufweisenden Standard-Schalungselementen (7), welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbunden werden, wobei die miteinander verbundenen Standard-Schalungselemente (7) zumindest zwei winklig zueinander verlaufende Schalungsflächen bilden, welche über ein als Eckelement (5, 8, 16) ausgebildetes Schalungselement miteinander gekoppelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen des als Individualeckelement (8, 16) ausgebildeten Eck elements an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen angepasst werden.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander zugewandten Schalungsflächen aufgebaut werden, zwischen denen ein Aufnahmeraum (3) für Beton vorgesehen wird, dass zumindest ein inneres Individualeckelement (8, 16) vorgesehen wird, das in einer senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Richtung an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen angepasst wird, und dass ein äußeres Standard-Eckelement (5) vorgesehen wird, das in einer senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Richtung vorgegebene Rastergrößen aufweist.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schalungsflächen neben Standard-Schalungselementen (7) auch noch zumindest ein Individualschalungselement (6) vorgesehen wird, dessen senkrecht zu seiner Längserstreckung verlaufenden Abmessungen an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen angepasst werden.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass durch die individuellen Abmessungen des inneren Individualeckelements (8, 16) und/oder des Individualschalungselements (6) sowohl eine Anpassung an jeweils gewünschte Betonwandstärken als auch an jeweils gewünschte Betonwandbreiten erzielt wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander zugewandte Schalungsflächen aufgebaut werden, zwischen denen ein Aufnahmeraum (3) für Beton vorgesehen wird, dass zumindest ein inneres und ein äußeres Individualeckelement (16) vorgesehen werden, die in einer senkrecht zu ihrer Längserstreckung verlaufenden Richtung an jeweils erforderliche Individualgrößen der auszubildenden Schalungsflächen angepasst werden.
  26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass durch die individuellen Abmessungen des inneren und/oder des äußeren Individualeckelements (16) sowohl eine Anpassung an jeweils gewünschte Betonwandstärken als auch an jeweils gewünschte Betonwandbreiten erzielt wird.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass für die Schalungsflächen neben den Individualeckelementen (16) ausschließlich Standard-Schalungselemente (7) verwendet werden.
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