DE10347494A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen. Mit Hilfe des Verfahrens und der Vorrichtung wird bei einem konstanten Übersetzungsverhältnis die Drehzahl einer ersten Getriebewelle (2, 19) und die Drehzahl einer zweiten Getriebewelle (3, 22) zyklisch gemessen, wobei an der ersten Getriebewelle (2, 19) ein erstes Drehmoment und an der zweiten Getriebewelle (3, 22) ein zweites Drehmoment anliegt sowie die zweite Getriebewelle (3, 22) von der ersten Getriebewelle (2, 19) direkt oder indirekt über Zahnräder (5, 6, 7, 8; 20, 21) angetrieben wird. Zudem wird aus diesen beiden Drehzahlen ein Quotient errechnet und anschließend abgespeichert, sodann der aktuelle Quotient mit dem Quotienten einer vorherigen Messung verglichen und bei einer Differenz zwischen dem Quotienten der aktuellen Messung und dem der vorherigen Messung auf eine Änderung des Drehmoments der ersten Getriebewelle (2, 19) geschlossen.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beziehungsweise des Patentanspruchs 11.
- Es ist unter Getriebefachleuten allgemein bekannt, dass zur Optimierung der Fahrstrategie und des Übersetzungsänderungsablaufs von automatischen Schaltgetrieben die Information über das aktuelle Motor- oder Getriebeeingangsdrehmoment genutzt wird. Üblicherweise wird dieses aktuelle Drehmoment unter Berücksichtigung der Kurbelwellen- oder Getriebeeingangswellendrehzahl sowie der Fahrpedalstellung bestimmt, mit deren Hilfe aus einer in einem Auswerte- und Steuerungsgerät abgespeicherten Drehmomentkennlinie der aktuelle Drehmomentwert an der Kurbelwelle beziehungsweise an der Getriebeeingangswelle ausgelesen werden kann.
- Bei Retardern, also verschleißlosen Betriebsbremsen eines Fahrzeuges, wird deren Bremsmoment gemäß dem Stand der Technik zum Beispiel in abhängig vom Bremsdruck und einer Kennlinie eingestellt, die ebenfalls in einem Steuerungs- und Regelungsgerät abgespeichert ist. Eine Regelung der Bremswirkung des Retarders ist auf der Grundlage einer solchen Bremswirkungsmessung aber nicht gut möglich.
- Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe an die Erfindung darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzustellen, mit denen die Änderung des Ein gangsdrehmomentes eines Getriebes oder das Bremsmoment an einem Retarder schnell und einfach bestimmbar sind.
- Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich für das Verfahren aus den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und für die Vorrichtung aus den Merkmales des Anspruchs 11. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar.
- Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei konstantem Getriebeübersetzungsverhältnis und konstantem Eingangsdrehmoment die Drehzahl einer Getriebeeingangswelle und einer Getriebeausgangswelle in einem festen Verhältnis zueinander stehen. Sofern sich dieses Verhältnis ändert, deutet dies bei beibehaltenem Übersetzungsverhältnis auf eine Änderung des Getriebeeingangsdrehmomentes hin. Dieser Änderungswert kann zur Bestimmung des Eingangsdrehmomentes genutzt werden.
- In Kenntnis dieses Zusammenhanges wird erfindungsgemäß ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem bei einem konstanten Übersetzungsverhältnis die Drehzahlen einer ersten Getriebewelle und einer zweiten Getriebewelle zyklisch gemessen werden, wobei an der ersten Getriebewelle ein erstes Drehmoment und an der zweiten Getriebewelle ein zweites Drehmoment anliegt sowie die zweite Getriebewelle von der ersten Getriebewelle direkt oder indirekt über Zahnräder angetrieben wird. Zudem wird aus diesen beiden Drehzahlen ein Quotient errechnet und anschließend abgespeichert, sodann der aktuelle Quotient mit dem Quotienten einer vorherigen Messung verglichen sowie bei einer Differenz zwischen dem Quotienten der aktuellen Messung und dem der vorherigen Messung auf eine Änderung des Drehmoments der ersten Getriebewelle geschlossen.
- Dieser Änderungswert kann allein schon zur Steuerung und Regelung von Übersetzungsänderungsvorgängen in einem Getriebe genutzt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, dass aus der Differenz der Quotienten das Eingangsdrehmoment in das Getriebe ermittelt wird.
- In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zudem vorgesehen, dass die Drehzahlen der beiden Getriebewellen mit Sensoren ermittelt werden, die drehzahlbezogen elektrische Impulse erzeugen. Aus den gemessenen elektrischen Impulsen der Drehzahlsensoren an den beiden Getriebewellen kann bei einem konstanten Getriebeübersetzungsverhältnis bei einer Änderung des Drehmomentes eine Phasen- oder Winkelverschiebung der Impulse ermittelt werden, die proportional zum übertragenen Drehmoment und zur Elastizität der das Drehmoment übertragenden Getriebebauteile ist, sowie als Kenngröße für das Eingangsdrehmoment ausgewertet werden.
- Wenngleich bevorzugt das Drehmoment einer Brennkraftmaschine ermittelt wird, sind auch noch andere Anwendungsfälle in der Getriebetechnik sinnvoll. So kann beispielsweise auch das Bremsmoment eines Retarders ermittelt und dieser Wert zur Steuerung und Regelung desselben genutzt werden.
- Sofern das Drehmoment einer Antriebsmaschine, beispielsweise einer Brennkraftmaschine ermittelt werden soll, so bietet es sich in Kenntnis der Erfindung an, das die Drehzahl des Antriebsmotors oder der Getriebeeingangswelle (erste Getriebewelle) sowie die Drehzahl einer Getriebeausgangswelle (zweite Getriebewelle) für die beschriebene Drehmoment- oder Drehmomentänderungsbestimmung genutzt werden.
- Sofern das Bremsmoment eines Retarders festgestellt werden soll, werden vorzugsweise die Drehzahlen von zwei einem Retarder zugeordneten Getriebewellen gemessen werden.
- Darüber hinaus kann mit dem genannten Verfahren auch das Zug- oder das Schubmoment im Getriebe ermittelt werden.
- Schließlich sei darauf hingewiesen, dass das erfindungsgemäße Verfahren allein oder mit einer oder mehrerer seiner Ausgestaltungs- oder Weiterbildungsformen zur Drehmomentbestimmung an automatischen oder automatisierten Schaltgetrieben mit oder ohne Vorschaltgruppen verwendet werden kann.
- Eine Vorrichtung zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen verfügt über ein Auswerte- und Steuerungsgerät, welches über Sensorleitungen drehmomentrelevante Messsignale von Sensoren am Getriebe erfasst und auswertet. Dazu ist vorgesehen, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät mit zwei Drehzahlsensoren verbunden ist, die an zwei Getriebewellen angeordnet sind, wobei an der ersten Getriebewelle ein erstes Drehmoment und an der zweiten Getriebewelle ein zweites Drehmoment anliegt.
- Zur Auswertung der erfassten Messwerte weist das Auswerte- und Steuerungsgerät einen Berechnungsbereich auf, in dem aus den erfassten Drehzahlmesswerten eines Messzyklus ein Drehzahlquotient ermittelt wird. Darüber hinaus ist ein Datenspeicher zur Abspeicherung der Drehzahlmesswerte und/oder der Drehzahlquotienten vorhanden. Zudem weist das Auswerte- und Steuerungsgerät einen Vergleichsbereich aufweist, in dem der Quotient des letzten Messzyklus mit dem Quotienten des vorletzten Messzyklus verglichen werden kann. Außerdem verfügt das Auswerte- und Steuerungsgerät über einen Entscheidungsbereich, in dem auf der Grundlage des Quotientenvergleichs das Vorliegen einer Drehmomentänderung festgestellt werden kann.
- Letztlich wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das Auswerte- und Steuerungsgerät einen Bestimmungsbereich aufweist, in dem aus der ermittelten Drehmomentänderung das an der einen Getriebewelle anliegende erste Drehmoment (Eingangsdrehmoment) feststellbar ist.
- Auf der Grundlage der ermittelten Informationen kann dieses Auswerte- und Steuerungsgerät schließlich Steuerungsbefehle zur Durchführung von Übersetzungsänderungsvorgängen im Getriebe auslösen.
- Zur Verdeutlichung der Arbeitsweise des Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Beschreibung eine Zeichnung beigefügt. In dieser zeigt
-
1 ein Vorgelegegetriebe mit einem Messsystem zur Ermittlung des Getriebeeingangsdrehmoments, -
2 ein Geberzahnrad für einen Drehzahlsensor an der Getriebeeingangswelle, -
3 ein Geberzahnrad für einen Drehzahlsensor an der Getriebeabtriebswelle, -
4 ein Diagramm zur Abhängigkeit eines Eingangsdrehmoments Me gegenüber einer Phasen- oder Winkelverschiebung α und -
5 einen Sekundärretarder mit zwei Drehzahlsensoren. - Demnach ist das Verfahren beispielsweise bei einem Vorgelegegetriebe
1 der in1 gezeigten Art nutzbar, bei dem eine Getriebeeingangswelle2 und eine Getriebeabtriebswelle3 koaxial zueinander in einem Getriebegehäuse angeordnet sind. Achsparallel zu diesen beiden Wellen befindet sich im Getriebe eine Vorgelegewelle4 , deren Antriebszahnrad6 von einem Abtriebszahnrad5 auf der Getriebeeingangswelle2 antreibbar ist. - Darüber hinaus sind auf der Vorgelegewelle
4 Festzahnräder7 angeordnet, die zur Realisierung von bestimmten Vorwärtsgangübersetzungsverhältnissen mit Losrädern8 im Zahneingriff stehen, welche auf der Getriebeausgangswelle3 drehbar gelagert sind. Zur wechselweisen Abbremsung und drehfesten Verbindung der Losräder8 mit der Getriebeausgangswelle3 sind auf dieser an sich bekannte Synchronisations- und Koppelmittel9 axial verschiebbar und drehfest angeordnet. - Zur Feststellung einer Änderung eines an der Getriebeeingangswelle
2 anliegenden Eingangsdrehmomentes ist eine Vorrichtung an dem Getriebe1 angeordnet, zu der ein Auswerte- und Steuerungsgerät14 gehört, welches im ein fachsten Fall identisch mit dem Steuerungs- und Regelungsgerät des Getriebes ist. Dieses Auswerte- und Steuerungsgerät14 steht mit Drehzahlsensoren12 ,13 über Sensorleitungen15 ,16 sowie über Steuerungsleitungen17 mit hier nicht dargestellten Aktuatoren in Verbindung. Letztere betätigen in an sich bekannter Weise alternativ zueinander axial auf der Getriebeausgangswelle3 verschiebbare jedoch drehfeste Schiebemuffen der Synchronisations- und Koppelvorrichtungen9 . - Wie
2 und3 zeigen, wirken die Drehzahlsensoren12 ,13 mit Drehzahlgeberzahnräder10 ,11 zusammen, die drehfest auf der Getriebeeingangswelle2 beziehungsweise auf der Getriebeausgangswelle3 befestigt sind. Die Zähne dieser Drehzahlgeberzahnräder10 ,11 erzeugen beim Vorbeidrehen an den Sensoren12 ,13 in denselben elektrische Impulse, die dem Auswerte- und Steuerungsgerät14 wie beschrieben zugeleitet werden. - Bei gleichbleibend konstantem Getriebeübersetzungsverhältnis steht die Drehzahl der Getriebeeingangswelle
2 und die Drehzahl der Getriebeausgangswelle3 bekanntermaßen in einem konstanten Verhältnis zueinander. Dieser Verhältniswert (also der Quotient zwischen der Getriebeeingangsdrehzahl und der Getriebeausgangsdrehzahl) wird von dem Auswerte- und Steuerungsgerät14 ermittelt und abgespeichert. Anschließend wird in einem nun folgenden Messzyklus erneut die Drehzahl der Getriebeeingangswelle2 und die der Getriebeausgangswelle3 ermittelt sowie aus diesen Werten ein zweiter Quotient bestimmt. Sofern bei einem anschließenden Vergleich des aktuellen Quotienten und des vorherigen Quotienten eine Abweichung festgestellt wird, so bedeutet dies, dass sich das Getriebeeingangsdrehmoment geändert hat. - Da bei Schaltgetrieben die Getriebeeingangswelle in der Regel ohne Einfluss auf das zu übertragende Drehmoment mit der Antriebswelle eines Antriebsmotors, beispielsweise mit der Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine verbunden ist, kann die festgestellte Änderung des Eingangsdrehmomentes als Änderung des Drehmomentes der Brennkraftmaschine interpretiert werden.
- Diese Änderung des Eingangsdrehmomentes bildet sich im Messsignalverlauf der Sensoren
12 ,13 an den Getriebewellen2 ,3 wie2 und3 verdeutlichen dadurch ab, dass eine Phasen- oder Winkelverschiebung α der Messsignale feststellbar ist, die proportional zu dem vom Getriebe zu übertragenem Drehmoment sowie abhängig von der Elastizität der drehmomentübertragenden Getriebebauteile ist. - In Kenntnis eines Start-Drehmoments für die beschriebenen Messungen kann mit Hilfe der Phasen- oder Winkelverschiebung α beziehungsweise durch den vorher beschriebenen Quotientenvergleich zunächst der Änderungswert des Eingangsdrehmoments und dann das aktuelle Eingangsdrehmoment Me errechnet werden. Dieser Zusammenhang ist in
4 durch den Kurvenverlauf26 beispielhaft dargestellt. - Neben der Bestimmung des Motordrehmoments oder Getriebeeingangsdrehmoments ermöglicht das vorgestellte Verfahren sowie die zugehörige Vorrichtung die Bestimmung des aktuellen Bremsmomentes eines Retarders. Ein solcher Retarder
18 ist beispielhaft in5 schematisch darge stellt, wobei es sich hier konkret um einen sogenannten Sekundärretarder handelt. - Bei diesem Retarder
18 trägt eine Getriebeausgangswelle19 ein Festrad20 , welches mit einem Festrad21 auf einer Retarderwelle22 im Zahneingriff steht. Letztere Welle22 trägt in an sich bekannter Weise einen Rotor23 einer hydrodynamischen Bremseinrichtung, die strömungstechnisch mit einem zugeordneten Stator24 zusammenwirkt. - Zur Bestimmung des von diesem Retarder
18 erzeugten Bremsmomentes sind an der Getriebeabtriebswelle19 und an der Retarderwelle22 Drehzahlgeberzahnräder27 ,28 befestigt, die mit Drehzahlsensoren25 ,29 zusammenwirken. Diese Drehzahlsensoren25 ,29 stehen wie in1 dargestellt über Sensorleitungen15 ,16 mit dem Auswerte- und Steuerungsgerät14 in Verbindung, wo die Auswertung der Messwerte der Drehzahlsensoren25 ,29 erfolgt. - Durch diesen Aufbau ist es möglich, die Bremswirkung auf die Getriebeabtriebswelle
19 durch den Retarder18 zu ermitteln und für eine Regelung der Bremsleistung desselben einzusetzen. Dies geschieht bekanntermaßen durch eine gezielte Befüllung eines Ölraumes zwischen dem Rotor23 und dem Stator24 des Retarders18 . -
- 1
- Vorgelegegetriebe
- 2
- Getriebeeingangswelle
- 3
- Getriebeausgangswelle
- 4
- Vorgelegewelle
- 5
- Abtriebszahnrad
- 6
- Antriebszahnrad
- 7
- Festrad
- 8
- Losrad
- 9
- Synchronisations- und Koppelmittel
- 10
- Drehzahlgeberzahnrad
- 11
- Drehzahlgeberzahnrad
- 12
- Drehzahlsensor
- 13
- Drehzahlsensor
- 14
- Auswerte- und Steuerungsgerät
- 15
- Sensorleitung
- 16
- Sensorleitung
- 17
- Steuerungsleitung
- 18
- Sekundärretarder
- 19
- Getriebeabtriebswelle
- 20
- Festrad auf der Getriebeabtriebswelle
- 21
- Festrad auf der Retarderwelle
- 22
- Retarderwelle
- 23
- Rotor des Retarders
- 24
- Stator des Retarders
- 25
- Drehzahlsensor auf der Retarderwelle
- 26
- Funktionsverlauf Me = f (α)
- 27
- Drehzahlgeberzahnrad
- 28
- Drehzahlgeberzahnrad
- Me
- Eingangsdrehmoment
- α
- Phasen- oder Winkelverschiebung
Claims (12)
- Verfahren zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem konstanten Übersetzungsverhältnis die Drehzahl einer ersten Getriebewelle (
2 ,19 ) und einer zweiten Getriebewelle (3 ,22 ) zyklisch gemessen wird, wobei an der ersten Getriebewelle (2 ,19 ) ein erstes Drehmoment und an der zweiten Getriebewelle (3 ,22 ) ein zweites Drehmoment anliegt und die zweite Getriebewelle (3 ,22 ) von der ersten Getriebewelle (2 ,19 ) direkt oder indirekt über Zahnräder (5 ,6 ,7 ,8 ;20 ,21 ) angetrieben wird, dass aus diesen beiden Drehzahlen ein Quotient errechnet und anschließend abgespeichert wird, dass der aktuelle Quotient mit dem Quotienten einer vorherigen Messung verglichen wird und dass bei einer Differenz zwischen dem Quotienten der aktuellen Messung und dem der vorherigen Messung auf eine Änderung des Drehmoments der ersten Getriebewelle (2 ,19 ) geschlossen wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Differenz der Quotienten das Drehmoment an der ersten Getriebewelle (
2 ,19 ) ermittelt wird. - Verfahren nach oder Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlen der beiden Getriebewellen (
2 ,3 ;19 ,22 ) mit Drehzahlsensoren (12 ,13 ;25 ,29 ) ermittelt wird, die drehzahlbezogen elektrische Impulse erzeugen. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus den gemessenen elektrischen Impulsen der Drehzahlsensoren (
12 ,13 ;25 ,29 ) an den beiden Getriebewellen eine Phasen- oder Winkelverschiebung (α) der Impulse ermittelt wird, die proportional zum übertragenen Drehmoment und zur Elastizität der das Drehmoment übertragenden Getriebebauteile ist, sowie als Kenngröße für das Eingangsdrehmoment ausgewertet wird. - Verfahren nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlen des Antriebsmotors oder der Getriebeeingangswelle (
2 ) und die Drehzahl einer Getriebeausgangswelle (3 ) gemessen werden. - Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment einer Brennkraftmaschine ermittelt wird.
- Verfahren nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremsmoment eines Retarders (
18 ) ermittelt wird. - Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlen von zwei einem Retarder (
18 ) zugeordneten Getriebewellen (19 ,22 ) gemessen werden. - Verfahren nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zug- oder das Schubmoment im Getriebe ermittelt wird.
- Verfahren nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses zur Drehmomentbestimmung an automatischen oder automatisierten Schaltgetrieben mit oder ohne Vorschaltgruppen verwendet wird.
- Vorrichtung zur Bestimmung des Drehmoments an Getriebewellen, mit einem Auswerte- und Steuerungsgerät (
14 ), welches über Sensorleitungen (15 ,16 ) drehmomentrelevante Messsignale von Sensoren am Getriebe erfassen und auswerten kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) mit zwei Drehzahlsensoren (12 ,13 ;25 ,29 ) verbunden ist, die an zwei Getriebewellen (2 ,3 ;19 ,22 ) angeordnet sind, wobei an der ersten Getriebewelle (2 ;19 ) ein erstes Drehmoment und an der zweiten Getriebewelle (3 ;23 ) ein zweites Drehmoment anliegt, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) einen Berechnungsbereich aufweist, in dem aus den erfassten Drehzahlmesswerten eines Messzyklus ein Drehzahlquotient ermittelt wird, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) über einen Datenspeicher zur Abspeicherung der Drehzahlmesswerte und/oder der Drehzahlquotienten verfügt, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) einen Vergleichsbereich aufweist, in dem der Quotient des letzten Messzyklus mit dem Quotienten des vorletzten Messzyklus verglichen werden kann, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) über einen Entscheidungsbereich verfügt, in dem auf der Grundlage des Quotientenvergleichs das Vorliegen einer Drehmomentänderung festgestellt werden kann und das Auswerte- und Steuerungsgerät (14 ) unter Nutzung dieser Information Steuerungsbefehle zur Durchführung von Übersetzungsänderungsvorgängen im Getriebe auslösen kann. - Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswerte- und Steuerungsgerät (
14 ) einen Bestimmungsbereich aufweist, in dem aus der ermittelten Drehmomentänderung das an der ersten Getriebewelle (2 ;19 ) anliegende erste Drehmoment feststellbar ist.
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