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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Kühlvorrichtung
zum Kühlen
eines Heizelements, das in einem beweglichen Körper vorgesehen ist, wie etwa in
einem Fahrzeug und dergleichen. Insbesondere kommt die Erfindung
zum Einsatz zum wirksamen Kühlen
einer Batterie eines Hybridfahrzeugs mit Elektromotor- /Verbrennungsmotorantrieb,
wobei der Antrieb des Fahrzeugs durch Umschalten zwischen dem Verbrennungsmotor
und dem Elektromotor erfolgt.
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Um eine Batterie zu kühlen, die
einem Elektromotor elektrischen Strom zuführt, führt ein Gebläse, das
klimatisierte Luft in eine Fahrgastzelle bläst, einen Teil der Luft der
Batterie zu.
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Bei der in die Fahrgastzelle geblasenen
klimatisierten Luft handelt es sich jedoch um Luft, die durch einen
Verdichter abgekühlt
wurde, der durch eine Antriebsquelle, wie etwa einen Antriebsmotor bzw.
Verbrennungsmotor, Elektromotor o. dgl., angetrieben wird. Das Kühlen der
Batterie unter Verwendung der klimatisierten Luft führt deshalb
zu einer Erhöhung
des Stromverbrauchs der Klimaanlage und damit des Kraftstoffverbrauchs
des Fahrzeugs.
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Angesichts des vorstehend angesprochenen Problems
besteht eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine
neuartige Kühlvorrichtung zu
schaffen, die sich von bisherigen Kühlvorrichtungen unterscheidet.
Eine zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Kühlvorrichtung
zu schaffen, die mit weniger Energie im Betrieb auskommt.
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Um diese Aufgaben zu lösen, stellt
die Erfindung gemäß einem
ersten Aspekt eine Kühlvorrichtung
für einen
beweglichen Körper
bereit, die Wärme von
einem ersten Heizelement (1) absorbiert, das in dem beweglichen
Körper
vorgesehen ist, die ein Kühlgerät (6)
durch die absorbierte Wärme
betreibt und die ein zweites Heizelement (3) kühlt, das
in dem beweglichen Körper
vorgesehen ist, und zwar mit dem Kühlgerät (6). Dadurch kann
die Energie deutlich verringert werden, die erforderlich ist, die
Kühlvorrichtung
für das
zweite Heizelement (3) zu kühlen im Vergleich zum Kühlen einer
Batterie mit klimatisierter Luft.
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In Übereinstimmung mit einem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Kühlgerät (6) eine Ejektorpumpe
(8), einen Radiator (9) und einen Verdampfer (11).
Die Ejektorpumpe (8) stößt durch
das erste Heizelement (1) geheiztes Fluid mit hoher Geschwindigkeit
aus und wälzt
Kältemittel
um unter Verwendung der Mitreißwirkung
des Fluids, das mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird.
Der Radiator (9) kühlt
das Kältemittel,
das aus der Ejektorpumpe (8) ausgestoßen wird, und der Verdampfer (11)
verdampft das Kältemittel
zur Erzeugung von Kühlkapazität.
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In Übereinstimmung mit einem dritten
Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Kühlvorrichtung eine Kühlluftumschalteinrichtung
(10) auf, die die Temperatur der Luft außerhalb
des beweglichen Körpers
mit derjenigen der Luft in diesem vergleicht, und sie führt dem
Radiator (9) Luft mit niedrigerer Temperatur als Luft zur
Abstrahlung zu. Dadurch kann die Kühlkapazität des zweiten Heizelements
(3) erhöht werden,
während
die zum Betreiben des Kühlsystems
für das
zweite Heizelement (3) erforderliche Energie außerdem verringert
wird.
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In Übereinstimmung mit einem vierten
Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Kühlvorrichtung eine Kühlbetriebsartwahleinrichtung
auf. Die Kühlbetriebsartwahleinrichtung
wählt eine
Kühlbetriebsart
und führt
diese aus, einschließlich
einer Kühlluftvermehrungsbetriebsart
und einer Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart, und zwar in dieser
Abfolge. In der Kühlluftvermehrungsbetriebsart
wird die Luftmenge, die auf das zweite Heizelement (3)
geblasen wird, vermehrt, um die Kühlkapazität zum Kühlen des zweiten Heizelements
(3) zu erhöhen.
In der Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart wird die Luftmenge für die Abstrahlung
vermehrt, um die Kühlkapazität zum Kühlen des
zweiten Heizelements (3) zu erhöhen. Dadurch kann das zweite
Heizelement (3) gekühlt
werden, während
jede Erhöhung
der Energie zum Kühlen
des zweiten Heizelements (3) unterbunden bzw. unnötig wird.
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In Übereinstimmung mit einem fünften Aspekt
der vorliegenden Erfindung bläst
den Verdampfer (11) durchsetzende Luft auf das zweite Heizelement
(3) und die Kühlbetriebsartwahleinrichtung
startet zur Ausführung
einer Kühlluftvermehrungsbetriebsart
unter der Bedingung, dass ein Luftgebläse (15) zum Blasen
von Luft für
die Abstrahlung gestoppt wird. Dadurch kann das zweite Heizelement (3)
gekühlt
werden, während
jede Erhöhung
der Energie zum Kühlen
des zweiten Heizelements (3) unterbunden bzw. unnötig wird.
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In Übereinstimmung mit einem sechsten
Aspekt der vorliegenden Erfindung betätigt die Kühlbetriebsartwahleinrichtung
die Kühlluftumschalteinrichtung
(10) nach Ausführung
der Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart. Dadurch kann das zweite Heizelement
(3) gekühlt
werden, während
jede Erhöhung
der Energie zum Kühlen
des zweiten Heizelements (3) unterbunden bzw. unnötig wird.
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In Übereinstimmung mit einem siebten
Aspekt der vorliegenden Erfindung führt die Kühlbetriebsartwahleinrichtung
die Kühlluftvermehrungsbetriebsart
bzw. die Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart unter der Bedingung
aus, dass Luft außerhalb
des beweglichen Körpers
dem Radiator (9) als Luft für den Abstrahlvorgang zugeführt werden
kann. Dadurch kann das zweite Heizelement (3) gekühlt werden,
während
die Temperatur in der Fahrgastzelle auf Grund der Kühlung des
zweiten Heizelements (3) auf einem Minimum gehalten wird.
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In Übereinstimmung mit einem achten
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Blasluftmenge innerhalb
eines Bereichs gesteuert, der kleiner ist als die maximal mögliche Menge
(der Blasluft) in zumindest entweder der Kühlluftvermehrungsbetriebsart
oder der Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart. Dadurch kann das zweite
Heizelement (3) gekühlt
werden, während
eine Zunahme an Geräusch auf
Grund der Blasluft unterbunden wird.
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In Übereinstimmung mit einem neunten
Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Kühlbetriebsartwahleinrichtung
eine Notfallkühlbetriebsart auf.
In der Notfallkühlbetriebsart
wird unter Vergleichen der Temperatur der Luft außerhalb
des beweglichen Körpers
mit derjenigen innerhalb des beweglichen Körpers Luft mit niedrigerer
Temperatur dem Radiator (9) zugeführt und die mögliche maximale Luftmenge
blast auf den Radiator (9) und das zweite Heizelement (3).
Im normalen Betrieb wird das zweite Heizelement (3) gekühlt, während eine
Geräuscherhöhung auf
Grund der Blasluft unterbleibt. Wenn die Temperatur anormal gestiegen
ist, kann die Temperatur des zweiten Heizelements (3) rasch
verringert werden.
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Die vorstehend in Klammern gesetzten
Bezugsziffern entsprechen denjenigen der nachfolgend anhand der
Zeichnung erläuterten
Ausführungsformen.
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Die Erfindung wird nunmehr anhand
der Zeichnung beispielhaft näher
erläutert;
in dieser zeigen:
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1 eine
Batteriekühlvorrichtung
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung,
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2 einen
Kurvenverlauf der Beziehung zwischen der Temperatur der Luft für den Abstrahlvorgang
und der Kühlkapazität, die in
einem Verdampfer erzeugt wird als Funktion der Kühlmittelart und der Temperatur
der Abwärmefunktion
als Parameter, und
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3 ein
Flussdiagramm der Batteriekühlvorrichtung
in Übereinstimmung
mit der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt
schematisch die Batteriekühleinrichtung
in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform ist eine Kühlvorrichtung
eines beweglichen Körpers 20 in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung auf eine Batteriekühleinrichtung
eines Hybridfahrzeugs 20 mit Verbrennungsmotor-/Elektromotorantrieb
angewendet.
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Ein Antriebsmotor 1 in Gestalt
eines Verbrennungsmotors und ein Elektromotor 2 bilden
eine Antriebsquelle zum Fahren. Leistungsabgabe vom Motor 1 und
vom Elektromotor 2 wird gesteuert in Übereinstimmung mit der Fahrbedingung
des Fahrzeugs. Eine Batterie 3 bildet eine Sekundärbatterie
zum Zu führen
von elektrischem Strom zu dem elektrischen Hauptmotor 2.
Bei einem Radiator 4 handelt es sich um einen Wärmetauscher,
der Wärme
zwischen Kühlwasser
zum Kühlen
des Motors 1 und Außenluft zum
Kühlen
des Kühlwassers
tauscht. Ein Heizer 5 heizt Luft, die in eine Fahrgastzelle
geblasen wird unter Verwendung des Kühlwassers als Wärmequelle.
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Ein Teil des aus dem Motor 1 ausströmenden Kühlwassers
umgeht den Radiator 4 und kehrt zum Motor 1 über eine
Umgehung 4a zurück,
so dass verhindert wird, dass der Motor 1 zu stark abkühlt oder übermäßig abkühlt (super-abkühlt). Ein
Thermostat 4b bildet ein Durchsatzsteuerventil, das die
Kühlwassermengen
einstellt, die durch den Radiator 4 und die Umgehung 4a strömen, um
die Temperatur des Motors 1 innerhalb eines vorbestimmten
Bereichs zu steuern. Eine Wasserpumpe 1a wälzt das
Kühlwasser
um.
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Bei dem abwechselnd lang- und kurzstrichliert
umschlossenen Bereich handelt es sich um ein Kühlgerät 6, das mit Abwärme des
Motors 1 arbeitet, d. h., unter Verwendung des so genannten
Rankine-Kreis-Wärmekreislaufs.
Der Aufbau des Kühlgeräts 6 wird
nunmehr erläutert.
Bei einem Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 handelt
es sich um einen Wärmetauscher,
der Wärme
zwischen dem Kühlwasser
und Kältemittel
tauscht, um Abwärme
von dem Motor 1 rückzugewinnen,
und zwar als erstes Heizelement. Das durch den Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 geheizte
Kältemittel
nimmt die Form überhitzten
Dampfes ein. Ein Ejektor 8 dient als Pumpe (siehe JIS Z
9126 Nr. 2.1.2.3 u. dgl.), und der Ejektor stößt das Kältemittel, bei dem es sich
um den überhitzten
Dampf handelt, mit hoher Geschwindigkeit aus, um das Kältemittel
umzuwälzen
unter Nutzung der Mitreißwirkung
des Fluids, das mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird.
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Der Ejektor 8 umfasst eine
Düse, einen Mischabschnitt,
einen Diffusor u. dgl. Die Düse
setzt Druckenergie des Hochdruckkältemittels, das in ihr strömt, in Geschwindigkeitsenergie
um und expandiert das Kältemittel
unter Druckverringerung isentropisch. In dem Mischabschnitt wird
der aus der Düse ausgestoßene Kältemittelstrom
mit Gasphasenkältemittel
gemischt, das durch die Mitreißwirkung
des Kältemittelstroms,
der aus der Düse
unter hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird, angesaugt und verdampft
wird. Der Diffusor setzt die Geschwindigkeitsenergie in Druckenergie
um, um den Druck des Kältemittels
zu erhöhen,
während
das aus der Düse
ausgestoßene
Kältemittel
mit dem von einem Verdampfer 11 angesaugten Kältemittel
gemischt wird.
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In dem Mischabschnitt wird ein Betätigungsstrom,
der aus der Düse
ausgestoßen
wird, mit einem Ansaugstrom derart gemischt, dass die Impulse des Betätigungsstroms
und des Ansaugstroms beibehalten werden, so dass der Druck des Kältemittels
(der statische Druck) steigt. In dem Diffusor vergrößert sich
andererseits die Querschnittsfläche
des Pfads allmählich,
wodurch die Geschwindigkeitsenergie (der dynamische Druck) des Kältemittels
in Druckenergie (statischen Druck) umgesetzt wird. Sowohl der Mischabschnitt
wie der Diffusor erhöhen
deshalb den Druck des Kältemittels
in dem Ejektor 8.
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Um die Geschwindigkeit des Kältemittels, das
aus der Düse
ausgestoßen
wird, auf eine höhere Geschwindigkeit
als Schallgeschwindigkeit zu beschleunigen, nutzt diese Ausführungsform
eine Lavaldüse
(siehe "Fluid Engineering" (University of Tokyo Press))
mit einem Verengungsabschnitt, in dem die Querschnittsfläche auf
halber Stecke des Pfads am kleinsten ist; alternativ kann eine konvergierende Düse zum Einsatz
kommen. Bei einem Radiator 9 handelt es sich um einen Wärmetauscher, der
das Kältemittel
kühlt,
das aus dem Ejektor 8 strömt. Eine Kühlluftumschalteinrichtung 10,
die als Kühlluftumschalteinrichtung
dient, schaltet die Luft zur Zufuhr zum Radiator 9 für Wärmeabstrahlung
um, d. h., Luft innerhalb oder außerhalb der Fahrgastzelle.
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Ein Verdampfer 11 dient
als Kühler,
der Kühlluft
kühlt.
Die Kühlluft
dient als Kühlfluid
zum Kühlen der
Batterie 3. Der Verdampfer 11 tauscht Wärme zwischen
dem dekomprimierten Flüssigphasenkältemittel
und Kühlluft
und verdampft das Flüssigphasenkältemittel
zur Erzeugung von Kühlkapazität.
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Eine Drossel 12 dekomprimiert
das Kältemittel,
das in dem Verdampfer 11 strömt. Diese Ausführungsform
nutzt eine Dekompressionseinrichtung, deren Öffnungsgrad feststeht bzw.
stationär
ist, wie etwa eine Kapillarröhre,
eine Düsenöffnung u.
dgl. Eine Dekompressionseinrichtung, wie etwa ein thermisches Expansionsventil,
kann statt dessen zum Einsatz kommen, dessen Öffnungsgrad variiert bzw. verändert wird,
um den Überhitzungsgrad
des Kältemittels
auf der Auslassseite des Verdampfers 11 innerhalb vorbestimmter
Werte zu steuern.
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Ein Gas-/Flüssigkeitseparator 13 trennt
das aus dem Radiator 9 strömende Kältemittel in Gasphasenkältemittel
und Flüssigphasenkältemittel
und sammelt das zusätzliche
bzw. überschüssige Kältemittel.
Der Gas-/Flüssigkeitseparator 13 führt das Gasphasenkältemittel
dem Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 über eine
Kältemittelpumpe 14 zu, und
das Flüssigphasenkältemittel
dem Verdampfer 11.
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Die Kältemittelpumpe 14 führt dem
Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 das
Kältemittel
zu, das von dem Gas/Flüssigkeitseparator 13 angesaugt wird.
Die Kältemittelpumpe
14 erzeugt
einen bestimmten Pegel an Austragdruck, der verhindert, dass der überhitzte
Dampf, der in dem Abwärmrückgewinnungskreislauf 7 erzeugt
wird, in Richtung des Gas/Flüssigkeitseparators 13 zurückströmt.
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Ein Luftgebläse 15 führt dem
Radiator 9 einen Luftstrom zur Abstrahlung zu. Ein stromaufwärts des
Luftstroms des Verdampfers 11 angeordnetes Luftgebläse 16 saugt
Luft aus dem Innern der Fahrgastzelle an und führt der Batterie 3 einen
Kühlluftstrom
zu. Sowohl die Luftgebläse 15, 16 wie
die Kühlluftumschalteinrichtung 10 werden
durch ein elektronisches Steuersystem gesteuert, in das die Temperatur
der Batterie 3, ermittelt durch einen Batterietemperatursensor,
eingegeben wird. Das elektronische Steuersystem steuert Luft, die
durch die Luftgebläse 15, 16 geblasen
wird, in vier Positionen, d. h. OFF, LO, ME und HI (bzw. AUS, GERING,
MITTEL und HOCH), ausgehend von einem Stoppzustand bis zu einem
möglichen
maximalen Blaspegel. Der Betrieb des Kühlgeräts 6 wird nunmehr
erläutert.
Der überhitzte
Dampf, der von dem Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 in
die Düse
strömt,
veranlasst den Ejektor 8 dazu, als Pumpe zu arbeiten. Da
das Kältemittel
beginnt, in der Abfolge Gas-/Flüssigkeitsseparator 13,
Drossel 12, Verdampfer 11, Ejektor 8 und Gas-/Flüssigkeitseparator 13 zu
zirkulieren, bläst Kühlluft,
die durch den Verdampfer 11 gekühlt wird, auf die Batterie 3.
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Das zu dem Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 durch
die Kältemittelpumpe 14 übertragene Kältemittel
strömt
andererseits in den Ejektor 8, nachdem es durch den Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 geheizt
wurde. Es ist bevorzugt, dass ausschließlich das Gasphasenkältemittel
dem Abwärmerückgewinnungskreislauf 7 zugeführt wird;
alternativ können
jedoch sowohl das Gasphasenkältemittel
wie das Flüssigphasenkältemittel
zuge führt
werden. 2 zeigt die
Beziehung zwischen der Temperatur der Luft für die Abstrahlung und der Kühlkapazität, erzeugt
durch den Verdampfer 11, wobei die Kühlmittelarten und die Temperatur
der Abwärmefunktion
die Parameter bilden.
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Der Betrieb der Batteriekühleinrichtung
wird nunmehr unter Bezug auf das in 3 gezeigte Flussdiagramm
erläutert.
Der Steuerfluss startet in Verbindung mit einem Fahrzeugbetätigungsschalter. Bei
Einschalten des Betätigungsschalters
werden die Luftgebläse 15, 16 gestoppt
und die Kühlluftumschalteinrichtung 10 befindet
sich in einer Außenluftansaugbetriebsart,
in der Außenluft
angesaugt bzw. eingetragen wird (S10). Daraufhin wird ermittelt, wo
die Temperatur Tb der Batterie 3 (ermittelt durch den Batterietemperatursensor)
gleich oder niedriger als eine vorbestimmte Temperatur To ist (S20).
Wenn die Temperatur Tb der Batterie 3 höher als die vorbestimmte Temperatur
To ist, betätigt
das elektronische Steuersystem das Luftgebläse 16 für den Verdampfer 11 mit
LO-Pegel (S30).
Die vorbestimmte Temperatur To betrifft die geeignete bzw. korrekte
Temperatur zur Betätigung
der Batterie 3 (beispielsweise 40 Grad Celsius).
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Da zu diesem Zeitpunkt das Luftgebläse 15 für den Radiator 9 gestoppt
wird, erzeugt der Verdampfer 11 nahezu keine bzw. geringe
Kühlkapazität. Die Temperatur
der Kühlluft,
die der Batterie 3 zugeführt wird, ist deshalb nahezu
gleich der Temperatur der Luft in der Fahrgastzelle.
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In dem Fall, dass die Temperatur
Tb der Batterie 3 die vorbestimmte Temperatur To nicht
erreicht oder niedriger ist (S40) trotz der Ausführung der Kühlbetriebsart im Schritt 530,
wird das Luftgebläse 16 für den Verdampfer 11 auf
den ME-Pegel umgeschaltet, um die Kühlluftmenge zu erhöhen, die
auf die Bat terie 3 bläst
(S50). Im Fall, dass die Temperatur Tb der Batterie 3 die
vorbestimmte Temperatur To nicht erreicht oder niedriger ist (S60)
trotz Ausführung
der Kühlbetriebsart
im Schritt 550, wird das Luftgebläse 15 für den Radiator 9 auf
LO-Pegel betätigt. Der
Verdampfer 11 erzeugt deshalb die Kühlkapazität derart, dass die Temperatur
der der Batterie 3 zugeführten Kühlluft abnimmt (S70).
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Im Fall, dass die Temperatur Tb der
Batterie 3 die vorbestimmte Temperatur To nicht erreicht
oder niedriger ist (S80) trotz Ausführung der Kühlbetriebsart im Schritt 570,
wird das Luftgebläse 15 für den Radiator 9 auf
den ME-Pegel umgeschaltet, um die Kühlkapazität des Verdampfers 11 zu
erhöhen.
Die Temperatur der Kühlluft,
die der Batterie 3 zugeführt wird, wird dadurch niedriger
(S90). Wenn die Temperatur Tb der Batterie 3 die vorbestimmte
Temperatur To nicht erreicht oder niedriger ist (5100) trotz Ausführung der
Kühlbetriebsart
im Schritt 590, wird die Temperatur Tam der Luft außerhalb
der Fahrgastzelle mit der Temperatur Tr der Luft in der Fahrgastzelle verglichen,
um Luft niedrigerer Temperatur in den Radiator 9 einzutragen
bzw. anzusaugen. (5110 und 5120).
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Da in dieser Ausführungsform die Kühlvorrichtung
in einer heißen
Jahreszeit, wie etwa im Sommer, verwendet wird, wird die Innenluftansaugbetriebsart üblicherweise
zum Eintragen von Luft in die Fahrgastzelle ausgeführt. In
einer kalten Jahreszeit, wie im Winter, kann jedoch die Außenluftansaugbetriebsart
ausgeführt
werden.
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Im üblichen Betrieb werden das
Kühlgerät 6 und
die Luftgebläse 15, 16 abhängig von
ihrem Leistungsvermögen
derart gewählt,
dass die Temperatur der Batterie 3 auf die vorbestimmte
Temperatur To oder eine niedrigere Temperatur in den Kühl betriebsarten
bis hin zum Schritt 5120 sinkt. Es kann jedoch der Fall auftreten,
dass die Temperatur Tb der Batterie 3 übermäßig steigt auf Grund einer
Störung,
wie etwa einer Stromleckage. Wenn demnach in dieser Ausführungsform
die Temperatur Tb der Batterie 3 die vorbestimmte Temperatur
To nicht erreicht oder niedriger ist in den Kühlbetriebsarten bis hin zum Schritt
5120 (5130), werden beide Luftgebläse 15, 16 auf
den HI-Pegel umgeschaltet, um die maximal mögliche Luftmenge als Notfallkühlbetriebsart
zu blasen (5140). In der Notfallkühlbetriebsart wird eine Warneinrichtung
zum Warnen des Fahrers betätigt, wie
etwa eine Warnlampe, ein Alarm u. dgl. Die Eigenschaften der vorliegenden
Erfindung werden nunmehr näher
erläutert.
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Da in dieser Ausführungsform das Kühlgerät 6 betätigt durch
Abwärme
vom Motor 1 die Batterie 3 kühlt, kann das Kühlsystem
die Batterie 3 mit wesentlich weniger Energie im Vergleich
zum Kühlen
der Batterie mit klimatisierter Luft (wie beim Stand der Technik)
betrieben werden. Unter Vergleichen der Temperatur Tam der Luft
außerhalb
der Fahrgastzelle mit der Temperatur Tr der Luft innerhalb der Fahrgastzelle
wird Luft niedriger Temperatur dem Radiator 9 zugeführt. Das
Kühlsystem
für die
Batterie 3 arbeitet daher mit weniger Energie und die Kühlkapazität für die Batterie 3 ist
verbessert.
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Da Luft außerhalb der Fahrgastzelle dem Radiator 9 für den Abstrahlvorgang
zugeführt
wird, mit anderen Worten für
die Kühlluftvermehrungsbetriebsarten
(S20 bis S50), und da die Abstrahlluftvermehrungsbetriebsarten (S60
bis S90) als die Außenluftansaugbetriebsart
ausgeführt
werden, wird die Wärmelast
der Klimaanlage minimal beeinflusst. Insbesondere wird die Batterie 3 bei
einer Erhöhung
der Temperatur der Luft in der Fahrgastzelle gekühlt, weil der Kühlvorgang
für die
Batterie 3 auf einem Minimum gehalten wird.
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Da die Kühlluftumschalteinrichtung 10 betätigt wird
nach Umschalten der Kühlbetriebsart
in der Abfolge Kühlluftvermehrungsbetriebsart
und Abstrahlluftvermehrungsbetriebsart, wird die Batterie 3 gekühlt, während jegliche
Erhöhung
des Energieverbrauchs der Batteriekühleinrichtung unterbunden wird.
Wenn die Kühlluftvermehrungsbetriebsarten und
die Abstrahlluftvermehrungsbetriebsarten ausgeführt werden, sind die durch
die Luftgebläse 15, 16 geblasenen
Luftmengen geringer als die mögliche maximale
Blasluftmenge. Die Batterie 3 wird dadurch gekühlt, während eine
Erhöhung
von Geräusch
auf Grund von Blasluft unterbunden wird.
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Da das Kühlsystem eine Notfallkühlbetriebsart
aufweist, wird die Batterie 3 gekühlt, während jegliche Erhöhung des
Geräusches
auf Grund der im normalen Betrieb blasenden Luft unterbunden wird und
während
die Temperatur Tb der Batterie 3 rasch abgesenkt wird,
wenn die Temperatur Tb anormal erhöht ist.
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(Weitere Ausführungsformen)
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In der vorstehend genannten Ausführungsform
wird das Kühlsystem
in der Außenluftansaugbetriebsart
betrieben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Unter
Vergleichen der Temperatur Tam der Luft außerhalb der Fahrgastzelle mit
der Temperatur Tr der Luft innerhalb der Fahrgastzelle kann beispielsweise
das Kühlsystem
in einem Zustand betätigt
werden, in dem Luft niedrigerer Temperatur den Radiator 9 zugeführt wird.
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In der vorstehend genannten Betriebsart bläst das Luftgebläse 16 Luft,
die aus dem Innern der Fahrgastzelle angesaugt wird, in den Verdampfer 11. Beispielsweise
kann jedoch Luft außerhalb
der Fahrgastzelle statt dessen angesaugt werden. Unter Vergleichen
der Temperatur Tam der Luft außerhalb
der Fahrgastzelle mit der Temperatur Tr der Luft innerhalb der Fahrgastzelle
kann Luft niedrigerer Temperatur angesaugt werden.
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Das Kühlgerät 6 des Gasverdichtungskältesystems
mit dem Ejektor 8 wird in der vorstehend angeführten Ausführungsform
verwendet. Beispielsweise kann statt dessen jedoch eine Adsorption-
oder Absorptionskältemaschine
verwendet werden. Die Abwärme
von dem Motor 1 betreibt das Kühlgerät 6 in der vorstehend
angeführten
Ausführungsform.
Abwärme
von einem elektrischen Gerät,
wie etwa einem Inverter u. dgl., kann jedoch statt dessen genutzt
werden. Die vorliegende Erfindung ist auch anwendbar auf ein anderes
Fahrzeug als ein Hybridfahrzeug mit Verbrennungsmotor-/Elektromotorantrieb.
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In der vorstehend angeführten Ausführungsform
wird die Kapazität
der Blasluft mit vier Pegeln gesteuert; die vorliegende Erfindung
ist jedoch nicht hierauf beschränkt.
Außerdem
wird die Batterie 3 durch auf sie geblasene Luft gekühlt. Die
Erfindung ist jedoch auch nicht hierauf beschränkt. Vielmehr kann zirkulierende
Flüssigkeit,
wie etwa Wasser, zum Kühlen
der Batterie 3 genutzt werden.
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Die Erfindung ist vorstehend anhand
bevorzugter Ausführungsformen
erläutert
worden, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein. Vielmehr ist die
vorliegende Erfindung zahlreichen Abwandlungen und Modifikationen
zugänglich,
die sämtliche
im Umfang der vorliegenden Erfindung liegen.