DE10344956A1 - Transparente Zwei-Phasen-Reinigungszubereitungen mit wechselnden Viskositäten - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft Reinigungszubereitungen, welche zwei Phasen aufweisen und transparent sind und/oder deren Viskosität sich mit dem Mischungszustand ändert.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Reinigungszubereitungen, welche zwei Phasen aufweisen und transparent sind und/oder deren Viskosität sich mit dem Mischungszustand ändert.
- Bereits bei einer Reinigung der Haut mit Hilfe eines einfachen Wasserbads – ohne Zusatz von Tensiden – kommt es zunächst zu einer Quellung der Hornschicht der Haut. Der Grad dieser Quellung hängt u. a. von der Dauer des Bades und dessen Temperatur ab. Gleichzeitig werden wasserlösliche Stoffe ab- bzw. ausgewaschen, wie z. B. wasserlösliche Schmutzbestandteile, aber auch hauteigene Stoffe, die für das Wasserbindungsvermögen der Hornschicht verantwortlich sind. Durch hauteigene oberflächenaktive Stoffe werden außerdem auch Hautfette in gewissem Ausmaß gelöst und ausgewaschen. Dies bedingt nach anfänglicher Quellung eine nachfolgende Austrocknung der Haut, die durch waschaktive Zusätze noch deutlich verstärkt werden kann.
- Bei gesunder Haut sind diese Vorgänge im allgemeinen belanglos, da die Schutzmechanismen der Haut solche leichten Störungen der oberen Hautschichten ohne weiteres kompensieren können. Aber bereits im Fall nichtpathologischer Abweichungen vom Normalstatus, z. B. durch umweltbedingte Abnutzungsschäden bzw. Irritationen, Lichtschäden, Altershaut usw., ist der Schutzmechanismus der Hautoberfläche gestört. Unter Umständen ist er dann aus eigener Kraft nicht mehr imstande, seine Aufgabe zu erfüllen und muss durch externe Maßnahmen regeneriert werden. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, geeignete Reinigungszubereitungen zur gleichzeitigen Regeneration der Haut zu finden.
- Bekannte Mittel zur Reinigung und gleichzeitigen Pflege der Haut sind z. B. Wannenbadzubereitungen, insbesondere Ölbad- oder Ölcremebadzubereitungen. Sie bieten ein Maximum an Pflege und Rückfettung während des Badens und sind üblicherweise, da Lipide den Schaum sehr stark herabsetzen, praktisch nicht oder allenfalls schwach schäumend. Je nach Aufbau des Produktes können die Pflegeöle im Badewasser milchig dispergiert oder als dünner Film auf der Wasseroberfläche angereichert sein.
- Der Stand der Technik kennt Ölbadzubereitungen verschiedener Art, wobei die Eigenschaften der Fett- oder Ölphase durch Zugabe von oberflächenaktiven Substanzen variiert werden können. Dabei können je nach Art und Menge der gewählten Bestandteile Zubereitungen formuliert werden, die auf der Badewasseroberfläche entweder spreitende Ölfilme, Öl-in-Wasser-Systeme oder auch Totalsolubilisate ergeben. Ölbäder werden im allgemeinen zur Behandlung extrem trockener Hautzustände eingesetzt. Sie enthalten, sofern sie als Badezusätze eingesetzt werden, in der Regel auch Emulgatoren, die eine Verteilung des Öls im Badewasser erlauben.
- Eine relativ neue Entwicklung, die vom Verbraucher sehr positiv angenommen wird, sind Zwei-Phasen-Ölbader, welche vor Gebrauch durch Schütteln vermischt werden können. Nach dem Gebrauch entmischen sich die Produkte innerhalb weniger Stunden wieder. Durch unterschiedliche Färbung der Phasen wird dem Verbraucher das Vorliegen zweier getrennter Phasen angezeigt (siehe
1 ). Eine ausreichende Durchmischung ist erreicht, wenn das Produkt homogen gefärbt ist. Es handelt sich dabei entweder um Produkte mit einer wässrigen und einer Ölphase bzw. Emulsionsphase, deren kurzzeitige Emulgierung durch schäumende Tenside erreicht wird oder um Produkte aus zwei nicht mischbaren Ölen, die kein schäumendes Tensid enthalten. - Ferner beschreibt die
DE 101 20 825 Zwei-Phasen-Ölbader, welche sich durch eine sehr gute Schaumleistung und kosmetische Leistungen, wie Pflegeeffekt, Reinigungswirkung und dergleichen auszeichnen. Derartige Zubereitungen haben jedoch noch eine Reihe von Nachteilen: - • Die Zubereitungen sind in
der Regel zu dünnflüssig und
lassen sich auch im vermischten Zustand nur auf eine Viskosität von maximal
3 PaS bei 10 s–1 (gemessen bei +25°C; Meßsystem:
Zylinder gemessen mit dem Gerät
Ares von der Fa. Rheometric siehe
2 ) verdicken. Eine derart geringe Viskosität behindert beispielsweise den Einsatz als Duschgel, da der Verbraucher während der Anwendung das Gefühl hat, dass ihm das Produkt „durch die Finger rinnt", sich nicht mehr richtig auf den Körper auftragen und anschäumen lässt. - • Durch die geringe Viskosität der Zubereitungen des Standes der Technik kommt es zu einer relativ schnellen (häufig zu schnellen) Entmischung der vermischten Phasen des Zwei-Phasen-Ölbades.
- • Beim Vermischen (durch Schütteln) der Zubereitungen wird das homogene Mischprodukt (emulsionsartig) trübe, wodurch der Einsatz von Effektstoffen (z.B. Glitter- und Glitzerstoffen, kleinen Kügelchen) weitgehend sinnlos wird, da derartige Zusätze in der trüben Zubereitung nicht mehr wahr genommen werden können.
- Es war Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Stand der Technik um Zwei-Phasen-Ölbader zu bereichern, deren Viskosität beim Vermischen deutlich zunimmt. Idealer Weise sollten Zwei-Phasen-Ölbader entwickelt werden, die im vermischten Zustand eine Viskosität von mindestens 3,3 Pa s aufweisen. Ferner war es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zwei-Phasen-Ölbäder zu entwickeln, die sowohl im unvermischten als auch im vermischten Zustand eine transparente, optisch einheitliche Zubereitung darstellen und in welche gegebenenfalls eingearbeitete Effektstoffe sichtbar bleiben.
- Unter Zwei-Phasen-Zubereitung wird erfindungsgemäß eine Zubereitung verstanden, die in zwei optisch deutlich unterscheidbaren, übereinander geschichteten Phasen vorliegt, die vor Gebrauch durch Schütteln vermischt werden können. Nach dem Gebrauch entmischen sich die Produkte innerhalb weniger Stunden wieder. Durch unterschiedliche Färbung der Phasen wird dem Verbraucher das Vorliegen zweier getrennter Phasen angezeigt (siehe auch
1 ). - Gegenstand der vorliegenden Erfindung, mit dem die Aufgaben gelöst werden, sind kosmetische oder dermatologische Reinigungszubereitungen, welche in mindestens zwei Phasen vorliegen, enthaltend
- (a) mindestens ein waschaktives Tensid, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate,
- (b) einen Gehalt von 20 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, einer oder mehrerer Ölkomponenten, gewählt aus der Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität ≥ 30 mN/m
- (c) mindestens einem Polysorbat und
- (d) eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in einer Gesamtkonzentration von 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner die Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in kosmetischen und/oder dermatologischen Reinigungszubereitungen, welche in mindestens 2-Phasen vorliegen, zur Erhöhung der Viskosität der Reinigungszubereitung im durch Schütteln der Zubereitung erzeugten, optisch homogen wirkenden, zeitlich begrenzt vorliegenden Mischzustand der Zubereitung.
- Die Abhängigkeit der Viskosität von der Konzentration ist am Beispiel von Laureth-2 bzw. Türkischrot in
2 dargestellt. - Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist außerdem die Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in kosmetischen und/oder dermatologischen Reinigungszubereitungen, welche in mindestens 2-Phasen vorliegen, zur Herstellung von durch Schütteln der Zubereitung erzeugten, zeitlich begrenzt vorliegenden, transparenten und optisch homogen wirkenden Mischzuständen der Reinigungszubereitung.
- Überraschend und für den Fachmann nicht vorhersehbar war auch der Umstand, dass die erfindungsgemäße Zubereitung, obwohl sie bei der kosmetischen Anwendung stark schäumend ist, beim Vermischen der zwei Phasen durch Schütteln praktisch nicht aufschäumt. Vielmehr verbleibt ein Teil der nach dem Schütteln die in die Zubereitung eingetragenen Luft in Form kleiner Bläschen in der Zubereitung erhalten und erzeugt einen interessanten optischen Effekt.
- Unter erfindungsgemäßer Zubereitung werden erfindungsgemäß sowohl alle erfindungsgemäßen Zubereitungen an sich, als auch alle Zubereitungen, in denen die erfindungsgemäßen Verwendungen verwirklicht sind, verstanden.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft erreicht die Viskosität der erfindungsgemäßen Zubereitung im Mischzustand eine Viskosität von mindestens 3,3 Pa s und bevorzugt eine Viskosität von mindestens 3,5 Pa s. Dabei wird erfindungsgemäß vorteilhaft im Mischzustand eine Viskosität von 6 Pa s nicht überschritten. Die Viskositäten werden dabei erfindungsgemäß mit dem Gerät Ares von der Fa. Rheometric Scietific bei einer Meßtemperatur von +25°C und einer Scherrate von 10 s–1 bestimmt.
- Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist es, eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in einer Gesamtkonzentration von 0,2 bis 1,5 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, einzusetzen.
- Bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz von Laureth-2 oder Türkischrotöl.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft kann Laureth-2 (CAS: 3055-93-4/9002-92-0), welches unter der Handelsbezeichnung Oxetal VD 20 von der Firma Zschimmer & Schwarz erhältlich ist, eingesetzt werden.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft kann Laureth-4: (CAS: 5274-68-0), welches unter dem Namen Mulsifan CPA der Firma Zschimmer & Schwarz angeboten wird, eingesetzt werden.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft kann Coceth-3: (CAS: 61791-13-7) eingesetzt werden. Dieses wird beispielsweise von der Firma Nattermann unter dem Handelsnamen Phosal 12WD angeboten.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft kann Coceth-5: (CAS: 61791-13-7) eingesetzt werden. Dieses wird beispielsweise von der Firma Hüls America unter dem Handelsnamen Marlowet CA 5 angeboten.
- Türkischrotöl (auch: Sulforicinat, Sulforicinoleat oder turkey red oil, CTFA-Bezeichnung: Sulfated Castor Oil, CAS-Nr.8002-33-3) ist die Bezeichnung für klare, gelbbraune, flüssige Gemenge aus verschiedenen Verbindungen (wie z. B. Ricinusöl, Ricinusölfettsäuren, Schwefelsäureester der Ricinusölfettsäuren, Dioxystearinsäure und deren Schwefelsäureester, Lactone usw.). Türkischrotöl entsteht beispielsweise durch Sulfatierung des Ricinusöles mit Hilfe von SO3 (Soap, Cosmet, Chem. Specialties 48, Nr. 6, 44 [1972]). Das Gemisch wird anschließend mit Natronlauge oder Ammoniak neutralisiert, die dabei entstehenden Seifen sind gegen hartes Wasser weitgehend unempfindlich, waschen haut- und faserschonend und sind auch als anionische Emulgatoren geeignet. Türkischrotöl ist in den zur Anwendung kommenden Verdünnungen gut hautverträglich. Türkischrotöl wird beispielsweise von der Firma Zschimmer & Schwarz unter dem Handelsnamen Türkischrotöl angeboten.
-
- Dabei kann a Werte von 0 bis 10, vorteilhaft 1 bis 5 annehmen. R1 wird gewählt aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Alkylgruppen mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen. R2, R3 und R4 werden unabhängig voneinander gewählt aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Alkyl- und Hydroxyalkylreste mit 1 bis 24 Kohlenstoffatomen.
- Herstellungsbedingt können die verwendeten Tenside Restmengen an physiologisch unbedenklichen, nicht umgesetzen Edukten enthalten, beispielsweise 1,2-Propylenglykol.
- Bevorzugtes Fettalkoholethersulfat ist TIPA-Laurethsulfat.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft beträgt die Gesamtkonzentration an Fettalkoholsulfaten bzw. Fettalkoholethersulfaten von 10 bis 50 Gewichts-%, bevorzugt von 20 bis 40 Gewichts-% und erfindungsgemäß besonders bevorzugt von 31 bis 38 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zubereitungen oder Verwendung sind dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtkonzentration an waschaktiven Tensiden, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate mindestens 31 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, beträgt.
- Die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen wird vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität ≥ 30 mN/m. Besonders vorteilhafte unpolare Lipide im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die im folgenden aufgelisteten.
- Es ist insbesondere bevorzugt, wenn die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitungen zum mehr als 50% aus Mineralöl besteht.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft sind die erfindungsgemäßen Reinigungszubereitungen oder Verwendungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Ölkomponenten gewählt werden aus der Gruppe der Mineralöle und/oder der Paraffinöle.
- Die Gehalt der Lipidphase wird vorteilhaft größer als 20 Gew.-% gewählt, bevorzugt zwischen 30 und 60 Gew.-%, insbesondere bevorzugt zwischen 35 und 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Es ist gegebenenfalls ferner vorteilhaft, wenn gleich nicht zwingend, wenn die Lipidphase zu mehr als 50 Gew.-% – bezogen auf das Gesamtgewicht der Lipidphase – an unpolaren Lipiden (mit einer Polarität ≥ 30 mN/m) enthält.
- Vorteilhaft ist mindestens eine der Phasen durch einen Farbstoff eingefärbt, z. B. um dem Verbraucher die Phasentrennung anzuzeigen. Die Farbstoffe können aus der entsprechenden Positivliste der Kosmetikverordnung bzw. der EG-Liste kosmetischer Färbemittel ausgewählt werden. In den meisten Fällen sind sie mit den für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffen identisch. Der Gehalt an einem oder mehreren Farbstoffen ist vorteilhaft ≤ 0,05 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Zur Einfärbung eignen sich insbesondere öllösliche Farbstoffe.
- Polysorbate sind Polyoxyethylenderivate, die u. a. unter der Bezeichnung Tween bekannt sind. Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Polysorbat 20 (Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat, CAS-Nr. 9005-64-5), welches sich durch folgende Strukturformel (I) auszeichnet, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 20 und n = 10 entspricht.
- Polysorbat 21 (Polyoxyethylen(4)sorbitanmonolaurat, CAS-Nr. 9005-64-5) zeichnet sich ebenfalls durch Strukturformel (I) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 4 und n = 10 entspricht.
- Polysorbat 40 (Polyoxyethylen(20)sorbitanmonopalmitat, CAS-Nr. 9005-66-7) zeichnet sich ebenfalls durch Strukturformel (I) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 20 und n = 14 entspricht.
- Polysorbat 60 (Polyoxyethylen(20)sorbitanmonostearat, CAS-Nr. 9005-67-8) zeichnet sich ebenfalls durch Strukturformel (I) aus, worin w + x + y + z dem Durchschnittswert von 20 und n = 16 entspricht.
- Polysorbat 61 (Polyoxyethylen(4)sorbitanmonostearat, CAS-Nr. 9005-67-8), zeichnet sich ebenfalls durch Strukturformel (I) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 4 und n = 16 entspricht.
- Polysorbat 65 (Polyoxyethylen(20)sorbitantristearat, CAS-Nr. 9005-71-4) zeichnet sich durch Strukturformel (II) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 20 entspricht.
- Polysorbat 80 (Polyoxyethylen(20)sorbitanmonooleat, CAS-Nr. 9005-65-6) zeichnet sich durch Strukturformel (III) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 20 entspricht.
- Polysorbat 81 (Polyoxyethylen(5)sorbitanmonooleat, CAS-Nr. 9005-65-6) zeichnet sich ebenfalls durch Strukturformel (III) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 5 entspricht.
- Polysorbat 85 (Polyoxyethylen(20)sorbitantrioleat, CAS-Nr. 9005-70-3) zeichnet sich durch Strukturformel (IV) aus, worin w + x + y + z einem Durchschnittswert von 20 entspricht.
- Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung ist Polysorbat 20.
- Die Menge an Polysorbaten (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft sind die erfindungsgemäße Verwendungen, wenn die Gesamtkonzentration der Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beträgt.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft sind die erfindungsgemäßen Verwendungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Reinigungszubereitungen, welche in mindestens zwei Phasen vorliegen, enthalten
- (a) mindestens ein waschaktives Tensid, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate,
- (b) einen Gehalt von 20 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, einer oder mehrerer Ölkomponenten, gewählt aus der Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität ≥ 30 mN/m
- (c) mindestens einem Polysorbat und
- (d) eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in einer Gesamtkonzentration von 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Erfindungsgemäß vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zubereitungen oder Verwendungen sind dadurch gekennzeichnet, dass das Konzentrationsverhältnis der Summe aller waschaktiven Tenside, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate zur Summe aller Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl größer oder gleich 20:1 beträgt. Erfindungsgemäß bevorzugt ist ein Konzentrationsverhältnis von größer oder gleich 30:1.
- Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäße Zubereitungen und Verwendungen, weiche neben den oben genannten Bestandteilen Glycerin (Propantriol) enthalten. Glycerin ist eine farblose, klare, hochviskose, geruchlose, süß schmeckende, hygroskopische, praktisch ungiftige Flüssigkeit, die mit Wasser und Alkohol in jedem Verhältnis mischbar ist. Glycerin ist in verschiedenen Reinheiten erhältlich. Es ist vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenn das Glycerin möglichst rein ist, also beispielsweise „chemisch rein" nach DAB, insbesondere auch „reinst" nach DAB.
- Erfindungsgemäß vorteilhaft enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen Glycerin in einer Konzentration von 8 bis 20 Gewichts-%, bevorzugt in einer Konzentration von 12 bis 16 Gewichts-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Weiterhin bevorzugt sind erfindungsgemäße Zubereitungen, welche wasserfrei sind. Hierzu sind im Sinne der vorliegenden Erfindung auch solche Zubereitungen zu rechnen, denen kein Wasser zugesetzt wird, welche aber produktionsbedingt – beispielsweise durch Ver wendung bestimmter wasserhaltiger Rohstoffe – geringe Mengen Wasser enthalten können.
- In vorteilhaften Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Reinigungszubereitungen einen oder mehrere Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe Weizenkeimöl, Hamamelisextrakt, Panthenol, Niacinamid, Meeresalgenextrakt, Kamille, Aloe Vera, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Malvenextrakt.
- Diese Wirkstoffe können erfindungsgemäß vorteilhaft in einer Gesamtkonzentration von 0,1 bis 1,0 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt werden.
- Wenn Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung außer den erfindungsgemäßen Tensiden weitere Tenside enthalten sollen, so wird bevorzugt, deren Konzentration in Bezug auf das Gewicht der Gesamtzusammensetzung nicht größer als 5 Gew.-% zu wählen.
- Erfindungsgemäß können als günstige Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
- Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe
Aminosäuren (z. B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z. B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z. B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z. B. α-Carotin, β-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z. B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z. B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, gamma-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z. B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Pentat-, Hexa-, Heptahioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z. B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z. B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z. B. Zitronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z. B. gamma-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubiquinon und Ubiquinol deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z. B. Ascorbylpalmitate, Mg-Ascorbylphosphate, Ascorbylacetate), Tocopherole und Derivate (z. B. Vitamin E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin A-palmitat) sowie Konyferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Ferulasäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z. B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z. B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z. B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe. - Besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung können öllösliche Antioxidantien eingesetzt werden.
- Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 20 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
- Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
- Zur Anwendung werden die kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen in der für Kosmetika üblichen Weise auf die Haut und/oder die Haare in ausreichender Menge aufgebracht.
- Durch Schütteln unmittelbar vor der Anwendung kann eine optisch homogene Mischung erzeugt werden, welche sich nach kurzer Zeit (d. h. je nach Formulierung in Sekunden, Minuten, Stunden) wieder trennt.
- Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können vorteilhaft als Wannen(bad)zubereitungen, also beispielsweise als Ölbäder und dergleichen, aber auch als Duschpräparate – wie z. B. als Duschöle – oder als Haarwaschmittel verwendet werden.
- Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen. Die Zahlenwerte in den Beispielen bedeuten Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitungen.
Claims (13)
- Kosmetische oder dermatologische Reinigungszubereitungen, welche in mindestens zwei Phasen vorliegen, enthaltend (a) mindestens ein waschaktives Tensid, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate, (b) einen Gehalt von 20 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, einer oder mehrerer Ölkomponenten, gewählt aus der Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität ≥ 30 mN/m (c) mindestens einem Polysorbat und (d) eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in einer Gesamtkonzentration von 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in kosmetischen und/oder dermatologischen Reinigungszubereitungen, welche in mindestens 2-Phasen vorliegen, zur Erhöhung der Viskosität der Reinigungszubereitung im durch Schütteln der Zubereitung erzeugten, optisch homogen wirkenden, zeitlich begrenzt vorliegenden Mischzustand der Zubereitung.
- Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in kosmetischen und/oder dermatologischen Reinigungszubereitungen, welche in mindestens 2-Phasen vorliegen, zur Herstellung von durch Schütteln der Zubereitung erzeugten, zeitlich begrenzt vorliegenden transparenten und optisch homogen wirkenden Mischzuständen der Reinigungszubereitung.
- Verwendung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtkonzentration der Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung beträgt.
- Verwendung nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungszubereitungen, welche in mindestens zwei Phasen vorliegen, enthalten (a) mindestens ein waschaktives Tensid, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate, (b) einen Gehalt von 20 bis 70 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, einer oder mehrerer Ölkomponenten, gewählt aus der Gruppe der unpolaren Lipide mit einer Polarität ≥ 30 mN/m (c) mindestens einem Polysorbat und (d) eine oder mehrere Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl in einer Gesamtkonzentration von 0,2 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
- Zubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Konzentrationsverhältnis der Summe aller waschaktiven Tenside, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate zur Summe aller Verbindungen gewählt aus der Gruppe Laureth-2, Laureth-4, Coceth-3, Coceth-5 und Türkischrotöl größer oder gleich 20:1 beträgt.
- Zubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtkonzentration an waschaktiven Tensiden, gewählt aus der Gruppe der Trialkyl- und/oder Trialkanolaminsalze der Fettalkoholsulfate und Fettalkoholethersulfate mindestens 31 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, beträgt.
- Zubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner Glycerin enthalten.
- Reinigungszubereitungen oder Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycerin als „chemisch rein" oder „reinst" nach DAB zu bezeichnen ist.
- Reinigungszubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölkomponenten gewählt werden aus der Gruppe der Mineralöle und/oder der Paraffinöle.
- Reinigungszubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als waschaktives Tensid TIPA-Laurethsulfat gewählt wird.
- Reinigungszubereitungen oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Polysorbat Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat gewählt wird.
- Reinigungszubereitung oder Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen oder mehrere Wirkstoffe gewählt aus der Gruppe Weizenkeimöl, Hamamelisextrakt, Panthenol, Niacinamid, Meeresalgenextrakt, Kamille, Aloe Vera, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Malvenextrakt.
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