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DE1034359B - Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Kondensationsprodukten

Info

Publication number
DE1034359B
DE1034359B DEB29766A DEB0029766A DE1034359B DE 1034359 B DE1034359 B DE 1034359B DE B29766 A DEB29766 A DE B29766A DE B0029766 A DEB0029766 A DE B0029766A DE 1034359 B DE1034359 B DE 1034359B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urea
waxy
production
condensation products
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB29766A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Triem
Dr Georg Schwarte
Dr Michael Aschenbrenner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB29766A priority Critical patent/DE1034359B/de
Publication of DE1034359B publication Critical patent/DE1034359B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/45Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by condensation
    • C07C45/48Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by condensation involving decarboxylation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Kondensationsprodukten Es wurde gefunden, daß dan wertvolle wachsartige Kondensationsprodukte erhält, wenn man durch Ketonisierung von höhermolekularen Fett- oder Wachssäuren und Reduktion der erhaltenen Ketone in Gegenwart von Ammoniak erhaltene Amine, deren Aminogruppe an ein sekundäres, Reste von mindestens 11 Kohlenstoffatomen tragendes Kohlenstoffatom gebunden ist, in an sich bekannter Weise mit Harnstoff oder mit in der Wärme Harnstoffe bildenden Verbindungen, insbesondere Cyansäure oder deren Salzen, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, erhitzt.
  • Zur Herstellung der Amine, deren Stickstoffatom an ein nicht endständiges Kohlenstoffatom gebunden ist, geht man beispielsweise von technischer Stearinsäure aus, erhitzt diese in Gegenwart von Eisenpulver auf etwa 3300 C, wobei sich unter Abspaltung von Wasser und Kohlensäure ein Ketongemisch bildet, das im wesentlichen aus Stearon besteht. Dieses wird nun in Gegenwart eines Kobaltkatalysators mit Wasserstoff und Ammoniak unter Druck bei etwa 2000 C behandelt, bis keine Druckabnahme mehr erfolgt. Die Reaktion verläuft im wesentlichen nach folgenden Gleichungen: 2 C17H35COOHe (Ct7H35)2=cO+H2o+co2 (Cl7H35)2=Co+H2+NH3, (%H32= CHNH2 + H20 Weitere für das Verfahren als Ausgangsstoffie geeignete Säuren sind beispielsweise Laurinsäure, Palmitinsäure, Oleylsäure oder Mischungen dieser, wie sie z. B. aus technischem Stearin hergestellt werden können. Ebenso kann man Wachssäuren oder die bei der Paraffinoxydation entstehenden Fettsäuren verwenden, Zur Umsetzung der auf die beschriebene Weise erhaltenen Amine mit Harnstoff kann man z. B. so verfahren, daß man die Amine mit dem Harnstoff in solchem Ver'hältnis zusammenschmilzt, daß auf ein Molekül Amin mindestens ein Molekül Harnstoff kommt, und die Schmelze einige Stunden unter Rühren auf 110 bis 1400 C erhitzt, bis die Entwicklung von Ammoniak beendet ist. Anschließend können der überschüssige Harnstoff und sonstige Nebenprodukte durch Waschen mit kochendem Wasser entfernt werden. Man kann auch durch Lösen der Umsetzungsprodukte in organischen Lösungsmitteln, wie Methanol, Abfiltrieren oder Dekantieren und Verdampfen des Lösungsmittels eine Reinigung der erhaltenen Verbindungen erzielen. Es sei bemerkt, daß eine Reinigung der Umsetzungsprodukte, die als Grundstoffe in der Wachsindustrie verwendet werden sollen, von untergeordneter Bedeutung ist und auch unterbleiben kann.
  • An Stelle des Harnstoffs kann man auch Stoffe verwenden, die bei den Umsetzungsbedingungen wie Harnstoff wirken bzw. Harnstoff bilden. So kann man z. B. mit Vorteil das umzusetzende Amin in einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise in Methanol, lösen, die alkalisc'he Lösung mit Salzsäure gegen Methylrot neutralisieren und nun bei Zimmertemperatur so viel einer wäßrigen Kaliumcyanatlösung zugeben, daß auf 1 Mol Amin mindestens 1 Mol Kaliumcyanat kommt. Anschließend erhitzt man die Lösung bis zum Sieden, wobei der Alkylharnstoff zum größten Teil ausfällt, während das bei der Umsetzung entstehende Alkalicblorid in Lösung bleibt. Bei dieser Art der Umsetzung vermeidet man hohe Temperaturen und damit die Bildung von Nebenprodukten.
  • Die in der beschriebenen Weise erhältlichen Umsetzungsprodukte sind besonders gut geeignete Grundstoffe für die wachsverarbeitende Industrie. Es sind salbenartige bis feste belassen, die die überraschende Eigenschaft haben, Wachspasten auf ölbasis, wie Bohnermassen und Schuhkrems, ein salbiges feinkristallines Gefüge zu verleihen und einen besonders schönen Oberflächenspiegel zu erzeugen. Diese Fähigkeit macht sich schon bei Konzentrationen von 1 0/o dieser Stoffe in der fertigen Wacbspaste bemerkbar.
  • Bisher konnte man einen ähnlichen Effekt nur durch Mitverwendung von Kalkseifen enthaltenden Wachsen erzielen, die aber in anderer Hinsicht Nachteile bieten.
  • Die Herstellung von al'kylsubstituierten Harnstoffen durch Umsetzung von Harnstoff mit aliphatischen Monoaminen ist an sich bekannt. Es ist außerdem bekannt, daß man durch Umsetzung von aliphatischen Diaminen mit Harnstoff oder Kaliumcyanat Alkylendiharnstoffe erhält. Sie werden zur Erzeugung von Harnstofformaldehydharzen bzw. von Polykondensationsprodukten empfohlen.
  • In den bekannten Umsetzungsprodukten sind die Aminogruppen an endständige Kohlenstoffatome gehunden Im Gegensatz hierzu werden bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfihdung Amine mit an sekundäre Kohlenstoffatotne gebundenen Aminogrup pen benutzt. Offenbar ist diese Konstitution für die wwertvollen Eigenschaften der erhaltenen Umsetzungsprodukte, insbesondere für ihre ungewöhnlich vorteilhafte Verwendung als Grund- oder Zusatzstoffe in der wachsverarbeitenden Industrie. maßgebend.
  • Die in dem nachstehenden Beispiel aufgeführten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 500 Teile Stearin (SZ=201, VZ=210) werden mit 40 Teilen Eisenpulver 12 Stunden lang unter Rühren auf 3000 C erhitzt; unter Kohlensäure- und Wasser entwicklung bildet sich ein Ketongemisch, das vom Eisenpulver abfiltriert wird und die SZ 0,7, VZ 5,6, COZ 112 und den Fp. 750 C aufweist. 400 Teile dieses Ketongemisches werden mit 24 Teilen eines -Kobaltkatalysators und 100 Teilen flüssigem Ammoniak in einen Autoklav eingefüllt und bei 2000 C mit Wasserstoff unter Druck 10 Stunden lang behandelt. Dabei steigt der Gesamtdruck auf 240 Atmosphären. Das entstehende Amin hat den Fp. 580 C.
  • Gleiche Teile dieses Amins und Harnstoffs werden 4 Stunden unter Rühren auf 1350 C erhitzt, bis die Ammoniakentwicklung aufgehört hat. Das Produkt wird nach dem Erkalten mit Wasser gewaschen, um den überschüssigen Harnstoff zu entfernen. Nach dem Trocknen zeigt das Reaktionsprodukt den Fp. 820 C und enthält 4,3 6/o N.
  • Ein Teil dieses Produktes wird mit 10 Teilen eines Produktes, das durch Veresterung von mit Chromsäure gebleichtem Montanwachs mit Butylenglykol erhalten wurde, 1 Teil Ozokerit, 1 Teil Bienenwachs und 10 Teilen Tafelparaffin (Fp. 50 bis 520 C) aufgeschmolzen. Die Schmelze wird in 75 Teilen Schwerbenzin gelöst, worauf man sie erkalten läßt. Nach dem Erkalten zeigt die Masse eine feinsalbige Struktur und auf derOberfläche einen ausgezeichneten Spiegel. Eine aus den gleichen Bestandteilen, aber unter Ersatz des oben beschriebenen Produktes durch ein Esterwachs hergestellte Masse: zeigt dagegen eine schlechtere Konsistenz und insbesondere eine matte. nicht spiegelnde Oberfläche.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wachs artigen KondensationsproduI<tn, . dadurch gekennzeichnet, daß man durch Ketonisierung von höhermolekularen Fett- oder Wachssäuren und Reduktion der erhaltenen Ketone in Gegenwart von Ammoniak erhaltene Amine, deren Aminogruppe an ein sekundäres, Reste von mindestens 11 Kohlenstoffatomen tragendes Kohlenstoffatom gebunden ist, in an sich bekannter Weise mit Harnstoff oder mit in der Wärme Harnstoffe bildenden Verbindungen, insbesondere Cyansäure oder deren Salzen, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln, erhitzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung P 5645 IV b /39 c (bekanntgemacht am 20. 8. 1953); USA.-Patentschrift Nr. 2 145 242.
DEB29766A 1954-02-18 1954-02-18 Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Kondensationsprodukten Pending DE1034359B (de)

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DE1034359B true DE1034359B (de) 1958-07-17

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2145242A (en) * 1937-07-02 1939-01-31 Du Pont Process of making aliphatic polyureas

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2145242A (en) * 1937-07-02 1939-01-31 Du Pont Process of making aliphatic polyureas

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