DE1034195B - Feuchtwerk fuer Flachdruckmaschinen - Google Patents
Feuchtwerk fuer FlachdruckmaschinenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F7/00—Rotary lithographic machines
- B41F7/20—Details
- B41F7/24—Damping devices
- B41F7/26—Damping devices using transfer rollers
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Befeuchten von Druckformen, insbesondere von solchen
für Offsetmaschinen.
Besonders bei Offsetdruckmaschinen ist eine einwandfreie Befeuchtung der Druckform eine wichtige
Voraussetzung für einwandfreie Druckergebnisse. Diese Befeuchtung muß deshalb sein feinfühlig und in
weiten Grenzen reguliert werden können. Je nach Beschaffenheit der Farbe, der Ätzung des Druckbildes
und der Arbeitsgeschwindigkeit muß mehr oder weniger Wasser auf die Druckform gebracht werden.
Die am meisten verwendeten Feuchtwerke für Druckmaschinen bestehen aus einem in einen Wasserkasten
eintauchenden Wasserduktor, einem an Pendelhebeln sich hin- und herbewegenden Feuchtheber,
einem Wasserreibzylinder und zwei Wischwalzen, welche die Feuchtigkeit auf die Druckplatte auftragen.
Andere Ausführungen bewirken das Befeuchten der Druckplatte mittels Düsen, welche die Feuchtigkeit
aufsprühen.
Bei anderen Feuchtwerken werden Walzenbürsten verwendet, die die Feuchtigkeit aufstreichen oder aufspritzen.
Auch Feuchtwerke mit einer Walzenanordnung nach dem Wringmaschinenprinzip sind bekannt.
Bei diesen wird die Regulierung durch Verändern des Anpreß druckes der Walzen gegeneinander vorgenommen.
Es sind auch Feuchtwerke bekannt, bei denen ein Feuchtigkeitsfilm von einer Tauchwalze direkt auf die
Druckform aufgetragen wird und die überflüssige Feuchtigkeitsmenge durch einen Luftstrom weggeblasen
bzw. verdampft wird.
Im Druckmaschinenbau werden vorzugsweise Feuchtwerke nach dem erstgenannten Prinzip, also mit
Feuchtheber, angewandt.
Bei diesen Feuchtwerken taucht ein periodisch rotierender, in seiner Bewegung regulierbarer Wasserduktor
in ein Wasserbad, ein. Die sich hin- und herbewegende Feuchtheberwalze übertragt die aufgenommene
Feuchtigkeitsmenge auf den Wasserreibzylinder, von dem sie über die Wischwalzen auf die
Druckform gelangt. Die bei Fehlanlage automatisch einsetzende Druckabstellung erfordert eine selbständig
einsetzende Unterbrechung dar Feuchtung, damit die Druckform nicht mit Feuchtigkeit übersättigt wird.
Dies geschieht durch Sperren der Hin- und Herbewegung der Feuchtheberwalze. Bei längerem. Sperren des
Bogenlaufes können die Wischwalzen außerdem mittels eines Handhebels vom Plattenzylinder abgeschwenkt
werden. Die periodisch oder stufenlos regelbare, rotierende Bewegung des Wasserduktors
und die Hin- und Herbewegung der Feuchtheberwalze erfordern einen großen Aufwand an Maschinenteilen.
Bei hohen Maschinenleistungen kann die sich hin-
Anmelder:
VEB Druckmaschinenwerk Planeta, '
Radebeul 2, Friedrich-List-Str. 2
Radebeul 2, Friedrich-List-Str. 2
Helmut Schöne, Radebeul,
Günter Lungwitz, Volkersdorf,
und Alfred Vetter, Radebeul,
sind als Erfinder genannt worden
und herbewegende Heberwalze infolge der auftretenden Stöße bei ihrem Auf treffen auf den Wasserduktor
bzw. Wasserreibzylinder das Druckergebnis nachteilig beeinflussen. Außerdem entstehen, vor allem
bei Druckabstellung, durch diese Hubbewegung oft Überlastungen einzelner Maschinenteile, die einen
Bruch verursachen. Andere der vorstehend bereits angeführten Feuchtwerke haben den Nachteil, daß die
gesamte Maschine infolge des Aufsprühens von Feuchtflüssigkeit oder Verdampfens der zuviel aufgetragenen
Feuchtflüssigkeit, durch den Feuchtigkeitsgehalt der Luft einer verstärkten Korrosion ausgesetzt
ist. Bei Verwendung von Heißluft entstehen weitere Schwierigkeiten durch das vorzeitige Erhärten der
Druckfarbe vor dem eigentlichen Druckvorgang.
Die fortschreitende Technik entwickelt immer schneller laufende Offsetdruckmaschinen. Es werden
bereits Maschinen mit einer Leistung bis zu etwa 7000 bis 8000 Druck pro Stunde gebaut. Für so hohe
Anforderungen sind die bekannten Feuchtvorrichtungen infolge der aufgezeigten Mängel weniger gut geeignet. Die Feuchtvorriahtung muß auch bei höchster
Maschinengeschwindigkeit eine einwandfreie Anfeuchtung
der Druckplatte gewährleisten und dabei zur leichten Bedienung und Wartung gut zugänglich sein.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die in dem Wasserbehälter eintauchende Tauchwalze
exzentrisch gelagert ist und mit ihrer im Bereich der größten. Exzentrizität liegenden Mantelfläche so weit
der Übertragungswalze näherbar ist, daß die jeweils erforderliche Menge des Feuchtigkeitsfilmes übertragen
wird.
809 577/14
Die Übertragungswalze, die sich in Arbeitsstellung an dem Wasserreibzylinder abstützt, ist zur Reinigung
des Feuchtwerkes abschwenkbar angeordnet. Ihre Lagerarme sind zu diesem Zweck an Lagerschildern
angelenkt, die ihrerseits zwecks Regulierung des Spalts zwischen der Übertragungswalze und der Feuchtwalze
ebenfalls schwenkbar ausgebildet sind.
Die Übertragungswalze ist ferner zur Unterbrechung der Feuchtigkeitszufuhr mittels einer von
der Maschine beeinflußten Abstellwelle und einer an den Lagerarmen angreifenden Hebelanordnung von
dem Wasserreibzylinder und der Tauchwalze abhebbar. Zum willkürlichen Abstellen ist ein Handabstellhebel
vorgesehen, der mittels eines an ihm angeordneten Nockens auf die sonst von der Maschine
beeinflußte Hebelanordnung einwirkt.
Der erfindungsgemäß zwischen der Tauchwalze und der Übertragungswalze vorhandene Spalt ermöglicht
eine voneinander unabhängige Drehzahl, ohne daß die Walzen durch gegenseitiges Aufeinanderschleifen
einem Verschleiß unterliegen. Mittels eines stufenlosen Getriebes wird die Drehzahl der Tauchwalze
eingestellt und damit die Feuchtigkeitsmenge reguliert. Schnell auswechselbare und in ihrer Lage verstellbare
Wasserabstreifer ermöglichen eine weitere Regulierung der Feuchtigkeitsmenge bereits auf der
Tauchwalze entsprechend dem geforderten Druckerzeugnis.
Durch die hohe Umfangsgeschwindigkeit der Übertragungswalze wird der mit der Tauchwalze langsam
vorbeistreichende Feuchtigkeitsfilm sehr fein verteilt aufgenommen und schnell zum Wasserreibzylinder
übertragen.
Das Feuchtwerk nach der Erfindung ermöglicht eine raumsparende Konstruktion mit kleinen auftretenden
Bewegungskräften und dadurch äußerst geringem Verschleiß. Die Maschinenleistung kann durch
den sehr ruhigen, erschütterungsfreien Lauf sowie durch die sichere Funktion des Feuchtwerkes wesentlich
erhöht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Die Abbildung
zeigt die schematische Darstellung des Feuchtwerkes in der Seitenansicht.
Eine mit exzentrischen Achsschenkeln versehene Tauchwalze 1 bewegt sich gleichmäßig rotierend in
einem Wasserbad 2. Um einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsfilm zu erhalten, ist die Tauchwalze 1
mit einem Überzug 3 aus Nessel oder einem anderen Stoff versehen. In zwei Lagerarmen 4, welche an
Lagerschildern 12 angelenkt sind, ist eine mit Gummi od. dgl. überzogene Übertragungswalze 5 gelagert, die
sich durch ihr Eigengewicht auf dem Wasserreibzylinder 7 abstützt und dessen Umfangsgeschwindigkeit
annimmt. Mittels Stellschrauben 13 werden die schwenkbar ausgebildeten Lagerschilder 12 so eingestellt,
daß zwischen der Mantelfläche im Bereich der größten Exzentrizität der Tauchwalze 1 und der
Übertragungswalze 5 ein kleiner Spalt 6 verbleibt, der ausreicht, den Feuchtigkeitsfilm von der Tauchwalze 1
zu übernehmen. Durch die hohe Umfangsgeschwindigkeit der Übertragungswalze 5 wird der von der langsam
laufenden Tauchwalze 1 übernommene Feuchtigkeitsfilm sehr fein verteilt dem Wasserreibzylinder 7
zugeführt, von dem aus er über anschließende Wischwalzen 8 auf den Plattenzylinder 9 gelangt. Die Regulierung
der Feuchtigkeitsmenge erfolgt durch Verändern der Drehzahl der Tauchwalze 1 mittels eines
stufenlosen Getriebes, wodurch bei langsamer Drehzahl ein schwächerer Feuchtigkeitsfilm in größeren
periodischen Abständen bzw. bei schnellerer Drehzahl ein stärkerer Feuchtigkeitsfilm in kurzen periodischen
xA-bständen zur Übertragungswalze 5 gefördert wird.
Zur zonenmäßigen Regulierung sind an der Tauchwalze 1 anliegende, schnell auswechselbare und in
Achsrichtung verstellbare Wasserabstreifer 11 'vorgesehen, welche die überflüssige Feuchtigkeitsmenge
entfernen und in den Wasserbehälter 10 zurückleiten. Die Unterbrechung der Feuchtigkeitszufuhr bei Fehlanlage
oder einer anderen Ursache wird durch eine von der Maschine beeinflußte Abstellwalze 14 und
einen darauf befestigten Exzenter 15 ausgelöst. Über eine Rolle 16, einen Rollenhebel 17, einem mit diesem
starr verbundenen und um eine gemeinsame Welle 18 schwenkbaren Abstellhebel 19 und über eine an
letzterem angelenkte Zugstange 20 wird der exzentrische Ausschlag der Abstellwelle 14 auf von der
Zugstange 20 beeinflußte Anschlaghebel 21 übertragen, die im gleichen Drehpunkt wie die Lagerarme
4 an den Lagerschildern 12 angelenkt sind und mit einstellbaren Anschlagschrauben 22 hinter die
Lagerarme 4 greifen. Durch eine von der Abstellwelle 14 ausgelöste und auf die beschriebene Hebelanordnung
übertragene Schwenkbewegung wird die Übertragungswalze 5 vom Wasserreibzylinder 7 abgeschwenkt.
Zum willkürlichen Abstellen des Feuchtwerkes ist ein auf die Hebelanordnung 17 bis 21 einwirkender,
mit einem Nocken 24 versehener Handabstellhebel 23 vorgesehen.
Die Lagerarme 4 sind so ausgebildet und derart an den Lagerschildern 12 angelenkt, daß sie außerdem
ein Ausschwenken der Übertragungswalze 5 aus der Maschine ermöglichen, wodurch eine gute Zugänglichkeit
zu den. übrigen Walzen des Feuchtwerkes zum Zwecke der Reinigung erreicht wird.
Claims (5)
1. Feuchtwerk für Flachdruckmaschinen, bei dem die mittels einer Tauchwalze aus einem Wasserbehälter
entnommene Feuchtflüssigkeit über eine Übertragungswalze, einen Wasserreibzylinder
und daran anschließende Wischwalzen zum Plattenzylinder gelangt und bei dem die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Tauchwalze regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchwalze
(1) exzentrisch gelagert und mit ihrer im Bereich der größten Exzentrizität liegenden Mantelfläche
der Übertragungswalze (5) ausreichend so näherbar ist, daß die jeweils erforderliche Menge des
Feuchtigkeitsfilmes übertragen wird.
2. Feuchtwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerarmie (4) der Übertragungswalze
(5) derart an Lagerschildern (12) angedenkt sind, daß die in Arbeitsstellung sich an
dem Wasserreibzylinder (7) abstützende Übertragungswalze (5) zur Reinigung des Feuchtwerkes
abschwenkbar ist.
3. Feuchtwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschilder (12) zwecks
Regulierung des Spalts zwischen der Übertragungswalze (5) und der Tauchwalze (1)
schwenkbar ausgebildet sind.
4. Feuchtwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungswalze (5)
zur Unterbrechung der Feuchtigkeitszufuhr mittels einer von der Maschine beeinflußten Abstellwelle
(14) und einer an den Lagerarmen (4) an-
greifenden Hebelanordnung (17 bis 21) von dem Wasserreibzylinder (7) und der Tauchwalze (1)
abhebbar ist.
5. Feuchtwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum willkürlichen Abstellen
ein auf die Hebel anordnung (17 bis 21) einwirken-
der, mit einem Nocken (24) versehener Handabstellhebel (23) vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 905 741;
USA.-Patentschriften Nr. 2 622 521, 1900263.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 577/14 7.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV9927A DE1034195B (de) | 1955-12-22 | 1955-12-22 | Feuchtwerk fuer Flachdruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEV9927A DE1034195B (de) | 1955-12-22 | 1955-12-22 | Feuchtwerk fuer Flachdruckmaschinen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1034195B true DE1034195B (de) | 1958-07-17 |
Family
ID=7572885
Family Applications (1)
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| DEV9927A Pending DE1034195B (de) | 1955-12-22 | 1955-12-22 | Feuchtwerk fuer Flachdruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1034195B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1132152B (de) | 1960-10-26 | 1962-06-28 | Planeta Veb Druckmasch Werke | Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruck-maschinen |
| DE1207403B (de) | 1961-06-22 | 1965-12-23 | Leipzig Veb Druckmasch Werke | Tauchwalze fuer ein Feuchtwerk fuer Flachdruckmaschinen |
| DE1236528B (de) | 1960-07-12 | 1967-03-16 | Miller Printing Machinery Co | Feuchtwerk fuer Rotationsflachdruckmaschinen |
| DE29904282U1 (de) | 1999-03-10 | 1999-08-26 | Fischer, Andreas, 30982 Pattensen | Walzenanordnung |
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1955
- 1955-12-22 DE DEV9927A patent/DE1034195B/de active Pending
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