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Die Erfindung bezieht sich auf eine
Gaskompressor-Steuer-
bzw. Regelvorrichtung und einen Gasturbinenkraftwerk-Steuer- bzw. Regelmechanismus,
die so ausgebildet sind, dass sie einen Druckanstieg eines einer
Gasturbine zugeführten
Brennstoffgases selbst dann unterdrücken können, wenn eine Lastzurückweisung
(load rejection) oder ein Lastverlust (load loss) auftritt.
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In einem Gasturbinenkraftwerk, wie
es in 4 gezeigt ist,
wird eine Gasturbine 2 für den Drehantrieb eines Generators 1 mit
einem Brennstoffgas aus einem Gaskompressor 4 über eine
Brennstoffgasleitung 3 versorgt. D.h., das Brennstoffgas
zur Verwendung in der Gasturbine 2 wird durch den Gaskompressor 4 mit einem
für die
Gasturbine 2 geeigneten Druck beaufschlagt.
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Die von der Gasturbine 2 verbrauchte
Brennstoffmenge variiert mit einer von der Gasturbine 2 angeforderten
Generatorlast. Im einzelnen fällt
ein Brennstoffgasdruck P2 am Einlass der
Gasturbine, wenn eine Gasturbinen-Generator-Leistungsabgabe zunimmt, so dass es
erforderlich ist, dass der Gaskompressor 4 den Druck des
Brennstoffgases weiter steigert. Wenn andererseits die Gasturbinen-Generator-Leistungsabgabe abnimmt,
nimmt der Brennstoffgasdruck P2 am Gasturbineneinlass
zu, so dass es erforderlich ist, dass der Gaskompressor 4 den
Druck des Brennstoffgases senkt.
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Ein herkömmliches konkretes Steuer-
bzw. Regelverfahren zum Steuern der Gasturbine 2 und des Gaskompressors 4 wird
nachstehend beschrieben.
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Wie in 4 gezeigt
ist, sind ein Drucksteuerventil 5 und ein Strömungssteuerventil 6 in
die Brennstoffgasleitung 3 eingefügt. Das Drucksteuerventil 5 ist
stromauf (näher
am Gaskompressor 4) angeordnet, während das Strömungssteuerventil 6 stromab
(näher
an der Gasturbine 2) angeordnet ist.
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Eine Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 10 steuert
die Ventilöffnung
des Strömungssteuerventils 6 (d.h.,
PID-Regler) derart, dass eine Abweichung zwischen einer tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe W1 und einem voreingestellten
Zielwert W0 der Generatorlast Null beträgt. Die
Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 10 steuert auch
die Ventilöffnung
des Drucksteuerventils 5 (d.h., PID-Regler) so, dass eine
Abweichung zwischen einem Strömungssteuerventil-Differentialdruck ΔP1, der der Unterschied zwischen dem Brennstoffgasdruck
stromauf des Strömungssteuerventils 6 und
dem Brennstoffgasdruck stromab des Strömungssteuerventils 6 ist,
und einem voreingestellten Wert ΔP0 eines Strömungssteuerventil-Differentialdrucks
Null beträgt.
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Andererseits ist der Gaskompressor 4 mit
einer Rückführleitung 7 zum
Zurückführen des
Brennstoffgases aus dem Gaskompressorauslass zum Gaskompressoreinlass,
einem in die Rückführleitung 7 eingesetzten
Rückführventil 8 und
einem Einlassleitflügel
IGV (inlet guide vane) 9 zum Steuern/Regeln der in den Gaskompressor 4 aufgenommenen
Luftmenge versehen.
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Eine Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 20 ermittelt
P0–i1, was eine Abweichung zwischen einem Brennstoffgasdruck
P1 am Gaskompressorauslass und einem eingestellten
Wert P0 eines voreingestellten Brennstoffgas-Zuführdrucks
ist. Unter Verwendung einer Steuerfunktion Fx1 für das Rückführventil 8 steuert/regelt
die Gaskompressor-Steuer-
bzw. Regelvorrichtung 20 (PID-Regelung), die Ventilöffnung des
Rückführventils 8 gemäß der Abweichung
P0–P1 Unter Verwendung einer Steuerfunktion Fx2 für
das IGV 9 steuert/regelt die Gaskompressor-Steuer- bzw.
Regelvorrichtung 20 (PID-Regelung) außerdem die Flügelöffnung des
IGV 9 gemäß der Abweichung
P0–P1.
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Die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 20 übt nämlich eine
Steuerung/Regelung zur Betätigung
des IGV 9 und des Rückführventils 8 des
Gaskompressors 4 derart aus, dass der Brennstoffgasdruck P1 am Gaskompressorausgang konstant ist. Konkret
gesagt steuert die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 20 die Öffnungen
derart, dass die Öffnung
des Rückführventils 8 verringert
und die Öffnung
des IGV 9 vergrößert wird,
wenn eine Steuerung zum Anheben des Brennstoffgasdrucks P1 erfolgt, und dass die Öffnung des Rückführventils 8 vergrößert und
die Öffnung
des IGV 9 verringert wird, wenn eine Steuerung zum Absenken
des Brennstoffgasdrucks P1 erfolgt.
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Im allgemeinen werden die Gasturbine 2 und
der Gaskompressor 4 von unterschiedlichen Herstellern hergestellt,
und es ist zur allgemeinen Praxis geworden, dass die Gasturbine 2 und
der Gaskompressor 4 nicht zusammenwirkend gesteuert werden.
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Bei einer Gasturbinen-Energieerzeugungseinrichtung
mit einer Gasturbine und einem Generator, die miteinander verbunden
sind, gab es eine Technik zum Durchführen einer vorauseilenden Steuerung
(preceding control), um eine Fehlzündung oder eine Rückzündung eines
Combustors infolge einer Instabilität der Verbrennung zu verhindern
(siehe beispielsweise die ungeprüfte
Japanische Patentveröffentlichung
Nr. 1994-241062).
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Falls die Last an der Gasturbine 2 abrupt
abfällt,
nämlich
wenn eine Lastzurückweisung
(Hauptabschaltvorrichtung offen) auftritt oder wenn ein Lastverlust
der Gasturbine auftritt, steigt der Brennstoffgasdruck P2 (P1) am Gasturbineneinlass
(dem Gaskompressorauslass) steil an. In diesem Fall ist eine herkömmliche
einfache Einschleifen-Rückkoppelungsregelung über den
Druck am Gaskompressor 4, wie sie in 4 gezeigt ist, nicht ausreichend, um
diesen steilen Anstieg zu bewältigen.
Somit steigt der Brennstoffgasdruck P2 (P1) erheblich an und geht dann auf den gewünschten
Druck zurück.
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Infolgedessen kann eine Differentialdrucksteuerung
bzw. -regelung der Gasturbine solche Druckänderungen nicht mehr bewältigen,
so dass eine übermäßige Brennstoffmenge
in die Gasturbine 2 geladen wird und zu einem Ausfall des
Combustors oder zu Brennstoffschwankungen oder -schwingungen führt.
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Daher würde herkömmlicherweise ein großer Abstand
zwischen der Gasturbine 2 und dem Gaskompressor 4 vorgesehen,
um die Brennstoffgasleitung 3 zu verlängern und ein ausreichend großes Leitungsvolumen
zu gewährleisten,
wodurch die Erhöhung
des Brennstoffgasdrucks infolge eines plötzlichen Lastabfalls (Lastzurückweisung,
Lastverlust) der Gasturbine aufgefangen wird.
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In letzter Zeit ist es jedoch erforderlich
gewesen, ein Kraftwerk aus ökonomischen
Gründen
auf begrenztem Raum aufzubauen. Bei diesem begrenzten Raum stößt das herkömmliche
Verfahren, eine lange Rohrleitung zwischen der Gasturbine und dem
Gaskompressor bereitzustellen, an seine Grenzen.
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Die Erfindung wurde in Anbetracht
der früheren
Technologien getätigt.
Ihre Aufgabe ist es, eine Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
und einen Gasturbinenkraftwerk-Steuer- bzw. Regelmechanismus bereitzustellen,
die eine übermäßige Zunahme
eines Brennstoffgasdrucks in einer Brennstoffgasleitung während des
Auftretens eines plötzlichen
Lastabfalls (Lastzurückweisung
oder Lastverlust) verhindern können, selbst
wenn die Brennstoffgasleitung, die eine Gasturbine und einen Gaskompressor
miteinander verbindet, kurz ist.
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Gemäß einem Aspekt der Erfindung
zur Erfüllung
der obigen Aufgabe ist eine Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
zum Ausführen
einer Öffnungssteuerung
eines Rückführventils
vorgesehen, das in eine Rückführleitung
eingefügt
ist, welche ein Brennstoffgas von einem Auslass eines Gaskompressors
zu einem Einlass des Gaskompressors zurückführt, und eine Öffnungssteuerung
eines in dem Gaskompressor vorgesehenen Einlassleitflügels,
wobei
die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung umfasst:
eine
Berechnungseinheit zum Berechnen eines normalen Rückführventil-Öffnungsbefehls
(r1) und eines normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls
(i1) auf der Basis einer Abweichung zwischen
einem Brennstoffgasdruck (P1) am Gaskompressorauslass
und einem voreingestellten Wert (P0) eines
eingestellten bzw. Soll-Brennstoffgaszuführdrucks, und
eine Berechnungseinheit
zum Berechnen eines vorauseilenden Rückführventil-Öffnungsbefehls (r2)
und eines vorauseilenden Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls (i2)
auf der Basis einer Abweichung zwischen einer tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe (W1), die eine
tatsächliche
Leistungsabgabe eines im Drehantrieb von einer Gasturbine, welcher
das Brennstoffgas aus dem Gaskompressor geliefert wird, angetriebenen
Generators ist, und einer Generator-Leistungsabgabe (W1') mit Verzögerung erster
Ordnung, die durch eine Berechnung einer Verzögerung erster Ordnung der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe (W1) erhalten
wurde, und
wobei die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
durchführt:
während eines
normalen Betriebs, eine Öffnungssteuerung
des Rückführventils,
basierend auf einem Wert des normalen Rückführventil-Öffnungsbefehls (r1)
und eine Öffnungssteuerung
des Einlassleitflügels,
basierend auf einem Wert des normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls
(i1) und
bei einem plötzlichen
Lastabfall, eine Öffnungssteuerung
des Rückführventils,
basierend auf einem Wert, der durch Addieren des vorauseilenden
Rückführventil-Öffnungsbefehls (r2)
und des normalen Rückführventil-Öffnungsbefehls (r1)
erhalten wird, und eine Öffnungssteuerung
des Einlassleitflügels,
basierend auf einem Wert, der durch Addieren des vorauseilenden
Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls
(i2) zu dem normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehl
(i1) erhalten wird.
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Wegen der oben beschriebenen Merkmale
kann im Fall eines Lastverlustes (load loss) oder einer Lastzurückweisung
(load rejection) das Rückführventil
in einer vorauseilenden Weise geöffnet
werden, und der Einlassleitflügel
(IGV) kann in ein einer vorauseilenden Weise geschlossen werden.
Als Ergebnis kann der Brennstoffgasdruck am Gaskompressorauslass
gesenkt werden, um die Erhöhung
des Brennstoffgasdruckes am Gasturbineneinlass zu unterdrücken. Somit
kann ein stabiler Betrieb durchgeführt werden.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der
Erfindung ist ein Gasturbinenkraftwerk-Steuer- bzw. Regelmechanismus
vorgesehen mit:
einer Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
zum Durchführen
einer Öffnungssteuerung
eines Rückführventils,
das in eine Rückführleitung
eingefügt
ist, welche ein Brennstoffgas von einem Auslass eines Gaskompressors
zu einem Einlass des Gaskompressors zurückleitet, und einer Öffnungssteuerung
eines Einlassleitflügels
IGV, der in dem Gaskompressor vorgesehen ist, und
einer Gasturbinen-Steuer-
bzw. Regelvorrichtung zum Durchführen
einer Öffnungssteuerung
eines Drucksteuerventils und eines Strömungssteuerventils, die in
eine Gasleitung eingefügt
sind, welche das Brennstoffgas von dem Gaskompressor einer Gasturbine
zuführt,
wobei diese dadurch gekennzeichnet ist, dass:
die Gasturbinen-Steuer-
bzw. Regelvorrichtung eine Berechnungseinheit zum Zuführen einer
tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe
(W1) umfasst, die eine tatsächliche
Leistungsabgabe eines von der Gasturbine drehangetriebenen Generators
ist, zu der Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung, und zum
Zuführen eines
Signals (SW) für
einen plötzlichen
Lastabfall zu der Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung über eine
voreingestellte Zeitspanne, wenn ein Lastverlust oder eine Lastzurückweisung
auftritt, und wobei
die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
umfasst:
eine Berechnungseinheit zum Berechnen eines normalen
Rückführventil-Öffnungsbefehls
(r1) und eines normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls
(i1) auf der Basis einer Abweichung zwischen
einem Brennstoffgasdruck (P1) am Gaskompressorauslass
und einem voreingestellten Wert (P0) eines
eingestellten bzw. Soll-Brennstoffgaszuführdrucks, und
einer Berechnungseinheit
zum Berechnen eines vorauseilenden Rückführventil-Öffnungsbefehls (r2)
und eines vorauseilenden Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls (i2)
auf der Basis einer Abweichung zwischen einer tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe (W1), die die
tatsächliche
Leistungsabgabe des Generators ist, und einer Generator-Leistungsabgabe (W1')
mit Verzögerung
erster Ordnung, die durch eine Berechnung einer Verzögerung erster
Ordnung der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe (W1) erhalten
wurde, und
wobei die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
durchführt:
wenn
das Signal für
einen plötzlichen
Lastabfall nicht eingegangen ist, eine Öffnungssteuerung des Rückführventils,
basierend auf einem Wert des normalen Rückführventil-Öffnungsbefehls (r1),
und eine Öffnungssteuerung
des Einlassleitflügels,
basierend auf einem Wert des normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls
(i1), und
wenn das Signal für einen
plötzlichen
Lastabfall eingegangen ist, eine Öffnungssteuerung des Rückführventils, basierend
auf einem durch Addieren des vorauseilenden Rückführventil-Öffnungsbefehls (r2)
mit dem normalen Rückführventil-Öffnungsbefehl
(r1) erhaltenen Wert, und eine Öffnungssteuerung
des Einlassleitflügels,
basierend auf einem durch Addieren des vorauseilenden Einlassleitflügel-Öffnungsbefehls (i2)
zu dem normalen Einlassleitflügel-Öffnungsbefehl (i1)
erhaltenen Wert.
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Wegen der oben beschriebenen zusammenwirkenden
Steuerung/Regelung durch die Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
und die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung kann im Fall
eines Lastverlustes oder einer Lastzurückweisung das Rückführventil
in einer vorauseilenden Weise geöffnet
werden, und der Einlassleitflügel
(IGV) kann in einer vorauseilenden Weise geschlossen werden.
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Infolgedessen kann der Brennstoffgasdruck
am Gaskompressorauslass gesenkt werden, um den Anstieg des Brennstoffgasdruckes
am Gasturbineneinlass zu unterdrücken.
Somit kann ein stabiler Betrieb durchgeführt werden.
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Die vorliegende Erfindung wird aus
der detaillierten Beschreibung, die nachstehend gegeben wird, und den
beigefügten
Zeichnungen, die lediglich der Veranschaulichung dienen und damit
die Erfindung nicht einschränken,
besser verständlich,
wobei zeigen:
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1 ein
Block-Konfigurationsdiagramm zur Darstellung eines Gasturbinenkraftwerks
mit Steuer- bzw. Regelvorrichtungen und einem Steuer- bzw. Regelmechanismus
gemäß der Erfindung,
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2 ein
Blockdiagramm zur Darstellung der dynamischen Eigenschaften des
Gasturbinenkraftwerks bei einer Lastzurückweisung oder einem Lastverlust,
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3 ein
vereinfachtes Blockdiagramm zur Darstellung der dynamischen Eigenschaften
des Gasturbinenkraftwerks bei einer Lastzurückweisung oder einem Lastverlust,
und
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4 ein
Block-Konfigurationsdiagramm zur Darstellung eines Gasturbinenkraftwerks
mit einer herkömmlichen
Steuer- bzw. Regelvorrichtung.
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Bevorzugte Ausführungsformen und Wirkungen
der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, welche die Erfindung keineswegs einschränken.
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Bei der Erfindung werden Signale
einer tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe, eines parallelen Abfalls (parallel-off)
und plötzlichen
Lastabfalls (plötzlicher
Abfall der Generator-Leistungsabgabe) von einer Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung
einer Gaskompressor-Steuer- bzw.
Regelvorrichtung zugeführt. Falls
eine Lastzurückweisung
oder ein Lastverlust in einer Gasturbine auftritt, betätigt die
Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung ein IGV und ein Rückführventil
eines Gaskompressors in einer vorauseilenden Weise, um einen Anstieg
des Brennstoffgasdrucks am Einlass der Gasturbine zu verhindern.
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Die folgende Bernoulli'sche Gleichung (1)
ist gültig
zwischen einer Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
V
1 und einem Brennstoffgasdruck P
1 am Auslass des Gaskompressors sowie einer
Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
V
2 und einem Brennstoffgasdruck P
2 am Einlass der Gasturbine. Aus dieser Bernoulli'schen Gleichung (1)
wird eine Gleichung (2) abgeleitet.
wobei:
V
1:
Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
(m/s) am Gaskompressorauslass,
V
2:
Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
(m/s) am Gasturbineneinlass,
P
1: Brennstoffgasdruck
(kg/m
2) am Gaskompressorauslass,
P
2: Brennstoffgasdruck (kg/m
2)
am Gasturbineneinlass, und
γ:
spezifisches Gewicht (kg/m
3) des Gasturbinenbrennstoffs.
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Ferner gilt die folgende Beziehung
(3) statisch zwischen der Strömungsgeschwindigkeit
V des von der Gasturbine verbrauchten Brennstoffgases und eine Generator-Leistungsabgabe MW.
wobei
MW: Gasturbinen-Generator-Leistungsabgabe
(tatsächliche
Generatorlast) (MW), und
A: Querschnittsfläche der Rohrleitung
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D.h., falls eine Lastzurückweisung
oder ein Lastverlust auftritt, verringert sich die Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
(der Brennstoffverbrauch) V2 am Gasturbineneinlass.
Falls der Brennstoffgasdruck P1 und die
Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
(Austragung) V1 am Gaskompressorauslass
zu dieser Zeit nicht variieren, steigt der Brennstoffgasdruck P2 am Gasturbineneinlass.
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Nachdem der Brennstoffgasdruck P2 am Gasturbineneinlass gestiegen ist, folgt
die Brennstoffgas-Strömungsgesehwindigkeit
(Brennstoffgas-Strömungsrate)
V1 am Gaskompressorauslass der Brennstoffgas-Strömungsgeschwindigkeit
(dem Brennstoffverbrauch) V2 am Gasturbineneinlass,
so dass V1 = V2,
woraufhin der Brennstoffgasdruck P1 am Gaskompressorauslass
ebenfalls steigt.
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Schließlich wird der Brennstoffgasdruck
auf einen vorgeschriebenen Wert durch die Brennstoffgasdrucksteuerung
bzw. -regelung am Gasturbineneinlass und die Brennstoffgasdrucksteuerung
bzw. -regelung am Gaskompressorauslass gesteuert bzw. geregelt.
Somit kehren beide Brennstoffgasdrücke, P1 und
P2, zu ihren vorgeschriebenen Werten zurück und stabilisieren
sich. Inzwischen fluktuiert der Brennstoffgasdruck P2 am
Gasturbineneinlass und verursacht eine Anomalie bei der Verbrennung
in der Gasturbine, die Verbrennungsschwankungen bzw. -schwingungen
erzeugt.
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Wenn die Brennstoffgasleitung zwischen
der Gasturbine und dem Gaskompressor lang ist, braucht es Zeit,
bis V1 = V2 ist.
Der Brennstoffgasdruck am Gaskompressorauslass fluktuiert minimal.
Somit kehrt der Brennstoffgasdruck P2 am
Gasturbineneinlass früh
zu dem vorgeschriebenen Wert zurück
und kann einen Einfluss auf die Gasturbinenverbrennung minimieren.
Folglich wurde die Brennstoffgasleitung bisher lang gestaltet.
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Die vorher erwähnte Erscheinung – der Anstieg
des Brennstoffgasdrucks P2 am Gasturbineneinlass bei
einer Lastzurückweisung
oder einem Lastverlust – kann
auch dann ausgeschaltet werden, wenn die Brennstoffgasleitung zwischen
der Gasturbine und dem Gaskompressor kurz ist, indem eine Steuerung
derart durchgeführt
wird, dass der Brennstoffgasdruck P1 am
Gaskompressorauslass in einer vorauseilenden weise gesenkt wird.
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Die dynamischen Eigenschaften bei
einer Lastzurückweisung
oder einem Lastverlust werden, wie in 2 gezeigt
ist, mittels eines Blockdiagramms ausgedrückt. In 2 stellt T1 eine
Verzögerungszeit
von der Zufuhr von Brennstoff zur Gasturbine bis zur Wiederspiegelung
bzw. Auswirkung der Brennstoffzufuhr am Ausgang der Gasturbine dar,
und T2 stellt die Zeit von einer Änderung
der Brennstoffströmungsgeschwindigkeit am
Gasturbineneinlass bis zur Auswirkung der Änderung der Brennstoffströmungsgeschwindigkeit
auf die Brennstoffströmungsgeschwindigkeit
am Gaskompressorauslass dar.
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In dem Blockdiagramm der 2 verlängert sich die Verzögerungszeit
T2, falls die Brennstoffgasleitung zwischen
der Gasturbine und dem Gaskompressor lang ist. Infolgedessen nimmt
das Rechenergebnis V1
2–V2
2 bei einer Lastzurückweisung
oder einem Lastverlust einen hohen negativen Wert an. Somit ist
auch dann, wenn der Brennstoffgasdruck P2 am
Gasturbineneinlass einen hohen Wert annimmt, der Brennstoffgasdruck
P1 am Gaskompressorauslass nicht sehr hoch.
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Schließlich ist V1 =
V2, und der Brennstoffgasdruck P1 am Gaskompressorauslass ist gleich dem Brennstoffgasdruck
P2 am Gasturbineneinlass.
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Das in 2 gezeigte
Blockdiagramm kann vereinfacht werden, wie im Blockdiagramm der 3 gezeigt ist.
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Vor dem Auftreten einer Lastzurückweisung
oder eines Lastverlustes, ist der Brennstoffgasdruck P1 am
Gaskompressorauslass gleich dem Brennstoffgasdruck P2 am
Gasturbineneinlass. Somit ergibt sich im Fall einer Lastzurückweisung
oder eines Lastverlustes, dass der Anstieg des Brennstoffgasdrucks
am Gaskompressorauslass von dem Wert der tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe
vor dem Auftreten der Lastzurückweisung
oder des Lastverlustes abhängt,
oder davon abhängt,
wie schnell die tatsächliche
Generator-Leistungsabgabe
gefallen ist.
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Beispiel
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Als nächstes wird ein Beispiel, das
die Erfindung verkörpert,
mit Bezug auf 1 beschrieben.
Teile, welche die gleichen Fähigkeiten
wie bei der vorbekannten Technologie gemäß 4 zeigen, tragen die gleichen Bezugsziffern,
und Beschreibungen dieser Teile werden nur kurz dargelegt.
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Wie in 1 gezeigt
ist, ist ein Gaskompressor 4 mit einer Rückführleitung 7,
einem Rückführventil 8 und
einem IGV (inlet guide vane) 9 versehen. Ein Drucksteuerventil 5 und
ein Strömungssteuerventil 6 sind
in eine Brennstoffgasleitung 3A eingefügt. Ein Brennstoffgas, dessen
Druck durch den Gaskompressor 4 erhöht wird, wird durch die Brennstoffgasleitung 3A geleitet
und einer Gasturbine 2 zugeführt. Die mit dem Brennstoffgas
belieferte Gasturbine 2 treibt rotationsmäßig einen
Generator 1 an, um elektrische Energie zu erzeugen.
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Die Brennstoffgasleitung 3A ist
kürzer
als die herkömmliche
Brennstoffgasleitung 3. Die oben erwähnte mechanische Auslegung
und Konfiguration sind die gleichen wie bei der vorbekannten Technologie
(siehe 4), außer dass
die Brennstoffgasleitung 3A kürzer ist.
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Eine Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 100 steuert
die Ventilöffnung
des Strömungssteuerventils 6 (d.h.,
PID-Regelung) derart, dass eine Abweichung zwischen einer tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe W1 und einem eingestellten
Wert Wo einer eingestellten Ziel-Generatorlast Null beträgt. Die
Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 100 steuert auch
die Ventilöffnung
des Drucksteuerventils 5 (d.h. PID-Regelung), so dass eine
Abweichung zwischen einem Strömungssteuerventil-Differentialdruck ΔP1, der die Differenz zwischen dem Brennstoffgasdruck
stromauf des Strömungssteuerventils 6 und
dem Brennstoffgasdruck stromab des Strömungssteuerventils 6 ist,
und einem voreingestellten Wert ΔP0 eines voreingestellten Strömungssteuerventil-Differentialdrucks
Null ist. Diese Steuerungs- bzw. Regelungsfähigkeiten sind die gleichen
wie diejenigen der herkömmlichen
Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 10 (siehe 4).
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Bei der vorliegenden Ausführungsform
weist die Gasturbinen-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 100 darüber hinaus
neue Fähigkeiten
(1) und (2) auf, die den vorbekannten Technologien fehlen:
- (1) die Fähigkeit,
ein Signal SW für
einen plötzlichen
Lastabfall, einen One-Shot-Puls, an eine Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 200 über eine
voreingestellte Zeitspanne zu senden, wenn ein plötzlicher
Lastabfall (d.h. mindestens entweder ein Lastabfall oder eine Lastzurückweisung
auftritt). In diesem Fall ist die Zeitspanne, während der das Signal SW für einen
plötzlichen
Lastabfall ausgegeben wird (die Zeitspanne, während der der One-Shot-Puls
einen hohen Pegel aufweist), diejenige Zeitspanne zwischen dem Auftreten
eines Lastverlustes oder einer Lastzurückweisung und dem Stabilisieren
der Brennstoffgasdrücke
P1, P2 bei vorgeschriebenen
Werten. Diese Zeitspanne wird für
jedes Kraftwerk eingestellt.
- (2) die Fähigkeit,
die tatsächliche
Generator-Leistungsabgabe
W1 der Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 200 zu
senden.
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Die Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 200 weist
die Fähigkeit
auf, die Ventilöffnungen des
Rückführventils 8 und
des IGV 9 zu steuern und führt eine Steuerung in unterschiedlicher
Weise zwischen einem normalen Betrieb (einem Betrieb ohne Lastverlust
oder Lastzurückweisung)
und dem Auftreten eines Lastverlusts oder einer Lastzurückweisung
durch.
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Zunächst werden die jeweiligen
Rechenfähigkeiten
der Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 200 beschrieben.
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Dann werden die Arten der Steuerung
während
eines Normalbetriebs und im Fall eines plötzlichen Lastabfalls (Lastverlust
oder Lastzurückweisung)
erläutert.
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Die Abweichungs-Berechnungseinheit 201 der
Gaskompressor-Steuer- bzw. Regelvorrichtung 200 ermittelt
eine Brennstoffgasdruckabweichung P1–P0, die eine Abweichung zwischen dem Brennstoffgasdruck
P1 am Gaskompressorauslass und einem voreingestellten
Wert eines eingestellten bzw. Soll-Gaszuführdrucks P0 ist.
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Eine PID-Reglereinheit 202 ermittelt
einen normalen Rückführventil-Öffnungsbefehl
r1 auf der Basis der Brennstoffgasdruckabweichung
P1–P0, während
eine PID-Reglereinheit 203 einen
normalen IGV-Öffnungsbefehl
i1 auf der Basis der Brennstoffgasdruckabweichung
P1–P0 ermittelt.
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Eine Addiereinheit 204 addiert
den normalen Rückführventil-Öffnungsbefehl
r1 und einen (später zu beschreibenden, vorauseilenden
Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2, um einen Rückführventil-Befehl r3 zu
ermitteln. Desgleichen addiert eine Addiereinheit 205 den
normalen IGV-Öffnungsbefehl
i1 und einen vorauseilenden IGV-Öffnungsbefehl
i2 (der später zu beschreiben ist), um
einen IGV-Befehl i3 zu ermitteln.
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Eine Rückführventil-Steuer- bzw. Regelungsfunktionseinheit
(Fx1) 206 ermittelt ein Rückführventil-Öffnungssteuersignal
R eines Werts, der dem Rückführventil-Befehl
r3 entspricht, und eine Öffnungssteuerung des Rückführventils 8 wird
durchgeführt,
die auf den Wert des Rückführventil-Öffnungssteuersignals
R anspricht. Desgleichen ermittelt eine IGV-Steuer- bzw. Regelungsfunktionseinheit
(Fx2) 207 ein IGV-Öffnungssteuersignal I eines
Werts, der dem IGV-Befehl i3 entspricht,
und eine Öffnungssteuerung
des IGV 9 wird in Reaktion auf den Wert des IGV-Öffnungssteuersignals
I durchgeführt.
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Eine Verzögerungsfunktionseinheit erster
Ordnung 208 gibt die tatsächliche Generator-Leistungsabgabe
W1 unverändert
während
der Zeitspanne aus, in der das Signal SW für einen plötzlichen Lastabfall nicht eingegangen
ist, und gibt eine tatsächliche
Generator-Leistungsabgabe W1' einer Verzögerung erster
Ordnung aus, die aus der Berechnung einer Verzögerung erster Ordnung der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabe W1 während
der Zeitspanne, in der das Signal SW für einen plötzlichen Lastabfall eingegangen
ist, erhalten wurde.
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Eine Abweichungs-Berechnungseinheit 209 ermittelt
eine tatsächliche
Generator-Leistungsabgabenabweichung W1'–W1,
die eine Abweichung zwischen der tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe mit
Verzögerung
erster Ordnung W1' und der tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe
W1 ist. Eine vorauseilende Rückführventil-Steuer-
bzw. Regelungsfunktionseinheit (Fx4) 210 ermittelt
den vorauseilenden Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2 auf der Basis der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabenabweichung W1'–W1.
Eine vorauseilende IGV-Steuer- bzw. Regelungsfunktionseinheit (Fx3) 211 ermittelt einen vorauseilenden
IGV-Öffnungsbefehl
i2 auf der Basis der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabenabweichung W1'–W1.
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Wenn das Signal SW für einen
plötzlichen
Lastabfall nicht eingegangen ist, ist die Ausgabe der Abweichungs-Berechnungseinheit 209 gleich
Null, so dass der vorauseilende Rückführventil-Öffnungsbefehl r2 und der
vorauseilende IGV-Öffnungsbefehl
i2 ebenfalls Null betragen. Wenn das Signal
SW für
einen plötzlichen Lastabfall
eingegangen ist, verstärkt
sich die Abweichung zwischen der tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe mit
Verzögerung
erster Ordnung W1' und der tatsächlichen Generator-Leistungsabgabe
W1. Infolgedessen werden der vorauseilende
Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2 und der vorauseilende IGV-Öffnungsbefehl
i2 ausgegeben, die Steuerwerte annehmen,
welche dem Wert der tatsächlichen
Generator-Leistungsabgabenabweichung W1' – W1 entsprechen,
die von der Abweichungs-Berechnungseinheit 209 ausgegeben
wurde.
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Bei der Gaskompressor-Steuer- bzw.
Regelvorrichtung 200 mit den obigen Fähigkeiten beträgt der vorauseilende Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2 normalerweise Null. Damit ist der Rückführventilbefehl
r3 = der normale Rückführventil-Öffnungsbefehl
r1. Infolgedessen ermittelt die Rückführventil-Steuerfunktionseinheit 206 das
Rückführventil-Öffnungssteuersignal R eines
Werts, der dem Rückführventil-Befehl r3 (=
r1) entspricht. In Reaktion auf den Wert
des Rückführventil-Öffnungssteuersignals
R wird eine Öffnungssteuerung
des Rückführventils 8 durchgeführt.
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Normalerweise beträgt der vorauseilende
IGV-Öffnungsbefehl
i2 Null. Damit ist der IGV-Befehl i3 = der normale IGV-Öffnungsbefehl i1.
Infolgedessen ermittelt die IGV-Steuerfunktionseinheit 207 das
IGV-Öffnungssteuersignal
I eines Werts, der dem IGV-Befehl i3 (=
i1) entspricht. In Reaktion auf den Wert
des IGV-Öffnungssteuersignals
I wird eine Öffnungssteuerung
des IGV 9 durchgeführt.
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Infolgedessen ist, wenn der Brennstoffgasdruck
P1 hoch ist, die Ventilöffnung des Rückführventils 8 groß, während die Öffnung des
IGV gering ist. Wenn der Brennstoffgasdruck P1 niedrig
ist, ist die Ventilöffnung des
Rückführventils 8 kurz,
während
die Öffnung
des IGV groß ist.
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Bei der Gaskompressor-Steuer- bzw.
Regelvorrichtung 200 mit den obigen Fähigkeiten nimmt der vorauseilende
Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2 einen bestimmten Wert im Fall eines Lastverlustes
oder einer Lastzurückweisung
an. Somit ist der Rückführventil-Befehl
r3 = der normale Rückführventil-Öffnungsbefehl r1 +
der vorauseilende Rückführventil-Öffnungsbefehl
r2. Infolgedessen ermittelt die Rückführventil-Steuer-
bzw. Regelungsfunktionseinheit 206 das Rückführventil-Öffnungssteuersignal
R eines Werts, der dem Rückführventil-Befehl
r3 (= r1 + r2) entspricht. In Reaktion auf den Wert des
Rückführventil-Öffnungssteuersignals
R wird eine Öffnungssteuerung
des Rückführventils 8 durchgeführt.
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Bei einem Lastverlust oder einer
Lastzurückweisung
nimmt der vorauseilende IGV-Öffnungsbefehl
i2 einen bestimmten Wert an. Somit ist der
IGV-Befehl i3 = der normale IGV-Öffnungsbefehl i1 +
der vorauseilende IGV-Öffnungsbefehl
i2. Folglich ermittelt die IGV-Steuer- bzw. Regelungsfunktionseinheit 207 das
IGV-Öffnungssteuersignal
I eines Werts, der dem IGV-Befehl i3 (=
i1 + i2) entspricht.
In Reaktion auf den Wert des IGV-Öffnungssteuersignals I wird
eine Öffnungssteuerung
des IGV 9 durchgeführt.
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Infolgedessen kann bei einem Lastverlust
oder einer Lastzurückweisung
das Rückführventil 8 in
einer vorauseilenden Weise geöffnet
werden, während
das IGV in einer vorauseilenden Weise geschlossen werden kann. Dadurch
kann der Brennstoffgasdruck P1 am Gaskompressorauslass
gesenkt werden, und der Anstieg des Brennstoffgasdrucks P2 am Gasturbineneinlass kann unterdrückt werden.
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Wegen der oben beschriebenen Steuerung
bzw. Regelung kann bei der kurzen Brennstoffgasleitung 3A ein übermäßiges Ansteigen
der Brennstoffgasdrücke
P1, P2 verhindert
werden, und ein Ausfall des Brenners bzw. Combustors oder das Auftreten
von Verbrennungsschwankungen bzw. -schwingungen können bei einem
Lastverlust oder einer Lastzurückweisung
verhindert werden. Somit kann ein stabiler Betrieb sichergestellt
werden.
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Wenn tatsächlich eine Lastzurückweisung
oder ein Lastverlust auftreten, genügt es, einen Anstieg des Brennstoffgasdrucks
P2 am Gasturbineneinlass zu unterbinden.
Folglich werden den Funktionen Fx3, Fx4, die von den Funktionseinheiten 210, 211 für vorauseilende
Steuerung gemäß 1 verwendet werden, nicht
die Werte eingegeben, die strikt durch die in den Blockdiagrammen
der 2 und 3 gezeigten Berechnungen
erhalten wurden, sondern sie werden anfänglich mit Werten versorgt,
die ausreichend kleiner als die durch die Berechnungen vorgegebenen
Werte sind. Anschließend
werden die gelieferten Werte gemäß Änderungen
im Brennstoffgasdruck P2 am Gasturbineneinlass
während
Lastfluktuationen angepasst.
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Die Zeitkonstante T2,
die in der Funktionseinheit 208 für Verzögerung erster Ordnung verwendet
wird, wird auch durch tatsächliches
Betreiben des Kraftwerks und Beobachten einer Verzögerung bei Änderungen des
Brennstoffgasdrucks P1 am Gaskompressorauslass
in Reaktion auf Änderungen
im Brennstoffgasdruck P2 am Gasturbineneinlass
bestimmt.
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Die Erfindung wurde zwar auf die
vorstehende Art und Weise beschrieben, es ist jedoch anzumerken, dass
die Erfindung hierdurch keineswegs eingeschränkt ist, sondern auf viele
andere Weisen variiert werden kann. Solche Variationen sind nicht
als Abweichen vom Geist und Schutzumfang der Erfindung zu verstehen, und
alle Modifikationen, die einem Fachmann ersichtlich sind, sollen
in den Schutzumfang der beigefügten
Ansprüche
aufgenommen werden.