-
Die
Erfindung betrifft eine Kuvertierstation für Postbearbeitungssysteme,
mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
-
Eine
Kuvertierstation dieser Art ist aus der
DE 10220908C1 bekannt.
Sie enthält
eine Kuvertfördereinrichtung
mit einer im wesentlichen horizontal verlaufenden, etwa in der Horizontalebene
der Oberfläche
eines Kuvertiertisches wirksamen Kuvertzufördervorrichtung, eine sich
an diese anschließende
Kuvertzwischenfördervorrichtung
mit schrägem
Verlauf gegenüber
der Förderrichtung
der Kuvertzufördervorrichtung
und eine sich an diese wiederum anschließende Kuvertweitergabevorrichtung,
deren Förderrichtung
horizontal senkrecht zur Förderrichtung
der Kuvertzufördervorrichtung
und senkrecht zur Einschubrichtung einer der Kuvertzwischenfördervorrichtung
benachbart angeordneten Beilagen-Einschubstation verläuft.
-
Bei
der bekannten Kuvertierstation ist die schräg zu der Kuvertzufördervorrichtung
und schräg zu
der Kuvertweitergabevorrichtung verlaufende Kuvertzwischenfördervorrichtung
so bemessen und angeordnet, daß sie
geöffnete
Kuverts unmittelbar vor die Beilagen-Einschubstation fördert und
dort die geöffneten
Kuverts in Zusammenwirkung mit einer Winkelanschlagvorrichtung präzise vor
der Einschubstation ausrichtet, wonach ein Kuvert in der Einschubstation
mit Beilagen oder Beilagensätzen
gefüllt
und dann nach Unwirksamschalten der Winkelanschlagvorrichtung durch
die Kuvertweitergabevorrichtung abgefördert wird.
-
Erfolgt
bei der bekannten Kuvertierstation nach Unwirksamschalten eines
Teiles der Winkelanschlagvorrichtung die Ubergabe des gefüllten Kuverts
an die Kuvertweitergabevorrichtung, so kann für diese Übergabe ein Resthub der Einschubvorrichtung
ausgenützt
werden. Soll aber die Übergabe
des gefüllten
Kuverts an eine senkrecht zur Einschubrichtung verlaufende Kuvertweitergabevorrichtung
erfolgen, so muß diese Übergabe
nach Unwirksamschaltung des entsprechenden Teiles der Winkelanschlagvorrichtung
durch einen weiteren Betrieb der schräg verlaufenden Kuvertzwischenfördervorrichtung
eingeleitet werden. Dies kann bei vergleichsweise schweren gefüllten Kuverts
und bei ungünstigen
Reibungsverhältnissen
zwischen der Kuvertiertischoberfläche und der Unterseite des
gefüllten
Kuverts zu Schwierigkeiten führen.
-
Fernerhin
kann es bei der bekannten Kuvertierstation im Bereich der schräg verlaufenden
Kuvertzwischenfördervorrichtung
problematisch sein, die im Winkel zur Förderrichtung der Kuvertzufördervorrichtung
verlaufenden Förderbänder, Förderriemen
und damit zusammenwirkende Gegenhaltemittel in Gestalt von Laufrollen
oder in Käfigen
gehaltenen Rollkörpern
so auf dem Kuvertiertisch anzuordnen, daß ein zu füllendes Kuvert vollständig vor
den Bereich der Einschubstation gelangt und gleichwohl auf seinem
Wege etwa zur Beseitigung von Störungen
von oben zugänglich
bleibt.
-
Schließlich kann
es wünschenswert
sein, die Ausbildung des Überganges
von der Kuvertzwischenfördereinrichtung
zu der senkrecht zur Einschubrichtung der Einschubstation verlaufenden
Kuvertweitergabevorrichtung zu vereinfachen.
-
Aus
der
US 5 180 154 A ist
es bekannt, gefüllte
Kuverts von einer Beilagen-Einschubstation über eine
im Winkel verlaufende Transfereinrichtung zu führen und gegen eine Anschlagwand
oder Ausrichtungswand zu fördern,
von der das gefüllte
Kuvert mit gleichbleibender Lineargeschwindigkeit durch eine Rollenanordnung
abgenommen und in einer Richtung rechtwinklig zur Beilageneinschubrichtung weitergefördert wird.
-
Demgemäß ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kuvertierstation mit den
Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1 so auszugestalten,
daß bei
Vereinfachung der Konstruktion und der Steuerung der Anlagenteile
Kuverts mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit vor die Beilagen-Einschubstation
gefördert
und mit vergleichs weise schwerer Beilagenfüllung versehen sicher an eine
senkrecht zur Einschubrichtung orientierte Kuvertweitergabevorrichtung übergeben
werden können.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Kuvertierstation mit den Merkmalen nach Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der dem Anspruch 1
nachgeordneten Ansprüche.
-
Es
ist zwar aus der
DE
10015756 A1 bekannt, eine Kuvertweitergabevorrichtung in
Gestalt eines quer vor einer Einschubstation vorbeigeführten Förderbandes
und einer auf- und abbewegbaren Rollenleiste auszubilden, wobei
diese bekannte Kuvertweitergabevorrichtung auch für die Positionierung des
geöffneten
Kuverts vor der Einschubstation und für die Abförderung des gefüllten Kuverts
aus der Einschubstation verantwortlich ist.
-
Bei
der erfindungsgemäßen Kuvertierstation erfüllt jedoch
die mit dem Obertrum des intermittierend angetriebenen Förderbandes
der Kuvertweitergabevorrichtung zusammenwirkende, nach abwärts vorgespannte
Andruckrolle eine Anschlagfunktion unabhängig von der taktweisen Steuerung
der Kopplungsmittel, die mit dem Obertrum des Förderbandes der Kuvertweitergabevorrichtung
zusammenwirken, insbesondere unabhängig von den Auf- und Abbewegungen
der Rollenleiste, wobei diese Anschlagfunktion nicht einer gesonderten
Steuerung bedarf, wodurch der Gesamt-Steuerungsaufwand verringert wird.
-
Nachfolgend
wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher
erläutert.
-
In
der einzigen Zeichnungsfigur ist schematisch und in perspektivischer
Darstellungsweise eine Kuvertierstation der hier angegebenen An
gezeigt.
-
In
der Zeichnung ist ein winkelförmiger
Abschnitt eines Kuvertiertisches 1 wiedergegeben, welcher
zur Festlegung der Arbeitsebene der Kuvertierstation einstückig gezeichnet
ist. In praktischen Ausführungsformen
sind jedoch gegeneinander verstellbare Abschnitte von Kuvertfördertischen
oder Kuvertiertischen in Zugehörigkeit
zu den einzelnen Anlageteilen vorgesehen.
-
Durch
Längsschlitze 2 und 3 eines
Kuvertiertischabschnittes 1a stehen die Obertrümer 4 bzw. 5 von
mittels eines Antriebs 6 in Umlauf versetzbaren, endlosen
Förderriemen
oder Förderbändern 7 bzw. 8 einer
Kuvertzufördervorrichtung 9 vor.
Die Obertrümer 4 und 5 der
Förderbänder oder
Förderriemen 7 und 8 wirken
mit Gegenhaltemitteln in Gestalt von in Käfigen geführten Rollkugeln 10 bzw. 11 zusammen. Es
können
Reihen solcher Rollkörper
längs des
Verlaufes der Förderbänder oder
Förderriemen 7, 8 vorgesehen
sein.
-
Die
Kuvertzufördervorrichtung 9 liefert
einen Strom vereinzelter, geöffneter
Kuverts in einer im wesentlichen horizontalen, durch den Kuvertiertisch 1 bestimmten
Ebene an, wobei ein solches Kuvert mit 12 bezeichnet und
am Ende der Kuvertzufördervorrichtung 9 gelegen
eingezeichnet ist.
-
An
die Kuvertzufördervorrichtung 9 schließt sich
eine Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 an, welche
die mit Bezug auf die Förderrichtung
entsprechend dem Pfeil P1 vorlaufende Kuvertkante jedes angeförderten
Kuverts 12 ergreift und das Kuvert 12 aus einem
Bereich der Kuvertzufördervorrichtung 9 abzieht,
wobei dieser Bereich der Kuvertzufördervorrichtung 9 eine
Bewegung mit einer Komponente quer zur Förderrichtung entsprechend Pfeil
P1 der Kuvertzufördervorrichtung 9 zuläßt, weil
eine solche teilweise Querbewegung des Kuverts 12 durch
die Gegenhaltemittel 10, 11 in Gestalt von Rollkörpern nicht
behindert wird und die reibende Verbindung zwischen den Obertrümern 4 und 5 der
Förderbänder oder
Förderriemen 7 und 8 und
der Unterseite des Kuverts 12 eine Antriebskomponente in
Richtung des Pfeiles P1 aufrechterhält, eine Querkomponente jedoch
ebenfalls zuläßt.
-
Die
Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 ist dazu
bestimmt, das Kuvert 12 in translatorischer Bewegung in
einem Winkel von etwa 40° bis
etwa 60° relativ
zu der Föderrichtung
der Kuvertzufördervorrichtung 9 abzufördern. Zu
diesem Zwecke sind in einem Kuvertiertischabschnitt 1b entsprechend
dem vorgenannten Winkel schräg
verlaufende Schlitze 14, 15 und 16 vorgesehen,
durch welche hindurch die Obertrümer 17 bzw. 18 bzw. 19 von
endlosen, umlaufenden Zwischenfördervorrichtungs-Förderbändern oder
-Förderriemen 20 bzw. 21 bzw. 22 vorstehen. Die
Zwischenförderriemen 20, 21, 22 sind
durch einen Antrieb 23 in Umlauf versetzbar.
-
Mit
den Zwischenfördervorrichtungs-Förderriemen
oder -Förderbändern 20, 21 und 22 wirken
an einer Lagervorrichtung 24 über auskragende Achsen 25 gelagerte
Gegenhalte-Laufrollen 26 zusammen, welche abweichend von
der in der Zeichnung gewählten,
vereinfachten Darstellung federnd gegen die Obertrümer der
Förderbänder 20, 21 und 22 vorgespannt
sind. Jedenfalls die der Kuvertzufördervorrichtung 9 benachbarten
Laufrollen 26 sind in solchem Maße gegen die zugehörigen Förderbänder 20, 21, 22 der
Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 vorgespannt,
daß dann,
wenn die mit Bezug auf die Förderrichtung
der Kuvertzufördervorrichtung 9 vorlaufende
Kante eines Kuverts 12 den Förderspalt zwischen den nebeneinander
liegenden Gegenhaltelaufrollen 26 einerseits und den Obertrümern der Förderbänder 20, 21 und 22 erreicht,
die Einspannung des Kuverts zwischen diesen Förderspalten aufgrund des Reibschlusses
zu der Oberseite und der Unterseite des angeförderten Kuverts 12 groß genug
ist, um die zuvor erwähnte
translatorische Bewegung des Kuverts 12 einzuleiten und
die Bewegung des Kuverts 12 in Richtung des Pfeiles P2
längs der
Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 fortzuführen.
-
Diese
translatorische Bewegung des Kuverts 12 im Bereich der
Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 in
einem Winkel von 40 bis 60° relativ
zur Förderrichtung
der Kuvertzufördervorrichtung 9 entsprechend
dem Pfeil P1 setzt sich fort, bis die zuvor erwähnte vorlaufende, der Kuvertöffnung gegenüberliegende,
geschlossene Kante des Kuverts 12 gegen ein Anschlaglineal 27 anläuft, das
in einem Abschnitt 1c des Kuvertiertisches 1 in
einer Orientierung senkrecht zu der Förderrichtung der Kuvertzufördervorrichtung 9 entsprechend
Pfeil P1 montiert ist und Teil einer Anschlagvorrichtung 28 der
Kuvertierstation bildet.
-
Während die
präzise
Ausrichtung des Kuverts 12 auf dem Wege längs der
Kuvertzufördervorrichtung 9 und
die präzise
Ausrichtung des Kuverts 12 bei der Übergabe an die Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 nicht
von ausschlaggebender Bedeutung sind, so daß in diesen Abschnitten der
Kuvertierstation auf zusätzliche
seitliche Führungen
im Interesse der Vereinfachung der Konstruktion und der Zugänglichkeit
des Kuvertiertisches von oben verzichtet werden kann, erfolgt nun
durch den Anlauf der erwähnten
vorlaufenden Kante des Kuverts 12 gegen das Anschlaglineal 27 eine
genaue Ausrichtung des Kuverts 12 auf eine Richtung, in
der die genannte vorlaufende Kante senkrecht zur Förderrichtung
der Kuvertzufördereinrichtung 9 entsprechend
Pfeil P1 und senkrecht zu der Einschubrichtung einer nachfolgend
genauer zu beschreibenden Beilagen-Einschubstation 29 verläuft. Das
Kuvert 12 gewinnt diese Ausrichtung nach Anlaufen der vorlaufenden
Kante gegen das Anschlaglineal 27 durch weiteres In-Betrieb-Halten
der Förderbänder 20, 21 und 22 der
Kuvertzwischenfördereinrichtung 13,
wobei die Obertrümer 17, 18 und 19 dieser
Förderbänder 20, 21, 22 nur mehr
geringen Reibschluß zu
der Unterseite des zwischengeförderten
Kuverts 12 unterhalten und somit das Kuvert 12 in
dem Abschnitt 1c des Kuvertiertisches 1 Ausrichtbewegungen
in der Ebene des Kuvertiertisches 1 ausführen kann,
jedoch insgesamt eine Antriebskomponente der Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 in
Richtung des Pfeiles P2 aufrechterhalten bleibt. Zudem können in
dem nicht durch die Gegenhaltemittel-Laufrollen 26 besetzten
Bereich der Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 mit
den Obertrümern
der Förderbänder 20, 21 und 22 Gegenhaltemittel
nach der Art der zuvor erwähnten
Gegenhaltemittel 10 und 11 zusammenwirken, um
die Antriebswirkung auf das Kuvert 12 in Richtung auf das Anschlaglineal 27 zu
verstärken,
ohne ein Kuvertbewegung parallel zum Anschlaglineal 27 zu
verhindern.
-
Die
soeben erwähnte
Bewegung des Kuverts 12 in einer Richtung parallel zu dem
Anschlaglineal 27 in Richtung des Pfeiles P3 setzt sich
fort, bis die neben der Kuvertöffnung
gelegene, nunmehr vorlaufende Seitenkante des Kuverts 12 gegen
ein der Anschlagvorrichtung 28 angehörendes weiteres Anschlagmittel
anläuft,
das durch den Förderspalt
zwischen dem Obertrum 30 eines intermittierend angetriebenen
Förderban des 31 einer
Kuvertweitergabevorrichtung 32 einerseits und einer gegen
den Beginn dieses Obertrums 30 des Förderbandes 31 vorgespannten
Andruckrolle 33 andererseits gebildet ist. Die Vorspannmittel
zum Vorspannen der Andruckrolle 33 nach abwärts gegen
das Obertrum 30 des Förderbandes 31 sind
in der Zeichnung schematisch bei 34 angegeben.
-
Hat
das Kuvert 12 die Winkelanschlagvorrichtung 28 aus
dem Anschlaglineal 27 und dem genannten Förderspalt
zwischen dem zunächst
noch still stehenden Förderband 31 und
der federbelasteten Andruckrolle 33 erreicht, so nimmt
es die in der Zeichnung bei 12' angedeutete Stellung ein.
-
Wird
jetzt das Förderband 31 durch
einen Antrieb 35 in Umlauf versetzt, während gleichzeitig die Förderbänder 20, 21 und 22 durch
den zugehörigen
Antrieb 23 in Umlauf geblieben sind, so wird das Kuvert 12 aus
der bei 12' angedeuteten
Stellung sogleich in präziser
Ausrichtung, wie sie durch das Anschlaglineal 27 hergestellt
wurde, aus dem Abschnitt 1c des Kuvertiertisches 1 abgezogen
und gelangt in den Bereich der Kuvertweitergabevorrichtung 32 mit einer
dieser zugehörigen
auf- und abbewegbaren Rollenleiste 36, welche sich oberhalb
des Förderbandes 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 in Richtung längs des
Pfeiles P4 über
den Bereich vor der Einschubstation 29 hin erstreckt.
-
Der
Antrieb 35 für
das Förderband 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 wird, gegebenenfalls in Zusammenwirkung
mit dem Fachmann geläufigen, auf
die Stellung des Kuverts 12 ansprechenden Lichtschranken,
so gesteuert, daß das
Kuvert 12 in eine präzise
Stellung gegenüber
der Einschubstation 29 gelangt, wonach das Kuvert 12 stillgesetzt
wird.
-
Es
sei erwähnt,
daß gemäß einer
hier nicht gezeigten Abwandlung das Förderband 31 der Kuvertweitergabevorrichtung 32 auch
von einem perforierten Vakuum-Förderband
gebildet sein kann, das über
steuerbar an Vakuum anschließbare
Vakuumkammern läuft
und je nach Vakuumbeaufschlagung der Vakuumkammern mit seinem Obertrum in
Kraftschluß zur
Unterseite eines weiterzugebenden Kuverts 12 gelangt. Während also
bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform
die auf- und abbewegbare Rollenleiste 36 die mit dem Obertrum 30 des Förderbandes 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 zusammenwirkenden Kopplungsmittel
bildete, sind diese Kopplungsmittel bei der abgewandelten Ausführungsform
die mit dem perforierten Vakuumförderband
der Kuvertweitergabevorrichtung 32 zusammenwirkenden, steuerbar
an Vakuum anschließbaren
Vakuumkammern. Das perforierte Vakuumförderband der Kuvertweitergabevorrichtung 32 wirkt auch
bei dieser nicht gezeigten Ausführungsform
mit der nach abwärts
vorgespannten Andruckrolle 33 im Sinne einer Anschlagfunktion zusammen.
-
Die
Einschubstation 29 befindet sich am Ende einer parallel
zur Einschubrichtung der Einschubstation 29 orientierten
Belegzusammentragbahn 37, welche in allgemein bekannter
Weise über die
Oberfläche
der Zusammentragbahn 37 aufragende, an umlaufenden Ketten
oder Bändern
montierte Förderfinger
aufweist, welche Beilagenförderfächer definieren,
aus denen eine Einschubvorrichtung 38 der Einschubstation 29 Beilagen
oder Beilagensätze übernimmt,
um sie in die geöffnet
bereitgehaltenen Kuverts 12 einzuschieben. Ist also ein
Kuvert 12 in präziser
Stellung vor der Einschubstation 29 durch die Kuvertweitergabevorrichtung 32 stillgesetzt,
so wird mittels eines in der Zeichnung schematisch angegebenen Antriebs 39 die
Rollenleiste 36 angehoben, und das Kuvert 12 wird
geöffnet,
derart, daß die Einschubvorrichung 38 die
Beilage oder den Beilagensatz in das geöffnete Kuvert 12 einschieben kann.
Danach wird mittels des Antriebs 39 die Rollenleiste 36 auf
das gefüllte
Kuvert 12 abgesenkt, und mittels des Antriebs 35 wird
das Förderband 31 wieder
in Umlauf versetzt, um das gefüllte
Kuvert 12 zwischen dem Obertrum 30 des Förderbandes 31 aus dem
Abschnitt 1d des Kuvertiertisches 1 in Richtung auf
eine Kuvertschließstrecke 40 im
Bereich eines Abschnitts 1e des Kuvertiertisches 1 abzufördern.
-
Die
Kuvertschließstrecke 40 enthält ein endloses
umlaufendes Förderband 41 und
einen mit dessen Obertrum 42 zusammenwirkenden Gegenhalte-Laufrollensatz 43 sowie
einen Antrieb 44 für
die Bewegung des Förderbandes 41.
Einzelheiten der Kuvertschließstrecke 40 bilden
nicht Bestandteil der Erfindung und sind daher nicht detailliert erläutert. Man
erkennt, daß bei
der durch den Antrieb 39 vorgenommenen Auf- und Abbewegung
der Rollenleiste 36 die kontinuierlich durch die Vorspannmittel 34 gegen
das Obertrum 30 des Förderbandes 31 vorgespannte
Andruckrolle 33 diesen Bewegungen nicht folgt und folglich
unabhängig
von der Betriebsstellung der Rollenleiste 36 die Andruckrolle 33 in
Zusammenwirkung mit dem Obertrum 30 des intermittierend
angetriebenen Förderbandes 31 als
Anschlagmittel der Winkelanschlagvorrichtung 28 jedenfalls
in den Betriebsphasen wirksam bleibt, in denen das Förderband 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 stillgesetzt ist. Wenn also
bei stillgesetztem Förderband 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 die Rollenleiste 36 durch
den Antrieb 39 angehoben wird, das vor der Einschubstation 29 positionierte
Kuvert 12 geöffnet
und eine Beilage oder ein Beilagensatz in das geöffnete Kuvert 12 eingeschoben
wird und danach wieder die Rollenleiste 36 durch den Antrieb 39 abgesenkt
wird, so kann in diesem gesamten Zeitabschnitt ein nachfolgendes
Kuvert 12 von der Kuvertzufördervorrichtung 9 angeliefert,
von der Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 übernommen
und von dieser zur Ausrichtung gegen das Ausrichtlineal 27 geschoben
und schließlich
bis zum Anschlag der nun vorlaufenden Seitenkante des Kuverts 12
am Förderspalt
zwischen dem Obertrum 30 des Förderbandes 31 und
der Andruckwalze 33 weitergeschoben werden. Wird jetzt
der Antrieb 35 des Förderbandes 31 der
Kuvertweitergabevorrichtung 32 in Betrieb gesetzt, so erfolgt
gleichzeitig eine Übertragung
des gefüllten
Kuverts 12 aus dem Abschnitt 1d des Kuvertiertisches 1 an
den Abschnitt 1e des Kuvertiertisches 1 und ein
Hineinfördern
des ausgerichteten und trotz weiterbetriebenen Förderbändern 20, 21 und 22 in
der Anschlagvorrichtung stillgesetzten Kuverts 12 entsprechend
Stellung 12 in die Position vor der Einschubstation 29.
-
Dies
bedeutet, daß derjenige
Teil der Winkelanschlagvorrichtung 28, der durch das Obertrum 30 und
die Andruckrolle 33 gebildet ist, gesondert betätigte und
gesondert gesteuerte Anschlagmittel entbehrlich macht und gleichzeitig
eine unterschiedliche Handhabung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen
Reibungs- und Masseneigenschaften des ungefüllten Kuverts 12 und
des gefüllten
Kuverts 12 beim Übergang
von einem Ausrichtbereich entsprechend Abschnitt 1c des
Kuvertiertisches 1 in einen Weitergabebereich entsprechend
Abschnitt 1d des Kuvertiertisches 1 erfolgt.
-
Es
versteht sich, daß anstelle
der in der Zeichnung gezeigten Förderbänder oder
Förderriemen
der Kuvertzufördervorrichtung 9 und
der Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 auch über Vakuumkammern
geführte
perforierte umlaufende Bänder eingesetzt
werden können,
wobei durch entsprechende Einstellung des Vakuums längs der
Bandlaufrichtung die wirksame Kopplungskraft zwischen der Kuvertunterseite
und den Vakuumförderbändern derart
justiert werden kann, daß die
zuvor erwähnte
Beweglichkeit des Kuverts 12 am Ende der Förderstrecke
der Kuvertzufördervorrichtung 9 und
am Ende der Förderstrecke
der Kuvertzwischenfördervorrichtung 13 zum
Ermöglichen
der jeweiligen translatorischen Bewegungen entsprechend dem Pfeil
P2 und entsprechend dem Pfeil P3 gegeben ist.
-
Weiter
erkennt der Fachmann, daß die
in der Zeichnung nur rein schematisch angegebene Kuvertierstation
beispielsweise bezüglich
der Anbringung der Lagervorrichtung 24 und der Position
des Anschlaglineals 27 so ausgebildet werden kann, daß unterschiedliche
Kuvertformate bearbeitet werden können. Überdies kann die Lagervorrichtung 24 abklappbar
oder hochklappbar ausgebildet sein, um bei Störungen die Oberseite des Kuvertiertisches 1 zugänglich zu
machen. Gleiches gilt für
die Rollenleiste 36 und die Rollensätze 43.