DE10220908C1 - Kuvertierstation für Postbearbeitungssysteme - Google Patents
Kuvertierstation für PostbearbeitungssystemeInfo
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Abstract
Es wird eine Kuvertierstation für Postbearbeitungssysteme mit einer Zufördereinrichtung zum Beilagenzufördern, mit einer Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung zum Vereinzeln von Kuverts aus einem Kuvertstapel, ferner mit einer parallel zur Förderbahn der Zufördereinrichtung neben dieser verlaufenden Kuvertfördereinrichtung zur Übernahme der vereinzelten Kuverts und mit Ausrichtmitteln zur Positionierung eines jeweils zu füllenden Kuverts in präziser Stellung vor einer Einschubvorrichtung angegeben, wobei der Aufwand für die Ausrichtung der zu füllenden Kuverts auf dem Weg zwischen der Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung und der Einschubvorrichtung vereinfacht wird. Dies wird dadurch erreicht, daß die Kuvertfördereinrichtung mindestens in einem der Kuvertzwischenfördereinrichtung benachbarten Endabschnitt so ausgebildet ist, daß sie an einem vereinzelten Kuvert reibend so angreift, daß das Kuvert mit einer Bewegungskomponente horizontal quer zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung bewegbar ist. Die Kuvertzwischenfördereinrichtung hat eine im Winkel zur Förderrichtung der Kuvertförderrichtung verlaufende Förderrichtung und vermag ein angefördertes Kuvert schräg in Horizontalrichtung abzuziehen und gegen eine Winkelanschlaganordnung zu fördern, die willkürlich wirksam oder unwirksam geschaltet werden kann und die in ihrer wirksamen Stellung eine präzise Ausrichtung des Kuverts zum Füllen mit Beilagen oder Beilagensätzen herstellt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kuvertierstation für Postbearbeitungssysteme, nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Kuvertierstation dieser Art ist beispielsweise aus DE 100 15 756 A1
entnehmbar.
Die bekannte Konstruktion einer Kuvertierstation dieser Art sieht vor, daß die
Kuvertfördereinrichtung von einer Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung ausgehend einen
parallelen Verlauf zur Förderbahn für die Förderung der Beilagen oder Beilagensätze
hat und an ihrem Ende Ausrichtmittel in Gestalt von auf das Kuvertformat einstellbaren
Anschlägen vorsieht, derart, daß die Kuvertzwischenfördereinrichtung, die bei der be
kannten Kuvertierstation eine zur Förderrichtung der Förderbahn senkrechte Förder
richtung aufweist, ein von der Kuvertfördereinrichtung angefördertes Kuvert in präzise
ausgerichtetem Zustand übernimmt und es durch Einspannung zwischen einem über
einen Kuvertiertisch geführten Kuvertförderband einerseits und einer auf dieses absenk
baren Rollenleiste andererseits wiederum in eine präzise Stellung vor der Einschubvor
richtung transportiert und dort stillsetzt, damit dann nach Abheben der genannten Rol
lenleiste das Füllen des Kuverts mit Beilagen oder Beilagensätzen erfolgen kann, wo
nach die Rollenleiste wieder auf das gefüllte Kuvert abgesenkt und das Kuvertförderband in
Betrieb gesetzt wird, und dann eine Abförderung des gefüllten Kuverts erfolgt.
Man erkennt, daß bei dieser an sich sehr vorteilhaften bekannten Konstruktion für
die Ausrichtung des Kuverts während der Förderabschnitte im Bereich der Kuvertför
dereinrichtung, im Bereich der dazu senkrecht verlaufenden Kuvertzwischenförderein
richtung sowie vor der Einschubstation ein beträchtlicher apparativer Aufwand und
Steuerungsaufwand betrieben werden muß.
Diesen Aufwand hat man bisher insbesondere deswegen in Kauf genommen, weil
sich die Anordnung der Kuvertfördereinrichtung parallel neben der Förderbahn für die
Beilagen und Beilagensätze und etwa auf gleichem Niveau mit dieser Förderbahn gele
gen für die Einstellung, die Überwachung und die allgemeine Bedienung durch eine
Bedienungsperson als vorteilhaft erwiesen hat, da die Bedienungsperson bei Aufstellung
neben der Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung und der Kuvertfördereinrichtung auch die
Einschubvorrichtung und die Zufördereinrichtung für die Beilagen oder Beilagensätze
beaufsichtigen und dort jeweils Eingriff nehmen kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kuvertierstation der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß unter Beibehaltung der günstigen Positionierungs
möglichkeit für die Bedienungsperson der Aufwand für die Ausrichtung der zu
füllenden Kuverts auf dem Wege zwischen der Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung und
der Einschubvorrichtung vereinfacht wird. Die hier angegebene Kuvertierstation soll
auch für erhöhte Arbeitsgeschwindigkeiten geeignet sein und bei solchen erhöhten
Arbeitsgeschwindigkeiten von beispielsweise über 12.000 Arbeitstakten je Stunde
zuverlässig arbeiten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kuvertierstation mit den
Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbil
dungen einer solchen Kuvertierstation bilden Gegenstand der dem Anspruch 1
nachgeordneten Patentansprüche.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei abschnittsweise unter
schiedlicher und unterschiedlich starker Kopplung zwischen den jeweiligen Kuvertför
dereinrichtungen und durch Vorsehen eines schrägen Verlaufes eines Förderabschnittes
schließlich in einem einzigen Arbeitsgang vor der Einschubvorrichtung eine Ausrich
tung der Kuverts relativ zu zwei Koordinatenachsen gleichzeitig erfolgen kann, ohne
daß zuvor auf Zwischenabschnitten der Kuvertförderung eine präzise Vorausrichtung
erfolgen müßte.
Nachfolgend werden einige Ausführungsformen anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es stellen dar:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Abbildung einer Kuvertierstation für
Postbearbeitungssysteme, teilweise im auseinandergenommenen Zu
stand;
Fig. 2 eine stark vereinfachte Darstellung eines Teils einer Kuvertförderein
richtung und einer zugehörigen Kuvertzwischenfördereinrichtung der
Kuvertierstation nach Fig. 1 in Aufsicht;
Fig. 3 eine schematische, perspektivische Ansicht einer Kuvertfördereinrich
tung und einer Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung unter Wiedergabe einer
Abwandlung gegenüber Fig. 1;
Fig. 4 eine perspektivische, ausschnittsweise Darstellung der Kuvertzwischen
fördereinrichtung in einer Abwandlung gegenüber den Fig. 1 und 2;
Fig. 5 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Teils der Kuvert
fördereinrichtung sowie der Kuvertzwischenfördereinrichtung, welche
gegenüber der Ausbildung nach den Fig. 1 bis 4 wiederum abgewandelt
ist; und
Fig. 6 eine perspektivische und teilweise im Schnitt gezeichnete Detailansicht
von Fördermitteln der Kuvertzwischenfördereinrichtung nach Fig. 5.
Die Kuvertierstation nach Fig. 1 enthält unterhalb einer Förderbahnplatte 1 in be
kannter Weise gelagerte und angetriebene endlose, umlaufende Förderketten 2 und 3,
die in allgemein bekannter Weise mit Förderfingern 5 versehen sind, so daß nebenein
ander liegende Förderfingerpaare, die von dem jeweiligen Obertrum der Förderketten 2,
3 über die Förderbandplatte 1 aufragen, Beilagenfächer definieren, in die längs des Ver
laufes der von den Förderketten 2, 3 gebildeten Zufördereinrichtung Z Beilagen oder
Beilagensätze in die Beilagenfächer eingelegt werden können und in Richtung des
Pfeiles P1 auf die Kuvertierstation hin bewegt werden. Der Antrieb der Förderketten 2
und 3 kann intermittierend oder kontinuierlich arbeiten.
Parallel zu der Zufördereinrichtung Z für die Beilagen oder Beilagensätze er
streckt sich neben der Zufördereinrichtung eine Kuvertfördereinrichtung, die in Fig. 1
allgemein mit 6 bezeichnet ist. Die Kuvertfördereinrichtung 6 schließt sich an eine Ku
vert-Vereinzelungsvorrichtung 7 an, in der aus einem Kuvertstapel aus auf der Kante
stehend eingegebenen Kuverts in an sich bekannter Weise eine Folge vereinzelter Ku
verts erzeugt wird. Die Kuvertfördereinrichtung 6 nimmt diese Folge von vereinzelten
Kuverts auf und transportiert sie im wesentlichen in einer Horizontalebene flachliegend
auf einer Gruppe von endlosen, umlaufenden, über Laufrollen und angetriebene Rollen
geführten Antriebsriemen 8 weiter, wobei die zu transportierenden Kuverts von An
druckrollen oder Andruckwalzen 9 und 10 an ihrer Oberseite belastet und in reibender
Anlage an den Obertrümern der Antriebsriemen 8 gehalten werden.
Zwischen den Andruckrollen oder Andruckwalzen 9 und 10 befindet sich eine
Kuvertklappen-Öffnungsstation 11, die in Fig. 1 nur schematisch angegeben ist und die
bewirkt, daß zunächst der abgeschlossene, vorauslaufende Rand eines Kuverts unter der
Andruckwalze 9, der Kuvertklappen-Öffnungsstation 11 und der Andruckwalze 10 hin
durchläuft, dann aber sich die zunächst noch über der Kuvertöffnung liegende Kuvert
klappe unter den nach rückwärts weisenden Fingern der Kuvertklappen-Öffnungsstation
verfängt und das Kuvert mit geöffneter, flach liegender Klappe durch die Förderriemen
8 und die Andruckwalze 10 weitergefördert wird.
Die geöffneten Kuverts werden durch die Förderriemen 8 und durch die An
druckwalze 10 unter eine Abdeckplatte 12 hinein gefördert. Um dies zu erleichtern,
kann die Abdeckplatte 12 an ihrem stromauf gelegenen Rand eine Aufbiegung 13 auf
weisen. Die Abdeckplatte 12, die an dem Gestell der Kuvertfördereinrichtung 6 vor
zugsweise justierbar befestigt ist, bewirkt, daß derjenige Teil eines geförderten Kuverts,
der den Spaltraum zwischen den Förderriemen 8 und der Andruckwalze 10 verlassen
hat, sanft in Anlage an dem Obertrümern der Förderriemen 8 gehalten wird, wobei die
Förderriemen 8 in Förderrichtung an der durch eine strichpunktierte Linie 14 angedeu
teten Grenze unterhalb der Abdeckplatte um Rollen laufend wieder zurückgeleitet wer
den.
Vor dem Ende der Kuvertfördereinrichtung 6 und dem Ende der Förderbahnplatte
1 der Zufördereinrichtung liegt ein Kuvertzwischenfördertisch 15 einer Kuvertzwi
schenfördereinrichtung 16. Dieser Kuvertzwischenfördertisch 15 ist unterhalb des
Tischniveaus mit sich parallel zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 verlau
fenden Befestigungswangen 17 und 18 versehen, über welche der Kuvertzwischenför
dertisch 15 in Richtung parallel zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 zur
Einstellung auf verschiedene Kuvertformate von der Kuvertfördereinrichtung 6 wegge
zogen oder auf sie hingeschoben und in der jeweiligen Position fixiert werden kann.
Von dem der Kuvertfördereinrichtung 6 benachbarten Rand des Kuvertzwischen
fördertisches 15 ragen vorzugsweise elastisch ausgebildete Zungen 19 in eine Richtung
entgegen der Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 jeweils in Räume zwischen
den Förderriemen 8 unterhalb der Abdeckplatte 12, derart, daß ein auf den Obertrümern
der Förderriemen 8 unter der Abdeckplatte 12 hindurch gefördertes Kuvert mit seinem
vorauslaufenden Rand sicher auf das Niveau des Kuvertzwischenfördertisches 15 ge
langt.
Bedeutsam ist, das der vorauslaufende, zumindest im Wesentlichen quer zur För
derrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 orientierte Rand eines geförderten Kuverts
dann den Kuvertzwischenfördertisch 15 erreicht, wenn die nachlaufenden Teile des Ku
verts einschließlich der Kuvertklappe bereits des Spaltraum zwischen den Obertrümern
der Förderriemen 8 und der Andruckwalze 10 verlassen haben, das Kuvert also nur noch
durch die Abstützung an der Abdeckplatte 12 in Anlage an den Obertrümern der Förder
riemen 8 gehalten wird und damit sich weiterhin in Förderrichtung der Kuvertförderein
richtung 6 bewegt. Die Bedeutung dieser Ausbildung des der Kuvertzwischenförderein
richtung 16 benachbarten Endabschnittes der Kuvertfördereinrichtung 6 ergibt sich aus
den nachfolgenden Betrachtungen.
In dem Kuvertzwischenfördertisch 15 befinden sich langgestreckte Ausschnitte 20
und 21, die nahe dem der Abdeckplatte 12 der Kuvertfördereinrichtung 6 benachbarten
Kante des Kuvertzwischenfördertisches 15 beginnen und etwa diagonal über die Fläche
des Kuvertzwischenfördertisches 15 verlaufen. Der Winkel der Mittellängsachse der
Ausschnitte 20, 21 gegenüber der Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 ist mit
α bezeichnet und liegt im Bereich von 15° bis 75°, wobei ein Winkelbereich von 40° bis
50° zu bevorzugen ist. Durch die Öffnungen der länglichen Ausschnitte 20 und 21 erhe
ben sich die Obertrümer von endlosen, umlaufenden, über Laufrollen und Antriebsrollen
geführten Förderriemen 22 bzw. 23 geringfügig über das Niveau des Kuvertzwischen
fördertisches 15.
Dort, wo die Förderriemen 22 in zwei einander benachbarten, parallel laufenden
Gruppen nahe der stromabgelegenen Kante der Abdeckplatte 12 beginnen und dort über
entsprechende Laufrollen geführt und von ihnen abgestützt sind, stehen ihnen Gegen
halterollen 22a gegenüber, welche an einer Halterung 24 drehbar gelagert sind, wobei
die Halterung 24 ihrerseits um eine Schwenkachse 25 hochschwenkbar an einem Gestell
der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 gelagert ist. Es sei hier bemerkt, daß die Halte
rung 24 mit den Gegenhalterollen 22a in Fig. 1 von den unteren Maschinenteilen abge
hoben gezeichnet ist, praktisch jedoch auf die Förderriemen 22 der Kuvertzwischenför
dereinrichtung 16 abgesenkt montiert ist.
Es ist ferner bedeutsam, daß die Drehachsen der Gegenhalterollen 22a und weite
rer an der Halterung 24 gelagerter Gegenhalterollen 26 ebenso wie die Drehachsen der
Laufrollen der Förderriemen 22 und 23 sowie die Drehachsen der Antriebsrollen, die
mit einem Antrieb 27 gekoppelt sind, sämtlich eine Orientierung orthogonal zu den
Mittellängsachsen der länglichen Ausschnitte 20 und 21 haben, also sämtlich einen
Winkel von α + 90° gegenüber der Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 mit
Bezug auf eine Projektion auf das Niveau des Kuvertzwischenfördertisches 15 einneh
men.
Aufgrund der Tatsache, daß die am Beginn des länglichen Ausschnittes 20 gele
genen Laufrollen und die über sie gelegten Förderriemen 22 mit den jeweils damit zu
sammenwirkenden Gegenhalterollen 22a an der Halterung 24 einen Klemmspalt bilden,
welcher in der Zusammenwirkung einander entsprechender Rollenpaare einen Verlauf
parallel zur Endkante der Abdeckplatte 12, also senkrecht zur Förderrichtung der Ku
vertfördereinrichtung 6 hat, ergreifen die zusammenwirkenden Rollenpaare unter Mit
wirkung der Obertrümer der Förderriemen 22 gleichzeitig die vorauslaufende Kante
eines von der Kuvertfördereinrichtung 6 angeförderten Kuverts, das jedoch in diesem
Endabschnitt der Kuvertfördereinrichtung 6 nicht mehr in einem Klemmspalt zwischen
Förderriemen 8 und Andruckwalze 10 eingespannt ist, sondern von den Obertrümern
der Förderriemen 8 unter sanfter Anlage an der Unterseite der Abdeckplatte 12 vorwärts
gefördert wird, derart, daß das Kuvert eine Bewegungskomponente horizontal quer zur
Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 ausführen kann, da ja die zusammenwir
kenden Rollenpaare der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16, wie zuvor gesagt, eine
Orientierung ihrer Drehachsen im Winkel von α + 90° gegenüber der Förderrichtung der
Kuvertfördereinrichtung 6 haben. Die zusammenwirkenden Rollenpaare und die Förder
riemen 22 ziehen somit das angeförderte Kuvert sogleich in einer Richtung α über die
Oberfläche des Kuvertzwischenfördertisches 15 ab.
Während in einem Anfangsabschnitt der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16,
nämlich in dem durch die Gegenhalterollen 22a und 26 bestimmten Abschnitt, ein Ku
vert von der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 mit deren Antriebsmittel vergleichs
weise fest gekoppelt transportiert wird, wird diese Kopplung in einem etwa vor dem
Ende der Förderbahnplatte 1 gelegenen Bereich zunehmend loser, derart, daß bei der in
Fig. 1 gezeigten Ausführungsform nur mehr das Eigengewicht eines von der Kuvertzwi
schenfördereinrichtung 16 transportierten Kuverts die Reibung zu den Förderriemen 22
und 23 aufrecht erhält und nun das geförderte Kuvert relativ zur Kuvertzwischenför
dereinrichtung in seiner Ebene unter Überwindung von verhältnismäßigen niedrigen
Reibungskräften verschiebbar ist.
Am Ende der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 ist in einer Position gegenüber
dem Ende der Förderbahnplatte 1 eine Winkelanschlaganordnung vorgesehen, die aus
einem mittels eines Antriebs 29 absenkbaren Anschlaglineal 30 und einem mittels ei
nem Antriebs 31 absenkbaren Anschlagstift 32 besteht. Für das Anschlaglineal 30 und
den Anschlagstift 32 kann auch ein gemeinsamer Betätigungsantrieb vorgesehen sein.
Sind das Anschlaglineal 30 und der Anschlagstift 32 über das Niveau des Kuvertzwi
schenfördertisches 12 angehoben, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, so ist die Winkelan
schlaganordnung wirksam geschaltet. Eine Unwirksamschaltung kann entweder das
Absenken sowohl des Anschlaglineals 30 als auch des Anschlagstiftes 32 vorsehen oder
kann auch in der Weise erfolgen, daß entweder das Anschlaglineal 30 oder der An
schlagstift 32 allein unwirksam geschaltet, also im vorliegenden Beispiel abgesenkt
werden, je nachdem, ob nach dem Anlaufen eines von der Kuvertzwischenförderein
richtung 16 geförderten Kuverts an den Winkelanschlag eine Abförderung weiter in
Schrägrichtung entsprechend dem Pfeil P2 oder parallel zur Förderrichtung der Kuvert
fördereinrichtung 6 entsprechend dem Pfeil P3 oder senkrecht hierzu entsprechend dem
Pfeil P4 erfolgt.
Es sei bemerkt, daß nach dem Anlaufen eines von der Kuvertzwischenförderein
richtung 16 geförderten Kuverts gegen die Winkelanschlaganordnung nicht notwendi
gerweise ein Stillsetzen der Förderriemen 22 und 23 erfolgen muß, diese vielmehr mit
tels des Antriebs 27 in Umlauf gehalten werden können, so daß ein gegen die Winkelan
schlaganordnung angelaufenes Kuvert in der Ausrichtstellung an den Anschlägen ver
bleibt. Es kann noch eine zusätzliche Fixierung des ausgerichteten Kuverts auf der
Oberfläche des Kuvertzwischenfördertisches 15 etwa durch eine Vakuumsaugvorrich
tung oder dergleichen vorgesehen sein.
Aus Fig. 1 und aus Fig. 2, in welch letzterer selbstverständlich zu der Darstellung
zu Fig. 1 identische Teile auch mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist ersicht
lich, daß die Förderbahnplatte 1 der Zufördereinrichtung Z nicht etwa an ihrem Ende an
der gegenüberliegenden Kante des Kuvertzwischenfördertisches 15 endet, sondern, wie
in strichpunktierten Linien dargestellt, sich gegenüber der Ebene des Kuvertzuförderti
sches 15 auf etwas höherem Niveau befindet, und sich über eine bestimmte Wegstrecke
oberhalb des Niveaus der Oberseite des Kuvertzwischenfördertisches 15 erstreckt. Das
Niveau der Förderbahnplatte 1 entspricht in etwa dem Niveau der Abdeckplatte 12 der
Kuvertfördereinrichtung 6. Die Bedeutung dieser Anordnung wird nachfolgend noch
erläutert.
Jedenfalls aber werden die mit den Förderfingern 5 besetzten Förderketten 2 und 3
der Zufördereinrichtung an ihrem mit Bezug auf die Fördereinrichtung vorderen Ende
ihres Umlaufs von den ihnen jeweils zugeordneten Kettenrädern vor der Kante des Ku
vertzwischenfördertisches 15 umgelenkt, wobei auch die längs laufenden Schlitze in der
Förderbahnplatte 1 ausreichend vor der Kante des Kuvertzwischenfördertisches 15 in
allen möglichen Einstellpositionen der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 enden, der
art, daß sich die Förderfinger 5 beim Umlauf der Förderketten 2 und 3 ungestört von der
Position der Kuvertzwischenfördereinrichtung unter das Niveau der Förderbahnplatte 1
absenken und zum Beginn der Zufördereinrichtung zurücklaufen können.
Man erkennt, daß ein von den Förderriemen 22 und 23 der Kuvertzwischenför
dereinrichtung 16 gegen die Winkelanschlaganordnung 30, 32, gefördertes Kuvert mit
geöffneter Kuvertklappe aus dem Raum unterhalb der Abdeckplatte 12 herausgezogen
und mit seinem nachlaufenden Teil einschließlich der geöffneten Kuvertklappe in den
Spaltraum zwischen der Oberseite des Kuvertzwischenfördertisches 15 einerseits und
dem diesen überlagernden Teil der Förderbahnplatte 1 hinein gefördert wird, so daß
schließlich dann, wenn das Kuvert gegen die Winkelanschlaganordnung angelaufen und
in seiner präzisen Stellung ausgerichtet ist, die Kuvertklappe im Wesentlichen vollstän
dig unterhalb der Förderbahnplatte 1 bleibt, die obere Wand des Kuverts aber beispiels
weise mittels einer Saugnapfanordnung ober ähnlichen Einrichtungen in dem Bereich
zwischen der Vorderkante der Förderbahnplatte 1 und dem Anschlaglineal 30 hochge
zogen werden kann, um die Kuvertöffnung für die Füllung mit einer Beilage oder einem
Beilagensatz vorzubereiten.
Die Förderbahnplatte 1 kann in ihrem vorderen Bereich, was jedoch in der Zeich
nung nicht dargestellt ist, längs der der Kuvertfördereinrichtung 6 zugewandten Kante
mit einer leichten Aufbiegung versehen sein, um das Einschieben von Kuvertteilen und
Kuvertklappe in den Spaltraum zwischen der Förderbahnplatte 1 und der Oberseite des
Kuvertzwischenfördertisches 15 zu erleichtern, ähnlich der Funktion, wie sie im Zu
sammenhang mit der Aufbiegung 13 der Abdeckplatte 12 beschrieben wurde.
Das Einschieben der Beilagen oder Beilagensätze in das geöffnet bereitgehaltene
und in präziser Stellung ausgerichtete Kuvert geschieht mittels einer Einschubvorrich
tung 35, welche in den Fig. 1 und 2 strichpunktiert als Blocksymbol angedeutet ist. Die
Einschubvorrichtung 35 ist von einer Bauart, welche Sätze von Einschubfingern auf
weist, die von oben nach abwärts bis auf das Niveau der Oberseite der Förderbahnplatte
1 reichen, wenn sie sich in einem in Förderrichtung der Zufördereinrichtung weisenden
Arbeitshub befinden, wobei die Wege der Einschubfinger neben bzw. zwischen den
Bahnen der Förderfinger 5 verlaufen, derart, daß die Einschubfinger der Einschubvor
richtung 35 im Arbeitshub eine Beilage oder einen Beilagensatz aus seiner Lage vor
einem Paar von Förderfingern 5 der Zufördereinrichtung abnehmen und im Laufe des
Arbeitshubes dann in das geöffnete Kuvert einschieben. Arbeitet die Zufördereinrich
tung Z kontinuierlich, so ist die Geschwindigkeit der Einschubfinger der Einschubvor
richtung 25 im Arbeitshub so gewählt, daß die Einschubfinger das Förderfingerpaar 5
überholen und auf diese Weise einen ausreichenden Abstand zwischen dem Förderfin
gerpaar und der nachlaufenden Kante der Beilage oder des Beilagensatzes herstellen, so
daß die Förderfinger die Möglichkeit haben, sich an dem Vorderende ihrer oberen Lauf
bahn ohne Störung des Betriebes unter das Niveau der Förderbahnplatte 1 abzusenken.
Ist die Beilage oder ist der Beilagensatz in das Kuvert eingeschoben, so werden die Ein
schubfinger über das Niveau der Förderbahnplatte angehoben und in einem Rückhub in
eine Ausgangsstellung zurückgeführt.
Einschubvorrichtungen, welche diese Funktionen erfüllen, sind in vielerlei Aus
führungsformen bekannt.
Beispielsweise können die Einschubfinger die Gestalt von Fahnen an endlosen,
umlaufenden Riemen haben, die über angetriebene Rollen und Laufrollen geführt sind,
derart, daß die Fahnen am Ende des Arbeitshubes über die in Einschubrichtung vorderen
Rollen hochgeführt und längs des jeweiligen Obertrums der Riemen in die Ausgangs
stellung zurückgeführt werden, in der dann wiederum eine Absenkung der äußeren Fah
nenenden auf das Niveau der Förderbahnplattenoberseite erfolgt.
Andere bekannte Einschubvorrichtungen enthalten Dreilenker-
Geradführungsgetriebe zur Geradführung einer an einem hin- und herschwingenden
Träger des Dreilenker-Getriebes gelagerten Welle zur Lagerung schwenkbarer und da
durch auf die Förderbahnplattenoberflächen absenkbarer und im Rückhub von ihr ab
hebbarer Einschubfinger.
Zwar bilden Einzelheiten der Einschubvorrichtung 35, soweit sie bekannten Kon
struktionen entsprechen, nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung, doch kann eine
solche Einschubvorrichtung gemäß einer hier vorgeschlagenen vorteilhaften Weiterbil
dung so ausgebildet sein, das ihr Arbeitshub größer bemessen ist, als für das vollständi
ge Einschieben einer Beilage oder eines Beilagensatzes in das gegen die Winkelan
schlaganordnung angelaufenen und ausgerichtete Kuvert notwendig ist. Das Ende des
Arbeitshubs der Einschubvorrichtung 35 dient dann nach Absenken oder Unwirksam
schalten der Winkelanschlaganordnung dazu, das gefüllte Kuvert in den Wirkungsbe
reich einer Kuvertweiterförderungseinrichtung zu schieben, die das gefüllte Kuvert ent
weder in einer Richtung längs des Pfeiles P3 oder längs einer Richtung entsprechend
dem Pfeil P2 von Fig. 1 abfördert. Für die Abförderung des gefüllten Kuverts in Rich
tung des Pfeiles P3 von Fig. 1 ist lediglich das Unwirksamschalten oder Absenken des
Anschlaglineals 30 notwendig.
Man erkennt aus den vorstehenden Erläuterungen in Verbindung mit den Fig. 1
und 2, daß ein von der hier angegebenen Kuvertierstation gefördertes Kuvert ein erstes
Mal eine feste Einspannung zum Verhindern von Kuvertbewegungen in der Kuvertebe
ne quer zur Förderrichtung verläßt, sobald die nachlaufende Kante der geöffneten Ku
vertklappe unter der Gegenhaltewalze 10 hinweggelaufen ist, wonach eine neuerliche
teste Einspannung des Kuverts zum Verhindern von Seitenbewegungen quer zur neuen
Förderrichtung dann erfolgt, wenn die vorauslaufende Kuvertkante unter die gegen die
Förderriemen 22 vorgespannten Gegenhalterollen 22a der Halterung 24 gelangt ist. Die
se teste Einspannung des Kuverts wird jedoch zunehmend gelöst, wenn das Kuvert
nurmehr unter den Gegenhalterollen 26 hindurchläuft und schließlich vollständig von
den Gegenhalterollen der Halterung 24 freikommt. Gleichwohl gelangt schließlich das
Kuvert in seine präzise Stellung beim Anlaufen gegen die Winkelanschlaganordnung.
Auf dem soeben umrissenen Kuvertförderweg sind Seitenführungen nicht erforderlich.
Es treten dabei selbst bei erhöhten Arbeitsgeschwindigkeiten keine Betriebsstörungen
auf.
Sollte sich bei bestimmten Kuvertmaterialien oder bestimmten Kuvertformaten
herausstellen, daß die sanfte Niederhaltung des Kuverts durch die Niederhalteplatte oder
Andruckplatte 12 nicht ausreicht, um die für eine sichere Förderung notwendige Rei
bung der Kuvertunterseite gegenüber den Obertrümern der Förderriemen 8 der Kuvert
fördereinrichtung herzustellen, so kann gemäß einer in Fig. 3 gezeigten Abwandlung die
Niederhalteplatte 12 mit Käfigen für Kugelrollkörper 36 versehen sein, die eine gewisse
Andruckkraft auf das zwischen den Obertrümern der Förderriemen 8 und der Unterseite
der Niederhalteplatte 12 durchlaufende Kuvert ausüben, ohne eine Seitenbewegung quer
zur Förderrichtung der Förderriemen 8 dann wesentlich zu behindern, wenn die vorlau
fende Kuvertkante in Eingriff mit dem Förderspalt zwischen den Förderriemen 22 der
Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 und den Andruckrollen 22a der Halterung 24 ge
langt ist.
Entsprechende Kugelrollkörper mit zugehörigen Führungskäfigen können auch
gemäß einer nicht gezeigten Abwandlung an einer entsprechenden Verlängerung der
Halterung 24 vorgesehen sein, um die Reibungskräfte zwischen der Kuvertunterseite
und den Obertrümern der Förderriemen 22 und 23 auf dem Kuvertförderweg der Ku
vertzwischenfördereinrichtung 16 bis zum Anlaufen an die Winkelanschlaganordnung
ohne eine Blockierung einer Querbewegung relativ zur Förderrichtung der Kuvertzwi
schenfördereinrichtung hervorzurufen.
Fig. 4, in welcher wiederum entsprechende Teile wie in den Fig. 1 und 2 auch mit
gleichen Bezugszeichen versehen sind, zeigt eine Abwandlung der Kuvertzwischenför
dereinrichtung 16, wobei die schräg verlaufenden Ausschnitte 20 und 21 und die För
derriemenanordnungen mit den Förderriemen 22 und 23 über den Bereich der Winke
lanschlaganordnung hinaus verlängert sind. Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungs
form der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 können somit deren Fördermittel dazu
eingesetzt werden, nach Füllen des Kuverts und Unwirksamschalten der Winkelan
schlaganordnung das gefüllte Kuvert in der Richtung entsprechend dem Pfeil P2 von
Fig. 1 abzufördern, derart, daß ein Teil der Fördermittel der Kuvertzwischenförderein
richtung 16 zugleich auch als Kuvertweiterfördereinrichtung verwendbar ist.
Ebenso wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 kann der Antriebs
motor 27 zur Bewegung der Förderriemen 22 und 23 auch in Betrieb gehalten werden,
während sich das Kuvert nach Anlauf an der Winkelanschlaganordnung in seiner präzi
sen Stellung vor der Einschubvorrichtung 35 befindet, was zum einen die Steuerungs
funktionen vereinfacht und zu anderen verhindert, daß etwa vor dem Wirksamwerden
von Fixierungsmitteln, die ein positioniertes Kuvert auf der Oberfläche des Kuvertzwi
schenfördertisches 15 festhalten, das Kuvert von den Anschlägen der Winkelan
schlaganordnung zurückfedert und seine präzise Positionierung verliert.
Die Fig. 5 und 6 illustrieren eine gegenüber den bisher beschriebenen Ausfüh
rungsformen abgewandelte Form der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16, welche zwi
schen eine Kuvertfördereinrichtung 6 und eine Zufördereinrichtung Z für Beilagen oder
Beilagensätze beispielsweise gemäß Fig. 1 eingesetzt werden kann. Die Kuvertzwi
schenfördereinrichtung 16 kann mit einer an ihrem Gestell um eine zur Förderrichtung
der Kuvertfördereinrichtung 6 parallele Achse schwenkbar gelagerten Halterung 24 ver
sehen sein, an welcher Gegenhalterollen 22a mit der im Zusammenhang mit Fig. 1 be
schriebenen Ausrichtung von deren Drehachsen im Winkel α + 90° gegenüber der För
derrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 gelagert sein können. Die schwenkbare Hal
terung 24 mit den Gegenhalterollen ist jedoch zur Vereinfachung der Darstellung von
Fig. 5 dort weggelassen. Es sei angemerkt, daß auch bei einer praktischen Ausführungs
form der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 gemäß Fig. 5 eine schwenkbare Halte
rung 24 mit Gegenhalterollen in bestimmten Fällen vollständig entfallen kann, wie sich
aus der weiteren Beschreibung der Ausführungsform nach Fig. 5 ergibt.
Der Kuvertzwischenfördertisch 15 gemäß Fig. 5 enthält wiederum längliche Aus
schnitte 20, deren Mittellängsachse in einem Winkel von α gegenüber der Förderrich
tung der Kuvertfördereinrichtung 6 horizontal orientiert ist. Aus diesen Ausschnitten
erhebt sich jedoch über das Niveau der Oberseite des Kuvertzwischenfördertisches 15
im Unterschied zu der Ausführungsform nach Fig. 1 nicht etwa das jeweilige Obertrum
von Förderriemen, welche in Fig. 1 mit 22 und 23 bezeichnet waren, sondern das jewei
lige Obertrum von perforierten, endlosen, über Laufrollen und Antriebsrollen geführten
Förderbändern 40, wobei unterhalb des jeweiligen Obertrums eines perforierten Förder
bandes 40 beispielsweise, wie in Fig. 6 gezeigt, unmittelbar dicht an den Kuvertförder
tisch 15 anschließend, sich längs der Förderbänder erstreckende Vakuumkammern 41
vorgesehen sind, die über Vakuumanschlüsse 52 mit einem Vakuum beaufschlagbar
sind.
In einer Horizontalebene nebeneinanderliegende Obertrümer der perforierten För
derbänder 40 beginnen nahe einer zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6
parallelen, der entsprechenden Kante des Kuvertzwischenfördertisches 15 benachbarten
Linie, derart, daß beim Herausfördern eines Kuverts aus der Kuvertfördereinrichtung 6
mit sanfter Einspannung zwischen dessen Fördermitteln die vorauslaufende Kante des
betreffenden Kuverts im wesentlichen gleichzeitig von den Vakuumöffnungen der ne
beneinander liegenden perforierten Förderbandobertrümer erfaßt und festgesaugt wird,
derart, daß dann das betreffende Kuvert in einer Richtung unter dem Winkel α gegen
über der Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung 6 über die Oberfläche des Ku
vertzwischenfördertisches 15 gezogen wird.
Eine in Förderrichtung der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 abnehmende
Festlegung eines zu fördernden Kuverts an den Fördermitteln der Kuvertzwischenför
dereinrichtung 16 in Analogie zu den Ausführungen im Zusammenhang mit den Fig. 1
und 2 erhält man bei der Ausführungsform nach Fig. 5 dadurch, daß entweder die An
zahl nebeneinander liegender perforierter Förderbänder 40, wie in Fig. 5 gezeigt, in
Förderrichtung der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 abnimmt, so daß schließlich im
Bereich der Winkelanschlaganordnung, welche hier allgemein mit 43 bezeichnet ist, nur
mehr ein einziges perforiertes Vakuum-Förderband wirksam ist, oder auch dadurch, daß
in Förderrichtung der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 mehrere, von einander ge
trennte und jeweils individuell beaufschlagbare Vakuumkammern 41 vorgesehen sind,
die jeweils zunehmend mit einem schwächerem Vakuum beaufschlagt werden, damit
sichergestellt ist, daß dann, wenn ein in der Kuvertzwischenfördereinrichtung 16 geför
dertes Kuvert die Winkelanschlaganordnung 43 erreicht, das Kuvert gegenüber den
Fördermitteln der Kuvertzwischenfördereinrichtung beim Anlaufen gegen die Winke
lanschlaganordnung in ausreichendem Maße beweglich ist und eine präzise Ausrichtung
erfährt.
Entsprechend in der Zeichnung nicht gezeigten Ausführungsformen können auch
die Fördermittel im Bereich der Kuvertfördereinrichtung 6 und/oder die Fördermittel im
Bereich der Kuvertweiterförderungseinrichtung zur Verwirklichung eines Abförderns
gefüllter Kuverts in den Richtungen entsprechend den Pfeilen P2, P3 oder P4 perforierte
Vakuum-Förderbänder enthalten. Für die als perforierte Vakuum-Förderbänder ausge
bildeten Fördermittel der Kuvertfördereinrichtung 6 ist jedenfalls zu beachten, daß sie
entweder durch Steuerung des wirksamen Vakuums und/oder durch Steuerung der An
zahl nebeneinander angeordneter, parallel laufender perforierter Vakuum-Förderbänder
in solcher Weise wirksam sind, daß sie in einem Endabschnitt eine Bewegung des Ku
verts mit in einer Bewegungkomponente horizontal quer zur Förderrichtung der Kuvert
fördereinrichtung ermöglichen.
Claims (18)
1. Kuvertierstation für Postbearbeitungssysteme,
mit einer Zufördereinrichtung (Z) zum horizontalen Zufördern von Beilagen oder Beilagensätzen längs einer Förderbahn zu einer einen Arbeitshub in der Förderrichtung der Förderbahn aufweisenden Einschubvorrichtung (35);
mit einer Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung (7) zum Vereinzeln von Kuverts aus einem Kuvertstapel und zur Erzeugung einer Folge vereinzelter Kuverts;
mit einer parallel zur Förderbahn neben dieser verlaufenden Kuvertförderein richtung (6) zur Übernahme der Folge vereinzelter Kuverts und zur Übergabe derselben an eine Kuvertzwischenfördereinrichtung (16);
wobei die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) die Kuverts nach Übernahme von der Kuvertfördereinrichtung (6) im wesentlichen parallel zur Ebene der Förderbahn vor die Einschubvorrichtung (35) transportiert;
mit Ausrichtmitteln (30, 32) zur Positionierung eines jeweils zu füllenden Ku verts in präziser Stellung vor der Einschubvorrichtung (35);
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kuvertfördereinrichtung (6) mindestens in einem der Kuvertzwi schenfördereinrichtung (16) benachbarten Endabschnitt so ausgebildet ist, daß das Kuvert unter antreibender Reibwirkung der Kuvertfördereinrichtung (6) in deren Förderrichtung durch die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) zu einer Bewegung mit einer Komponente horizontal quer zur Förderrichtung der Ku vertfördereinrichtung (6) antreibbar ist;
daß die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) eine im Winkel (α) im Bereich von 15 Grad bis 75 Grad zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung (6) verlaufende Förderrichtung hat, wobei sie in einem der Kuvertfördereinrich tung (6) benachbarten Bereich derart an dem vorlaufenden Rand des Kuverts angreift, daß dieses Kuvert beim Angriff der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) ohne Bewegungskomponente quer zur Förderrichtung der Kuvertzwi schenfördereinrichtung (16) bewegbar ist, und wobei sie in einem der Ein schubvorrichtung (35) benachbarten Abschnitt so ausgebildet ist, daß ein ge fördertes Kuvert relativ zur Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) in seiner Ebene unter Überwindung von Reibungskräften verschiebbar ist;
daß am Ende der Kuvertzwischenfördereinrichtung in der Position gegenüber der Einschubvorrichtung (35) eine Winkelanschlaganordnung (30, 32) vorge sehen ist, die willkürlich wirksam oder unwirksam schaltbar ist, wobei in de ren wirksamen Stellung das Kuvert unter Ausrichtung auf seine präzise Stel lung von der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) mit zwei aneinandersto ßenden seiner Kanten an sie anlegbar ist;
daß die Winkelanschlaganordnung (30, 32) nach Füllen des Kuverts mit einer Beilage oder einem Beilagensatz durch die Einschubvorrichtung (35) wahl weise einseitig oder beidseitig unwirksam schaltbar ist derart, daß das gefüllte Kuvert wahlweise in Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung (6), orthogo nal zu dieser oder in Förderrichtung der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) aus der Kuvertierstation von einer Kuvertweiterförderungseinrichtung abförderbar ist.
mit einer Zufördereinrichtung (Z) zum horizontalen Zufördern von Beilagen oder Beilagensätzen längs einer Förderbahn zu einer einen Arbeitshub in der Förderrichtung der Förderbahn aufweisenden Einschubvorrichtung (35);
mit einer Kuvert-Vereinzelungsvorrichtung (7) zum Vereinzeln von Kuverts aus einem Kuvertstapel und zur Erzeugung einer Folge vereinzelter Kuverts;
mit einer parallel zur Förderbahn neben dieser verlaufenden Kuvertförderein richtung (6) zur Übernahme der Folge vereinzelter Kuverts und zur Übergabe derselben an eine Kuvertzwischenfördereinrichtung (16);
wobei die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) die Kuverts nach Übernahme von der Kuvertfördereinrichtung (6) im wesentlichen parallel zur Ebene der Förderbahn vor die Einschubvorrichtung (35) transportiert;
mit Ausrichtmitteln (30, 32) zur Positionierung eines jeweils zu füllenden Ku verts in präziser Stellung vor der Einschubvorrichtung (35);
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kuvertfördereinrichtung (6) mindestens in einem der Kuvertzwi schenfördereinrichtung (16) benachbarten Endabschnitt so ausgebildet ist, daß das Kuvert unter antreibender Reibwirkung der Kuvertfördereinrichtung (6) in deren Förderrichtung durch die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) zu einer Bewegung mit einer Komponente horizontal quer zur Förderrichtung der Ku vertfördereinrichtung (6) antreibbar ist;
daß die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) eine im Winkel (α) im Bereich von 15 Grad bis 75 Grad zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung (6) verlaufende Förderrichtung hat, wobei sie in einem der Kuvertfördereinrich tung (6) benachbarten Bereich derart an dem vorlaufenden Rand des Kuverts angreift, daß dieses Kuvert beim Angriff der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) ohne Bewegungskomponente quer zur Förderrichtung der Kuvertzwi schenfördereinrichtung (16) bewegbar ist, und wobei sie in einem der Ein schubvorrichtung (35) benachbarten Abschnitt so ausgebildet ist, daß ein ge fördertes Kuvert relativ zur Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) in seiner Ebene unter Überwindung von Reibungskräften verschiebbar ist;
daß am Ende der Kuvertzwischenfördereinrichtung in der Position gegenüber der Einschubvorrichtung (35) eine Winkelanschlaganordnung (30, 32) vorge sehen ist, die willkürlich wirksam oder unwirksam schaltbar ist, wobei in de ren wirksamen Stellung das Kuvert unter Ausrichtung auf seine präzise Stel lung von der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) mit zwei aneinandersto ßenden seiner Kanten an sie anlegbar ist;
daß die Winkelanschlaganordnung (30, 32) nach Füllen des Kuverts mit einer Beilage oder einem Beilagensatz durch die Einschubvorrichtung (35) wahl weise einseitig oder beidseitig unwirksam schaltbar ist derart, daß das gefüllte Kuvert wahlweise in Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung (6), orthogo nal zu dieser oder in Förderrichtung der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) aus der Kuvertierstation von einer Kuvertweiterförderungseinrichtung abförderbar ist.
2. Kuvertierstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrich
tung der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) vorzugsweise im Bereich von 40
Grad bis 50 Grad zur Einschubvorrichtung (35) von der Förderrichtung der Ku
vertfördereinrichtung (6) abweicht.
3. Kuvertierstation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ku
vertfördereinrichtung (6) eine Kuvertklappenöffnungsvorrichtung (11) durchläuft.
4. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertfördereinrichtung (6) parallel zueinander angeordnete, endlose, umlau
fende Förderbänder oder Förderriemen (8) und in einem dem genannten Endab
schnitt mit Bezug auf die Förderrichtung vorgelagerten Abschnitt jeweils mit dem
Obertrum der Förderbänder oder Förderriemen (8) zusammenwirkende, an der
Kuvertoberseite anliegende Gegenhalterollen oder Gegenhaltewalzen (9, 10) ent
hält.
5. Kuvertierstation nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuvertför
dereinrichtung (6) in dem genannten Endabschnitt als mit dem Obertrum der För
derbänder oder Förderriemen (8) zusammenwirkende, sich an die Kuvertoberseite
anlegende Gegenhaltemittel eine gehäusefeste Gegenhalteplatte (12) oder in Kä
figen einer gehäusefesten Gegenhalteplatte geführte Kugel-Rollkörper (36) auf
weist.
6. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertfördereinrichtung (6) über Vakuumkammern laufende, endlose, perfo
rierte Förderbänder enthält, wobei das Vakuum von in dem genannten Endab
schnitt gelegenen Vakuumkammern so einstellbar ist und/oder die Zahl nebenein
ander geführter perforierter Förderbänder im Endabschnitt derart herabgesetzt ist,
daß das geförderte Kuvert in dem genannten Endabschnitt mit der genannten Be
wegungskomponente quer zur Förderrichtung der Kuvertfördereinrichtung (6)
bewegbar ist.
7. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertzwischenfördereinrichtung parallel zueinander angeordnete, endlose,
umlaufende Förderbänder oder Förderriemen (22, 23) und in dem der Kuvertför
dereinrichtung (6) benachbarten Bereich jeweils mit dem Obertrum dieser Förder
bänder oder Förderriemen (22, 23) zusammenwirkende Gegenhalterollen enthält,
deren Drehachsen orthogonal zur Förderrichtung der Kuvertzwischenförderein
richtung (16) orientiert sind.
8. Kuvertierstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuvertzwi
schenfördereinrichtung (16) in einem dem Ende der Obertrümer der Förderbänder
oder Förderriemen (22, 23) näher als deren Anfang gelegenen Bereich als mit dem
Obertrum der Förderbänder oder Förderriemen (22, 23) zusammenwirkende, sich
an die Kuvertoberseite anlegende Gegenhaltemittel eine gehäusefeste Gegenhal
teplatte oder in Käfigen einer gehäusefesten Gegenhalteplatte geführte Kugel-
Rollkörper aufweist.
9. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) über Vakuumkammern laufende, end
lose, perforierte Förderbänder (40) enthält, wobei das Vakuum von im Bereich
nahe der Winkelanschlaganordnung (43) gelegenen Vakuumkammern so einstell
bar ist und/oder die Zahl nebeneinander geführter perforierter Förderbänder (40)
in diesem Bereich derart herabgesetzt ist, daß das geförderte Kuvert relativ zu der
Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) in seiner Ebene unter Überwindung von
Reibungskräften verschiebbar ist.
10. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) derart gesteuert ist, daß ihre Förder
mittel auch in Betrieb gehalten sind, wenn das geförderte Kuvert gegen die Win
kelanschlaganordnung (30, 32, 43) angelaufen ist.
11. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertweiterförderungseinrichtung von einer Verlängerung der Fördermittel
der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) über den Bereich der Winkelan
schlaganordnung (30, 32) hinaus gebildet ist.
12. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertweiterförderungseinrichtung eine Förderrichtung hat, die mit derjenigen
der Zufördereinrichtung (Z) übereinstimmt.
13. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertweiterförderungseinrichtung eine Förderrichtung hat, die quer zur Ein
schubrichtung der Einschubvorrichtung (35) verläuft.
14. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einschubvorrichtung (35) über einer Einschubplatte oder Führungsbahnplatte
(1) gelegen ist und Beilagen oder Beilagensätze von der Zufördereinrichtung (Z)
übernimmt, wobei diese in bestimmtem Abstand von den schräg verlaufenden ho
rizontalen Fördermitteln der Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) endet.
15. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einschubvorrichtung (35) nach Unwirksamschalten, insbesondere Absenken,
der Winkelanschlaganordnung (30, 32) durch Fortsetzen ihres Arbeitshubes nach
dem Einschubvorgang die Weitergabe des gefüllten Kuverts an die Kuvertweiter
förderungseinrichtung bewirkt.
16. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Förderrichtung und der Verlauf der Fördermittel der Kuvertzwischenförderein
richtung (16) so gewählt sind, daß sie in den von der Winkelanschlaganordnung
definierten Winkelraum hineinweisen.
17. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Winkelanschlaganordnung (30, 32) von einem Anschlaglineal (30) und einem
Anschlagstift (32) gebildet sind.
18. Kuvertierstation nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kuvertzwischenfördereinrichtung (16) einen Tisch (15) aufweist, dessen Posi
tion relativ zu einem Gestell der Kuvertfördereinrichtung (6) horizontal in deren
Förderrichtung einstellbar (17, 18) ist.
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