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Die
Erfindung betrifft ein Benachrichtigungsverfahren als Maßnahme zur
Information mindestens eines Teilnehmers in einem System zur Daten-
Kommunikation über
Neuerungen und/oder Bekanntmachung von Services, neuen Angeboten
u.s.w. und ein dementsprechend ausgebildetes Kommunikationssystem.
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Bereits
heute werden Nutzern drahtloser und drahtgebundener Kommunikationstechniken
eine Menge an Diensten und Services angeboten. Bekannte Beispiele
für derartige
Services sind Sport-, Wetter-, Börsen-
und Wirtschafts-Nachrichten, aber auch Unterhaltungsdienste wie
z.B. TV oder Net-TV und Radio oder Net-Radio. Aufgrund der Vielfalt
an Diensten und Services ist es sehr schwierig, ständig auf
dem neuesten Stand zu bleiben, welche Services wo und wann angeboten
werden.
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Zur
Zeit wird das Problem im Allgemeinen so gelöst, dass sich ein Nutzer selbst,
beispielsweise im Internet, über
ihn interessierende Dienste erkundigt. Der Nutzer informiert sich
dabei selber, wann und wo diese Dienste übertragen werden. Weiterhin
ist es möglich,
dass sich ein Teilnehmer z.B. auf einer Web-Seite zu einem Dienst
einträgt.
Daraufhin benachrichtigt der Dienstanbieter den Teilnehmer beispielsweise über e-mail oder SMS, wann,
wo und wie ein betreffender Dienst übertragen wird.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein System
zu schaffen, mit dessen Hilfe ein Nutzer automatisch Informationen
erhält,
wann und wo Services übertragen
werden, die für
ihn von Interesse sind. Ähnlich
einer e-mail oder SMS sollen diese Informationen an interessierte
Nutzer versendet werden. Allerdings sollen die Informationen erfindungsgemäß effizienter
als über
e-mail oder SMS an die interessierten Nutzer verteilt werden.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 1 und ein
Kommunikationssystem nach Anspruch 10 gelöst. Erfindungsgemäß wird das
sog. SIP Protokoll als Basis für
die Lösung
der vorstehenden Aufgabe verwendet, das in einigen wesentlichen
Punkten nachfolgend erläutert
wird.
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Im
Rahmen der Third Generation Partnership Project- bzw. 3GPP-Standardisierung
wird das sogenannte IP Multimedia Core Network Subsystem IMS spezifiziert,
welches die Verbindung zwischen externen Leitungs-orientierten Netzen
und der Paketorientierten Domäne
des Mobilfunknetzes herstellt. Zusätzlich werden erweiterte Services
in externen Paket-orientierten Netzen wie dem öffentlichen Internet und Netzbetreiberspezifische
Services ermöglicht.
Die Signalisierung zum Verbindungsaufbau zwischen den Mobilfunkgeräten und
dem IMS und weiter zu anderen Teilnehmern oder Services erfolgt
unter Verwendung des in der Internet Engineering Task Force IETF
spezifizierten Session Initiation Protocols SIP. SIP Nachrichten
bestehen grundsätzlich
aus zwei Teilen. Der erste Teil enthält die signalisierungsspezifischen
Informationen, im zweiten Teil können Daten
oder Informationen zu Applikationen transportiert werden.
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Es
ist sehr vorteilhaft, ein Benachrichtigungsverfahren mit Service
announcements über SIP
durch die SUBSCRIBE/NOTIFY-Funktionalität zu realisieren,
da die Interfaces zwischen IMS Knotenpunkten bereits SIP und SUBSCRIBE/NOTIFY-Mechanismus
unterstützen.
Dementsprechend sind nur geringe Änderungen zur Implementierung dieses
Dienstes in IMS notwendig. In einer Ausführungsform der Erfindung wird
der zulässige
Wertebereich der "Event:"-Kopfzeile in der
SIP-Event SUBSCRIBE und NOTIFY Nachricht um einen weiteren Wert
erweitert, der dann selber als "Service-Announcement" bezeichnet wird.
Die Art eines jeweiligen Events wird hierin eindeutig identifiziert.
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Die
weiteren abhängigen
Ansprüche
enthalten jeweils ebenfalls besonders vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung. Demnach kann der Bekanntmachungsservice
in der Request-URI einer SUBSCRIBE Nachricht benannt werden. Darin
kann auch der Name eines Dienst-Anbieters und/oder Netzbetreibers
angegeben werden. Ferner kann die Information, über welche Services und/oder
Arten von Services ein Nutzer benachrichtigt werden möchte, in
der Request-URI der SUBSCRIBE Nachricht angegeben werden.
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Schließlich kann
ein Dienst grob durch die Request-URI unterschieden oder kategorisiert
werden, wobei eine feinere Unterscheidung durch den Inhalt eines
jeweiligen Nachrichten-Körpers vorgenommen
wird.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung ist es unter Auswertung von Informationen über einen
Teilnehmer möglich,
auch Hinweise für
neue Dienste oder Informationsplattformen etc. gezielt zu übersenden.
Hierzu können
personengebundene Informationen, aber auch logische Auswertungen
bereits abonnierter Dienste genutzt werden.
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Die
Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren
anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine Prinzip-Darstellung
einer Netzwerk-Architektur,
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2 eine schematische Darstellung
des Ablaufs eines erfindungsgemäßen Verfahrens
zur gezielten Benachrichtigung und
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3 eine Darstellung einer
hierarchischen Struktur.
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In
den Figuren und den weiteren Erläuterungen
werden gleiche Funktionsblöcke
etc. einheitlich bezeichnet. Die verwendete Nomenklatur wurde an die
eines Fachmanns aus diesem Bereich angeglichen, so dass auf eine Übersetzung
von geläufigen Fachwörtern englischen
Ursprungs in das Deutsche verzichtet wurde.
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Das
sogenannte IP Multimedia Core Network Subsystem IMS spezifiziert
zukünftig
Verbindungen, die zwischen externen leitungsorientierten Netzen
und Paket-orientierten Domänen
von Mobilfunknetzen herstellt werden. Zusätzlich werden erweiterte Services
in externen Paket-orientierten Netzen wie dem öffentlichen Internet und Netzbetreiber-spezifische
Services ermöglicht.
Die Signalisierung zum Verbindungsaufbau zwischen den Mobilfunkgeräten und
dem IMS und weiter zu anderen Teilnehmern oder Services erfolgt
unter Verwendung des in der Internet Engineering Task Force IETF
spezifizierten Session Initiation Protocols SIP. SIP Nachrichten
bestehen grundsätzlich
aus zwei Teilen. Der erste Teil enthält die signalisierungsspezifischen
Informationen, im zweiten Teil können
Daten oder Informationen zu Applikationen transportiert werden.
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Das
IMS besteht dabei mindestens aus einem ersten Proxy, der im IMS-Standard
Proxy Call State Control Function bzw. P-CSCF genannt wird, und
einem zweiten Proxy, der im IMS Serving Call State Control Function
bzw. S-CSCF genannt wird. Die P-CSCF
kann dabei im Heim-Netzwerk, das heißt im Netzwerk des Betreibers
mit dem der Nutzer einen Vertrag abgeschlossen hat, oder im Falle
von Roaming etc. in einem besuchten Netzwerk liegen. Eine Mobilfunkstation
bzw. Teilnehmer-Endgerät
UE ist über
eine logische Verbindung V1 mit der P-CSCF verbunden, welche für jede Mobilfunkstation
wiederum über
eine logische Verbindung V2 mit der S-CSCF verbunden ist. Außerdem können die S-CSCFs
mit weiteren Netzwerkeinheiten, hier ein interner Applikations-Server
AS1 und ein externer Applikations-Server AS2, über Verbindungen V3, V4 verbunden
sein. 1 stellt eine
entsprechende Netzwerkarchitektur schematisch dar.
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In
[1] wird ein Mechanismus beschrieben, welcher auf dem SIP Protokoll
beruht und womit sich ein Nutzer zu einem sogenannten Event einschreiben
kann. Dies erfolgt über
die sogenannte SUBSCRIBE Nachricht. In der SUBSCRIBE Nachricht wird
dabei insbesondere eine Identität
des Nutzers angegeben, der sich zu dem Event einschreiben möchte, die
Art des Events, sowie eine Information, über welche Informationen der
Nutzer unterrichtet werden möchte
und von wem die Informationen bereitgestellt werden sollen.
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Die
Art des Events zu der sich ein Nutzer einschreiben möchte wird
immer mit Hilfe des in [1] definierten "Event:"-headers als Kopfzeile angegeben. Die
Identität
des Nutzers wird mit Hilfe des in [2] definierten "From:"-Headers angegeben.
In der sogenannten Request-Unique Request Identifier bzw. "Request-URI" sind Informationen
enthalten, die angeben, wo sich der Nutzer einschreiben möchte. Die Request-URI
hat im allgemeinen folgendes Format: detail@netzwerk.com. Die Information
hinter dem "@" Zeichen gibt dabei
an, in welches Netzwerk die SIP Nachricht gesendet werden soll.
Gleiches gilt auch für
die Informationen, welche in den "From:"- und "To:"-
Kopfzeilen angegeben werden können. Die
Information, welche Informationen gewünscht werden, ist in der Kombination
von Event, Request-URI und insbesondere dem Teil vor dem "@" Zeichen sowie optionalen zusätzlichen
Angaben im Nachrichten Körper
enthalten.
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Sobald
das Event angestoßen
wird, wird der Nutzer darüber
informiert. Der Anstoß kann
durch eine Einwahl des Nutzers, oder auf Grund welches Ereignisses
auch immer erfolgen. Die Information über den Anstoß wird mit
Hilfe der sogenannten NOTIFY Nachricht bewirkt. Die NOTIFY Nachricht
enthält
wiederum eine Information über
die Art des Events, eine Information über den Nutzer, der unterrichtet
werden soll, eine Information um welche Informationen es sich handelt
und von wem sie bereit gestellt wurden, sowie optional weitere Informati onen, welche
im Nachrichten-Körper
der SIP NOTIFY Nachricht enthalten sein können.
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Die
Identität
des Nutzers wird in diesem Fall in der Request-URI angegeben. Die Informationen, die
angeben, um welche Informationen es sich handelt, sind in der "From:"-Kopfzeile im Zusammenhang mit
der "Event:"-Kopfzeile angegeben.
Die eigentlichen Informationen können
im Nachrichten-Körper enthalten
sein.
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Ein
wesentlicher Punkt ist, das in [1] angegebene Verfahren für eine Realisierung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Bekanntmachung von Services zu verwenden. Dies hat den besonderen
Vorteil, dass das SIP Protokoll bereits zwischen den einzelnen Netzwerk-Knoten
im IMS verwendet wird und ein SUBSCRIBE/NOTIFY Mechanismus auf allen
Schnittstellen ebenfalls zur Verfügung steht, was eine leichte
Implementierung der Erfindung in bestehende Netze ermöglicht.
Neben der Realisierung eines Verfahrens zur Bekanntmachung von Diensten
bzw. Informationen über
einen bestimmten Dienst unter Verwendung des SIP SUBSCRIBE/NOTIFY
Mechanismus ist auch eine Differenzierung der Dienste über die
Request-URI und die Einführung
einer neuen Kopfzeile wesentlich, die zur Signalisierung verwendet
wird, wo und wie weitere Informationen abgerufen werden können.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren
zur Bekanntmachung von Services wird in Folgenden als Bekanntmachungs-Service
bezeichnet. Ein Nutzer schreibt sich erfindungsgemäß bei einem
Server zu dem von ihm gewünschten
Bekanntmachungs-Service mit Hilfe der SIP SUBSCRIBE Nachricht ein.
Sobald der Server neue Informationen über einen bestimmten Services,
z.B. wo und wann der Service übertragen
wird, Änderungen
eines bestimmten Services, z.B. neuer Sendezeitpunkt oder Änderung
des Inhalts, oder Infos über
neue Services erhält,
prüft er, für welche
Nutzer diese neuen Informationen interessant sind. D.h., dass der
Server nachsieht, welche Nutzer sich zu diesem Bekanntma chungs-Service eingeschrieben
haben und sendet eine SIP NOTIFY Nachricht gezielt an diese Nutzer.
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Gemäß dieser
Erfindung wird der Wertebereich der "Event:"-Kopfzeile
um einen weiteren Wert, z.B. "service
announcement" erweitert,
der eindeutig angibt, dass der Nutzer sich zu einem Bekanntmachungs-Service
einschreiben möchte.
Da ein Nutzer sich selten zu allen Bekanntmachungs-Services einschreiben
möchte,
muss es eine Möglichkeit
geben, diese zu differenzieren bzw. zu kategorisieren und in der
SUBSCRIBE Nachricht anzugeben.
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Eine
Möglichkeit,
die Bekanntmachungs-Services zu unterscheiden, wäre es, dass man in die Request-URI
der SUBSCRIBE Nachricht den Bekanntmachungsservice nennt und den
Namen des Dienst-Anbieters beschreibt, hier z.B. Bekanntmachungs-Service@netzwerk.de.
Im Nachrichten-Körper
wird dann genau beschrieben, zu welcher Art von Diensten Informationen
gewünscht
werden, z.B. News, Sport, Wirtschaft, etc.. Dies hat den Vorteil,
dass der Nutzer durch eine SUBSCRIBE Nachricht Bekanntmachungen
zu mehreren Diensten anfordern kann. Allerdings müssen die
Einschreibungen für
alle diese Dienste auf dem selben Server AS verwaltet werden, da
dieser über
die Request-URI angegeben wird und für alle Dienste gleich ist.
Dafür ist
die Funktion, welche die S-CSCF ausführen muss, einfacher, da die
S-CSCF lediglich auf die Dienst-Art und die "Event:"-Kopfzeile achten muss. Ein weiterer Nachteil
wäre, dass
die Komplexität
des für
den Bekanntmachungs-Service verwendeten Protokolls, durch die Verwendung
von Nachrichten-Körpern erhöht wird.
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Eine
besonders vorteilhafte Alternative gemäß dieser Erfindung ist es,
in der SUBSCRIBE Nachricht die Information, über welche Services ein Nutzer
benachrichtigt werden möchte,
also z.B. Sport oder Wirtschafts-Nachrichten, in der Request-URI anzugeben.
Um welche Art von Services es sich handelt, soll in der Information
vor dem "@" Zeichen enthalten
sein und kann vom Service-Anbieter frei definiert werden. Die Information,
um welchen Service Anbieter es sich handelt, soll im Teil der Request-URI nach
dem "@" Zeichen angegeben
werden. Durch diese Festlegung wird der Nachrichtenkörper der
SIP SUBSCRIBE Nachricht nicht benötigt, was vorteilhaft ist,
da die Verwendung von Nachrichten Körpern die Nachricht sehr groß werden
lässt.
Außerdem
kann das Netzwerk die Einschreibungs- Nachrichten auf Grund der
unterschiedlichen Request-URI
an unterschiedliche Server weiterleiten. Da in dieser Option die
Dienste lediglich durch die Request-URI unterschieden werden und
jeder Nachrichten-Dienst über einen
anderen Server angeboten werden kann, wird eventuell die Datenbank,
die in der S-CSCF gehalten werden muss, um nachzusehen, welcher
Dienst wo angeboten wird, sehr groß. Angedeutet ist dies in 3.
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Eine
dritte Ausführungsform
ist so aufgebaut, dass es die Dienste zunächst grob durch die Request-URI
unterscheidet bzw. kategorisiert. Im Nachrichten-Körper wird
anschließend
eine feinere Unterscheidung vorgenommen. Dies hat den Vorteil, dass
die Größe der Datenbank,
welche auf der S-CSCF gehalten werden muss, gering gehalten werden
kann und man dennoch die Last der Einschreibungen auf unterschiedliche
ASs verteilen kann.
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In
der NOTIFY Nachricht wird die Angabe, um welche Information es sich
im Detail handelt, auf gleiche Art und Weise in der "From:"-Kopfzeile angegeben,
um es dem Nutzer zu ermöglichen,
festzustellen, um welche Informationen bzw. um welchen Bekanntmachungs-Service
es sich handelt. Die eigentlichen Informationen sollen im Nachrichten-Körper der
NOTIFY Nachricht enthalten sein. Dies kann z.B. in Form einer Hyper
Text Markup Language- bzw. HTML-Verknüpfung oder einer einfachen
Text-Nachricht erfolgen.
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Weiterhin
wird erfindungsgemäß eine neue Kopfzeile
vorgeschlagen, welche in der NOTIFY Nachricht hinzugefügt werden kann.
Diese neue Kopfzeile soll erfindungsgemäß weitergehende Informationen
enthalten, wo und wie die neuen Informationen über einen bestimmen Dienst
bzw. Dienste abgerufen werden können.
Dies ist vorteilhaft, da dann die eigentliche Information nicht
im Nachrichten Körper
der NOTIFY Nachricht gesendet werden muss und somit die eventuell
große
Datenmenge nicht über
den gleichen Pfad wie die Signalisierung, also die NOTIFY Nachricht,
gesendet werden muss. Außerdem
kann ein für
den Austausch von Daten besser geeignetes Protokoll verwendet werden,
wie z.B. das Hyper Text Transport Protocol HTTP.
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Betrachtet
werden soll ein Bekanntmachungs-Service wie im Kern der Erfindung
beschrieben, der Teilnehmer darüber
informiert, wo und wann sie Informationen zu einem bestimmten Themengebiet
erhalten können.
Vergleichbar ist ein solcher Bekanntmachungs-Service mit einer Fernsehzeitung, die
Informationen gibt, wann und wo welches Programm gesendet wird und
darüber
hinaus aber auch über Änderungen
informiert und themenbezogen Informationen herausfiltert, die für einen
Teilnehmer von Interesse sind, z.B. nur Sportsendungen. Die unterschiedlichen
Informations-Dienste sollen der Einfachheit halber dabei lediglich
durch die Request-URI unterschieden werden. Diese kann bspw. die
Form sport@supernet.de haben.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren
wird auf Basis des SIP Protokolls realisiert, wie es im IMS verwendet
wird. Für
dieses Ausführungsbeispiel
wird eine Architektur gemäß 1 angenommen. Eine solche
Architektur wird auch im IMS verwendet. Die Applikations-Server
AS1 und AS2 stellen dabei die Informations- bzw. Benachrichtigungs-Dienste
mit den Themen Sport und Wirtschaft zur Verfügung. P-CSCF, S-CSCF und die
ASs sind Teil des vom Betreiber "supernet" betriebenen Mobilfunknetzes.
Das Mobilfunknetz wird über
die Domäne
supernet.de identifiziert.
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Der
folgende Ablauf ist in 2 dargestellt: Es
wird nun angenommen, dass der Nutzer der Mobilfunkstation UE über Sport-Nachrichten
benachrichtigt werden möchte.
Die Mobilfunkstation UE sendet daraufhin eine SUBSCRIBE Nachricht
zunächst an
die P-CSCF. Die SUBSCRIBE Nachricht enthält eine Request-URI, welche
auf sport@supernet.de gesetzt ist. Die "Event:" Kopfzeile der Nachricht ist auf den
Wert "service announcement" gesetzt, was für dieses
Beispiel der Wert sein soll, der angibt, dass es sich um eine Einschreibung
zu einem Bekanntmachungs-Service handelt. Die "From:"-Kopfzeile ist auf die Identität des Nutzers
gesetzt, in diesem Beispiel in der Form nutter@supernet.de.
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Nach
Empfang der Nachricht, prüft
die P-CSCF an Hand der Request-URI, dem Teil hinter dem ,@'-Zeichen, zu welchem
Mobilfunkbetreiber die Nachricht weitergesendet werden soll, C1.
In diesem Fall gehört
die P-CSCF zum gleichen Netzwerk-Betreiber
und sendet die Nachricht daraufhin zur für den Nutzer zuständigen S-CSCF
eines Betreibers mit dem Namen Supernet.
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Die
S-CSCF erkennt nun an der Art der Nachricht SUBSCRIBE und der enthaltenen "Event:"-Kopfzeile, dass
es sich um eine Einschreibung zum dem Event "service announcement" handelt. An Hand der Request-URI, insbesondere
dem Teil vor dem ,@'-Zeichen
erkennt die S-CSCF, dass es sich um eine Einschreibung zu einem
Bekanntmachungs-Service für
Sport handelt, C2. Die S-CSCF hat Kenntnis darüber, welcher AS für den Sport-
Bekanntmachungs-Service zuständig
ist und leitet die SUBSCRIBE Nachricht daraufhin an den AS1 weiter.
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Zur
besseren Veranschaulichung ist in 3 eine
hierarchische Struktur dargestellt. Unter dem Event "service announcement" sind die verschiedenen
Bekanntmachungs-Services aufgehängt.
Zu jedem Bekanntmachungs-Service ist eine Adresse angegeben, unter
der derjenige Server zu finden ist, welcher für den Bekanntmachungs-Service
zuständig
ist. So oder ähnlich
können
diese Informationen auch in der S-CSCF vorhanden sein. Die S-CSCF sucht
dann zunächst
nach dem Event und an schließend
basierend auf den Angaben in der Request-URI den für den Dienst
zuständigen
Server.
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Nach 2 speichert der AS1 nun
die Information C3, dass sich der Nutzer nutzer@supernet.de zu dem
Sport- Bekanntmachungs-Service eingeschrieben hat und sendet eine
Bestätigungs-Nachricht
200OK an das Teilnehmer-Endgerät
UE zurück. Anschließend sendet
AS1 eine NOTIFY Nachricht über
S-CSCF und P-CSCF an das Teilnehmer-Endgerät UE. Die Request-URI wird
in der NOTIFY Nachricht auf die Identität des Nutzers gesetzt und dadurch
zum Nutzer weitergeleitet. Das Teilnehmer-Endgerät UE erkennt an Hand der Art
der Nachricht NOTIFY und der "Event"-Kopfzeile, dass
es sich um eine Notifizierung des Events "service announcement" handelt. Anhand der Information in
der "From:"- Kopfzeile, welche
vom AS1 auf den Wert "sport@supernet.de" gesetzt wurde, erkennt
das Teilnehmer-Endgerät UE weiterhin,
dass es sich um eine Notifizierung bezüglich des Sport-Bekanntmachungs-Service
handelt.
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Weiterhin
soll AS1 eine Kopfzeile eingefügt haben,
mit deren Hilfe AS1 dem Nutzer bzw. dessen Teilnehmer-Endgerät UE mitteilen
kann, wo und wie die Informationen über die neuesten Sport-Nachrichten
bzw. wann und wo sie übertragen
werden, zu finden sind. Für
dieses Ausführungsbeispiel
soll diese Kopfzeile mit "Redirect:" identifiziert werden.
Der Wert der Redirect-Kopfzeile soll für dieses Ausführungsbeispiel
auf den Wert "http://sport.supernet.de" gesetzt worden sein.
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Je
nach Implementierung und Einstellung des Teilnehmer- Endgeräts UE, kann
dies nun automatisch oder mit Zustimmung des Nutzers die Web-Seite öffnen, auf
der die Informationen dargestellt werden, wo und wann die Sport-
Nachrichten übertragen
werden. Wenn dann, nach dem Senden der ersten NOTIFY Nachricht,
neue Sport-Nachrichten zur Verfügung
stehen, wird wiederum eine NOTIFY Nachricht gesendet und der Vorgang
wiederholt sich.
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Damit
ist vorstehend ein Verfahren realisiert worden, mit dessen Hilfe
ein Nutzer automatisch Informationen erhält, wann und wo Services übertragen
werden, die für
ihn von Interesse sind. Ähnlich
einer e-mail oder SMS werden diese Informationen an jeweils interessierte
Nutzer selektiv versendet. Allerdings werden die Informationen erfindungsgemäß nicht über e-mail
oder SMS an die interessierten Nutzer verteilt, sondern unter Verwendung
des SIP Protokolls.
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Es
bietet sich im Übrigen
an, bestehende Systeme, welche bereits strukturell die entsprechenden
Mittel aufweisen, zu erfindungsgemäßen Systemen nachzurüsten. Damit
können
auch diese Systeme gemäß einem
erfindungsgemäßen Verfahren
genutzt werden. Gegebenenfalls reicht hierzu bereits ein Update
der Steuerungssoftware mit geeigneten Steuerungs-Softwaremodulen
aus.
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Im
Rahmen der Beschreibung der vorliegenden Erfindung wurde insbesondere
auf folgende Literatur Bezug genommen:
- [1]
RFC 3265 – SIP-Specific
Event Notification
- [2] RFC 3261 – Session
Initiation Protocol (SIP)
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Ferner
wurden folgende Abkürzungen
verwendet:
- AS1,2
- Anwendungs- und/oder
Applications-Server
- C1...3
- Bearbeitungsblöcke
- HTML
- Hyper Text Markup
Language
- HTTP
- Hyper Text Transport
Protocol
- IMS
- IP Multimedia Core
Network Subsystem
- IP
- Internet Protocol
- P-CSCF
- Proxy Call State Control
Function
- S-CSCF
- Serving Call State
Control Function
- SIP
- Session Initiation
Protocol
- SMS
- Short Message Service
- V1...4
- logische Verbindung
- UE
- User Equipment
- URI
- Unique Resource Identifier