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Die
Erfindung betrifft einen Schraubpfahl und Komponenten für Schraubpfähle.
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Die
Erfindung ist insbesondere auf Schraubpfähle für die Erstellung von Wohnhäusern und
kleineren gewerblichen Gebäuden
gerichtet. Sie ist aber auch für
größere Gebäude und
andere Bauwerke vorteilhaft geeignet.
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Schraubpfähle für Häuser sind
typischerweise aus einer Basissäule
(oder einer Schraubpfahlsäule)
und einer Mehrzahl von Verlängerungssäulen gebildet.
Typischerweise weist die Basissäule
einen rohrartigen Stahlkegel mit einem Gewindegang (also einer Umdrehung)
einer spiralförmigen
Schraube auf, die an den Kegel in der Nähe des unteren Endes angeschweißt ist,
so daß der
Pfahl in den Boden durch Rotieren desselben mit geeigneten Vorrichtungen
eingeschraubt werden kann. Weiterhin weist die Basissäule einen
Kupplungsbereich an seinem oberen Ende auf, durch welches die Basissäule mit
komplementären
Kupplungsbereichen an einer Verlängerungssäule verkuppelt
werden kann. Meist können mehrere
Verlängerungssäulen übereinandergesetzt werden,
so daß eine Säule in jeder
gewünschten Länge gebildet
und diese bis zu jeder gewünschten Tiefe
in den Boden geschraubt werden kann. Dabei hat jede Verlängerungssäule Kupplungsbereiche,
die dem Kupplungsbereich der Basissäule ähnlich sind. Eine Vielzahl
von komplementären
Kupplungsbereichen, die zusammen eine Kupplung bilden, sind bekannt.
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Die
spiralförmige
Schraube mit nur einem Gewindegang ist üblicherweise aus einer Stahlplatte gebildet
und weist einen Innendurchmesser auf, der dem Außendurchmesser des Stahlschaftes,
an den sie angeschweißt
wird, im wesentlichen entspricht. Dabei ist der Außendurchmesser
der spiralförmigen Schraube
erheblich größer und
kann das Drei- oder Vierfache des Innendurchmessers ausmachen. Soweit
möglich,
ist der Außendurchmesser
sogar noch größer.
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Die
spiralförmige
Schraube eines solchen bekannten Schraubpfahles ist der wichtigste
Bereich, der das Gewicht des Gebäudes,
welches auf dem oberen Ende der Säule lastet, in den tragenden Grund
transferiert. Ein Nachteil eines solchen Schraubpfahles ist, daß in einigen
Fällen
das Gewicht, welches auf den rohrartigen Stahlschaft übertragen
werden kann, nicht ausreichend über
den großen
Durchmesser der Schraube aus der Stahlplatte in den Grund transferiert
werden kann. Zum Beispiel kann der Stahlschaft eine konstruktive
Kapazität
von etwa 1.000 kN aufweisen, während
die Schraube aus der Stahlplatte bereits bei einer Last auf den
Schaft von nur 500 kN einer unakzeptablen Deformation unterworfen
ist oder vom Schaft abschert oder den Schaft an den Schweißnähten zwischen
der Schraube und dem Schaft deformiert.
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Ein
weiterer Nachteil der bekannten Schraubpfähle ist, daß in vielen Fällen die
Kupplung, durch welche benachbarte Säulen miteinander verbunden
sind, generell nicht geeignet sind, sowohl den Torsionskräften, die
zum Einschrauben der Säule
bis zur gewünschten
Gründungstiefe
erforderlich sind, standzuhalten und gleichzeitig das Gebäudegewicht,
welches auf das obere Ende des obersten Pfahls der Säule wirkt
und auf den nächsten
Pfahl übertragen
wird, zu tragen, ohne daß eine
inakzeptable Fehlerrate auftritt.
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Ein
weiterer Nachteil ist, daß beschädigte Pfähle aus
der Säule
nicht auf einfache Weise entfernt und ersetzt werden können.
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Hiervon
ausgehend liegt der Erfindung das Problem zugrunde, einen Schraubpfahl
zu schaffen, der die vorstehend genannten Probleme vermeidet oder
zumindest eine oder mehrere der vorstehenden Probleme mildert.
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Zur
Lösung
dieses Problems weist der erfindungsgemäße Schraubpfahl folgende Merkmale
auf:
einen Schaft mit einem nach innen zugespitzten Bereich
an einem Ende;
eine spiralförmige
Schraube an diesem Bereich, die eine konstante Gewindesteigung aufweist
und sich wenigstens mit einem Bereich über den zugespitzten Bereich
erstreckt, wobei der Außendurchmesser
des Bereichs der spiraförmigen
Schraube, die sich über den
zugespitzten Bereich erstreckt, zu dem schmaleren Ende des zugespitzten
Bereiches hin abnimmt.
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Vorzugsweise
ist der Bereich der spiralförmigen
Schraube, der sich über
den zugespitzten Bereich erstreckt, eine volle Umdrehung, also ein
Gewindegang.
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Vorzugsweise
ist ein im wesentlichen zylindrischer Bereich koaxial mit und/oder
angrenzend zu dem zugespitzten Bereich vorgesehen und ein Teil der
spiralförmigen
Schraube ist auf dem im wesentlichen zylindrischen Bereich angeordnet.
Bei dieser Weiterbildung der Erfindung ist es vorzuziehen, wenn der
Teil der spiralförmigen
Schraube, der sich über den
zylindrischen Bereich erstreckt, etwa eine Umdrehung, also einen
Schraubengang, mit einem konstanten Außendurchmesser aufweist. Es
ist weiterhin vorzuziehen, wenn der Außendurchmesser des Teils der
spiralförmigen
Schraube auf dem zugespitzten Bereich um eine konstante Rate abnimmt.
Es ist weiterhin vorzuziehen, wenn dieser Durchmesser der spiralförmigen Schraube
im wesentlichen um die gleiche Rate abnimmt, wie der Durchmesser
des zugespitzten Bereichs. Mit anderen Worten nimmt also der Innendurchmesser
und der Außendurchmesser der
spiralförmigen
Schraube um die gleiche Rate ab, so daß dort, wo der Durchmesser
des zugespitzten Bereichs sich gegenüber dem zylindrischen Bereich halbiert
hat, auch der Außendurchmesser
der Schraube sich gegenüber
dem zylindrischen Bereich halbiert hat.
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Vorzugsweise
weist der Schaft einen Mittelbereich und einen Endbereich auf, wobei
der Endbereich mit dem Mittelbereich an einem Ende verbunden ist.
Dabei ist es vorzuziehen, daß der
Endbereich aus Stahlguß oder
einem anderen geeigneten Material besteht.
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Nach
einem anderen Aspekt der Erfindung weist ein Endstück des Schraubpfahls,
das vorgesehen ist, an einem Säulenstück befestigt
zu werden, einen nach innen zugespitzten Bereich mit wenigstens
einem Teil einer spiralförmigen
Schraube darauf auf, wobei die spiralförmige Schraube auf diesem zugespitzten
Bereich eine konstante Ganghöhe
aufweist und der Außendurchmesser
der spiralförmigen Schraube
zum schmaleren Ende des zugespitzten Bereichs abnimmt. Vorzugsweise weist
das Endstück einen
im wesentlichen zylindrischen Bereich koaxial mit und/oder angrenzend
an den zugespitzten Bereich auf und ein Teil der spiralförmigen Schraube
erstreckt sich über
diesen im wesentlichen zylindrischen Bereich. Ein solcher Endbereich
eines Schraubpfahls kann mit einem Pfahlstück so verbunden werden, daß er einen
Schraubpfahl, wie vorstehend beschrieben, bildet. Vorteilhafterweise
erstreckt sich nach einer bevorzugten Ausgestaltung die zylindrische
Schraube über
diesen Endbereich, so daß das
Pfahlstück
ein einfaches Rohrstück
sein kann, welches Verbindungsmittel an einem Ende zum Anbringen
des Endstücks
aufweist. Ein solches Element kann ein Verlängerungsstück sein, welches geeignet ist,
mit anderen vergleichbaren Verlängerungsstücken verbunden
zu werden, so daß die
Zahl unterschiedlicher Teile, die am Lager vorgehalten werden müßten, minimiert
ist. Darüber
hinaus bietet ein solches Pfahlstück den Vorteil, daß es einfach
als Bündel
von Rohren und Endstücken
als getrennte Komponenten gelagert und transportiert werden kann,
so daß die
Teile leichter und dichter gepackt werden können. Hierdurch ist der Transport
erleichtert und effizienter.
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Vorzugsweise
weisen das Endstück
und das Pfahlstück,
die miteinander zu verbinden sind, komplementäre Kupplungsmittel auf, die
es erlauben, das Pfahlstück
demontierbar mit dem Endstück
zu verbinden. Vorteilhafterweise weist eine solche Einrichtung den
weiteren Vorteil auf, daß ein
beschädigtes Pfahlstück vom Endstück demontiert
und aus dem Pfahlloch während
der Installation herausgenommen werden kann, wobei das Endstück in seiner
Position verbleibt und ein neues Pfahlstück, gegebenenfalls Untertage,
an dem Endstück
befestigt werden kann.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung besteht in der Kombination eines Endstücks, wie
oben beschrieben, und einem Pfahlstück, welches geeignet ist, demontierbar
mit dem Endstück
verbunden zu werden. Vorzugsweise sind komplementäre Kupplungsmittel
vorgesehen, die sowohl Vorwärts-
als auch Rückwärtsdrehung
von dem Pfahlstück
auf das Endstück übertragen
können.
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Vorzugsweise
bildet der zylindrische Bereich eine Muffe an dem Endstück und das
Pfahlstück weist
einen Zapfen auf, der geeignet ist, mit der Muffe verbunden zu werden,
wobei entweder die Muffe oder der Zapfen eine Seitenwand einer Ausstülpung daran
und das jeweils andere Bauteil, also der Zapfen oder die Muffe,
eine Seitenwand mit einem komplementären Rezess daran aufweisen,
so daß die Ausstülpung mit
dem Rezess so verbunden werden kann, daß sowohl Vorwärts- als
auch Rückwärtsdrehung
auf das Endstück übertragen
werden kann. Zapfen und Muffe können
auch vertauscht werden, so daß der
zylindrische Bereich den Zapfen bildet und das Pfahlstück die Muffe
aufweist.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung weist die Muffe eine Seitenwand
mit einer Mehrzahl von Ausstülpungen
auf, die mit komplementären
Rezessen am Zapfen verbunden werden können. Bei einer solchen Ausführungsform
endet der Zapfen an einem freien Ende und der Rezess öffnet sich
zu diesem freien Ende, wobei die Öffnung dazu vorgesehen ist, hierdurch
die Ausstülpungen
an der Seitenwand der Muffe aufzunehmen, wenn der Zapfen und die
Muffe in axiale Verbindung bewegt werden. Alternativ kann der Rezess
auch in einer Wand der Muffe gebildet sein, die an dem freien Ende
endet und der Rezess öffnet
sich zu diesem freien Ende, wobei die Öffnung dafür vorgesehen ist, hierdurch
die Ausstülpungen, die
in der Seitenwand des Zapfens gebildet sind, aufzunehmen.
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Vorzugsweise
weist der Rezess zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandete
und/oder fluchtende Sicherungsbereiche auf, die geeignet sind, selektiv
darin eine Ausstülpung
aufzunehmen, so daß relative
axiale Bewegung zwischen dem Pfahlstück und dem Endstück vermieden
ist. In einer solchen Ausgestaltung ist die Öffnung vorzugsweise zwischen
den umlaufenden, voneinander beabstandeten Sicherungsbereichen.
Es ist weiterhin bevorzugt, daß der
Rezess eine Mehrzahl von voneinander axial beabstandeten, in Umfangsrichtung
gerichteten Sicherungsbereichen aufweist. In dem Fall, wo der Rezess
in der Seitenwand der Muffe vorgesehen ist, ist vorzugsweise der
Rezess nur über
einen Teil der Seitenwand der Muffe vorgesehen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist der Rezess dadurch gebildet, daß die Wand der Muffe nach innen
gepreßt ist,
so daß die
gesamte Wandstärke
der Muffe über den
gesamten Bereich ihres Umfanges beibehalten ist.
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Vorzugsweise
ist eine Mehrzahl voneinander beabstandeten Ausstülpungen
axial gerichtet und geeignet, mit komplementären Sicherungsbereichen an
dem Rezess verbunden zu werden.
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Weiterhin
vorzugsweise weist die Muffe eine Schulter in ihr auf, die geeignet
ist, mit dem freien Ende des Zapfens verbunden zu werden, so daß Lagerkräfte von
dem Pfahlstück
auf das Endstück über die
Schulter übertragen
werden können.
Bei der Ausgestaltung, bei der die Muffe an dem Endstück vorgesehen
ist, ist die Schulter in dem Endstück angeordnet, während in
der anderen Ausgestaltung, bei der die Muffe an dem Pfahlstück vorgesehen
ist, die Schulter in dem Pfahlstück
angeordnet ist. Vorzugsweise sind Kupplungsmittel vorgesehen, die
das freie Ende des Zapfens in Verbindung mit der Schulter durch
Relativbewegung des Pfahlstücks
und des Endstücks
in eine Kuppelposition bringen.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung bezieht sich die Erfindung auch
auf ein Pfahlstück
für Schraubpfähle, welches
einen Mittenbereich und zwei gegenüberliegende Endbereiche aufweist,
wobei ein Endbereich dazu geeignet ist, mit einem Endstück des Schraubpfahls,
wie oben beschrieben, verbunden zu werden und das andere Endstück dazu geeignet
ist, mit einem anderen, ähnlichen
Pfahlstück
verbunden zu werden.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung besteht in einer Kombination aus einem
Endstück
und einem Pfahlstück,
wie vorstehend beschrieben.
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Die
Begriffe „oberer", „unterer", „oben", „unten", „Seite", „vorwärts", „rückwärts" und dergleichen sind
hier verwendet, Schraubpfähle
und deren Komponenten ihrer normalen Position während ihrer Benutzung zu beschreiben.
Sie sollen nicht die Erfindung in ihrer Verwendung in einer anderen
Orientierung beschränken.
Weiterhin sind die Begriffe „vorwärts" und „rückwärts" verwendet, die Richtung
der Rotation des Schraubpfahles in den Grund bzw. aus dem Grund
heraus zu beschreiben.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen
und ihrer praktischen Verwendung beschrieben. Es zeigen:
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1 eine Explosionsdarstellung
eines Schraubpfahlstücks
und eines Verlängerungsstücks mit
den Erfindungsmerkmalen in Linie für ihre Montage,
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2 eine Draufsicht auf ein
Schraubpfahlstück
gemäß 1,
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3 eine Draufsicht auf ein
Verlängerungsstück gemäß 1,
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4 einen Bereich eines oberen
Endes des Schraubpfahlstücks
gemäß 1, geschnitten in der Ebene
4-4,
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5 einen unteren Bereich
eines Verlängerungsstücks gemäß 1, geschnitten in der Ebene 5-5,
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6 eine perspektivische Ansicht
eines Endstücks
für einen
Schraubpfahl mit den Erfindungsmerkmalen,
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7 eine Seitenansicht eines
Endstücks für einen
Schraubpfahl gemäß 6,
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8 eine um 90° gegenüber der
Darstellung in 7 verdrehten
(Vorder)ansicht des Endstücks
gemäß 6 für einen Schraubpfahl,
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9 eine Draufsicht auf ein
Endstück
für einen
Schraubpfahl gemäß 6,
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10 einen Vertikalschnitt
durch ein Endstück
gemäß 6 für einen Schraubpfahl in der Ebene
10-10,
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11 eine perspektivische
Ansicht eines Verlängerungsstücks mit
den Erfindungsmerkmalen,
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12 eine Draufsicht auf ein
oberes Ende eines Verlängerungsstücks gemäß 11,
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13 eine Unteransicht eines
unteren Endes eines Verlängerungsstücks gemäß 11,
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14a ein oberes Ende eines
Verlängerungsstücks gemäß 11,
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14b eine Schnittdarstellung
des oberen Endbereiches eines Verlängerungsstücks gemäß 11 in der Ebene 14-14,
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15a einen unteren Endbereich
eines Verlängerungsstücks gemäß 11,
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15b einen Vertikalschnitt
des unteren Endbereichs eines Verlängerungsstücks gemäß 11 in der Ebene 15-15,
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16 eine perspektivische
Ansicht eines weiteren Endstücks
eines Schraubpfahls mit den Erfindungsmerkmalen,
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17 eine Seitenansicht des
Endstücks des
Schraubpfahls gemäß 16,
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18 eine gegenüber der
Darstellung in 17 um
90° gedrehte
Seitenansicht des Endstücks
des Schraubpfahls gemäß 16,
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19 eine Draufsicht auf das
Endstück
des Schraubpfahls gemäß 16,
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20 einen Vertikalschnitt
des Endstücks des
Schraubpfahls gemäß 16 in der Ebene 20-20.
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Eine
in 1 gezeigte Säule mit
einem Schraubpfahl 10 weist einen Schaft 11 mit
einem nach innen spitz zulaufenden Bereich 12 an ihrem unteren
Ende und eine Muffe 13 an ihrem oberen Ende auf. Ferner
weist der Schraubpfahl 10 einen mittleren, zylindrischen
Bereich 15 zwischen dem spitz zulaufenden Bereich 12 und
der Muffe 13 auf. Die Muffe 13 ist dafür vorgesehen,
in ihr einen Zapfen 14 eines unteren Endes eines Verlängerungsstücks 16 aufzunehmen.
Dieses Verlängerungsstück 16 ist in 1 koaxial oberhalb des Schraubpfahls 10 in
einer Position kurz vor der Montage mit dem Schraubpfahl 10 gezeichnet.
Die Art der Montage wird weiter unten beschrieben.
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Eine
aus Stahlguß gebildete
spiralförmige Schraube 18 ist
auf den Schaft 12 aufgeschweißt und erstreckt sich mit einem
Teil über
den spitz zulaufenden Bereich und mit einem Teil über den
zylindrischen Bereich, der unmittelbar angrenzend an dem spitz zulaufenden
Bereich angeordnet ist. Obwohl der Schraubpfahl 10 gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
einen runden Querschnitt aufweist, versteht sich von selbst, daß der Begriff „zylindrisch" in der vorliegenden
Beschreibung auch für
langgestreckte Körper
mit anderen als runden Querschnitten, beispielsweise oktagonalen
Querschnitten, gemeint ist.
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Der
Bereich der spiralförmigen
Schraube 18 auf dem spitz zulaufenden Bereich ist etwa
2¼ Umdrehungen
(2¼ Schraubengänge) lang,
während
der Teil am zylindrischen Bereich des Schaftes 12 nur etwa ¼ Umdrehungen
(¼ Schraubengang)
lang ist. Wie auch immer, in anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
ist wenigstens eine volle Umdrehung (1 Schraubengang) im zylindrischen
Bereich des Schaftes 12 angeordnet.
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Die
Muffe 13 ist in ihrem oberen Endbereich durch eine Muffenwand 22 gebildet,
die auf einen geeigneten Durchmesser aufgeweitet ist, den Zapfen 14 aufzunehmen.
In ähnlicher
Weise ist der Zapfen 14 gebildet, in dem ein unterer Endbereich 24 des Mantels 17 des
hohlen Verlängerungsstücks 16 auf einen
geeigneten Durchmesser aufgeweitet ist, der ein leicht passendes
Ineinandergleiten mit der Muffe 13 erlaubt. Der Zapfen 14 und
die Muffe 13 sind so dimensioniert, daß sie sowohl die Torsionskräfte während des
Einschraubens des Schraubpfahls 10, als auch die vorgesehene
Traglast durch das Bauwerk nach der Installation sicher tragen.
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Zwei
gegenüberliegende
Reihen von drei Rezessen 26 sind in der Muffenwand 22,
jedoch nicht durch die Wand 22 hindurch, gebildet. Jeder
Rezess 26 weist einen axial sich erstreckenden Rezeßbereich 27 auf,
welcher sich zum oberen Ende der Muffe 13 einer Öffnung 28 öffnet und
drei axial voneinander beabstandete, in Umfangsrichtung verlaufende Rezeßbereiche 29, 30 und 31,
die durch den axialen Bereich 27 geteilt sind, aufweist.
Die in Umfangsrichtung verlaufenden Rezeßbereiche 29, 30 und 31 bilden
Sicherungsbereiche an jedem Ende 29a und 29b, 30a und 30b, 31a und 31b.
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Drei
komplementäre,
axial gerichtete Vorsprünge 36, 37 und 38 sind
an dem Zapfen 14 vorgesehen. Die Rezesse 26 sind
so ausgebildet, daß sie die
Vorsprünge 36, 37 und 38 durch
die Öffnung 28 aufnehmen.
Dabei ist jeder Vorsprung 36, 37, 38 so ausgebildet,
daß er
in den zugehörigen
Sicherungsbereich 29a, 29b, 30a, 30b, 31a, 31b paßt und durch relatives
Verdrehen des Zapfens 14 und der Muffe 13 lokalisiert
ist, um eine relative Axialbewegung zwischen dem Zapfen 14 und
der Muffe 13 zu verhindern. Es ist ersichtlich, daß das Verlängerungsstück 16 mit
dem Schraubpfahl 10 verbunden werden kann, indem die Vorsprünge 36, 37, 38 durch
die Öffnung 28 in
die Muffe 13 eingeführt
und so der Zapfen 14 in die Muffe 13 durch axiales
Verschieben eingeschoben wird, bis die Vorsprünge mit den Sicherungsbereichen 29a, 29b, 30a, 30b, 31a, 31b fluchten.
Sodann wird der Zapfen teilweise um seine Längsachse verdreht, so daß die Vorsprünge 36, 37, 38 in
die zugehörigen
Sicherungsbereiche 29a, 29b, 30a, 30b, 31a, 31b gelangen.
Selbstverständlich
ist es auch möglich,
den Zapfen 14 und die Muffe 13 umzukehren, so
daß der
Zapfen 14 zum Schraubpfahl 10 und die Muffe 13 zum
Verlängerungsstück 16 gehört. In ähnlicher
Weise ist es auch möglich,
den Rezess am Zapfen 14 und die Vorsprünge an der Muffe 13 vorzusehen,
wenn dieses gewünscht
ist. Darüber hinaus
ist es auch möglich,
weniger oder mehr in Umfangsrichtung verlaufende Rezeßbereiche,
beispielsweise vier Rezeßbereiche,
vorzusehen, wobei dann eine entsprechende Anzahl von Vorsprüngen vorgesehen
werden sollte. Alternativ zu dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit den geteilten in Umfangsrichtung verlaufenden Rezeßbereichen 29, 30, 31 ist es
auch möglich,
nur einseitig und seitlich versetzt zum in Axialrichtung verlaufenden
Rezeßbereich 27 vorzusehen.
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6 zeigt ein Endstück 50 für einen Schraubpfahl.
Dieses Endstück 50 weist
einen Schaft 51 auf, der einen nach innen spitz zulaufenden
Bereich 52a und einen direkt angrenzenden zylindrischen
Bereich 52b aufweist. Der spitz zulaufende Bereich 52a läuft dabei
vom zylindrischen Bereich 52b weg nach innen spitz zu.
Der obere Bereich des Schaftes 51 definiert eine nach oben
offene Muffe 53, welche dafür vorgesehen ist, einen Zapfen 54 eines unteren
Endes eines Pfahlstücks 26,
wie es in 11 gezeigt
ist, aufzunehmen. Eine spiralförmige
Schraube 58 ist einstückig
mit dem Schaft 51 ausgebildet, wobei etwa eine volle Umdrehung
(1 Schraubengang) der Schraube 58 im zylindrischen Bereich 52b angeordnet
ist, während
eine halbe Umdrehung (1/2 Schraubengang) im spitz zulaufenden Bereich 52a angeordnet
ist. Die spiralförmige
Schraube endet dabei in einem kurzen Abstand zur Spitze 59 des
spitz zulaufenden Bereichs 52a. Der äußere Durchmesser der zylindrischen
Schraube 58 auf dem zylindrischen Bereich 52b ist über die
gesamte Umdrehung (über den
gesamten Schraubengang) konstant. Der Außendurchmesser der spiralförmigen Schraube
auf dem spitz zulaufenden Bereich 52a nimmt konstant zur
Spitze 59 hin ab, und zwar um dieselbe Rate wie der Durchmesser
des spitz zulaufenden Bereichs 52a. Eine Einkerbung 60 ist
in dem spitz zulaufenden Bereich 52a angrenzend zur Spitze 59 angeordnet und
bildet die Schneidkante 61, um das Bohrloch für den Pfahl
zu beginnen.
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Wie
insbesondere aus 10 deutlich
wird, sind einander gegenüberliegende
Paare von axial gerichteten Vorsprüngen oder Nasen 62 und 63 vorgesehen,
die sich radial nach innen in die Muffe 53 von einer Umfangswand
derselben erstrecken. Die Vorsprünge
oder Nasen 62 und 63 sind dafür vorgesehen, mit einem Rezess 66 an
der Wand eines Zapfens 54 des Pfahlstücks 56, wie weiter
unten beschrieben, in Eingriff gebracht zu werden. Es ist ersichtlich,
daß sich
die mit dem Rezess zusammenwirkenden Nasen in ähnlicher Weise zu den Vorsprüngen und
Rezessen, die weiter oben anhand des Schraubpfahls gemäß 1 beschrieben sind, ähneln. Jeder
Rezess 66 ist in die Zapfenwand gepreßt, so daß die volle Wandstärke und
die Einstückigkeit des
Zapfens 54 beibehalten ist, so daß die Torsionskräfte, welche
zum Einschrauben des Schraubpfahls erforderlich sind. übertragen
werden können.
Jeder Rezess 66 hat axial sich erstreckende Bereiche 67, die
sich zum oberen Ende des Zapfens 54 durch eine Öffnung 68 öffnen, sowie
zwei axial voneinander beabstandete, in Umfangsrichtung verlaufende
Rezeßbereiche 69 und 70,
welche durch den axialen Bereich 67 geteilt sind, und zwei
einander gegenüberliegende
Sicherungsbereiche an jedem Ende 69a und 69b sowie 70a und 70b bilden.
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Es
ist ersichtlich, daß an
einem Ende des Verlängerungsstücks 56 der
Zapfen 54 aufgeweitet ist und an seinem anderen Ende einen
komplementär aufgeweiteten
Muffenbereich 80 aufweist, wobei ein Pfahlstück zwischen
dem Zapfenbereich und dem Muffenbereich in Form eines länglichen
zylindrischen Rohres 57 angeordnet ist. Es ist weiterhin
ersichtlich, daß das
Verlängerungsstück in das
Endstück 50 des Schraubpfahls
in der gleichen Weise paßt,
wie das Verlängerungsstück 16 in
den Schraubpfahl gemäß 1. Demgemäß werden
also die Vorsprünge
oder Nasen 62, 63 in Flucht mit der Öffnung 68 gebracht, sodann
der Zapfen 54 durch Axialverschiebung in die Muffe 53 eingeführt, bis
die Vorsprünge
oder Nasen 62, 63 mit dem in Umfangsrichtung verlaufenden
Rezeßbereichen 69, 70 fluchten.
Durch Vorwärtsdrehen werden
die Vorsprünge
oder Nasen 62, 63 in Eingriff mit dem Sicherungsbereich 69b und
durch Rückdrehen
wieder außer
Eingriff gebracht. Das Verlängerungsstück kann
dabei auch soweit relativ gegenüber dem
Endstück 50 des
Schraubpfahls verdreht werden, bis die Vorsprünge oder Nasen 62, 63 in
den gegenüberliegenden
Sicherungsbereich 69a und 70a in Eingriff gebracht
sind. Der Schraubpfahl kann so in beide Richtungen verdreht werden,
ohne daß die Vorsprünge oder
Nasen 62, 63 außer Eingriff gelangen. Es ist
in jedem Fall eine axiale Sicherung gegen unbeabsichtigtes Demontieren
des Endstücks 50 und
des Verlängerungsstücks 56 gegeben.
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Wie 10 weiterhin klar verdeutlicht,
ist eine Schulter 75 am inneren Ende der Muffe 53 vorgesehen,
an die eine freie Stirnfläche 72 des
Verlängerungsstücks 56 stößt. Auf
diese Weise kann abwärts
gerichtete Last formschlüssig
von dem Verlängerungsstück 56 auf
das Endstück 50 des
Schraubpfahls über
die Schulter 75 übertragen
werden. Um sicherzustellen, daß die
freie Stirnfläche 72 positiv
in Anlage mit der Schulter 75 gelangt, ist die untere Kante 69c und 70c des
Sicherungsbereiches 69, 70 des Rezesses 66 von
der freien Stirnfläche 72 weg angefast,
so daß eine
Anlage der Vorsprünge
oder Nasen 62 und 63 gegen diese Kante 69c und 70c den
Zapfen 54 weiter in die Muffe 53 drückt.
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Der
Muffenbereich 80 des Verlängerungsstücks 56 ist ähnlich zu
dem zylindrischen Bereich 52b des Endstücks 50 des Schraubpfahls
ausgebildet. Abweichend sind jedoch zwei axial fluchtende Nasen 82 und 83 in ähnlicher
Form korrespondierend zu den Nasen 62 und 63 vorgesehen
und positioniert. Ferner ist eine Schulter 85 korrespondierend
zur Schulter 75 im Endstück 50 vorgesehen.
Es versteht sich, daß der
Muffenbereich 80 dazu vorgesehen ist, den Zapfenbereich 54 eines ähnlichen
Verlängerungsstücks 56 aufzunehmen,
so daß eine
beliebige Zahl von Verlängerungsstücken 56 übereinander
verkuppelt werden können,
um einen Schraubpfahl bis in jede beliebige Tiefe vorzusehen.
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Ein
so ausgebildeter Schraubpfahl mit einem Endstück 50, wie es in 6 gezeigt ist, hat ausreichende
Kapazität,
die erforderliche konstruktive Last ohne unakzeptable Verformung
zu tragen, während die
Anordnung von Muffe und Zapfen zum Kuppeln des Pfahlstücks miteinander
und das Endstück 50 des
Schraubpfahls gleichzeitig die erforderliche Festigkeit aufweist,
die zum Einschrauben des Schraubpfahls in die vorgesehene Tiefe
erforderlichen Torsionskräfte
aufzunehmen. Darüber
hinaus erlaubt die Kupplungsanordnung das Entfernen eines beschädigten Stücks von
dem Endstück 50 des
Schraubpfahls oder von einem anderen Verlängerungsstück 56, indem auf einfache
Weise der Schraubpfahl rückgedreht
wird, bis die Nasen 62, 63 bzw. 82, 83 mit dem
axial verlaufenden Bereich 67 des Rezesses 66 fluchten
und anschließend
das Verlängerungsstück 56 von
dem Endstück 50 bzw.
dem angrenzenden Verlängerungsstück 56 abgehoben
wird, falls dieses erforderlich ist.
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16 zeigt ein Endstück 150 für einen Schraubpfahl,
welches dafür
vorgesehen ist, fest mit einem hohlen Pfahlstück, beispielsweise durch Schweißen oder
Nieten, zu verbinden. Das Endstück 150 weist
einen Schaft 151 auf, der einen spitz zulaufenden Bereich 152a an
seinem unteren Ende und einen zylindrischen Bereich 152b aufweist,
wobei der zylindrische Bereich 152b dafür vorgesehen ist, in den Hohlraum
eines Pfahlstücks,
mit dem das Endstück 150 verbunden
werden soll, in Eingriff gebracht zu werden. Eine spiralförmige Schraube 158 ist
einstückig
mit dem Schaft 151 ausgebildet. Die gesamte spiralförmige Schraube 158 erstreckt
sich über
den spitz zulaufenden Bereich 152a. Die erste Umdrehung
der zylindrischen Schraube 158 (der erste Schraubengang),
nämlich
der oberste Schraubengang, weist einen konstanten Außendurchmesser auf,
während
der Innendurchmesser an den sich verändernden Außendurchmesser des spitz zulaufenden
Bereichs 152a des Schaftes 151 angepaßt ist. Der
Außendurchmesser
und der Innendurchmesser der darunterliegenden Umdrehungen (Schraubengänge) nimmt
konstant zur Spitze 159 des spitz zulaufenden Bereiches 152a ab.
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Es
versteht sich von selbst, daß die
vorstehende Beschreibung lediglich vorteilhafte Ausführungsbeispiele
der Erfindung illustriert. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr
erstreckt sich die Erfindung auf weitere, nicht gezeigte Ausführungsbeispiele,
so daß sich
der Schutz der anliegenden Patentansprüche auch auf diese nicht gezeigten
Ausführungsbeispiele
erstreckt.
-
- 10
- Schraubpfahl
- 11
- Schaft
- 12
- Bereich
- 13
- Muffe
- 14
- Zapfen
- 15
- Bereich
- 16
- Verlängerungsstück
- 17
- Mantel
- 18
- Schraube
- 22
- Muffenwand
- 24
- Endbereich
- 26
- Rezess
- 27
- Rezessbereich
- 28
- Öffnung
- 29
- Rezessbereich
- 30
- Rezessbereich
- 31
- Rezessbereich
- 36
- Vorsprung
- 37
- Vorsprung
- 38
- Vorsprung
- 50
- Endstück
- 51
- Schaft
- 52
- Bereich
- 53
- Muffe
- 54
- Zapfen
- 56
- Verlängerungsstück
- 57
- Rohr
- 58
- Schraube
- 59
- Spitze
- 60
- Einkerbung
- 61
- Schneidkante
- 62
- Nase
- 63
- Nase
- 66
- Rezess
- 67
- Bereich
- 68
- Öffnung
- 69
- Rezessbereich
- 70
- Rezessbereich
- 72
- Stirnfläche
- 75
- Schulter
- 80
- Muffenbereich
- 82
- Nase
- 83
- Nase
- 85
- Schulter
- 150
- Endstück
- 151
- Schaft
- 152
- Bereich
- 158
- Schraube
- 159
- Spitze