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DE10332295B4 - Verfahren zur Entfernung von Metallspuren aus festem Silizium - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Metallspuren aus festem Silizium Download PDF

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DE10332295B4
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    • H10P70/12
    • H10P36/03

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Abstract

Verfahren zum Entfernen von Metallspuren aus festem Silizium, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
– Inkontaktbringen eines Gasgemisches mit dem festen Silizium, wobei das Gasgemisch Arsenwasserstoff enthält; und
– Entfernen der aus Metallspuren und arsenhaltigem Mittel gebildeten Schicht durch eine nasschemische Behandlung.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Reinigung von Silizium.
  • Zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen und insbesondere für die VLSI-(Very Large Scale Integration-)Bausteine muss reinstes Silizium verwendet werden, das gegebenenfalls mit anderen Elementen dotiert ist. Während Siliziumdotierungen mit zum Beispiel Bor, Phosphor oder Arsen in örtlichen Konzentrationen zwischen 1014 und 1020 Atom/cm3 Silizium gewünscht sind und auch elektrisch nicht aktive Siliziumbeimengungen wie zum Beispiel Sauerstoff bis 1018 Atome/cm3 Silizium nicht störend und auch zum Teil gewünscht sind, muss die Anwesenheit von Siliziumverunreinigungen in Form von Metallspuren wie Eisen- oder Kupferspuren weitestgehend ausgeschlossen werden.
  • Die Menge dieser Verunreinigungen von Silizium darf nicht mehr als 1011 Atome/cm3 Silizium betragen, damit die Transistoren eines integrierten Schaltkreises einwandfrei funktionieren, das heißt sauber öffnen und möglichst leckstromarm schließen. Die Siliziumscheiben, die als Substrat zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen dienen, werden deshalb durch einen sehr aufwändigen Prozess zur Fertigung einkristalliner Siliziumscheiben hergestellt, die eine sehr hohe Reinheit aufweisen. Bei den Fertigungsschritten dieser einkristallinen Siliziumscheibe bis zum fertigen integrierten Schaltkreis muss dann gewährleistet werden, dass keine neuen Metallspuren in das Silizium eingebracht werden. Dies wird dadurch erreicht, dass bei den Fertigungsschritten Vorsichts maßnahmen getroffen werden, die verhindern, dass die Metallspuren in das einkristalline Silizium eindringen. Es ist aber manchmal nicht möglich, das Eindringen geringster Metallspurenmengen in das Silizium zu verhindern. In diesen Fällen benutzt man ein Verfahren, das sogenannte Gettern-Verfahren, das die Metallspuren im Silizium bindet, aber außerhalb der elektrisch aktiven Zonen. Die Mittel, die zum Gettern verwendet werden können, sind zum Beispiel Sauerstoffpräzipitate im Waferbulk, gezielt erzeugt Wafferückseitendeffekte, eine Phosphor- oder Aluminiumdiffusionsschicht auf der Waferrückseite, ein hochdotierter Bulk bei schwach dotierten Epiwafern oder eine durch Implantation erzeugte Störschicht unter den elektrisch aktiven Gebieten. Eine Übersicht über die Mittel, die beim Gettern verwendet werden können, findet sich in A.A.
  • Istratov, H. Hieslmair, E.R. Weber: „Advanced Gettering Techniques in ULSI Technology", MRS Bulletin, June 2000, s. 33–38.
  • Der Nachteil von Gettern ist, dass die Metallspuren nicht immer genügend fest gebunden werden und dass manche Metallspuren gar nicht gebunden werden können. Die für die Eisenspuren geeignete Gettertechnik, die durch die Getterung an Sauerstoffpräzipitaten im Waferbulk durchgeführt wird, kann für die Kupferspuren nicht verwendet werden (M.B. Shabani, S. Okuuichi, Y. Shimanuki: „Kinetics of ow-temperature outdiffusion of copper from silicon wafers" Electrochemical Society Proceedings, vol. 99–16, s: 510–525).
  • Ein weiterer Fall, bei dem die Gettertechnik versagt, ist die Separation by Implantation of Oxygen-Silicon on Isolator Technique, die 52MOX-SOI-Technik. Bei dieser Technik wird Sauerstoff in einer Dosis von ca. 1018 Atome/cm2 in das Silizium implantiert und dann durch Erhitzen auf ca. 1300°C die SOI-Struktur geschaffen. Bei dieser hohen implantierten Dosis und bei dieser hohen Temperatur kann nicht verhindert werden, dass die Metallspuren in das Silizium eindringen. Die in das Silizium eingedrungenen Kupferspuren können aber in der Siliziumschicht nicht gebunden bzw. gegettert werden, da eine Siliziumdioxidschicht darauf liegt.
  • Gemäß US 5,725, 677 A ist z.B. bekannt, dass zur Entfernung von Metallverunreinigungen von der Oberfläche eines Oxidfilms ein halogenhaltiges Gas, das auch ein Element der Gruppe IIIa, IVa oder Va aufweist, verwendet werden kann. Da aber ein Oxidfilm auf der Oberfläche des Siliziumsubstrates vorhanden ist, ist dieses Verfahren nicht geeignet die Metallspuren aus festem Silizium zu beseitigen.
  • JP 03195016A beschreibt ein Verfahren zur Entfernung eines auf einem Siliziumsubstrat befindlichen Oxidfilms unter Verwendung geringfügigen Mengen an Arsenwasserstoff, um ein epitaxiales Wachstum der Siliziumschicht zu erzielen.
  • US 6,083 413 A beschreibt ein Verfahren zum Entfernen von metallischen Materialen, wie z.B. Kupfer, Nickel oder deren Oxide von der Oberfläche eines Substrates aus Silizium, Siliziumoxid oder Galliumarsenid. Das Verfahren wird unter Verwendung einer ersten Komponente, die Fluor oder eine fluorhaltige Verbindung enthält und einer zweiten Komponente, die eine halogenhaltige Silanverbindung enthält, durchgeführt.
  • US 2003/0082912 A1 beschreibt eine Zusammensetzung zur nasschemischen Reinigung, wobei die Zusammensetzung ein Fluorsalz und ein Hydrogenfluorsalz, ein organisches Lösungsmittel und Wasser enthält.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren bereitzustellen, das die Metallspuren aus unstrukturierten oder bereits strukturierten einkristallinen Siliziumscheiben entfernt.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst.
  • Im Nachfolgenden werden folgende Abkürzungen verwendet:
  • SPM
    ein Reinigungsschritt unter Verwendung einer Lösung aus Wasserstoffperoxyd und Wasser;
    HPM
    ein Reinigungsschritt unter Verwendung einer Lösung aus Chlorwasserstoff, Wasserstoffperoxyd und Wasser;
    APM
    ein Reinigungsschritt unter Verwendung einer Lösung aus Ammoniak, Wasserstoffperoxyd und Wasser
    DHF
    ein Reinigungsschritt unter Verwendung einer verdünnten Lösung der Flusssäure.
  • Die Metallspuren und insbesondere die Kupferspuren werden durch das arsenhaltige Mittel aus dem Silizium entfernt. Das aus dem arsenhaltigen Mittel abgeschiedene Arsen zieht aus dem Siliziumbulk die Metallspuren zur Siliziumoberfläche und bindet sie dort. Die Anziehung kann durch die Bildung der thermodynamisch sehr stabilen Metallarsenid-Verbindung, wie zum Beispiel Cu3As2 erklärt werden.
  • Die überschüssige Arsenschicht und das gebildete Kupferarsenid können dann nasschemisch entfernt werden.
  • Die Entfernung der gebildeten Metallarsenide und des gegebenenfalls in das Silizium diffundierten Arsens wird durch die folgende Sequenz durchgeführt 1. SPM, 2. APM, 3. DHF, 4. APM und 5. HPM. Zwischen dem dritten und dem vierten Reinigungsschritt kann eine weitere Sequenz durchgeführt werden, nämlich Down-Stream-Asher und DHF, wobei diese Schritte mehrmals wiederholt werden können.
  • Als das arsenhaltige Mittel eignet sich insbesondere Arsenwasserstoff, der sich zu Arsen und Wasserstoff bei einer ge eigneten Temperatur zersetzt, wobei die Temperatur so gehalten wird, dass das Arsen in das Silizium kaum diffundiert. Die Temperatur hängt von der Auswahl des arsenhaltigen Mittels ab und bewegt sich normalerweise zwischen 400 und 600°C.
  • Das Verfahren kann bei jedem Druck ausgefürt werden, wobei aus praktischen Gründen ein Druck zwischen 4·103 und 133·103 Pascal sinnvoll ist. In Abhängigkeit der Temperatur und des Drucks, beträgt die Beheizungszeit in der Regel zwischen 10 und 120 Minuten.
  • Beispiel 1
  • Entfernung von Metallspuren aus Produktwafern
  • MOS-Produktwafer werden vor der Gate-Oxidation der Arsenbehandlung unterzogen. Dazu werden alle Implantationen ausgeführt, die letzte Lackmaske im Down-Stream-Sauerstoffplasma entfernt, eine SPM-Reinigung und danach eine kurze DHF-Reinigung zur Freilegung des Siliziums durchgeführt. Anschließend erfolgt die Arsenbehandlung in einer üblichen LPCVD-Anlage, indem eine übliche Gasmischung von 0,7 % Arsenwasserstoff in Wasserstoff 30 Minuten lang bei 4·103 Pascal und 500°C auf die Wafer einwirkt. Nach langsamer Abkühlung, Stickstoffspülung und Entladung erfolgen die Reinigungen der Wafer, das heißt die Entfernung der gebildeten Metallarsenide und des überschüssigen Arsens, in der Sequenz: 1. SPM, 2. APM, 3. DHF, 4. APM und 5. HPM. Auf diesen gereinigten Scheiben erfolt jetzt die Gate-Oxidation und die folgenden Prozessschritte.
  • Beispiel 2
  • Entfernung von Metallspuren aus Produktwafern bei höherer Temperatur
  • Wie Beispiel 1, nur dass die Gasmischung bei 700°C auf die Wafer einwirkt. Nch langsamer Abkühlung, Stickstoffspülung und Entladung erfolgen die Reinigungen der Wafer, das heißt die Entfernung der gebildeten Metallarsenide und des überschüssigen etwas in das Silizium diffundierten Arsens, in der Sequenz: 1. SPM, 2. APM, 3. DHF, 4. Down-Stream-Asher, 5. DHF, 6. Down-Stream-Asher, 7. DHF, 8. Down-Stream-Asher, 9. DHF, 10. APM und 11. HPM. Auf diesen gereinigten Schreiben erfolgt jetzt die Gate-Oxidation und die folgenden Prozessschritte.
  • Beispiel 3
  • Entfernung von Metallspuren aus SIMOX-SOI-Wafern
  • SIMOX-SOI-Wafer werden nach der Erzeugung der SOI-Struktur und vor dem ersten Prozessschritt zur Erzeugung von Schaltkreisen der Arsenbehandlung unterzogen. Dazu wird zuerst eine APM-Reinigung zur Entfernung von Partikeln und danach eine kurze DHF-Reinigung zur Freilegung des Siliziums durchgeführt. Anschließend erfolgt die Arsenbehandlung in einer üblichen LPCVD-Anlage, indem eine übliche Gasmischung von 0,7 Arsenwasserstoff in Wasserstoff 30 Minuten lang bei 4·103 Pascal und 500°C auf die Wafer einwirkt. Nach langsamer Abkühlung, Stickstoffspülung und Entladung erfolgen die Reinigungen der Wafer, das heißt die Entfernung der gebildeten Metallarsenide und des überschüssigen Arsens, in der Sequenz: 1. SPM, 2. APM, 3. DHF, 4. APM und 5. HPM. Auf diesen gut gereinigten Scheiben erfolgt jetzt der Aufbau der integrierten Schaltkreise.
  • Beispiel 4
  • Entfernung von Metallspuren aus Wafern mit einer EPI-Schicht
  • Wafer mit einer EPI-Schicht werden nach Abscheidung der EPI-Schicht der Arsenbehandlung unterzogen. Dazu wird zuerst eine APM-Reinigung zur Entfernung von Partikeln und danach eine kurze DHF-Reinigung zur Freilegung des Siliziums durchgeführt. Anschließend erfolgt die Arsenbehandlung in einer üblichen LPCVD-Anlage, indem eine übliche Gasmischung von 0,7 % Arsenwasserstoff in Wasserstoff 30 Minuten lang bei 4·103 Pascal und 600°C auf die Wafer einwirkt. Nach langsamer Abkühlung, Stickstoffspülung und Entladung erfolgen die Reinigungen der Wafer, das heißt die Entfernung der gebildeten Metallarsenide und des überschüssigen minimal in das Silizium diffundierten Arsens, in der Sequenz: 1. SPM, 2. APM, 3. DHF, 4. APM, 5. DHF, 6. APM, 7. DHF, 8. APM, 9. DHF, 10. APM und 11. HPM. Auf diesen gut gereinigten Scheiben erfolgt jetzt der (weitere) Aufbau der integrierten Schaltkreise.
  • Vergleichsversuch
  • Vier Bor dotierte 9–18 Ohmcm 100 CZ-Wafer im Lieferzustand (Spalte 1) wurden in der VPD-Box mit HF-Gas hydrophobiert und anschließend gleichmäßig auf der Wafervorderseite mit 637 × 1010 Atome/cm2 Kupfer kontaminiert (Spalte 2). Anschließend wurde die aufgebrachte Kupferkontamination mit TRFA überprüft (Spalte 3) und danach mit einem RTP-Schritt von 30 Sekunden bei 1200°C im Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch in das Silizium eingetrieben. Danach wurde erneut mit TRFA das Kupfer gemessen, und es zeigte sich, dass das Kupfer eindiffundiert ist (Spalte 4). Danach wurden die Wafer in der VPD-Box mit HF-Gas erneut hydrophobiert und anschließend erfolgte mit Wafer ZT 318062.06 und Wafer ZT 318062.08 die Arsenwasserstoffbehand lung, wobei Wafer ZT 318062.07 und Wafer ZT 318062.09 nicht behandelt wurden. Die Arsenwasserstoffbehandlung war ein stark verkürzter Standard-Gasphasendotierschritt, das heißt die Wafer wurden bei 700°C in reinem Stickstoff eingefahren und dann 10 Minuten lang bei 950°C in 0,7 % AsH3 in H2 bei 4·103 Pascal behandelt.
  • Anschließend wurden alle Wafer erneut mit TRFA gemessen (Spalte 5). Es zeigte sich, dass Wafer ZT 318062.06 und Wafer ZT 318062.08 mehr als doppelt so viel Kupfer wie Wafer ZT 318062.07 und Wafer ZT 318.062.09 an der Waferoberfläche tragen. Dass auch auf Wafer ZT 318062.07 und Wafer ZT 318062.09 Kupfer zu finden ist, liegt an der bekannten Ausdiffusion von Kupfer. Diese Ausdiffusion von Kupfer wird durch die Arsenbehandlung stark verstärkt. Zum Schluss wurden die TRFA-Werte noch mit VPD-AAS bestätigt. Dass mit VPD-AAS weniger als mit TRFR gefunden wurde, liegt daran, dass man mit VPD-AAS nur die oberste Atomlage sieht, mit TRFA aber bis zu 10 Atomlagen tief sehen kann.
  • Figure 00110001

Claims (9)

  1. Verfahren zum Entfernen von Metallspuren aus festem Silizium, gekennzeichnet durch folgende Schritte: – Inkontaktbringen eines Gasgemisches mit dem festen Silizium, wobei das Gasgemisch Arsenwasserstoff enthält; und – Entfernen der aus Metallspuren und arsenhaltigem Mittel gebildeten Schicht durch eine nasschemische Behandlung.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallspuren Kupferspuren sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nasschemische Behandlung folgende Schritte aufweist: SPM, APM, DHF, APM und HPM.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die nasschemische Behandlung zusätzlich die Schritte Down-Stream-Asher und DHF aufweist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration von Arsenwasserstoff im Gasgemisch bei ungefähr 0,7 % liegt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasgemisch Wasserstoff enthält.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren bei einer Temperatur zwischen 400 und 950°C, insbesondere zwischen 400 und 600°C, durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasgemisch bei einem Druck zwischen 4·103 und 133·103 Pascal mit Silizium in Kontakt gebracht wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungszeit zwischen 10 und 120 Minuten liegt.
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