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Die
Erfindung betrifft ein Holmelement für eine Gliedertreppe, welches
mit weiteren Holmelementen zu einem Treppenholm modular koppelbar und
mit Fixiermitteln gegen jeweils ein weiteres Holmelement verspannbar
ist.
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Ein
wesentlicher Vorteil einer Gliedertreppe, welche aus Holmelementen
der vorstehend genannten Art bestehen, ist ihre variable Anpassbarkeit
beim Zusammenbau und eventuell auch danach. Typischerweise kann
die Anzahl der Stufen so angepasst werden, dass die Gliedertreppe
an verschiedene – unter
Umständen
auch wechselnde – Bedingungen durch
Hinzufügen
oder Wegnehmen einzelner Stufen angepasst werden kann.
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Typische
Gliedertreppen sind z. B. aus der Offenlegungsschrift
DE 30 31 095 A1 , der Patentschrift
DE 35 14 920 C2 und
der
EP 0 128 880 bekannt.
Dort werden Gliedertreppen beschrieben, welche sich aus einer beliebigen
Anzahl von Stufengliedern zusammensetzen lassen. Jedes Stufenglied
besteht aus mindestens einem Holmelement und einer darauf befestigten
Trittstufe. Jedes Holmelement besitzt ein waagrechtes Trägerstück, aus
dessen Oberfläche
ein Verbindungsstück
zur Verbindung mit dem nächsthöheren Stufenglied
herausragt. Weiter ist am anderen Ende des Stufengliedes eine Einrichtung
zur Aufnahme des Verbindungsstückes
vorgesehen und eine Trittstufen-Lagerfläche zur
Befestigung der Trittstufe. Bei dieser Gliedertreppe ist das Trägerstück ein U-förmig gebogener
Stahlblechzuschnitt und das Verbindungsstück ein Rundrohr-Abschnitt.
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Die
Bereitstellung der Holmelemente einer solchen Gliedertreppe ist
aufwendig und teuer, da die unterschiedlichen Materialien, Profile
und Oberflächen
der Komponenten der Holmelemente bzw. der Gliedertreppe aneinander
angepasst, geformt und verbunden werden müssen.
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Eine
Gliedertreppe aus den zuvor beschriebenen Holmelementen erfordert
die Verbindung eines Trägerstückes mit
den Verbindungsstücken
bereits innerhalb jedes Holmelementes und anschließend beim
Aufbau zusätzliche
Verbindungen zwischen Rohren und Stahlblechzuschnitten der Trägerelemente
und der Verbindungsstücke.
Dies erfordert einen erheblichen mechanischen Aufwand. Insbesondere
erfordert die Stabilisierung der Gliedertreppe besondere Spannmittel.
Durch diese Spannmittel werden z. B. gekrümmt oder rund ausgeformte,
formschlüssige,
korrespondierende Teile innerhalb oder zwischen zwei Holmelement
gegeneinander verspannt, was nie perfekt gelingt. Durch Benutzung
der Treppe werden die Glieder der Treppe und die ganze Treppe in
Schwingungen versetzt. Die Spannvorrichtungen durch welche die Glieder
bzw. Holmelemente der Treppe verbunden sind und welche üblicherweise aus
Schrauben oder Keilen bestehen, werden durch diese Schwingungen
in Mitleidenschaft gezogen. Eine Folge daraus ist ein zunächst leichtes
und im Laufe der Benutzung zunehmendes Spiel der Treppenglieder
zueinander, was wiederum die Schwingungen und damit wieder den Verschleiß der Treppe fördert. Dies
kann schließlich
zum Zusammenbruch der Treppe führen.
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Die
Anpassbarkeit der Treppe an unterschiedliche äußere Bedingungen ist über das
Hinzufügen
oder Weglassen einzelner Stufen nur gering. Je nachdem, welche Mittel
zum Verbinden und Verspannen der Holmelemente vorgesehen sind, kommt maximal
eine stufenlose Verstellbarkeit der Stufenhöhe in Frage. Hierdurch kann
zwar die Steigung der Gliedertreppe variabel eingestellt werden,
die Länge, d.
h. die horizontale Ausdehnung der Treppe wird jedoch durch die Anzahl
der Stufen bestimmt. Dies kann dazu führen, dass die Treppe nicht
genau an bestimmte äußere Gegebenheiten
anpassbar ist, d. h. sie kann z. B. ein klein wenig zu lang sein,
wenn eine Stufe hinzugefügt
wird und ein klein wenig zu kurz, wenn eine Stufe weggenommen wird.
Dies kann z. B. Verhindern dass die Treppe formschlüssig an
die Umgebung anpassbar ist, was ungewünschte Kanten bzw. Absätze oder
eine Erschwernis der Befestigung der Treppe am oberen oder unteren
Absatz zur Folge haben kann. Um diesen Mangel zu beheben, muss massiv
in den Aufbau eines oder mehrer Holmelemente eingegriffen werden,
oder es müssen zusätzliche äußere mechanische
Teile angebracht und angepasst werden.
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Ein ähnliches
Problem wirft eine an unterschiedliche Steighöhen anpassbare Treppe aus einer Patentschrift
aus Österreich
(
AT 365 707 ) auf. Bei dieser
Treppe sind eine feste Anzahl von Trittplatten verschwenkbar mit
Treppenholmen verbunden. Beim Aufstellen der Leiter werden die Trittplatten
immer in waagrechte Position versetzt. Natürlich ist man bereits beim
Erwerb einer solchen Treppe gezwungen, die Anzahl der erforderliche
Stufen abzuschätzen. Die
Funktion einer solchen Treppe besteht also vielmehr in der einer
Leiter als einer Treppe. Eine Anpassbarkeit an unterschiedliche
Höhenniveaus
und Weiten ist nur sehr eingeschränkt möglich.
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In
der Patentschrift
DE
197 23 490 A1 wird ein Treppenholm für eine Mittelholmtreppe vorgestellt,
welcher aus mehreren in unterschiedlicher Höhen- und Winkellage miteinander
verbindbaren und jeweils eine Treppenstufe abstützend aufnehmenden Holmelementen
besteht. Um zu erreichen, dass kein Verziehen der einzelnen Holmelemente
durch Schweißnähte mehr
auftritt und die Montage bei sicherer Klemmung vereinfacht wird
und dass der Treppenholm ein besonders gutes Aussehen erhält, sind
die einzelnen Holmelemente als hohlprofilartige Gussteile ausgebildet,
weisen jeweils zwei sich mit Abstand gegenüberliegende, auf gleicher Kreislinie verlaufende,
außenliegende
Führungsflächen auf. Die
benachbarten Holmelemente sind über
mindestens eine Schraube direkt miteinander verbunden, wobei die
Schraube mit ihrem Kopf in einer Aussparung eines jeweils oberen
Holmelementes anliegt, sich durch Öffnungen der Wandungen der
benachbarten Holmelemente erstreckt und in eine im Inneren eines
jeweils unteren Holmelementes befindliche Klemmbacke eingedreht
ist.
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Auch
hier ist die Anpassbarkeit der Treppe eingeschränkt. Die horizontale Weite
der Treppe ist durch die Anzahl der Stufen festgelegt, was zu Fehlanpassungen
führen
kann. Des Weiteren sind die Holmelemente als Gusselemente aufwendig
herzustellen.
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Der
Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein Holmelelment für eine modulare
Gliedertreppe und eine Gliedertreppe zu schaffen, welche kostengünstiger
und robuster ist und auch von technischen Laien, insbesondere von
Käufern
im Baumarkt problemlos aufzubauen ist.
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Die
Aufgabe wird durch den Einsatz von Holmelementen für eine Gliedertreppe
gemäß Anspruch 1
gelöst.
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Der
Aufbau einer erfindungsgemäßen Gliedertreppe
erfolgt aus einzelnen Holmelementen, welche miteinander koppelbar
sind. Insbesondere sind die Elemente in einem ersten Schritt zunächst noch gegeneinander
verschiebbar, so dass die Holmelemente noch zueinander justiert
werden können.
Zunächst
kann erfindungsgemäß immer
ein Holmelement mit einem nachfolgenden Holmelement ein Stück zusammengesteckt
werden. Die Holmelemente sind dafür insbesondere so ausgebildet,
dass ineinander gesteckte Holmelemente eine gegenseitige seitliche
Führung
bieten. Diese Führung
entsteht erfindungsgemäß dadurch,
dass sich flache Seitenabschnitte eines Holmelementes mit ebenfalls
flachen Seitenabschnitten des angekoppelten Holmelementes in seitlichem
Formschluss befinden, also verschiebbar aneinanderliegen z. B. durch überlappende,
flache Plattenstücke.
Der Formschluss verhindert dabei zunächst das Ausbrechen oder Abkippen
der Holmelemente aus einer gewünschten
Richtung z. B. die Richtung, in welcher der Treppenholm aufgebaut werden
soll, bzw. das Verdrehen der Holmelemente zueinander. Die Holmelemente
können
jedoch immer noch in einer Ebene (z. B. vertikale und horizontale Richtung)
gegeneinander verschoben werden. Die Verschiebung erfolgt erfindungsgemäß in horizontaler
und vertikaler Richtung bis eine gewünschte Auslage und Steigung – Verhältnis horizontaler
und vertikaler Abstand der zu den Holmelementen korrespondierenden
Stufen – erreicht
ist. Ist die gewünschte
relative Lage der Holmelemente und damit die relative Stufenposition
erreicht, können
die Holmelemente mittels vorgesehener Fixiermittel gegeneinander
verspannt und fixiert werden. Die formschlüssig aneinander liegenden Seiten,
welche neben anderen möglichen
Fixierungsmethoden zur Arretierung und Fixierung. der Treppe gegeneinander
verspannt werden können,
bieten einen besonders starken Halt und hohe Robustheit der Treppe,
da sie, wenn sie gegeneinander gepresst werden, großflächigen Reibschluss
bieten. Die Justage kann somit sehr fein und sehr flexibel erfolgen,
wodurch sich die aus den erfindungsgemäßen Holmelementen aufgebaute
Gliedertreppe von herkömmlichen
Gliedertreppen ganz deutlich unterscheidet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann zur Herstellung einer Wendeltreppe das Holmelement in der Draufsicht
gekrümmt
ausgebildet werden. Hierzu werden die Anlageflächen des Holmelementes zur
Herstellung des seitlichen Formschlusses so ausgerichtet, dass zwei
gleichartige, ineinandergesteckte Holmelemente einen Winkel einschließen, der
der gewünschten
Krümmung
des Treppenholmes entspricht.
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Vorteilhaft
ist dabei, dass aufgrund der modularen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Holmelemente
unterschiedlichste Krümmungen
des Treppenholmes und damit der Treppe erzielt werden können. Die
Treppe kann so an verschiedenste Anforderungen angepasst werden,
welche von der Umgebung an die Treppe gestellt werden. Nicht nur
der Aufbau einer Wendeltreppe ist hierbei vorstellbar, für welche
z. B. nur solche Holmelemente verwendet werden, welche eine Teilkrümmung in
dieselbe seitliche Richtung aufweisen, sondern auch Treppenverläufe, welche
zuerst in die eine und danach in die andere Richtung weisen (z.
B. schlangenförmig).
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Vorzugsweise
besitzen die Holmelemente Begrenzungsmittel zur horizontalen und/oder
vertikalen Begrenzung der Verschiebbarkeit auf einen definierten
Bereich mittels Führungen
und/oder Anschlägen.
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Durch
diese Einschränkung
der Verschiebbarkeit wird die Anpassung der Steigung und Auslage
in bestimmten Situation erleichtert, wenn z. B. nur eine feine Justage
erwünscht
ist. Insbesondere wird dadurch verhindert dass die Holmelement wieder
von alleine zu weit auseinander gleiten und deshalb mit zusätzlichen
Hilfsmitteln festgehalten werden müssen.
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Besonders
bevorzugt ist es dabei, wenn die Begrenzungsmittel zur Begrenzung
der Verschiebbarkeit dergestalt sind, dass in dem Holmelement seitliche
Ausnehmungen und hiervon beabstandet korrespondierende Eingreifmittel
vorgesehen sind, wobei nach dem Zusammenstecken zweier Holmelemente
die Eingreifmittel des einen Holmelements in die Ausnehmungen des
anderen Holmelements eingreifen und beim Verschieben der Holmelemente
die Relativbewegung durch Anschlagen am Umriss der Ausnehmungen
begrenzen. Vorzugsweise handelt es sich bei den Eingreifmitteln
um Stehbolzen, und besonders bevorzugt werden Metallschrauben als Eingreifmittel
verwendet. Diese greifen in Ausnehmungen wie z. B. Schlitze oder
Löcher
des anderen Holmelementes ein. Sobald die Stifte oder Schrauben
gegen die Ränder
der Ausnehmungen stoßen wird
die Verschiebbarkeit in diese Richtung gestoppt. Auf diese Weise
lassen sich nahezu unbegrenzt viele mögliche Vorgaben und Einschränkungen
der Verschiebbarkeit in horizontaler und vertikaler Richtung erreichen,
die den Aufbau in dem einen oder anderen Fall deutlich erleichtern
können.
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Ein
Holmelement ist erfindungsgemäß bevorzugt
durch Ausschneiden, insbesondere Stanzen aus einem Blech und anschließendem Falten
des so entstandenen Blechausschnittes herstellbar.
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Im
Gegensatz zu den bekannten Holmelementen kann das erfindungsgemäße Holmelement nämlich bereits
aus einem einzigen Blech – wie
z. B. Stahlblech oder ähnlichem – hergestellt
werden. Vorzugsweise wird das Holmelement aus einem einzigen Blech
ausgestanzt. Darin besteht ein wichtiger Vorteil gegenüber den
bekannten Holmelementen, da deren Herstellung, sei es im Gussverfahren
oder durch Zusammenfügen
verschiedener z. T. geformter Elemente wie Blechabschnitte und Rohrstücke erheblich
aufwendiger und kostspieliger ist als einfaches Ausstanzen und Biegen
eines einzigen Blechausschnittes.
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Es
wird besonders bevorzugt, wenn die Schenkel des Holmelementes zur
Erzeugung eines gekrümmten
Treppenholmes, insbesondere zur Erzeugung eines Treppenholmes für eine Wendeltreppe,
in der Draufsicht eine Krümmung
durchlaufen, wobei die beiden Schenkel, dabei im Wesentlichen parallel
und unter Berücksichtigung
des Formschlusses für
das Verkoppeln mit anderen Holmelementen angeordnet sind.
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Es
ist dann möglich
derartige Holmelemente mit unterschiedlich starken Krümmungen
vorzufertigen, die der Käufer
individuell zusammenstellen kann, um auch besonders ungewöhnlichen
Umweltbedingungen gerecht zu werden. Eine Treppe aus den erfindungsgemäßen Holmelementen
kann somit als Wendeltreppe mit verschieden starken Krümmungen,
oder auch mit wechselnden Krümmungen
aufgebaut werden.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn das erfindungsgemäße Holmelement Flansche aufweist,
welche als Trittfläche
einer Stufe ausgebildet sind. Im Gegensatz zu bekannten Holmelementen
kann das erfindungsgemäße Holmelemente
bereits eine Trittfläche
aufweisen, die durch einfaches Umbiegen von Blechabschnitten entsteht.
Durch Zusammenbau dieser bevorzugten Holmelemente entsteht ein besonders
einfacher Treppenholm, welcher bereits eine sehr einfach Treppe
darstellt. Ebenfalls bevorzugt ist jedoch wenn das erfindungsgemäße Holmelement seitliche
Flansche aufweist, welche so ausgebildet sind, dass sie zur Auflagerung
eines Trittelementes dienen.
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Ebenfalls
erfindungsgemäß ist eine
Gliedertreppe mit einem Treppenholm aus den erfindungsgemäßen Holmelementen
deren Treppenholm dadurch herstellbar ist, dass je zwei Holmelemente
ineinander gesteckt und verschoben werden, bis eine vorgegebene
Steigung und Auslage jeder Treppenstufe und schließlich des
ganzen Treppenholmes erreicht ist, wobei anschließend die
Holmelemente gegeneinander mittels Fixiermitteln verspannt und fixiert
werden.
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Bevorzugt
und besonders hilfreich ist hierbei auch ein leichtes Vorspannen
der erfindungsgemäßen Holmelemente
gegeneinander, so dass gerade soviel Reibschluss zwischen den Holmelementen aufgebaut
wird, dass der Treppenholm sein eigenes Gewicht trägt. Auf
diese Weise kann ein Treppenholm zunächst schnell und einfach provisorisch
aufgebaut werden, ohne schon die volle Stabilität zu erreichen. Anschließend kann
der Treppenholm schrittweise optimal an die äußeren Vorgaben bezüglich Steigung
etc. angepasst werden, indem einzelne Holmelemente gelöst und horizontal
und vertikal verschoben werden. Ist das gewünschte Ergebnis mit dem ganzen
Treppenholm erreicht, werden die Holmelemente endgültig gegeneinander
fixiert.
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Im
folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
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1 eine
Ansicht von oben und von der Seite auf ein erfindungsgemäßes Holmelement,
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2 eine
Ansicht eines Treppenholmes aus erfindungsgemäßen Holmelementen,
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3 eine
Draufsicht auf eine Wendeltreppe mit einem Treppenholm aus erfindungsgemäßen Holmelementen
und eine Seitenansicht von oben auf ein erfindungsgemäßes Holmelement
zum Aufbau des Treppenholmes für
die Wendeltreppe.
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In 1 ist
ein erfindungsgemäßes Holmelement 2 dargestellt.
In dieser bevorzugten Ausführungsform
handelt es sich um einen im wesentlichen u-förmig
gebogenen Blechausschnitt. Besonders vorteilhaft ist dieser einstückige Blechausschnitt,
der z. B. durch Ausstanzen und anschließendes Biegen in zwei aufeinanderfolgenden
Arbeitsschritten in sehr kostengünstiger
und rationeller Weise hergestellt werden kann. Er weist im wesentlichen
Schenkel 10, Flansche 8 und Ausnehmungen 9, 11,
welche als Begrenzungsmittel der Verschiebbarkeit des Holmelementes 2 zu
einem weiteren Holmelement 2 dienen. Die Flansche 8 dienen
zur Auflagerung von Trittelementen 3, welche, falls notwendig,
mit den Flanschen 8 verschraubt werden können. Die
Trittelemente 3 stellen keinen festen Bestandteil des Holmelementes 2 dar
und können
beliebig hinzugefügt
werden, was eine flexible Ausgestaltung der Treppe ermöglicht. Auf
die weiteren Konturen des Holmelementes 2 insbesondere
die Seitenansicht, sind leicht beim Ausstanzen sehr individuell
anzupassen. Die unterschiedlichsten Konturen sind hier denkbar.
Natürlich ist
es möglich
bei dem erfindungsgemäßen Holmelement 2 die
Flansche 8 so auszuführen,
dass sie unmittelbar als Trittfläche 6a geeignet
sind. Dadurch kann zugunsten einer sehr vereinfachten Bauweise die
Auflagerung zusätzlicher
Trittelemente 3 entfallen. Zur Kopplung zweier Holmelemente 2 sind
die Schenkel 10 des Holmelementes 2 nach außen hin leicht
aufgeweitet, so dass sie die Beuge 12 eines weiteren Holmelementes 2 aufnehmen
können. Wenn
ein Holmelement 2 mit seiner Beuge 12 zwischen
den Schenkeln 10 eines weiteren Holmelementes 2 liegt,
liegen die Flächen
der Schenkel 10 formschlüssig an den zur Beuge 12 des
eingesteckten Holmelementes 2 befindlichen Seiten an. Dadurch
entsteht eine Führung,
welche das seitliche Wegkippen oder Ausscheren des eingesteckten
Holmelementes 2 verhindert. Durch die Bohrungen 11 des
einen Holmelementes 2 werden dann Schrauben oder Bolzen
oder ähnliches
eingeschoben, welche bevorzugt durch die Ausnehmungen 9 des
anderen Holmelementes 2 reichen und anschließend besonders
bevorzugt auf der anderen Seite des Holmelementes durch ebensolche
Bohrungen 11 austreten. Die Ausnehmungen 9 definieren
den Bereich, innerhalb welchem eine Verschiebung der eingeführten Schrauben
und damit des Holmelemente 2 zueinander möglich ist.
Nachdem die Einstellung bzw. Anpassung von Steigung und Auslage
der zu den Holmelementen 2 korrespondierenden Stufen erfolgt
ist, werden zur Arretierung bzw. Fixierung der Holmelemente die
eingeschobenen Schrauben angezogen, wodurch die Seitenwände der
Holmelemente gegeneinander verspannt werden. Die zusätzliche
Bohrung 13 ermöglicht
eine abschließende
Fixierung der Holmelemente 2 zueinander und erhöht die statische
Belastbarkeit der Holmverbindung. Ebenso könne die Bohrungen 11 aber
auch rechtwinklig zum Schenkel 10 des Holmelementes stehende,
flanschartige Auswölbungen
aufweisen, welche in die Ausnehmungen 9 eingreifen. Um
die Holmelemente 2 übereinander zu
schieben, müssen
die Schenkel 10 dann leicht auseinander gezogen werden.
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In 2 ist
eine seitliche Schnittansicht eines Treppenholmes 1 aus
erfindungsgemäßen Holmelementen 2 zu
sehen. Der Treppenholm verbindet zwei Ebenen bzw. Absätze 4 und 5.
Neben den Holmelementen 2 weist der Treppenholm noch zwei
optionale, zusätzliche
Holmelemente 6 und 7 auf, welche besonders ausgeformt
sind, um die Verbindung zu entweder der Ebene 4 oder der
Ebene 5 zu bilden. Natürlich
sind sie so ausgebildet, dass sie in ebenso einfacher Weise mit
den Holmelementen 2 steckbar verbunden und anschließend fixiert
werden können, wie
die Holmelemente 2 untereinander. Es ist möglich entweder
direkt auf den Trittflächen 6a der
Holmelemente 2 zu laufen, wenn diese entsprechend ausgeformt
sind, oder auf die Holmelement werden zusätzliche Trittelemente 3 aufgelegt.
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In 3 ist
eine weitere bevorzugte Ausführungsform
einer Gliedertreppe aus erfindungsgemäßen Holmelementen 22.
Hierbei handelt es sich um eine Wendeltreppe 23 die in
einer Draufsicht dargestellt ist. Durch eine besondere Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Holmelementes 22 gelingt
es ebenso einfach eine Wendeltreppe 23 aufzubauen. Für die Wendeltreppe 23 können die
Schenkel 20 des Holmelementes 22 abgewinkelt sein,
wie in 3 dargestellt. Dadurch entsteht eine Krümmung des
Treppenholmes 21, um einen definierten Winkel von Holmelement 22 zu
Holmelement 22. Die Krümmung
ergibt in Verbindung mit der Steigung von Stufe zu Stufe schließlich einen
typischen Treppenholm 21 für eine Wendeltreppe. Die Flansche 28 des
Holmelementes 22 können
hier als Auflagerung für
Trittelemente 3 verwendet werden. Die Anpassbarkeit der Holmelemente 22 ist
hier ebenso gegeben, wie bei einer geradlinigen Treppe, wie zuvor
beschrieben. Zunächst
können
die Holmelemente 22 lose oder reibschlüssig zusammengefügt werden,
und nach und nach in die richtige, gewünschte Position gebracht werden.
Nachdem der Treppenholm 21 wunschgemäß ausgerichtet ist, können so
dann die Holmelemente 22 gegeneinander verspannt und fixiert
werden, wie bereits zuvor beschrieben.