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DE10328787A1 - Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine - Google Patents

Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine Download PDF

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DE10328787A1
DE10328787A1 DE2003128787 DE10328787A DE10328787A1 DE 10328787 A1 DE10328787 A1 DE 10328787A1 DE 2003128787 DE2003128787 DE 2003128787 DE 10328787 A DE10328787 A DE 10328787A DE 10328787 A1 DE10328787 A1 DE 10328787A1
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correlation
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combustion engine
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DE2003128787
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Inventor
Patrick Mattes
Ulrich Heiberger
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/24Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents characterised by the use of digital means
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    • F02D41/2416Interpolation techniques
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • F02D41/3809Common rail control systems

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Abstract

Bei einem Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes, insbesondere in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine, ist zur Erreichung eines möglichst hohen Automatisierungsgrades bei gleichzeitig möglichst hoher Präzision bei der Bedatung vorgesehen, dass das Kennfeld in diskretisierte Stützstellen eingeteilt wird, wobei aus einer bestehenden Messreihe für ein Teilelos Referenzpunkte diskret bedatet werden und wobei für wenigstens einen fix angenommenen Referenzpunkt eine Regressionsberechnung durchgeführt wird, wobei die verfügbaren Korrelationspunkte gleichwertig behandelt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes insbesondere in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine sowie ein nach diesem Verfahren arbeitendes Steuergerät einer Brennkraftmaschine gemäß den Oberbegriffen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche.
  • In der modernen Kraftfahrzeugtechnik kommen zunehmend Kraftstoffzumesssysteme zum Einsatz, bei denen die Einspritzung von Kraftstoff in einen Verbrennungsraum (Zylinder) einer Brennkraftmaschine mittels eines Hochdruckspeichers erfolgt, wobei die Druckerzeugung und die Einspritzung voneinander entkoppelt sind. Ein sehr verbreiteter Typus eines solchen Kraftstoffzumesssystems sind die sogenannten „Common-Rail-Systeme", bei denen der genannte Hochdruckspeicher als "Rail" bezeichnet wird. Der Einspritzdruck wird unabhängig von der Motordrehzahl und der Einspritzmenge erzeugt und steht in dem Hochdruckspeicher für die Einspritzung bereit. Der Einspritzzeitpunkt und die Einspritzmenge werden in einem elektronischen Motorsteuergerät berechnet und von Injektoren jedes Zylinders der Brennkraftmaschine über gesteuerte Ventile umgesetzt.
  • Bei der Herstellung der genannten Injektoren oder anderer Komponenten des jeweiligen Kraftstoffzumesssystems etwa auftretende Fertigungstoleranzen bedingen Unterschiede in Betriebskenngrößen der verschiedenen Injektoren des Kraftstoffzumesssystems. Diese Unterschiede treten insbesondere erst über die Lebensdauer der Injektoren bzw. des Kraftstoffzumesssystems auf oder werden während der Lebensdauer sogar noch verstärkt. Dabei weisen die Injektoren eines einzelnen Kraftstoffzumesssystems insbesondere unterschiedliche Mengenkennfelder auf, d.h. unterschiedliche Abhängigkeiten zwischen der Einspritzmenge, dem Raildruck und der Ansteuerzeit der Injektoren. Dies führt dazu, dass trotz einer präzisen Ansteuerung der Injektoren jeder einzelne Injektor den jeweiligen Verbrennungsraum mit unterschiedlichen Mengen an Kraftstoff füllt.
  • So geht aus der DE 102 15 610 A1 ein Verfahren zur Korrektur des genannten Einspritzverhaltens von Injektoren hervor, bei dem die Injektoren nach der Fertigung an charakteristischen Arbeitspunkten auf ihre Einspritzmenge vermessen und in Klassen eingeordnet werden. Diese Klasseninformationen werden bspw. in an dem jeweiligen Injektor angeordneten Speichermitteln gespeichert, wobei diese Werte vom Motorsteuergerät aus dem genannten Speichermittel des Injektors ausgelesen und im Folgebetrieb der Brennkraftmaschine bzw. des jeweiligen Kraftstoffzumesssystems verwendet werden.
  • Die genannte Klassifizierung der Injektoren kann bspw. so erfolgen, dass die Injektoren an mehreren Prüfpunkten bzgl. der Einspritzzumessung geprüft werden. Liegen die gemessenen Ist-Werte an allen Prüfpunkten innerhalb eines vorbestimmten Toleranzfensters, so wird der Injektor als „gut" bewertet. Ferner wird der Ist-Wert eines Messpunktes benutzt, um die Injektoren in eine Anzahl von Toleranzklassen einzuteilen. Die Toleranzfenster der jeweiligen Klassen betragen an dem betreffenden Prüfpunkt nur einen Bruchteil der Gesamttoleranz. Da zwischen den Prüfpunkten nur eine ungenügende Korrelation besteht, ist allerdings an den übrigen Prüfpunkten eine solche Toleranzeinengung überhaupt nicht möglich.
  • Sind die Injektoren an der Brennkraftmaschine verbaut, so wird die so ermittelte Klassenzugehörigkeit in das Steuergerät einprogrammiert. Das Steuergerät führt dann eine Korrektur der Einspritzmenge mittels eines entsprechend vorbedateten Kennfeldes durch. Aufgrund der genannten ungenügenden Korrelation zwischen den Betriebspunkten bzw. den Prüfpunkten ist eine Korrektur nur im Bereich eines zur Klassifizierung verwendeten Prüfpunktes möglich. Im übrigen Betriebsbereich kann allenfalls auf der Basis statistischer Mittelwertverschiebungen zwischen den Klassen eine geringe Anpassung der Mengenzumessung erfolgen.
  • Es besteht weiterhin die Möglichkeit, mittels des Motorsteuergerätes individuell für jeden Injektor, abhängig von der Soll-Menge und dem Raildruck, die Ansteuerdauer gegenüber einem Nominalkennfeld zu korrigieren, um der Soll-Menge möglichst nahe zu kommen. Dazu erhält das Steuergerät beim Einbau je Injektor mehrere, vorzugsweise vier Prüfwerte (VL, EM, LL und VE) aus der Fertigung. Aus diesen Größen wird ein auf diskreten Stützstellen beruhendes Korrekturmengenkennfeld erstellt (siehe 2). Dabei wird aus den Abweichungen der Einspritzmengen von ihren Soll-Werten an den genannten vier Prüfpunkten eine Mengenkorrektur für eine Reihe von Druck-/Ansteuerkombinationen durchgeführt, mit deren Hilfe für jeden Prüfpunkt eine Korrelation der Einspritzmenge zur Einspritzmenge an den jeweiligen anderen Prüfpunkten festgelegt wird. Damit kann das Steuergerät bei bekannten Werten für die Mengenabweichungen (ΔVL, ΔEM, ΔLL und ΔVE) an den jeweiligen Prüfpunkten des Korrekturmengenkennfeldes mit Zahlenwerten gefüllt werden.
  • Aus der DE 102 15 610 A1 geht des Weiteren hervor, die genannte Korrekturmenge durch lineare Regression mehrerer Vergleiche der Soll-Werte mit den Ist-Werten an den mehreren Prüfpunkten eines Injektors zu ermitteln. Ferner ist dort beschrieben, durch Korrelation mehrerer Prüfpunkte die Auswirkungen von Messfehlern der Prüfwerte auf Einspritzungen zu reduzieren.
  • Ein besonderes Problem bei den beschriebenen Kennfeldern stellt deren Bedatung mit den genannten Prüfwerten dar, wobei die Prüfwerte wegen des hohen Aufwandes meist nicht direkt aus Messreihen ermittelt werden können. Daher erfolgt die Bedatung der meisten Stützstellen mit Hilfe von Korrelationen, die sich auf wenige, sorgfältig auszuwählende Fixpunkte stützen. Die Auswahl der Fixpunkte und der ihnen zuzuordnenden Korrelationen erfolgt derzeit allerdings rein empirisch.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein Steuergerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche die genannten Nachteile des Standes der Technik vermeiden und eine präzise und gleichzeitig möglichst automatisierbare Bedatung der hier betroffenen Kennfelder ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Vorteile der Erfindung
  • Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens und des nach diesem Verfahren arbeitenden Steuergerätes besteht darin, dass die Bestimmung der Stützpunkte optimierend erfolgt, und zwar auf der Grundlage des sogenannten Bestimmtheitsmaßes R2 von auf die Messwerte angewandten Regressionen, wobei für das Bestimmtheitsmaß jeweils Maximalwerte gefordert werden. Bei dem Verfahren werden zunächst alle Stützstellen neutral (d.h. gleichwertig) miteinander kombiniert und deren Messwerte miteinander korreliert. Bei der jeweiligen Regression werden dabei gleichmäßig verteilte Fixpunkte des Kennfeldes völlig frei ermittelt und die besten Korrelationen ebenfalls mittels Regression nach dem Kriterium maximales R2 zugeordnet.
  • Die erfindungsgemäß bevorzugt auf der Grundlage einer linearen Regression der Messwerte mittels einer symmetrischen Korrelationsmatrix durchgeführte Korrelationsberechnung liefert an den Stützstellen drei Ergebnismatrizen mit Ergebnissen aus den Korrelationen, und zwar eine für die Geradensteigung k, eine für den y-Achsenabschnitt b und eine für das Bestimmtheitsmaß R2. Die Ergebnismatrizen sind jeweils halbseitig besetzt und weisen eine unbesetzte Hauptdiagonale auf. Diese Matrizen sind aufgrund ihrer dann vorliegenden, im Folgenden noch eingehender beschriebenen Symmetrie effektiv und daher zeitsparend auswertbar. Die bei der Auswertung notwendige Inversion der genannten Matrizen kann vorteilhaft nach einfachen Vorschriften erfolgen. Die Ergebnismatrix R2 ist exakt symmetrisch, so dass ein Matrixelement yx mit dem gleichen Wert wie ein Element xy besetzt werden kann. Die Ergebnismatrix für die Geradensteigung k kann daher nach der einfachen Vorschrift k_xy·k_yx = R2 invertiert werden.
  • Die erfindungsgemäße, streng methodische Vorgehensweise ermöglicht vorteilhaft eine sehr strukturierte Kennfeldbedatung nach dem Gesichtspunkt der Ergebnisoptimierung mit hohem Automatisierungsgrad. Dadurch ergibt sich gegenüber dem Stand der Technik eine deutliche Zeitersparnis und ein deutlich verringertes Fehlerpotenzial, da die genannten Verfahrensschritte mittels geeigneter Berechnungsmodule einschließlich dem Einlesen der Daten, dem Auswerten der eingelesenen Daten und der Ausgabe der berechneten Daten voll automatisierbar sind. Die Erfindung ermöglicht insbesondere, aus beliebig vielen Kennfeldstützstellen die am besten geeigneten Stützpunkte frei zu bestimmen und die Korrelationszuordnung der verbleibenden Stützstellen optimal festzulegen.
  • Die Erfindung ist bei jeglicher Art einer Kennfeldbedatung einsetzbar, sofern sich die Bedatung auf Korrelationen von Absolutwerten oder Abweichungen (Deltawerten) zu Fixpunkten zu stützen hat, wie bspw. auf dem eingangs genannten Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik und im Speziellen im Bereich der dort an sich bekannten Verfahren der Nullmengenkalibrierung (NMK) und des Injektor-Mengenabgleichs (IMA), wobei letzterer in der Regel bereits vor einer Fahrzeugauslieferung bei niedriger Motordrehzahl durchgeführt wird, um insbesondere die Laufruhe im Leerlauf der Brennkraftmaschine zu optimieren.
  • Zeichnung
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen eingehender beschrieben, aus denen sich weitere Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben.
  • In der Zeichnung zeigen im Einzelnen
  • 1 eine schematische Darstellung eines Teils eines Common-Rail-Einspritzsystems gemäß dem Stand der Technik;
  • 2 ein diskretisiertes Mengenkorrekturfeld bzgl. der Einspritzmenge eines Injektors in Abhängigkeit vom Raildruck in einem in der 1 gezeigten Common-Rail-Einspritzsystem;
  • 3 ein zur korrelationsbasierten Bedatung gemäß der Erfindung geeignetes diskretisiertes Kennfeld in einer vereinfachten Darstellung;
  • 4 eine typische Korrelationsmatrix zur Illustration eines erfindungsgemäß angewendeten Kombinationsverfahrens;
  • 5 ein typisches Ergebnis einer erfindungsgemäßen Korrelationsberechnung mittels Linearregression zwischen zwei einzelnen Korrelationspunkten für ein Teilelos;
  • 6 eine typische Ergebnismatrix für das Bestimmtheitsmaß R2 als Ergebnis einer erfindungsgemäßen Korrelationsberechnung über alle möglichen Korrelationen;
  • 7 eine typische Ergebnismatrix für die Korrelationskonstanten als Ergebnis einer erfindungsgemäßen Korrelationsberechnung über alle möglichen Korrelationen; und
  • 8a und 8b eine typische Kennfeldbedatung eines IMA-Kennfeldes gemäß der Erfindung.
  • Beschreibung
  • In der 1 ist der Hochduckteil eines Common-Rail Speichereinspritzsystems dargestellt. Es werden im Folgenden nur die Hauptkomponenten und solche Komponenten näher erläutert, welche für das Verständnis der vorliegenden Erfindung wesentlich sind. Die Anordnung umfasst eine Hochdruckpumpe 10, welche über eine Hochdruckleitung 12 mit dem Hochdruckspeicher ("Rail") 14 in Verbindung steht. Der Hochdruckspeicher 14 ist über weitere Hochdruckleitungen mit den Injektoren verbunden. In der vorliegenden Darstellung sind eine Hochdruckleitung 16 und ein Injektor 18 gezeigt. Der Injektor 18 ist in den Motor eines Kraftfahrzeugs eingebaut. Das dargestellte System wird von einem Mo tor-Steuergerät 20 gesteuert. Durch das Motor-Steuergerät 20 erfolgt insbesondere eine Steuerung des Injektors 18.
  • An dem Injektor 18 ist eine Einrichtung 22 zum Speichern von Informationen vorgesehen, welche sich individuell auf den Injektor 18 beziehen. Die Informationen, welche in der Einrichtung 22 gespeichert sind, können von dem Motor-Steuergerät 20 berücksichtigt werden, so dass eine individuelle Steuerung eines jeden Injektors 18 erfolgen kann. Vorzugsweise handelt es sich bei den Informationen um Korrekturwerte für das Mengenkennfeld des Injektors 18. Die Einrichtung 22 zum Speichern der Informationen kann als Datenspeicher, als ein oder mehrere elektrische Widerstände, als Barcode, durch alphanumerische Verschlüsselung oder auch durch eine an dem Injektor 18 angeordnete integrierte Haltleiterschaltung realisiert sein. Das Motor-Steuergerät 20 kann ebenfalls eine integrierte Halbleiterschaltung zur Auswertung der in der Einrichtung 22 gespeicherten Informationen aufweisen.
  • In 2 ist ein Diagramm zur Erläuterung der Erfindung dargestellt. Das Diagramm zeigt ein Mengenkorrekturkennfeld MKK, wobei eine von dem Injektor 18 zugemessene Menge M gegen einen Raildruck pRail aufgetragen ist. Das Mengenkorrekturkennfeld MKK beruht auf mehreren Einspritzpunkten (VL, EM, LL, VE). Die Abgleichwerte ΔVL, ΔEM, ΔLL und ΔVE dienen zur Mengenkorrektur M, welche durch den Vergleich von Soll-Werten mit Ist-Werten bei verschiedenen Raildrücken pRail an verschiedenen Prüfpunkten ermittelt werden. Den Abgleichwerten ΔVL, ΔEM, ΔLL und ΔVE ist gegebenenfalls ein Korrekturfaktor KW(n) zugeordnet. Beispielsweise ist der Einspritzmenge M an einem Prüfpunkt P der Abgleichwert ΔEM in Abhängigkeit von einem Druck (Raildruck/Ansteuerdauerkombination) der Einspritzung EM zugeordnet, aus dem eine Korrekturmenge ΔQ(n) für das Steuergerät in dem jeweiligen Prüfpunkt bestimmt wird. Die rechnerischen Korrekturmengen ΔQ(n) basieren auf den Abgleichwerten, die aus Mengenabweichungen ΔVLAbw.(n), ΔEMAbw.(n), ΔLLAbw.(n) und ΔVEAbw.(n) in den jeweiligen Prüfpunkten ermittelt werden, und den zugehörigen ermittelten Korrekturfaktoren KW(n). In 2 ist beispielsweise dem Prüfpunkt P ΔEM ein Korrekturfaktor KW(n) zugeordnet.
  • Es ist weiterhin ersichtlich, dass zahlreiche Prüfpunkte P für einen Injektor 18 vorgesehen sein können, wobei diese sich über den gesamten Betriebsbereich und das Mengenkorrekturkennfeld MKK ergeben. Zwischen den durch Prüfpunkte P definierten Stützstellen können die Abgleichwerte auch linear interpoliert werden, so dass letztlich eine zuverlässige Kraftstoffmengenzumessung im gesamten Betriebsbereich erfolgen kann.
  • Ausgangspunkt für die nachfolgend beschriebene korrelationsbasierte Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes ist eine Messreihe für ein Teilelos, aus der sich Messwerte für Stützstellen des zu optimierenden Kennfeldes ergeben. Die Messreihe wird dazu systematisch ausgewertet, wobei alle in dem Kennfeld verfügbaren Stützstellen gleichwertig miteinander kombiniert werden, um die zugrunde liegenden Messwerte miteinander zu korrelieren. Hiermit werden insbesondere Fixpunkte und deren Korrelationsgebiete innerhalb des Kennfeldes festgelegt.
  • Das in der 3 gezeigte Ausführungsbeispiel eines Kennfeldes umfasst dreißig (5·6) diskretisierte Stützstellen, welche vorliegend in Form von Gitterpunkten dargestellt sind. Die Anordnung der Stützstellen erfolgt nach zweckmäßigen Vorgaben, bspw. nach einer Äquidistanzforderung oder nach einer Forderung, wonach die Stützstellen eine bestimmte Genauigkeitsvorgabe zu erfüllen haben. Die vier eingeschwärzt dargestellten Stützstellen 300–315 stellen dabei für das Teilelos einer bestehenden Messreihe direkt bedatete, vorliegend als Referenzpunkte „RP" bezeichnete Stützstellen dar. Demgegenüber repräsentieren die übrigen, nicht eingeschwärzten Gitterpunkte mittels einer erfindungsgemäßen Korrelationsberechnung noch zu bedatende, vorliegend als Korrelationspunkte „KP" bezeichnete Stützstellen. Die Korrelationsberechnung erfolgt bevorzugt mittels der Korrelationen zwischen sämtlichen KPs und jeweils einem fix angenommenen RP auf Grundlage der Messwerte der zugrunde liegenden Messreihe.
  • Die 4 zeigt eine typische Korrelationsmatrix zur Illustration des zur Anwendung kommenden Kombinationsverfahrens, nach dem sämtliche Stützstellen eines zugrunde liegenden Kennfeldes zunächst als KPs betrachtet werden und die KPs untereinander so korreliert werden, dass alle möglichen bzw. notwendigen Kombinationen berücksichtigt sind. Da aufgrund der Übereinstimmung einer Korrelation KPx-KPy mit ihrer spiegelsymmetrischen Korrelation KPy-KPx jede der Kombinationen KPx-KPy nur einmal zu berücksichtigen ist und zudem Korrelationen der Form KPx-KPx, d.h. Korrelationen zwischen identischen KP-Werten, vorliegend ohne Bedeutung sind, stellt die Korrelationsmatrix eine quadratische, bzgl. der Hauptdiagonale (HD) symmetrische Matrix dar, wobei die HD unbelegt ist. Bei KPs der Anzahl n ergeben sich demnach in an sich bekannter Weise n/2·(n – 1) Kombinationsmöglichkeiten.
  • Die auf der Grundlage der in der 4 gezeigten Matrix erfolgende Korrelationsberechnung erfolgt in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel mittels linearer Regression der Messwerte an den genannten Stützstellen, woraus drei Ergebnismatrizen resultieren, und zwar eine Matrix für die sich ergebenden Geradensteigungen k, eine Matrix für die sich ergebenden y-Achsenabschnitte b und eine die resultierenden Bestimmtheitsmaße R2 aufweisende Matrix. Die Auswertung der durchgeführten linearen Regressionen beruht auf dem Kriterium „maximales R2" d.h. auf der maximalen Häufigkeit bzw. dem maximalen Summenwert. Dabei werden gleichmäßig verteilte Fixpunkte des Kennfeldes vollig unabhängig (frei) ermittelt und die besten Korrelationen nach dem Kriterium „maximales R2" zugeordnet. Zur Ergebniskontrolle kann zusätzlich die Matrix mit den y-Achsenabschnitten herangezogen werden. Die Bedatung des Kennfeldes erfolgt schließlich, wie nachfolgend noch eingehender beschrieben, mit den sich ergebenden Werten der k-Matrix entsprechend den optimal ausgewählten Korrelationen.
  • Aufgrund der gezeigten Matrixsymmetrie und der damit verbundenen relativ geringen Belegung sind diese Matrizen effektiv und damit ressourcen- und zeitsparend auswertbar.
  • In der 5 ist ein typisches Ergebnis einer vorbeschriebenen, auf einer linearen Regression beruhenden Korrelationsberechnung zwischen zwei in der 4 dargestellten Korrelationspunkten dargestellt. In dem Diagramm eingetragen sind Korrelationswerte, die sich nach Durchlaufen aller Kombinationsmöglichkeiten für das vorliegende Teilelos am Beispiel einer Kombination für den Injektor-Mengenabgleich (IMA) eines ballistischen Injektors ergeben. Die Korrelation bezieht sich vorliegend auf die beiden Korrelationspunkte KP10 und KP11 eines Loses von zweiundvierzig Teilen, welche durch die lineare Regression miteinander korreliert werden.
  • Die 6 zeigt eine typische, aus der Korrelationsberechnung an sämtlichen Korrelationspunkten sich ergebende, graphisch dargestellte Korrelationsmatrix (im vorliegenden Beispiel zweiundzwanzig Korrelationspunkte). In der Korrelationsmatrix sind die bei der vorbeschriebenen Korrelationsberechnung sich ergebenden R2-Werte in Form von Kontur-Plots, und zwar mit den in der rechts eingeblendeten Legende dargestellten Wertebereichen, aufgetragen. Die gezeigte Korrelationsmatrix weist ebenfalls die bereits in der 4 gezeigte Symmetrie auf. Die R2-Werte geben ein Maß für die Güte einer jeweiligen Korrelation.
  • Die in der 6 gezeigten Konturen beschränken sich auf bestimmte Korrelationsgebiete, da bei dem Auswerteverfahren ein Schwellenwert R2 limit vorgegeben wird und Werte R2 < R2 limit in der Korrelationsmatrix keine Berücksichtigung finden. Wir aus der Legende für die Konturen zu ersehen ist, beträgt der Wert für R2 limit vorliegend 0.6. Bei den vorliegenden zweiundzwanzig KPs ergeben sich insgesamt 231 verwertbare Kombinationen KPx-KPy. In der Korrelationsmatrix sind ferner zwei in den beiden Koordinatenrichtungen verlaufende Auswertelinien eingezeichnet, welche vorliegend für den KP13 die Vorgehensweise bei der Korrelationsauswertung illustrieren, wonach bei fix angenommenem KP13 dessen Korrelation mit sämtlichen anderen KPs bewertet wird.
  • Die 7 zeigt ein typisches Ergebnisfeld, wobei die bereits genannte Korrelationskonstante k, und zwar die aus der linearen Regression sich ergebende Geradensteigung, über der in der 6 gezeigten Matrix für die Korrelationspunkte KPx und KPy aufgetragen ist. Anhand dieser Werte für die Korrelationskonstante erfolgt nun die eigentliche Bedatung des zugrundeliegenden Kennfeldes. Für die aus der Auswertung nach dem Kriterium „maximales R2„ ausgewählten besten Korrelationen KPx-KPy mit den vorliegend vier Fixpunkten KPx werden aus der Ergebnismatrix für die Geradensteigung k die Matrizenelemente k_xy ausgelesen und als Werte bzw. Faktoren für die Bedatung im Mengenkorrekturkennfcld (MKK) direkt eingesetzt. Falls sich nicht, wie beschrieben, der Punkt KPx als Fixpunkt eignet, sondern KPy, so muss aufgrund der Symmetrie der Korrelationsmatrix die Korreiationskonstante nicht neu berechnet, sondern lediglich von der betreffenden Stützstelle xy in die Stützstelle yx invertiert werden, und zwar gemäß der Vorschrift k_xy·k_yx = R2. Dieses Verfahren ermöglicht daher eine ressourcenschonende Bedatung des MKK mit den Faktoren k der besten Korrelationen, ausgewählt aus der Gesamtheit aller Gewichtungsfaktoren k, wie in der 7 dargestellt.
  • Anhand der Tabellen 8a und 8b soll nun eine reale Neubedatung eines IMA-Abgleichkennfeldes einer Brennkraftmaschine mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens illustriert werden, wobei in der 8a das Resultat einer Bedatung gemäß dem Stand der Technik und in der 8b das Resultat einer Bedatung gemäß der Erfindung zu ersehen sind. In den beiden Tabellen eingetragen sind die Bestimmtheitsmaße R2, die ein Maß für die Güte des vorzunehmenden Abgleichs der Mengenkorrektur darstellen. Die 8a zeigt nach dem Stand der Technik vorab fest vorgegebene Fixpunkte, die in Ihrer Lage nicht nach einem Optimierungskriterium ausgewählt sind. Ihnen zugeordnet sind Korrelationspunkte, deren Bestimmtheitsmaß R2 deutlich geringere Werte aufweist wie an gleicher Stelle in der 8b, weil dort die Zuordnung rein empirisch und nicht methodisch optimiert erfolgt ist. Die 8b beinhaltet Bestimmheitsmaße, die das Kriterium „maximales R2" in der Summe bzw. Häufigkeit erfüllen. Daraus direkt ableitbar sind zum Einen die genannten vier Fixpunkte, die sich als Bezug für Korrelationen in Ihrem Stützstellenumfeld am Besten eignen und zum Anderen die Abgrenzung der Korrelationsgebiete untereinander selbst, so dass nur die qualitativ besten Korrelationen im Korrekturkennfeld (vorliegend das IMA-Abgleichkennfeld) zur Anwendung kommen.
  • Durch den Vergleich der beiden Tabellen ergibt sich zum Einen, dass der gezeigte ,VE'-Punkt aufgrund der erfindungsgemäßen Bedatung eine derartige Verschiebung erfährt, dass kleine Einspritzmengen des vorliegenden Injektors, wie sie bei einer Voreinspritzung ,VE' zugemessen werden, genauer darstellbar sind. Durch Verschiebung des Fixpunktes VE zu höherem Druck hin können Kleinmengen auch bei hohen Drücken mit guter Qualität (d.h. maximales R2) korrigiert werden, und zwar unter Beibehaltung einer ausreichenden Korrekturqualität auch im mittleren Druckbereich (z.B. 800 bar). Im Mittel wird die Qualität des Abgleichs demnach angehoben und damit der Nachweis erbracht, dass beim ballistischen Injektor im mittleren Druckbereich (d.h. die genannten 800 bar) über das gesamte Mengenspektrum von der Kleinmenge bis zur Maximalmenge mit einem Fixpunkt ,EM' und ausreichender Qualität durchkorreliert bzw. durchkorrigiert werden kann.
  • Zum Anderen bewirkt die zu ersehende Verschiebung des ,VL'-Punktes in eine Mittellage, dass bei mittleren Rail-Druckwerten eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Mengenkorrelation erfolgt. Aus der erfindungsgemäßen Anwendung der optimierten Kennfeldbedatung resultiert des Weiteren eine Verschiebung des ,VL'-Punktes weg von einer raildruckseitigen Randlage (vorliegend 1600 bar), so dass im gesamten Hochlastbereich (d.h. bei hohem Raildruck und hoher Einspritzmenge) in der Summe bzw. im Mittel eine bessere Qualität der Mengenkorrektur erfolgt. Die akzeptable Qualitätseinbuße am Volllastpunkt (d.h. bei maximalem Raildruck und maximaler Einspritzmenge) erfolgt zu Gunsten einer deutlichen Qualitätssteigerung bei maximalem Raildruck und mittleren Einspritzmengen.
  • Das vorbeschriebene Verfahren ist bevorzugt in Form eines Programm- oder Steuercodes entweder an einer Bedatungsstation für ein Motorsteuergerät einer Brennkraftmaschine oder in einem solchen Steuergerät selbst realisierbar.

Claims (9)

  1. Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes insbesondere in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennfeld in diskretisierte Stützstellen eingeteilt wird, wobei aus einer bestehenden Messreihe für ein Teilelos Referenzpunkte direkt bedatet werden und wobei für wenigstens einen fix angenommenen Referenzpunkt eine Regressionsberechnung durchgeführt wird, wobei die verfügbaren Korrelationspunkte möglichst gleichwertig behandelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regression auf der Grundlage eines maximalen Bestimmtheitsmaßes R2 durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Regressionsberechnung auf der Grundlage einer linearen Regression erfolgt.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lineare Regression mittels einer symmetrischen Korrelationsmatrix durchgeführt wird und drei Ergebnismatrizen, und zwar eine für die Geradensteigung k, eine für den y-Achsenabschnitt b und eine für das Bestimmtheitsmaß R2 liefert, die jeweils halbseitig besetzt sind und eine unbesetzte Hauptdiagonale aufweisen.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regression auf der Grundlage einer alle möglichen Kombinationen der Korrelationspunkte bereitstellenden Korrelationsmatrix erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrelationsmatrix symmetrisch zur Hauptdiagonale angeordnet ist, wobei die Hauptdiagonale unbelegt ist.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einteilung der Stützstellen nach einer Vorgabe, bevorzugt nach der Vorgabe der Äquidistanz oder der Gradientenabhängigkeit, erfolgt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Regressionsberechnung fix angenommene Referenzpunkte über die Stützstellen möglichst gleichmäßig verteilt werden.
  9. Steuergerät zur Steuerung einer Brennkraftmaschine, wobei das Steuergerät wenigstens ein diskretisiertes Kennfeld umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedatung des Kennfeldes korrelationsbasiert nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 erfolgt.
DE2003128787 2003-06-26 2003-06-26 Verfahren zur korrelationsbasierten Bedatung eines diskretisierten Kennfeldes in einem Steuergerät einer Brennkraftmaschine Ceased DE10328787A1 (de)

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