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DE10327702A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Faserstoffbahn Download PDF

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DE10327702A1
DE10327702A1 DE2003127702 DE10327702A DE10327702A1 DE 10327702 A1 DE10327702 A1 DE 10327702A1 DE 2003127702 DE2003127702 DE 2003127702 DE 10327702 A DE10327702 A DE 10327702A DE 10327702 A1 DE10327702 A1 DE 10327702A1
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DE
Germany
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fibrous web
section
wire section
sieve
wire
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Withdrawn
Application number
DE2003127702
Other languages
English (en)
Inventor
Martin Vogt
Christoph Haase
Günter Dr. Halmschlager
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Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Paper Patent GmbH
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Publication date
Application filed by Voith Paper Patent GmbH filed Critical Voith Paper Patent GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G9/00Other accessories for paper-making machines
    • D21G9/0009Paper-making control systems
    • D21G9/0027Paper-making control systems controlling the forming section
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/06Means for regulating the pressure
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F9/00Complete machines for making continuous webs of paper
    • D21F9/003Complete machines for making continuous webs of paper of the twin-wire type

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Abstract

Ein Verfahren zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) aufgebracht wird, wobei die in der Siebpartie (2) erzeugte Faserstoffbahn (5) anschließend in einer Pressenpartie gepresst wird und wenigstens in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkende Kräfte mittels Messeinrichtungen gemessen, durch mindestens eine Auswerteeinheit ausgewertet werden und in mindestens einer Regeleinrichtung (R) geregelt werden, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kräfte über die Breite der Faserstoffbahn (5) in Sektionen gemessen werden und entsprechend in Sektionen geregelt werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf auf eine Siebpartie aufgebracht wird, wobei die in der Siebpartie erzeugte Faserstoffbahn anschließend in einer Pressenpartie gepresst wird und wenigstens in der Siebpartie und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn einwirkende Kräfte mittels Messeinrichtungen gemessen, durch mindestens eine Auswerteeinheit ausgewertet werden und in mindestens einer Regeleinrichtung geregelt werden.
  • Aus der DE 101 09 413 A1 ist bekannt, dass die Eigenschaften, d. h. die Qualität, einer aus einer Faserstoffsuspension hergestellten Faserstoffbahn maßgeblich von Relativbewegungen zwischen der Faserstoffsuspension und dem mindestens einen Sieb einer Siebpartie bestimmt werden, auf die die Faserstoffsuspension aus dem Stoffauflauf aufgebracht wird. So verbessern sich die Formation und der Berstdruck mit zunehmender Differenz zwischen der Strahl- und der Siebgeschwindigkeit bis zu einem Optimum, während andere Eigenschaften, wie z. B. die für Liner und Testliner wichtige Kenngröße SCTquer (Short Span Compression Test), ihr Maximum bei einer Differenzgeschwindigkeit von 0 haben. Dies gilt unabhängig vom Formerkonzept.
  • Man versucht daher, die Eigenschaften einer Faserstoffbahn, die eine verstärkte Faserausrichtung quer zur Sieblaufrichtung des Siebes benötigt, zu verbessern, ohne jedoch die Eigenschaften, die von einer stärkeren Relativbewegung zwischen der Fasersuspension und dem mindestens einen Sieb profitieren, wesentlich zu beeinträchtigen.
  • Aus der DE 100 61 780 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung von Schubkräften in einer Papier- oder Kartonmaschine bekannt. Mit dem Verfahren werden die Schubkräfte, die in einem Doppelsiebformer oder in einer Pressenpartie mit zwei gegen einander wirkenden Filzen, die jeweils durch eine Mehrzahl von Antriebsmedien angetrieben werden, auf die Faserstoffbahn einwirken und deren Qualitätsmerkmale wesentlich bestimmen, geregelt, indem die sich aus Kräftekomponenten resultierenden Schubkräfte mittels Messeinrichtungen und mittels mindestens einer Auswerteeinheit ermittelt werden.
  • Jedoch ist mit den aus dem Stand der Technik bekannten Maßnahmen ein vollständiger Ausgleich unterschiedlicher Siebspannungen noch nicht möglich. Durch die Tatsache, dass die Siebpartie ihre eigenen Antriebe hat und dass auch der Strahl der Faserstoffsuspension, der auf das Sieb oder im Fall des Doppelsiebformers auf die Siebe eingestrahlt wird, eine eigene Antriebskraft auf die Siebpartie ausübt (Rush-Mode), ergeben sich unterschiedliche Siebspannungen in der Siebschlaufe, die nicht unabhängig von einander beeinflusst werden können. Derartige unterschiedliche Siebspannungen können – insbesondere bei Doppelsiebformern – den Blattaufbau der Faserstoffbahn negativ beeinflussen.
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, bei der Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn die Blattqualität weiter zu verbessern.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Kräfte über die Breite der Faserstoffbahn in Sektionen gemessen werden und entsprechend in Sektionen geregelt werden.
  • Damit ist eine gezielte Einstellung der Siebspannung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung möglich. Dadurch, dass die Kräfte oder die Kräftekomponenten jeweils in jeder einzelnen Sektion einzeln ermittelt und einzeln geregelt werden, ist es möglich, für jeden Bereich der Faserstoffbahn über die gesamte Bahnbreite die Antriebskräfte genau einzustellen. Die Sektionen haben über die gesamte Bahnbreite entweder die gleiche Breite oder sind je nach der Stärke der über die Breite der Sektionen zu erwartenden Änderungen unterschiedlich breit. Beispielsweise können die Sektionen im Randbereich der Faserstoffbahn schmäler gewählt werden als in der Mitte der Faserstoffbahn, weil in den Randbereichen im Verhältnis zu den Bereichen in der Mitte der Faserstoffbahn stärkere Änderungen der Materialeigenschaften der Faserstoffbahn eintreten.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
  • In einer Weiterbildung dieses Verfahrens werden die Schubkräfte aus in Richtung der bewegten Faserstoffbahn wirkenden Kräftekomponenten und/oder in dem Bereich, in dem zwei Siebe und/oder zwei Filze parallel zu einander geführt werden, und/oder in dem Bereich der Stuhlung ermittelt. Gerade die in Richtung der bewegten Faserstoffbahn wirkenden Komponenten der Schubkräfte haben einen erheblichen Einfluss auf die Qualität der fertiggestellten Faserstoffbahn. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Schubkräfte in dem Bereich ermittelt werden, in dem die beiden Siebe oder Filze vorzugsweise parallel oder nahezu parallel zu einander geführt werden. In diesem Bereich werden beidseitig Kräfte in die Faserstoffbahn eingeleitet, deren Kräftekomponenten in Schubkräften resultieren. In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Bereich, in dem die Kräftekomponenten ermittelt werden, die Stuhlung, da dort auch die Messkomponenten zur Ermittlung der aus den Kräftekomponenten resultierenden Schubkräfte optimal gelagert werden können.
  • Unter dem Aspekt einer optimalen Regelung ist es ebenfalls vorteilhaft, die Lastverteilungen von Antriebseinrichtungen für die Siebe und/oder die Filze gemeinsam oder getrennt zu regeln, da hierbei die Antriebsgruppen individuell hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit, Antriebsleistung und dgl. einsetzbar sind.
  • In einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Faserstoffsuspension mit einer Geschwindigkeit auf die Siebpartie aufgetragen wird, die größer ist als die Geschwindigkeit des mindestens einen Siebes der Siebpartie. Durch die Voreilung des Suspensionsstrahls gegenüber der Siebgeschwindigkeit wird besonders die Formierwalze angetrieben, über die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Düsen des Stoffauflaufs das Sieb läuft. Die dadurch entstehende Spannungsentlastung nach der Formierwalze lässt sich durch das Abbremsen dieser Walze kompensieren.
  • Prinzipiell kann gemäß der Erfindung eine ausgleichende Be- oder Entlastung des Siebes durch das Antreiben oder Bremsen von Walzen erfolgen, wozu anstelle der Formierwalze auch andere Walzen herangezogen werden Können.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf auf eine Siebpartie aufbringbar und in einer Pressenpartie pressbar ist. Die Vorrichtung ist mit Messeinrichtungen zum Messen von in der Siebpartie und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn einwirkenden Kräften und mit mindestens einer Auswerteeinheit und mit Regeleinrichtungen ausgestattet. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffbahn über ihre Breite in Sektionen aufgeteilt ist und dass je Sektion jeweils eine Messeinheit und jeweils eine Regeleinheit angeordnet sind.
  • In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung mit mindestens einem Mittel zur Einstellung der Spannung eines Siebes und/oder eines Filzes in Längs- und/oder in Querrichtung ausgestattet ist.
  • Von Vorteil ist auch eine Ausgestaltung der Erfindung, bei der das Sieb oder den Filz antreibende oder bremsende Elemente, insbesondere Walzen, Saugelemente, Leistenelemente, mitlaufende Walzen, Mittel zur Einstellung der Strahlgeschwindigkeit der Faserstoffsuspension, jeweils einzeln durch die Regeleinrichtungen regelbar sind. Dabei kann die Regelung auch sektionsweise erfolgen, etwa, indem der Saugdruck sektionsweise an den Saugleisten eingestellt wird.
  • Als Regelgrößen eignen sich insbesondere die Siebspannung oder die Blattformation, die über einen Messwertaufnehmer, insbesondere sektionsweise, erfasst und der Einheit zur Steuerung oder Regelung zugeführt werden.
  • Allein oder in Verbindung mit anderen Maßnahmen wird in einer Ausführungsform der Erfindung auch vorgesehen, dass in der Siebpartie Entwässerungselemente alternierend an dem Untersieb und an dem Obersieb angeordnet sind.
  • Mittels der erfindungsgemäß vorgesehenen Regelungseinrichtung lassen sich alle auf die Faserstoffbahn einwirkenden Elemente, insbesondere Siebe, Filze, Walzen, Saug- oder Blaseinrichtungen, derart einstellen, dass sie auf die Faserstoffbahn dieselbe oder annähernd dieselbe Kraft oder Belastung ausüben.
  • Zum Ausgleich von unterschiedlichen, an den Sieben und/oder den Filzen wirkenden Kräften werden in einer Ausgestaltung der Erfindung Mittel zum Beschleunigen und zum Abbremsen von die Siebe und/oder die Filze antreibenden Elementen; insbesondere der Walzen, eingesetzt.
  • Ein von der Erfindung gelöstes Problem besteht darin, dass, insbesondere bei einem Doppelsiebformer, die beiden Siebspannungen in dem Bereich, in dem die beiden Siebe einen Sandwich bilden, nicht gleich zunehmen oder abnehmen. Die Belastungen im Bereich des Sandwichs wirken nur auf ein Sieb, das in Kontakt mit dem Belastungsverursacher, z. B. dem Entwässerungselement, der Walze, etc., steht. Dieses Sieb erfährt durch die Belastung eine Spannungszunahme; es wird in Längsrichtung gedehnt und in Querrichtung kontrahiert. Da die beiden, einander gegenüberliegenden Siebe formschlüssig sind, wobei Kräfte zwischen ihnen über die zwischen ihnen verlaufende Faserstoffbahn übertragen werden, können diese Kräfte in der Faserstoffbahn zu Scherspannungen führen, die gegebenenfalls die Struktur der Faserstoffbahn derart verändern, dass Formationseinbußen auftreten. Der Formschluss im Bereich des Sandwich kann auch zur Faltenbildung des „unbelasteten" Siebes führen. Erfindungsgemäß werden die Last- und Antriebskräfte möglichst symmetrisch und gleichmäßig auf beide Siebe im Bereich des Sandwich verteilt.
  • Dies erfolgt beispielsweise durch die alternierende Anordnung der Entwässerungselemente, aber auch durch eine Prozesseinstellung, die eine möglichst gleichmäßige Belastung bringt. Beispielsweise wird die Lastkraft eines Entwässerungselements derart über das Regelungssystem angepasst, dass es dieselbe Belastung auf das Sieb ausübt wie das in Bewegungsrichtung des Siebes vorangegangene Entwässerungselement.
  • Unter Filzen und Sieben werden im Sinne der Erfindung alle Medien und Bezüge verstanden, die geeignet sind, die Faserstoffbahn zu transportieren.
  • Nachstehend wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht eines Ausschnitts einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn und
  • 2 eine Darstellung einer Regeleinrichtung.
  • Aus einem Stoffauflauf 1 (1) wird eine Faserstoffsuspension auf eine Siebpartie 2 aufgebracht, in der mittels Saugeinrichtungen der Faserstoffsuspension zur Erzeugung der Faserstoffbahn Wasser, sogenanntes Siebwasser, entzogen wird.
  • Dem Stoffauflauf 1 wird über eine Zuführleitung 3 Faserstoffsuspension aus einer Anlage zur Zubereitung der Faserstoffsuspension zugeführt. Aus Düsen 4 wird die Faserstoffsuspension zur Bildung einer Faserstoffbahn 5 in einen Bereich zwischen einem Untersieb 6 und einem Obersieb 7 der Siebpartie 2 eingebracht.
  • Das Untersieb 6 und das Obersieb 7 laufen jeweils über eine Mehrzahl von Walzen, von denen bei dem Obersieb 7 beispielhaft die Walzen 8 bis 11 dargestellt sind. Jede oder einzelne der Walzen 8 bis 11 lassen sich einzeln in Richtung der in der Zeichnung dargestellten Pfeile verstellen. Die Walzen 8 bis 11 dienen beispielsweise als Formier- oder Gautschwalzen, als Leit- oder als Umlenkwalzen oder als Walzen mit Breit- oder Staucheffekt für die Faserstoffbahn 5. Ebenso las sen sich die Walzen auch mit Saugkästen ausrüsten, wie es allgemein bekannt ist. Ferner sind in Bereichen zwischen den Walzen 10 und 9 Entwässerungskästen 13 oder einzelne Entwässerungsleisten 12 angeordnet. In Hinblick auf den Einsatz und den Aufbau von Entwässerungskästen wird auf die DE 40 05 420 A1 verwiesen.
  • Die Entwässerungsleisten 12 oder die Entwässerungskästen oder andere Saugelemente sind vorzugsweise in einzelne Sektionen unterteilt, die sich jeweils einzeln mittels einer Regeleinrichtung regeln lassen, wie sie in 2 dargestellt ist. Auch die Stärke des Unterdrucks an den Entwässerungselementen, deren auf die Faserstoffbahn 5 einwirkende Anzahl und Oberflächenstruktur lässt sich regeln.
  • Auch die Walzen 8 bis 11 lassen sich zur gezielten Einstellung der Siebspannung sowohl in Längs- als auch in Querrichtung als einzeln antreibbare oder abbremsbare und/oder in ihrer Position verschiebbare, jeweils eine Sektion breite Walzenelemente ausgestalten.
  • Zur, insbesondere sektionsweisen, Regelung dient eine Regeleinrichtung R gemäß 2, in der eine Regelgröße x, beispielsweise die Siebspannung oder die Blattformation direkt oder indirekt erfasst wird, gegebenenfalls mittels eines Messumformers. Die Regelgröße wird mit einer Führungsgröße w oder einem Sollwert verglichen. Daraus wird dann die Soll-Ist-Wert-Differenz oder die Regeldifferenz gebildet. Die Differenz wird der Regeleinrichtung R, beispielsweise einem PID-Regler, zugeführt. Über die Regelstrecke RS, d. h. die Siebpartie 2 einschließlich einer Totzeit bis zur Formationsmessung, etc. erfährt der Ist-Wert eine Änderung, die dann wieder dem Soll-Ist-Wert-Vergleich zugeführt wird. Die Regelstrecke RS unterliegt auch Störgrößen zi, beispielsweise einer Schwankung des Vakuums, d. h. des Unterdrucks an den Entwässerungselementen und somit einer schwankenden Siebspannung.
  • Als Stellglied S dient beispielsweise eine Bremseinrichtung an einer Formierwalze 13 (1). Dadurch ist eine gezielte Beeinflussung der auf die Faserstoffbahn 5 wirkenden Scherkräfte durch die Siebe 6, 7 möglich, um die Verdrückungsneigung der Faserstoffbahn 5 und den Verschleiß an den Sieben 6, 7 oder Bezügen zu reduzieren.
  • Die oben anhand der Siebpartie 2 gemachten Ausführungen lassen sich in entsprechender Weise auch auf andere Teile einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn 5, insbesondere die Pressenpartie, übertragen.
  • 1
    Stoffauflauf
    2
    Siebpartie
    3
    Zuführleitung
    4
    Düse
    5
    Faserstoffbahn
    6
    Untersieb
    7
    Obersieb
    8
    Walze
    9
    Walze
    10
    Walze
    11
    Walze
    12
    Entwässerungsleiste
    13
    Formierwalze
    14
    Entwässerungskasten
    R
    Regeleinrichtung
    RS
    Regelstrecke
    S
    Stellglied
    w
    Führungsgröße
    x
    Regelgröße
    zi
    Störgröße

Claims (12)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) aufgebracht wird, wobei die in der Siebpartie (2) erzeugte Faserstoffbahn (5) anschließend in einer Pressenpartie gepresst wird und wenigstens in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkende Kräfte mittels Messeinrichtungen gemessen, durch mindestens eine Auswerteeinheit ausgewertet werden und in mindestens einer Regeleinrichtung (R) geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kräfte über die Breite der Faserstoffbahn (5) in Sektionen gemessen werden und entsprechend in Sektionen geregelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubkräfte aus in Richtung der bewegten Faserstoffbahn (5) wirkenden Kräftekomponenten und/oder in dem Bereich, in dem zwei Siebe und/oder zwei Filze parallel zu einander geführt werden, und/oder in dem Bereich der Stuhlung ermittelt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastverteilungen von Antriebseinrichtungen für die Siebe (6, 7) und/oder die Filze gemeinsam oder getrennt geregelt werden.
  4. Verfahren zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) mit mindestens einem Sieb (6, 7) aufgebracht wird, wobei die in der Siebpartie (2) erzeugte Faserstoffbahn (5) anschließend in einer Pressenpartie gepresst wird und wenigstens in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkende Kräfte mittels Messeinrichtungen gemessen, durch mindestens eine Auswerteeinheit ausgewertet werden und in mindestens einer Regeleinrichtung geregelt werden, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffsuspension mit einer Geschwindigkeit auf die Siebpartie (2) aufgetragen wird, die größer ist als die Geschwindigkeit des mindestens einen Siebes der Siebpartie (2).
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze (811), insbesondere eine Formierwalze (13) zur Einleitung von Kräften in die Faserstoffbahn (5) abgebremst wird.
  6. Vorrichtung zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) aufbringbar und in einer Pressenpartie pressbar ist, mit Messeinrichtungen zum Messen von in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkenden Kräften, mit mindestens einer Auswerteeinheit und mit Regeleinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserstoffbahn (5) über ihre Breite in Sektionen aufgeteilt ist und dass je Sektion jeweils eine Messeinheit und jeweils eine Regeleinheit (R) angeordnet sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit mindestens einem Mittel zur Einstellung der Spannung eines Siebes (6, 7) und/oder eines Filzes in Längs- und/oder in Querrichtung ausgestattet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (6, 7) oder den Filz antreibende oder bremsende Elemente, insbesondere Walzen (811), Saugelemente, Leistenelemente, mitlaufende Walzen, Mittel zur Einstellung der Strahlgeschwindigkeit der Faserstoffsuspension, jeweils einzeln durch die Regeleinrichtungen (R) regelbar sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Regelgrößen die Siebspannung oder die Blattformation über einen Messwertaufnehmer, insbesondere sektionsweise, erfassbar und der Einheit zur Steuerung oder Regelung zuführbar ist.
  10. Vorrichtung zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) mit einem Untersieb (6) und einem Obersieb (7) aufbringbar und in einer Pressenpartie pressbar ist, mit Messeinrichtungen zum Messen von in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkenden Kräften, mit mindestens einer Auswerteeinheit und mit mindestens einer Regeleinrichtung (R), insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Siebpartie (2) Entwässerungselemente alternierend an dem Untersieb (6) und an dem Obersieb (7) angeordnet sind.
  11. Vorrichtung zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) aufbringbar und in einer Pressenpartie pressbar ist, mit Messeinrichtungen zum Messen von in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkenden Kräften, mit mindestens einer Auswerteeinheit und mit mindestens einer Regeleinrichtung (R), insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle auf die Faserstoffbahn (5) einwirkenden Elemente, insbesondere Siebe (6, 7), Filze, Walzen (811), Saug- oder Blaseinrichtungen, derart eingestellt sind, dass sie auf die Faserstoffbahn (5) dieselbe oder annähernd dieselbe Kraft oder Belastung ausüben.
  12. Vorrichtung zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (5) aus einer Faserstoffsuspension, die über einen Stoffauflauf (1) auf eine Siebpartie (2) aufbringbar und in einer Pressenpartie pressbar ist, mit Messeinrichtungen zum Messen von in der Siebpartie (2) und/oder in der Pressenpartie auf die Faserstoffbahn (5) einwirkenden Kräften, mit mindestens einer Auswerteeinheit und mit mindestens einer Regeleinrichtung (R), insbesondere nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ausgleich von unterschiedlichen, an den Sieben (6, 7) und/oder den Filzen wirkenden Kräften Mittel zum Beschleunigen und zum Abbremsen von die Siebe (2) und/oder die Filze antreibenden Elementen; insbesondere der Walzen (811), vorhanden sind.
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