DE10322675A1 - Abstellbehälter für ein Kältegerät - Google Patents
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Abstract
Ein Abstellbehälter für ein Kältegerät umfasst einen Behälterkasten, der an einer Sichtseite einen Ausschnitt aufweist, und wenigstens eine sich quer durch den Ausschnitt erstreckende Stange (11). Die Stange greift in zwei Bohrungen (17) ein, die in an entgegengesetzten Rändern des Ausschnitts verrasteten Kopfstücken (16) gebildet sind. An wenigstens einer der Bohrungen (17) ist ein Federelement (24) angeordnet, das die Stange (11) in ihrer Längsrichtung gegen einen Anschlag (24) in der zweiten Bohrung drückt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Abstellbehälter zur Montage in einer Tür eines Kältegeräts.
- Derartige Abstellbehälter haben im Allgemeinen die Form von im wesentlichen quaderförmigen, oben offenen Kästen, die im wesentlichen vorgesehen sind, um in Flaschen oder Gläsern abgepackte Kühlgüter aufzunehmen. Im Allgemeinen sind diese Abstellbehälter mit Rastmitteln versehen, die eine lösbare Befestigung an der Innenfläche der Tür eines Kältegeräts in unterschiedlichen Höhen ermöglichen.
- Aus
DE 101 17 762 A1 ist ein Abstellbehälter für ein Kältegerät bekannt, bei dem ein Behälterkasten an einer Sichtseite einen Ausschnitt aufweist und ein oder zwei Metallstangen sich quer durch den Ausschnitt erstrecken und jeweils in zwei Bohrungen an entgegengesetzten Rändern des Ausschnitts eingreifen. - Diese Metallstäbe sind in ihrer Längsrichtung in den Bohrungen meist ein Stück weit verschiebbar, denn es ist sehr aufwändig, die Länge der Metallstäbe so anzupassen, dass sie spielfrei in den Bohrungen sitzen. Die Metallstäbe sind daher in gewissem Umfang axial verschiebbar, wobei sie, wenn sie auf einen Anschlag treffen, ein klapperndes Geräusch erzeugen, das bei einem Benutzer den Eindruck schlechter Verarbeitungsqualität hervorrufen kann.
- Es ist zwar möglich, die Längsverschiebbarkeit der Stangen dadurch zu beseitigen, dass diese jeweils in wenigstens einer der Bohrungen, in die sie eingreifen, verklebt werden. Dies erfordert jedoch einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt bei der Montage des Abstellbehälters und erhöht so dessen Herstellungskosten. Auch eine Fixierung der Stangen durch Klemmung zwischen ihrer Umfangsfläche und der Bohrung ist denkbar, doch sind hierfür enge Maßtoleranzen erforderlich, und das Einsetzen der Stange in die Bohrung wird erschwert, was wiederum Fertigungsaufwand und -kosten erhöht.
- Aufgabe der Erfindung ist, einen Abstellbehälter vom aus
DE 101 17 762 A1 bekannten Typ zu schaffen, bei dem die Beweglichkeit der Stangen beseitigt ist, ohne dass dies mit erhöhtem Fertigungsaufwand verbunden ist. - Die Aufgabe wird gelöst durch einen Abstellbehälter mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Durch das Federelement ist die Stange in ihrer Längsrchtung fixiert, ohne dass hierfür besonders enge Fertigungstoleranzen des Behälterkastens oder der Stangen erforderlich sind.
- Der Anschlag in der zweiten Bohrung, gegen den die Stange gedrückt ist, ist vorzugsweise ebenfalls als Federelement ausgeführt. Dadurch können noch höhere Streuungen der Länge der Stange oder der Abmessungen des Behälterkastens kompensiert werden, als wenn nur ein Federelement vorhanden ist, außerdem vereinfacht sich die Herstellung des Behälterkastens, wenn die Umgebung beider Bohrungen gleich gestaltet ist.
- Vorzugsweise ist das Federelement eine von einem Randbereich des Behälterkastens quer zur Längsrichtung der Stange vorspringende Zunge, an der ein Ende der Stange zur Anlage kommen kann.
- Um den Zusammenbau des Abstellbehälters zu vereinfachen, ist vorzugsweise wenigstens eine der Bohrungen, vorzugsweise beide Bohrungen, in jeweils einem Kopfstück gebildet, das in eine Rastaussparung des Behälterkastens eingerastet ist.
- Diese Rastaussparung ist vorzugsweise zum Inneren des Behälterkastens hin offen, so dass das darin eingerastete Kopfstück von außen nicht sichtbar ist.
- Insbesondere für die Herstellung des Kopfstücks durch Spritzguss ist eine Gestaltung günstig, bei der das Kopfstück eine Außenwand und eine von der Außenwand abgewinkelte Seitenflanke, in der wenigstens eine Bohrung gebildet ist, umfasst, und das Federelement oder der Anschlag von der Außenwand absteht.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Ansicht der Innenseite einer Kühlschranktür, die mit erfindungsgemäßen Abstellbehältern ausgestattet ist; -
2 eine auseinandergezogene partielle Innenansicht eines Abstellbehälters gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung; -
3 eine Seitenansicht des Kopfstücks aus2 ; -
4 einen Schnitt durch das Kopfstück entlang der Ebene IV-IV aus3 ; -
5 eine Anordnung von zwei Kopfstücken und zwei Stangen gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung; und -
6 eine vergrößerte Ansicht eines der Kopfstücke aus5 mit darin eingreifenden Stangen. -
1 zeigt eine perspektivische Innenansicht einer Tür1 eines Kältegeräts. An der Tür sind vier Abstellbehälter2 bis5 mittels (nicht dargestellter) lösbarer Rastverbindungen montiert. Die Abstellbehälter2 ,4 ,5 sind jeweils aufgebaut aus einem Behälterkasten7 , der an einer Sichtseite8 einen langgestreckten Ausschnitt9 aufweist, und einer einzelnen zylindrischen Metallstange11 im Falle der Abstellbehälter2 ,4 bzw. zwei Metallstangen11 im Falle des höheren Abstellbehälters5 , die sich quer über den Ausschnitt9 erstrecken und an ihren Enden im Behälterkasten7 gehalten sind. Der Ausschnitt9 erstreckt sich jeweils vom oberen Rand der Sichtseite8 aus etwa über die Hälfte von deren Höhe. -
2 zeigt in einer auseinandergezogenen Darstellung, wie die Stange11 an der Sichtseite8 des Behälterkastens7 montiert ist. Die Figur ist eine perspektivische Ansicht der Sichtseitenwand13 des Behälterkastens7 und einer Schmalseitenwand14 , gesehen vom Inneren des Abstellbehälters her. An der Sichtseitenwand13 ist eine zum Behälterinneren und zum Rand12 des Ausschnitts9 hin offene Rastaussparung15 gebildet. Ein Kopfstück16 ist zum formschlüssigen Eingriff in der Rastausspanung15 vorgesehen. Das Kopfstück16 weist zwei Bohrungen17 auf, die jeweils bemessen sind, um ein Ende der Stange11 aufzunehmen. - Wenn das Kopfstück
16 an einem hohen Abstellbehälter wie etwa dem Behälter5 verwendet wird, wird eine Stange11 in jede Bohrung17 eingesteckt, und die so aus zwei Stangen11 und zwei Kopfstücken16 gebildete Anordnung wird von dem Innenraum des Behälterkastens7 her in die zwei Rastaussparungen15 in Richtung des Pfeils A eingeschoben. - Bei Verwendung zusammen mit einem niedrigen Behälterkasten, so im Falle der Abstellbehälter
2 ,4 , wird nur die obere Bohrung17 des Kopfstücks16 mit einer Stange11 versehen; die untere Bohrung kann, damit sie einem Betrachter nicht auffällt und keinen Schmutz sammeln kann, mit einem (nicht dargestellten) Kunststoffstopfen verschlossen werden. Dieser Stopfen, das Kopfstück16 und der Behälterkasten7 bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Kunststoffmaterial.3 zeigt eine Ansicht des Kopfstücks6 aus einer zu den Bohrungen17 parallelen Richtung. An der Unterseite des Kopfstücks16 ist eine flexible eindrückbare Zunge18 zu erkennen, die beim Eindrücken des Kopfstücks16 in die Rastaussparung15 ins Innere des Kopfstücks16 verdrängt wird und, sobald dieses seine Endposition in der Rastaussparung15 erreicht hat, wieder elastisch ausklappt und in eine Vertiefung19 der unteren Seitenwand der Rastaussparung15 eingreift, um das Kopfstück16 darin zu verrasten. Entsprechende Zungen und Vertiefungen können auch an anderen Seitenflächen des Kopfstücks16 und der Rastaussparung15 vorgesehen sein. -
4 zeigt einen Schnitt durch das Kopfstück16 entlang der in3 mit IV-IV bezeichneten Ebene. - Man erkennt, dass die Bohrungen
17 Sackbohrungen sind, die jeweils in einem hinteren Bereich Federelemente in Form von Pufferkörpern25 aus einem elastischen Schaumstoffmaterial enthalten. Die Breite des Ausschnitts9 , die Tiefe der Bohrungen17 und die Länge der Stangen11 sind so aneinander angepasst, dass die Pufferkörper25 durch die Stangen11 komprimiert sind, wenn die Kopfstücke16 in ihren Rastaussparungen15 montiert sind. So werden die Stangen11 in den Bohrungen17 in ihrer Längsrichtung spielfrei gehalten und können keine Geräusche verursachen. - Eine zweite, bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung wird anhand der
5 und6 dargestellt.5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Anordnung aus zwei Stangen11 und zwei Kopfstücken16 in einer zum Einrasten in den Rastaussparungen15 des Behälterkastens7 geeigneten Konfiguration.6 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines der Kopfstücke16 mit in seine Bohrungen17 eingefügten Stangen11 . - Das Kopfstück
16 hat in etwa die Gestalt eines Quaders mit einer in der Darstellung der6 vom Betrachter abgewandten Außenwand20 und einer daran rechtwinklig angeformten Seitenflanke21 , in der die Bohrungen17 gebildet sind. Wenn das Kopfstück16 in seine Rastausspanung montiert ist, bleiben die Außenwand20 und die Seitenflanke21 frei. Eine der Seitenflanke21 parallel gegenüberliegende Seitenflanke22 kommt in montiertem Zustand an einer Wand der Rastaussparung15 zu liegen. Von der oberen und unteren Kante der Außenwand20 stehen Rasthaken23 ab, die in montiertem Zustand in komplementäre Rastvertiefungen der Rastaussparung15 eingreifen. - Parallel zu den Seitenflanken
21 ,22 und zwischen diesen stehen zwei Zungen24 rechtwinklig von der Außenwand20 ab. Die Materialstärke der Zungen24 ist geringer als die der Seitenflanken21 ,22 , sodass erstere, anders als letztere, flexibel sind. In montiertem Zustand sind die Zungen24 durch sie berührende Spitzen der Stangen11 elastisch verbogen und drücken diese jeweils in Richtung des gegenüberliegenden Kopfstücks16 . Wie die Pufferkörper25 kompensieren die Zungen24 Streuungen in den Abmessungen der Stangen11 bzw. des Behälterkastens7 und halten die Stangen11 spielfrei. - Das Kopfstück
16 ist symmetrisch in Bezug auf eine sich zwischen den beiden Bohrungen17 erstreckende horizontale Ebene. Daher kann das Kopfstück16 in identischer Ausformung in den sich spielsymmetrisch gegenüberliegenden Rastaussparungen15 auf beiden Seiten des Ausschnitts9 zum Einsatz kommen.
Claims (6)
- Abstellbehälter für ein Kältegerät, mit einem Behälterkasten (
2 ,3 ,4 ,5 ), der an einer Sichtseite einen Ausschnitt (9 ) aufweist, und wenigstens einer sich quer durch den Ausschnitt (9 ) erstreckenden, in zwei an entgegengesetzten Rändern des Ausschnitts gebildeten Bohrungen (17 ) eingreifenden Stange (11 ), dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer der Bohrungen (17 ) ein Federelement (24 ,25 ) zugeordnet ist, das die Stange (11 ) in ihrer Längsnchtung gegen einen Anschlag (24 ,25 ) in der zweiten Bohrung drückt. - Abstellbehälter nach Anspruch
1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24 ,25 ) der zweiten Bohrung ebenfalls ein Federelement (24 ,25 ) ist. - Abstellbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement eine von einem Wandbereich des Behälterkastens (
20 ) quer zur Längsrichtung der Stange (11 ) vorspringende Zunge (24 ) ist. - Abstellbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Bohrungen (
17 ) in einem Kopfstück (16 ) gebildet ist, das in eine Rastaussparung (15 ) des Behälterkastens (2 ,3 ,4 ,5 ) eingerastet ist. - Abstellbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastaussparung (
15 ) zum Inneren des Behälterkastens (2 ,3 ,4 ,5 ) hin offen ist. - Abstellbehälter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfstück (
16 ) eine Außenwand (20 ) und eine von der Außenwand abgewinkelte Seitenflanke (21 ), in der die wenigstens eine Bohrung (17 ) gebildet ist, umfasst, und dass das Federelement (24 ) oder der Anschlag (24 ) von der Außenwand (20 ) absteht.
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