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Die
Erfindung betrifft einen schalenförmigen Behälter und ein Kältegerät nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. Anspruch 9.
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Es
sind Kältegeräte bekannt
geworden, bei denen zumindest ein Teil der zu kühlenden Waren in schalenförmigen Behältern untergebracht
wird. Diese Behälter
können über Auszüge in dem
Kältegerät befestigt
sein. Bei einfacheren Versionen werden die Behälter von Fachträgern gehalten
oder sind durch Führungen
in den seitlichen Begrenzungswänden des
Innenraums gehalten. Es kann sich dabei um Gemüse-Schalen, Gefriergut-Schalen
oder sogenannte Vita-Fresh-Schalen handeln.
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Die
Hersteller von Kältegeräten sind
heute bemüht,
nicht nur das äußere Erscheinungsbild
eines Kältegeräts, sondern
auch die Innenausstattung marken- oder typspezifisch zu gestalten.
Auch solche Behälter
sollen vom Verbraucher einer bestimmten Marke oder einem bestimmten
Typ zugeordnet werden können.
Oft werden daher die Behälter
für jeden
Typ einzeln gefertigt. Dies führt
jedoch zu hohen Kosten, da mit jedem Werkzeug nur eine verhältnismäßig kleine
Serie gefertigt werden kann.
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Es
wurde auch bereits versucht, mehrere Marken oder Typen von Kältegeräten mit
den gleichen Behältern
auszustatten. Bei diesen Behältern wurden
Griffleisten angebracht, die marken- oder typspezifisch unterschiedlich
gestaltet waren. Diese Griffleisten sind üblicherweise aus einem in entsprechender
Länge geschnittenen
Strangprofil gefertigt, welches nach dem Anbringen an dem Behälter mit seitlichen
Abdeckkappen versehen wird. Die Gestaltungsmöglichkeiten eines Strangprofils
sind jedoch sehr begrenzt und beschränken sich meist auf die Farbgebung
und die Beschriftung. Diese Griffleisten sind üblicherweise über eine
Klemmverbindung an der Oberkante der vorderen Begrenzungswand des Behälters befestigt.
Diese Klemmverbindung hält
jedoch keinen großen
Belastungen stand, so dass es oft vorkommt, dass sich beim Herausziehen
des Behälters
die Griffleiste löst.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kältegerät, insbesondere einen Kohl- und/oder Gefrierschrank
mit einem schalenförmigen
Behälter mit
einer Griffleiste auszustatten, so dass eine marken- oder typspezifische
Unterscheidung allein durch die Griffleiste möglich wird. Weiterhin soll
die Griffleiste so an dem schalenförmigen Behälter befestigt sein, dass ein
Ablösen
der Griffleiste während
der Benutzung des Behälters
mit großer
Sicherheit verhindert werden kann.
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Gelöst wird
die Aufgabe gemäß der Erfindung
durch ein Kältegerät, insbesondere
einen Kühl- und/oder
Gefrierschrank mit den Merkmalen von Anspruch 1. Erfindungsgemäß ist die
Griffleiste formschlüssig
mit dem Behälter
in Form einer Nut- und Federverbindung verbunden. Auf dieser Basis
lassen sich Griffleisten sehr unterschiedlich gestalten. Es können so
für verschiedene
Marken oder Typen von Kältegeräten die
gleichen Behälter
verwendet werden, wobei trotzdem ein stark differenziertes Gesamterscheinungsbild
erreicht werden kann. Die Anzahl der in einer Serie gefertigten
Behälter
lässt sich so
erhöhen
und die Herstellkosten sinken. Durch die formschlüssige Verbindung
zwischen der Griffleiste und dem schalenförmigen Behälter wird sichergestellt, dass
ein unbeabsichtigtes Ablösen
der Griffleiste bei der Handhabung des Behälters vermieden wird.
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Vorteilhaft
wird die Feder der Nut- und Federverbindung durch das freie Ende
der Frontwand des Behälters
gebildet. Es handelt sich hierbei um eine fertigungstechnisch sehr
einfache Lösung,
da keinerlei zusätzliche
Teile benötigt
werden. Das freie Ende der Frontwand des Behälters wird bereits bei der
Produktion des Behälters
in die benötigte
Form gebracht.
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Damit
die Zug- und Schubkräfte,
die auf die Griffleiste ausgeübt
werden, in gleicher Weise auf den Behälter übertragen werden können, ohne
dass sich dabei die formschlüssige
Verbindung zwischen Behälter
und Griffleiste löst,
ist das die Feder bildende freie Ende der Frontwand zumindest im
Wesentlichen senkrecht zum Behälterboden
angeordnet.
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In
einem Ausführungsbeispiel
ist das die Feder bildende freie Ende der Frontwand in den Behälterraum
gerichtet. Bei entsprechender Ausformung der Griffleiste entsteht
so beim Aufstecken eine Art Schnappverbindung, die ebenfalls dazu
imstande Zug- und Druckkräfte
gleichermaßen
aufzunehmen.
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Besonders
vorteilhaft ist die Feder von der Griffleiste vollkommen abgedeckt.
Es entsteht so eine glatte Oberfläche die gut zu reinigen ist
und sehr differenziert gestaltet werden kann.
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Die
Griffleiste muss so angebracht werden, dass sie gut umfasst werden
kann. Nur so ist gewährleistet,
dass sie auch benutzt werden kann, um einen voll beladenen Behälter aus
dem Kältegerät herausziehen
zu können.
Die Griffleiste ist zu diesem Zweck innerhalb eines stufenartigen
Rücksprungs
angeordnet.
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Der
stufenartige Rücksprung
erstreckt sich vorteilhaft über
die gesamte Breite der Frontwand. Auf diese Weise sind viele Möglichkeiten
für den
Eingriff gegeben und der Behälter
kann sowohl in der Mitte aber auch seitlich gefasst und herausgezogen werden.
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Die
Fläche,
die eine typspezifische Gestaltung zulässt, sollte möglichst
groß und
auffallend sein. Die Griffleiste erstreckt sich deshalb über die gesamte
Breite der Frontwand.
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Besonders
vorteilhaft weist die Griffleiste eine nach unten offene Nut auf,
die so geformt ist, dass die Oberkante der Vorderseite des Behälters und
jeweils ein Teil der Oberkanten der beiden Seitenteile des Behälters in
der Nut aufnehmbar sind. Es ergibt sich dabei eine Nut- und Federverbindung,
bei der sowohl die Feder als auch die Nut einen rechten Winkel bilden.
Hierdurch wird eine besonders hohe Stabilität erzielt, die die Griffleiste
auch unter schwierigen Bedingungen sicher mit dem Behälter verbindet.
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Vorteilhaft
ist die Griffleiste mit dem Behälter verrastbar.
Die Montage der Griffleiste kann auf diese Weise ohne zusätzliche
Befestigungsmittel und ohne Werkzeug erfolgen. Auch hierdurch lassen
sich die Produktionskosten senken.
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Der
Formschluss zwischen Griffleiste und Behälter lässt sich entweder über die
Vorderkante der Vorderseite oder über die Bereiche der Oberkanten
der Seitenteile, die in der Nut aufnehmbar sind, erzielen. Zu diesem
Zweck weisen diese Oberkanten eine Verdickung auf. Für bestimmte
Anwendungen ist es ausreichend, wenn die Verdickung nur an der Oberkante
der Vorderseite oder aber nur an den entsprechenden, für die Aufnahme
in der Nut vorgesehenen Bereiche der Oberkanten der Seitenteile
angebracht ist. Die größte Festigkeit
wird jedoch erzielt, wenn die für
den Formschluss vorgesehene Verdickung an allen drei Oberkanten
angebracht ist.
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Um
die Verdickung formschlüssig
aufnehmen zu können,
weist die Nut in der Griffleiste an ihrer Sohle eine Aufweitung
auf. Diese Aufweitung umschließt
nach dem Verrasten die Verdickungen an der Oberkante des Behälters, wodurch
eine formschlüssige
Verbindung ausgebildet wird.
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In
vorteilhafter Weise ist zumindest einer der die Nut begrenzenden
Schenkel elastisch. Dieser elastische Schenkel kann so beim Aufstecken
der Griffleiste der Verdickung an der Oberkante des Behälters ausweichen.
Sobald die endgültige
Verrast-Position erreicht ist, bewegt sich der elastische Schenkel
in seine ursprüngliche
Position zurück
und legt sich an den Behälterrand
an.
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Die
Verdickung und die Aufweitungen können so geformt werden, dass
ein Lösen
des erzielten Formschlusses überhaupt
nicht oder nur mit einem Spezialwerkzeug ermöglicht wird. Es ist jedoch
auch eine Formgebung möglich,
die ein Lösen
der Verbindung mit dem gleichen Kraftaufwand erlaubt, mit dem die
Verrastung geschlossen wurde. Diese Formgebung würde ein einfaches Austauschen
der Griffleiste, beispielsweise bei Beschädigung, ermöglichen.
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Da
für die
Verbindung zwischen Griffleiste und Behälter keine Durchbrüche in der
Griffleiste notwendig sind, kann die Griffleiste mit einer glatten Oberfläche versehen
werden. Diese glatte Oberfläche
bietet wesentlich mehr unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten
als beispielsweise eine Oberfläche
mit Durchbrüchen.
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Vorteilhaft
ist die Außenseite
der Griffleiste markenspezifisch gestaltet. Diese markenspezifische Gestaltung
kann sich sowohl durch die Formgebung, als auch durch Farbe und
Beschriftung ausdrücken. Auch
Material und Oberflächenbeschaffenheit
können
als spezifische Merkmale entsprechend unterschiedlich verwendet
werden.
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Besonders
vorteilhaft ist die Griffleiste mit einer Metallicoberfläche versehen.
Dies führt
zu einem wertigen Gesamterscheinungsbild des schalenförmigen Behälters. Eine
Metallicoberfläche
ist qualitativ hochwertiger als eine Lackierung und ist auch kostengünstiger
herzustellen.
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Der
erfindungsgemäße schalenförmige Behälter ist
grundsätzlich
für unterschiedliche
Anwendungen geeignet. So lässt
er sich beispielsweise in einem Regal oder einem Schrank zur Aufbewahrung verschiedener
Kleinteile verwenden. Besonders vorteilhaft wird er jedoch in einem
Kältegerät verwendet. Hierbei
kann es sich z. B. um einen Kühlschrank,
einen Gefrierschrank oder auch ein Kombinationsgerät handeln.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen in
Zusammenhang mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das anhand
der Zeichnungen eingehend erläutert
wird.
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Es
zeigt:
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1 eine
Unteransicht der Griffleiste des erfindungsgemäßen schalenförmigen Behälters,
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2 einen
Schnitt durch die Griffleiste nach 1 und durch
den schalenförmigen
Behälter
vor der Montage und
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3 eine
perspektivische Darstellung des schalenförmigen Behälters mit montierter Griffleiste.
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Die
Griffleiste 1 weist eine Deckplatte 8 auf. Mit
dieser Deckplatte 8 ist ein Außenrand 5, ein Innenrand 4,
ein Seitenrand 2 und ein Steg 7 verbunden. Die
Deckplatte 8, die Seitenränder 2, der Innenrand 4 und
der Außenrand 5 bilden
zusammen die Außenkontur
der Griffleiste 1. Der ebenfalls mit der Deckplatte 8 verbundene
Steg 7 verläuft
entlang der Längsachse
der Griffleiste 1 und verbindet die beiden Seitenränder 2 miteinander.
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Die
Nut 3 ist U-förmig
ausgebildet und wird an ihrer Sohle 11 durch die Deckplatte 8 begrenzt. Die
beiden Schenkel der U-förmigen
Nut 3 werden im mittleren Bereich der Deckplatte 8 durch
den Steg 7 und den Innenrand 4 gebildet. An beiden
Seiten weist die Nut 3 einen im rechten Winkel abstehenden
Fortsatz auf. in diesem Bereich wird die Funktion des Stegs 7 durch
den Nut bildenden Teil 6 des Seitenrands 2 übernommen.
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Im
mittleren Bereich dient die Nut 3 zur Aufnahme der Oberkante
der Behältervorderwand 13 des
schalenförmigen
Behälters 12,
die hier die Frontwand bildet. Um einen Formschluss zwischen der Griffleiste 1 und
dem schalenförmigen
Behälter 12 gewährleisten
zu können,
weist der Steg 7 an seiner freien Kante eine Verdickung 9 auf.
Durch diese horizontal in die Nut 3 hineinragende Verdickung 9 entsteht
an der Sohle 11 der Nut 3 eine Aufweitung 10. Der
Kopf 12 an der Oberkante der Behältervorderwand 13,
deren oberer Bereich hier die Feder bildet, ist entsprechend der
Aufweitung 10 der Nut 3 geformt. Beim Aufstecken
der Griffleiste 1 entsteht so der angestrebte Formschluss.
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Besonders
vorteilhaft sind auch die als Feder dienenden Bereiche der Oberkanten
der Behälterseitenwände 14 mit
einem entsprechenden Kopf versehen. Zur Aufnahme des in der Zeichnung
nicht dargestellten Kopfes der Behälterseitenwände 14 sind die seitlichen
Fortsätze
der Nut 3 in gleicher Weise ausgeformt wie der im Schnitt
dargestellte mittlere Teil der Nut. Auf diese Weise kann auch zwischen
den Behälterseitenwänden 14 und
der Griffleiste 1 ein Formschluss erfolgen.
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Der
schalenförmige
Behälter 12 kann
in großer
Stückzahl
für eine
größere Anzahl
von Typen, Modellen oder Marken von Kältegeräten gefertigt werden. Die Griffleiste 1 dagegen
wird spezifisch hergestellt. Zu den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten,
die hier angewandt werden können,
zählt eine
unterschiedliche Farbgebung, verschiedene Formen, Oberflächen, sowie
Beschriftungen oder Aufdrucke. Selbst die Verwendung unterschiedlicher Materialien
ist vorstellbar.
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Allein
durch die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Griffleiste 1 lässt sich
ein spezifisches Gesamterscheinungsbild des fertig montierten schalenförmigen Behälters erreichen. Durch
die formschlüssige
Verbindung zwischen Griffleiste 1 und schalenförmigem Behälter 12 wird
ein unbeabsichtigtes Ablösen
der Griffleiste sicher verhindert. Die Kombination aus Griffleiste
und schalenförmigem
Behälter
wird daher auch beim Gebrauch als Einheit empfunden, wobei die Griffleiste
den spezifischen Charakter dieser Einheit unterstreicht.
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In
dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist
in 3 ein schalenförmiger
Behälter 12 dargestellt,
an dem eine Schienenbefestigung 15 vorgesehen ist. Über entsprechende
Schienen kann der Behälter
aus dem Kältegerät zur besseren
Zugänglichkeit
herausgezogen werden. Die Erfindung ist jedoch ebenso auf andere
schalenförmige
Behälter
anwendbar.
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- 1
- Griffleiste
- 2
- Seitenrand
- 3
- Nut
- 4
- Innenrand
- 5
- Außenrand
- 6
- Nut
bildender Teil des Seitenrands
- 7
- Steg
- 8
- Deckplatte
- 9
- Verdickung
- 10
- Aufweitung
- 11
- Sohle
der Nut
- 12
- Behälter
- 13
- Behältervorderwand
- 14
- Behälterseitenwand
- 15
- Schienenbefestigung
- 16
- Kopf