DE1032094B - Verfahren zur Herstellung eines subtraktiven Farbfilms - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines subtraktiven FarbfilmsInfo
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Description
DEUTSCHES
Das Hauptpatent behandelt die Herstellung einer korrekten Schwarzweißdichteregistrierung bei einer
farbigen Photographie, welche drei farbige und eine neutralgraue Registrierung aufweist. Bei einer
solchen Farbphotographie ist die Dichte der neutralgrauen Registrierung an jedem Bildpunkt gleich der
kleinsten der drei Farbdichten eines gewöhnlichen, mit nur drei farbigen Schichten arbeitenden Subtraktivverfahrens,
und die Dichten der drei farbigen Schichten sind an jedem Bildpunkt gleich der jeweils
zugehörigen Farbdichte des gewöhnlichen Subtraktivverfahrens jeweils vermindert um die kleinste der drei
Farbdichten.
Eine genaue Herstellung der korrekten Dichte der neutralgrauen Schicht (Schwarzweißdichte) ist auf
rein photographischem Wege nicht möglich. Sie läßt sich dagegen erzeugen durch Verwendung eines Verfahrens
mit punktweiser Abtastung der Farbauszüge und Umrechnung und Differenzbildung der so gewonnenen
Farbkomponentensignale. Ein solches elektrisch-optisches Abtastverfahren hat aber eine Verschlechterung
der geometrischen Bildeigenschaften und der Schärfe zur Folge.
Gemäß dem Patent 1 011 279 wird ein Verfahren angewandt, bei dem die Schwarzweißdichte hergestellt
wird durch das gleichzeitige Kopieren eines Grundbildes und eines Korrekturbildes, wobei das Grundbild
durch rein photographische Verfahrensstufen aus dem Aufnahmefilm gewonnen wird und somit unverändert
große Schärfe aufweist, und den geometrischen Bildinhalt, wie Schärfe und Konturen, unverfälscht
enthält. Mit Rücksicht auf die oben erwähnte Unmöglichkeit, die Schwarzweißdichte durch rein photographische
Mittel streng genau und fehlerfrei herzustellen, entspricht seine Dichte aber lediglich einer
Kombination der Wirkung der drei Farbkomponenten, z. B. der Summe. Das Korrekturbild dagegen besitzt
geringere Schärfe und Konturentreue sowie einen geringen Dichteumfang und wird durch punktweise
elektrische Abtastung der drei Farbkomponentenregistrierungen und durch entsprechende Umrechnung
der so erhaltenen Signale gewonnen. Es entspricht in seiner Dichteverteilung der erforderlichen Korrektur
der Dichte des Grundbildes, um beim gleichzeitigen Kopieren die korrekte Dichte der Schwarzweißregistrierung
zu erhalten. Bei dem im Hauptpatent beschriebenen Verfahren wird aus den bei der Aufnahme
erhaltenen Vorlagen ein Zwischenfilm mit dem Grundbild und ein Zwischenfilm mit dem Korrekturbild
hergestellt, welche dann gemeinsam übereinandergelegt kopiert werden.
-Die Erfindung betrifft nun eine Erweiterung des Verfahrens des Hauptpatents.
.""Es ist dadurch gekennzeichnet, daß jeweils nur Verfahren zur Herstellung
eines subtraktiven Farbfilms
.""Es ist dadurch gekennzeichnet, daß jeweils nur Verfahren zur Herstellung
eines subtraktiven Farbfilms
Zusatz zum Patent 1 011 279
Anmelder:
Dr. Edgar Gretener, Zürich (Schweiz)
Vertreter: Dr. M. Eule, Patentanwalt,
München 13, Kurfürstenplatz 2
München 13, Kurfürstenplatz 2
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 8. Mai 1957
Schweiz vom 8. Mai 1957
Dr. Edgar Gretener, Zürich (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
eines der beiden Bilder (Grundbild oder Korrekturbild) als substantielle Bildregistrierung vorhanden ist,
während das andere Bild nur in dem für den Kopier-Vorgang erforderlichen Beleuchtungsfeld enthalten ist.
Die Erfindung soll an Hand von zwei Verfahrensbeispielen im folgenden näher erläutert werden, wobei
Fig. 1 ein erstes Verfahrensbeispiel im schematischen Schaubild und
Fig. 2 ein zweites Verfahrensbeispiel darstellt.
Die Fig. 1 zeigt ein Schaubild eines Verfahrens in schematischer Darstellung. Das Verfahren benutzt
als Vorlage einen Dreifarbenfilm, beispielsweise ein
Dreifarbennegativ 101, welches durch Aufnahme 10 des farbigen Objektes und darauffolgende Farbentwicklung
11 gewonnen wird. Diese farbige Vorlage wird in einer Abtasteinrichtung, wie sie beispielsweise
im Zusammenhang mit der Fig. 3 des Hauptpatents näher beschrieben ist, z. B. mit Hilfe des
Flyingspot-Abtasters 13., punktweise abgetastet, so daß am Ausgang der drei Photozellen 12 drei den
Farbkomponenten entsprechende Farbkomponentensignale erhalten werden. Diese werden in der
Apparatur 14 einer Auswahl und Umrechnung unterworfen, wobei vier Signale erhalten werden, welche
den vier Kathodenstrahlröhren 17, 18, 19 und 20 zugeleitet werden. Dabei werden die Röhren 18, 19 und
20 darstellungsgemäß durch die drei Farbrestsignale gesteuert. Die so erhaltenen Schirmbilder werden
809' 530/362
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einzeln auf die Zwischenfilme 104, 105 und 106 auf- Wird der Kopiervorgang 27 anders gesteuert, so
belichtet, auf denen nach dem Entwickeln 22 die daß die Dichte im Zwischenfilm 103 beim Kopieren
Farbrestdichten rR, rG und rB zur weiteren Ver- ohne Maske nicht der Summe, sondern einer anderen
Wendung im Verfahren erhalten werden. Selbst- Funktion der drei Farbkomponenten entsprechen
verständlich kann man auch die drei Farbrestdichte- 5 wurden, so muß die Dichte der Korrekturmaske 102
registrierungen anstatt auf drei getrennten Zwischen- wiederum so bestimmt werden, daß sie die Dichte der
filmen unmittelbar auf einem Dreischichtenfilm als Kopie auf der Korrektur wird, d. h. die korrekte
drei übereinanderliegende farbige Registrierungen Schwarzweißdichte bringt. Dies ist immer möglich,
erzeugen. Die Herstellung und weitere Verwendung wenn sich die durch die Belichtung erzeugte Dichte
dieser Farbrestdichten ist nicht Gegenstand der Er- io als eine eindeutige Funktion einer Kombination der
fmdung. drei Farbkomponenten angeben läßt.
Zur Herstellung des die Schwarzweißdichteregi- Es wird also erfindungsgemäß durch ein rein photo-
strierung tragenden Zwischenfilms 103 wird die Vor- graphisches Verfahren eine Registrierung erzeugt,
lage 101 kopiert. Das beim Kopieren 27 verwendete welche nicht dem korrekten Wert der Schwarzweiß-Kopierlicht
und die Empfindlichkeit des zu belichten- 15 dichte entsprechen würde, und dieser photographische
den Films werden so gewählt, daß beim unmittelbaren Kopiervorgang wird durch auf elektrischem Wege
Kopieren der Vorlage 101 auf den Zwischenfilm die errechnete Werte korrigiert und auf den korrekten
Dichte der erhaltenen Registrierung an jedem Bild- Wert gebracht. In dem photographischen Verfahrenspunkt einer vorgeschriebenen Kombination der drei zweig werden auf diese Weise der geometrische Bildfarbigen
Bilder im Original 101, also einer Korn- 20 inhalt, Konturen, Bildform usw., unverfälscht erbination
der drei Farbkomponenten der Vorlage ent- halten. Unter photograpischen Verfahrensstufen sind
sprechen würde. Die nächstliegende vorzuschreibende dabei solche Verfahrensstufen gemeint, bei welchen
Kombination wäre beispielsweise, daß die Dichte an der Bildinhalt in substantieller Weise in einer BiIdjedem
Bildpunkt der Summe der drei Farbtransparen- schicht enthalten ist und bleibt, wie z. B. beim Entzen
entsprechen würde. Selbstverständlich kann auch 25 wickeln, oder gesämthaft auf eine andere Schicht
eine beliebig andere Kombination der drei Färb- übertragen wird, wie z. B. beim Kopieren, so daß er
transparenzen gebildet werden; in jedem Fall ist aber in seiner geometrischen Form nicht beeinträchtigt
die Dichte der Kopie in jedem Punkt eine definierte oder verändert wird. Als elektrische Verfahrensstufen
Funktion der drei Farbkomponenten des Originals. werden, dagegen diejenigen bezeichnet, bei welchen
Bei dem dargestellten Fall der Erzeugung des 30 der Bildinhalt z. B. durch punktweises Abtasten in
Zwischenfilms von einem farbigen Dreischichtnegativ elektrische. Bildsignale umgewandelt wird. Hier ist
aus muß selbstverständlich nicht nur die spektrale mit Rücksicht auf das beschränkte Auflösungs-Verteilung
des Kopierlichts und die spektrale vermögen des Abtastvorganges mit einem merklichen
Empfindlichkeit des Films, sondern auch die gegen- Schärfeverlust zu rechnen. Auch ist die geometrische
seitige spektrale Überlappung der drei Farbschichten 35 Form nicht mehr eindeutig gegeben, da sie von der
in Betracht gezogen werden. Genauigkeit der bei der Abtastung und Belichtung
Gemäß der Erfindung wird aber das Original 101 verwendeten Zeilenraster abhängt.
nicht direkt auf den Zwischenfilm 103 kopiert, sondern Selbstverständlich kann statt der im obigen Bei-
es wird bei der Belichtung 27 noch zusätzlich ein spiel gezeigten elektrisch-optischen Abtasteinrichtung
Korrekturfilm 102 zwischen Vorlage 101 und Kopie 40 auch eine mechanische Abtasteinrichtung verwendet
gelegt. Dieser als Maske wirkende Korrekturfilm 102 werden, welche bei der Abtastung elektrische Farbdient
dazu, die Dichte, die man in der Kopie bei komponentensignale erzeugt und diese nach der Umunmittelbarem
Kopieren des Originals erhalten würde, rechnung wieder in eine photographische Registrieso
zu korrigieren, daß nach der Entwicklung 28 der rung verwandelt. Solche mechanische Abtasteinrich-Zwischenfilm
103 die korrekte Schwarzweißdichte be- 45 tungen sind beispielsweise aus der Technik der
sitzt. Werden also beispielsweise die Verhältnisse Herstellung von Druckplatten für farbigen Druck bebeim
Kopieren, d. h. die spektrale Verteilung von kannt und brauchen daher nicht näher erläutert zu
Kopierlicht und Empfindlichkeit, so gewählt, daß ohne werden.
Anwendung der Maske 102 die Dichte des Zwischen- Zur besseren Unterscheidbarkeit der photographi-
films 103 an jedem Punkt der Summe der drei Färb- 50 sehen und elektrischen Verfahrenszweige sind in den
komponenten entsprechen würde, dann muß die Dichte Figuren die rein photographischen Verfahrenszweige
der Korrekturmaske 102 an jedem Bildpunkt gleich mit dicken Linien, die elektrischen Verfahrenszweige,
dem Verhältnis der Summe der drei Farbtransparen- in denen der Bildinhalt nur durch elektrische Signale
zen zur größten Farbtransparenz an diesem Bildpunkt wiedergegeben wird, durch dünne Linien, Belichtungssein, wie dies im Hauptpatent im einzelnen erläutert 55 Strahlengänge durch doppelte Linien bezeichnet,
ist. Der Film 102 entspricht also dem Korrekturbild Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausbildung des erfm-
des Hauptpatents. dungsgemäßen Verfahrens. Bei diesem geht man
Die für die Korrekturmaske erforderliche Dichte wiederum aus von. einem aus der Aufnahme 10 nach
wird in der Apparatur 14 aus den drei Färb- der Entwicklung 11 gewonnenen farbigen Original
komponentensignalen errechnet und mittels der 60 101. Selbstverständlich ist es auch möglich, an Stelle
Kathodenstrahlröhre 17 aufbelichtet, so daß nach der eines farbigen Dreischichtoriginals (Positiv oder
Entwicklung 23 dann die richtige Korrekturmaske Negativ) auch von drei getrennt erhaltenen, beispiels-102
erhalten wird. Ehe also das Kopieren der Vorlage weise schwarzweiß registrierten Farbauszügen oder
101 auf den Zwischenfilm 103 erfolgt, muß also durch einem Auszug mit der. Summe der Farbkomponenten
photoelektrisches Abtasten 12 der Vorlage 101, Um- 65 (B+R+G), auszugehen, wie dies im Hauptpatent
rechnen der Signale 14, Belichten mittels der erläutert ist. Beim Verfahren der Fig. 2 wird das
Kathodenstrahlröhre 17 und Entwickeln 23 der Original elektrisch-optisch abgetastet und die bei der
Korrekturfilm 102 hergestellt werden. Im allgemeinen Abtastung an den Potozellen 12 erhaltenen Farbwird
dies gleichzeitig mit der Herstellung der Färb- komponentensignale in der Apparatur 14 umgerechnet,
restfilme 104, 105 und 106 erfolgen. 70 Die so erhaltenen Farbrestsignale speisen die Röhren
18, 19 und 20, so daß nach dem Entwickeln 22 wiederum die drei Farbrestdichtefilme 104, 105 und
106 erhalten werden. Von der Vorlage 101 erzeugt man nun durch Kopieren 24 und Entwickeln 25 in
einem Zwischenfilm 107 das sogenannte Grundbild. Dieser Grundbildfilm besitzt vorzugsweise eine
schwarzweiße Registrierung, deren Dichte an jedem Bildpunkt eine Funktion der drei Farbkomponenten
der Vorlage 101 ist. Vorzugsweise entspricht diese Dichte an jedem Bildpunkt der Summe der drei Färbkomponenten,
in welchem Fall er auch als Summenfilm bezeichnet wird. Er entspricht also dem Grundbild
des Hauptpatents.
Im Rechengerät 14 wird wiederum ein viertes Signal erzeugt, das in seiner Größe der Korrektur
entspricht, welches erforderlich ist, um von der Dichte des Grundbildes auf die Dichte des korrekten
Schwarzweißdichtefilms zu gelangen. Entspricht die Dichte des Grundbildfilms der Summe der drei Farbkomponenten,
so muß das an die Röhre 17 gelieferte Signal wiederum an jedem Bildpunkt gleich dem Verhältnis
der Summe der drei Transparenzen zur größten Transparenz sein. Das auf dem Schirm der
Röhre 17 erzeugte Bild wird nun auf einen Film 107 aufkopiert, wobei gleichzeitig der Grundbildfilm nach
Art einer Maske auf den zu belichtenden Film aufgelegtwird. Die so beim Kopieren tatsächlich erzeugte
Dichteverteilung ergibt sich als gemeinsame Wirkung der Helligkeitsverteilung des Grundbildfilms und der
Helligkeitsverteilung auf dem Schirm der Röhre 17, welch letztere der erforderlichen Korrektur des
Grundbildes auf die richtige Schwarzweißdichte entspricht. Gegebenenfals kann statt der Röhre 17 eine
mit mechanischen Mitteln (z. B. Spiegelabtastung und Lichtventil) arbeitende Einrichtung verwendet werden.
Nach der Entwicklung 26 wird dann der nunmehr korrekte Schwarzweißdichtefilm 103 erhalten.
Wiederum wird also zur Erzeugung der korrekten Schwarzweißdichteregistrierung durch rein photographische
Verfahrensschritte aus der bei der Aufnähme gewonnenen Vorlage eine Registrierung erzeugt,
welche an jedem Bildpunkt einer Kombination der drei Farbkomponenten, vorzugsweise ihrer
Summe, entsprechen würde, und dieser Kopierprozeß wird korrigiert durch Werte, welche durch
elektrisch-optische Abtastung erhalten werden, derart, daß der so· korrigierte Kopierprozeß die korrekte
Schwarzweißdichteregistrierung liefert.
Gegenüber dem im Hauptpatent beschriebenen Verfahren unterscheidet sich das Verfahren gemäß der
Erfindung dadurch, daß es nicht erforderlich ist, bei der Herstellung der endgültigen Schwarzweißdichteregistrierung
sowohl einen substantiellen Zwischenfilm mit einem Grundbild als auch einen substantiellen
Zwischenfilm mit einem Korrekturbild zu verwenden. Vielmehr ist im Falle der Fig. 1 nur das Korrekturbild
substantiell vorhanden, nämlich auf dem Zwischenfilm 102. Ein getrennter Zwischenfilm für
das Grundbild ist nicht erforderlich, dieses wird beim Kopieren dargestellt durch das durch die Vorlage 101
hindurchtretende Licht unter gleichzeitiger Berücksichtigung der spektralen Empfindlichkeit des Kopierfilms.
Im Falle der Fig. 2 ist dagegen substantiell ein Zwischenfilm mit dem Grundbild vorhanden, nicht
dagegen ein substantieller Zwischenfilm mit dem Korrekturbild. Dies wird vielmehr dargestellt durch das
auf dem Schirm der Röhre 17 erzeugte Bild. Im ersten Fall ist also das Grundbild, im zweiten Fall das
Korrekturbild nur rituell vorhanden, da es lediglich während des Kopiervorganges in der für diesen Vorgang
erforderlichen Beleuchtung bzw. Beleuchtungsfeld enthalten ist.
In beiden Fällen aber verwendet das neue Verfahren das Prinzip des Hauptpatentes, nämlich daß zur Erzeugung
einer korrekten Schwarzweißdichteregistrierung ein rein photopraphischer Verfahrenszweig und
ein mit elektrischen Mitteln arbeitender Verfahrenszweig parallel geschaltet werden, wobei der photographische
Verfahrenszweig die Aufgabe hat, den geometrischen Bildinhalt unverfälscht zu erhalten,
während der elektrische Verfahrenszweig dazu dient, den photographischen Zweig so zu korrigieren, daß
die korrekte Schwarzweißdichte erhalten wird.
Es ist selbstverständlich, daß das Prinzip der Erfindung nicht beschränkt ist auf die Erzeugung eines
Scwarzweißdichtefilms. Es ist vielmehr auch möglich, diese bei anderen Problemen der Farbphotographie
anzuwenden. So ist es z. B. möglich, bei einem Maskenverfahren lediglich die zum Zwecke der Farbkorrektur
erforderlichen Zusatzmasken durch elektrische Umrechnung von durch Abtasten der Farbauszüge
gewonnenen Farbkomponentensignale zu bestimmen, während die durch diese elektrisch hergestellten
Masken zu korrigierenden (Grund) Farbauszüge wiederum durch rein photographische Verfahrensstufen
erhalten werden und somit keinerlei Beeinträchtigung des geometrischen Bildinhalts erleiden.
Hierbei läßt sich also auch das Prinzip der sogenannten »unscharfen Maskierung« anwenden,
wobei der zu maskierende Farbauszug rein photographisch, die unscharfe Maske aber elektrisch erzeugt
wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines substraktiven Farbfilms mit einer neutralgrauen und drei
farbigen Registrierungen, bei dem durch elektrisches Abtasten einer Vorlage für jeden Bildpunkt
derselben einerseits die jeweils kleinste Teilfarbdichte ausgewählt und in der neutralgrauen
Schicht registriert und andererseits die Differenz jeder Teilfarbdichte mit der ausgewählten Teilfarbdichte getrennt in der zugehörigen Farbschicht
aufgezeichnet wird, wobei aus der Vorlage rein photographisch ein Grundbild, welches in seiner
Dichteverteilung der gemeinsamen Wirkung der drei Teilfarben entspricht, und durch punktweises
elektrisches Abtasten der drei Teilfarbenregistrierungen ein Korrekturbild gewonnen wird, welches
in seiner Dichteverteilung der erforderlichen Korrektur der Dichte des Grundbildes auf die richtige
Schwarz weiß dichte entspricht, und sodann Grundbild und Korrekturbild zur Erhaltung des neutralgrauen Bildes gemeinsam kopiert werden nach
Patent 1 011 279, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
nur eines der beiden Bilder (Grundbild oder Korrekturbild) als substantielle Bildregistrierung
vorhanden ist, während das andere Bild nur in dem für den Kopiervorgang erforderlichen Beleuchtungsfeld
enthalten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufnahme des farbigen Objektes
auf rein photographischem Wege eine die drei Farbkomponenten enthaltende dreifarbige
Vorlage erstellt wird und daß diese Vorlage unter entsprechender Wahl des Kopierlichts und der
Empfindlichkeit des Kopierfilms unter Zwischenschaltung einer Maske (Korrekturbild) kopiert
wird, wobei die Maske durch Registrierung der
aus der Abtastung gewonnenen Korrekturwerte erhalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß aus der Aufnahme des farbigen Objektes auf rein photographischem Wege eine Registrierung
erstellt wird, welche in ihrer Dichteverteilung einer Kombination der Wirkung der
drei Farbkomponenten entspricht (Grundbild), und daß diese Registrierung unter Verwendung
des Schirms einer Kathodenstrahlröhre als Licht-
quelle kopiert wird, deren Bildsignal aus den aus der elektrisch-optischen Abtastung gewonnenen
Korrekturwerte gebildet wird, so daß in der Kopie die korrekte Schwarzweißdichte erhalten wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 253 086, 2 691691, 231 669, 2 249 522, 2 286,730;
USA.-Patentschriften Nr. 2 253 086, 2 691691, 231 669, 2 249 522, 2 286,730;
»Photographische Korrespondenz«, 1954, Nr. 3,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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