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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf akustische Resonatoren und insbesondere auf Resonatoren,
die als Filter für
Elektronikschaltungen verwendet werden können.
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Der Bedarf, die Kosten und die Größe von Elektronikausrüstung zu
reduzieren, hat zu einem andauernden Bedarf nach immer kleineren
elektronischen Filterelementen geführt. Unterhaltungselektronik,
wie z. B. Mobiltelephone und Miniaturradios, stellen harte Einschränkungen
für sowohl
die Größe als auch
die Kosten der darin enthaltenen Komponenten auf. Ferner verwenden
viele derartige Bauelemente Elektronikfilter, die auf genaue Frequenzen
abgestimmt sein müssen.
Filter wählen
die Frequenzkomponenten elektrischer Signale, die innerhalb eines
erwünschten
Frequenzbereichs liegen, für
ein Durchlassen aus, während
die Frequenzkomponenten, die außerhalb
des erwünschten
Frequenzbereichs liegen, beseitigt oder gedämpft werden.
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Eine Klasse elektronischer Filter,
die das Potential zum Erfüllen
dieser Bedarfe aufweist, ist aus akustischen Dünnfilmvolumenresonatoren (FBARs) aufgebaut.
Diese Bauelemente verwenden Volumenlongitudinalschallwellen in einem
piezoelektrischen (PZ) Dünnfilmmaterial.
Bei einer einfachen Konfiguration ist eine Schicht eines PZ-Materials
sandwichartig zwischen zwei Metallelektroden angeordnet. Die Sandwichstruktur
ist vorzugsweise in Luft aufgehängt.
Eine Musterkonfiguration einer Vorrichtung 10, die einen
Resonator 12 (z. B. einen FBAR) aufweist, ist in den 1A und 1B dargestellt. 1A stellt eine Draufsicht der Vorrichtung 10 dar, während 1B eine Seitenansicht der
Vorrichtung 10 entlang einer Linie A-A aus 1A darstellt. Der Resonator 12 ist über einem
Substrat 14 hergestellt. Auf das Substrat 14 aufgebracht
und geätzt
sind in dieser Reihen folge eine untere Elektrodenschicht 15, eine
piezoelektrische Schicht 17 und eine obere Elektrodenschicht 19.
Abschnitte (wie durch Klammern 12 angezeigt) dieser Schichten – 15, 17 und 19 – die sich überlappen
und über
einem Hohlraum 22 hergestellt sind, bilden den Resonator 12.
Diese Abschnitte werden als eine untere Elektrode 16, ein
piezoelektrischer Abschnitt 18 und eine obere Elektrode 20 bezeichnet.
In dem Resonator 12 umgeben die untere Elektrode 16 und
die obere Elektrode 20 den PZ-Abschnitt 18 sandwichartig.
Die Elektroden 14 und 20 sind Leiter, während der
PZ-Abschnitt 18 üblicherweise
ein Kristall, wie z. B. Aluminiumnitrid (AlN), ist.
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Wenn ein elektrisches Feld zwischen
den Metallelektroden 16 und 20 angelegt ist, wandelt
der PZ-Abschnitt 18 einen Teil der elektrischen Energie
in mechanische Energie in der Form mechanischer Wellen um. Die mechanischen
Wellen breiten sich in der gleichen Richtung wie das elektrische
Feld aus und werden an der Elektrode/Luft-Grenzfläche abreflektiert.
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Bei einer Resonanzfrequenz wirkt
der Resonator 12 als ein elektronischer Resonator. Die
Resonanzfrequenz ist die Frequenz, für die die halbe Wellenlänge der
mechanischen Wellen, die sich in dem Bauelement ausbreiten, durch
viele Faktoren, einschließlich
der Gesamtdicke des Resonators 12, für eine bestimmte Phasengeschwindigkeit
der mechanischen Welle in dem Material bestimmt wird. Da die Geschwindigkeit
der mechanischen Welle vier Größenordnungen
kleiner als die Lichtgeschwindigkeit ist, kann der resultierende
Resonator ziemlich kompakt sein. Resonatoren für Anwendungen in dem GHz-Bereich
können
mit physischen Abmessungen in der Größenordnung von weniger als
100 μm in
einer Querausdehnung und einigen Mikrometern in einer Gesamtdicke
aufgebaut sein. In einer Implementierung z. B. wird der Resonator 12 unter
Verwendung bekannter Halbleiterherstellungsverfahren hergestellt
und wird mit elektronischen Komponenten und anderen Resonatoren
kombiniert, um elektronische Filter für elektrische Signale zu bilden.
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Die Verwendung und die Herstellungstechnologien
für verschiedene
Entwürfe
von FBARs für elektronische
Filter sind in der Technik bekannt und eine Anzahl von Patenten
wurde erteilt. Das US-Patent Nr. 6,262,637, erteilt an Paul D. Bradley
u.a., z. B. offenbart einen Duplexer, der akustische Dünnfilmvolumenresonatoren
(FBARs) beinhaltet. Verschiedene Verfahren zur Herstellung von FBARs
wurden ebenso patentiert, wie z. B. das US-Patent Nr. 6,060,181,
erteilt an Richard C. Ruby u.a., das verschiedene Strukturen und
Verfahren zur Herstellung von Resonatoren umfaßt, und das US-Patent Nr. 6,239,536,
erteilt an Kenneth M. Lakin, das ein Verfahren zur Herstellung eingeschlossener
Dünnfilmresonatoren
offenbart.
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Der andauernde Drang, die Qualität und Zuverlässigkeit
der FBARs zu erhöhen,
stellt jedoch Herausforderungen dar, die eine noch bessere Resonatorqualität, noch
bessere Entwürfe
und Herstellungsverfahren erfordern. Eine derartige Herausforderung besteht
z. B. darin, eine Anfälligkeit
der FBARs gegenüber
Beschädigungen
von elektrostatischen Entladungen und Spannungsspitzen von umgebenden Schaltungen
zu beseitigen oder zu lindern. Eine weitere Herausforderung besteht
darin, eine Anfälligkeit des
Resonators gegenüber
Frequenzdrifts aufgrund einer Interaktion mit seiner Umgebung, wie
z. B. Luft oder Feuchtigkeit, zu beseitigen oder zu lindern.
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Es ist die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Resonator, ein elektronisches Filter oder ein Verfahren
zu schaffen, die unempfindlicher gegenüber elektrostatischen Entladungen
und Spannungsspitzen umliegender Komponenten sind.
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Diese Aufgabe wird durch einen Resonator gemäß Anspruch
1, ein elektronisches Filter gemäß Anspruch
10 oder ein Verfahren gemäß Anspruch
11 gelöst.
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Diese und andere technologische Herausforderungen
werden durch die vorliegende Erfindung erfüllt. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung umfaßt
ein Resonator, der auf einem Substrat hergestellt ist, eine untere
Elektrode, einen piezoelektrischen Abschnitt auf der unteren Elektrode,
eine obere Elektrode auf dem piezoelektrischen Abschnitt und eine
Schutzschicht unmittelbar über
der oberen Elektrode. Die Schutzschicht schützt den Resonator vor einer
Umgebung des Resonators.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der
vorliegenden Erfindung umfaßt
ein elektronisches Filter einen Resonator, der auf einem Substrat
hergestellt ist. Der Resonator umfaßt eine untere Elektrode, einen piezoelektrischen
Abschnitt, eine obere Elektrode und eine Schutzschicht. Die untere
Elektrode ist aus Molybdän
hergestellt. Der piezoelektrische Abschnitt ist aus Aluminiumnitrid
hergestellt. Die obere Elektrode ist aus Molybdän hergestellt. Die Schutzschicht
ist aus Aluminiumoxynitrid hergestellt, die eine Dicke in einem
Bereich von 30x10-
10 m
(30 Angström)
bis 2 Mikrometer aufweist.
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Gemäß noch einem weiteren Aspekt
der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines
Resonators offenbart. Als erstes werden eine untere Elektrode, ein
piezoelektrischer Abschnitt und eine obere Elektrode auf einem Substrat
hergestellt. Dann wird eine Schutzschicht unmittelbar über der oberen
Elektrode hergestellt, wobei die Schutzschicht den Resonator vor
einer Umgebung des Resonators schützt.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Es
zeigen:
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1A eine
Draufsicht einer Vorrichtung, die einen Resonator umfaßt, gemäß dem Stand
der Technik;
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1B eine
Seitenansicht der Vorrichtung aus 1A entlang
einer Linie A-A;
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2A eine
Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2B eine
Seitenansicht der Vorrichtung aus 2A entlang
einer Linie B-B;
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3A eine
Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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3B eine
Seitenansicht der Vorrichtung aus 3A entlang
einer Linie C-C;
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4A eine
Draufsicht einer Vorrichtung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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48 eine
Seitenansicht der Vorrichtung aus 4A entlang
einer Linie D-D; und
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4C ein
schematisches Diagramm, das teilweise eine Schaltung, die unter
Verwendung der Vorrichtung aus 4A gebildet
werden kann, darstellt.
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Wie in den Zeichnungen zu Darstellungszwecken
gezeigt ist, ist die vorliegende Erfindung in einem Resonator ausgeführt, der
eine untere Elektrode, einen piezoelektrischen (PZ-)Abschnitt, eine
obere Elektrode und eine Schutzschicht über der oberen Elektrode aufweist.
Ohne die Schutzschicht reagiert die obere Elektrode mit Luft und
Feuchtigkeit, um ihre Masse zu verändern, wodurch sich die Resonanzfrequenz
des Resonators mit der Zeit verändert.
Da die Schutzschicht die obere Elektrode vor Luft und Feuchtigkeit
schützt,
wird das Problem eines Resonanzfrequenz drifts minimiert. Ferner
kann eine Schutzunterschicht unter dem Resonator zwischen der unteren
Elektrode und dem Substrat hergestellt sein. Die Unterschicht schützt die
untere Elektrode vor Reaktionen mit Luft und Feuchtigkeit. Die Unterschicht
kann auch als eine Keimschicht zum Bereitstellen einer besseren
Oberfläche
dienen, auf der die untere Elektrode und der PZ-Abschnitt hergestellt sein
können.
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2A stellt
eine Draufsicht einer Vorrichtung 30 gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung dar. 2B ist
eine Seitenansicht der Vorrichtung 30 aus 2A entlang einer Linie B-B. Abschnitte
der Vorrichtung 30 in den 2A und 2B gleichen diejenigen der
Vorrichtung 10 der 1A und 1B. Aus Bequemlichkeit sind
Abschnitten der Vorrichtung 30 in den 2A und 2B, die
Abschnitten der Vorrichtung 10 der 1A und 1B ähneln, die
gleichen Bezugszeichen zugewiesen und unterschiedlichen Abschnitten
sind unterschiedliche Bezugszeichen zugewiesen. Bezug nehmend auf
die 2A und 2B umfaßt die Vorrichtung 30 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung einen Resonator 32, der auf
einem Substrat 14 hergestellt ist. Die Vorrichtung 30 ist
zuerst durch ein Ätzen
eines Hohlraums 34 in das Substrat 14 und ein
Füllen
desselben mit einem geeigneten Opfermaterial, wie z. B. Phosphorsilikatglas
(PSG), hergestellt. Dann wird das Substrat 14, das nun
den gefüllten
Hohlraum 34 umfaßt,
unter Verwendung bekannter Verfahren, wie z. B. eines chemischmechanischen
Polierens, planarisiert. Der Hohlraum 34 kann einen Evakuierungstunnelabschnitt 34a umfassen, der
mit einem Evakuierungsdurchgangsloch 35 ausgerichtet ist,
wodurch das Opfermaterial später
evakuiert wird.
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Als nächstes wird eine dünne Keimschicht 38 auf
dem planarisierten Substrat 14 hergestellt. Üblicherweise
wird die Keimschicht 38 auf das planarisierte Substrat 14 aufgeschleudert.
Die Keimschicht 38 kann unter Verwendung von Aluminiumnitrid
(AlN) oder einem anderen ähnlichen
kristallinen Material, wie z. B. Aluminiumoxynitrid (ALON), Sili ziumdioxid (SiO2), Siliziumnitrid (Si3N4) oder Siliziumkarbid (SiC), hergestellt
werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Keimschicht 38 in
dem Bereich von etwa 10x10-
10 m
(oder einem Nanometer) bis 10.000x10-
10 m (oder einem Mikrometer) dick. Techniken
und die Prozesse der Herstellung einer Keimschicht sind in der Technik
bekannt. Die weithin bekannte und verwendete Aufschleudertechnik
kann z. B. zu diesem Zweck verwendet werden.
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Dann können über der Keimschicht 38 die folgenden
Schichten in dieser Reihenfolge aufgebracht werden: eine untere
Elektrodenschicht 15, eine piezoelektrische Schicht 17 und
eine obere Elektrodenschicht 19. Abschnitte (wie durch
Klammern 32 angezeigt) dieser Schichten – 36, 15, 17 und 19 – die sich überlappen
und über
dem Hohlraum 34 angeordnet sind, bilden den Resonator 32.
Diese Abschnitte werden als ein Keimschichtabschnitt 40, eine
untere Elektrode 16, ein piezoelektrischer Abschnitt 18 und
eine obere Elektrode 20 bezeichnet. Die untere Elektrode 16 und
die obere Elektrode 20 umgeben den PZ-Abschnitt 18 sandwichförmig.
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Die Elektroden 14 und 20 sind
Leiter, wie z. B. Molybdän,
und sind in einem Musterausführungsbeispiel
in einem Bereich von 0, 3 μm
bis 0, 5 μm dick.
Der PZ-Abschnitt 18 ist üblicherweise aus einem Kristall,
wie z. B. Aluminiumnitrid (AlN), hergestellt und ist in dem Musterausführungsbeispiel
in einem Bereich von 0,5 μm
bis 1,0 μm
dick. Von der Draufsicht des Resonators 32 in 2A kann der Resonator etwa
150 μm breit
mal 100 μm
lang sein. Natürlich
können
diese Messungen abhängig
von einer Anzahl von Faktoren, wie z. B., jedoch ohne Einschränkung, der
erwünschten
Resonanzfrequenz, den verwendeten Materialien, dem verwendeten Herstellungsprozeß usw.,
stark variieren. Der dargestellte Resonator 32, der diese
Maße aufweist,
kann nützlich
bei Filtern in der Umgebung von 1,92 GHz sein. Natürlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf diese Größen oder Frequenzbereiche eingeschränkt.
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Die Herstellung der Keimschicht 38 sorgt
für eine
bessere Unterschicht, auf der die PZ-Schicht 17 hergestellt
werden kann. Folglich kann mit der Keimschicht 38 eine
PZ-Schicht 17 mit höherer
Qualität hergestellt
werden, was zu einem Resonator 32 mit höherer Qualität führt. Tatsächlich ist
bei dem vorliegenden Musterausführungsbeispiel
das Material, das für
die Keimschicht 38 und die PZ-Schicht 17 verwendet
wird, das gleiche Material, nämlich
AlN. Dies ist so, da die Keimschicht 38 die Keimbildung
einer glatteren einheitlicheren unteren Elektrodenschicht 15 herbeiführt (nukleiert),
was wiederum ein Material mit noch nähere Einkristallqualität für die PZ-Schicht 17 fördert. So
wird die piezoelektrische Kopplungskonstante der PZ-Schicht 17 verbessert.
Die verbesserte piezoelektrische Kopplungskonstante ermöglicht es, daß elektrische
Filter mit breiterer Bandbreite mit dem Resonator 32 gebildet
werden und ergibt außerdem
besser produzierbare Ergebnisse, da sie sich dem theoretischen maximalen
Wert für
AlN-Material nah annähert.
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3A stellt
eine Draufsicht einer Vorrichtung 50 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung dar. 3B ist
eine Seitenansicht der Vorrichtung 50 aus 3A entlang einer Linie C-C. Abschnitte
der Vorrichtung 50 in den 3A und 3B ähneln denjenigen der Vorrichtung 30 der 2A und 2B. Aus Bequemlichkeit sind Abschnitten
der Vorrichtung 50 in den 3A und 3B, die Abschnitten der Vorrichtung 30 der 2A und 2B ähneln,
die gleichen Bezugszeichen zugewiesen und unterschiedlichen Abschnitten
sind unterschiedliche Bezugszeichen zugewiesen.
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Bezug nehmend auf die 3A und 3B umfaßt die Vorrichtung 50 der
vorliegenden Erfindung einen Resonator 52, der auf einem
Substrat 14 hergestellt ist. Die Vorrichtung 50 wird ähnlich wie
die Vorrichtung 30 der 2A und 2B und so, wie hierin oben
erläutert
ist, hergestellt. Dies bedeutet, daß eine untere Elektrodenschicht 15,
ein piezoelektrische Schicht 17 und eine obere Elektrodenschicht 19 über einem
Substrat 14, das einen Hohlraum 34 aufweist, hergestellt werden.
Wahlweise wird eine Keimschicht 38 zwischen dem Substrat 14,
das den Hohlraum 34 umfaßt, und der unteren Elektrodenschicht 15 hergestellt.
Details dieser Schichten sind oben erläutert. Der Resonator 52 weist
Abschnitte (wie durch Klammern 52 angezeigt) dieser Schichten
auf – 36, 15, 17 und 19 – die sich überlappen
und über
dem Hohlraum 34 angeordnet sind. Diese Abschnitte werden
als ein Keimschichtabschnitt 40, eine untere Elektrode 16,
ein piezoelektrischer Abschnitt 18 und eine obere Elektrode 20 bezeichnet.
Schließlich
wird eine Schutzschicht 54 unmittelbar über der oberen Elektrode 20 hergestellt.
Die Schutzschicht 54 bedeckt zumindest die obere Elektrode 20 und
kann, wie dies dargestellt ist, einen größeren Bereich als die obere
Elektrode 20 bedecken. Ferner ist ein Abschnitt der Schutzschicht 54,
der über
dem Hohlraum 34 angeordnet ist, auch ein Teil des Resonators 52. Dies
bedeutet, daß ein
Abschnitt der Schutzschicht 54 Masse zu dem Resonator 52 beiträgt und mit
allen anderen Teilen – 40, 16, 18 und 20 – des Resonators 52 schwingt.
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Die Schutzschicht 54 stabilisiert
chemisch und reduziert die Tendenz eines Materials, auf der Oberfläche der
oberen Elektrode 20 zu adsorbieren. Adsorbiertes Material
kann die Resonanzfrequenz des Resonators 32 verändern. Die
Dicke kann außerdem
eingestellt sein, um den elektrischen Qualitätsfaktor (q) des Resonators 32 zu
optimieren.
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Ohne die Schutzschicht 54 ist
die Resonanzfrequenz des Resonators 52 relativ anfälliger gegenüber einem
Driften mit der Zeit. Dies ist so, da die obere Elektrode 20,
ein leitfähiges
Material, aufgrund einer Aussetzung gegenüber Luft und möglicherweise
Feuchtigkeit oxidieren kann. Die Oxidation der oberen Elektrode 20 verändert die
Masse der oberen Elektrode 20, wodurch die Resonanzfrequenz
verändert
wird. Um das Resonanzfrequenzdriftproblem zu reduzieren oder zu
minimieren, ist die Schutzschicht 54 üblicherweise unter Verwendung
eines inerten Materials hergestellt, das weniger anfällig für eine Reaktion
mit der Umgebung ist, wie z. B.
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Aluminiumoxynitrid (ALON), Siliziumdioxid (SiO2), Siliziumnitrid (Si3N4) oder Siliziumkarbid (SiC). Bei Experimenten
wurde die Schutzschicht 54, die eine Dicke von 30x10-10 m bis 2 Mikrometer aufweist, hergestellt.
Die Schutzschicht 54 kann ein AlN-Material umfassen, das
auch für
die piezoelektrische Schicht 17 verwendet werden kann.
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Hier verbessert der Keimschichtabschnitt 40 nicht
nur die kristalline Qualität
des Resonators 52, sondern dient auch als eine Schutzunterschicht,
die die untere Elektrode 16 vor einer Reaktion mit Luft und
möglicherweise
Feuchtigkeit aus der Umgebung schützt, die die untere Elektrode 16 über das
Evakuierungsdurchgangsloch 35 erreicht.
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4A stellt
eine Draufsicht einer Vorrichtung 60 gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung dar. 4B ist
eine Seitenansicht der Vorrichtung 60 aus 4A entlang einer Linie D-D. 4C ist eine einfache Schematik, die
teilweise eine Ersatzschaltung darstellt, die unter Verwendung der
Vorrichtung 60 gebildet werden kann. Abschnitte der Vorrichtung 60 in
den 4A, 4B und 4C ähneln denjenigen
der Vorrichtung 10 aus 1A und 1B und der Vorrichtung 30 der 2A und 2B. Aus Bequemlichkeit sind Abschnitten
der Vorrichtung 60 in den 4A, 4B und 4C, die Abschnitten der Vorrichtung 10 der 1A und 1B und Abschnitten der Vorrichtung 30 der 2A und 2B ähneln,
die gleichen Bezugszeichen zugewiesen und unterschiedlichen Abschnitten
sind unterschiedliche Bezugszeichen zugewiesen.
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Bezug nehmend auf die 4A, 4B und 4C ist
die Vorrichtung 60 ähnlich
wie die Vorrichtung 10 der 1A und 1B und so, wie oben erläutert ist,
hergestellt. Dies bedeutet, daß eine
untere Elektrodenschicht 15, eine piezoelektrische Schicht 17 und
eine obere Elektrodenschicht 19 über einem Substrat 14, das
einen Hohlraum 22 aufweist, hergestellt sind. Diese Schichten
sind auf eine ähnliche
Weise wie die Vorrichtung 30 der 2A und 2B hergestellt
und die De tails dieser Schichten sind oben erläutert. Der Resonator 12,
vorzugsweise ein Dünnfilmresonator,
wie z. B. ein FBAR, weist Abschnitte (durch Klammern 12 angezeigt)
dieser Schichten – 15, 17 und 19 – auf, die sich überlappen
und über
dem Hohlraum 22 angeordnet sind. Diese Abschnitte werden
als eine untere Elektrode 16, ein piezoelektrischer Abschnitt 18 und eine
obere Elektrode 20 bezeichnet.
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Die Vorrichtung 60 umfaßt zumindest
eine Verbindungsanschlußfläche. In
den 4A und 4B dargestellt sind eine
erste Verbindungsanschlußfläche 62 und
eine zweite Verbindungsanschlußfläche 64.
Die erste Verbindungsanschlußfläche 62 ist
mit dem Resonator 12 durch seine obere Elektrodenschicht 19 verbunden.
Die erste Verbindungsanschlußfläche 62 steht
in Kontakt mit dem Halbleitersubstrat 14, wodurch eine
Schottky-Übergang-Diode 63 gebildet
wird. Betriebscharakteristika derartiger Dioden sind in der Technik
bekannt.
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Ebenso dargestellt ist eine zweite
Verbindungsanschlußfläche 64,
die mit dem Resonator 12 durch seine untere Elektrodenschicht 15 verbunden ist.
Die zweite Verbindungsanschlußfläche 64 ist
dargestellt, um einen Kontakt mit dem Substrat 14 an zwei
Stellen herzustellen, wodurch zwei Schottky-Diodenkontakte 65 gebildet
werden. Tatsächlich
kann eine Verbindungsanschlußfläche hergestellt
sein, um in Kombination mit dem Substrat 14 eine Mehrzahl von
Diodenkontakten für
den Schutz des Resonators, mit dem dieselbe verbunden ist, zu bilden.
Die Kontakte 65 von einer einzelnen Anschlußfläche 64 bilden
elektrisch eine einzelne Schottky-Diode.
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Die Verbindungsanschlußflächen 62, 64 sind üblicherweise
unter Verwendung leitfähiger
Metalle, wie z. B. Gold, Nikkel, Chrom, anderer geeigneter Materialien
oder einer Kombination derselben hergestellt.
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4C kann
verwendet werden, um die Operationen der Filterschaltung 72,
die den Resonator 12 aufweist, zu be schreiben. Normalerweise
fließt kein
Strom durch die Dioden 63 und 65, da die Diode 63 in
einer Richtung als eine offene Schaltung wirkt, während die
Diode 65 als eine geschlossene Schaltung in der entgegengesetzten
Richtung wirkt. Wenn jedoch eine elektrostatische Spannungsspitze
in den Resonator 12 über
seine Verbindungsanschlußfläche 64 (vielleicht
von einer Antenne 66) eingeführt wird, bricht die Diode 63 durch.
Wenn die Diode 63 durchbricht, ist dieselbe wirksam eine
geschlossene Kurzschlußschaltung
und ermöglicht
es, daß die
Spannungsspitze auf das Substrat 14 und schließlich auf Masse 68 übertragen
wird, wodurch der Resonator 12 vor der Spannungsspitze
geschützt
wird. Die andere Diode 65 wirkt ähnlich, um den Resonator 12 vor
Spannungsspitzen von anderen Elektronikschaltungen 70,
die mit dem Filter 72 verbunden sind, zu schützen. Dies
bedeutet, daß zwei
Metallanschlußflächen, z.
B. die Anschlußflächen 62 und 64,
die mit elektrisch entgegengesetzten Seiten des Resonators 12 verbunden
sind, die auf einem Halbleitersubstrat hergestellt sind, eine elektrische
Schaltung von zwei antiparallelen (back-to-back) Schottky-Dioden
erzeugen, die es ermöglichen,
daß elektrostatische
Hochspannungsentladungen unschädlich
in das Substrat dissipieren, anstelle die piezoelektrische Schicht,
z. B. die PZ-Schicht 17, irreversibel durchzubrechen, die
die obere und die untere Elektrode, z. B. die Elektroden 16 und 20,
voneinander trennt. Ein elektronisches schematisches Diagramm aus 4C stellt eine derartige
Verbindung dar.
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Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann
eine einzelne Vorrichtung einen Resonator umfassen, der alle oben
erläuterten
Merkmale aufweist, einschließlich
der Keimschicht 38 und der Schutzschicht 54, die
in den 2A, 2B, 3A und 3B dargestellt
ist, und der Verbindungsanschlußflächen 62 und 64 (die
Schottky-Dioden 63 und 65 bilden), die in den 4A und 4B dargestellt sind. Bei dem alternativen
Ausführungsbeispiel
können
die Anschlußflächen 62 und 64 auf
der Keimschicht 38 mit mehreren Mikrometern Überhang über und über die
obere Elektrodenschicht 19 und die untere Elektrodenschicht 15 hinaus
gebildet sein.