DE10319624A1 - Trainingsgerät - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Trainingsgerät (1) insbesondere zum Drehen des Oberkörpers einer Trainingsperson (4), welches Gerät gemäß der Figur einen Sitz (3) und ein relativ dazu bewegliches Schwenkelement (13) aufweist, was bei einer Trainingsperson (4) zu einem Trainingseffekt beim Drehen des Oberkörpers führt.
Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Trainingsgerät insbesondere zum Drehen des Oberkörpers, welches Gerät einen Sitz und ein relativ dazu bewegliches Schwenkelement aufweist, was bei einer Trainingsperson zu einem Trainingseffekt beim Drehen des Oberkörpers führt.
- In der Druckschrift
DE 200 01 315 U1 ist ein herkömmliches Trainingsgerät zum Drehen bzw. Verdrehen des Oberkörpers beschrieben. Dieses Gerät hat einen Grundkörper, eine an einem hinteren Ende des Grundkörpers befestigte drehbare Scheibe sowie einen Handgriff, welcher zum Festhalten durch einen Benutzer vorgesehen ist. Da dieses Gerät zum Auftreten beider Füße des Benutzers lediglich eine drehbare Scheibe hat, ist der Drehbereich ziemlich eng, was zu einem geringen Trainingseffekt führt. Außerdem ist der Handgriff unbeweglich und nur zum Festhalten gedacht, so dass es unmöglich ist, eine große Drehbewegung herbeizuführen, da lediglich eine begrenzte Oberkörperbewegung durchgeführt werden kann. - Ferner wird dort ein Trainingsgerät beschrieben, welches insbesondere zum Trainieren von Drehbewegungen des Oberkörpers dient, bei dem zwei voneinander beabstandete, parallel zueinander an einem hinteren Abschnitt eines Grundkörpers angeordnete, drehbare Scheiben für die Füße eines Benutzers aufweist, welche jeweils auf eine der Scheiben auftreten. Außerdem ist ein mit einem oberen Ende einer drehbaren, rohrförmigen Stange befestigter Handgriff aufrecht an einem vorderen Abschnitt des Grundkörpers vorgesehen. Wenn die Hände eines Benutzers den Handgriff ergreifen, kann dieser mit der drehbaren, rohrförmigen Stange als Dreh- oder Gelenkpunkt nach rechts und links geschwenkt werden, wobei beide Füße des Benutzers auf den drehbaren Scheiben aufstehen, um dadurch den Oberkörper des Benutzers in einem größeren Umfang als bei einem herkömmlichen Trainingsgerät zu verdrehen.
- Aus der Druckschrift
DE 298 08 182 U1 ist ferner ein Trainingsgerät bekannt, bei dem an einem Drehstuhl ein Stützelement angebracht ist, welches ein Rückenpolster zum Befestigen am Oberkörper der Trainingsperson trägt. Das Rückenpolster ist nach Art eines Rucksacks ausgebildet und wird mit so genannten Rucksackriemen am Oberkörper der Trainingsperson befestigt. Dieses Rucksackriemen-Rückenpolster kann nach dortigen Beschreibung und Zeichnung auch an einer Plattform angeordnet sein, auf der die zu trainierende Person steht. Dabei sollen die Trainingsgeräte nach den Ausführungsbeispielen als „Wirbelsäulen-Drehgymnastik-Geräte" dienen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trainingsgerät zu schaffen, mit dem ein wirksamerer Trainingseffekt erreicht werden kann, und bei dem der Oberkörper gezielt trainiert werden kann.
- Diese Aufgabe wird mit einem Trainingsgerät gelöst, welches die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Mit den Merkmalen der abhängigen Ansprüche wird die Erfindung in vorteilhafter Weise weiter ausgestaltet.
- Besonders vorteilhaft ist ein Trainingsgerät insbesondere zum Trainieren des Oberkörpers einer Trainingsperson, wenn das Gerät einen Sitz und ein relativ dazu bewegliches Schwenkelement aufweist, wobei der Sitz drehstarr und das Schwenkelement um eine Achse drehbar ist, die im Wesentlichen der Körperachse der Trainingsperson entspricht, wobei die Schwenkbewegung des Schwenkelements durch die Drehung des Oberkörpers der Trainingsperson gegen die Reaktionskraft eines hydraulischen Widerstandsgeber erfolgt.
- Ferner ist von Vorteil, wenn die den Schwenkwiderstand des hydraulische Widerstandsgebers darstellende Reaktionskraft einstellbar ist, ganz besonders, wenn der Schwenkwiderstand des Widerstandsgebers in wenigstens zwei Richtungen unterschiedlich einstellbar ist.
- Weiter ist ein Trainingsgerät vorteilhaft, wenn zur weiteren Fixierung des Unterkörpers der Trainingsperson Kniepolster zur Aufnahme zwischen den Knien der Trainingsperson mit dem Sitz verbunden sind, und wenn die Kniepolster an einem Kasten für die Steuerschaltung des Trainingsgeräts angeordnet sind, und wenn an dem Kasten Einstellmittel zur Einstellung der Reaktionskräfte und des Trainingsbereichs vorhanden sind.
- Darüber hinaus ist es günstig, wenn das Schwenkelement an dem Widerstandsgeber drehbar gelagert ist, und wenn das Schwenkelement an dem Widerstandsgeber und/oder der Widerstandsgeber am Sockel taumelnd gelagert ist, wobei es besonders einfach ist, wenn der taumelnd am Sockel angeordnete Widerstandsgeber mittels so genannter Silent-Blöcke befestigt ist.
- Ein Trainingsgerät ist auch dann besonders vorteilhaft, wenn am Schwenkelement eine Schulterauflage derart gelagert ist, dass sie mit dem Oberkörper der Trainingsperson in innigen Kontakt bringbar ist, und wenn die Schulterauflage mehrteilig ausgeführt ist.
- Ferner ist von Vorteil, wenn am Schwenkelement eine Schulterblattstütze längsverschieblich und/oder höhenverstellbar angeordnet ist, und wenn am Sockel Fußstützen angeordnet sind.
- Besonders vorteilhaft ist ein Trainingsgerät ausgebildet, wenn die Sitz- Stütz- Halte- Befestigungs- und Schwenkelemente einstellbar sind.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung mit Hilfe eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert.
- Die Figur zeigt einen Rumpftrainer in schematisierter Seitenansicht zur Veranschaulichung des Konstruktionsprinzips eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts.
- Ein in der Figur schematisch dargestelltes Trainingsgerät
1 ist auf einem Sockel2 montiert. Der Sockel2 trägt einen Sitz3 für eine Trainingsperson4 . Der Sitz3 ist mit einem Beckenpolster5 ausgestattet. Ein Gurt6 kann das Becken7 der Trainingsperson4 am Sitz3 fixieren. Der Sockel2 ist darüber hinaus mit einer Stützstrebe8 für seitlich auf Knie der Trainingsperson4 wirkende Kniepolster9 versehen. Das Kniepolster9 kann darüber hinaus frontseitige Widerlager10 für die Knie der Trainingsperson4 aufweisen. Die Kniepolster9 sind an einem Kasten11 angeordnet, in welchem die Steuerschaltung zur Steuerung des Trainingsgeräts1 untergebracht ist. Der Sockel2 trägt ferner einen hydraulischen Widerstandsgeber12 , an dessen mechanischem Ausgang ein Schwenkelement13 angeordnet ist, welches um den Sitz3 für die Trainingsperson4 herumgeführt ist und an seinem freien Ende eine Schulterauflage14 trägt. Die Schulterauflage14 ist um eine Achse15 schwenkbar, die senkrecht zur Längserstreckung des Schwenkelements13 verläuft. Die Schulterauflage14 ist im Ausführungsbeispiel einteilig ausgeführt, sie kann aber auch mehrteilig, bevorzugt zweiteilig ausgeführt sein. Der Schwenkbereich der Schulterauflage14 ist so bemessen, dass eine Trainingsperson4 ohne weiteres auf dem Sitz3 Platz nehmen kann, und anschließend die Schulterauflage14 mit einer „Hand-über-Kopf-Bewegung" zu sich herunter schwenken kann, um die Schulterauflage14 in innigen Kontakt mit ihrem Schulter-Brustbereich zu bringen. Wenn die Schulterauflage14 , zweiteilig ausgeführt ist, kann die Trainingsperson mit jeweils einer Hand eine Hälfte der Schulterauflage14 in Körperkontakt bringen. Der Rücken der Trainingsperson4 wird im Schulterblattbereich von einer Schulterblattstütze16 abgestützt. Die Schulterblattstütze16 ist längsverschieblich in einer Führung17 gelagert, welche am Schwenkelement13 so angeordnet ist, dass sie senkrecht zur Trainingsperson4 und senkrecht zur Längserstreckung des Schwenkelements13 verläuft. Die Schulterblattstütze16 kann darüber hinaus höhenverstellbar sein, damit der Abstand zur Achse15 körpergerecht eingestellt werden kann. Die Schulterauflage14 wird von Handhebeln18 in Position gehalten, wobei Unterarmstützen19 eine komfortable Handhabung gewährleisten, zumal das Eigengewicht der Arme die Schulterauflage14 bereits in Position hält. Zum Training schließt die Trainingsperson4 die Schulterauflage14 um ihren Schulter- Brustbereich und hält innigen Kontakt mit Hilfe der Handhebel18 , durch welche die Schulterauflage14 eng am Körper gehalten wird und die Krafteinleitung beim Drehen durch den Oberkörper unterstützt. In dieser Position kann bei fixiertem Becken7 der Oberkörper gegenüber dem Unterkörper gegen die Widerstandskraft des Widerstandsgebers12 verdreht werden. Damit wird die Trainingsbewegung durchgeführt. - Ferner sind am Sockel
2 variable Fußstützen20 angeordnet, die ebenfalls verstellbar sein können. Die Verstellbarkeit der beschriebenen Sitz- Stütz- und Halteelemente ist so zu verstehen, dass die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung1 diese Verstellbarkeit zwar ermöglichen soll, dass aber die Möglichkeit der Verstellung nicht zwingend erforderlich ist. Diese Verstellmöglichkeit schließt selbstverständlich die Fixierung nach einer Verstellung mit geeigneten Mitteln ein, ohne dass auf die jeweilige konstruktive Verstell- und Fixierlösung abgestellt werden muss; dies soll im Ermessen des Fachmanns liegen. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn der hydraulische Widerstandsgeber12 am Sockel2 verstellbar gelagert ist. Seine Ausgangswelle stellt im einfachsten Fall die imaginäre Drehachse dar, um die sich das Schwenkelement13 verschwenken lässt. Diese Drehachse stimmt im Idealfall mit der Körper-Drehachse überein, um die der Körper der Trainingsperson4 beim Training gedreht werden soll. Da in der Praxis jedoch die Körper der Trainingspersonen selten genau senkrecht sitzen und in den seltensten Fällen die Drehachse ihres Körpers über die gesamte Drehbereich senkrecht ver läuft, ist es von besonderem Vorteil, wenn das Schenkelement13 eine so genannte Taumelbewegung ausführen kann. Um diese mehrdimensionale Bewegung durchführen zu können, wird der hydraulische Widerstandsgeber12 elastisch am Sockel2 so montiert, das er den Taumelbewegungen des Schwenkelements13 folgen kann. Derartig elastische Aufhängungen lassen sich durch Gummilagerungen, so genannte Silent-Blöcke22 realisieren. Selbstverständlich sind auch andere Montagearten vorstellbar, so kann das Schwenkelement13 auch über eine Art kardanische Aufhängung mit dem Widerstandsgeber12 verbunden sein. - Der hydraulische Widerstandsgeber
12 wirkt doppelseitig, d.h., er ist so aufgebaut, dass seine Widerstände, die er den von der Trainingsperson4 eingeleiteten Kräften entgegensetzt, in beiden Bewegungs- respektive Schwenkrichtungen unterschiedlich einstellbar sind. In der Praxis heißt das für die trainierende Person, dass sie bei Drehung ihres Oberkörpers im Uhrzeigersinn eine andere Reaktionskraft einstellen kann, als für die Bewegung im Gegen-Uhrzeigersinn. Ferner lassen sich die Startpositionen für die jeweilige Trainings-Ausgangsposition für jede Bewegungsrichtung frei wählen. Das heißt, die Festlegung der Startposition für eine Richtung verändert nicht zwangsläufig die Startposition für die resultierende andere Richtung. Für jede Trainingsbewegung sind also die Startposition und die Widerstandskraft beliebig frei wählbar, ohne dass deren individuelle Festlegung Einfluss auf die Startposition und die Widerstandskraft der jeweils anderen Trainingsbewegung hat. Die Einstellung dieser Parameter erfolgt über Einstellmittel21 , die sich bevorzugt in dem Kasten11 befinden, in welchem die Steuerschaltung für das Trainingsgerät1 untergebracht ist. Die Einstellmittel21 lassen sich somit auch während des Trainings von der Trainingsperson leicht bedienen. - Mit gestrichelt dargestellten Linien wird angedeutet, dass sich der Kasten
11 mit den Kniepolstern9 auch direkt am Sitz3 befestigt befinden kann. Ferner wird mit gestrichelten Linien die Schulterauflage14 dargestellt, wenn sie sich in der Position der Nichtbenutzung befindet. Mit Pfeilen bzw. Doppelpfeilen wird die Verstellbarkeit der verstellbaren Elemente angedeutet. -
- 1
- Trainingsgerät
- 2
- Sockel
- 3
- Sitz
- 4
- Trainingsperson
- 5
- Beckenpolster
- 6
- Gurt
- 7
- Becken
- 8
- Stützstrebe
- 9
- Kniepolster
- 10
- frontseitiges Kniepolster
- 11
- Kasten
- 12
- Widerstandsgeber
- 13
- Schwenkelement
- 14
- Schulterauflage
- 15
- Drehachse
- 16
- Schulterblattstütze
- 17
- Führung
- 18
- Handhebel
- 19
- Unterarmstütze
- 20
- Fußstützen
- 21
- Einstellmittel
- 22
- Silent-Blöcke
Claims (13)
- Trainingsgerät insbesondere zum Trainieren des Oberkörpers einer Trainingsperson, welches Gerät einen Sitz und ein relativ dazu bewegliches Schwenkelement aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (
3 ) drehstarr und das Schwenkelement (13 ) um eine Achse (A) drehbar ist, die im Wesentlichen der Körperachse (A) der Trainingsperson (4 ) entspricht, wobei die Schwenkbewegung des Schwenkelements (13 ) durch die Drehung des Oberkörpers der Trainingsperson (4 ) gegen die Reaktionskraft eines hydraulischen Widerstandsgeber (12 ) erfolgt. - Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schwenkwiderstand des hydraulische Widerstandsgebers (
12 ) darstellende Reaktionskraft einstellbar ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, dass der Schwenkwiderstand des Widerstandsgebers (
12 ) in wenigstens zwei Richtungen unterschiedlich einstellbar ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur weiteren Fixierung des Unterkörpers (
7 ) der Trainingsperson (4 ) Kniepolster (9 ) zur Aufnahme zwischen den Knien der Trainingsperson (4 ) mit dem Sitz (3 ) verbunden sind. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement (
13 ) an dem Widerstandsgeber (12 ) drehbar gelagert ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkelement (
13 ) an dem Widerstandsgeber (12 ) und/oder der Widerstandsgeber (12 ) am Sockel (2 ) taumelnd gelagert ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Schwenkelement (
13 ) eine Schulterauflage (14 ) derart gelagert ist, dass sie mit dem Oberkörper der Trainingsperson (4 ) in innigen Kontakt bringbar ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Schwenkelement (
13 ) eine Schulterblattstütze (16 ) längsverschieblich und/oder höhenverstellbar angeordnet ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kniepolster (
9 ) an einem Kasten (11 ) für die Steuerschaltung des Trainingsgeräts (1 ) angeordnet sind, und dass an dem Kasten (11 ) Einstellmittel (21 ) zur Einstellung der Reaktionskräfte und des Trainingsbereichs vorhanden sind. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Sockel (
2 ) Fußstützen (20 ) angeordnet sind. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sitz- Stütz- Halte- Befestigungs- und Schwenkelemente einstellbar sind.
- Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulterauflage (
14 ) mehrteilig ausgeführt ist. - Trainingsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der taumelnd am Sockel (
2 ) angeordnete Widerstandsgeber (12 ) mittels so genannter Silent-Blöcke (22 ) befestigt ist.
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2003
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