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DE10319541A1 - Halbleitervorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung - Google Patents

Halbleitervorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung Download PDF

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DE10319541A1
DE10319541A1 DE10319541A DE10319541A DE10319541A1 DE 10319541 A1 DE10319541 A1 DE 10319541A1 DE 10319541 A DE10319541 A DE 10319541A DE 10319541 A DE10319541 A DE 10319541A DE 10319541 A1 DE10319541 A1 DE 10319541A1
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DE10319541A
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Franz Kemper
Harry Hedler
Thorsten Meyer
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Infineon Technologies AG
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Infineon Technologies AG
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    • H10W40/10
    • H10W70/60
    • H10W70/68
    • H10W72/0198
    • H10W70/09
    • H10W70/099
    • H10W72/073
    • H10W72/241
    • H10W72/874
    • H10W72/9413
    • H10W74/117
    • H10W90/736

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  • Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung stellt eine Halbleitervorrichtung bereit, mit: einem Halbleiter-Chip (10), welcher eine Kontakteinrichtung (11) auf einer ersten Oberfläche zum Bereitstellen einer integrierten elektrischen Komponente aufweist; einer Trägereinrichtung (12) über den nicht mit der Kontakteinrichtung (11) versehenen Oberflächen des Halbleiter-Chips (10), welche sich seitlich über den Halbleiter-Chip (10) hinaus erstreckt; und einer strukturierten Umverdrahtungseinrichtung (13) zum elektrischen Verbinden der Kontakteinrichtung (11) des Halbleiter-Chips (10) mit einer Anschlusseinrichtung (14), wobei die strukturierte Umverdrahtungseinrichtung (13) auf der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips (10) und der entsprechenden Oberfläche der Trägereinrichtung (12) aufgebracht ist, und sich die Anschlusseinrichtung (14) seitlich über die Breite des Halbleiter-Chips (10) hinaus erstreckt. Die vorliegende Erfindung stellt ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Halbleitereinrichtung bereit.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halbleitervorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung, und insbesondere eine Substrat- bzw. Platinen-freie Umverdrahtungseinrichtung auf einem Chip oder ein Chip Scale Package (CSP).
  • Die Entwärmung eines Halbleiter-Chips bzw. eines Halbleiter-Packages bereitet gerade bei den mit der fortschreitenden Entwicklung steigenden Taktfrequenzen Probleme. Ein effektiver Pfad zur Wärmeabfuhr vom Chip zum Board erfolgt z.B. über Interconnect-Elemente, wie Solder Balls, und/oder über einen möglichen Underfil. Soll ein Underfil jedoch vermieden werden, verbleiben die Solder Balls (Lotkugeln) als wesentlicher Entwärmungspfad.
  • Die Wärmeabfuhr ist allerdings nur bei Lotkugeln gut, wenn sie so kurz wie möglich, d.h. insbesondere im Chip-Schatten bzw. der Chip-Breite, an den Chip gekoppelt sind. Wird eine Fan-out-Technologie verwendet, d.h. das Ball-out des Packages ist größer als der Chip-Schatten, tragen die Lotkugeln, welche im Fan-out-Bereich, d.h. außerhalb des Chip-Schattens, angeordnet sind nur sehr geringfügig zur Wärmeabfuhr bei. Zum einen liegt dies darin begründet, dass der Weg zwischen der Wärmequelle (Chip) und der Wärmesenke (kontaktierte Lotkugel) sehr lang ist. Zum anderen besteht der thermische Pfad meist aus thermisch schlecht leitenden Materialien, wie beispielsweise Polymeren, einer Leiterplatte, Mold- bzw. Gussmasse, usw. Ist der Chip sehr klein und das erforderliche Fan-out-Design der Umverdrahtungseinrichtung sehr groß, erfolgt eine schlechte Wärmeableitung. Derartige Halbleiter-Chips können bei erhöhter Leistungsaufnahme ein Zuverlässigkeitsrisiko darstellen.
  • Betrachtet man ein herkömmliches CSP gemäß 5, so weist dieses einen Halbleiter-Chip 10 mit einer Kontakteinrichtung 11 auf einer ersten Oberfläche auf. Mit der Kontakteinrichtung 11 auf der ersten Oberfläche verbunden ist eine strukturierte Umverdrahtungseinrichtung 13, welche unter Auslassung vorbestimmter Bereiche zum Aufbringen einer Anschlusseinrichtung 14 in Form von Lotkugeln (solder balls) mit einer elektrisch isolierenden Schicht 15 bedeckt ist. Auf der Rückseite, d.h. der mit der Kontakteinrichtung 11 versehenen Oberfläche abgewandten Seite, ist eine Schutzreinrichtung 12' auf den Halbleiter-Chip 10 aufgebracht.
  • Definitionsgemäß liegen bei einem solchen CSP alle Anschlusseinrichtungen 14, wie Lothügel, Lotkugeln, leitfähige Erhebungen, usw. im Chip-Schatten, d.h. sind in ihrer seitlichen Erstreckung auf die Breite des Chips 10 beschränkt. Der mögliche Kugelabstand der Anschlusseinrichtung 14 ist durch die Anzahl der einzelnen Kontaktelemente und die verfügbare Chip-Fläche begrenzt. So resultiert für eine hohe Pin-Anzahl und kleine Chips ein sehr kleiner Kontaktelementeabstand.
  • Der Hauptanteil der thermischen Kopplung zwischen Chip und der Umgebung erfolgt über die "Beine" des Chips zu dem nächsten Level des Boards. Kleine Chips verfügen lediglich über geringe Möglichkeiten der thermischen Kopplung, da entweder die Kugeln groß sind, dann sind nur wenige vorhanden, oder die Anzahl der Kugeln ist hoch, aber die Kugeln sind klein. Außerdem ist in vielen Anwendungsfällen die gewünschte Standard-Anschlusseinrichtungserstreckung größer als der Chip-Schatten, d.h. die Chip-Breite oder -Länge, so dass die bekannte CSP-Technologie, d.h. ein Fan-in-Design, nicht möglich ist.
  • Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Halbleitervorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung bereitzustellen, bei welcher eine Fan- out-Technologie bei dem Konzept einer Substrat- bzw. Platinen-freien Umverdrahtungseinrichtung auf einem Chip eingesetzt wird, um insbesondere die Entwärmung des Chips zu steigern.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Halbleitervorrichtung und durch das Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung nach Anspruch 10 gelöst.
  • Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht im wesentlichen darin, eine Trägereinrichtung bzw. einen Rahmen um den Chip vorzusehen, auf dessen bündig mit der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips abschließenden Unterseite ebenfalls Anschlusselemente außerhalb des Chip-Schattens angeordnet sind.
  • In der vorliegenden Erfindung wird das eingangs erwähnte Problem insbesondere dadurch gelöst, dass eine Halbleitervorrichtung bereitgestellt wird mit einem Halbleiter-Chip, welcher eine Kontakteinrichtung auf einer ersten Oberfläche zum Bereitstellen einer integrierten elektrischen Komponente aufweist; mit einer Trägereinrichtung über den nicht mit der Kontakteinrichtung versehenen Oberflächen des Halbleiter-Chips, welche sich seitlich über den Halbleiter-Chip hinaus erstreckt; und mit einer strukturierten Umverdrahtungseinrichtung zum elektrischen Verbinden der Kontakteinrichtung des Halbleiter-Chips mit einer Anschlusseinrichtung, wobei die strukturierte Umverdrahtungseinrichtung auf der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips und der entsprechenden Oberfläche der Trägereinrichtung aufgebracht ist, und sich die Anschlusseinrichtung seitlich über die Breite des Halbleiter-Chips hinaus erstreckt.
  • Auf diese Weise kann beispielsweise durch Übergießen eines Chips von der Rückseite bei abgedeckter Vorderseite des Chips, welche die Kontakteinrichtung aufweist, nachfolgend auf vorteilhafte Weise die herkömmlichen Herstellungsprozesse einer Umverdrahtungseinrichtung und des Aufbringens der Anschlusseinrichtung erfolgen.
  • In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des jeweiligen Erfindungsgegenstandes.
  • Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist die Trägereinrichtung eine thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung, insbesondere eine Metallschicht, auf. Eine solche Metallschicht ermöglicht eine bessere Wärmeverteilung bzw. Entwärmung des Halbleiter-Chips.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist über der elektrisch und/oder thermisch leitfähigen Einrichtung eine Schutzeinrichtung vorgesehen. Diese dient zur Verstärkung oder auch zur elektrischen Isolation der beispielhaften Metallisierung.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung erstreckt sich die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung in der Breite zumindest bis zur seitlichen Erstreckung der Anschlusseinrichtung. Eine weiter verbesserte Entwärmung des Fan-out Packages wird somit vorteilhaft gewährleistet.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung an ein vorbestimmtes elektrisches Potential angeschlossen. Die Kopplung an ein Abschirmpotential kann auf diese Weise erfolgen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung an die Anschlusseinrichtung angeschlossen. Dies birgt den Vorteil der Möglichkeit zur Nutzung der beispielhaften Metallfolie als gemeinsame, niederohmige Masseverbindung der verschiedensten Anschlusselemente der Anschlusseinrichtung.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist die strukturierte Umverdrahtungseinrichtung mindestens eine strukturierte Metallisierung und eine andersartig strukturierte elektrisch isolierende Schicht 15 auf.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die Trägereinrichtung, insbesondere die elektrisch und/oder thermisch leitfähige Einrichtung, über ein thermisch leitfähiges Klebemittel an den Halbleiter-Chip gekoppelt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Querschnittsansicht einer Halbleitervorrichtung in einem Zwischenschritt des Herstellungsprozesses zur Erläuterung einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine schematische Querschnittsansicht einer Halbleitervorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 3 eine schematische Querschnittsansicht eines Details einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 4 eine schematische Querschnittsansicht einer Halbleitervorrichtung zur Erläuterung einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
  • 5 eine schematische Querschnittsansicht einer bekannten CSP-Halbleitervorrichtung.
  • In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Bestandteile.
  • In 1 ist ein Halbleiter-Chip 10 mit einer Kontakteinrichtung 11 auf einer ersten Oberfläche dargestellt. Die Kontakteinrichtung 11 ist vorzugsweise zentral in einem mittleren Bereich des Halbleiter-Chips 10 angeordnet. Der Halbleiter-Chip 10 ist an den nicht mit der Kontakteinrichtung 11 versehenen Oberflächen des Halbleiter-Chips 10 von einer Trägereinrichtung 12 und/oder eine Schutzreinrichtung 12' umgeben. Vorzugsweise wird der Halbleiter-Chip 10 in die Trägereinrichtung durch Übergießen des Halbleiter-Chips 10 unter Abdeckung der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chip von der Rückseite der ersten Oberfläche her eingebracht. Die Unterseite der Trägereinrichtung schließt dann bündig mit der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips 10, welche mit der Kontakteinrichtung 11 versehen ist, ab.
  • In 2 ist eine Halbleitervorrichtung im Querschnitt gemäß 1, jedoch nach nachfolgenden Fertigungsschritten dargestellt. Auf die erste Oberfläche des Halbleiter-Chips 10 und der bündig dazu verlaufenden unteren Oberfläche der Trägereinrichtung 12 ist eine strukturierte Umverdrahtungseinrichtung 13 aufgebracht, welche mit der Kontakteinrichtung 11 des Halbleiter-Chips 10 verbunden ist. Über der Umverdrahtungseinrichtung 13 ist eine elektrisch isolierende Schicht 15 aufgebracht, welche Aussparungen zum Vorsehen einer Anschlusseinrichtung 14, vorzugsweise aus einer Vielzahl von Lotkugeln, aufweist. Auch die Anschlusseinrichtung 14 erstreckt sich dabei ebenso wie die Umverdrahtungseinrichtung 13 über den Chip-Schatten, d.h. die Breite des Halbleiter-Chips 10, hinaus.
  • Ein solches Substrat- bzw. Platinen-freies Fan-out Package gemäß 2 erlaubt eine Standard- Anschlusseinrichtungsabmessung (foot print), welche im allgemeinen größer als der Chip ist. Es erlaubt darüber hinaus, dass die Chip-Größe va riieren kann, beispielsweise bei fortschreitender Reduktion der Chip-Größe, wobei derselbe Package-Formfaktor und dieselbe Anschlusseinrichtungskonfiguration (ball out) verwendet werden kann. Zusätzlich zum rückseitigen Schutz 12' ist gemäß der Halbleitervorrichtung nach 2 auch ein Kantenschutz des Halbleiter-Chips gewährleistet. Eine derartige Fan-out Substrat- bzw. Platinen-freie Umverdrahtungseinrichtung auf einem Chip steigert die thermische Kopplung zwischen dem Package und einem anzuschließenden Board im Vergleich zu einem Stardard-CSP, welches als WLP ausgeführt ist. Da die Trägereinrichtung 12 bzw. der Rahmen um den Chip 10 typischerweise ein Polymer aufweist, ist der Beitrag der Anschlusseinrichtung 14 im äußeren Bereich A des Packages außerhalb des Chip-Schattens mit der Breite B nicht sehr groß. Die thermische Kopplung im Bereich des Chip-Schattens B ist höher.
  • In 3 ist schematisch der Querschnitt einer elektrisch und/oder thermisch leitfähigen Einrichtung 16 dargestellt, welche zur Verbesserung der Entwärmung der Halbleitervorrichtung gemäß 2 beitragen kann.
  • Gemäß 4 ist schematisch ein Querschnitt einer Halbleitervorrichtung gemäß 2, jedoch mit einer elektrisch und/oder thermisch leitfähigen Einrichtung 16 zwischen der Trägereinrichtung 12 und dem Halbleiter-Chip 10 dargestellt. Um den Aufbau gemäß 4 zu erhalten, wird der Halbleiter-Chip 10 vorzugsweise mit einem thermisch leitfähigen Klebemittel 17 in die vorgeformte elektrisch und/oder thermisch leitfähige Einrichtung 16 eingebracht, welche nachfolgend Teil der Trägereinrichtung 12, gegebenenfalls mit Schutzreinrichtung 12', über der Rückseite des Chips bzw. der thermisch und/oder elektrisch leitfähigen Einrichtung 16 wird. Die Umverdrahtungseinrichtung 13 mit darüber liegender Isolierschicht 15 und die Anschlusseinrichtung 14 in Aussparungen der Isolierschicht 15 wird wie oben aufgebracht.
  • Vorzugsweise erstreckt sich die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung 16 zumindest bis zur äußeren Erstreckung der Anschlusseinrichtung 14 oder über die gesamte Package-Breite. Die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung 16, beispielsweise eine vorgeformte Metallfolie, bildet somit eine integrierte Wärmeverteileinrichtung. Zur Verbesserung des thermischen Verhaltens, d.h. ein Herabsetzen der Chip-Temperatur durch eine bessere thermische Anbindung an das Board, kann eine solche thermische Verbesserung in eine Fan-out-Trägereinrichtung 12 integriert werden. Diese Hitzeverteilereinrichtung 16 kann den thermischen Pfad bis zu den äußeren Anschlusskontakten der Anschlusseinrichtung 14, z.B. Lötkugeln, vergrößern, welche ansonsten nur auf schlecht wärmeleitendem Polymer sitzen. Vorzugsweise wird als thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung 16 eine vorgeformte Metallfolie oder ein Blech eingesetzt, welches eine sehr hohe thermische Leitfähigkeit aufweist. Wählt man die Folie/Platte als thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung 16 ausreichend dick, so kann die Polymer-Einbettung, d.h. die Schutzreinrichtung 12', ausbleiben, und die Trägereinrichtung 12 besteht dann nur aus der thermisch und/oder elektrisch leitfähigen Einrichtung 16.
  • Die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung 16 kann darüber hinaus auch elektrische Funktionen übernehmen. Dabei besteht die Möglichkeit der Kontaktierung der Folie mit einem Abschirmpotential, die Nutzung der Folie als gemeinsame, niederohmige Massenverbindung verschiedenster Anschlusselemente der Anschlusseinrichtung 14 oder die Nutzung für funktionale Anschlüsse, beispielsweise zur bewussten Abstrahlung eines Signals (Antenne). Auf Basis einer solchen Doppelfunktion lässt sich ein leistungsfähiges Package bzw. Gehäuse mit hoher thermischer und elektrischer Performance realisieren.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar.
  • So sind insbesondere andere Gestaltungsformen als die mit Bezug auf 3 und 4 erläuterten thermisch und/oder elektrisch leitfähigen Einrichtungen 16 über dem Chip 10 vorstellbar. Außerdem ist bei einer Ausführungsform gemäß 4 davon auszugehen, dass zwischen der thermisch und/oder elektrisch leitfähigen Einrichtung 16 und der umstrukturierten Umverdrahtungseinrichtung 13 eine elektrisch isolierende Schicht vorgesehen ist. Darüber hinaus wird die Herstellung einer erfindungsgemäßen Substrat- bzw. Platinen-freien Umverdrahtungseinrichtung auf einem Chip als Package zur Steigerung der Kosteneffektivität auf Wafer-Ebene, d.h. auf Basis eines multi-die Levels, angegangen. In diesem Fall wird eine große Anzahl von Chips in einem Schritt eingebettet und nach einer Separierung nach Beendigung der Fertigstellung, z.B. gemäß 4, als eine WLP-Einheit eingesetzt.
  • 10
    Halbleiter-Chip
    11
    Kontakteinrichtung, vorzugsweise Kontakt-Pads
    12
    Trägereinrichtung
    12'
    Schutzeinrichtung
    13
    Umverdrahtungseinrichtung, z.B. strukturierte Leiterb.
    14
    Anschlusseinrichtung, z.B. Lotkugeln (solder balls)
    15
    elektrisch isolierende Schicht
    16
    elektrisch und/oder thermisch leitfähige Einrichtung,
    z.B. geformte Metallfolie
    17
    thermisch leitfähiges Klebemittel
    A
    peripherer Bereich außerhalb des Chip-Schattens
    B
    Breite des Halbleiterchips bzw. Chip-Schatten

Claims (12)

  1. Halbleitervorrichtung mit: einem Halbleiter-Chip (10), welcher eine Kontakteinrichtung (11) auf einer ersten Oberfläche zum Bereitstellen einer integrierten elektrischen Komponente aufweist; einer Trägereinrichtung (12) über den nicht mit der Kontakteinrichtung (11) versehenen Oberflächen des Halbleiter-Chips (10), welche sich seitlich über den Halbleiterchip (10) hinaus erstreckt; und einer strukturierten Umverdrahtungseinrichtung (13) zum elektrischen Verbinden der Kontakteinrichtung (11) des Halbleiter-Chips (10) mit einer Anschlusseinrichtung (14), wobei die strukturierte Umverdrahtungseinrichtung (13) auf der ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips (10) und der entsprechenden Oberfläche der Trägereinrichtung (12) aufgebracht ist, und sich die Anschlusseinrichtung (14) seitlich über die Breite des Halbleiter-Chips (10) hinaus erstreckt.
  2. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung (12) eine thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung (16), insbesondere eine Metallschicht, aufweist.
  3. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass über der elektrisch und/oder thermisch leitfähigen Einrichtung (16) eine Schutzeinrichtung (12') vorgesehen ist.
  4. Halbleitervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung (16) sich in der Breite zumindest bis zur seitlichen Erstreckung der Anschlusseinrichtung (14) erstreckt.
  5. Halbleitervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung (16) an ein vorbestimmtes elektrisches Potential angeschlossen ist.
  6. Halbleitervorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die thermisch und/oder elektrisch leitfähige Einrichtung (16) an die Anschlusseinrichtung (14) angeschlossen ist.
  7. Halbleitervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Umverdrahtungseinrichtung (13) mindestens eine strukturierte Metallisierung und eine andersartig strukturierte elektrisch isolierende Schicht (15) aufweist.
  8. Halbleitervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung (12), insbesondere die elektrisch und/oder thermisch leitfähige Einrichtung (16), über ein thermisch leitfähiges Klebemittel (17) an den Halbleiter-Chip (10) gekoppelt ist.
  9. Halbleitervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Fan-out Wafer Level Package- Aufbau aufweist.
  10. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung mit den Schritten: Einbetten eines Halbleiter-Chips (10), welcher eine Kontakteinrichtung (11) auf einer ersten Oberfläche des Halbleiter-Chips (10) aufweist, in eine Trägereinrichtung (12), welche sich seitlich über den Halbleiter-Chip (10) hinaus erstreckt, unter Ankopplung der nicht mit der Kontakteinrichtung (11) versehenen Oberflächen des Halbleiter-Chips (10); Aufbringen einer strukturierten Umverdrahtungseinrichtung (13) auf die erste Oberfläche des Halbleiter-Chips (10) und der entsprechenden, dazu bündigen Oberfläche der Trägereinrichtung (12) unter elektrischer Kontaktierung der Kontakteinrichtung (11) des Halbleiter-Chips (10); und Aufbringen einer Anschlusseinrichtung (14) auf die Umverdrahtungseinrichtung (13), welche sich ebenfalls seitlich über die Breite des Halbleiter-Chips (10) hinaus erstreckt.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinrichtung (12) bei der Einbettung des Halbleiter-Chips aus einer elektrisch und/oder thermisch leitfähigen Einrichtung (16), vorzugsweise einer Metallschicht, besteht, welche in einem nachfolgenden Schritt vorzugsweise zumindest abschnittsweise mit einer Schutzeinrichtung (12') umgeben wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Halbleiter-Chips (10) parallel auf Wafer-Level hergestellt werden, welche nachfolgend separiert werden.
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