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Die
Erfindung betrifft eine Vollauszug-Ausziehführung mit einer erhöhten seitlichen
Stabilität nach
dem Oberbegriff der unabhängigen
Ansprüche.
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Solche
Vollauszug-Ausziehführungen
werden für
ausziehbare Möbelteile,
z.B. Möbelschubladen
oder Arbeitsplatten, eingesetzt, wobei eine Führungsschiene der Vollauszug-Ausziehführung an
einem feststehenden Teil, wie dem Möbelkorpus befestigt ist und
eine weitere Führungsschiene
an dem ausziehbaren Möbelteil
selbst befestigt ist. Je nach Größe und Gewicht
des auszuziehenden Möbelteils muss
die Vollauszug-Ausziehführung
dabei vor allem durch die Schwerkraft bedingte Vertikalkräfte aufnehmen,
sowie eine sichere seitliche Führung
gewährleisten.
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Es
sind Vollauszug-Ausziehführungen
aus dem Stand der Technik bekannt, wie beispielweise aus der
AT 407 001 B . Bei
der dort gezeigten Vollauszug-Ausziehführung sind
eine erste und dritte Führungsschiene
nahezu U-förmig ausgeführt und
weist mit dem offenen Seiten des „U" horizontal in die gleiche Richtung.
Die mittlere Führungsschiene
ist ebenfalls U-förmig
ausgebildet und greift zwischen die U-Schenkel der ersten und dritten
Führungsschiene, wobei
zu beiden Seiten jedes U-Schenkels der mittleren Führungsschiene
Laufrollen angeordnet sind, mittels denen die Führungsschienen verschiebbar geführt werden.
Eine solche Form ergibt ein hohes Wiederstandsmoment in der Höhe, so kann
die Vollauszug-Ausziehführung
einen größeren Schwerlast tragen.
Doch ist die mittlere Führungsschiene
nicht optimiert, da eine U-förmige
Führungsschiene
ein geringeres Wiederstandsmoment in Quer-Richtung aufweist.
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Zur
Beseitigung dieses Mangels wurde durch die
DE 199 31 842 A1 eine Vollauszug-Ausziehführung, die
eine mittlere Führungsschiene
mit einem Tragsteg dreieckförmig
angeordnete Lauffläche
aufweist, an denen jeweils ein zylindrischer Wälzkörper anliegt. Im Gegensatz
zu der Verwendung von horizontalen und flachen Laufflächen, dient das
Dreieck als seitlicher Stabilisator.
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Der
Nachteil bei der in der
DE
199 31 842 A1 gezeigten Vollauszug-Ausziehführung ist, dass diese Konstruktion
mehr Material und mehr Einbauraum braucht als die für die zu
vor beschriebene Vollauszug-Ausziehführung.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Vollauszug-Ausziehführung der
zuvor beschriebenen Art so zu gestalten und weiterbilden, dass das Wiederstandsmoment
in Querrichtung erhöht
wird, um eine verbesserte seitliche Stabilität zu bekommen und gleichzeitig
möglichst
wenig Material zu verwenden, um das gesamte Gewicht beizubehalten
oder gar zu reduzieren, wobei der Einbauraum der Ausziehführung nicht
vergrößert werden
soll.
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Diese
Aufgabe wird mit einer Vollauszug-Ausziehführung mit den Merkmalen der
unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
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Es
ist aus der Balkentheorie bekannt, dass ein hohes Wiederstandsmoment
in Hoch-Richtung durch eine U-förmige
Schiene in Hochkant-Anordnung ergeben wird und dass ein hohes Wiederstandsmoment
in Quer Richtung durch eine U-förmige Schiene
liegend ergeben wird.
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Die
erfundene mittlere Führungsschiene
ist eine Kombination von liegenden und stehenden U-förmigen Schienen,
damit ihr Wiederstandsmoment in beide Richtungen, Hoch und Quer,
maximal wird. Es ergibt eine C-förmige
Führungsschiene.
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Die
Schenkel der C-förmige
Führungsschiene
sind so gebogen, dass etwa ein 90° Winkel
zwischen dem Schenkel und der horizontalen Fläche der C-förmige Führungsschiene entsteht. Solche
Schenkel erhöhen
die seitliche Stabilität
der Vollauszug-Ausziehführung
um mehr als 50%.
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Um
das Gewicht der erfundenen mittleren Führungsschiene im Vergleich
mit dem einer konventionellen U-förmigen mittleren Führungsschiene
nicht zu erhöhen,
kann das verwendete Material dünner sein.
Das benachteiligt das Wiederstandsmoment in Hoch-Richtung nur wenig
im Vergleich mit der Erhöhung
des Wiederstandsmoments in Quer-Richtung.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung besteht die mittlere Führungsschiene aus einer Kombination
einer liegenden und einer stehenden U-förmigen
Führungsschiene.
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Dabei
kann die liegende U-förmige
Führungsschiene
an einem oder beiden Enden des Tragstegs der stehenden U-förmigen Führungsschiene ausgebildet
sein.
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Insbesondere
schließt
dabei der freie Schenkel der liegenden U-förmigen Führungsschiene etwa einen 90° Winkel mit
der horizontalen Fläche
der mittleren Führungsschiene
auf.
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Hierbei
wird bevorzugt, dass die Wälzkörper zwischen
der Korpusführungsschiene
bzw. der Schubladenführungsschiene
und der mittleren Führungsschiene
nicht an einer der Schienen gelagert sind, also mit diesen nicht
fest verbunden sind. Die Wälzkörper laufen
statt dessen im Wesentlichen frei zwischen den jeweiligen Schienen
und sind bevorzugt in herkömmlichen
Käfigen
aneinander gekoppelt. Hierbei können
alle Plätze
des Käfigs
belegt sein, aber es kann auch ein Platz oder mehrere Plätze frei
bleiben, je nach Art und Höhe
der zu erwartenden Belastung.
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Die
Wälzkörper sind
insbesondere als zylindrische Laufrollen ausgebildet und zueinander
konventionell rechtwinkelig zwischen allen sich gegenüber liegenden
Schienen angeordnet, so dass die Achsen der Laufrollen dann teils
vertikal, teils horizontal zu liegen kommen.
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Insbesondere
ist bei den freien Schenkeln der mittleren Führungsschiene keine Lauffläche für eine Laufrolle
vorgesehen, da der Hauptzweck der freien Schenkel die Erhöhung des
Widerstandsmoments in Querrichtung zur Ausziehrichtung der Schublade
(Biegung um Hochachse der mittleren Führungsschiene) ist, nicht aber
die Schaffung von Laufflächen
für Laufrollen.
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Es
ist aber in einer Weiterbildung der Erfindung auch möglich die
zur Erhöhung
des Widerstandsmoments in der Hochachse vorgesehenen freien Schenkel
mindestens teilweise als Laufflächen für Laufrollen
zu benutzen.
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Bevorzugt
ist die mittlere Führungsschiene im
Wesentlichen symmetrisch zu ihrer Längsachse und Querachse ausgebildet,
nicht aber zu ihrer Hochachse, kann aber in einer anderen Ausführungsform auch
nicht symmetrisch hierzu ausgebildet sein.
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In
einer Weiterbildung der Erfindung besitzt die mittlere Führungsschiene
eine oder mehrere Kröpfungen
und/oder Versteifungssicken, insbesondere im Bereich der Symmetrienlinie
der Querachse.
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Bevorzugt
ist die mittlere Führungsschiene im
Querschnitt C-förmig
ausgebildet, jedoch kann diese auch andere Formen annehmen, wie
zum Beispiel S-förmig
so dass ausgehend von der C-Form eine Hälfte der mittleren Führungsschiene
umgekehrt, also spiegelsymmetrisch zur Hochachse der mittleren Führungsschiene
ausgebildet ist, wobei die obere und untere Hälfte des auf diese Art und
Weise entstandenen unvollständigen
S-Rohprofils über
einen schrägen
oder horizontalen Verbindungssteg miteinander verbunden werden.
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Sowohl
die Schubladenführungsschiene,
als auch die Korpusführungsschiene
können
ebenso wie die Mittelschiene Abkröpfungen und Abknickungen besitzen,
insbesondere in dem Bereich, der den horizontalen, äußeren Schenkeln
der Mittelschiene gegenüber
liegt, so dass z.B. die Schubladen- und die Korpusschiene 5-kantig
ausgebildet sind.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform näher beschrieben,
die jedoch nur beispielhaft, nicht aber einschränkend aufzufassen sein soll.
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Es
zeigen:
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1 : eine Querschnittsansicht
durch ein erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Ausziehführung
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2 : eine isometrische Ansicht
durch ein erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Ausziehführung
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3 : eine Kombination von
Schienen, die ein hohes Wiederstandsmoment in Hoch- und Quer-Richtung
ergibt
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4 : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer anderen Laufrollenanordnung, bei dem nur die obere Hälfte der
Vollauszug-Ausziehführung
gezeigt ist
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5 : eine Ansicht des ersten
Ausführungsbeispiels,
mit einer anderen Schubladen- und Korpusführungsschiene, bei dem nur
die Führungsschienen
gezeigt sind
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6 : eine Ansicht des ersten
Ausführungsbeispiels,
mit einer symmetrischen mittleren Führungsschiene, bei dem nur
die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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7 : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer unsymmetrischen mittleren Führungsschiene, bei dem nur
die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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8 : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer mittleren Führungsschiene mit
einer Kröpfung,
bei dem nur die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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9a : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer mittleren Führungsschiene
mit weiteren Versteifungssicken, bei dem nur die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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9b : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer mittleren Führungsschiene
mit weiteren Versteifungssicken, bei dem nur die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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9c : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer mittleren Führungsschiene
mit weiteren Versteifungssicken, bei dem nur die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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10 : eine Ansicht des ersten
Ausführungsbeispiels,
mit einer symmetrischen mittleren Führungsschiene mit einer umgedrehten
Seite, bei dem nur die mittlere Führungsschiene gezeigt ist
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11 : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer symmetrischen mittleren Führungsschiene, wobei die Schenkel
in einer anderen Richtung gebogen sind, bei dem nur die mittlere Führungsschiene
gezeigt ist
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12 : eine Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels,
mit einer mittleren Führungsschiene,
wobei ein Schenkel in einer anderen Richtung gebogen ist, bei dem
nur die mittlere Führungsschiene gezeigt
ist.
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In 1 ist eine Querschnittsansicht
durch ein erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Ausziehführung 1,
in Auszugsrichtung 31 bzw. Einzugsrichtung 32 der
Schublade gesehen, die senkrecht zur Papierebene der 1 verläuft.
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Die
Ausziehführung 1 der
Schublade ist in an sich bekannter Weise ausgebildet und beinhaltet
die Schienen 15, 17, 19 mit jeweils dazwischen
liegenden Wälzkörpern 6–13,
wobei die Korpusführungsschiene 17 über einen
Befestigungswinkel 3 mit dem Möbelkorpus 2 fest verbunden
ist und die Schubladenführungsschiene 15 fest
mit der Schublade bzw. deren Schubladenboden 5 über eine
in 1 nicht näher dargestellte
Brücke
zu einer Schubladenseitenwand 4 in Form eines profilierten
Dekors verbunden ist.
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Zwischen
der fest stehenden Korpusführungsschiene 17 und
der linear in den Bewegungsrichtungen 31, 32 beweglichen
Schubladenführungsschiene 15 ist
die ebenfalls in den Bewegungsrichtungen 31, 32 bewegliche
erfindungsgemäße mittlere Führungsschiene 19 angeordnet.
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Zwischen
der fest stehenden Korpusführungsschiene 17 und
der beweglichen mittleren Führungsschiene 19 sind
die Wälzkörper 10–13 angeordnet,
auf denen sich die Schienen 17, 19 zueinander
bewegbar abstützen.
Die Wälzkörper 10 und 13 haben
dabei eine virtuelle vertikale Achse, die Wälzkörper 11 und 12 eine
virtuelle horizontale Achse.
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Analog
verhält
es sich mit der mittleren Führungsschiene 19 und
der Schubladenschiene 15. Zwischen der beweglichen mittleren
Führungsschiene 19 und
der relativ hierzu beweglichen Schubladenschiene 15 sind
die Wälzkörper 6–9 angeordnet, auf
denen sich die Schienen 19, 15 zueinander bewegbar
abstützen.
Die Wälzkörper 6 und 9 haben
dabei eine virtuelle vertikale Achse, die Wälzkörper 7 und 8 eine
virtuelle horizontale Achse.
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In
diesem Beispiel sind die beiden Schienen 15 und 17 nahezu
quadratisch bzw. rechteckförmig im
Querschnitt ausgebildet und besitzen lediglich noch jeweils eine
Durchtrittsöffnung 33, 34 für den vertikalen
Hauptschenkel 35 der C-förmigen Mittelschiene 19.
An das obere und untere freie Ende des vertikalen Hauptschenkels 35 schließen sich
jeweils ein horizontaler Hauptschenkel 36, 37 an,
die nach rechts in 1 weisen.
Am jeweiligen freien Ende der horizontalen Hauptschenkel 36, 37 schließen sich
wiederum vertikale Schenkel 28a, 28b an, die auf
einander zu in Richtung Zentrum des Profils der Mittelschiene 19 weisen.
Die Schenkel 28a, 36, 35, 37 und 28b sind
bevorzugt aus einem Material einstückig hergestellt und schließen zwischen
sich jeweils etwa einen Winkel von ca. 90° ein.
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Um
nun die Mittelschiene 19 jeweils in Position in den Innenräumen 38, 39 der
Schienen 15 und 17 zu halten, sind die Wälzkörper 6–13 nahezu
ohne Spiel dazwischen angeordnet. Hierbei wird ein seitliches Ausweichen
der Mittelschiene 19 durch die vertikal angeordneten Wälzkörper 6 und 9 zwischen
den Schienen 15 und 19 im oberen Bereich vermieden und
ebenso durch die vertikal angeordneten Wälzkörper 10 und 13 zwischen
den Schienen 17 und 19 im unteren Bereich, so
dass eine Bewegung der Schublade in den Richtungen 31, 32 möglich ist.
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Ein
Ausweichen der Mittelschiene 19 nach oben und unten in 1 wird durch die horizontal
angeordneten Wälzkörper 7 und 8 zwischen
den Schienen 15 und 19 im oberen Bereich vermieden
und ebenso durch die horizontal angeordneten Wälzkörper 11 und 12 zwischen
den Schienen 17 und 19 im unteren Bereich, so dass
wiederum eine Bewegung der Schublade in den Richtungen 31, 32 möglich ist.
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Alle
Wälzkörper 6–13 sind
in der Ausführung nach 1 innerhalb des Innenraums 38, 39 der Schienen 15 bzw. 17 angeordnet,
um einen minimalen Bauraum zu ermöglichen. Ebenso laufen die Wälzkörper 8, 9, 12, 13 an
den im Innenraum 40 auf deren inneren Oberflächen des
C-Profils der Mittelschiene 19 ab, was zu einer zusätzlichen
Bauraumerniedrigung führt.
Die Wälzkörper 6 und 10 sind
im Vergleich zu den übrigen
Wälzkörpern 7–9 und 11–13 mit
kleinerem Durchmesser ausgestattet, wodurch Bauraum eingespart wird,
und laufen auf den äußeren Oberflächen des
C-Profils der Mittelschiene 19 ab.
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Die
gesamte Anordnung aller Schienen 15, 17 und 19,
sowie deren dazwischen liegenden Wälzkörper 6–13 befindet sich im Wesentlichen
im Innenraum 41 des Dekors 4, so dass kein zusätzlicher Bauraum
benötigt
wird und dort die Schienen 15, 17, 19 vor
Beschädigungen
und Funktionsausfall geschützt
vorliegen.
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2 zeigt die Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Ausziehführung nach 1 in einer perspektivischen
Ansicht, wobei der Möbelkorpus 2 weg
gelassen wurde.
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Die
3 soll das Prinzip der Erfindung grundsätzlich erläutern, wo
eine Kombination von Grundformen von Schienen dargestellt ist, wodurch sich
ein hohes Wiederstandsmoment in Hoch- und Quer-Richtung ergibt,
wobei die Quer-Richtung
insbesondere wichtig ist, da hier beim Stand der Technik Mängel zu
beobachten waren. Die klassische stehende C-förmigen Schiene
26,
aus der
AT-407001 B bekannt,
wird erfindungsgemäß kombiniert
(„+"-Zeichen) mit zwei
liegenden C-förmigen
Schienen
27a und
27b, so dass sich daraus die
rechts vom „="-Zeichen befindliche
erfindungsgemäße Mittelschiene
19 ergibt,
die ein erhöhtes
Widerstandsmoment in Querrichtung um die Hochachse
42 hat.
Gegenüber
der Grundform der C-förmigen
Schiene
26 hat die erfindungsgemäße Mittelschiene
19 zwei
an den freien Enden der horizontalen Schenkeln
36,
37 angeordneten
Schenkeln
28a,
28b, wodurch die höhere Seitenstabilität um die
Hochachse
42, aber auch um die Querachse
43 erzielt
wird. Die Schenkel
36,
37 sind zu den Schenkeln
28 etwa
im 90°-Winkel
angeordnet, ebenso die Schenkel
36,
37 zum Hauptschenkel
35 der
C-förmigen
Mittelschiene
19. Durch die Schenkel
28a und
28b kommt
man näher
an ein geschlossenes, rechteckförmiges
Profil für
die Mittelschiene
19 heran, und deren Stabilität.
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4 zeigt eine Abwandlung
des ersten Ausführungsbeispiels
nach 1, mit einer anderen Laufrollenanordnung,
bei dem aber nur die obere Hälfte
der Vollauszug-Ausziehführung 1 gezeigt
ist, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Bauelemente darstellen,
wie in 1.
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Statt
dem Wälzkörper 9 mit
vertikaler virtueller Achse, der zwischen den inneren Oberflächen der Schubladenschiene 15 und
der Mittelschiene 19 sich befindet, ist nun eine etwas
längere
und im Durchmesser kleinere Laufrolle 14 vorgesehen. Diese Laufrolle 14 wälzt sich
zwar immer noch auf der aber inneren Oberfläche der Schubladenschiene 15 ab, jedoch
im Gegensatz zur Ausführung
nach 1 nicht mehr auf
der inneren Oberflächen
der Mittelschiene 19, sondern auf deren äußeren Oberfläche und
genauer der äußeren Oberfläche des
erfindungsgemäßen vertikalen
Schenkels 28. Analoges gilt für die nicht dargestellte Laufrolle 14 im
unteren Teil der Anordnung, so dass eine Spiegelsymmetrie des Querschnitts
nach 4 um die Querachse 43 vorliegt.
Alle übrigen
Bauteile und insbesondere Wälzkörper 6–8 und 10–12 sind
identisch mit denen der Ausführung
nach 1.
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5 zeigt eine Ausziehführung mit
der identischen Mittelschiene 19 nach den 1-4,
jedoch mit einer abgewandelten Schubladen- 16 und Korpusführungsschiene 18,
wobei nur die Schienen 16, 18, 19 gezeigt
sind und die Wälzkörper 6–14 aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellt sind. Die Schubladen- 16 und Korpusführungsschiene 18 sind
hierbei im Querschnitt 5-eckig
ausgebildet, also im Vergleich zu der Schubladen- 15 und
Korpusführungsschiene 17 sind
die äußeren Ecken
abgeflacht. Auch kann der Querschnitt der Schienen 16, 18 eine andere
Anzahl von Ecken aufweisen (z.B. 7,9,11, etc). Natürlich können diese
Abflachungen 53 auch ohne Ecken ausgeführt sein, so dass eine beliebige Rundung
mit einem Radius oder einer freien Kurve erfolgt. Durch die Abflachungen
kann wiederum Bauraum eingespart werden.
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In
den 6-12 sind nun verschiedene Formen der erfindungsgemäßen Mittelschiene 19 dargestellt.
Es ist für
den Fachmann jedoch ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung
nicht auf diese beispielhaften Ausführungsformen eingeschränkt sein soll,
sondern Abweichungen davon im Rahmen der übrigen Offenbarung ebenso geschützt sein
sollen.
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6 zeigt die Mittelschiene 19,
die bereits in den vorhergehenden 1-5 dargestellt wurde, mit
dem vertikalen Hauptschenkel 35, an dessen freien Enden
sich jeweils ein oberer 36 und unterer horizontaler Hauptschenkel 37 unter
einem Winkel von 90° anschließen, an
deren freien Enden wiederum sich jeweils ein oberer 28a und
unterer vertikaler Schenkel 28b unter einem Winkel von
etwa 90° anschließen, wobei
die Schenkel 28 aufeinander zu in das Zentrum der C-förmigen Mittelschiene 19 zeigen, also
in Richtung Querachse 43.
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Diese
C-förmige
Mittelschiene 19 hat im Vergleich zum Stand der Technik
einer C-förmigen Mittelschiene
ohne die vertikalen Schenkel 28a und 28b ein wesentlich
erhöhtes
Widerstandsmoment um die Hochachse 42, um die Querachse 43,
als auch um die senkrecht auf beiden Achsen 42, 43 stehende Längsachse 44 der
Mittelschiene, was zu einer wesentlich geringeren Verbiegung, insbesondere
unerwünschten
seitlichen Verbiegung um die Hochachse 42 führt.
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7 zeigt eine Mittelschiene 20,
die gegenüber
der Mittelschiene 19 von 6 einen
asymmetrischen, längeren
unteren horizontalen Hauptschenkel 45 aufweist. Hier ist
das Widerstandsmoment um die Hochachse 42 noch einmal erhöht, jedoch
geht dies zu Lasten eines vergrößerten Bauraumes,
was nicht erwünscht
ist. Natürlich
kann auch der obere horizontale Hauptschenkel 36 asymmetrisch
verlängert
sein, oder die Verlängerung
des Schenkels 45, 36 sich teilweise auf die andere
(linke) Seite des vertikalen Hauptschenkels 35 erstrecken.
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8 zeigt eine Mittelschiene 21,
die gegenüber
der Mittelschiene 19 von 6 eine
Abkröpfung 45 aufweist,
etwa in der Mitte der Längserstreckung des
vertikalen Hauptschenkels 46, wobei die Abkröpfung 45 aus
dem Zentrum der C-förmigen Schiene 21 heraus
geformt ist. Der gesamte obere Teil der Mittelschiene 21 ist
oberhalb der Abkröpfung 45 in
einer ersten, dickeren Materialstärke ausgeführt ist, der untere Teil der
Mittelschiene 21 aber in einer zweiten, dünneren Materialstärke ausgeführt ist.
In einer anderen Ausführung
kann die Abkröpfung 45 sich
in das Zentrum der Mittelschiene 21 erstrecken und/oder die
beiden Materialstärken örtlich vertauscht
werden. Auch sind natürlich
mehr als eine Abkröpfung 45 in anderen
Ausführungen
möglich,
je nach Anwendungsfall.
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9a, 9b und 9c zeigen
verschiedene Möglichkeiten
der Einpressung verstärkender
Sicken 47–49 in
den mittleren Bereich der vertikalen Hauptschenkel 35 der
Mittelschienen 22–24.
Die Form der Sicken 47–49 ist
quadratisch, kreisförmig
und rechteckförmig,
kann aber jede beliebige geeignete andere Form annehmen. Die Richtung
der Verformung der Sicken 47–49 kann aus dem Innenraum 40 des C-Profils
der Mittelschienen 22–24 erfolgen,
oder in diesen hinein erfolgen.
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10 zeigt nun einen Spezialfall
einer Abwandlung der C-förmigen
Mittelschiene 19 nach den 1-6, wobei der Querschnitt
der Mittelschiene 25 nicht mehr spiegelsymmetrisch zur
Querachse 43 ist, wie bei den Mittelschienen 19 und 22–24 und
ggf. 21, sondern punktsymmetrisch zu dem Schnittpunkt 50 der
Querachse 43 mit einem schrägen Verbindungsschenkel 51,
so dass das Profil der Mittelschiene 25 nunmehr S-förmig ausgebildet
ist. In einer anderen Ausführungsform
kann dieser Verbindungsschenkel 51 auch flacher oder steiler
zwischen den beiden Teilen des vertikalen Hauptschenkels 52a, b liegen, oder
gar vollkommen horizontal liegen. In anderen Ausführungsformen
kann das „S" auch asymmetrisch sein,
so dass der obere Innenraum 40a des „S" zum unteren Innenraum 40b des „S" unterschiedlich
groß und/oder
unterschiedlich geformt ist.
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In
den 11 und 12 sind noch weitere Ausgestaltungen
der C-förmigen
Mittelschiene 19 in Form der Mittelschienen 29 und 30 dargestellt,
wobei die vertikalen Schenkel 28 in andere Richtungen gebogen
sind. So ist der obere Schenkel 28a der Mittelschiene 29 nach
oben gebogen, der untere Schenkel 28b nach unten gebogen,
so dass beide Schenkel 28 voneinander weg und von dem Innenraum 40 weg zeigen.
Die Mittelschiene 30 hat einen gleichen Schenkel 28a,
jedoch ist der untere Schenkel 28b nach innen oben in Richtung
Innenraum 40 gebogen. Natürlich können auch beide Schenkel 28a und 28b nach
Innen zeigen, oder die Schiene 30 auf den Kopf gestellt
werden.
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Die
Erfindung betrifft also eine Vollauszug-Ausziehführung für ausziehbare Möbelteile,
mit mindestens drei Führungsschienen,
wobei die Korpusschiene an dem Möbelkorpus
und die Schubladenschiene an dem ausziehbaren Möbelteil befestigt sind, wobei
die zwischen Korpus- und Schubladenschiene mittlere Führungsschiene
eine Kombination von liegenden und stehenden U-förmigen Führungsschienen aufweist und
damit eine stabile vertikale S- oder C-Form im Querschnitt besitzt.
Hierdurch wird eine verbesserte Seitenstabilität unter geringem Materialeinsatz
erzielt, wobei Gewicht und Einbauraum etwa beibehalten bleiben können.
-
- 1
- Vollauszug-Ausziehführung
- 2
- Möbelkorpus
- 3
- Befestigungswinkel
- 4
- Schubladenseitenwand
- 5
- Schubladenboden
- 6
- Laufrolle
- 7
- Laufrolle
- 8
- Laufrolle
- 9
- Laufrolle
- 10
- Laufrolle
- 11
- Laufrolle
- 12
- Laufrolle
- 13
- Laufrolle
- 14
- Laufrolle
- 15
- Schubladenführungsschiene
- 16
- Schubladenführungsschiene
- 17
- Korpusführungsschiene
- 18
- Korpusführungsschiene
- 19
- mittlere
Führungsschiene
- 20
- mittlere
Führungsschiene
- 21
- mittlere
Führungsschiene
- 22
- mittlere
Führungsschiene
- 23
- mittlere
Führungsschiene
- 24
- mittlere
Führungsschiene
- 25
- mittlere
Führungsschiene
- 26
- stehende
U-förmige
Führungsschiene
- 27
- liegende
U-förmige
Führungsschiene, 27a, 27b
- 28
- Schenkel, 28a, 28b
- 29
- mittlere
Führungsschiene
- 30
- mittlere
Führungsschiene
- 31
- Auszugsrichtung
- 32
- Einzugsrichtung
- 33
- Durchtrittsöffnung
- 34
- Durchtrittsöffnung
- 35
- vertikaler
Hauptschenkel der Mittelschiene
- 36
- oberer
horizontaler Hauptschenkel der Mittelschiene
- 37
- unterer
horizontaler Hauptschenkel der Mittelschiene
- 38
- Innenraum
von 15
- 39
- Innenraum
von 17
- 40
- Innenraum
der Mittelschiene
- 41
- Innenraum
von 4
- 42
- Hochachse
der Mittelschiene
- 43
- Querachse
der Mittelschiene
- 44
- Längsachse
der Mittelschiene
- 45
- Abkröpfung
- 46
- vertikaler
Hauptschenkel der C-Schiene 21
- 47
- Sicke
von 22
- 48
- Sicke
von 23
- 49
- Sicke
von 24
- 50
- Symmetriepunkt
- 51
- Verbindungsschenkel
- 52
- vertikale
Hauptschenkelteile 52a, 52b
- 53
- Abflachungen