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DE10315191B4 - Druckmaschine mit einem Walzenmagazin - Google Patents

Druckmaschine mit einem Walzenmagazin Download PDF

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DE10315191B4
DE10315191B4 DE10315191A DE10315191A DE10315191B4 DE 10315191 B4 DE10315191 B4 DE 10315191B4 DE 10315191 A DE10315191 A DE 10315191A DE 10315191 A DE10315191 A DE 10315191A DE 10315191 B4 DE10315191 B4 DE 10315191B4
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DE
Germany
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roller
magazine
anilox
printing machine
rollers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE10315191A
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English (en)
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DE10315191A1 (de
Inventor
Wolfgang Bitterich
Michael Schwandt
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Heidelberger Druckmaschinen AG
Original Assignee
Heidelberger Druckmaschinen AG
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Publication date
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Publication of DE10315191B4 publication Critical patent/DE10315191B4/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/02Ducts, containers, supply or metering devices
    • B41F31/027Ink rail devices for inking ink rollers

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  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Abstract

Druckmaschine, mit einem Zylinder, Walzen, von denen wahlweise eine jede in eine Aktivposition am Zylinder verlagerbar ist, einem Walzenmagazin für die Walzen und einer Schutzabdeckung für das Walzenmagazin, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung zwischen das Walzenmagazin und die jeweils in die Aktivposition verlagerte Walze verstellbar gelagert ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine mit einem Zylinder, Walzen, von denen wahlweise eine jede in eine Aktivposition am Zylinder verlagerbar ist, einem Walzenmagazin für die Walzen und einer Schutzabdeckung für das Walzenmagazin, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • In der US 5,154,602 ist eine solche Druckmaschine beschrieben, bei welcher das Walzenmagazin als ein drehbar gelagertes Revolvermagazin und die Schutzabdeckung als eine schwenkbar gelagerte Abdeckschale ausgebildet ist. An dieser Druckmaschine ist es von Nachteil, dass die in dem Walzenmagazin befindlichen Walzen nur bei Stillstand der Druckmaschine gereinigt werden können. Durch die mit der Reinigung verbundenen häufigen Stillstandszeiten der Druckmaschine wird deren Leistungsfähigkeit herabgesetzt.
  • Zur Lösung dieses Problemes vermag die DE 198 19 389 A1 , worin eine Druckmaschine mit einem Walzenmagazin und einer Hubvorrichtung zum Verlagern der Walzen aus dem Walzenmagazin in eine Aktivposition beschrieben ist, keinen Beitrag zu leisten.
  • Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine wartungsfreundlichere Druckmaschine zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine der eingangs genannten Gattung entsprechende Druckmaschine mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Schutzabdeckung zwischen das Walzenmagazin und die jeweils in die Aktivposition verlagerte Walze verstellbar gelagert ist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Druckmaschine wird beim Schließen der Schutzabdeckung letztere in eine Schutzposition verstellt, die sich zwischen dem Walzenmagazin und der an den Zylinder verlagerten Walze befindet. Es ist von Vorteil, dass die Schutzabdeckung bei unter Verwendung der aus dem Walzenmagazin in die Aktivposition verlagerten Walze laufenden Druckmaschine geschlossen gehalten werden kann. Die Schutzabdeckung kann sich im Druckbetrieb zwischen dem Walzenmagazin und der am Druckbetrieb teilnehmenden Walze, welche sich in der Aktivposition befindet, erstrecken. Die erfindungsgemäße Druckmaschine ist sehr wartungsfreundlich, weil auch im Druckbetrieb Manipulationen an dem Walzenmagazin und an der mindestens einen Walze, die sich nicht in der Aktivposition befindet und in einer Passivposition im Walzenmagazin verblieben ist, möglich sind. Die in dem Walzenmagazin verbliebene Walze kann z. B. während des Druckbetriebes gereinigt oder durch eine andere Walze ersetzt werden. Von der im Walzenmagazin verbliebenen Walze abtropfende Restfarbe oder abtropfendes Reinigungsmittel kann nicht auf die sich innerhalb der Aktivposition am Druckbetrieb teilnehmende, andere Walze gelangen, weil die Schutzabdeckung die abtropfende Restfarbe oder das abtropfende Reinigungsmittel sicher auffängt. Bei der erfindungsgemäßen Druckmaschine ist jedoch nicht nur ein Schutz der in der Aktivposition befindlichen Walze vor vom Walzenmagazin stammenden Störungen sondern ebenso ein Schutz des Walzenmagazines und der darin befindlichen Walze oder Walzen vor Störungen, die von der in der Aktivposition rotierenden Walze stammen, gegeben. Die Schutzabdeckung schirmt das Walzenmagazin und die darin befindliche(n) Walze(n) gegen von der in der Aktivposition befindlichen und beim Drucken schnell rotierenden Walze abspritzende oder -nebelnde Druckfarbe ab.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter Druckmaschine eine Maschine verstanden, mittels welcher ein bahn- oder vorzugsweise bogenförmiger Bedruckstoff mit einer Druckfarbe bedruckt, einem Klarlack lackiert oder mit einer Beschichtungsflüssigkeit, z. B. einer Deckweiß-Grundierung, beschichtet wird. Das Walzenmagazin kann in verschiedene Magazinpositionen linear verschiebbar gelagert und als ein Schubfach ausgebildet sein. Die Schutzabdeckung kann aus einer Stellung, in welcher die Schutzabdeckung aus einem Zwischenraum zwischen dem Walzenmagazin und der in die Aktivposition verlagerten Walze herausverstellt ist, linear in die Schutzposition verschiebbar gelagert sein und als ein ebenflächiger, plattenförmiger Schutzschild ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Schutzabdeckung jedoch als eine Schutzhaube oder -schale ausgebildet und um das Walzenmagazin herum in die Schutzposition verschwenkbar gelagert. Zu dem Walzenmagazin gehören mindestens zwei Walzen, von denen sich im Druckbetrieb die eine in der Aktivposition und die andere als Reservewalze im Walzenmagazin befindet. Deshalb ist das Walzenmagazin mit mindestens zwei Walzenaufnahmeplätzen, z. B. Walzenfächern, ausgestattet, von welchen im Druckbetrieb das eine leer ist und das andere durch die Reservewalze belegt ist. Vorzugsweise gehören mehr als zwei Walzen, nämlich die im Druckbetrieb in der Aktivposition befindliche Walze und zwei oder vorzugsweise drei im Druckbetrieb gleichzeitig im Walzenmagazin gespeicherte Reservewalzen, zum Walzenmagazin, welches demgemäß mindestens drei und vorzugsweise vier Walzenaufnahmeplätze aufweist. Bei dem Zylinder der erfindungsgemäßen Druckmaschine, an welchen die Walze in der Aktivposition angestellt ist, kann es sich um einen Form- und/oder Gummituchzylinder zum Drucken, Lackieren oder Beschichten handeln. Beispielsweise kann der Zylinder konstruktiv so ausgelegt sein, dass auf den Zylinder wahlweise eine Flexodruckform für Spotlackierungen oder ein Gummituch für ganzflächige Lackierungen aufgespannt werden können. Die zum Walzenmagazin gehörigen Walzen können Anilox- bzw. Rasterwalzen sein, die sich in ihren Rastern voneinander unterscheiden. Die Raster der Rasterwalzen können sich z. B. in ihren Rasterfüllvolumina voneinander unterscheiden, wobei eine der Walzen ein großes Rasterfüllvolumen aufweist und für viel Druckfarbe, Lack oder dergleichen erfordernde Druckaufträge geeignet ist und die andere der Walzen ein kleines Rasterfüllvolumen aufweist und für wenig Druckfarbe, Lack oder dergleichen erfordernde Druckaufträge geeignet ist und verwendet wird.
  • Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Druckmaschine sind in den Unteransprüchen genannt und werden nachfolgend im Einzelnen kurz erläutert.
  • Bei einer Weiterbildung ist das Walzenmagazin als ein drehbar gelagertes Revolvermagazin, welches auch als Trommelspeicher bezeichnet werden kann, ausgebildet und ist dem Walzenmagazin eine Hubvorrichtung zum Verlagern der Walzen aus dem Walzenmagazin in die Aktivposition zugeordnet und umfasst die Hubvorrichtung Räder, welche koaxial mit dem Walzenmagazin gelagert sind. Diese Weiterbildung ist in vielfacher Hinsicht vorteilhaft. Das Vorhandensein der Hubvorrichtung, mit deren Hilfe die für den Druckbetrieb jeweils ausgewählte Walze aus dem Walzenmagazin entnommen und später wieder in das Walzenmagazin eingesetzt wird, erübrigt sich eine Verstellung des gesamten Walzenmagazines zum Zwecke der Verlagerung der ausgewählten Walze in die Aktivposition. Während die ausgewählte Walze mittels der Hubvorrichtung in die Aktivposition verlagert wird, verbleibt das Walzenmagazin in seiner ortsfesten Einbauposition innerhalb der Druckmaschine. Zum Transport der ausgewählten Walze aus dem Walzenmagazin heraus und zum Zylinder hin ist eine viel geringere Antriebsleistung erforderlich als dies der Fall wäre, wenn die ausgewählte Walze bei ihrer Verstellung in die Aktivposition im Walzenmagazin verbleiben würde und zusammen mit dem Walzenmagazin verlagert werden müsste. Gemäß der hier beschriebenen Weiterbildung ist das Walzenmagazin um eine geometrische Rotationsachse drehbar gelagert, um welche auch die Räder der Hubvorrichtung drehbar gelagert sind. Durch die mit dem Walzenmagazin koaxiale Lagerung der Räder der Hubvorrichtung ergeben sich Vorteile bezüglich einer kompakten Bauweise und der Zugänglichkeit des Walzenmagazines. Die Hubvorrichtung ist vorzugsweise als ein Zugmittelgetriebe mit mindestens einem endlichen, d. h. angeschlossenen Zugmittel ausgebildet. Vorzugsweise umfasst das Zugmittelgetriebe zwei solche endlichen Zugmittel. Falls nur ein einziges Zugmittel vorhanden ist, kann dieses beide Räder zumindest teilweise umschlingen. Sind zwei Zugmittel vorhanden, so umschlingt jedes der beiden Zugmittel ein anderes der beiden Räder zumindest teilweise. Bei dem Zugmittelgetriebe kann es sich z. B. um eine Seilwinde handeln, falls das Zugmittel ein Seil ist. Vorzugsweise ist das Zugmittel jedoch eine Kette bzw. sind die Zugmittel Ketten und ist das Zugmittelgetriebe demzufolge ein Kettengetriebe. Bei Verwendung der Kette(n) ist es vorteilhaft, die Räder als verzahnte Kettenräder, die in die Kette(n) der Hubvorrichtung eingreifen, auszubilden.
  • Ebenfalls hinsichtlich einer kompakten Bauweise vorteilhaft ist eine weitere Weiterbildung, bei welcher eine Antriebswelle der Räder durch eine Hohlachse des Walzenmagazins hindurchgeführt ist. Die Hohlachse kann eine das Walzenmagazin durchdringende und an den beiden entgegengesetzten Seiten des Walzenmagazines aus diesem herausragende Hohlachse sein. Vorzugsweise handelt es sich bei der Hohlachse jedoch um einen von zwei Achszapfen des Walzenmagazins, der rohrförmig ausgebildet ist.
  • Bei einer weiteren Weiterbildung ist ein erstes Schneckengetriebe zum Antrieb der Antriebswelle mit letzterer verbunden. Die Verbindung des ersten Schneckengetriebes mit der Antriebswelle kann auf direkte oder indirekte, getriebetechnische Weise gegeben sein. Bei direkter Verbindung ist ein Schneckenrad des ersten Schneckengetriebes koaxial mit der Antriebswelle angeordnet und mit letzterer drehfest verbunden. Dabei kann das Schneckenrad auf der Antriebswelle fest sitzen. Bei indirekter Verbindung ist dem Schneckenrad des ersten Schneckengetriebes und der Antriebswelle mindestens eine weitere Getriebestufe zwischengeordnet. Beispielsweise kann auf der Antriebswelle ein Zahnrad fest sitzen, das mit einer ersten Verzahnung des Schneckenrades kämmt, welches eine zweite Verzahnung aufweist, die mit einer Schnecke des ersten Schneckengetriebes im gegenseitigen Zahneingriff ist. Aus dem Vorhandensein des ersten Schneckengetriebes ergibt sich ein die Sicherheit der Hubvorrichtung betreffender Vorteil. Das erste Schneckengetriebe kann selbsthemmend ausgebildet sein, so dass die ausgewählte Walze während ihres Transportes mittels der Hubvorrichtung vom Walzenmagazin in die Aktivposition bzw. aus der Aktivposition in das Walzenmagazin nicht abstürzen kann und dabei beschädigt werden kann, falls z. B. bei einem Stromausfall ein das erste Schneckengetriebe antreibender Elektromotor versagt, während sich die ausgewählte Walze zu diesem Zeitpunkt gerade zwischen dem Walzenmagazin und der Aktivposition befindet. Aufgrund der großen Untersetzung des ersten Schneckengetriebes ist dieses auch hinsichtlich eines zum motorischen Antrieb alternativen, manuellen Antriebes der Hubvorrichtung vorteilhaft. Der Bediener braucht bei der manuellen Verlagerung der Walze aus dem Walzenmagazin heraus in die Aktivposition oder aus der Aktivposition in das Walzenmagazin hinein mittels der Hubvorrichtung keine allzu großen Bedienkräfte aufbringen und bei einem plötzlichen Loslassen einer Handkurbel oder dergleichen der Hubvorrichtung auch nicht zu befürchten, dass die ausgewählte Walze aufgrund ihres Eigengewichts abstürzt und dabei Teile der Hubvorrichtung, z. B. die Kette, mitreißt.
  • Gemäß einer weiteren Weiterbildung ist ein zweites Schneckengetriebe, welches dem Antrieb des Walzenmagazins dient, mit letzterem verbunden. In Analogie zur Verbindung des ersten Schneckengetriebes mit der Antriebswelle kann die Verbindung des zweiten Schneckengetriebes mit dem Walzenmagazin auf direkte oder indirekte An und Weise gegeben sein. Die Selbsthemmung des zweiten Schneckengetriebes ist hinsichtlich der Sicherung des Walzenmagazines gegen ein unbeabsichtigtes Drehen des Walzenmagazines vorteilhaft. Das zweiten Schneckengetriebe bildet somit eine Sicherungseinrichtung, die das Walzenmagazin in der mittels des zweiten Schneckengetriebes eingestellten Drehstellung hält, solange das zweite Schneckengetriebe nicht erneut motorisch oder manuell angetrieben wird. Selbstverständlich ist es auch möglich, bei der erfindungsgemäßen Druckmaschine das zweite Schneckengetriebe ohne Verwendung des ersten Schneckengetriebes zu verwenden. In diesem Fall kann anstelle des ersten Schneckengetriebe ein anderes Getriebe zum Antrieb der Antriebswelle verwendet werden.
  • Bei einer hinsichtlich der optimalen Ausnutzung des beidseitig von dem Walzenmagazin vorhandenen Bauraumes vorteilhaften Weiterbildung sind das zum rotativen Antrieb der Antriebswelle verwendete Getriebe, z. B. das erste Schneckengetriebe, und das zum rotativen Antrieb des Walzenmagazines verwendete Getriebe, z. B. das zweite Schneckengetriebe, auf den beiden aneinander abgewandten Seiten des Walzenmagazines neben letzteren angeordnet.
  • Konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles und der dazugehörigen Zeichnung.
  • In dieser zeigt:
  • 1 eine Rotationsdruckmaschine mit einem revolverförmigen Walzenmagazin und einer schalenförmigen Schutzabdeckung während des Druckbetriebes, in einer der Schnittlinie I-I in 3 entsprechenden Querschnittsdarstellung,
  • 2 die Rotationsdruckmaschine während eines Walzenaustausches,
  • 3 eine seitliche Schnittdarstellung der Rotationsdruckmaschine und
  • 4 eine dreidimensionale Teildarstellung des Walzenmagazins, bei welcher letzteres ohne darin aufgenommene Walzen dargestellt ist.
  • In den 1 bis 4 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine 1 ausschnittsweise dargestellt. Gezeigt ist ein zum Lackieren der Bedruckstoffbögen vorgesehenes Druckwerk, welches die Bogenrotationsdruckmaschine 1 neben zeichnerisch nicht dargestellten Offsetdruckwerken umfasst. Das gezeigte Druckwerk enthält einen Form- und/oder Gummituchzylinder 2, der zusammen mit einem ebenfalls zeichnerisch nicht dargestellten Gegendruckzylinder einen Druckspalt bildet. Auf dem Form- und/oder Gummituchzylinder 2 können eine Flexodruckform für Spotlackierungen oder ein Gummituch für Ganzflächenlackierungen oder wechsel- bzw. wahlweise beide Zylinderaufzüge (Flexodruckform, Gummituch) aufspannbar sein. Das Druckwerk enthält weiterhin Anilox- bzw. Rasterwalzen 3 bis 6 und ein Trommel- bzw. Revolvermagazin 7 zum Speichern der für den jeweils aktuellen Druckauftrag gerade nicht benötigten Rasterwalzen 4 bis 6. Die Rasterwalzen 3 bis 6 unterscheiden sich in den Strukturen und/oder den Füllvolumina ihrer Näpfchen- oder Linienraster voneinander.
  • Das Revolvermagazin 7 ist durch Tragarme 8a bis 11b, die zwei endseitige Sternprofile bilden, in Aufnahmefächer 12 bis 15 für die Rasterwalzen 3 bis 6 unterteilt. Die Sternprofile sind über Traversen 16 bis 19 miteinander verbunden und die Aufnahmefächer 12 bis 15 sind mit je einer Auffangwanne 20 bis 23 ausgekleidet. Die Auffangwannen 20 bis 23 fangen von den im Revolvermagazin 7 gehaltenen Rasterwalzen 4 bis 6 abtropfende Restfarbe oder Reinigungsflüssigkeit auf. Das Revolvermagazin 7 ist mit einem hohlen, ersten Achszapfen 24 und einem entgegengesetzten und ebenfalls hohlen, zweiten Achszapfen 25 ausgestattet, die der drehbaren Lagerung des Revolvermagazins 7 in Seitenwänden 26, 27 des Druckwerkes dienen und eine geometrische Rotationsachse 28 festlegen, um welche das Revolvermagazin 7 drehbar ist.
  • Die Rotation des Revolvermagazins 7 um die Rotationsachse 28 in die jeweils zur Entnahme, Reinigung oder zum Ein- oder Ersetzen einer der Rasterwalzen 3 bis 6 erforderliche Drehposition wird über ein sich selbst hemmendes Schneckengetriebe angetrieben, das ein auf dem ersten Achszapfen 24 drehfest sitzendes, erstes Schneckenrad 29 und eine mit letzterem im Zahneingriff stehende, erste Schnecke 30 umfasst.
  • Eine Hubvorrichtung dient dazu, eine jede der Rasterwalzen 3 bis 6 bei Bedarf aus dem Revolvermagazin 7 heraus in eine Aktivposition und später wieder in das Revolvermagazin 7 zurück verlagern zu können. Die Hubvorrichtung umfasst zwei Kettenzüge, von denen jeder ein anderes der beiden Walzenenden der jeweils zu transportierenden Rasterwalze – in 2 ist dies beispielsweise die Rasterwalze 3 – hält. Die Kettenzüge weisen je ein kreissegmentförmiges Kettenrad 31, 32 mit einer offenen (miteinander unverbundene Kettenenden) Kette 33, 34 auf. Die Kettenräder 31, 32 sitzen drehfest auf einer Antriebswelle 35 und sind zwischen den Sternprofilen und auch zwischen den Achszapfen 24, 25 angeordnet. Jede der Ketten 33, 34 ist mit ihrem einen Kettenende an dem jeweiligen Kettenrad 31, 32 befestigt und an ihrem anderen Kettenende mit einem Kranhaken 36 ausgestattet. Der Kranhaken 36 der Kette 34 umgreift beim Transport der im vorliegenden Beispiel ausgewählten Rasterwalze 3 deren Walzenzapfen 37 und zwar zwischen einer Stirnfläche der Rasterwalze 3 und einem auf dem Walzenzapfen 37 fest sitzenden Wälzlager 38, so dass der Walzenzapfen 37 nicht unbeabsichtigt aus dem Kranhaken 36 herausrutschen kann. Die Antriebswelle 35 ist durch den zweiten Achszapfen 25 hindurchgeführt und in den ersten Achszapfen 24 eingesteckt. Mittels Gleitlagerbuchsen 39, 40 ist die Antriebswelle 35 in dem Achszapfen 24, 25 drehbar gelagert.
  • Die Rotation der Kettenräder 31, 32 und das damit verbundene Auf- oder Abwickeln der Ketten 33, 34 auf die Kettenräder 31, 32 oder von den Kettenrädern 31, 32 wird über ein sich selbsthemmendes, weiteres Schneckengetriebe angetrieben, das ein auf der Antriebswelle 35 drehfest sitzendes, zweites Schneckenrad 41 und eine mit letzterem in Zahneingriff stehende, zweite Schnecke 42 umfasst.
  • Die beiden genannten Schneckengetriebe, nämlich das für den Antrieb des Revolvermagazins 7 und jenes für den Antrieb der Kettenzüge, sind außerhalb der Seitenwände 26, 27, d. h. nicht zwischen letzteren, und auf einander entgegengesetzten Seiten des Revolvermagazins 7 angeordnet.
  • Die Tragarme 8a bis 11b sind an ihren äußeren Enden mit Schnellverschlüssen zum radialen Sichern der Rasterwalzen 4 bis 6 gegen ein Herausfallen aus dem Revolvermagazin 7 versehen. Die Schnellverschlüsse sind als Federriegel 43 bis 48 ausgebildet, welche auf den Walzenzapfen der gesicherten Rasterwalzen 4 bis 6 sitzende Wälzlager 49 bis 51 hintergreifen und zum Entsichern gegen ihre Federwirkung aus den Aufnahmefächern 12 bis 15 zurück gezogen oder gedrückt werden können. An den Tragarmen 8a bis 11b angeordnete Anschläge 52 bis 54, an denen die Wälzlager 49 bis 51 der im Revolvermagazin 7 befindlichen Rasterwalzen 4 bis 6 anliegen, dienen der axialen Lagesicherung dieser Rasterwalzen 4 bis 6 und sind an jedem Ende jedes Aufnahmefaches 12 bis 15 angeordnet.
  • Eine aus stabilem Blech gefertigte Abdeckschale bzw. -haube 55 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte axiale Länge des Revolvermagazins 7 und der Rasterwalzen 3 bis 6 sowie über einen Zentriwinkel des Revolvermagazins 7 von mehr als 120° und in etwa 135°. Über Wangen 56, 57 der Abdeckschale 55 ist letztere um die Rotationsachse 28 des Revolvermagazins 7 herum schwenkbar gelagert. Die Abdeckschale 55 ist um die Rotationsachse 28 herum wahlweise in eine erste Schwenkposition (vgl. 1), in welcher sich die Abdeckschale 55 unterhalb des Revolvermagazins 7 und auf Stoß mit einer ortsfesten, unbeweglichen Schutzabdeckung 58 befindet, und in eine zweite Schwenkposition (vgl. 2), in welcher sich die Abdeckschale 55 oberhalb des Revolvermagazins 7 befindet, schwenkbar gelagert. Die ebenfalls aus einem stabilen Blech gefertigte Schutzabdeckung 58 erstreckt sich über einen Zentriwinkel des Revolvermagazins 7 von weniger als 60° und in etwa 45° und ebenfalls im Wesentlichen über die gesamte axiale Länge des Revolvermagazins 7 und der Rasterwalzen 3 bis 6. In der zweiten Schwenkposition, d. h. bei geschlossener Abdeckschale 55, bildet letztere zusammen mit der Schutzabdeckung 58 einen sich über einen Zentriwinkel von in etwa 180°, kreisbogenförmig erstreckenden Schutzschild.
  • Die Erfindung funktioniert gemäß des gezeigten Ausführungsbeispieles folgendermaßen:
    In einem ersten Verfahrensschritt wird die Bogenrotationsdruckmaschine 1 im Druckbetrieb betrieben. In diesem Druckbetrieb befindet sich eine der Rasterwalzen 3 bis 6 -in 1 ist das beispielsweise die Rasterwalze 3 – in der Aktivposition, in welcher sich die entsprechende Rasterwalze 3 außerhalb des Revolvermagazins 7 befindet und auf dem Form- und/oder Gummituchzylinder 2 abrollt. Die in der Aktivposition befindliche Rasterwalze 3 ist mit ihren beiden einander entgegengesetzten Walzenzapfen in je einem Walzenschloss 59 mit einem Schnellverschluss gesichert. Der Schnellverschluss des gezeigten Walzenschlosses 59 umfasst einen das Wälzlager 38 arretierenden Verschlussring 60 und einen an diesem Verschlussring 60 angebrachten Klemmexzenter 61 zum Festklemmen des Wälzlagers 38. Im Druckbetrieb liegt an der jeweils in der Aktivposition befindlichen Rasterwalze 3 eine Dosierrakel 62, vorzugsweise eine Kammerrakel, an. Außerdem wird während des Druckbetriebes die Abdeckschale 55 in ihrer geschlossenen, ersten Schwenkposition gehalten, so dass sich die Abdeckschale 55 zwischen der rotierenden Rasterwalze 3 und dem Revolvermagazin 7 befindet und die beiden zuletzt genannten Maschinenelemente voreinander geschützt sind.
  • Somit ist es völlig gefahrlos möglich, während des laufenden Druckbetriebes das Revolvermagazin 7 zu rotieren, eine der im Revolvermagazin 7 in Reserve gehaltenen Rasterwalzen 4 bis 6 durch eine andere Reservewalze, die z. B. für den folgenden Druckauftrag zu verwenden ist, zu ersetzen und die Rasterwalzen 4 bis 6 zu reinigen oder auf eine andere An und Weise zu warten. Die bei laufender Bogenrotationsdruckmaschine 1 geschlossen gehaltene Abdeckschale 55 verhindert, dass zur Reinigung der Rasterwalzen 4 bis 6 verwendete Reinigungsflüssigkeit oder ein zur Wartung der Rasterwalzen 4 bis 6 verwendetes Werkzeug auf die in der Aktivposition befindliche Rasterwalze 3 oder sogar auf den Form- und/oder Gummituchzylinder 2 herabfallen und infolge dessen Schaden anrichten kann.
  • Andererseits ist aber auch ein Schutz des Revolvermagazins 7 und vor allem der darin gespeicherten Rasterwalzen 4 bis 6 durch die Abdeckhaube 55 gewährleistet. Im Druckbetrieb rotiert die in die Aktivposition verlagerte Rasterwalze 3 sehr schnell und ist es nicht immer ausgeschlossen, dass von letzterer Lack, Druckfarbe oder Beschichtungsflüssigkeit abspritzt oder -nebelt. Diese Farbspritzer oder -nebel dürfen nicht auf die in Reserve gehaltenen Rasterwalzen 4 bis 6 gelangen, z. B. weil letztere schon gereinigt sind und eine ausgewählte dieser Rasterwalzen 4 bis 6 bei der Durchführung des folgenden Druckauftrags zum Dosieren und Verdrucken eines anderen Lackes (Druckfarbe, Beschichtungsflüssigkeit) als jenem des laufenden Druckauftrages verwendet werden soll. Die Abdeckschale 55 bietet einen sicheren Schutz des Revolvermagazins 7 und der darin befindlichen Rasterwalzen 4 bis 6 vor Verschmutzung durch die besagten Farbspritzer oder -nebel.
  • Ein nach Abschluss des Druckbetriebes erfolgender und in 2 illustrierter, zweiter Verfahrensschritt hat den Austausch der Rasterwalze 3 gegen eine der Rasterwalzen 4 bis 6, die für den folgenden Druckauftrag in der Aktivposition verwendet werden soll, zum Inhalt. Nachdem die Bogenrotationsdruckmaschine 1 gestoppt worden ist und somit der Form- und/oder Gummituchzylinder 2 und die Rasterwalze 3 nicht mehr rotieren, wird die Abdeckschale 55 aus ihrer ersten Schwenkposition (vgl. 1) in die zweite Schwenkposition (vgl. 2) verstellt, so dass der Transportweg zwischen dem Form- und/oder Gummituchzylinder 2 dem Walzenschloss 59 einerseits und dem Revolvermagazin 7 andererseits frei wird und nicht mehr durch die Abdeckschale 55 versperrt ist. Durch eine nicht näher dargestellt und mit der Abdeckschale 55 verbundene Gasdruckfeder, welche auch die Schwenkbewegungen der Abdeckschale 55 dämpft, wird letztere in ihrer zweiten Schwenkposition gehalten und gegen ein Zufallen gesichert. Nach dem Öffnen der Abdeckschale 55 wird die Dosierrakel 61 durch eine um ein Drehgelenk 62 erfolgende Schwenkbewegung von der Rasterwalze 3 abgestellt.
  • Anschließend werden die Kettenräder 31, 32 durch eine motorisch oder manuell (Handkurbel) angetriebene Rotation der zweiten Schnecke 42 und des zweiten Schneckenrades 41 und der Antriebswelle 35 in eine Drehbewegung (bezüglich 2 entgegen dem Uhrzeigersinn) versetzt, so dass die die Kettenräder 31, 32 teilweise umschlingenden Ketten 33, 34 teilweise von den Kettenrädern 31, 32 abgewickelt und aus dem Revolvermagazin 7 herausgelassen werden und die an den Ketten 33, 34 angebrachten Kranhaken zur Rasterwalze 3 herabgelassen werden. Nachdem der gezeigte Krankhaken 36 während seines Herablassens die Rasterwalze 3 erreicht hat, hängt der Bediener den Kranhaken 36 an den Walzenzapfen 37 an.
  • Bei manueller Rotation der Antriebswelle 35 kann es eventuell manchmal erforderlich sein, die Antriebswelle 35 zwecks Korrektur der Abwickellänge der Kette 33 ein wenig zurück zu drehen (bezüglich 2 im Uhrzeigersinn), so dass sich die Kette 33 so weit strafft, dass der Kranhaken 36 im sicheren Eingriff mit dem Walzenzapfen 37 verbleibt und von letzterem nicht mehr herunterrutschen kann. Im Falle des manuellen Antriebes der Hubvorrichtung ist es vorteilhaft, das Walzenschloss 59 erst nach erfolgtem Anhängen des Kranhakens 36 an die Rasterwalze 3 zu öffnen. Das Öffnen des Walzenschlosses 59 geschieht durch ein Lösen des Klemmexzenters 61 und ein Verdrehen und damit Entriegeln des Verschlussringes 60.
  • Im anderen Fall, nämlich bei elektro-motorischer Rotation der Antriebswelle 35, kann es durch eine elektrische Steuereinrichtung, z. B. einen Endausschalter, zwangsläufig sichergestellt sein, dass die Kette 33 exakt über die für das Einrasten des Kranhakens 36 in den Walzenzapfen 37 erforderliche Kettenlänge hinweg abgewickelt wird, so dass niemals die im Zusammenhang mit dem manuellen Antrieb beschriebene Korrektur erforderlich ist. Im Falle des motorischen Antriebes der Hubvorrichtung (Kettenzüge) kann das Walzenschloss 59 bereits vor dem Ankoppeln des Kranhakens 36 an die Rasterwalze 3 geöffnet werden.
  • In jedem Fall, d. h. sowohl bei manuellem als auch bei motorischem Antrieb der Hubvorrichtung, ist ein dem Ankoppeln des Kranhakens 36 an die Rasterwalze 3 vorangehendes Öffnen des Walzenschlosses 59 selbstverständlich auch möglich und ist das Walzenschloss 59 nach dessen Öffnen nach oben hin offen, so dass die Rasterwalze 3 ungesichert im Walzenschloss 59 liegt und mittels der Hubvorrichtung durch eine nach oben weisende Entnahmeöffnung 66 des Walzenschlosses 59 hindurch gehoben und aus letzterem herausgehoben werden kann.
  • Es versteht sich von selbst, dass vor dem Anheben der Rasterwalze 3 auch der nicht dargestellte Kranhaken an der Kette 34 mit dem ebenfalls nicht dargestellten anderen Walzenzapfen der Rasterwalze 3 gekoppelt und dass zur Sicherung dieses anderen Walzenzapfens dienende und ebenfalls nicht dargestellte andere Walzenschloss geöffnet werden muss.
  • Bevor die Rasterwalze 3 in das Revolvermagazin 7 hineintransportiert wird, wird das Revolvermagazin 7 in eine Drehposition gedreht, in welcher sich das zur Aufnahme der Rasterwalze 3 bestimmte und zu diesem Zeitpunkt noch leere Aufnahmefach 12 in etwa auf der durch die angespannten Ketten 33, 34 vorgegebenen Transportlinie befindet.
  • Durch ein Zurückdrehen der Antriebswelle 35 (bezüglich 2 im Uhrzeigersinn) werden die Ketten 33, 34 wieder auf die Kettenräder 31, 32 aufgewickelt und die Kranhaken mit der daran angehängten Rasterwalze 3 zum Revolvermagazin 7 hin hochgezogen. Während ihres Transportes stößt die Rasterwalze 3 mit ihrem Wälzlager 38 an eine zum Aufnahmefach 12 hin geneigte Führungsfläche 64 des Revolvermagazines 7 an, die an dem einen das Aufnahmefach 12 begrenzenden Tragarm 8a angeordnet ist. Infolgedessen gleitet oder rollt die mittels der Hubvorrichtung in das Revolvermagazin 7 hinein zu ziehende Rasterwalze 3 entlang der Führungsfläche 64 auf den am gegenüberliegenden Tragarm 11a angeordneten Federriegel 43 und das Aufnahmefach 12 zu. Während dieser Bewegung des Wälzlagers 38 auf den Federriegel 43 zu drückt das Wälzlager 38 den Federriegel 43 zurück, so dass das Wälzlager 38 bei zurückgedrücktem Federriegel 43 in das Aufnahmefach 12 eintreten kann. Sobald dies geschehen ist, springt der Federriegel 43 automatisch in seine in das Aufnahmefach 12 vorgeschobene Sperrstellung zurück, so dass das Wälzlager 38 in der Art einer Dreipunkt-Lagerung zwischen den Tragarmen 16, 17 und dem Federriegel 43 fixiert und eingeschlossen ist.
  • Das am anderen Ende der Rasterwalze 3 angeordnete und zeichnerisch nicht dargestellte andere Wälzlager wird in analoger Art und Weise wie das Wälzlager 38 im Revolvermagazin 7 per automatischem Einschnappen des entsprechenden Federriegels gesichert. Danach können die Kranhaken von der Rasterwalze 3 abgelöst werden.
  • Um in einem dritten Verfahrensschritt eine der anderen Rasterwalzen, z. B. die Rasterwalze 4, in die Aktivposition verlagern zu können, muss zuerst einmal das Revolvermagazin 7 in eine Drehposition gedreht werden, in welcher das von der Rasterwalze 4 besetzte Aufnahmefach 13 auf der das Walzenschloss 59 und das Revolvermagazin 7 verbindenden imaginären Transportlinie liegt. Nachdem das Revolvermagazin 7 in diese erforderliche Drehposition ausgerichtet ist, werden die Kranhaken an der Rasterwalze 4 befestigt und die das Aufnahmefach 13 verschließenden Federriegel 44, 47 vom Bediener per Hand zurückgezogen und in der zurückgezogenen Stellung in eine Rastkerbe eingerastet und dadurch arretiert. Der Bediener kann für die am Revolvermagazin 7 vorzunehmenden Manipulationen durch ein mittels einer Klappe verschließbares Fenster 65 des Druckwerkes in letzteres hineingreifen.
  • Mittels der Hubeinrichtung wird die an den Kranhaken angehangene Rasterwalze 4 aus dem Revolvermagazin 7 herausgelassen und in das Walzenschloss 59 hineingesetzt, welches danach geschlossen wird. Nachdem die Kranhaken von der im Walzenschloss 59 gesicherten Rasterwalze 4 abgelöst wurden und in das Revolvermagazin 7 zurückgezogen worden sind, wird die Abdeckschale 55 wieder geschlossen und in ihre in 1 gezeigte, erste Schwenkposition zurückverstellt. Letztlich ist es nur noch erforderlich, die Dosierrakel 62 an die Rasterwalze 4 anzustellen, um danach den Druckbetrieb unter Verwendung der Rasterwalze 4 aufnehmen zu können.
  • Nachfolgend werden mögliche Modifikationen des gezeigten Ausführungsbeispieles kurz erläutert.
  • Es ist möglich, anstelle der Ketten 33, 34 andere schmiegsame Zugmittel und anstelle der Kettenräder 31, 32 diesen anderen Zugmitteln angepasste Scheiben zu verwenden. Beispielsweise können anstelle der Ketten 33, 34 Drahtseile und anstelle der Kettenräder 31, 32 Seilscheiben mit Laufnuten zur Führung der Drahtseile verwendet werden. Die im Ausführungsbeispiel gezeigten Ketten 33, 34 sind jedoch bezüglich einer präzisen Positionierung der Rasterwalzen am günstigsten.
  • Eine weitere Modifikation hat zum Inhalt, dass anstelle des Form- und/oder Gummituchzylinders 2 ein Auftragzylinder (Auftragwalze) angeordnet ist, auf welchen die jeweils in der Aktivposition befindliche Rasterwalze abrollt und welcher Auftragzylinder auf einem Form- und/oder Gummituchzylinder abrollt. Mit anderen Worten gesagt, ist es denkbar, dem gezeigten Form- und/oder Gummituchzylinder 2 und der in der Aktivposition befindlichen Rasterwalze einen Auftragzylinder zwischenzuordnen.
  • 1
    Bogenrotationsdruckmaschine
    2
    Form- und/oder Gummituchzylinder
    3
    Rasterwalze
    4
    Rasterwalze
    5
    Rasterwalze
    6
    Rasterwalze
    7
    Revolvermagazin
    8a, 8b
    Tragarm
    9a, 9b
    Tragarm
    10a, 10b
    Tragarm
    11a, 11b
    Tragarm
    12
    Aufnahmefach
    13
    Aufnahmefach
    14
    Aufnahmefach
    15
    Aufnahmefach
    16
    Traverse
    17
    Traverse
    18
    Traverse
    19
    Traverse
    20
    Auffangwanne
    21
    Auffangwanne
    22
    Auffangwanne
    23
    Auffangwanne
    24
    Achszapfen
    25
    Achszapfen
    26
    Seitenwand
    27
    Seitenwand
    28
    Rotationsachse
    29
    Schneckenrad (erstes)
    30
    Schnecke (erste)
    31
    Kettenrad
    32
    Kettenrad
    33
    Kette
    34
    Kette
    35
    Antriebswelle
    36
    Kranhaken
    37
    Walzenzapfen
    38
    Wälzlager
    39
    Gleitlagerbuchse
    40
    Gleitlagerbuchse
    41
    Schneckenrad (zweites)
    42
    Schnecke (zweite)
    43
    Federriegel
    44
    Federriegel
    45
    Federriegel
    46
    Federriegel
    47
    Federriegel
    48
    Federriegel
    49
    Wälzlager
    50
    Wälzlager
    51
    Wälzlager
    52
    Anschlag
    53
    Anschlag
    54
    Anschlag
    55
    Abdeckschale
    56
    Wange
    57
    Wange
    58
    Schutzabdeckung
    59
    Walzenschloss
    60
    Verschlussring
    61
    Klemmexzenter
    62
    Dosierrakel
    63
    Drehgelenk
    64
    Führungsfläche
    65
    Fenster
    66
    Entnahmeöffnung

Claims (9)

  1. Druckmaschine, mit einem Zylinder, Walzen, von denen wahlweise eine jede in eine Aktivposition am Zylinder verlagerbar ist, einem Walzenmagazin für die Walzen und einer Schutzabdeckung für das Walzenmagazin, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung zwischen das Walzenmagazin und die jeweils in die Aktivposition verlagerte Walze verstellbar gelagert ist.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzenmagazin als ein drehbar gelagertes Revolvermagazin (7) ausgebildet ist, dass dem Walzenmagazin eine Hubvorrichtung zum Verlagern der Walzen aus dem Walzenmagazin in die Aktivposition zugeordnet ist und dass Räder der Hubvorrichtung koaxial mit dem Walzenmagazin gelagert sind.
  3. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebswelle (35) der Räder durch eine Hohlachse des Walzenmagazins hindurchgeführt ist.
  4. Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Schneckengetrieb 41, 42 zum Antrieb der Antriebswelle (35) mit letzterer verbunden ist.
  5. Druckmaschine nach ein Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Schneckengetriebe 29, 30 zum Antrieb des Walzenmagazins mit letzterem verbunden ist.
  6. Druckmaschine nach ein Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneckengetriebe auf einander entgegengesetzten Seiten des Walzenmagazins angeordnet sind.
  7. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder ein Form- und/oder Gummituchzylinder (2) ist.
  8. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen Rasterwalzen (3 bis 6) sind.
  9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder Kettenräder (31, 32) sind.
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